Bücher mit dem Tag "zen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zen" gekennzeichnet haben.

224 Bücher

  1. Cover des Buches Ehre (ISBN: 9783036959320)
    Elif Shafak

    Ehre

     (90)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    In der Hoffnung ein besseres, erfüllteres oder sichereres Leben führen zu können, verlassen viele Menschen ihre Heimat und versuchen sich in einem anderen Land eine neue Existenz aufzubauen. Ein sehr aktuelles Thema – jedoch spielt der Roman in einer früheren Zeitepoche. Wie schwierig eine Migration sein kann und welche kulturellen Unterschiede oft unüberbrückbar sind, zeigt dieses Buch sehr eindrücklich.


    Die Autorin, sie ist selbst Kennerin verschiedener Kulturen, erzählt die Geschichte eines Ehrenmordes. Sie vermag, den dramatischen Inhalt zu dieser archaischen Tradition offen anzusprechen. Der Roman wirkt aber nie anklagend, sondern vermittelt atmosphärisch dicht tiefe Einblicke in den nahöstlichen Kulturkreis, in dem andere Traditionen und Gesellschaftsnormen als in London den Alltag vieler Menschen bestimmen.


    Elif Shafak ist eine kluge und sensible Autorin und ich bin gespannt auf weitere Bücher von ihr.

  2. Cover des Buches The Name of the Wind (ISBN: 9780756404741)
    Patrick Rothfuss

    The Name of the Wind

     (176)
    Aktuelle Rezension von: herbalecca

    Mein absolutes Liebslingsbuch. Ich lese es immer wieder (insgesamt jetzt schon 5 mal ^^) und kann es nur empfehlen. Die Geschichten in der Geschichte, die originelle Welt, die wundervollen Protagonisten - hier stimmt einfach alles.

  3. Cover des Buches Die Kunst ein kreatives Leben zu führen (ISBN: 9783874398299)
    Frank Berzbach

    Die Kunst ein kreatives Leben zu führen

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Siggi_Weide
    2015 habe ich mich sofort in dieses Buch verliebt! Bei Recherchearbeiten für Kreative Unternehmer hatte ich mich u. a. auch mit dem Thema "Achtsamkeit" beschäftigt. Das Buch bietet übersichtlich strukturiert und ästhetisch designed wertvolle Anregungen, wie es gelingen könnte, ein gut geführtes Leben zu gestalten.
  4. Cover des Buches Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Prachtausgabe (ISBN: 9783747401248)
    Alexandra Reinwarth

    Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Prachtausgabe

     (183)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Art und Weise hat mich doch immer mal wieder zum Schmunzeln und zum Lachen gebracht, weil man sich selbst in bestimmten Situationen wiederfindet . Das Buch ist nicht spannend, nicht kompliziert, aber sehr unterhaltsam und angenehm zu lesen. Und, ich gebe der Autorin voll und ganz Recht: es lebt sich leichter, wenn man sich bestimmte Situationen einfach am Arsch vorbei gehen lässt. 

    Wenn man sich richtig darauf einlässt, sind wertvolle Tipps für das tägliche Leben zu erhalten. Diese sind oft witzig verpackt, aber sehr treffsicher. Nicht jeder wird sich im realen Leben so verhalten wie die Autorin es vormacht, dazu müsste man alle Zwänge beseitigen können, aber anregend ist es allemal.

    Der Schreibstil und die Wortwahl habe mir öfter ein Schmunzeln und ein Lachen entlockt, ich  bin froh mir das Buch gekauft zu haben.

    Das Cover finde ich mega. Es spiegelt sofort die Einstellung dieses Buches wieder.

    Während des Buches, kam es mir nicht vor, als würde ich lesen, sondern mich mit einer langjährigen Freundin unterhalten. Durch die stetig anhaltenden Lebensbeispiele empfand ich das Buch der Realität entsprechend.

    Ich fand mich in vielen Situationen selbst wieder und dachte öfters mal: "Ja, das hab ich auch schon erlebt!" Und obwohl der Inhalt der Buches einen realen und durchaus wichtigen Hintergrund hat, bleibt es bis zum Schluss witzig und gut zu lesen.

    Ich kann es jedem empfehlen, der sich auch immer alles zu Herzen nimmt und von anderen gerne den schwarzen Peter zugeschoben bekommt. Man lernt in diesem Buch, dass man sich nicht so viele Gedanken darüber machen sollte, was andere von einem denken und wie man es abstellen kann sich schuldig zu fühlen für Probleme anderer Leute. Aber zu viel will ich hier nicht verraten ich kann nur empfehlen dieses Buch zu lesen.

  5. Cover des Buches Samurai, Band 1: Der Weg des Kämpfers (ISBN: 9783473583843)
    Chris Bradford

    Samurai, Band 1: Der Weg des Kämpfers

     (67)
    Aktuelle Rezension von: Passepartout95

    In "Samurai - Der Weg des Kämpfers" begleiten wir den 12-jährigen Engländer Jack, der nach einem Schiffbruch vor Japan im 17. Jahrhundert von einer japanischen Familie adoptiert und in einer Samuraischule ausgebildet wird. Dabei muss er nicht nur die üblichen Probleme mit strengen Lehrern und gemeinen Mitschülern meistern, sondern sich auch noch gegen Vorurteile und Hass gegen Ausländer behaupten und einen gefährlichen Ninja besiegen. Zum Glück hat er an seiner Seite mehrere treue Freunde, darunter die hübsche Akiko und den stürmischen Yamato.


    Mir hat das Buch aus mehreren Gründen sehr gut gefallen:

    Die Geschichte war unterhaltsam, spannend und schnell und leicht zu lesen. Die Charaktere waren mir sehr sympathisch, auch wenn mir Akiko etwas zu perfekt ist und sehr an Hermine erinnert. Besonders gut gefallen hat mir das Wissen über Japans Geschichte, Kultur und Sprache und die Tugenden der Samurai, die der Autor immer gekonnt in die Geschichte eingebaut hat, ohne dass man den Eindruck hatte, nur Erklärungen zu lesen. 

    Die Handlung des Buches war vielleicht etwas leicht gestrickt und manchmal etwas vorhersehbar. Das liegt aber wohl daran, dass das Buch bereits für Leser ab 12 Jahren geeignet ist. Trotzdem ist es meiner Meinung nach für alle Altersklassen lesenswert, besonders dann, wenn man gerne etwas über Japan erfahren möchte. 

  6. Cover des Buches Mit Staunen und Zittern (ISBN: 9783257233254)
    Amélie Nothomb

    Mit Staunen und Zittern

     (135)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays
    „Ich erkannte etwas Wichtiges: Mittelpunkt der Existenz ist in Japan das Unternehmen. Natürlich wurde diese Erkenntnis schon in mehreren ökonomischen Studien über dieses Land festgehalten. Aber es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man es in einem Buch liest oder es erlebt. Ich konnte mich durchdringen lassen von seiner Bedeutung für die Angestellten der Firma Yumimoto und für mich. Mein Leidensweg war nicht schlimmer als der ihre. Er war nur erniedrigender“ (S. 137)

    Amélie Nothombs Roman handelt von der jungen, engagierten Amélie, die nach Tokio reist, um dort bei der Firma Yumimoto einen neuen Job anzufangen. Doch was als hoffnungsvoller Start ins Berufsleben gedacht war, entwickelt sich schnell zum Albtraum. Zu sehr kollidiert ihre westliche Denkweise mit der rigiden Arbeitskultur ihrer neuen Kollegen. Gleich ob sie sich aktiv um Aufgaben bemüht, oder mit stoischem Gleichmut sinnlose Handlanger-Dienste übernimmt, Amélie kann nichts rechtmachen. Selbst ihre hervorragenden Japanisch Kenntnisse werden ihr zum Verhängnis. So folgt Schikane auf Schikane, Degradierung auf Degradierung.

    In präziser und klarer Sprache schildert Amélie Nothomb den Abstieg ihrer Protagonistin. Dabei schafft sie gekonnt die Gradwanderung zwischen satirischer Überhöhung und der Darstellung des westlichen Blicks auf die streng dirigistische Arbeitsweise japanischer Angestellter. Einerseits spielt sie mit den vorgefassten Meinungen ihrer Leserschaft in Bezug auf die andere Kultur. Andererseits kann sich der Leser aufgrund der starken autobiographischen Züge des Romans nie sicher sein, ob nicht doch hinter der bitterbösen Satire ein Fünkchen Wahrheit liegt.

    Mir hat dieses schmale Buch einen sehr unterhaltsamen Nachmittag beschert. 4 von 5 Sternen.

     

  7. Cover des Buches Donnerstags im Fetten Hecht (ISBN: 9783442378654)
    Stefan Nink

    Donnerstags im Fetten Hecht

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Eine 50 Millionen-Erbschaft steht Schatten ins Haus, doch zuvor muss er die 6 Miterben auftreiben, sonst haben sich die goldenen Aussichten erledigt. Da Schatten selbst allerdings unter extremem Übergewicht leidet, eine Bakterienphobie hat und grundsätzlich wenig gewillt ist das Haus zu verlassen, spannt er kurzerhand seinen Kumpel Siebeneisen ein. Der wird auf eine aberwitzige Weltreise geschickt, mit minimalem Budget. Auf seiner Suche nach den Miterben muss er sich unter anderem einem Lämmergeierangriff stellen, Geister jagen und eine gruselige Rentnerkreuzfahrt  überleben.

    Ein Buch von dem ich mir witzige Lesestunden und schöne Unterhaltung versprochen habe. Leider hat es meinen Geschmack nicht getroffen.

    Der Schreibstil ist sehr gut, die Geschichte rund und die Charaktere schön gestaltet. Die Länder sind mit ihren Eigenheiten lebendig geschildert, mal witzig, mal sachlich, mal ein bisschen mit Klischee verrührt. Die aberwitzigen Situationen sind durchaus intelligent gestaltet und schön eingebaut. 

    Und doch hat das Buch mich aus irgendeinem Grund nicht fesseln können. Die Charaktere blieben mir leider fremd und die Geschichte konnte mich nicht für sich gewinnen. Sehr schade, dass dieses durchaus gute Buch meinen Geschmack nicht treffen konnte. 

  8. Cover des Buches Namiko und das Flüstern (ISBN: 9783869130668)
    Andreas Séché

    Namiko und das Flüstern

     (62)
    Aktuelle Rezension von: otegami

    Liegt es an den Parallelen in unserer Familie, dass mich dieses Buch so berührte? Auch unser Sohn ging genau in diesem Alter nach Japan. Auch er verliebte sich! Und auch er blieb (für uns total überraschend) und lernte so Japan und dadurch eine völlig neue Sichtweise auf das Leben kennen. 

    Das war aber nicht das einzige, das mich an diesem Buch begeisterte: herrliche Beschreibungen japanischer Gärten, die Schrift mit ihren Bedeutungen, philosophische Betrachtungen über Sein/Sinn im Leben und kulturelle Unterschiede wie z.B. in Punkto ‚Suchen nach Schuld‘. (In Europa ist das eine ganz wichtige Frage, während in Japan erst mal die Frage im Vordergrund steht, wie das entstandene Problem gelöst werden kann.)

    Und dann noch diese herrlich poetischen Sätze, die in mir ein wohliges Gefühl auslösten!

    Wer sich auf diese wunderschöne Liebesgeschichte einlassen und dabei einiges über Japan und seine Bewohner erfahren will, dem drücke ich dieses schmale Buch mit weniger als 200 Seiten ans Herz! Ich schloss es – mit Tränen in den Augen – voller Wehmut und Trauer und doch mit einem glücklichen Lächeln! Es wird ganz sicher lange nachwirken! 

  9. Cover des Buches Inspektor Takeda und das doppelte Spiel (ISBN: 9783746635149)
    Henrik Siebold

    Inspektor Takeda und das doppelte Spiel

     (29)
    Aktuelle Rezension von: Babajaga

    Das Buch:

    Es handelt sich beim vorliegenden Roman um den 4. Teil aus der Krimireihe um den japanischen Inspektor Ken Takeda und wie immer kann der Roman ohne Kenntnisse der anderen Teile gelesen werden. 

    Worum geht's?

    In Hamburg-Stellingen wird die Leiche des japanischen Fußballstars Matsumoto gefunden. Dies bringt nicht nur die deutschen sondern auch die japanischen Behörden auf den Plan, die den Ermittlern Takeda und Harms ordentlich Druck machen. Der Mörder ist schnell gefunden, das Motiv bleibt jedoch absolut fragwürdig. Während für alle Behörden der Fall zu Akten kann, beginnt für Ken Takeda und Claudia Harms nun die eigentliche Arbeit und dabei brechen Sie so ziemlich jede Regel...

    Charaktere:

    Claudia Harms und Ken Takeda bleiben ihren Charakterzügen einmal mehr absolut treu. Sie laut und polterig, er japanisch zurückhaltend und leise. Auch diesmal bleiben sie eines der gegensätzlichsten Ermittlerduos, die ich kenne. Allerdings bewegen sie sich dieses Mal für Claudia auf ungewohntem Terrain. Sie sind in japanischen Gangsterkreisen unterwegs und Claudia beeindruckt  selbst hier eher mit ihrer großen Klappe und ihrer mangelnden Zurückhaltung, als dass sie einen Nachteil davon hätte. Mein Eindruck war sogar der, dass gerade ihre Andersartigkeit - im Vergleich zu japanischen Frauen - gut ankam.

    Es ist spannend, den Japaner Ken Takeda einmal in seiner Heimat zu erleben und der erfahrene Takeda-Leser wird feststellen, dass Ken durchaus bereit und in der Lage ist, Regeln zu brechen. Seine höfliche, japanische Art behält er dabei stets bei, sodass es teilweise schon ulkig anmutet, wenn er sich mit Yakuza Größen unterhält und diese ihn dann auf ähnlich höfliche Weise mit dem Tod bedrohen. Ich mag das irgendwie und gefällt mir beinahe besser, als wenn Gegner sich nur plump anschreien. Es hat Stil, möchte ich sagen, selbst wenn dieses Wort in dem Zusammenhang möglicherweise unpassend erscheint.

    Zwischenmenschlich findet das ständige Pritzeln zwischen Ken und Claudia endlich zum Höhepunkt. Siebold gönnt ihnen eine gemeinsame Nacht, die beide sehr genießen. Beide träumen von einer gemeinsamen Zukunft und es wäre wünschenswert, wenn gerade der ruhige Ken es schaffen würde, die beziehungsunfähige Claudia zu halten. Ein schönes Paar sind sie allemal und an echten Gefühlen mangelt es keinem von beiden. Mir gefiel auch der Weg zur gemeinsamen Nacht sehr gut. In den Vorgängerromanen merkte der Leser sehr wohl, dass mehr zwischen den beiden ist, diesmal haben sie jedoch sehr deutlich und offensiv miteinander geflirtet. Da sie in Japan unterwegs sind, hat es etwas von Urlaubsromanze.

    Während der Leser zwei total sympathische und wie immer authentische Ermittler begleitet, hatte ich das Gefühl, dass alle anderen Charaktere eher in der unsympathischen Ecke zu finden sind. Einerseits sämtliche Behörden - japanische wie deutsche - denen es nur darum geht, nicht zu viel Staub aufzuwirbeln, andererseits die Anführer und Mitglieder der Tozaikai Sekte in Hamburg und die Yakuza in Japan. Man bekommt das Gefühl, dass sich Ken und Claudia durch einen Sumpf der Gewalt und des Verbrechens wühlen müssen und dabei eine deutsch-japanische Vergangenheit finden, die schier unglaublich zu sein scheint.

    Zwar sind auch die Unsympathen glaubwürdig und gut beschrieben, aber sie bilden diesmal eine wirkliche Wand und zum ersten Mal werden Ken und Claudia ganz offensiv und immer wieder mit dem Tod bedroht.

    Spannend finde ich, dass Ken in Japan durchaus schon früher Kontakte in die Unterwelt hatte, dass er zwar als Bulle bekannt, aber offenbar respektiert ist - auch in der Unterwelt.

    Schreibstil:

    In diesem Teil weicht der Autor von seiner üblichen Aufteilung in Prolog und Kapitel ab. Statt dessen teilt er den Roman in 3 Teile und startet diesmal ohne Prolog. So ist der Leser auch prompt mitten im Geschehen. 

    Während der erste und der dritte Teil recht temporeich daher kommen und der Showdown am Ende den Leser wirklich mitfiebern lässt, ist der zweite Teil fast gemächlich erzählt. Obwohl im zweiten Teil viel passiert und viel berichtet wird, hätte es für meinen Geschmack etwas schneller gehen können. Andererseits passt eben dieser Teil irgendwie sehr gut zu Ken und Japan. Ich habe mich schon gefragt, ob der Autor hier dem deutschen Leser japanische Ruhe zeigen wollte. Falls ja, ist es ihm gelungen. Und er zeigt auch die Vereinbarkeit von wunderschöner, ruhiger Landschaft und brutaler Gewalt. 

    In diesem Roman wird die Gegensätzlichkeit auf allen Ebenen unglaublich deutlich. 

    Im angeführten zweiten Teil wird es diesmal auch wirklich sehr japanisch. Der Autor lässt den Leser in die Quirligkeit Tokios eintauchen und zeigt ihm den krassen Gegensatz in der ländlichen Gegend. Siebold erzählt über das Altern und Aussterben der japanischen Gesellschaft und Kultur, darüber dass es beinahe nur noch in den Ballungszentren Menschen gibt. Er vollführt mit dem Leser eine wirkliche Reise durch Japan. Außerdem zeigt er dem Leser, dass die Mafia - die Yakuza - in Japan durchaus präsent ist, er erklärt Kamikaze und unweigerlich zieht der Leser so seine Vergleiche zur Realität.

    In seinem Nachwort erklärt Siebold, was Fiktion und was Tatsache ist. Das ist auch unbedingt nötig, denn die fiktionalen Anteile des Romans sind so glaubwürdig, dass der Leser nicht an ihnen zweifeln würde.

    Siebolds Art zu schreiben ist nach wie vor leicht und locker, schnörkellos, sodass sich der Leser ganz auf die Geschichte einlassen kann. Diesmal jedoch lässt er seiner eigenen Liebe zu Japan viel Raum. Mir hat es gefallen, auch wenn es an mancher Stelle etwas zu sehr wie ein Reisebericht anmutete. Wer wie gewöhnlich einen von vorn bis hinten spannenden Krimi erwartet, könnte von diesem Mittelteil enttäuscht sein.

    Dafür wird der Leser mit Tempo und Spannung im dritten Teil überrollt. Im Grunde wird der Showdown bereits am Ende des zweiten Teils eingeläutet, als Ken und Claudia klar wird, wo genau sie in Deutschland suchen müssen. Insbesondere der Zeitfaktor - Siebold lässt seinen Ermittlern diesmal sehr wenig davon - zieht das Tempo rasant an. Ich konnte dann jedenfalls nicht mehr aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es zu Ende geht.

    Fazit:

    Alles in allem ein guter Roman, im Vergleich zum dritten Band kann er aber nicht mithalten. Der Mittelteil war mir etwas zu langsam, auch wenn das Erzählte durchaus spannend ist. Deshalb gibt es für diesen Takeda 4 von 5 Sternen.

  10. Cover des Buches Eine neue Erde (ISBN: 9783442341887)
    Eckhart Tolle

    Eine neue Erde

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Zuerst wollte ich mir dieses Buch gar nicht kaufen, weil ich vermutete, es sei lediglich ein Aufguss dessen, was Eckhart Tolle bereits in seinem Werk "Jetzt - Die Kraft der Gegenwart" beschrieben hat. Zudem ist der Titel ein wenig unglücklich gewählt, er lässt mehr an die Beschäftigung mit den Problemen der Welt und das Außerachtlassen der einzelnen Persönlichkeit denken, dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Wie auch in "Jetzt!" geht es in diesem Buch um die spirituelle Persönlichkeitsfindung, und es gelingt Eckhart Tolle tatsächlich, seine in "Jetzt!" gemachten Aussagen zu vertiefen und weiter zu veranschaulichen. Insoweit ist "Eine neue Erde" eine Fortführung von "Jetzt!" und ich bin überaus froh, das Buch erstanden zu haben. Es hat mein Verständnis für das Wesen des Lebens enorm erweitert. Tolles Bücher sind für mich kleine "Bibeln", die ich immer wieder zur Hand nehme, um einen nachhaltigen Effekt seiner Aussagen zu spüren und die darin vermittelten bewusstseinserweiternden Erkenntnisse zu verinnerlichen. Jenseits religiöser Dogmen und ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit umso mehr Verständnis für alles, was IST, vermittelt Eckhart Tolle anschaulich das Wesen des Seins und die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, das einzige, was das menschliche Leben je ausmachen kann. Ich bin fasziniert von seiner anschaulichen, nachvollziehbaren und verständlichen Art zu schreiben und seiner Fähigkeit, anderen Menschen seine spirituellen Erfahrungen nahezubringen, ohne sie ihnen aufzudrängen. Eckhart Tolle ist TOLL!
  11. Cover des Buches Flug 2039 (ISBN: 9783442541676)
    Chuck Palahniuk

    Flug 2039

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Gallert-Oktaeder
    Der Anfang dieses Buches reißt einen als Leser sofort in seinen Bann, ist man doch sofort mit einer Extremsituation konfrontiert. Ein Mann, offenbar der Protagonist der Geschichte, hat ein Flugzeug, den im Titel erwähnten Flug 2039 entführt, die Passagiere von Bord geschickt und steuert die Maschine ihrem Untergang…und seinem Tod entgegen.

    Während der Treibstoff des Flugzeugs ausgeht beginnt Tender Branson zu erklären, wie es bis zu diesem Punkt kommen konnte und beginnt seine Lebensgeschichte zu erzählen.
    Chuck Palahniuk schreibt in seinem typischen Schreibstil, indem der Protagonist hauptsächlich eine Art Beobachterrolle in der Welt einnimmt und sich mit zahlreichen Abgründen der Menschheit und grotesken Themen auseinandersetzen muss.

    Abgesehen von einigen Stellen, an denen sich Palahniuk für meinen Geschmack ein bisschen zu oft zu sehr im Detail verloren hatte, war Flug 2039 eine wendungsreiche, humorvolle und originelle Geschichte. Die Idee, die Kapitel und Seitenzahlen in diesem Buch rückwärts laufen zu lassen hat die ganze Stimmung noch einmal gut untermalt und gerade die letzten Kapitel des Buches haben mich schließlich vollends von der Erzählung überzeugt.

    Nachdem ich nun nach Fratze schon ein zweites Buch des Autors beendet habe, muss ich sagen, dass Palahniuk als Schriftsteller für mich sehr interessant zu lesen ist. Seine Herangehensweise einen Plot aufzubauen und zu erzählen erscheint mir sehr einzigartig und faszinierend. Ich bin gespannt, was er noch zu bieten hat und werde mir definitiv noch mehr Titel aus seinem Werk zu Gemüte führen.
  12. Cover des Buches Kamikaze Kaito Jeanne. Bd.4 (ISBN: 9783898851435)
    Arina Tanemura

    Kamikaze Kaito Jeanne. Bd.4

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Lili-Marie

    Der vierte  Band war auch sehr gut aber die Geschichte wird immer schneller erzählt und ich hatte das Gefühl irgendwas zu verpassen und nicht hinterher zu kommen. Allerdings wurde die ganze Story umd Marron/Jeanne immer spannender denn Chiaki/Sindbad wissen etwas, was sie weder dem Leser noch Marron erzählen. Das steigert die Spannung enorm.

    Der unbekannte, der Marron dabei gesehen hat wie sie sich von Jeanne zurückverwandelt ist ihr neuer Lehrer. Aber auch er hat ein Geheimnis welches er am Ende dieser Geschichte lüftet und ich denke er wird sich nicht so schnell zurück ziehen.

    Dieser Band war sehr emotional da Zen nur noch von einem Dämon am Leben gehalten wird. Aber Jeanne hat eine Mission und muss sich entscheiden was sie nun macht. Die Szenen haben mich berührt und waren mal etwas anderes als die anderen Bände. Auch der Humor war wesentlich geringer aber dennoch war der vierte Band gut.

    Schade fand ich das Miyako keine Rolle in diesem Band gespielt hat und auch Marrons Alltag in der Schule nicht stattgefunden hat. Lediglich Chiaki alias Sindbad bekam man zu sehen. Acess hat ihm auch noch ein Geheimnis verraten und ich bin sehr neugierig was das wohl ist, denn es hat Chiaki dazu ermutigt für Marron da zu sein und sie nicht zu verlassen.

  13. Cover des Buches Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten (ISBN: 9783596521593)
    Robert M. Pirsig

    Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten

     (63)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    Es gibt Bücher, die laufen dir immer wieder über den Weg. Du liest von ihnen in anderen Büchern, weil die Hauptfigur in einem Roman dieses Buch liest. Oder sie werden vom Erzähler zitiert. Oder sie tauchen auf, weil sie in irgendeinem literarischen Kontext erinnert werden.
    Kurt Vonneguts „Schlachthof Nr. 5“ war für mich so ein Buch oder Don Quichotte von Cervantes.
    Irgendwann weißt du: Jetzt muss ich dieses Buch lesen!
     Und du ahnst auch: es wird vermutlich nicht leicht. Aber das ist gut so, denn besondere Bücher dürfen Besonderes abverlangen. Ja, irgendwie erwartest du das auch.

    „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ von John Pirsig ist definitiv ein solches besonderes Buch.

    Die Lektüre empfand ich als einen Marathonlauf, allerdings als einen im Schritttempo. Denn auf den gut über 700 Seiten passiert handlungstechnisch fast NICHTS. Der Ich-Erzähler beschreibt eine Motorradtour quer durch die USA, die er gemeinsam mit seinem heranwachsenden Sohn Chris unternimmt. Der Erzähler fährt, der Sohn sitzt hinten drauf, die Landschaft zieht vorbei. Sie fahren und fahren, unterbrechen ihre Fahrt nur um zu schlafen oder zu essen. Sie reden kaum.

    Viel Raum für einen unfassbar ausführlichen inneren Monolog, bei dem der Erzähler zunächst endlos über Motorradwartung referiert, um von diesem Thema – nur sehr langsam – auf philosophische Fragen überzugehen. Unterbrochen wird das Philosophieren gelegentlich von persönlichen Erinnerungen, die einen zweiten Handlungsstrang eröffnen. Denn vor dieser Motorradtour  - so erfährt man sukzessive - war der Ich-Erzähler Dozent an einer Universität. Die Suche nach einer für ihn essentiellen philosophischen Antwort (die Definition von Qualität) hatte ihn buchstäblich in den Wahnsinn getrieben. Der erlebte psychische Zusammenbruch teilt sein Leben in ein Vorher und Nachher. Er spricht von seinem Ich in dieser Vorher-Zeit als von einer anderen Person, der er sogar einen eigenen Namen (Phaidros) verleiht.

    Die Fahrt entpuppt sich als eine Erinnerungsreise, auf der der Ich-Erzähler den Weg seiner philosophischen Erkenntnisfindung akribisch nachzeichnet. Jeder einzelne Gedanke wird dabei sorgfältig kulturhistorisch eingeordnet.

    Doch nach und nach offenbart sich der Sinn seiner Pedanterie: Mit Hilfe seines engmaschigen Vorgehens konstruiert er sich ein Sicherungsnetz, um sich vor dem erneuten Absturz zu bewahren. Er hat Angst davor, an der Unlösbarkeit der eigenen Frage zu scheitern und dadurch den Sinn zu verlieren, den Sinn aller Dinge, aller Fragen und Antworten, und am Ende sich selbst.

    Pirsig zwingt seine Leserschaft zur Geduld. Immer wieder wird das Lesetempo durch Einschübe gebremst, die auf den ersten Blick nichts zur Handlung beitragen. Doch obwohl man ahnt, dass dieses Vorgehen Teil seines Plans ist, ja Teil seiner Geschichte, kostet es regelrecht Selbstüberwindung die Lektüre nicht abzubrechen.
     Doch dann passiert etwas Seltsames: die Langsamkeit wird zur Botschaft, mit der sich auch der Ich-Erzähler immer schmerzhafter konfrontiert sieht. Und in dem Maße, in dem die innere Unruhe des Protagonisten wächst, wächst das Verständnis für ihn. Und die Neugier, ob er einen Weg aus seinem unlösbaren Dilemma findet.

    „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ ist ein Buch, welches mich als Leserin an meine Grenzen gebracht hat. Dieses Buch „funktioniert“ nur, wenn „der Leser“ sich völlig frei davon macht, das Lese-Tempo selbst zu bestimmen zu wollen. Es ist das Buch, das die Geschwindigkeit des Lesens lenkt.
     Mehr als einmal war ich davor abzubrechen … und ich bin froh, es nicht getan zu haben. Hier ist tatsächlich der Weg das Ziel.

    Pirsigs 1974 erschienener Roman wurde in den USA als ein Kult-Buch gefeiert. Unvorstellbar, dass ein so unbequem zu lesendes Buch solche Erfolge haben konnte. Aber nachvollziehbar, dass es zu den Büchern gehört, die immer wieder als etwas sehr besonderes erwähnt werden.

  14. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

     (880)
    Aktuelle Rezension von: Michael_Heimann

    Es ist viel Wahrheit in diesem Buch von Hesse. Eine Zeit lang habe ich die Bücher von ihm verschlungen. Aber sein Stil finde ich in der heutigen Zeit manchmal altbacken deshalb nur 4 Sterne 

  15. Cover des Buches American Wasteland (ISBN: 9783865524300)
    Tim Curran

    American Wasteland

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Jim_Coogan

    Auch wenn man sich hier manchmal am Kopf kratzen kann, trifft dieses Horror-Endzeit Ding so genau mein Geschmack. Ein einsamer cooler Held gegen die Mächte der Hölle. Es gibt einiges an Action und auch wenn alles nach B-Movie schreit, ist es genau das was mir zumindest gefällt. Die Handlung ist übersichtlich, der Gewaltgrad in Ordnung und Stil schnell goutierbar. Solche Werke können gerne mehr erscheinen und vor allem geschrieben werden. Ein Lob wie immer an die Aufmachung (die gewohnte Lederoptik mag ich hier genauso wie bei Mediabooks) und Qualität der Bücher aus dem Hause Festa.

  16. Cover des Buches Mord im Zeichen des Zen (ISBN: 9783596165452)
    Oliver Bottini

    Mord im Zeichen des Zen

     (98)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Die Ermittlerin Louise Boni gefällt mir ganz gut – ihre seltsamen Alleingänge dagegen erschienen mir oft bedenklich und nicht nachvollziehbar.

    Die Hauptkommissarin der Freiburger Kripo aus dem Dezernat Kapitalverbrechen ist 42 Jahre alt, geschieden, steht vor einem tristen Winterwochenende und den Schatten der Vergangenheit. Doch dann stört ein Anruf des Dezernatsleiters die Erinnerung an die Toten und Verflossenen, und Louise bekommt den merkwürdigsten Auftrag ihrer Karriere als Polizistin: Sie soll einen japanischen Mönch suchen, der in Sandalen und Kutte durch die verschneite Winterödnis östlich von Freiburg geht, und herausfinden, was er vorhat. Widerwillig macht sie sich auf den Weg. Als sie den Mönch eingeholt hat, wird ihr rasch zweierlei klar: Er ist verletzt, und er ist auf der Flucht. Mühsam kann Louise die Hintergründe aufdecken und kommt so einem schrecklichen Verbrechen auf die Spur, in dessen Sog sich auch ihr eigenes Leben entscheidend verändert. (amazon)

    Erst am Ende des Buches wird eher klar, warum Frau Boni versucht, ihre Probleme in Alkohol zu ertränken. Deshalb führe ich das hier auch nicht weiter aus, um Euch die Aufklärung nicht vor weg zu nehmen. Mir persönlich wäre es lieber gewesen, das ein Stück früher zu wissen….

    Die Krimihandlung wird hier eher vernachlässigt – gut, es geht um Kinderhandel, das kann ich vorab sagen, aber wie gesagt, im Vordergrund steht eher das Leben der Kommissarin.

  17. Cover des Buches The Wise Man's Fear (ISBN: 9780756407919)
    Patrick Rothfuss

    The Wise Man's Fear

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Borch3Dohlen
    1. Handlung: 29/30
    Die Handlung wird komplexer und man muss das Buch (und den Name des Windes) min. zweimal lesen um die vielen kleinen Details zu erkennen und zu verstehen. Sie hat allerdings auch einige längen und einige Elemente die nicht wirklich optimal umgesezt sind.


    2. Schreibstil/Umsetzung: 26/30
    Der Schreibstil ist unveränder brilliant. Doch die Umsetzung ist schlechter als im ersten Band. Die Seitenzahl die manchen Handlungs elementen zugemessen wird scheint oft ungerechtferigt. Oft zulang zulang, manchmal zu kurz. Wenn man aber die vielen Details beim 2. lesen entdeckt macht es die Längen wieder wett. Hätte dennoch wesentlich besser sein können.

    “You are a night walker. A moon follower. You must be safe from iron, from cold, from spite. You must be quiet. You must be light. You must move softly in the night. You must be quick and unafraid.”

    "I do this so you cannot help but hear. A wise man views a moonless night with fear.”


    3. Charaktere: 18/20
    Es werden einige neue Characktere eingführt. Es gibt zwar wieder etwas schwächere Nebencharaktere (Wil und Sim haben diesmal mehr Fokus - und das ist auch gut so), aber genauso gibt es richtig gute.


    4. Worldbuilding: 19/20
    Die Welt wird erkundet! Interessante neue Kulturen und endlich bekommt die Welt etwas einzigartiges. Hier ist der 2. Band besser als der erste.


    Anmerkung: Die erste Hälfte zieht sich, das Sexleben von Kvothe wirkt teils etwas aufgesetzt und die Romanze wird sehr frustrierend. Sonst ist das Buch besser als der 1. Band. Wer sich bei Band 1 schon an dem langsameren Fluss störte wird hier möglicherweise nicht viel Freude haben. Mehr action ist, zumindestens in manchen Teilen, vorhanden.


    Gesamt: 92/100 ---> 5 Sterne
  18. Cover des Buches Was machen wir jetzt? (ISBN: 9783257232707)
    Doris Dörrie

    Was machen wir jetzt?

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Alira

    Ein typischer Doris Dörrie, aber im Gegensatz zum durchaus realistischen Inhalt der ersten 289 Seiten waren mir die letzten 14 Seiten (und damit das Ende) zu fantastisch

  19. Cover des Buches Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln (ISBN: 9783442713325)
    Christoph Peters

    Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln

     (16)
    Aktuelle Rezension von: rumble-bee
    Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln

    Was kommt dabei heraus, wenn ein japanischer Zen-Meister und Ofenbauer, ein deutscher Töpfer und Laienbuddhist, ein ostdeutsches Dorf und ein
     Fernsehteam aufeinander treffen? Unter den Händen von Christoph Peters zunächst einmal ein höchst unterhaltsames Stück Literatur – das auch noch dharmische und weltanschauliche Tiefe besitzt.

    Man kann das Buch unter sehr verschiedenen Perspektiven betrachten. Einmal unter derjenigen der kulturellen Missverständnisse. Ernst Liesgang ist deutscher Töpfer und Künstler, und fungiert gleichzeitig als Übersetzer und Baugehilfe. Er vermittelt zwischen den Japanern und den Deutschen. Das wird mehr als einmal sehr heikel, und auch sehr amüsant. Zum Beispiel, als wiederholt und ungefragt die deutsche Gastwirtin Herta Mölders auftaucht, und Mettbrötchen und Schnaps verteilen will. Oder als Herr Yamashiro ins Krankenhaus muss. Oder…!

    Eine andere Perspektive ist die des Zen-Buddhismus. Denn in Japan stehen gerade die traditionellen Handwerkskünste im engen Zusammenhang mit dem Zen. Eine Teeschale ist nicht nur eine Teeschale! Und ein Meister darf sich auf alle möglichen Arten verhalten…

    Christoph Peters, ein jüngerer und – in letzter Zeit – recht erfolgreicher deutscher Autor, hat dem Buch zwei zusätzliche Perspektiven verliehen. Es ist auch noch eine sehr listige und fintenreiche Anspielung auf einen Klassiker der spirituellen Literatur; nämlich „Zen in der Kunst des Bogenschießens“ von Eugen Herrigel. Und nicht zuletzt bringt das Buch Fragen über den Zusammenhang von Ursache und Wirkung ins Spiel. Man kann das Buch also sowohl als „reine Geschichte“, aber auch als dharmische Reflexion lesen. Beides ist gleich lohnend!

  20. Cover des Buches Richtig leben (ISBN: 9783328100867)
    Jürgen Domian

    Richtig leben

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Marie1971
    Natürlich ist Jürgen Domian ein Begriff für viele unserer Generation. Seine Nachtsendung in der über Gott und die Welt geredet wird, ist wegweisend für eine Gesellschaft die sich mitteilen möchte. Ohne Tabu und auch manchmal ohne Grenzen. Demzufolge war ich schon neugierig auf das Buch. Es beschäftigt sich mit der Frage, ob man im nachhinein sein Leben nochmal genauso leben würde, wie man es getan hat. Welche Dinge wir bereuen könnten und welche nicht. Basiernd auf religiösen und philosophischen Erkenntnissen setzt Domian sich mit verschiedenen Themen auseinanderander und gibt dabei ehrlich zu, auch selbst oft mit sich im Unreinen zu sein. Vom Schreibstil her kommt man sich fast vor, als würde man seiner Sendung folgen. Es ist fliessend geschrieben und spiegelt ein eher authentisches Bild von der Person die man von der Sendung her kennt. Von den Themen her aufgereiht auf die Todsünden war ich erstaunt über die Ausarbeitung der Hintergründe. Die aber im nachhinein eigentlich das Bild eher vervollständigt haben. Sicherlich ist es keine Selbsthuldigung, das würde mich auch bei Domian eher erstaunen. Es ist eine Reflektion zu einigen Haupthemen, die für denjenigen, der sich auf das Buch einlassen kann, wegweisend sein können.
  21. Cover des Buches Die Illusion des Ich (ISBN: 9783442217175)
    Alan Watts

    Die Illusion des Ich

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Zazen oder der Weg zum Glück (ISBN: 9783499622038)
    Abt Muho

    Zazen oder der Weg zum Glück

     (12)
    Aktuelle Rezension von: R_Manthey
    Zen ist reine Praxis. Und diese Praxis dient keinem Zweck. Ein Buch darüber hat mit Praxis nichts zu tun. Und es dient einem Zweck.

    Vielleicht soll es uns Zen erklären oder erzählen wie die Praxis funktioniert. Dadurch erscheint in unserem Geist die Vorstellung, wir würden etwas darüber verstehen. Oder wir hätten eine Vorstellung davon. Unser Verstand führt uns gerne in solche Illusionen. Nach dem Lesen dieses Buches wähnen wir uns in der Nähe eines Zustandes, von dem wir in Wirklichkeit immer noch genau so weit entfernt sind wie zuvor.

    Lebe so, als seiest du schon tot, heißt es im Text. Dies ist, auf den Punkt gebracht, der Inhalt des Buches. Doch wer mag schon so leben? Unser Leben ist ein einziges Streben. Wie soll denn beides zusammenpassen? Mancher sucht sich einen Ausweg aus diesem offensichtlichen Dilemma und empfindet Zen als Weisheit oder Philosophie. Unterstützt wird eine solche Wahrnehmung durch Bücher wie dieses, denn was geschrieben steht, hat meistens den Zweck, uns etwas zu erklären, was wir lernen sollen oder wollen.

    Aber Zen ist nur Praxis und besitzt kein Ziel. Verbindet man die Praxis mit einem Streben, so wird man nie erreichen, wonach man da so angestrengt strebt. Auch das kann man aus diesem Buch lernen. Wir sollen loslassen. Alles, auch das Loslassen. Dann kommt das Glück ganz von alleine. Wir würden dann Glück auch im Unglück empfinden, schreibt der Autor. Das wird für viele eine genau so krude Vorstellung sein, wie ein Leben so, als sei man bereits tot.

    Statt diese harten Textstellen zu überlesen oder sie umzuinterpretieren, sodass sie wieder ins eigene Weltbild passen, sollte man hier steckenbleiben, denn sie öffnen ein Fenster in die Welt, in der sich Abt Muho aufhält. Natürlich muss man sich nicht damit anfreunden und natürlich muss man erst recht nicht so leben. Tut man dies jedoch nicht, dann nützt einem auch das Buch in Wirklichkeit nichts, denn dann bläst es nur die eigenen Illusionen auf.

    Die Zazen-Praxis erklärt uns Muho erst ganz am Ende dieses Buches sehr kurz. Bis man dahin gelangt, lernt man den Lebensweg des Autors kennen, immer wieder unterbrochen durch zahlreiche Zitate aus Zen-Texten oder von wirklich wissenden Menschen. Und von Lektionen über Liebe, Glück und Freiheit und vieles mehr. Und da wären wir wieder bei den Illusionen. Kann man aus diesen Lektionen tatsächlich etwas lernen?

    Muho jedenfalls beschreibt seinen Weg anders. Er durchlief die harte Zen-Schule, die in diesem Buch so abschreckend erzählt wird, dass wohl den meisten Lesern der Gedanke an ein Leben in einem japanischen Zen-Kloster gleich wieder vergehen wird.

    Um es kurz zu machen: Das Buch enthält Konzepte über Zen, Konzepte über Glück und vieles mehr. Es kann aber keineswegs die ziellose Praxis ersetzen, aus der das Empfinden all dessen, was hier in Konzepten beschrieben wird, erst wie selbstverständlich erwächst. Zen ist reine Praxis. Alles andere ist Illusion.
  23. Cover des Buches Zen oder die Kunst, den Mond abzustauben (ISBN: 9783451071775)
  24. Cover des Buches Zen ist die grösste Lüge aller Zeiten (ISBN: 9783936018301)

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