Bücher mit dem Tag "zen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zen" gekennzeichnet haben.

223 Bücher

  1. Cover des Buches Ehre (ISBN: 9783036959320)
    Elif Shafak

    Ehre

     (94)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    In der Hoffnung ein besseres, erfüllteres oder sichereres Leben führen zu können, verlassen viele Menschen ihre Heimat und versuchen sich in einem anderen Land eine neue Existenz aufzubauen. Ein sehr aktuelles Thema – jedoch spielt der Roman in einer früheren Zeitepoche. Wie schwierig eine Migration sein kann und welche kulturellen Unterschiede oft unüberbrückbar sind, zeigt dieses Buch sehr eindrücklich.


    Die Autorin, sie ist selbst Kennerin verschiedener Kulturen, erzählt die Geschichte eines Ehrenmordes. Sie vermag, den dramatischen Inhalt zu dieser archaischen Tradition offen anzusprechen. Der Roman wirkt aber nie anklagend, sondern vermittelt atmosphärisch dicht tiefe Einblicke in den nahöstlichen Kulturkreis, in dem andere Traditionen und Gesellschaftsnormen als in London den Alltag vieler Menschen bestimmen.


    Elif Shafak ist eine kluge und sensible Autorin und ich bin gespannt auf weitere Bücher von ihr.

  2. Cover des Buches Die Kunst ein kreatives Leben zu führen (ISBN: 9783874398299)
    Frank Berzbach

    Die Kunst ein kreatives Leben zu führen

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Siggi_Weide
    2015 habe ich mich sofort in dieses Buch verliebt! Bei Recherchearbeiten für Kreative Unternehmer hatte ich mich u. a. auch mit dem Thema "Achtsamkeit" beschäftigt. Das Buch bietet übersichtlich strukturiert und ästhetisch designed wertvolle Anregungen, wie es gelingen könnte, ein gut geführtes Leben zu gestalten.
  3. Cover des Buches Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Prachtausgabe (ISBN: 9783747401248)
    Alexandra Reinwarth

    Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Prachtausgabe

     (198)
    Aktuelle Rezension von: michellebetweenbooks

    Alexandra Reinwarth erzählt in diesem Buch davon, wie man das Leben einfacher gestalten kann und wie man die eigenen Bedürfnisse vor die der anderen stellt. Dieses Buch bringt viele Dinge auf den Tisch, die total wichtig sind und über die man mehrmals nachdenken sollte. Warum lassen wir uns das immer wieder antun? Warum lassen wir all das mit uns machen? Und warum tun wir einen Gefallen, obwohl wir das gar nicht wollen? Alexandra Reinwarth geht dem auf den Grund.

    Ich habe von der Autorin bisher noch gar nichts gelesen und das war mein erstes Buch von ihr. Dieses Buch hat mir mal eine Freundin vorgeschlagen und durch den Titel war ich sofort hin und weg und habe mir dieses Buch gekauft. Dieses Buch ist kein klassischer Ratgeber, sondern Alexandra Reinwarth erzählt aus ihrem Leben und greift Situationen aus ihrem Leben auf, um an diesen Beispiele zu machen. Fand ich ganz okay, ich habe eher auf einen klassischen Ratgeber gehofft.

    Trotz allem fand ich es toll, dass die Autorin die Dinge nicht so kalt runtergeschrieben hat, sondern ein wenig Humor und Witz mit eingearbeitet hat. Das gesamte Buch sollte man nicht zu ernst nehmen, aber trotz allem hat man durch das Buch die Möglichkeit sich selbst zu reflektieren und an sich selber zu arbeiten. Und das in verschiedenen Situationen, also wirklich ein gelungenes Buch. Ich habe mich in vielen Dingen wieder erkannt und fand die Strategien schon sehr hilfreich.

    Das Buch lädt auch dazu ein, dass man sich mit anderen austauscht und sich mit ihnen sich über die Inhalte des Buches zu unterhalten, denn das ist total interessant. Abgesehen davon sorgt das Buch auch dafür, dass man sich selbst reflektiert und etwas an einem Handeln arbeitet. Natürlich ändert das Buch nicht das eigene Leben von heute auf morgen, sondern es braucht Zeit. Und auch nicht alles was in diesem Buch beschrieben wurde, trifft auf einen zu, also nehmt nicht alles zu persönlich.

    Der Schreibstil von Alexandra Reinwarth hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn dies das erste Buch war, was ich von ihr gelesen hatte, konnte sie mich mit ihrer Schreibweise überzeugen. Sie hat einen lockeren, leichten und flüssigen Schreibstil, der dafür sorgt, dass man das Buch sehr schnell durchlesen kann. Auch toll fand ich den Humor und den Witz den sie miteingebaut hat, denn dadurch wirkt das Buch keineswegs eintönig. Auch der Lesefluss wurde hierbei in keiner Weise gestört.

    ,,Am Arsch vorbei geht auch ein Weg‘‘ ist ein tolles Buch, was ich sehr hilfreich finde. Alexandra Reinwarth geht mit Humor auf ein kritisches Thema ein, was ich sehr gut finde, denn gerade durch Humor, kann man viele Dinge sich besser einprägen. Ob das Buch etwas für euch ist, solltet ihr euch selbst klar werden. Ich fand das Buch ganz gut und habe einige Dinge für mich mitnehmen können. Vielleicht werde ich auch das ein oder andere Buch auch noch von der Autorin lesen. Also überzeugt euch am besten selbst von dem Buch, mir hat es ganz gut gefallen.

  4. Cover des Buches Mit Staunen und Zittern (ISBN: 9783257233254)
    Amélie Nothomb

    Mit Staunen und Zittern

     (140)
    Aktuelle Rezension von: happyoldendays
    „Ich erkannte etwas Wichtiges: Mittelpunkt der Existenz ist in Japan das Unternehmen. Natürlich wurde diese Erkenntnis schon in mehreren ökonomischen Studien über dieses Land festgehalten. Aber es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man es in einem Buch liest oder es erlebt. Ich konnte mich durchdringen lassen von seiner Bedeutung für die Angestellten der Firma Yumimoto und für mich. Mein Leidensweg war nicht schlimmer als der ihre. Er war nur erniedrigender“ (S. 137)

    Amélie Nothombs Roman handelt von der jungen, engagierten Amélie, die nach Tokio reist, um dort bei der Firma Yumimoto einen neuen Job anzufangen. Doch was als hoffnungsvoller Start ins Berufsleben gedacht war, entwickelt sich schnell zum Albtraum. Zu sehr kollidiert ihre westliche Denkweise mit der rigiden Arbeitskultur ihrer neuen Kollegen. Gleich ob sie sich aktiv um Aufgaben bemüht, oder mit stoischem Gleichmut sinnlose Handlanger-Dienste übernimmt, Amélie kann nichts rechtmachen. Selbst ihre hervorragenden Japanisch Kenntnisse werden ihr zum Verhängnis. So folgt Schikane auf Schikane, Degradierung auf Degradierung.

    In präziser und klarer Sprache schildert Amélie Nothomb den Abstieg ihrer Protagonistin. Dabei schafft sie gekonnt die Gradwanderung zwischen satirischer Überhöhung und der Darstellung des westlichen Blicks auf die streng dirigistische Arbeitsweise japanischer Angestellter. Einerseits spielt sie mit den vorgefassten Meinungen ihrer Leserschaft in Bezug auf die andere Kultur. Andererseits kann sich der Leser aufgrund der starken autobiographischen Züge des Romans nie sicher sein, ob nicht doch hinter der bitterbösen Satire ein Fünkchen Wahrheit liegt.

    Mir hat dieses schmale Buch einen sehr unterhaltsamen Nachmittag beschert. 4 von 5 Sternen.

     

  5. Cover des Buches Siddhartha (ISBN: 9783518463543)
    Hermann Hesse

    Siddhartha

     (901)
    Aktuelle Rezension von: Cadness

    Wir erleben die Geschichte Siddharthas, seine Suche zum Glück, seiner Selbst und zu der Erleuchtung. Eine Geschichte voller Höhen und Tiefen, voller Erkenntnisse. 'Siddhartha' zählt zu der Kategorie von Büchern, die man immer wieder lesen und dabei auch immer wieder neue Erkenntnisse sammeln kann. Ich freue mich schon auf die nächste Begegnung!

  6. Cover des Buches Donnerstags im Fetten Hecht (ISBN: 9783442378654)
    Stefan Nink

    Donnerstags im Fetten Hecht

     (90)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Eine 50 Millionen-Erbschaft steht Schatten ins Haus, doch zuvor muss er die 6 Miterben auftreiben, sonst haben sich die goldenen Aussichten erledigt. Da Schatten selbst allerdings unter extremem Übergewicht leidet, eine Bakterienphobie hat und grundsätzlich wenig gewillt ist das Haus zu verlassen, spannt er kurzerhand seinen Kumpel Siebeneisen ein. Der wird auf eine aberwitzige Weltreise geschickt, mit minimalem Budget. Auf seiner Suche nach den Miterben muss er sich unter anderem einem Lämmergeierangriff stellen, Geister jagen und eine gruselige Rentnerkreuzfahrt  überleben.

    Ein Buch von dem ich mir witzige Lesestunden und schöne Unterhaltung versprochen habe. Leider hat es meinen Geschmack nicht getroffen.

    Der Schreibstil ist sehr gut, die Geschichte rund und die Charaktere schön gestaltet. Die Länder sind mit ihren Eigenheiten lebendig geschildert, mal witzig, mal sachlich, mal ein bisschen mit Klischee verrührt. Die aberwitzigen Situationen sind durchaus intelligent gestaltet und schön eingebaut. 

    Und doch hat das Buch mich aus irgendeinem Grund nicht fesseln können. Die Charaktere blieben mir leider fremd und die Geschichte konnte mich nicht für sich gewinnen. Sehr schade, dass dieses durchaus gute Buch meinen Geschmack nicht treffen konnte. 

  7. Cover des Buches Eine neue Erde (ISBN: 9783442341887)
    Eckhart Tolle

    Eine neue Erde

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Zuerst wollte ich mir dieses Buch gar nicht kaufen, weil ich vermutete, es sei lediglich ein Aufguss dessen, was Eckhart Tolle bereits in seinem Werk "Jetzt - Die Kraft der Gegenwart" beschrieben hat. Zudem ist der Titel ein wenig unglücklich gewählt, er lässt mehr an die Beschäftigung mit den Problemen der Welt und das Außerachtlassen der einzelnen Persönlichkeit denken, dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Wie auch in "Jetzt!" geht es in diesem Buch um die spirituelle Persönlichkeitsfindung, und es gelingt Eckhart Tolle tatsächlich, seine in "Jetzt!" gemachten Aussagen zu vertiefen und weiter zu veranschaulichen. Insoweit ist "Eine neue Erde" eine Fortführung von "Jetzt!" und ich bin überaus froh, das Buch erstanden zu haben. Es hat mein Verständnis für das Wesen des Lebens enorm erweitert. Tolles Bücher sind für mich kleine "Bibeln", die ich immer wieder zur Hand nehme, um einen nachhaltigen Effekt seiner Aussagen zu spüren und die darin vermittelten bewusstseinserweiternden Erkenntnisse zu verinnerlichen. Jenseits religiöser Dogmen und ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit umso mehr Verständnis für alles, was IST, vermittelt Eckhart Tolle anschaulich das Wesen des Seins und die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, das einzige, was das menschliche Leben je ausmachen kann. Ich bin fasziniert von seiner anschaulichen, nachvollziehbaren und verständlichen Art zu schreiben und seiner Fähigkeit, anderen Menschen seine spirituellen Erfahrungen nahezubringen, ohne sie ihnen aufzudrängen. Eckhart Tolle ist TOLL!
  8. Cover des Buches Inspektor Takeda und das doppelte Spiel (ISBN: 9783746635149)
    Henrik Siebold

    Inspektor Takeda und das doppelte Spiel

     (34)
    Aktuelle Rezension von: abuelita

    ..und seine deutsche Kollegin Claudia Harms ans Herz gewachsen. Dieser Band 4 hier ist allerdings nicht ganz einfach zu lesen wie die vorherigen. Gut, auch den vorherigen Band mit den Mangas fand ich nicht ganz so interessant. Aber hier geht es viel um Japan, um eine Sekte, Zen-Buddhismus, die Yakuza und eine alte Seilschaft zwischen Deutschen und Japanern. Das war mir teilweise doch etwas zu öde und zu lang ausgeführt.

    Und na endlich würde ich am liebsten sagen – Takeda und Claudia Harms kommen sich endlich näher… 😊 darauf – wie das weitergehen wird – bin ich allerdings wirklich gespannt. Sollte sich Claudia wirklich darauf einlassen können? Wir werden sehen…

    Der Krimifall an sich beginnt mit Fußball bzw. einem toten Fußballer, führt dann über weite Strecken in die Vergangenheit und bis nach Japan, wobei sich die beiden Ermittler plötzlich in Todesgefahr befinden. Ist ja auch sehr realistisch, dass man mit den vielen Schusswunden dann noch so fit sein kann… 😊 aber wenn man darüber hinwegsieht, bekommt man spannende Szenen, die dann in einem Count-Down in einem Hamburger Stadion  Ihren Höhepunkt erreichen.

    Wie gesagt, ich freue mich schon auf den nächsten Band.

     

     

  9. Cover des Buches Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten (ISBN: 9783596521593)
    Robert M. Pirsig

    Zen und die Kunst, ein Motorrad zu warten

     (66)
    Aktuelle Rezension von: BrittaRoeder

    Es gibt Bücher, die laufen dir immer wieder über den Weg. Du liest von ihnen in anderen Büchern, weil die Hauptfigur in einem Roman dieses Buch liest. Oder sie werden vom Erzähler zitiert. Oder sie tauchen auf, weil sie in irgendeinem literarischen Kontext erinnert werden.
    Kurt Vonneguts „Schlachthof Nr. 5“ war für mich so ein Buch oder Don Quichotte von Cervantes.
    Irgendwann weißt du: Jetzt muss ich dieses Buch lesen!
     Und du ahnst auch: es wird vermutlich nicht leicht. Aber das ist gut so, denn besondere Bücher dürfen Besonderes abverlangen. Ja, irgendwie erwartest du das auch.

    „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ von John Pirsig ist definitiv ein solches besonderes Buch.

    Die Lektüre empfand ich als einen Marathonlauf, allerdings als einen im Schritttempo. Denn auf den gut über 700 Seiten passiert handlungstechnisch fast NICHTS. Der Ich-Erzähler beschreibt eine Motorradtour quer durch die USA, die er gemeinsam mit seinem heranwachsenden Sohn Chris unternimmt. Der Erzähler fährt, der Sohn sitzt hinten drauf, die Landschaft zieht vorbei. Sie fahren und fahren, unterbrechen ihre Fahrt nur um zu schlafen oder zu essen. Sie reden kaum.

    Viel Raum für einen unfassbar ausführlichen inneren Monolog, bei dem der Erzähler zunächst endlos über Motorradwartung referiert, um von diesem Thema – nur sehr langsam – auf philosophische Fragen überzugehen. Unterbrochen wird das Philosophieren gelegentlich von persönlichen Erinnerungen, die einen zweiten Handlungsstrang eröffnen. Denn vor dieser Motorradtour  - so erfährt man sukzessive - war der Ich-Erzähler Dozent an einer Universität. Die Suche nach einer für ihn essentiellen philosophischen Antwort (die Definition von Qualität) hatte ihn buchstäblich in den Wahnsinn getrieben. Der erlebte psychische Zusammenbruch teilt sein Leben in ein Vorher und Nachher. Er spricht von seinem Ich in dieser Vorher-Zeit als von einer anderen Person, der er sogar einen eigenen Namen (Phaidros) verleiht.

    Die Fahrt entpuppt sich als eine Erinnerungsreise, auf der der Ich-Erzähler den Weg seiner philosophischen Erkenntnisfindung akribisch nachzeichnet. Jeder einzelne Gedanke wird dabei sorgfältig kulturhistorisch eingeordnet.

    Doch nach und nach offenbart sich der Sinn seiner Pedanterie: Mit Hilfe seines engmaschigen Vorgehens konstruiert er sich ein Sicherungsnetz, um sich vor dem erneuten Absturz zu bewahren. Er hat Angst davor, an der Unlösbarkeit der eigenen Frage zu scheitern und dadurch den Sinn zu verlieren, den Sinn aller Dinge, aller Fragen und Antworten, und am Ende sich selbst.

    Pirsig zwingt seine Leserschaft zur Geduld. Immer wieder wird das Lesetempo durch Einschübe gebremst, die auf den ersten Blick nichts zur Handlung beitragen. Doch obwohl man ahnt, dass dieses Vorgehen Teil seines Plans ist, ja Teil seiner Geschichte, kostet es regelrecht Selbstüberwindung die Lektüre nicht abzubrechen.
     Doch dann passiert etwas Seltsames: die Langsamkeit wird zur Botschaft, mit der sich auch der Ich-Erzähler immer schmerzhafter konfrontiert sieht. Und in dem Maße, in dem die innere Unruhe des Protagonisten wächst, wächst das Verständnis für ihn. Und die Neugier, ob er einen Weg aus seinem unlösbaren Dilemma findet.

    „Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten“ ist ein Buch, welches mich als Leserin an meine Grenzen gebracht hat. Dieses Buch „funktioniert“ nur, wenn „der Leser“ sich völlig frei davon macht, das Lese-Tempo selbst zu bestimmen zu wollen. Es ist das Buch, das die Geschwindigkeit des Lesens lenkt.
     Mehr als einmal war ich davor abzubrechen … und ich bin froh, es nicht getan zu haben. Hier ist tatsächlich der Weg das Ziel.

    Pirsigs 1974 erschienener Roman wurde in den USA als ein Kult-Buch gefeiert. Unvorstellbar, dass ein so unbequem zu lesendes Buch solche Erfolge haben konnte. Aber nachvollziehbar, dass es zu den Büchern gehört, die immer wieder als etwas sehr besonderes erwähnt werden.

  10. Cover des Buches Kamikaze Kaito Jeanne. Bd.4 (ISBN: 9783898851435)
    Arina Tanemura

    Kamikaze Kaito Jeanne. Bd.4

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Buechergeplauder

    Marron ist mit beiden Ohren in Chiaki verliebt und auch er scheint ihre Gefühle zu erwidern.


    Allerdgins kommt er ihr als Simbad immer wieder in die Quere. Er lässt nicht zu, dass Jeanne ihre Arbeit weiter verrichtet. Immer wieder versucht er sie daran zu hindern. 


    Als sich Chiaki dann auch noch von ihr abwendet, versteht Marron die Welt nicht mehr. Wieso ist er so herzlos zu ihr? Wieso kämpft er gegen sie? Fragen über Fragen, die Marron im Kopf herum schwirren. Sie möchte von ihm Antworten!


    Der vierte Band der "Kamikaze Kaito Jeanne" Reihe von Arina Tanemura.


    Leider konnte mich dieser Band der Reihe nicht ganz überzeugen.


    Es viel mir schwer in die Geschichte hineinzukommen, obwohl ich sonst nie Probleme damit habe. Zumindest nicht bei Mangas, bzw. bei dieser Manga-Reihe. Diesmal konnte ich mich in der Geschichte nicht zurecht finden und hatte immer wieder das Gefühl, dass ich irgendetwas überlese.


    Auch haben mich die Anmerkungen am Rand der Autorin aus der Geschichte gebracht. Ich habe irgendwann aufgehört diese zu lesen, da sie mich nur durcheinander gebracht haben. Erschreckend, in was für einem schlechten Licht sich die Autorin sieht.


    Ich hoffe, dass mich der fünfte Band der Reihe mehr in den Bann ziehen kann. Den Anime dazu fand ich damals einfach nur klasse und habe keine einzige Folge verpasst.

  11. Cover des Buches Flug 2039 (ISBN: 9783442541676)
    Chuck Palahniuk

    Flug 2039

     (113)
    Aktuelle Rezension von: Gallert-Oktaeder
    Der Anfang dieses Buches reißt einen als Leser sofort in seinen Bann, ist man doch sofort mit einer Extremsituation konfrontiert. Ein Mann, offenbar der Protagonist der Geschichte, hat ein Flugzeug, den im Titel erwähnten Flug 2039 entführt, die Passagiere von Bord geschickt und steuert die Maschine ihrem Untergang…und seinem Tod entgegen.

    Während der Treibstoff des Flugzeugs ausgeht beginnt Tender Branson zu erklären, wie es bis zu diesem Punkt kommen konnte und beginnt seine Lebensgeschichte zu erzählen.
    Chuck Palahniuk schreibt in seinem typischen Schreibstil, indem der Protagonist hauptsächlich eine Art Beobachterrolle in der Welt einnimmt und sich mit zahlreichen Abgründen der Menschheit und grotesken Themen auseinandersetzen muss.

    Abgesehen von einigen Stellen, an denen sich Palahniuk für meinen Geschmack ein bisschen zu oft zu sehr im Detail verloren hatte, war Flug 2039 eine wendungsreiche, humorvolle und originelle Geschichte. Die Idee, die Kapitel und Seitenzahlen in diesem Buch rückwärts laufen zu lassen hat die ganze Stimmung noch einmal gut untermalt und gerade die letzten Kapitel des Buches haben mich schließlich vollends von der Erzählung überzeugt.

    Nachdem ich nun nach Fratze schon ein zweites Buch des Autors beendet habe, muss ich sagen, dass Palahniuk als Schriftsteller für mich sehr interessant zu lesen ist. Seine Herangehensweise einen Plot aufzubauen und zu erzählen erscheint mir sehr einzigartig und faszinierend. Ich bin gespannt, was er noch zu bieten hat und werde mir definitiv noch mehr Titel aus seinem Werk zu Gemüte führen.
  12. Cover des Buches Buddha-Boy (ISBN: 9783551582515)
    Jordan Sonnenblick

    Buddha-Boy

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Charlousie
    Schüchtern und doch mit einer gewissen Intelligenz vor mich hin pfeifend verließ ich das Gebäude. Meine Zehen hatten ein Date mit grauem Matsch. S. 27, „Buddha Boy“ – Jordan Sonnenblick © Carlsen Der Inhalt: San Lee ist mal wieder umgezogen und schon wieder der Neue. Er hat schon alles ausprobiert: Nerd, Skater, Intellektueller oder Sportskanone. Bisher waren alle Typen, die er vorgegeben hat zu sein, nie der durchschlagende Erfolg. Doch an seinem ersten Tag fehlen ihm die Ideen für eine neue Identität. Und zu versuchen er selbst zu sein? Das geht gar nicht. Denn er, San Lee, ist nur ein 17-jähriger mit durchlaufenen Sandalen im Winter, einer wenig warmen Jacke und langweiligem Image. Als er im Unterricht, passend zum Thema, einige buddhistische Weisheiten nennt, merkt er, dass alle fasziniert von ihm sind und tatsächlich annehmen, er sei ein echter Buddhist. Schließlich ist er chinesischer Herkunft und dort entstand der Buddhismus schließlich doch, oder? – Dann kann er gleich so tun als ob und damit nebenbei das Herz seines Schwarms Woody erobern! Interessante Fragen, die sich mit der eigenen Identität und dem Erwachsenwerden auseinandersetzen „Buddha Boy“ ist eine kurzweilige, dafür sehr interessante und facettenreiche Geschichte. Jordan Sonnenblicks Roman beschäftigt sich mit den einhergehenden Schwierigkeiten des Erwachsenswerdens, die im Fall des Protagonisten San Lee mit extra Komplikationen verbunden sind: Wer bin ich? Wo stehe ich? Wie muss ich sein, damit die anderen mich akzeptieren? Was hält das Leben für mich bereit? „Buddha Boy“ gibt keine einschlägigen Antworten, dafür demonstriert es anhand eines Einzelschicksals, wie so etwas aussehen,, welche Fragen und Konflikte auf einen zukommen könnten und dass nicht immer alles so schrecklich sein muss, wie es zunächst scheint. Hierfür verwendet der Autor den Buddhismus als Ausgangslage der Geschichte. San Lees Verbindung zum Buddhismus hat sich per Zufall entwickelt, bewirkt aber letztlich einen Großteil des Charmes und des Witzes. Witz und Humor in Maßen oder doch zu viel? Denn Witz und Humor lassen sich in „Buddha Boy“ auf beinahe jeder Seite finden. Vieles fand ich wirklich witzig, einiges hat mich die Augen verdrehen lassen. So wirkt San Lee vor allen Dingen durch seine ständige Ernstlosigkeit ziemlich oberflächlich. Selbst in seinen Gedankengängen zu extrem wichtigen Themen, tut er alles mit Sprüchen und Albernheiten ab. Im Laufe der Handlung werden jedoch einige Hintergründe zu seiner Person enthüllt, die sein Verhalten erklären und ebenfalls zeigen, dass er ein liebenswerter Charakter mit Ecken und Kanten ist. Doch die durchgängige Komik, muss man mögen. Wer sich damit nicht anfreunden kann, wird keinen Spaß an “Buddha Boy” haben. Wer eher rätselhafte und vom ersten Moment an tiefsinnige Storys sucht, wird das in „Buddha Boy“ nicht finden. Generell ist „Buddha Boy“ ein Roman, der anfangs ziemlich tief stapelt, dafür aber auf einem höheren Niveau endet. Man sollte niemals vorschnell urteilen, auch dieses unterstreicht Jordan Sonnenblick mit dem Aufbau seines Romans. Zu wenig Figurenauswahl Weitere Figuren in dieser Geschichte werden nicht viel näher beleuchtet, da San Lee ein recht raumeinnehmender Charakter ist. Sie werden zwar durch die subjektive Sichtweise dieses Teenagers charakterisiert, doch viel Abwechslung gibt es in dieser Hinsicht nicht. Dafür glorifiziert San Lee seine große Liebe, Woody. So steht sie zwar im Fokus und San Lees Begeisterung und Faszination von ihr sind durchaus verständlich und nachvollziehbar, doch ist die Geschichte insgesamt einfach zu kurz, um Woody vollständig beurteilen zu können. Mit einigen Aspekten von „Buddha Boy“ kann man sich durchaus intensiver auseinandersetzen. Das sind primär die buddhistischen Seiten, die einem zwar als Denkanstoß angeboten, aber niemals aufgezwungen werden. Mein endgültiges Urteil: „Buddha Boy“ ist ein unterhaltsames, witziges, aber auch tiefschürfenderes Buch, mit einer exzentrischen Hauptfigur, das ich empfehlen kann. Älteren und jüngeren Leserinnen lege ich es nur nah, nur wenn man auf Highschool Geschichten steht, sich mit dem Thematiken rund ums Erwachsenwerdens auseinandersetzen möchte oder Interesse daran hat, einen Blick in den Buddhismus zu riskieren.
  13. Cover des Buches Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln (ISBN: 9783442713325)
    Christoph Peters

    Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln

     (17)
    Aktuelle Rezension von: rumble-bee
    Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln

    Was kommt dabei heraus, wenn ein japanischer Zen-Meister und Ofenbauer, ein deutscher Töpfer und Laienbuddhist, ein ostdeutsches Dorf und ein
     Fernsehteam aufeinander treffen? Unter den Händen von Christoph Peters zunächst einmal ein höchst unterhaltsames Stück Literatur – das auch noch dharmische und weltanschauliche Tiefe besitzt.

    Man kann das Buch unter sehr verschiedenen Perspektiven betrachten. Einmal unter derjenigen der kulturellen Missverständnisse. Ernst Liesgang ist deutscher Töpfer und Künstler, und fungiert gleichzeitig als Übersetzer und Baugehilfe. Er vermittelt zwischen den Japanern und den Deutschen. Das wird mehr als einmal sehr heikel, und auch sehr amüsant. Zum Beispiel, als wiederholt und ungefragt die deutsche Gastwirtin Herta Mölders auftaucht, und Mettbrötchen und Schnaps verteilen will. Oder als Herr Yamashiro ins Krankenhaus muss. Oder…!

    Eine andere Perspektive ist die des Zen-Buddhismus. Denn in Japan stehen gerade die traditionellen Handwerkskünste im engen Zusammenhang mit dem Zen. Eine Teeschale ist nicht nur eine Teeschale! Und ein Meister darf sich auf alle möglichen Arten verhalten…

    Christoph Peters, ein jüngerer und – in letzter Zeit – recht erfolgreicher deutscher Autor, hat dem Buch zwei zusätzliche Perspektiven verliehen. Es ist auch noch eine sehr listige und fintenreiche Anspielung auf einen Klassiker der spirituellen Literatur; nämlich „Zen in der Kunst des Bogenschießens“ von Eugen Herrigel. Und nicht zuletzt bringt das Buch Fragen über den Zusammenhang von Ursache und Wirkung ins Spiel. Man kann das Buch also sowohl als „reine Geschichte“, aber auch als dharmische Reflexion lesen. Beides ist gleich lohnend!

  14. Cover des Buches American Wasteland (ISBN: 9783865524300)
    Tim Curran

    American Wasteland

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Jim_Coogan

    Auch wenn man sich hier manchmal am Kopf kratzen kann, trifft dieses Horror-Endzeit Ding so genau mein Geschmack. Ein einsamer cooler Held gegen die Mächte der Hölle. Es gibt einiges an Action und auch wenn alles nach B-Movie schreit, ist es genau das was mir zumindest gefällt. Die Handlung ist übersichtlich, der Gewaltgrad in Ordnung und Stil schnell goutierbar. Solche Werke können gerne mehr erscheinen und vor allem geschrieben werden. Ein Lob wie immer an die Aufmachung (die gewohnte Lederoptik mag ich hier genauso wie bei Mediabooks) und Qualität der Bücher aus dem Hause Festa.

  15. Cover des Buches Mord im Zeichen des Zen (ISBN: 9783832163112)
    Oliver Bottini

    Mord im Zeichen des Zen

     (100)
    Aktuelle Rezension von: Briggs

    Der Prolog: Ein bisschen amüsant, sehr detailreich, fast filmisch. Sehr gut als Einstieg in ein geheimnisvolles Szenario mit interessanten Charakteren.
    Ein Mönch wandert.
    Warum?
    Louise Boni wird versuchen, das herauszufinden, und gelangt in eine Geschichte, die es in sich hat.

    Bottini erzählt das Geschehen sehr engmaschig aus der Sicht der Polizistin und obwohl lange nichts passiert, ist das nie langweilig. Allerdings neigt er dazu, Rätsel aufzumachen und sie ewig nicht aufzulösen. Verfolgt man seine Hauptfigur, steckt man in ihren Gedanken und ist dennoch oft nur Beobachter eines Rätsels. Das ist für mich eine Stärke des Buchs - der Leser ermittelt mit.

    Leider wird für einen ersten Band sehr viel Wissen um die Vorgeschichte der Ermittleribn offenbar vorausgesetzt. Das sorgt so ein bisschen dafür, dass man sich fühlt, als müsse man dem Autor die Würmer aus der Nase ziehen.
    Der angenehme Erzählton macht das aber vielfach wett: Ich fühle mich wie in einem Fernsehkrimi, so nah dran.
    Auch das Ende verblüfft: Irgendwann klingt das Buch wie im Epilog, dabei ist noch nichts aufgelöst.

    Für mich große Krimikost, ich freue mich auf weitere Bände.

  16. Cover des Buches Richtig leben (ISBN: 9783328100867)
    Jürgen Domian

    Richtig leben

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Marie1971
    Natürlich ist Jürgen Domian ein Begriff für viele unserer Generation. Seine Nachtsendung in der über Gott und die Welt geredet wird, ist wegweisend für eine Gesellschaft die sich mitteilen möchte. Ohne Tabu und auch manchmal ohne Grenzen. Demzufolge war ich schon neugierig auf das Buch. Es beschäftigt sich mit der Frage, ob man im nachhinein sein Leben nochmal genauso leben würde, wie man es getan hat. Welche Dinge wir bereuen könnten und welche nicht. Basiernd auf religiösen und philosophischen Erkenntnissen setzt Domian sich mit verschiedenen Themen auseinanderander und gibt dabei ehrlich zu, auch selbst oft mit sich im Unreinen zu sein. Vom Schreibstil her kommt man sich fast vor, als würde man seiner Sendung folgen. Es ist fliessend geschrieben und spiegelt ein eher authentisches Bild von der Person die man von der Sendung her kennt. Von den Themen her aufgereiht auf die Todsünden war ich erstaunt über die Ausarbeitung der Hintergründe. Die aber im nachhinein eigentlich das Bild eher vervollständigt haben. Sicherlich ist es keine Selbsthuldigung, das würde mich auch bei Domian eher erstaunen. Es ist eine Reflektion zu einigen Haupthemen, die für denjenigen, der sich auf das Buch einlassen kann, wegweisend sein können.
  17. Cover des Buches achtsam sprechen - achtsam zuhören (ISBN: 9783426876831)
    Thich Nhat Hanh

    achtsam sprechen - achtsam zuhören

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Elizzy
    Ich habe das erste Buch von Thich Nhat Hanh gelesen...

    Worum geht es?

    Ein gutes Gespräch ist Nahrung für die Seele. Wir selbst können entscheiden, wie wir uns ausdrücken und was wir aufnehmen möchten. Dieses Bewusstsein zu schaffen ist gar nicht so einfach, doch Thich Nhat Hanh führt uns in seinem Buch “achtsam sprechen – achtsam zuhören” Schritt für Schritt in dieses Thema ein.

    Meine Rezension dazu gibt es auf dem Blog:
    https://readbooksandfallinlove.com/2019/05/25/achtsam-sprechen-achtsam-zuhoeren-von-thich-nhat-hanh-rezension/
  18. Cover des Buches Philosophie des Zen-Buddhismus (ISBN: 9783150181850)
    Byung-Chul Han

    Philosophie des Zen-Buddhismus

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    https://www.lovelybooks.de/autor/Ayya-Khema/Das-Geheimnis-von-Leben-und-Tod-143148060-w/rezension/2035171033/

    Diese Rezension bezieht sich über das Buch hinaus ganz allgemein auf den Buddhismus.


  19. Cover des Buches Das Buch vom Tee (ISBN: 9783458177739)
    Kakuzo Okakura

    Das Buch vom Tee

     (32)
    Aktuelle Rezension von: Ferdinand-Uth

    Das Buch vom Tee, erstmals 1906 erschienen, ist ein kleines Stück vom alten Japan, wo Stolz auf die jahrhundertalten Traditionen die Hingabe und Demut der Zen-Buddhistischen Lebensart trifft. Das Buch vom Tee handelt dabei von Tee und der Teezubereitung in allen Nuancen: Der Geschichte des Tees, den Traditionen und auch der Künste der Teemeister, die die Teezeremonie umrahmen und vervollständigen.

    Denn bereits die Teehäuser sind bis ins letzte Detail auf die Zen-Erfahrung ausgerichtet: 

    Zum Beispiel müssen die kunstvollen Blumengestecke nach bestimmten Regeln angefertigt werden und sich so im Einklang befinden, dass es der Zeremonie gebührlich ist.

    Gerade weil Tee so ein begrenztes Gebiet ist, wird in diesen Schilderungen die östliche Zen-Mentalität auch für uns im Westen ein bisschen greifbar. Ein kleines, poetisches Buch, von dem man lernen kann. Und das Lust macht, eine Schale grünen Tee zu trinken.





  20. Cover des Buches Zen ist die grösste Lüge aller Zeiten (ISBN: 9783936018301)
  21. Cover des Buches Zen oder die Kunst, den Mond abzustauben (ISBN: 9783451071775)
  22. Cover des Buches Die Illusion des Ich (ISBN: 9783442217175)
    Alan Watts

    Die Illusion des Ich

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Der Geist des Zen (ISBN: 9783426291948)
    Huang-po

    Der Geist des Zen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Zazen oder der Weg zum Glück (ISBN: 9783499622038)
    Abt Muho

    Zazen oder der Weg zum Glück

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M
    Zen ist reine Praxis. Und diese Praxis dient keinem Zweck. Ein Buch darüber hat mit Praxis nichts zu tun. Und es dient einem Zweck.

    Vielleicht soll es uns Zen erklären oder erzählen wie die Praxis funktioniert. Dadurch erscheint in unserem Geist die Vorstellung, wir würden etwas darüber verstehen. Oder wir hätten eine Vorstellung davon. Unser Verstand führt uns gerne in solche Illusionen. Nach dem Lesen dieses Buches wähnen wir uns in der Nähe eines Zustandes, von dem wir in Wirklichkeit immer noch genau so weit entfernt sind wie zuvor.

    Lebe so, als seiest du schon tot, heißt es im Text. Dies ist, auf den Punkt gebracht, der Inhalt des Buches. Doch wer mag schon so leben? Unser Leben ist ein einziges Streben. Wie soll denn beides zusammenpassen? Mancher sucht sich einen Ausweg aus diesem offensichtlichen Dilemma und empfindet Zen als Weisheit oder Philosophie. Unterstützt wird eine solche Wahrnehmung durch Bücher wie dieses, denn was geschrieben steht, hat meistens den Zweck, uns etwas zu erklären, was wir lernen sollen oder wollen.

    Aber Zen ist nur Praxis und besitzt kein Ziel. Verbindet man die Praxis mit einem Streben, so wird man nie erreichen, wonach man da so angestrengt strebt. Auch das kann man aus diesem Buch lernen. Wir sollen loslassen. Alles, auch das Loslassen. Dann kommt das Glück ganz von alleine. Wir würden dann Glück auch im Unglück empfinden, schreibt der Autor. Das wird für viele eine genau so krude Vorstellung sein, wie ein Leben so, als sei man bereits tot.

    Statt diese harten Textstellen zu überlesen oder sie umzuinterpretieren, sodass sie wieder ins eigene Weltbild passen, sollte man hier steckenbleiben, denn sie öffnen ein Fenster in die Welt, in der sich Abt Muho aufhält. Natürlich muss man sich nicht damit anfreunden und natürlich muss man erst recht nicht so leben. Tut man dies jedoch nicht, dann nützt einem auch das Buch in Wirklichkeit nichts, denn dann bläst es nur die eigenen Illusionen auf.

    Die Zazen-Praxis erklärt uns Muho erst ganz am Ende dieses Buches sehr kurz. Bis man dahin gelangt, lernt man den Lebensweg des Autors kennen, immer wieder unterbrochen durch zahlreiche Zitate aus Zen-Texten oder von wirklich wissenden Menschen. Und von Lektionen über Liebe, Glück und Freiheit und vieles mehr. Und da wären wir wieder bei den Illusionen. Kann man aus diesen Lektionen tatsächlich etwas lernen?

    Muho jedenfalls beschreibt seinen Weg anders. Er durchlief die harte Zen-Schule, die in diesem Buch so abschreckend erzählt wird, dass wohl den meisten Lesern der Gedanke an ein Leben in einem japanischen Zen-Kloster gleich wieder vergehen wird.

    Um es kurz zu machen: Das Buch enthält Konzepte über Zen, Konzepte über Glück und vieles mehr. Es kann aber keineswegs die ziellose Praxis ersetzen, aus der das Empfinden all dessen, was hier in Konzepten beschrieben wird, erst wie selbstverständlich erwächst. Zen ist reine Praxis. Alles andere ist Illusion.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks