Bücher mit dem Tag "zerstörung"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zerstörung" gekennzeichnet haben.

106 Bücher

  1. Cover des Buches City of Bones (ISBN: 9783442486823)
    Cassandra Clare

    City of Bones

    (7.839)
    Aktuelle Rezension von: Gingerteabooks

    Clary ist ein ganz normales Mädchen, bis sie auf Jace, Alec und Isabelle trifft. Sie erfährt davon, dass alle Mythen war sind und sie eine Schattenjägerin ist. Ihre Mutter wird entführt und sie muss gemeinsam mit den anderen den Kelch der Engel finden, um ihn gegen ihre Mutter einzutauschen. Es ist jetzt das zweite Mal, dass ich dieses Buch gelesen habe. Das erste Mal ist bestimmt gute 15 Jahre her und ich muss zugeben, dass es deutlich besser ist, als ich erwartet hatte. War das Drama zwischen Clary, Jace, Simon und Isabelle etwas cringe und zu sehr im Fokus? Ja. War es super cringe den Plot Twist zu Valentin, Jonathan und Clary zu lesen, besonders da ich durch die Serie weiß, was die eigentliche Wahrheit ist? 100%. War es trotzdem super entertaining zu lesen und ein absolut solides Buch nicht nur für mein Teenager-Ich, sondern auch jetzt mit fast 30? Absolut. Die Charaktere sind gut. Fast alle Dialoge sind gut geschrieben. Das Pacing hat gepasst. Der Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich weiterlesen wollte, auch wenn er nichts besonderes war. 

  2. Cover des Buches Das Reich der Vampire (ISBN: 9783596700400)
    Jay Kristoff

    Das Reich der Vampire

    (391)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    „Das Reich der Vampire“ erzählt die Geschichte des Silberwächters Gabriel de León, von seinem Aufstieg zu einem der mächtigsten Wächter aller Zeiten bis zu seinem tiefen Fall und Absturz.


    Maßgebend für eine Bewertung ist zu einem Teil ja auch die Einstellung, mit der man an ein Buch herangeht. Jay Kristoff mochte ich bislang sehr gerne – dank seiner Illuminae-, Aurora- und der Nervernight-Reihe. Was kann also schon passieren? Leider, wie man an meiner Bewertung erkennen kann, schon sehr viel.

    Zunächst mal der Erzählstil. Die Rahmenhandlung ist im Wesentlichen, dass Gabriel einem Untoten seine Lebensgeschichte erzählt. Vielleicht bin ich ja naiv, aber für mich ergibt es am meisten Sinn, da bei der Geburt, bzw. der ersten wichtigen Erinnerung anzufangen und sich dann zum jetzigen Standpunkt vorzuarbeiten. Gabriel sieht das jedoch etwas anders. Wie kann man bei einer Lebensgeschichte derartige Sprünge machen? Ich versteh es nicht und auch der Untote kommt mehrmals in der Handlung nicht mehr mit. Daraufhin reagiert Gabriel stets damit, dass er seine Geschichte so erzählt, wie er sie erzählen will.

    Was mich zum zweiten Problem bringt: Gabriel selbst. Gott, ist der Typ unsympathisch. Ich finde Antihelden bzw. gefallene Helden eigentlich durchaus reizvoll. Und ja, Gabriel ist tief gefallen und hat allen Grund, seinen Kummer zu betäuben, was er ja dann auch regelmäßig tut. Doch auch wenn man vorsichtig mit diesem Begriff sein sollte, das erste Wort, das mir bei Gabriel einfällt, ist: dissozial.

    Die Handlung erschien mir auch in weiten Teilen erschreckend eintönig. Zusammenfassend kann man an vielen Stellen des Romans sagen: Die Guten laufen vor den Bösen weg oder kämpfen gegeneinander. Das ist wenig spannend und so konnte ich mich nur an den wenigen Stellen festhalten, in denen Gabriel – zusammen mit anderen – daran forscht, wer er ist und warum die Welt in „Das Reich der Vampire“ gerade so ist, wie sie ist. Diese rar gesäten Stellen waren für mich, zusammen mit dem Plot Twist am Ende, die Highlights des Romans.

    Und leider muss ich noch auf ein Lowlight eingehen: Die Schicksalsgemeinschaft, der sich Gabriel relativ zu Beginn des Romans anschließt. Alle haben ihre Geheimnisse, keiner sagt was und wenn Gabriel nachfragt heißt es sinngemäß: „Geht dich nichts an.“ Ich frage mich: Wie soll ich als Leser denn Ahnung von der Handlung haben, wenn sie mir verheimlicht wird? Klar ist es genauso langweilig, alles auf dem Silbertablett vorgekaut zu bekommen. Aber man weiß als Leser nur das, was der Autor bereit ist zu schreiben. Und wenn der Autor gar nichts verrät, weil es den Leser ja nicht zu interessieren braucht, was weiß dann der Leser? Eben.


    So war „Das Reich der Vampire“ für mich hauptsächlich mal ein Lehrstück darin, mit dem Begriff „Lieblingsautor“ vorsichtig zu sein. Wie gesagt mochte ich bislang alles von Jay Kristoff – dieser Roman jedoch war nichts für mich. Wirklich schade und enttäuschend, aber es sollte wohl nicht sein. Diese Reihe werde ich nicht weiterlesen.

  3. Cover des Buches Cassia & Ky – Die Flucht (ISBN: 9783596194988)
    Ally Condie

    Cassia & Ky – Die Flucht

    (2.307)
    Aktuelle Rezension von: Kayuri

    In diesem Buch geht die Geschichte um die Liebe die nicht sein soll weiter. Wir bekommen zwei Perspektiven präsentiert, dabei klappt der Übergang für mich nicht immer sauber. Dennoch fand ich es interessant diese Suche und Flucht aus beiden Perspektiven zu erleben.

    Die Geschichte an sich hatte ein paar Längen. Es fühlte sich manchmal so an als wurde recht wenig passieren. Dafür bekamen aber auch die anderen Figuren etwas mehr Tiefe verpasst. Daher war es für mich verständlich wieso es die lägen gab.

    Ich freue mich auf den letzten Teil, dieser endet mit einem Cliffhanger. 

  4. Cover des Buches Per Anhalter durch die Galaxis (ISBN: 9783036959542)
    Douglas Adams

    Per Anhalter durch die Galaxis

    (3.311)
    Aktuelle Rezension von: Jonas_Wagner

    Das Buch ist natürlich wunderbar skurril und hat eine gewisse Situationskomik, die dann und wann aber auch die Albernheit streift, aber – warum eigentlich nicht?

    Das geht schon los, bevor die Geschichte über losgeht. Da steht im Kleingedruckten: „Wer dieses Werk ohne Genehmigung des Verlages vervielfältigt oder verbreitet, verspielt seine Chancen gerettet zu werden, wenn die in diesem Buch geschilderten Ereignisse eintreten.“ So was liebe ich!

     Adams ist bekannt dafür, neue Welten und Wörter zu erschaffen (ich sage nur: Pangalaktischer Donnergurgler). Der Sprachstil der Figuren ist so, wie in unzähligen (Sci-Fi-)Büchern der 80er: Gefühlt jeder vierte gesprochene Satz beginnt mit „Hey, hört mal…“ (Die anderen beginnen mit „Ach…“ oder „Naja…“ oder „Äh…“) und auf Dauer hat es mich wirklich genervt. Es kann natürlich an der Übersetzung liegen. Die Figuren selbst haben mich irgendwie kalt gelassen (außer Marvin natürlich, den depressiven Roboter, den fand ich einfach hinreißend). Trotzdem lasse ich eine Leseempfehlung da; denn wenn man in entsprechender Stimmung ist, macht dieses Buch wirklich Spaß.

  5. Cover des Buches Hunting Adeline (ISBN: 9783987183423)
    H. D. Carlton

    Hunting Adeline

    (234)
    Aktuelle Rezension von: Mrs_Sabrina

    Band 2 knüpft direkt an den intensiven Cliffhanger aus Haunting Adeline an und übertrifft den ersten Teil noch an Düsterkeit und Extremheit. Ein emotional aufwühlender, packender Duologie-Abschluss, der Fans von Dark Romance alles zumutet.

    Der erste Teil zieht sich sehr lang und intensiv, während der zweite Teil stellenweise fast wie ein Action-Finale wirkt. Für meinen Geschmack hätte die Balance zwischen psychologischer Tiefe und Rache-Handlung gleichmäßiger ausfallen können.

    Ganz ehrlich: Haunting Adeline hat mir besser gefallen. Der erste Band bot mehr Mystery und mehr psychologische Spannung zwischen Stalker und Gestalkter. Hunting Adeline ist härter und extremer, aber auch weniger subtil. Die expliziten Szenen sexueller Gewalt und Folter sind für mich stellenweise fast unerträglich – inhaltlich beabsichtigt, aber für mich ein Grund, warum das Leseerlebnis nicht perfekt ist.

  6. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499241413)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

    (537)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

     „Der Wolkenatlas“ verbindet sechs Geschichten in verschiedenen Genres, die zu verschiedenen Zeiten spielen und von verschiedenen Menschen handeln.

    Auf den ersten Blick haben die Handlungsstränge nicht viel miteinander zu tun – ein Notar schreibt 1859 auf einer Schiffreise Tagebuch, ein älterer Verleger hat 2012 Probleme mit Kriminellen und Verwandten, die letzten Überlebenden der Menschheit laufen 106 Jahre nach dem Fall durch eine postapokalyptische Welt.

    Nach und nach wird jedoch deutlich, dass alles verknüpft ist: die Entscheidungen jedes Protagonisten haben Einfluss auf seine Nachfolger und werden selbst von der Vergangenheit oder Zukunft beeinflusst. Das genaue Ausmaß der Verbindungen bleibt unklar. Ob und wie viel Übernatürliches im Spiel ist, kann jeder für sich entscheiden.

    Auch bestimmte Themen sind zeitübergreifend und ziehen sich durch das gesamte Buch: Freiheit in verschiedenen Formen und der Kampf darum, Ausbeutung, Betrug, die Suche nach der Wahrheit, das Füttern von Enten.

    Eine Folge der besonderen Struktur des Romans ist natürlich eine große Menge an Charakteren (die gerne auch erst nach einigen Hundert Seiten wieder auftauchen), darauf muss man sich einlassen können, wenn man das Buch lesen möchte.

    Zudem ändern sich die Erzählart und der Schreibstil mit jeder Geschichte. Von Tagebucheinträgen und Briefen über Interviews bis hin zu Lagerfeuergeschichten bietet dieses Buch erzähltechnisch alles. Je nach Vorliebe kann man das als Vor- oder Nachteil ansehen. Meiner Meinung nach hilft es, in jeder neuen Geschichte „anzukommen“ und bietet Abwechslung, auch wenn ich den postapokalyptischen Dialekt in der letzten Geschichte ehrlich gesagt etwas anstrengend fand.

    Wenn man von den vielen Charakteren und der Idee an sich nicht abgeschreckt ist, ist „Der Wolkenatlas“ sehr zu empfehlen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man mindestens eine oder zwei (am besten natürlich mehr) Geschichten sehr genießen und wenn man dann noch die einzelnen Elemente verbindet, ergibt sich ein Gefühl, als hätte man erfolgreich ein interessantes Puzzle zusammengefügt.

  7. Cover des Buches Romeo und Julia (ISBN: 9783328115557)
    William Shakespeare

    Romeo und Julia

    (1.465)
    Aktuelle Rezension von: AnnaHabeler

    Dieses Buch ist ein emotionales und spannendes Buch zugleich. Sie berichtete von einer Liebe die am Ende ein schrecken findet aber eine Liebe die zugleich schön ist, trotz einem Familienstreits. Als ich begonnen habe dieses Buch zu lesen war ich fokussiert ohne Ende, die Spannung ist da, genau was ein Buch braucht.

  8. Cover des Buches Rückkehr der Engel (ISBN: 9783492706018)
    Marah Woolf

    Rückkehr der Engel

    (596)
    Aktuelle Rezension von: Rabea

    Mit Rückkehr der Engel entführt Marah Woolf ihre Leser in eine spannende Mischung aus Dystopie, Fantasy und Engelsmythologie. Besonders das Worldbuilding hat mir gut gefallen, denn die Autorin bringt einige interessante Ideen ein, die sich von vielen anderen Jugendfantasy-Büchern abheben. Auch der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass man schnell durch die Geschichte kommt.

    Trotzdem konnte mich das Buch insgesamt nicht ganz überzeugen. Die Handlung wirkte auf mich oft vorhersehbar und erinnerte mich an viele andere Jugendfantasy-Geschichten. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, für mich fehlten dadurch jedoch die Überraschungsmomente.

    Mit der Protagonistin Moon wurde ich leider ebenfalls nicht richtig warm. Einige ihrer Entscheidungen konnte ich nur schwer nachvollziehen und ich hatte häufig das Gefühl, dass Missverständnisse die Handlung unnötig vorantreiben. Hinzu kam, dass sie für mich stellenweise sehr in ihrer Rolle als selbstaufopfernde Retterin ihrer Familie aufgegangen ist. Ihr ständiges „Ich muss alles für meine Familie tun“ wirkte auf mich mit der Zeit etwas übertrieben und hat sie für mich eher anstrengend als sympathisch gemacht. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass sie Situationen direkter anspricht oder andere stärker an ihren Gedanken teilhaben lässt.

    Insgesamt ist Rückkehr der Engel ein solides Jugendfantasy-Buch mit einer interessanten Welt und guten Ideen. Mich konnte die Geschichte am Ende jedoch nicht vollständig mitreißen. Ob ich die Trilogie weiter verfolge... weiß ich nicht.

  9. Cover des Buches 54 Minuten (ISBN: 9783733507688)
    Marieke Nijkamp

    54 Minuten

    (261)
    Aktuelle Rezension von: Scxrlett

    Spannend wars schon, hätte aber noch spannender werden können. Zum Beispiel habe ich mir gewünscht, dass man dem Täter mehr Tiefe verliehen hätte. Mir war die Aufklärung des Warums einfach zu flach. Aber als ein Quickread völlig ausreichend. Am Ende gabs auch kurz Tränen. Aber... es hätten noch weitaus mehr geben können, wenn man die Beziehungsdynamiken der einzelnen Protas zum Täter besser ausgearbeitet hätte. Deswegen reicht es nur für 2,5-2,75⭐.

  10. Cover des Buches Scandal Love (ISBN: 9783736326835)
    L. J. Shen

    Scandal Love

    (264)
    Aktuelle Rezension von: Isika0510

    Auch der dritte Band konnte mich nicht von der Reihe überzeugen. 

    In erster Linie war es einfach dieser große Altersunterschied zwischen Trent und Edie. 

    Er steht schon mit beiden Beinen im Leben, hat eine hohe Position, eine Tochter und ist finanziell gänzlich unabhängig. 

    Sie dagegen lernt gerade einmal zu laufen, habe ich das Gefühl. Edie kommt in sehr vielen Situationen noch so jung und unreif rüber. Was ja aber kein Wunder ist mit gerade einmal knappen 18 Jahren. 

    Für mich war außerdem auch die Bindung der beiden nicht greifbar. Wäre es einfach eine Affäre geblieben, hätte es für mich weitaus mehr Sinn gemacht, als dieses aufgesetzte Ende mit Happy-Family-Leben. 


    Also ja, für zwischendurch ganz nett, aber nichts mit Tiefgang. Schade. 

  11. Cover des Buches Tagebuch eines Buchhändlers (ISBN: 9783442718658)
    Shaun Bythell

    Tagebuch eines Buchhändlers

    (224)
    Aktuelle Rezension von: sannes_bookshelf

    Beim ersten Versuch vor 3 Jahren bin ich gar nicht reingekommen. Jetzt beim zweiten Versuch besser und anfangs war es auch recht amüsant, hin und wieder hab ich auch laut gelacht, doch mit der Zeit wurde es langweilig. Immer dieselben Abläufe, keine spezielle Handlung, Millionen Figuren, die eigentlich auch keine sind. Ich frage mich, wie man auf den Gedanken kam, dieses Tagebuch veröffentlichen zu müssen. Was ich gut finde: ich habe jetzt drei Bücher mehr auf meiner Wunschliste und ich habe einen Einblick bekommen, mit was für aktuellen Bedingungen sich ein Buchhändler rumschlägt. Der abschließende Epilog war für mich dann am interessantesten, was zwei Jahre später aus den Figuren wurde.

  12. Cover des Buches Angelfall - Nacht ohne Morgen (ISBN: 9783453315204)
    Susan Ee

    Angelfall - Nacht ohne Morgen

    (530)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Ich liebe die Angelfall Reihe. Sie ist für mich ein absoluter Highlight meiner Rereads. Vielleicht liegt es an dem unglaublichen Schreibstil vol Susan Ee.

    Ich habe dieses Buch verschlungen und jeden Teil davon aufgesaugt. Es gab nicht eine langweilige Szene in der Geschichte von Penryn und Raffe. Beide Charaktere sind absolut liebevoll charakterisiert und geschrieben. Auch die Stimmung im Buch überträgt sich sofort auf den Leser und ist gleich greifbar. Es ist wie ein Zog in eine andere Welt, der gar nicht aufhört.

    Ich bin totaler Fan der Welt, welche weitgehend real ist mit der Erweiterung von Engeln / Dämonen. Ich persönlich mag diese Art von Fantasy sehr gerne.

    Von Anfang an war die Spannung sehr hoch, man wurde direkt in die Story geworfen. Die Spannung zog sich durch die ganze Geschichte. Auch der Lesefluss war unglaublich gut und auch humorvoll an einigen Stellen. Ich habe wirklich jede Emotion in dem Buch erlebt über Liebe, Trauer, Angst und Panik.

    Optisch sieht man ein typisches Weltende Szenario auf dem Cover und Raffe auf der Mauer. 

  13. Cover des Buches Selection – Band 1 bis 3 im Schuber (ISBN: 9783737354486)
    Kiera Cass

    Selection – Band 1 bis 3 im Schuber

    (270)
    Aktuelle Rezension von: angelinamanta

    Nachdem ich nun die komplette Selection-Trilogie gelesen habe, kann ich sagen, dass mir die Reihe insgesamt wirklich gut gefallen hat.

    Der Einstieg in den ersten Band fiel mir allerdings ziemlich schwer – ich habe ungefähr 100 Seiten gebraucht, bis ich richtig in die Geschichte hineingefunden habe. Danach konnte ich das Buch aber kaum noch aus der Hand legen. Besonders gefallen haben mir die Charaktere, die einem schnell ans Herz wachsen, sowie die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen America und Maxon.

    Der Schreibstil ist für mich definitiv eine der größten Stärken der Reihe. Obwohl vor allem im zweiten Band stellenweise nicht besonders viel passiert, wollte ich trotzdem ständig weiterlesen. Gleichzeitig wurde mir das ständige Hin und Her zwischen den Charakteren mit der Zeit etwas zu viel.

    Ein weiterer Punkt ist das Worldbuilding. Das Konzept erinnert mich teilweise sehr an Die Tribute von Panem – nur eben im Prinzessinnen-Stil. Leider bleiben einige Fragen offen: In welchem Zeitalter die Geschichte genau spielt, wie die Kasten entstanden sind oder warum sie überhaupt existieren, wird meiner Meinung nach nicht ausreichend erklärt.

    Trotz dieser Kritikpunkte hatte die Reihe für mich ein echtes Suchtpotenzial. Die Bücher lassen sich unglaublich schnell lesen und sorgen dafür, dass man immer wissen möchte, wie es weitergeht. Rückblickend hat mir die komplette Trilogie sehr gut gefallen und ich kann sie jedem empfehlen, der eine leichte, romantische Dystopie mit sympathischen Charakteren sucht.


  14. Cover des Buches Zugvögel (ISBN: 9783596523221)
    Charlotte McConaghy

    Zugvögel

    (301)
    Aktuelle Rezension von: Lesehonig

    Die Menschheit hat die Wildtiere fast gänzlich ausgerottet. Nur noch wenige Exemplare einer Art halten am Überlebenskampf fest. So auch die Küstenseeschwalbe. Ein kleiner Vogel, der auf der Suche nach Nahrung einmal um die ganze Welt fliegt. Franny ist Ornithologin und fasziniert von diesem Vogel. Denn sie haben etwas gemeinsam, auch sie kämpft verzweifelt um ihr Überleben. Doch anders als der kleine Vogel kämpft sie mit ihren inneren Dämonen, die sie fast manisch ins Verderben treiben. Sie schließt sich einem Fischerboot an und setzte sich und die Crew den Naturgewalten aus, immer auf der Suche nach den seltenen Vögeln. Dieses Buch stand nun längere Zeit ungelesen in meinem Regal. Ich hatte auch keine direkten Vorstellungen von der Geschichte und fand den Klappentext eher nichtssagend. Neben einem Roman erwartet einen hier eine Dystopie und spannende Thrillerelemente. Die Geschichte hat eine Sogwirkung durch viel Ungesagtes und doch hat mich Franny manchmal mit ihrer penetranten Art so wütend gemacht, dass ich das Buch tagelang nicht weiterlesen konnte. Beenden musste ich es dann aber doch, weil mich die Geschichte nicht losgelassen hat. Ein sehr gut geschriebenes Buch mit Elementen, die ich nur schwer ertragen konnte.

  15. Cover des Buches Dann schlaf auch du (ISBN: 9783442770557)
    Leïla Slimani

    Dann schlaf auch du

    (338)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Als die Mutter nach Hause kommt, sind ihre beiden Kinder tot und die Nanny liegt schwer verletzt im Koma. Was war geschehen, wie konnte es zu dieser Tragödie kommen? ---      Um wieder in ihrem Beruf als Juristin arbeiten zu können, beschließen Myriam und Paul für ihre beiden kleinen Kinder eine Nanny einzustellen. Louise erweist sich dabei als vermeintlicher Glücksfall. Liebevoll versorgt sie die beiden Kleinen, kocht für die Familie und hält auch ganz nebenbei noch den Haushalt in Schuss. Bald ist sie unentbehrlich, kommt immer früher und geht abends später, so dass Myriam bedenkenlos ihre Karriere vorantreiben kann. Sie behandeln Louise als willkommenes Familienmitglied, kümmern sich aber nicht um ihr Privatleben, um ihre Einsamkeit, ihre finanzielle Notlage und ihre heimlichen Sorgen --- bis es zur Tragödie kommt. 

    Leila Slimani, geb. 1981 in Rabat/Marokko, ist eine französische Schriftstellerin und Journalistin mit marokkanischen Wurzeln. „Dann schlaf auch du“, 2019 Luchterhand, („Chanson douce“ 2016 Éditions Gallimard) ist ihr zweiter Roman, für den sie den 2016 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde. 2021 zog die Autorin mit ihrer Familie nach Lissabon, um dort in Ruhe an ihrer Romantrilogie „Das Land der Anderen“ zu arbeiten. Im Jahr 2025 wurde sie beim 78. Filmfestival von Cannes als Jurymitglied ausgewählt. 

    Weil der Roman mit dem Ende beginnt, ahnen wir bereits, wer die beiden Kinder ermordet hat. Das erzeugt hohe Spannung weil man wissen will, wie es dazu kommen konnte. In flüssigem Schreibstil und in eher nüchternen Worten, ohne psychologische Ausschweifungen, lässt die Autorin chronologisch die Ereignisse Revue passieren. Die Perspektive wechselt stetig zwischen den Eltern, der Nanny und einigen Nebenfiguren. Dabei kommen auch etliche gesellschaftskritische Themen zur Sprache, z.B. wie sich Beruf und Kinderbetreuung vereinbaren lassen und ob es gerechtfertigt ist, einer Angestellten so zu vertrauen und sie als Familienmitglied zu behandeln. Karrierestreben und Klassenunterschiede sind weitere, für das Geschehen relevante, Motive. 

    Fazit: Kein klassischer Krimi sondern eher eine Analyse, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Meine Empfehlung!

  16. Cover des Buches Das Volk der Bäume (ISBN: 9783446262027)
    Hanya Yanagihara

    Das Volk der Bäume

    (89)
    Aktuelle Rezension von: leniisbooks

    Mit Das Volk der Bäume legt Hanya Yanagihara einen zutiefst verstörenden, intellektuell herausfordernden Roman vor, der sich jeder einfachen Einordnung entzieht. Inspiriert von realen historischen Vorbildern erzählt sie die Geschichte des Arztes Norton Perina, dessen sensationelle Entdeckung ihn zu einem gefeierten Wissenschaftler macht – und zugleich zu einer der moralisch abgründigsten Figuren der modernen Literatur.

     

    Perina kehrt von der abgelegenen Insel Ivu’ivu mit einer bahnbrechenden Erkenntnis zurück: Eine uralte Schildkrötenart scheint der Schlüssel zur drastischen Verlängerung des menschlichen Lebens zu sein. Was folgt, ist ein rasanter wissenschaftlicher Aufstieg, begleitet von Ruhm, Anerkennung und Macht. Parallel dazu schildert der Roman jedoch die zunehmende Kolonisierung der Insel, die Ausbeutung ihrer Ressourcen und die Zerstörung einer jahrhundertealten Kultur. Yanagihara verknüpft diese Ebenen geschickt miteinander und macht deutlich, dass wissenschaftlicher Fortschritt in diesem Kontext niemals neutral ist.

     

    Besonders eindrucksvoll ist die Erzählweise. Der Roman ist in Form von Berichten, Tagebucheinträgen und späteren Kommentaren aufgebaut, was ihm einen beinahe dokumentarischen Charakter verleiht. Diese distanzierte, sachliche Sprache verstärkt die Beklemmung der Handlung erheblich. Emotionen werden nicht offen ausgestellt, sondern ergeben sich aus dem, was zwischen den Zeilen steht – und genau darin liegt die große erzählerische Kraft des Buches.

     

    Norton Perina ist eine Figur, die bewusst keine Sympathie erzeugt. Er ist brillant, ehrgeizig, selbstgerecht – und zutiefst unmoralisch. Die Enthüllung seiner sexuellen Gewalt gegenüber Kindern ist schockierend, wird jedoch nicht effekthascherisch dargestellt. Yanagihara zwingt ihre Leser*innen, sich mit einer der schwierigsten Fragen auseinanderzusetzen: Wie gehen wir mit einer Lebensleistung um, wenn sich das gefeierte Genie als Monster entpuppt? Der Roman verweigert eine klare Antwort und überlässt die moralische Bewertung konsequent dem Publikum.

     

    Zentrale Themen wie Machtmissbrauch, koloniale Gewalt, wissenschaftliche Hybris und moralische Verantwortung ziehen sich durch den gesamten Text. Die Insel Ivu’ivu fungiert dabei nicht nur als exotischer Schauplatz, sondern als Symbol für all jene Orte und Kulturen, die im Namen des Fortschritts geopfert werden. Die Parallelen zwischen der Ausbeutung der Insel und Perinas persönlicher Tätergeschichte sind dabei erschreckend deutlich.

     

    Das Volk der Bäume ist kein Buch, das man „gern“ liest. Es ist unbequem, stellenweise kaum auszuhalten und emotional herausfordernd. Gleichzeitig ist es literarisch präzise, klug konstruiert und von gnadenloser Konsequenz. Yanagihara zwingt ihre Leser*innen, die eigene moralische Komfortzone zu verlassen und sich mit Fragen auseinanderzusetzen, die keine einfachen Antworten zulassen.

     

    Fazit:

    Das Volk der Bäume ist ein verstörender, kompromissloser Roman über Genie und Schuld, über Fortschritt und Zerstörung, über Macht und Verantwortung. Hanya Yanagihara zeigt, dass große Erkenntnisse nicht automatisch mit moralischer Größe einhergehen – und dass manche Fragen uns auch nach der letzten Seite nicht mehr loslassen. Ein literarisch anspruchsvolles, zutiefst beunruhigendes Werk, das lange nachhallt.

  17. Cover des Buches Die Kinder von Eden (ISBN: 9783404193240)
    Ken Follett

    Die Kinder von Eden

    (447)
    Aktuelle Rezension von: MelLila

    Die Idylle einer Kommune ist bedroht. Die Regierung will einen Staudamm bauen lassen und somit ihr friedliches Tal überschwemmen, in dem sie leben und auf dessen Bergen sie erfolgreich Wein anbauen.
    Grundsätzlich kann ich die krassen Gegensätze nachvollziehen, die hier geschildert werden. Die Idylle des abgeschiedenen Lebens in einer kleinen Gemeinschaft Gleichgesinnter und die "böse Regierung", die dieses Idyll und damit zusammenhängend auch die Lebensweise der Kommune zerstören will.
    Klingt erstmal wie Böse gegen Gut und die Kommunarden wehren sich.
    Wenn man dann allerdings mal hinter die Kulissen guckt - nicht "offiziell" arbeiten, von daher auch keine Meldeadresse und keine Steuern zahlen, das funktioniert halt so auch nicht... Und in der Kommune verstecken sich auch Straftäter, und einige ihrer Taten waren keine Kleinigkeiten... Also selbst, wenn man sich als Leser auf die Seite der Friedliebenden gezogen fühlt, die haben eben auch (fast alle) Dreck am Stecken, auch wenn das lange her ist und sie zum aktuell erzählten Zeitpunkt niemandem was tun.
    Der Anführer der Kommune, Priest, lässt dann auch nichts unversucht, um seine Gemeinschaft zu retten, geht hierbei aber viel zu weit und gibt der Regierung die komplette Schuld für sein Handeln und die Konsequenzen daraus.
    Spannende Charaktere und Verstrickungen. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Was ich sehr naiv, von den Kommunarden, fand, war der Pachtvertrag, der immer nur für 1 Jahr verlängert wurde, das zwar 25 Jahre lang und die Kündigungsfrist von ein paar Wochen fand ich auch heftig kurz, aber andererseits kann ich mir auch nicht auf einem jährlich zu pachtendem Grundstück eine Existenz aufbauen und hoffen, dass das immer so gut gehen wird...
    Interessant fand ich, dass später von mehreren Kommunen, also an anderen Standorten, kurz berichtet wurde. Ob es sowas wirklich heutzutage noch gibt und ob das wirklich die ersehnte Abgrenzung der zu eng gestrickten Gesellschaft mit sich bringt? Hätte ich gerne mehr drüber erfahren.
    Interessant fand ich auch die Betonungen durch Kursiv-Schreiben, das hat den Text aufgelockert. Die Schlinge zieht sich immer enger um Priest und das steigert auch den Spannungsbogen.

  18. Cover des Buches Herrscher des Lichts (ISBN: B006281JEA)
    Brandon Sanderson

    Herrscher des Lichts

    (199)
    Aktuelle Rezension von: die_pingus_

    Mit Held aller Zeiten schließt Brandon Sanderson die erste Nebelgeborenen-Trilogie ab und führt die Handlung aus Kinder des Nebels und Krieger des Feuers zu einem großen Finale. Nachdem der Oberste Herrscher gestürzt wurde, steht die Welt nun vor einer wesentlich größeren Bedrohung. Die Frage ist nicht mehr, wer über das Reich herrscht, sondern ob überhaupt noch etwas zu retten ist.

    Besonders gut gefällt mir, dass Sanderson die Ereignisse der ersten beiden Bände konsequent aufgreift. Viele scheinbar nebensächliche Details erhalten nachträglich eine Bedeutung. Dadurch wirkt die gesamte Trilogie deutlich durchdachter, als es während der ersten beiden Bände vielleicht den Anschein hatte.

    Vin steht erneut im Mittelpunkt der Handlung. Ihre Entwicklung von der misstrauischen Straßendiebin aus dem ersten Band bis zu einer der mächtigsten Figuren der Welt ist nachvollziehbar und gleichzeitig von zahlreichen persönlichen Konflikten geprägt. Auch Elant entwickelt sich stark weiter. Aus dem idealistischen jungen Adligen wird zunehmend ein Herrscher, der schwierige Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen muss.

    Das Magiesystem wird im dritten Band noch einmal erheblich erweitert. Allomantie, Ferrochemie, Hämalurgie und die dahinterliegenden Kräfte werden stärker miteinander verbunden. Besonders gelungen finde ich, wie Sanderson die Regeln seines Magiesystems nicht einfach erweitert, sondern viele offene Fragen aus den vorherigen Bänden beantwortet.

    Die Handlung ist deutlich größer als in den Vorgängern. Mehrere Schauplätze und Handlungsstränge laufen parallel, während sich die Situation immer weiter zuspitzt. Dadurch entsteht teilweise ein enormes Tempo. Gleichzeitig gibt es einige ruhigere Abschnitte, in denen Sanderson vor allem die Hintergründe seiner Welt erklärt.

    Gerade diese Erklärungen können allerdings auch zur Schwäche werden. Die Vielzahl an Begriffen, historischen Zusammenhängen und verschiedenen magischen Fähigkeiten macht den Roman stellenweise anspruchsvoll. Wer die ersten beiden Bände nicht mehr genau im Kopf hat, dürfte es schwerer haben, alle Zusammenhänge sofort einzuordnen.

    Das Finale selbst hat mir sehr gut gefallen. Sanderson schafft es, zahlreiche zuvor aufgebaute Handlungsstränge miteinander zu verbinden. Viele Fragen, die seit dem ersten Band im Raum stehen, bekommen eine Antwort. Dabei zeigt sich, dass manche Ereignisse und Informationen aus den vorherigen Büchern wesentlich wichtiger waren, als zunächst vermutet.

    Held aller Zeiten ist für mich ein sehr gelungener Abschluss der ersten Nebelgeborenen-Trilogie. Der Roman ist komplexer, größer und teilweise deutlich düsterer als seine Vorgänger. Nicht jede Passage ist gleich spannend, aber das Gesamtbild überzeugt.

    Besonders stark ist die Konsequenz, mit der Sanderson seine Geschichte zu Ende erzählt. Die drei Bücher wirken am Schluss tatsächlich wie eine zusammenhängende Geschichte und nicht wie drei einzelne Fantasyromane.

    Ein würdiger Abschluss einer außergewöhnlichen Fantasy-Trilogie, deren größter Pluspunkt für mich das konsequent durchdachte Magiesystem und die vielen Verbindungen zwischen den einzelnen Teilen sind. 





    Rezensiert von Herr U.

  19. Cover des Buches Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen (ISBN: 9783404179633)
    Malin Persson Giolito

    Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen

    (96)
    Aktuelle Rezension von: Nika488

    Packend, erschütternd und absolut fesselnd! 

    „Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen“ ist ein intensiver, tiefgründiger und psychologisch raffinierter Roman , der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht.

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Maja , der vermeintlichen Täterin, erzählt. Durch Rückblenden und tiefgehende Einblicke in ihre Gedankenwelt enthüllt sich nach und nach die Wahrheit hinter der Tragödie. Die Autorin schafft es meisterhaft, die Leser zwischen Mitgefühl und Zweifel schwanken zu lassen – ist Maja eine eiskalte Mörderin oder ein Opfer der Gelegenheit?

    Besonders beeindruckend ist die feinfühlige Charakterzeichnung . Maja ist vielschichtig, intelligent und doch gebrochen , was sie unglaublich realistisch macht. Die Spannung entsteht nicht nur durch den Gerichtsprozess, sondern auch durch die sozialkritischen Themen , die das Buch aufgreift – Druck, Privilegien, toxische Beziehungen und gesellschaftliche Erwartungen .

    Fazit: Ein erschütternder und brillanter Roman , der sich nicht nur wie ein Thriller liest, sondern auch zum Nachdenken anregt . Psychologisch tiefgehend, emotional intensiv und mit einer unvergesslichen Protagonistin – absolut empfehlenswert! 

  20. Cover des Buches Am Ende aller Zeiten (ISBN: 9783596037056)
    Adrian J Walker

    Am Ende aller Zeiten

    (189)
    Aktuelle Rezension von: Punika-1

    Dystopien/Postapokalypse und ich wir sind dicke miteinander. Deswegen musste ich dieses Buch unbedingt haben. Es klang nach "the walking dead" nur ohne Zombies. In der Grundstory stimmte das auch. Allerdings fand ich es schade, dass es hier nur um England ging. Das hat es ein wenig unrealistisch für mich gemacht. Vom erzählen her, gibt es nur eine Hoffnung - ein Schiff. Wenn die ganze Welt untergegangen wäre, würde das ein Ziel sein, welches ich verstehe. Aber so denke ich mir, warum keine Hilfe von auswärts gekommen ist. Aber gut - vielleicht denke ich zu viel.


    Dennoch hatte das Buch durch das viele Rum laufen, bei dem Nichts passiert ist und durch regelmäßiges vergangenheits reflektieren seine Längen. Dennoch ein gutes Buch, bei dem man eine Entwicklung des Protas erleben kann, unterschiedliche Menschengruppen, die sich neue Systeme aufbauen (nicht unbedingt zum guten). Allerdings ist das Ende etwas offen geblieben, was ich sehr schade fand.

  21. Cover des Buches Countdown to Noah - Gegen Bestien (ISBN: 9783906829517)
    Fanny Bechert

    Countdown to Noah - Gegen Bestien

    (153)
    Aktuelle Rezension von: Brunhildi

    Meine Meinung:

    Das Cover finde ich rundum perfekt gelungen. Man sieht die Protagonistin Cassidy und aufgrund der Gestaltung erhält der Leser direkt einen ersten Einblick in das Setting des Buches.

    Der Schreibstil von Fanny Bechert ist schön zu lesen. Er ist flüssig und bildgewaltig - ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen, während sich in meinem Kopf die Bilder und Szenen automatisch bildlich abgespielt haben. 

    Der Leser begleitet hier die junge Frau Cassidy, die ihre Eltern verloren hat und nur noch mit ihrer Schwester zusammen um das Überleben kämpft. Direkt vor Beginn des Buches wurde Cassidy von einem Noah gebissen und somit infiziert. Diese Anfangssituation macht das Buch in meinen Augen zu etwas ganz besonderen. Zuerst dachte ich, es ist eine Art Zombie-Geschichte, aber da habe ich mich geirrt. So ein Setting mit so einer Handlung habe ich noch in keinster Weise gelesen. Normalerweise kämpfen Menschen immer gegen Infizierte um zu überleben. Hier verbleiben Cassidy aber wegen ihrer Infektion sowieso nur noch 30 Tage, bevor sie selbst zu einem Noah wird. Mir hat die Entwicklung von Cassidy richtig gut gefallen. Es war interessant zu sehen, wie die Noah-Entwicklung weitergeht, wie sich der willensstarke Charakter von Cassidy da mit einbringt. Den Leser erwarten hier viele spannende und auch überraschende Wendungen, die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Gleichzeitig wird es aber auch sehr emotional, weil auch viele verschiedene Gefühle mit ins Spiel kommen.

    Im Laufe der Geschichte trifft Cassidy auch noch auf weitere Charaktere. Fanny Bechert hat diese sehr facettenreich und perfekt ausgearbeitet. Es gab kaum jemanden - eigentlich nur einen und das ist vermutlich so gewollt - den ich nicht mochte und sympathisch fand.

    Ich kann das Buch wirklich nur jedem empfehlen, der auf Dystopien und Romantasy steht. 


    Fazit:

    Fanny Bechert hat mich mit "Countdown to Noah - Gegen Bestien" wirklich positiv überrascht. Es ist in meinen Augen eine perfekt gelungene Dystopie mit vielen tollen Charakteren und emotionalen sowie spannenden Szenen.

  22. Cover des Buches Unter der Drachenwand (ISBN: 9783446258129)
    Arno Geiger

    Unter der Drachenwand

    (114)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Niemand braucht einen Krieg. Erst recht nicht, wenn man am Anfang eines Lebens steht. Wenn man voller Energie und Pläne ist. Und der Liebeszauber über allem schwebt. Aber gerade in diesem Lebensabschnitt ist man besonders verführbar. Auch heute noch – nach all den furchtbaren Kriegen, die schon die Welt durchtost haben. Gibt es dennoch Hoffnung, dass sich dies ändern könnte? Wenn man die aktuellen Nachrichten verfolgt, möchte man resignieren, wenn man allerdings Bücher wie dieses zu lesen bekommt, möchte man sein ganzes eigenes „Gewicht“ in die Waagschale werfen, damit sich derartiges nicht wiederholt.

    In diesem Ausnahmebuch von Arno Geiger bilden konkrete Kriegsereignisse allerdings nur die Hintergrundgeräusche, auch wenn sich dessen Folgen bei dem Protagonisten und Ich-Erzähler in Form einer sogenannte Posttraumatischen Belastungsstörung (kurz: PTBS; zu jener Zeit als „Kriegszitterer“ bezeichnet) manifestiert haben („Warum diese Nervenanfälle […]? Bis jetzt hatte ich doch alles überstanden, hatte in allem entsprochen, als Sohn, als Schüler, als Soldat.“).

    Im Vordergrund steht der trotz intensiver Kriegserfahrungen (vier Feldzüge in mehr als vier Jahren) und schweren Verwundungen ungebrochene Leben- besser Überlebenswille des Veit Kolbe. Die aufflammende Liebe zur (verheirateten) „Darmstädterin“ schützt ihn weitgehend vor dem Schmerz der Erinnerungen, der Angst vor der Zukunft und auch vor der Resignation, die besten Jahre seines Lebens für seinen „Dienstgeber“, den „F.“ (damit sowohl galant als auch distanzschaffend, in der Manier eines Helmut Schmidt, der den F. als „Adolf-Nazi“ zu bezeichnen pflegte, den elendigen Namen vermeidend) – verschwendet zu haben – und es ist ja längst noch nicht vorbei. Der Krieg dauert an, wird auch manifest in den Briefen, die in diesem Roman eingestreut sind und verschieden Erfahrungen und Lebensperspektiven teilweise äußerst dramatisch wiedergeben. Man wird durch diese sehr persönliche Darstellungsform förmlich hineingezogen in die jeweiligen Lebensumstände mit ihren Ängsten und Hoffnungen.

     Es ist diese sanfte Sprachgewalt (!) die diesen Roman unvergleichlich macht. Es sind Sätze dabei, die man aufschreiben sollte, die nachhallen sollten, damit man sich in entscheidenden Situationen daran erinnern kann. Sätze wie: „Es ist leichter, Menschen zu Hass anzustacheln, als sie zu Liebe und Achtung zu bringen.“ Dieses Buch ist ein Gegenmittel gegen Hass und Lieblosigkeit.

    (5.8.2018)

  23. Cover des Buches Wiesenstein (ISBN: 9783406700613)
    Hans Pleschinski

    Wiesenstein

    (54)
    Aktuelle Rezension von: HansDurrer

    Hans Pleschinski, geboren 1956, als freier Autor in München lebend, nimmt sich in diesem Roman Gerhart Hauptmanns an, der zusammen mit Thomas Mann (über den Pleschinski den ganz wunderbaren Roman „Königsalleee“ geschrieben hat) zu den grossen Figuren der deutschen Literatur (beide sind Nobelpreisträger) zählt. „Wiesenstein“ beginnt im März 1945 mit dem Aufbruch des greisen und pflegebedürftigen Hauptmann und seiner Entourage (inklusive Masseur) vom Sanatorium Dr. Weidner im eben zerstörten Dresden nach Schlesien, in seine Villa „Wiesenstein“, einem prächtigen Anwesen im Riesengebirge.

    Ich staune, welche Ehrerbietung die Leute dem Dichter Hauptmann, der offenbar lange schwankte „zwischen der Poesie und dem Wunsch, ja, ein neuer Michelangelo zu werden“ entgegenbringen. Ja, ich staune überhaupt, dass einem Dichter einmal Ehrerbietung entgegengebracht worden ist – solche Zeiten sind lange her. Allenthalben wird er „Herr Dr. Hauptmann“ genannt, der vielfach Geehrte, der nun mit einem Pfleger auf dem eisigen Bahnhof steht. Es ist höchst beeindruckend wie es Hans Pleschinski gelingt, die damalige Simmung zu vermitteln.

    Von Propagandaminister Dr. Goebbels (wieder ein Doktor) war Hauptmann zwar wenig geschätzt, von dessen Widersachern auf der Kulturbühne dafür (und auch deswegen) um so mehr. Und wie fürstlich der Mann gelebt hat! „Ein Lebenshöhepunkt – von Galadiners gerahmt – waren natürlich die Gerhart-Hauptmann-Festspiele in Breslau gwesen: vierzehn Stücke en suite füllten damals, in den Zwanzigerjahren, die Theater.“

    Dem Dichter war offenbar eine heftige Radikalität eigen. So lässt Hans Pleschinski die Sekretärin Annie Pollak sagen: „Vor dieser Lebensberuhigung hatte Hauptmann, pardon, wenn ich’s so ausdrücke, gesoffen, randaliert. Jetzt wurde er – man kennt solche Umschwünge – zum strikten Abstinenzler.“ Worauf der Masseur Paul Metzkow meint: „Ich glaube, der Wunsch meldet sich beim Menschen und in der Geschichte regelmässig. Heute hui, morgen pfui. Erst Schwung durch Schnaps, dann Prohibition. Und dann wieder andersrum.“

    Dass Hauptmann, im Gegensatz zu seinem Nobelpreiskollegen Mann („Der eine, Mann, war eher zerebral, der andere, Hauptmann, oft vulkanisch. – Gut, dass wir beide haben! Das ist ein geistiger Reichtum“, so Hans Pleschinski in einem Gespräch mit seinem Lektor Martin Hielscher), nicht ins Exil ging, bedeutet nicht, dass er ein Nazi war, schon von seinem ganzen Wesen her, konnte er gar keiner sein. „Hauptmann sagt: Selbst wenn ich Antisemit wäre, so müsste es mich doch stutzig machen, dass Gott soviele Juden mit so zauberhaften Gaben beschenkt hat.“ Doch die Privilegien, die Hauptmann geniesst, sind nicht gratis. Natürlich benutzen ihn die Nazis für ihre Zwecke und scheuen auch nicht davor zurück, sinnentstellend in seinen Dresden-Appell, der das Kultur-Verbindende hervorhob, einzugreifen und in eine parteiische Beschuldigung der Alliierten umzuwandeln.

    Ausser dem „Bahnwärter Thiel“, den wir in der Schule durchgenommen hatten (und ich nicht erinnere), habe ich von Gerhart Hauptmann nichts gelesen. Von seinem Stück „Die Weber“ habe ich gehört. Anders gesagt: „Wiesenstein“ war für mich eine Einführung in Leben und Werk dieses Mannes, der ganz offensichtlich weltweit wahrgenommen wurde (sogar James Joyce übersetzte Stücke von ihm) und zwar eine, die mich auch Einiges über das Leben lehrte. „Man möchte sagen, seine Seele öffnete sich der unberechenbaren Vielfalt der Schöpfung.“

    Hans Pleschinski ist ein begnadeter Erzähler. „Dorn mochte jede Jahreszeit. Der Sommer, dieser Brüllaffe, heizte allem ein, was kreuchte und fleuchte, die Käfer schossen über den Stein, die Ameisen schleppten, was sie konnten, aber ein wohliges Ächzen erfüllte die Natur. Im Herbst durften alles und jeder ermattet sein, Gärtner Dorn rechte Laub und Nadeln, liebte die Abkühlung im Gesicht, den kräftigen Duft aus der Erde und freute sich auf den Winter, wenn das Dunkel ruhiger machte, die Schlitten vorfuhren und der Atem dampfte. Schon um fünf Uhr früh schippte er dann den Fussweg von Schneewehen frei, liess die Frostluft willig an ihm beissen, fühlte umso mehr seine Lebenswärme. Und wenn er danach die Brotkante in den Malzkaffee stippte, den ersten Schluck getrunken hatte, kam er sich wie neugeboren vor. Bohnenkaffee war den Herrschaften vorbehalten. Er träumte dann am Küchentisch, liess die Frauen schwatzen und lauschte dem Klappern der Töpfe und Pfannen.“

    Solche Sätze schärfen meine Wahrnehmung – und das ist einer der Gründe, weshalb ich Bücher lese. Wie auch diese, die mich die Dinge neu (der Gedanke ist mir nicht neu, ihn so wohlwollend auszudrücken hingegen schon) sehen lassen. „Das unentschiedene Schwanken scheint eine Spezialität von ihm zu sein. Nun gut, wer wankt, gewahrt vielleicht mehr als derjenige, der stur geradeaus schreitet.“ Oder dieser: „Nichts auf Erden kann zufriedenstellen.“

    Eindrücklich auch, wie Pleschinski den Einmarsch der Sowjetarmee nördlich von Görlitz schildert. Oder die Plünderungen und Enteignungen am Kriegsende. Man glaubt, sich selber mittendrin zu befinden. Überhaupt hat mich Vorstellungskraft und Einfühlungsvermögen des Autors, der den Krieg ja nicht selber erlebt hat, verblüfft, erstaunt und tief beeindruckt. Ganz wunderbar auch sein Witz und seine Formulierungsgabe. „Madame hingegen wirkte gelegentlich, einer selbst auferlegten Fasson halber, ein wenig indigniert. Da dies zumeist keine Konsequenzen zeitigte, blieb es, wenn sie ihre Lippen kurz spitzte, eher bedeutungslos. Oft sah sie auch nur schlecht.“

    „Wiesenstein“ ist ein tief beeindruckendes, rundum grossartiges Werk!

  24. Cover des Buches Hidden Legacy - Das Erbe der Magie (ISBN: 9783736308459)
    Ilona Andrews

    Hidden Legacy - Das Erbe der Magie

    (156)
    Aktuelle Rezension von: Mira_Evelyn_Vale

    Super spannend, viel Aktion, viele Details, aufregende Love Story. 

    Selten schafft es ein Buch, mich so vollständig in seinen Bann zu ziehen wie dieses! Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich die Geschichte gefesselt, überrascht und emotional berührt. Die Charaktere sind so lebendig gezeichnet, dass man mit ihnen lacht, leidet und triumphiert.

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