Bücher mit dem Tag "zeugen jehovas"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zeugen jehovas" gekennzeichnet haben.

26 Bücher

  1. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (712)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein

    In gewohnter Haruki Murakami-Manier wird sicher wieder sehr viel Zeit für die einzelnen Charaktere und deren Geschichten genommen. Wer gerne liest und sich von dicken Büchern nicht abschrecken lässt, kommt hier wieder voll auf seine Kosten. Es macht einfach einen Unterscheid, wenn man sich Zeit lässt für die Details und völlig unaufgeregt durchs Buch wandert. Auch wenn die Thematik einer Fiktion und unrealistischen Geschichte normalerweise nicht meinem Geschmack entspricht, feiere ich dieses Buch wieder hart! Wie Haruki Murakami den Leser in Geschichten zieht, ist einmalig. Da wurde ich auch hier wieder nicht enttäuscht, sodass ich im Anschluss direkt in die Fortsetzung gestartet bin.

  2. Cover des Buches Erlösung (ISBN: 9783423214933)
    Jussi Adler-Olsen

    Erlösung

     (1.200)
    Aktuelle Rezension von: supersusi

    Schreckliches ist in dem alten Bootshaus geschehen. Doch es gelingt, eine Flaschenpost abzusetzen. Jahre später landet diese im Sonderdezernat Q für ungelöste Fälle. Es sind nur noch wenige Buchstaben zu erkennen. Ist sie ein Hilferuf ? Und kommt nicht jede Hilfe zu spät ? Carl Morck verbeißt sich wiedermal in einen Fall und sein Instinkt gibt ihm recht. Langsam setzt sich ein Bild zusammen und es scheint, als triebe der Mörder immer noch sein Unwesen. Und er hat sich auf Kinder spezialisiert.

    Der dritte Fall mit Carl Morck und seinem Assistenten Assad. Wieder sehr spannend und kaum aus der Hand zu legen. Ich mag die Charaktere, den Humor und den Erzählstil. Auch dieses Buch habe ich wieder verschlungen und werde gleich das nächste starten. Man möchte auch wissen, was es mit Assad auf sich hat und wie es mit dem Team, das in diesem Buch noch mehr Zuwachs erhält, weitergeht und was damals wirklich geschah, als Carls Kollege erschossen und sein anderer Kollege Querschnittsgelähmt wurde. Aber vor allem will man wieder so einen tollen Thriller lesen. Nur die reißerischen Titel stören mich bzw. haben mich lange davon abgehalten, diese Reihe zu lesen. Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer Spannung liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Ich kann gar nicht sagen, ob mich Band 2 oder Band 3 mehr begeistert hat. Und die Bösen sind immer so abgrundtief Böse und gestört, dass einem manchmal echt die Luft wegbleibt. Auch hier tun sich wieder Abgründe auf angesichts der Schicksalsschläge und Kindheitserfahrungen.
     

  3. Cover des Buches Kindeswohl (ISBN: 9783257243772)
    Ian McEwan

    Kindeswohl

     (262)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die Frage danach, zu welchem Zeitpunkt ein Kind schwerwiegende Entscheidungen treffen und für die Folgen Verantwortung übernehmen kann, ist das zentrale Thema des neuen Buches von Ian McEwan. Fiona Maye die Hauptperson der Geschichte, ist Richterin am High Court of Justice in London und mit vielen schwierigen Fällen des Familien- und Sorgerechts beschäftigt. Hinzu kommt ihre persönliche Ehekrise, die sie zu bewältigen hat, jedoch nicht die Zeit findet oder finden will, um sich mit ihren eigenen Problemen auseinanderzusetzen. Die Dinge nehmen ihren Lauf und man verfolgt als Leser gespannt die beiden Handlungsstränge.

    Der Autor hat erneut ein brisantes Thema äusserst subtil aufgearbeitet. Es geht um religiöse Fragen, Bevormundung, Recht und Gerechtigkeit und vieles mehr. Gefallen haben mir neben der dramatischen Story, die klar dargelegten, gerichtlichen Auseinandersetzungen und die klugen Gedankengänge und Fakten, die zum Entscheid der Richterin führen.

    Ausserdem ist die Lektüre lehrreich oder kennt jemand von euch den Begriff der Gillick Competence?

  4. Cover des Buches Roter Rabe (ISBN: 9783423262095)
    Frank Goldammer

    Roter Rabe

     (53)
    Aktuelle Rezension von: derMichi

    Mit diesem Roman wird die Krimireihe für diese Folge zum Thriller. Die DDR der 1950er Jahre bietet mit ihren geschichtlichen Hintergrund den perfekten Rahmen für zwielichtige Machenschaften an allen Enden, bei denen selbst treue Staatsdiener bewusst im Unklaren gelassen werden. Der russische Agent Saizev trägt seinen Teil zur verworrenen Lage bei, denn ob er für Heller Freund oder Feind oder noch etwas ganz anderes ist, bleibt bis zuletzt im Unklaren.

    Die genauen Hintergründe des Verbrechens enthüllt Frank Goldammer mit sicherer Hand erst nach und nach. Bis zum Showdown bleibt offen, welche Ausmaße der zunächst übersichtlich anmutende Fall noch annimmt. Eine Fährte zu den in der Sowjetzone zu diesem Zeitpunkt verbotenen Zeugen Jehovas bringt einen wenig bekannten Aspekt der Zeitgeschichte zur Sprache, denn aufgrund ihrer religiösen Überzeugung und der staatlichen Verfolgung sind die Angehörigen der Sekte selbst im Angesicht des ihnen angetanen Unrechts nicht gewillt, die Hilfe der Polizei anzunehmen.

    Die beschränkten Mittel der Ermittler sprechen gleichermaßen für sich - denn während KGB und MfS Agenten und Material zur Verfügung stehen, reicht es bei Max Heller und seinen Kollegen nur für ein Kellerbüro und nicht immer für ausreichend Dienstwagen. Aber Verfolgungsjagden mit der Straßenbahn sind ohnehin unauffälliger und somit büßt der Krimi nichts an Atmosphäre ein. Die frühe DDR eignet sich also mindestens genauso gut dafür wie die Weimarer Republik, insbesondere wenn sie von einem echten Dresdner mit Ortskenntnis so packend beschrieben wird.

    Anders als in manch vergleichbarem Krimi erweist sich Hellers Familienhintergrund übrigens nicht als Klischee, das dem Helden mehr Tragik verliehen soll. Der eigentlich harmlose Besuch seiner Frau Karin bei Sohn Erwin im Westen sorgt für zusätzliche Spannung, denn jederzeit zermürbt ihn die Frage, ob sie wieder zu ihm zurückkehrt oder ob ihm daraus noch ganz andere Nachteile entstehen.

  5. Cover des Buches Goodbye, Jehova! (ISBN: 9783499628917)
    Misha Anouk

    Goodbye, Jehova!

     (45)
    Aktuelle Rezension von: berka

    ...fallen auf. Sind sie in Begleitung eines Herrn im Anzug, der eine Aktentasche trägt so handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Zeugen Jehovas. Die machen sich in letzter Zeit rar, auch an der Haustür sind sie mir lange nicht begegnet. Aber es gibt sie noch. Einer ihrer Königreichssäle befindet sich in meiner Nachbarschaft, und dort ist gelgentlich Betrieb, freitagsabends und sonntags z. B.

    Vertreter der Zeugen Jehovas sind mir schon häufig begegnet. Früher gehörten sie zum Straßenbild, den Wachtturm anbietend. Einmal haben sie mich in meinem Wohngemeinschafts-Zimmer besucht: ein älteres Paar stand eines morgens vor der Tür und bot ein Gespräch an. Ich ließ sie hinein. Der Mann zog ein schwarzes Etui aus seiner Tasche und für einen Moment fürchtete ich er könnte einen Revolver zücken. Es war aber nur seine Bibel.

    Recht intensiven Kontakt hatte ich während eines Ferienjobs. Ich fuhr als Gehilfe mit einem Landvermesser durch die Gegend der aktiver Zeuge Jehova war. Während unserer Fahrten hatten wir viel Zeit für Gespräche, die er teilweise für religiöse Themen nutzte. Da ich zu jener Zeit Theologie studierte fühlte ich mich genötigt gegenzuhalten, muss aber eingestehen dass ich einen schweren Stand hatte. Sein Weltbild war recht geschlossen und er war gut geschult. Die Gespräche waren aber nicht unangenehm.

    Noch später ließ ich mich einmal auf einen Besuch von zwei relativ jungen Zeuginnen ein der sich aus einem Haustürgespräch ergab, mit ähnlichem Verlauf. Ich musste mich aber schon recht deutlich abgrenzen um die Diskussion zu beenden. Seitdem vermeide ich weiterführende Gespräche. Mein Eindruck ist auch dass die Zeugen nicht mehr so präsent sind.

    Soviel zu meinen Erfahrungen mit Zeugen Jehovas. Zum Buch hat Manuela schon viel gesagt.
    Ich musste mich ein wenig hindurchkämpfen, denn es ist recht ausführlich und einige Dinge wiederholen sich. Ich habe aber viel darüber erfahren wie die Zeugen Jehovas intern funktionieren, und welchen Tücken ihre Mitglieder ausgesetzt sind. Aber auch über die Geborgenheit die eine solche Glaubensgemeinschaft bietet, solange man nicht an ihren Grundsätzen zweifelt.

    Misha A. schreibt recht unterhaltsam und belegt seine Aussagen immer wieder mit Zitaten aus dem Schrifttum der Zeugen.
    Er schildert den Jahresablauf und die Aktivitäten in der Gemeinde und geht auch auf deren Historie ein, weltweit und in Deutschland.
    Erschreckend ist die Konsequenz mit der er sich von seinen Eltern trennen musste als er sich schließlich lossagte. 
  6. Cover des Buches Blutopfer (ISBN: 9783453357723)
    Britt Reißmann

    Blutopfer

     (29)
    Aktuelle Rezension von: clary999

    »Klappentext: Wenn Mut zum Verhängnis wird.

    Eine Clique Jugendlicher praktiziert gefährliche Mutproben in einem Waldstück bei Stuttgart und findet dabei einen grausam zugerichteten Leichnam. Die Spuren führen die Mordkommission zur Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas sowie in die Sado-Maso-Szene. Doch auch die Tochter von Hauptkommissarin Verena Sander ist unter den negativen Einfluss der Clique geraten. Aus Sorge um ihre Tochter macht Verena Fehler, die ihr beruflich wie persönlich beinahe zum Verhängnis werden.«

    Meine Meinung: Der Schreibstil der Autorin ist fließend. Die Geschichte spielt in Stuttgart und die Hauptperson ist Verena Sander. Sie ist eine ehrgeizige Ermittlerin. Ihr Beruf scheint an erster Stelle zu stehen. Sie liebt ihre 14-jährige Tochter Mona und macht sich Sorgen. Konflikte sind vorprogrammiert. Dennoch wird ihr erst bewusst, dass sie kurz davor steht Mona zu verlieren, als das Sorgerecht auf den Tisch kommt… Veronas Gefühle und Gedanken sind realitätsnah dargestellt worden. Manchmal hat mir ihr Verhalten nicht so gut gefallen, aber jeder macht mal Fehler. Die anderen Personen wurden auch authentisch dargestellt.

    »Was ist schon böse? Böse sein ist doch nur ein Zustand, in dem wir eine Seite von uns zeigen, die wir sonst verbergen. Die ungeschönte Seite, ohne die Maske der Diplomatie. Wer nie böse ist, ist nicht authentisch. Wer seine dunkle Seite verleugnet, ist nicht vollständig.« Zitat aus dem Buch, Seite 224

    Der Kriminalfall ist rätselhaft und spannend! Es gibt zwar Verdächtige, aber keine stichhaltigen Beweise. Der Staatsanwalt ist für Verena ein weiteres Problem ;) Ein bisschen gestört haben mich die vielen Zufälle! Sehr interessant waren die eingebundenen Themen, die gut von der Autorin recherchiert wurden, u.a. die Zeugen Jehovas!

    In diesem Roman geht es neben dem Mordfall auch viel um das Privatleben der Hauptkommissarin Verena Sander! Sie ist hin und hergerissen. Einerseits will sie mehr für ihre Tochter da sein, andererseits unbedingt den Mörder finden! Gerade jetzt ist es für Mona besonders wichtig, dass ihre Mutter für sie da ist! Die zwielichtige Clique, der Fund der Toten und die Streitereien der geschiedenen Eltern sind auch für Mona sehr schwer! …

    Das Ende war anders, als ich erwartet habe, aber nachvollziehbar!

    Das Buch ist der Auftakt zu der Krimireihe mit der Ermittlerin Verena Sander! Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen!

    Ein spannender Stuttgart Krimi, der mich gut unterhalten hat!

    Leseempfehlung!

    4 Sterne


     

  7. Cover des Buches Wo Milch und Honig fließen (ISBN: 9783421045461)
    Grace McCleen

    Wo Milch und Honig fließen

     (45)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Die 10-jährige Judith lebt nach dem Tod ihrer Mutter zusammen mit ihrem Vater, einem Anhänger der Zeugen Jehovas. Sie gehen gemeinsam zu religiösen Versammlungen und machen Hausbesuche, um andere Menschen von ihrem Glauben zu überzeugen. Das Mädchen gestaltet in ihrem Kinderzimmer aus Abfällen jeglicher Art ihre ganz eigene (Traum)Welt. Darin findet sie Zuflucht und Hoffnung, aber auch Angst und Unsicherheit. Ihre geistigen Gespräche mit Gott lassen sie daran zweifeln, wie viele Taten sie aus eigener Kraft herbeiführen kann und ob das, was in ihrem Umfeld geschieht, durch ihre Gedanken ausgelöst wird. Judith lebt in einer einsamen, isolierten Welt. Sie erfährt nur wenig Zuneigung und Liebe durch ihren Vater. Das führt das Mädchen schliesslich zur Verzweiflung und sie kann sich nicht aus dieser grauenvollen Welt befreien.

    Es ist ein sehr eindringliches Buch. Der Autorin ist es meiner Meinung nach sehr gut gelungen, aus sich eines Mädchens zu schreiben und sich in diese Gedankenwelt hineinzuversetzen. Es geht um Glaube, Hoffnung, Rache aber auch um gesellschaftliche und familiäre Gefüge und vor allem wird deutlich, welche Härten manche Kinder erleben müssen.

  8. Cover des Buches Roter Rabe. Ein Fall für Max Heller (ISBN: 9783742406439)
    Frank Goldammer

    Roter Rabe. Ein Fall für Max Heller

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Wie viel weiß man über die DDR der 50er Jahre? Ich muss gestehen: wenig. Das Wenige, was ich weiß, habe ich mir angelesen oder in Dokumentationen gesehen. Selbst im Geschichtsunterricht wurde das Kapitel der deutschen Geschichte übersprungen. Deshalb war ich neugierig auf diesen Max Heller Krimi. Frank Goldammer ist bekannt dafür, dass er sehr gut recheriert und stets versucht nah an der Realität zu schreiben. Dieses Gefühl "nah an der Realität" hatte ich beim Hören des Buches die ganze Zeit. 

    Natürlich steht der Krimi im Mittelpunkt, aber der Autor beschreibt sehr genau die Stadt Dresden, die Umstände und die Unruhe der Menschen. Er lässt Heller immer wieder ins Zweifeln kommen und er bringt ihn an seine Grenzen. Seine Frau Karin ist in den Westen gereist, um den Sohn zu besuchen. Er ist mit der Ziehtochter und der verwirrten alten Nachbarin zurückgeblieben. Keine leichte Situation, da immer die Angst aufkommt, dass Karin nicht wiederkommen wird. 

    Der Fall ist diesmal sehr ausschweifend und mit vielen kleinen Nebenspielplätzen. Es kommen recht zügig ein paar Tote zusammen und man muss aufpassen, dass man den roten Faden nicht verliert. Für mich war der vierte Fall nicht ganz so stark wie die Vorgängerkrimis. Zu viele Personen und zu viele Verwicklungen machten es mir schwer der Geschichte zu folgen. Obwohl das Hörbuch wieder sehr gut von Heikko Deutschmann vorgelesen wurde, konnte mich der Fall nicht ganz so sehr mitreißen. Dafür fand ich die Beschreibungen der Menschen und der Gesamtsituation sowie der privaten Gedanken und Sorgen von Max Heller sehr gut. 

    Wer die Reihe nicht kennt und sie hören möchte, sollte mit dem ersten Fall starten, da man sonst die Beziehungen der Charaketere nicht so gut nachvollziehen kann. 

  9. Cover des Buches Die Bibel & ich (ISBN: 9783548609393)
    A. J. Jacobs

    Die Bibel & ich

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Was passiert, wenn man sich ein Jahr wörtlich an die Vorschriften der Bibel hält? Das beschreibt A. J. Jacobs in diesem Buch. Auch wenn er sich nicht an alle Vorschriften zugleich hält, so stellt sich dieses Unterfangen als ganz schön schwierig und teils auch unsinnig heraus. Denn der Autor interpretiert die Regeln so, wie sie wörtlich in der Bibel stehen. Ohne Kontext und ohne Adaption an die heutige Zeit. 


    So kommen von Kreationisten bis hin zu den Red Letter Christians auch verschiedene Gruppierungen zu Wort: Dadurch dass Jacobs sich aber für die wörtliche Auslegung der Bibel entscheidet, sind es zumeist hochpolarisierte, evangelikale Gruppen, die zu Wort kommen. Der "gläubige Mainstream" erhält in diesem Buch keine Aufmerksamkeit. Und Jacobs probiert tatsächlich auch jede noch so schräge Regel aus.


    Letztendlich war das Buch vermutlich eine tiefe Erfahrung für den Autor selbst, der zwar nicht zum Glauben aber zu einigen Ritualen gefunden hat. Für den*die Leser*in ist das Buch stellenweise aber nur amüsant. Einen tieferen Sinn dahinter kann ich für mich selbst nicht entdecken, außer: Wenn die Bibel wörtlich ausgelegt wird, wird sie in unserer Zeit unsinnig. UND: Keiner hält sich an die gesamt Bibel, sondern es wird immer eine Auswahl getroffen, an die man sich hält. Ob man dadurch zu Gott finden kann, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

  10. Cover des Buches Kein Teil der Welt (ISBN: 9783462001259)
    Stefanie de Velasco

    Kein Teil der Welt

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Deutschland, kurz nach dem Mauerfall: Esther ist 16 und gerade mit ihren Eltern von einem urigen Himbeerhof im Westen in ein kleines Dorf im Osten umgezogen. Es soll ein Neuanfang für sie sein, doch was in der alten Heimat geschah, lässt sich nicht so leicht aus Esthers Kopf streichen - auch wenn ihre Eltern so tun, als wäre nie etwas passiert, als hätte es ihre beste Freundin Sulamith nie gegeben. Doch die Geschehnisse lassen Esther nicht los, sie haben sie in ihren Grundfesten erschüttert und einen Zweifel in ihrem Glauben an Jehova gesät. 


    Stefanie de Velasco erzählt in ihrem Roman "Kein Teil der Welt" eine erschütternde Geschichte von fanatischem Glauben und vom Aufwachsen in der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehova. Ich denke, wir kennen sie alle - sie haben an unseren Türen geklopft, uns auf der Straße angesprochen, wir haben sie beim Einkaufen in den Innenstädten mit ihren Plakaten, Heften und Bibeln gesehen. Früher habe ich mich vor den Zeugen Jehova sehr gefürchtet, eine ältere Dame hat mich häufig auf dem Heimweg von der Schule abgefangen und wollte mir ihren Glauben näher bringen - als Kind fand ich das extrem gruselig. Neben der Angst existierte in meinem Kopf aber auch schon immer eine gewisse Faszination für diese Menschen - daher war dieses Buch genau die richtige Lektüre für mich.


    Die Protagonistin Esther wird als Tochter von zwei Zeugen Jehovas geboren, von Geburt an lebt sie also mit dem Glauben an Jehova, an das bevorstehende Harmagedon und das Paradies, feiert keine weltlichen Feste, trägt einen Ausweis, dass ihr bei einem Unfall kein Blut gespendet werden soll, lehnt die Evolutionstheorie ab - und lebt in der "Wahrheit". Mich hat es beim Lesen häufig regelrecht gegruselt, ich habe Esthers Eltern und diese Sekte zutiefst verurteilt. Doch Stefanie de Velasco arbeitet in ihrem Roman auch heraus, dass eben nicht alles schwarz und weiß ist, dass es in der für Esther doch sehr beengten Welt auch schöne Seiten in den unglaublichsten Momenten gibt.


    Sehr gelungen fand ich, dass die Autorin mit ihrem Buch auch auf die Verfolgung der Zeugen Jehovas während des Zweiten Weltkriegs und die fast unmögliche Ausübung ihres Glaubens in der DDR aufmerksam macht. Ich hatte mich damit zuvor nie beschäftigt. 


    Mehr möchte ich an dieser Stelle garnicht über den Roman verraten - am besten ihr findet einfach selbst heraus, weshalb sich Esther nicht als Teil der Welt fühlt und was mit ihrer besten Freundin passiert ist. Mich hat die Geschichte sehr berührt, erschreckt und auch fasziniert. Zudem mutet "Kein Teil der Welt" sehr authentisch an, was wohl daran liegt, dass Stefanie de Velasco selbst als Zeugin Jehovas aufgewachsen ist und mit 15 Jahren die Glaubensgemeinschaft verlassen hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!

  11. Cover des Buches Das geheime Leben der Bücher (ISBN: 9783426635995)
    Régis de Sá Moreira

    Das geheime Leben der Bücher

     (178)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt:

    Erzählt wird die Geschichte eines sehr verschrobenen Buchhändlers, der nur MIT und auch nur FÜR seine ganz ausgewählten und alle gelesenen Bücher lebt. Seine Buchhandlung ist 24 Stunden am Tag geöffnet, weil er es nicht ertragen könnte, wenn ein Kunde nachts dringend eine Buch bräuchte und er könne es nicht bekommen, weil sein Laden geschlossen hat. Aber solch ein Kunde kam natürlich nie. Stattdessen lernen wir all seine anderen mitunter auch sehr seltsamen Kunden kennen und irgendwie auch lieben. Mit jedem Kunden verbindet sich eine neue besondere Wirkung, die Bücher auf uns Leser haben kann. Jede Geschichte regt zum Nachdenken an.

    Meine Meinung:

    Meine Lieblingsgeschichte ist die der Frau in schwarz, die wortlos mit einer Sense den Buchladen betritt. Ich erzähle verkürzt: Der Buchhändler beginnt ihr Gedichte vorzulesen. Die Dame hört freudig zu und beginnt erst grau und dann zunehmend strahlend weiß zu werden. Überglücklich verlässt sie den Buchladen. Auf der Straße dreht sie sich noch einmal um und der Buchhändler sieht, wie sie schon wieder allmählich grau wird.

    Welch eine Phantasie steckt in dieser kleinen Geschichte. Und das Buch ist voll davon. Es hat mich sehr berührt und ich weiß immer noch nicht ganz genau wie ich es letztendlich deuten soll. Aber ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg: Es geht einfach darum, was Bücher und deren Inhalt aus den Menschen machen können, bzw. wie sie den Menschen helfen können und wie Bücher die Menschen in ihrem Alltag zu begleiten vermögen. Weiter gehe ich auf meine Deutung nicht ein, um nicht zu viel vorwegzunehmen.

    Ich fand das Buch klasse: Fesselnd und wunderschön, aber vor allem sehr bereichernd. Eine Hommage an die Bücher und deren Wirkung!

    Anmerkungen zum Autor: Régis de Sá Moreira ist halb Franzose und halb Brasilianer. Er ist 1973 geboren und in Frankreich aufgewachsen. Er lebt in Paris als freier Autor. Ich habe nachdem ich die recht knappe Biografie des Autors las, noch mehr Hochachtung vor dessen Fantasie und dessen schriftstellerischer Leistung bekommen; hatte ich doch einen eher älteren, sehr lese erfahrenen Menschen hinter diesem Buch vermutet. "Das geheime Leben der Bücher" ist sein erster Roman in deutscher Sprache. Schade, ich kann nur hoffen, dass es bald noch weitere Bücher von ihm in deutscher Sprache geben wird. Es wäre interessant zu sehen, ob dies eine einmalige Besonderheit ist oder ob der Autor in dieser Richtung noch mehr zu erzählen hat.
  12. Cover des Buches White Teeth (ISBN: 9780241954577)
    Zadie Smith

    White Teeth

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Fornika

    Einst waren sie Kameraden im zweiten Weltkrieg, Jahrzehnte später kämpfen sie sich durch das Londoner Leben. Das Leben als Familienvater, das Leben mit einer jüngeren Frau, das Leben mit Migrationshintergrund, der Kampf mit zerplatzten Träumen, mit der eigenen Identität. Archie und Samad sind das, was man gute alte Freunde nennt. Über Jahre hinweg begleitet man ihr Familienleben, macht Ausflüge in die Vergangenheit, zu Anverwandten und Vorfahren. Und lacht sich dabei zuweilen kringelig…

    Zadie Smith lässt in ihrem Debut Familiengeschichte lebendig werden, erzählt auf verschiedenen Zeitebenen. Sie befasst sich mit schwierigen Themen wie Kampf der Kulturen und Religionen, den Schwierigkeiten sich einzufinden. Aber auch mit „Kleinigkeiten“ wie der Frage nach der „richtigen“ Erziehung der Kinder: wieviel Bangladesh darf man einem Teenager im modernen England aufzwingen? Einem Teenager, der selbst noch nie dort war? Wieviel Religion muss sein, zumal die eigene Großmutter ganz vorne bei den Zeugen Jehovas mitmischt? Smith packt viele heiße Eisen an und macht daraus eine großartige Story. Witzig und gleichzeitig ernst, erzählt sie sehr flüssig und mitreißend. Ihre Charaktere fand ich sehr originell, natürlich wird so manches Klischee bedient, aber die Autorin weiß auch zu überraschen. Mich haben ihre Figuren überzeugt. Die Handlung ist gut konstruiert, lediglich der Mittelteil hätte etwas Straffung vertragen können. Insgesamt wurde ich aber gut unterhalten, es gab einige Denkanstöße und ich kann mich dem Lob für dieses Debut eigentlich nur anschließen.

  13. Cover des Buches Ich war Kind C (ISBN: B002ZH1C6W)
    Christopher Spry

    Ich war Kind C

     (28)
    Aktuelle Rezension von: LoveLy_Ivii
    Eine Geschichte, geschrieben von einem hilflosen Jungen in der Gewalt einer sadistischen Pflegemutter. Es ist nicht nur eine Geschichte, sondern eine traurige Geschichte die wirklich passiert ist.Er hat den Mut aufgebracht seine Erfahrungen aufzuschreiben und mit der Welt zu teilen. Unfassbar was er alles durchmachen musste. Mein Respekt das er dennoch seinen Lebenswillen nicht verloren hat. Beim lesen konnte ich mich gut in ihn hineinversetzen, die Qualen und Schmerzen die er über sich hergehen lassen musste.Er hat das Buch wirklich gut geschrieben. Es hat sich auch gut lesen lassen auch wenn ich ab und zu mal eine Pause machen musste, weil es an manchen Stellen ziemlich krass ist.
  14. Cover des Buches Morgens in unserem Königreich (ISBN: 9783426515594)
    Gernot Gricksch

    Morgens in unserem Königreich

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Speckelfe
    In Arnes Leben läuft so einiges schief. Beruflich kommt er auf keinen grünen Zweig, im Liebesleben läuft aktuell nichts und jetzt wird er auch noch von einem russischen Kredithai verfolgt und auf der Flucht vor eben diesem landet er auch Umwegen bei den Zeugen Jehovas. Seine Anwesenheit in der Gemeinde sorgt für Trubel und grade als er beschließt, wieder zu verschwinden, lernt er Johanna kennen ...
    Der Klappentext lässt eine locker-leichte-lustige Geschichte erwarten und das ist es auch ... aber in Kombination mit einem interessanten Einblick in die Welt der Zeugen Jehovas.
    Wie von Gricksch zu erwarten, macht die Geschichte Spaß, enthält einige lustige Szenen und durchaus auch rührende Momente.

  15. Cover des Buches Ausstieg ins Leben (ISBN: 9783946895053)
    Konja Simon Rohde

    Ausstieg ins Leben

     (4)
    Aktuelle Rezension von: ulrics
    Ein Klassebuch, dass deutlich zeigt, dass Religiöse, die Liebe predigen, aber mit Angst regieren auf Abwegen sind.

    Früher haben mich Zeugen Jehovas eher gestört, nach dem Buch tun sie mir nur leid. Das Lebens so zu vergeuden in ständiger Angst, anstatt in dieser Welt was wirklich positives zu bewirken.
  16. Cover des Buches Esthers Angst (ISBN: 9783407740267)
    Irma Krauß

    Esthers Angst

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Jayzed
    INHALT Als Gilbert sich in Esther verliebt, ahnt er nicht, was auf ihn zukommt: Esther ist Zeugin Jehovas und darf sich keinesfalls mit einem aus der "Welt" einlassen. Auf die schöne Esther hat Gilbert schon lange ein Auge geworfen. Aber Esther scheint auf Gilberts Werben nicht zu reagieren, vielmehr entzieht sie sich, wo sie kann. Als es Gilbert eines Tages gelingt, Esther zu einem Treffen zu bewegen, beginnt er zu begreifen: Esther erwidert seine Gefühle, aber sie ist in eine Glaubensgemeinschaft hineingeboren, die ihre Mitglieder streng von der "Welt" absondert. Esther leidet Höllenqualen, denn wenn sie sich mit einem aus der "Welt" einlässt, hat sie mit Sanktionen zu rechnen. Trotzdem tauchen in ihr immer mehr Zweifel an der Richtigkeit der Lehre auf, gegen die sie sich angstvoll wehrt. Bald sieht Gilbert nur noch einen Weg: Er muss selbst in die Sekte eintreten ... ---------- MEINUNG Natürlich waren mir die "Zeugen Jehovas" schon bevor ich das Buch las, ein Begriff. Wie ich jetzt im Nachhinein feststellen muss, auch allerdings nicht mehr als das! Vorher sah ich sie als eine Form der Religion an, nun sehe ich sie als Sekte! Auch sie nennen sich Christen, unterscheiden sich aber von beispielweise den Katholiken. Eigentlich Jeder, der kein Zeuge ist, ist von Satan verführt und wird am Tag von Harmagedon ( wofür es ja schon ein paar Termine gab ) nicht verschont. Mit uns Andersgläubigen ( ich bin eben kein Zeuge, daher "uns" ) dürfen sie sich nicht abgeben. Sie leben ihr Leben nach Vorgaben der "Bibel". Angeblich. Denn wie eigentlich überall gibt es auch bei den Zeugen eine "Obrigkeit", die sich als direktes Sprachrohr zwischen Gott und den Menschen sieht und sich mal alles schön so legt, wie sie es braucht, jetzt mal salopp ausgedrückt. Sehr sinnlos ist natürlich auch die Ablehnung von lebensrettenden Bluttransfusionen. Lieber lassen sie ihre Kinder sterben. Bescheuert, oder? Ich persönlich komme auch zu dem Schluss, dass diese "Absonderung" der Zeugen von den Andersgläubigen bloss eine Vorkehrung ist, damit diesen doch armen Menschen ( wie ich finde ) nicht die Augen geöffnet werden können. Und genau darum geht es auch in diesem Buch. Denn Gilbert verliebt sich in Esther, einer Zeugin. Er kämpft um ihre Liebe, darum, mit ihr zusammen sein zu können. Doch damit hat er sich viel vorgenommen! Eine wirklich rührende Geschichte von der Liebe, der Verzweiflung und Dramen, die aber auch einen großen Einblick in die Welt der Zeugen Jehovas ermöglicht. Man findet viele Zitate aus dem Wachtturm! ---------- FAZIT Ein wirklich lesenswertes Buch, das mich persönlich auch etwas mehr über die Zeugen aufgeklärt hat! Lest selbst, ob Gilbert und Esther es vielleicht doch noch schaffen können, ihre Liebe zu leben...
  17. Cover des Buches Die Republik vor Gericht 1954-1995 (ISBN: 9783746634364)
    Heinrich Hannover

    Die Republik vor Gericht 1954-1995

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Beim ersten Lesen des Buches ist mir in erster Linie die relativ schlechte Schreibe von Heinrich Hannover aufgefallen, die auch für die durchschnittliche Bewertung des Buches mit verantwortlich ist. Nach nochmaliger Lektüre muß ich aber sagen, daß Hannover durchaus interessante Gerichtsprozesse der 50er/60er Jahre aufbereitet, die ansonsten völlig in Vergessenheit geraten sind.
  18. Cover des Buches Fischer Abiturwissen Geschichte (ISBN: 9783596156061)
    Hermann Stadler

    Fischer Abiturwissen Geschichte

     (4)
    Aktuelle Rezension von: lilli2405
    In dieser Abituhilfe ist meiner Meinung nach alles sehr gut und anschaulich erklärt. Es gibt zu Beginn jedes Themas ein Tabelle die schon mal im voraus die wichtigsten Ereignisse zeigt.
  19. Cover des Buches The Children Act (ISBN: 9780099599647)
    Ian McEwan

    The Children Act

     (33)
    Aktuelle Rezension von: miss_mesmerized
    Im Beruf erfolgreich haben Fiona und ihr Mann ihre Ehe etwas vernachlässigt. Mit fast 60 sind sie kinderlos geblieben und ihr Mann sucht plötzlich Trost bei einer Jüngeren. In diesem emotionalen Tohuwabohu kommt der Familienrichterin ein schwerer Fall auf den Tisch. Der 17-jährige Adam Henry benötigt dringend eine Bluttransfusion, sonst wird er innerhalb weniger Tage sterben. Die Eltern lehnen dies aus religiösen Gründen ab, das Krankenhaus fordert die notwendige Behandlung ein. Adam scheint mit seinem Schicksal abgeschlossen und Fiona muss eine Entscheidung treffen. Die Aussagen vor Gericht sind ihr zu vage, sie besucht den Jungen kurzerhand und trifft auf einen unglaublichen Menschen, der seine Spuren bei ihr hinterlässt. Fest in seinem Glauben und dennoch voller Tatendrang und Lebenswille – kann sie dem ein Ende bedeuten?

    Einmal mehr gelingt es Ian McEwan mit einer unglaublich dichten Erzählung, die minutiös die Figuren begleitet eine einzigartige Stimmung zu schaffen und den Leser gefangen zu nehmen. Der starke Auftakt des persönlichen Dramas Fionas, das sie ausblendet ist schon sehr gelungen, jedoch läuft er in der Schilderung der Gerichtsverhandlung und noch mehr im Gespräch zwischen Fiona und Adam zur Höchstform auf. Die Sensibilität und Feinfühligkeit, die er seinen Figuren verleiht, die so verschieden sind und doch ähnlich. Wie er Poesie und Musik instrumentalisiert, um durch die die Emotionen fließen zu lassen und den gefühlsmäßigen Ausnahmezustand darzustellen, kann kaum übertroffen werden. Dies gelingt ihm am Ende des Buches mit der Konzertszene ein weiteres Mal und sucht seinesgleichen. Einige kleine Längen in der zweiten Hälfte, die aber zur verstreichenden Zeit passen, können das Leseerlebnis nicht trüben.

    Die Themenwahl ist mutig. Einen solchen Konflikt zwischen religiöser Überzeugung des einzelnen und Wahrung der individuellen Glaubensrechte einerseits und der überreligiösen Menschenrechte und Überzeugungen der notwendigen lebenserhaltenden Maßnahmen auf der anderen, der den Autor zwingt eine Entscheidung zu fällen und sich zu positionieren, ist nicht ohne Risiko. Die Lösung kann überzeugen, juristisch dürfte sie wasserdicht sein und tief in diesem Konflikt als Leser steckend, nimmt man sie an – nicht ahnend, welche Folgen sie haben wird.

    Fazit: einmal mehr ein überragender Roman eines herausragenden Autors.
  20. Cover des Buches Homeless - Mein Weg zurück ins Leben (ISBN: 9783862784691)
    Brianna Karp

    Homeless - Mein Weg zurück ins Leben

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    " unser nachbar rief meine mutter an und sagte ihr sie solle so schnell wie möglich kommen , ich hätte 50 schlaftabletten geschluckt.sie schrie ihm ins telefon ich solle mir den finger in den hals stecken und die tabletten auskotzen,sie habe jetzt dafür keine zeit!. das ganze buch ist voll von solchen " momenten".ich war einfach nur schockiert , traurig und wütend. eine mutter die ihrer 12 jahrigen tochter das autofahren beibrachte weil sie keine lust hatte sie zur ARBEIT zu fahren oder selber einkaufen zu gehen!eine mutter die ihre tochter grün und blau schlug wenn sie etwas verschüttete.eine mutter die ihr kind körperlich und seelisch misshandelte bis sie abgestumpft war.so sehr dass sie den selbstmord ihres vaters( er missbrauchte sie regelmässig als ZWEIJÄHRIGE ) , lustig fand. das ganze buch ist schockierend , auch weil brianna viele tragödien relativ passiv wegsteckt.man versteht sie zwar , ist aber unendlich traurig ,dass eltern einem kind so etwas antun.vorallem die mutter finde ich ganz schlimm.sie bestiehlt die tochter,beschimpft sie unter der gürtellinie und macht mit ihr sachen die mir nicht mal im traum in den sinn kämen.in diesem buch geht es um obdachlosigkeit UND aber auch um kindsmissbrauch,selbstmord u.s.w.im klappentext ist es nicht so ersichtlich finde ich, aber das buch ist sehr krass und könnte dem einen oder anderen aufs gemüt schlagen.es sit schonungslos ehrlich und sehr empfehlenswert! klappentext: " das sind alles faulpelze.zu faul ,um sich arbeit zu suchen .sieh sie nicht an,sprich nicht mit ihnen und gib ihnen nichts.die hälfte von denen ist gar nichtbwirklich obdachlos ,weisst du.sie tun nur so,um geld zu verdienen ,ohne ernsthaft arbeiten zu müssen." mit diesen worten ihrer mutter wurde brianna karp gross.mit diesen worten - und mit den " zärtlichen liebkosungen" ihres vaters,dem religiösen fanatismus ihrer grossmutter.mit schlägen ,wut und enttäuschung.brianna schaffte es trotzdem ,der familiären hölle zu entkommen.sie hatte früh gelernt zu überleben und auf eigenen beinen zu stehen.ihr geld verdiente sie zunächst mit gelegenheitsjobs,dann festangestellt als bürokraft.bis auch sie die finanzkrise erwischte." es war der 26. februar 2009.ich war obdachlos" dies ist ihre geschichte.
  21. Cover des Buches Burnout - Depressionen: Fluch oder Segen (ISBN: 9783200013957)
    Gerhard Huber

    Burnout - Depressionen: Fluch oder Segen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: variety
    Knappe 3* für ein zwar notwendiges, aber letztlich auch oft wiederholendes Buch zum Thema Burnout. Der Einstieg ist erfrischend und liest sich wie das gesamte Buch sehr flüssig. Huber verwendet wenige Fremd- und Fachwörter. Was mich beim Lesen gestört hat, waren die vielen Wiederholungen der Gedanken und das ständige Gefühl (von mir), einem Prediger in Sachen Depressionen zuhören zu "müssen"...! Am Schluss des Buches schreit er seine Aussagen geradezu seinen Lesern entgegen (mit unterstrichenen Sätzen und Ausrufezeichen!). Außerdem erfährt man nicht, wie er nun konkret seinen (beruflichen) Alltag verändert hat, damit kein zweites Burnout Realität wird. Aber vielleicht ist das ja auch Inhalt eines zweiten Buches...
  22. Cover des Buches Das eiskalte Paradies (ISBN: 9783732009848)
    Jana Frey

    Das eiskalte Paradies

     (144)
    Aktuelle Rezension von: MiraBerlin
    Inhalt

    Hannah ist 15 ahre alt und Zeugin Jehovas. Früher fühlte sie sich geborgen in ihrer Religionsgemeinschaft. Doch jetzt verspürt sie den Wunsch auszubrechen, normal zu sein wie die anderen auch. Hannah fordert ihre Freiheit ein. Und plötzlich werden die Grenzen ihrer einst so behüteten Welt zu unüberwindbaren Mauern. Erst die Liebe zu Paul gibt ihr Mut für den Schritt in eine andere Welt...

    Ich selbst interessiere mich sehr für Sekten, weshalb dieses Buch ein absolutes Muss für mich war, als ich es entdeckte. Ich möchte mich einfach näher mit so etwas beschäftigen.
    Dieses Buch hier spiegelt die Meinung der meisten wieder - wie schlecht die Zeugen Jehovas doch sind. Aber nicht nur: zu Beginn des Buches merkt man, wie geborgen sich Hannah in ihrer kleinen Welt fühlt.
    Als Leser selbst kann man das vielleicht nicht so wirklich nachvollziehen, aber da sie dieses Leben schon früh kennen lernt, ist es für sie normal. Immerhin kennt sie es ja auch nicht wirklich anders.

    Das Buch bietet gute Einblicke in das Leben der Zeugen Jehovas, allerdings zugleich auch recht oberflächliche. Damit hatte ich selbst aber kein Problem, weil dieses Buch immerhin vor allem eins soll: unterhalten.
    Dennoch hat dieses Buch mich nachdenklich gestimmt und dafür gesorgt, dass ich Sachen, die für Menschen außerhalb der Sekte selbstverständlich und normal sind, aus einer anderen Perspektive gesehen habe - und sei es nur allein das Tragen von Röcken.

    Das Einzige, was mir nicht so gut gefällt, ist das Ende des Buches. Für mich verläuft sich die Spur hier zu schnell im Sande und ich persönlich finde es auch zu unrealistisch, was ich sehr schade finde.
    Die Autorin ist sehr konzentriert auf das Leben vor dem Widerstand und auf die ersten Probleme. Wenn es aber um den "Schritt in eine andere Welt" geht, wird sie sehr oberflächlich, was ich sehr bedauere. Denn gerade das hätte mich am meisten interessiert!
    Dennoch hat die Autorin gute Arbeit geleistet, weshalb dieses Buch verdiente vier von fünf Sternen von mir erhält. :)
  23. Cover des Buches Über Michael Jackson (ISBN: 9783833305597)
    Margo Jefferson

    Über Michael Jackson

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Markus Walther
    Margo Jefferson erzählt im Stil einer amerikanischen Zeitungskolumne über Michael Jackson. Sie bemüht sich dabei -größtenteils- bewertungsfrei zu erzählen. Leider setzt sie dabei voraus, dass man als Leser so gut wie alles über den "King of Pop" mitverfolgt hat. Ein wenig mehr Info hätte dem Buch gut gestanden.
    Der Übersetzer hat außerdem oftmals Wortspielereien (die man bei Zurückübersetzen allerdings finden kann) kaputt gemacht.
    Kein Buch, das man unbedingt haben muss. Als Zwischendurch-Lektüre aber durchaus zu gebrauchen.
  24. Cover des Buches Die Zeugen Jehovas. Auch ich habe ihnen geglaubt (ISBN: 9783765539671)
    Monika Deppe

    Die Zeugen Jehovas. Auch ich habe ihnen geglaubt

     (5)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti

    Naja, war jetzt vom Stil er nicht so meins. Zuviele Bibelstellen usw. Außerdem frag ich mich, wie die beiden in der Sekte landen konnten, wenn sie von Anfang an alles so hinterfragt haben?

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