Bücher mit dem Tag "zigeuner"

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185 Bücher

  1. Cover des Buches Der geheime Zirkel I, Gemmas Visionen (ISBN: 9783423716833)
    Libba Bray

    Der geheime Zirkel I, Gemmas Visionen

     (632)
    Aktuelle Rezension von: HeartofHope

    Diese Buchreihe begleitet mich bereits seid einigen Jahren. Als Teenager habe ich sie verschlungen, doch dann leider wieder abgegeben. Jetzt als Erwachsene wusste ich lange den Titel nicht mehr, sodass es reine Glücksache war, als ich sie endlich wieder entdeckt hatte.

    Bevor ich das Cover bewerte, möchte ich anmerken, dass ich noch die ältere Auflage besitze, es seid 2016 eine Neuauflage mit anderen Covern gibt. Das Cover beinhaltet helle Farben und schöne Ornamente, welche man erst auf den zweiten Blick sehen kann. Dazu erhält man einen guten ersten Blick auf das imposante Gebäude der Akademie. Was mir nicht ganz so gefällt ist das Leserzitat oben links auf dem Cover, so etwas gehört für mich unter den Klapptext. Dominiert wird das Cover allerdings durch das Gesicht einer jungen Dame, was ich zur Geschichte ziemlich passend finde, da sie den oberen rechten Rand einnimmt, wirkt es tatsächlich so, als schaue sie von oben auf das Gebäude hinab, was, da es in der Geschichte um Visionen geht, sehr passend ist. 

    Das Setting spielt im 19. Jahrhundert in England, einer Welt, in welcher höhere Töchter tatsächlich noch nur hübsch anzusehen und gebildet sein sollen, mit einem tadellosen Benehmen und einem reichen Ehemann. Genau daher spielt diese Geschichte auf dem Gelände der Spence Akademie. 

    Schon bereits auf den ersten Seiten des Buches erkannte ich, dass Gemma wohl eher nicht dem erwarteten Typ von Frau entspricht. Sie ist aufmüpfig, störrisch und möchte unbedingt den Zwängen der Gesellschaft entfliehen. Doch gleichzeitig hat sie ein unglaublich großes Herz, was sie auch sehr liebenswert macht. Sie war ein so passender Hauptcharakter und verlieh der Geschichte nochmal einen ganz eigenen Flair. Ihre Freundinnen Felicity, Pippa und Ann waren da doch komplett gegensätzlich. Felicity, ein verwöhntes Mädchen, welches es gewöhnt ist, immer genau das zu bekommen, was sie wollte, war diejenige, welche Gemmas Gewissensbisse zunichte machen konnte, welche harte Entscheidungen traf, wenn es darauf ankam. Ich bin überzeugt, dass sie im Inneren doch ein sehr gebrochenes Mädchen ist und sehr gespannt, was ich in den folgenden Bändern noch über sie erfahren werde. Pippa war bereits eine Dame, wie man sie zu der Zeit erwartet hätte. Kultiviert, liebenswürdig und vor allem unglaublich schön. Gerade die Freundschaft mit den Mädchen ermöglichte es ihr, endlich einmal aus ihrem Gefängnis aus Vorgaben, Regeln auszubrechen und frei zu sein, sodass sie eine tolle Charakterentwicklung zu einer unglaublich starken und mutigen Frau machte. Bei Ann hoffe ich ebenfalls noch eine große Charakterentwicklung, ich denke, dass hinter ihrer verschlossenen Fassade ganz großes Potential steckt.

    Die Handlung war eigentlich durchgehend spannend. Gleich zu Beginn der Geschichte wurde klar, dass vor Gemma ein sehr großes Geheimnis verborgen wurde, welches unglaublich die Neugier wecken konnte, sodass ich einfach nur weiterlesen wollte. Der Spannungsbogen war für mich relativ weit oben. Es gab öfters Szenen, in welchen ich mit den Mädchen mitgefiebert habe, mit ihnen gelitten habe. Natürlich gab es auch etwas leichtere Momente, welche mir aber trotzdem sehr gefallen haben, da man hier noch etwas mehr über die Mädchen und ihre eigenen Probleme erfahren konnte. Auch fand ich die Atmosphäre der Akademie einfach nur toll. Hier passte einfach alles zusammen. Die Wendungen der Geschichte konnte ich zwar einigermaßen vorhersagen, doch das störte mich nicht, da ich mich trotzdem vollkommen in der Story verlieren konnte. Das Buch weckt auf alle Fälle Neugier auf die nachfolgenden Bücher und ich bin so gespannt, was mich da noch erwarten wird. 

    Der Schreibstil der Autorin war wirklich sehr angenehm. Da es eine Geschichte vor allem für Jugendliche ist, fand ich ihn nicht anspruchsvoll, aber auch nicht kindlich, eben genau richtig. 

    Mein Fazit:

    Hier konnte ich in eine wirklich tolle Geschichte aus dem 19. Jahrhundert eintauchen. Ich habe einfach alles an diesem Buch geliebt. Das Setting war wirklich sehr gut umgesetzt, gerade das Reich zwischen den Welten war so bildlich und magisch beschrieben, aber auch die Atmosphäre in der realen Welt habe ich sehr genossen. Die vier Mädchen Gemma, Felicity, Ann und Pippa waren gleichzeitig so gegensätzlich, konnten sich aber nachdem ihre Freundschaft entstanden war, ganz genau ergänzen. So unterstützten sie sich, machten sich gemeinsam Mut und konnten alle endlich einmal über ihren Schatten springen. Gerade Gemma mit ihrer störrischen, aber doch auch liebevollen Art konnte ich direkt in mein Herz schließen. Gerade bei Ann vermute ich einen wirklich starken Charakter hinter ihrer schüchternen, verschlossen Art, sodass ich sehr stark hoffe, dass sie in den folgenden Bändern etwas aus sich herauskommen wird. Die Handlung konnte mich sehr schnell fesseln. Ich wollte unbedingt wissen, welchem Geheimnis Gemma und ihre Freundinnen auf die Schliche gekommen waren. Für mich war der Spannungsbogen immer relativ weit oben und auch die Szenen, welche etwas ruhiger waren, gefiehlen mir sehr gut, denn so erfuhr man einfach noch mehr über die Mädchen. Dieser Auftakt der Triologie ist wirklich gelungen, ich hatte bei diesem Buch ein sehr großes Lesevergnügen. Auf die beiden nachfolgenden Bände bin ich sehr gespannt und ich freue mich schon darauf, die verbleibenden beiden Bücher lesen zu können. Von mir gibt es heute mal wieder eine ganz klare Leseempfehlung!!!


  2. Cover des Buches Erwartung, DER MARCO-EFFEKT (ISBN: 9783423216203)
    Jussi Adler-Olsen

    Erwartung, DER MARCO-EFFEKT

     (583)
    Aktuelle Rezension von: Sir_Gerry_63
    Inhalt:
    Marco ist fünfzehn und hasst sein Leben in einem Clan, dessen Mitglieder von ihrem teuflischen Anführer Zola in die Kriminalität gezwungen werden. Als Marco es eines Tages nicht mehr aushält, fasst er einen folgenschweren Entschluss: Auf der Flucht vor Zolas Männern stößt er in einem Erdloch im Wald auf eine stark verweste Männerleiche – und setzt damit eine Spirale von Ereignissen in Gang, die ihn immer wieder in Lebensgefahr bringen…. Die Suche nach den Mördern des Mannes im Wald führt Carl, Assad, Rose und Gordon, den Neuen im Sonderdezernat Q, tief hinein in das Netzwerk der Kopenhagener Unterwelt, in den Sumpf von Korruption und schweren Verbrechen in Politik und Finanzwelt – und sie zieht Kreise bis in den afrikanischen Dschungel.
    Meinung:
    Mit dem 5.Band zum Sonderdezernat Q in Kopenhagen mit dem Vizepolizeikommissar Carl Mørck und seinen Assistenten Assad und Rose sowie neuerdings Gordon ist Jussi Adler Olsen wieder einmal ein toller Thriller gelungen.
    Diesmal macht er einen Ausflug in die Bankenkriminalität sowie die Unterwelt in Kopenhagen und verwendet als Bindeglied die Person Marco. Bereits zu Beginn des Buches wird der Leser Zeuge eines drei Jahre vor den eigentlichen Ermittlungen stattfindenden Mordes an einem Kameruner in Afrika. Dieser war Helfer eines staatlichen dänischen Entwicklungshilfeprojektes. Dass einer der Hauptpersonen ebenfalls dort ist, kann man zu Beginn nur erahnen. Warum dieser ermordet wird, erfährt der Leser dann auch kurze Zeit später. Denn hier geht es um Betrug und Manipulation im großen Stil und sehr viel Geld. Geld treibt die Menschen zu äußersten Taten, man geht dabei buchstäblich über Leichen. Die Fäden im Hintergrund ziehen dabei ein hoher Beamter im Außenministerium sowie ein Vorstand und ein Aufsichtsratsvorsitzender einer Bank, die sich teilweise seit den Schultagen kennen.
    Marco muss wie andere Kinder in einem ausländischen, verbrecherischen Großfamilienclan seinen Lebensunterhalt in der Kopenhagener Innenstadt mit Bettelei und Taschendiebstählen verdienen. Zola, das Clanoberhaupt, regiert mit eiserner Hand und Gewalt.
    Nachdem Marco aus dem Clan geflohen ist, versucht er sich ohne Kriminalität durchzusetzen. Sehr viele Stationen muss er durchlaufen, er findet und verliert Freunde und ist ständig auf der Hut vor Zolas Männern. Durch einen Zufall entdeckt Marco eine Suchanzeige des Mannes, den er tot in einem Erdloch gefunden hat und versucht verzweifelt, aber geschickt und mit Köpfchen, heimlich Kontakt zu Carl Mørck aufzunehmen, so dass dieser Informationen und Hinweise für die Aufklärung des Mordes erhalten kann. Die Geschichte nimmt zunächst nur langsam Fahrt auf. Aber sie ist spannend und klug durchdacht. Immer wieder kommt es zu Verfolgungen und stets kann Marco entkommen. Des weiteren wird intensiv und nachvollziehbar geschildert, wie auch die Drahtzieher im Ministerium und in der Bank Marco auf die Schliche kommen und hinter ihm her sind, sogar ehemalige Kindersoldaten werden ins Spiel gebracht. Das halte ich zwar ein wenig weit her geholt, erhöht aber zusätzlich die Spannung im Buch. Man fiebert mit Marco mit, wie er versucht, sich trickreich den Häschern zu entziehen.
    Die Personen im Buch sind wie immer sehr detailliert und sympatisch dargestellt. Insbesondere dass private Leben von Carl Mork wird intensiver als zuvor dargestellt. Seine Gedanken sind stets bei Hardy, der seit einem Polizeieinsatz vollständig gelähmt ist. Er fühlt sich immer noch dafür verantwortlich. Seine Beziehungen zu Mona und zu einer anderen Frau spielen seine innere Zerrissenheit wider. Jussi Adler Olsen bringt reichlich Humor in das Buch, in dem er uns an Mørck ’s Gedanken teilhaben lässt, wenn Assad oder Rose Ermittlungsergebnisse und Theorien präsentieren. Ich habe mich immer köstlich amüsiert, wenn es wieder knuffige Reibereien mit Rose gab. Ganz toll und weiterhin mysteriös stellt Jussi Adler Olsen Assad dar. Ich habe immer gelacht, wenn Assad seine Anekdoten über Kamele bringt, wie beispielsweise, dass manchmal das Kamel den Kameltreiber jagt oder wenn er Sprichwörter verwendet, die nicht ganz passen. Neu im Team und demgemäß noch etwas blass in der Darstellung ist Gordon, ein Grünschnabel, der Mørck vor die Nase gesetzt wird und auch noch mit Rose versucht anzubandeln. Ich bin gespannt, wie es mit diesen Personen in den nächsten Büchern weitergeht.
    Ein Wort noch zum Untertitel: der Marco-Effekt. Ich hatte zu Beginn des Buches darüber gegrübelt, was das wohl bedeuten könnte. Im Buch kommt irgendwann der wohl weltweit bekannte Satz (sinngemäß), dass das Flattern eines Schmetterlings auf der anderen Seite der Erdkugel einen Sturm entfachen kann. Das kann ich so unterschreiben.
    Das Buch hat viele spannende Elemente, ruhige Seiten und viel Humor und Witz. Die Balance zwischen allen ist gut gelungen. Ich konnte das Buch eigentlich fast durchgängig lesen, man wird nicht müde, die über 40 Kapitel in dem Buch zu lesen. Der ständige Perspektivwechsel von Marco zu Zola, den Hintermännern und dem Ermittlerteam lässt nie Langeweile aufkommen.
    Wie immer ist das Buch auch äußerlich ein Hingucker. In schwarz gehalten, wird der Name Jussi Adler Olsen blau hervorgehoben und der Titel des Buches in weißer Farbe gehalten. Um das Buch herum – so erscheint es mir jedenfalls – erscheint eine rötliche Feder, die auf der Rückseite – auch aus meiner Einbildung heraus – sich zu einem teuflischen Gesicht stilisiert. Wie immer sehr genial.
    Fazit:
    Ein rundum gelungenes und spannendes Buch mit einem besonderen Thema und einem Jungen namens Marco, dem man die Daumen drückt, heil aus den Verfolgungsjagden heraus zu kommen. Ob dies gelingt, erfahren die Leser, wenn sie das Buch lesen. Ich gebe dem Buch auf jeden Fall 4 von5 Sternen und freue mich auf weitere Thriller von Jussi Adler Olsen.
  3. Cover des Buches Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel (ISBN: 9783442379507)
    Alan Bradley

    Flavia de Luce 3 - Halunken, Tod und Teufel

     (406)
    Aktuelle Rezension von: DorGer

    Sätze wie »Die in ein unheimliches gelbes Licht getauchte Landschaft sah wie das Gemälde eines Geisteskranken aus.« machen diese Buchreihe aus. Es gibt einfach kein besseres Wort als skurril. Und sympathisch und clever und auch noch stilistisch geschmeidig geschrieben.

    Dieser Kriminalfall ist etwas rauer und hat mehr Wendungen. Die inneren Monologe wie immer ein Genuß. Schwarzer Humor at it's best.

  4. Cover des Buches Die Mondschwester (ISBN: 9783442490783)
    Lucinda Riley

    Die Mondschwester

     (327)
    Aktuelle Rezension von: ReadAndTravel

    Tiggy d’Aplièse ist wie ihre Schwestern ein Adoptivkind und kennt ihre Herkunft nicht. Als ihr Vater Pa Salt stirbt, hinterlässt er ihr einen Brief, in dem er sie auffordert, nach Granada zu reisen, zu den sieben Hügeln von Sacromonte vor den Toren der Stadt. Tiggy taucht ein in die üppige und exotische Schönheit Spaniens und stößt dabei auf die unglaubliche Geschichte ihrer Großmutter Lucía – einer schillernden Persönlichkeit, die im vergangenen Jahrhundert die berühmteste Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit gewesen ist. Zum ersten Mal versteht Tiggy, welch reiches Erbe sie in sich trägt – und dass sie bereit ist, in ein neues Leben aufzubrechen.

    Ich schreibe die Rezension einige Tage nachdem ich das Buch beendet habe, und merke, dass nicht mehr viele Eindrücke und Gefühle mehr mir hängen geblieben. Obwohl mich das Buch über die Lesezeit unterhalten konnte, war es doch eher mittelmäßig. Ich habe nicht viel gefühlt beim Lesen. Deswegen war der fünfte Band der Reihe für mich bis jetzt der schwächste Teil. Auch wenn ich Tiggy ganz gerne mochte, so fand ich Lucia eher unsympathisch und ich bin überhaupt nicht mit ihr warm geworden. Ihre Mutter Maria mochte ich dagegen tatsächlich sehr gerne. Die Liebesgeschichten von Tiggy und Lucia waren für mich nicht gefühlvoll für mich. Ich werde die Reihe aber gerne weiter verfolgen und bin gespannt auf die nächste Schwester. Das Buch bekommt von mir 3/5 Sternen. 

  5. Cover des Buches Rattenkinder (ISBN: 9783404172641)
    B. C. Schiller

    Rattenkinder

     (118)
    Aktuelle Rezension von: StefanieFreigericht

    Uff. Tony Braun, Chefinspektor der Mordkommission Linz, bekommt von einem Patienten der Psychiatrie einen Zettel in die Hand gedrückt. Auf dem Zettel sind Zahlen – Koordinaten für eine Parkbank mit einer Frauenleiche. Einiges ist hier mysteriös – wer ist dieser Patient, der nur einen Namen zu haben scheint – Viktor Maly – aber keinerlei Geschichte? Wie kann jemand in der geschlossenen Psychiatrie so viel wissen? Und wer hat die Frau ermordet, warum? Dazu gibt es Wechsel zu einem Roma-Ghetto in Tschechien, „Dog City“, heute und in der Vergangenheit. Worin besteht der Zusammenhang?

    Positiv: ja, war teils spannend. Ich mochte George und Gilbert.

    Negativ: Häufig vorhersehbar. Wer die Schwester ist, wurde schon früh mit ganz ganz dicken Zaunpfählen gewunken. Das gesamte Personal wirkt wie zusammengebaut aus einem Bausatz für Ermittler-„Typen“: der ITler im Rollstuhl, der sich in Daten hackt, der trinkfreudige Chef mit Faible für Springerstiefel, die Assistentin des Gerichtsmediziners, die ihr Gesicht weiß schminkt. Ja, klar. Rechtschreibung ist nicht so ganz die Stärke des Autoren-Ehepaars, besonders bei der Kommasetzung. Die irreführenden Spuren sind irgendwie sehr brachial und führen selbst bei den Autoren ins Leere: Der Obdachlose, der die Essensausgabe nicht kennt, führt ebensowenig zu Konsequenzen wie eine Erklärung fehlt für die Manipulationsversuche eines Verdächtigen gegenüber Franka. Auch ist nicht klar, warum man einen erwachsenen Menschen damit einschüchtern kann, unrechtmäßig adoptiert worden zu sein? Der Käs' ist doch gegessen... Der absolute Kracher ist aber das Pathos – das trieft. Beispiel? Achtung, festhalten:
    „Aber die Stunde des Todes war für sie schon bestimmt gewesen, und ihre Zeit war mit unerbittlicher Hast dem Ende entgegengerast.
    Tief in seinem Innern wusste Braun, dass er viele Nächte mit diesem hässlichen Mord verbringen und nicht eher ruhen würde, bis die Tote Gerechtigkeit erfahren hatte.
    Mit der Spitze seines Kugelschreibers schob Braun die riesige Sonnenbrille der Frau nach oben auf die Stirn. Er sah ihr in die Augen, die leblos und starr geradeaus blickten. Die Panik in ihrem Gesicht, der Ausdruck nackter Angst, war für immer auf ihrem Antlitz eingefroren. Sie hatte gewusst, dass es Zeit war zu sterben, dass sie ihr Kind nie würde aufwachsen sehen, dass sie nie mehr die Liebe erfahren würde.
    Das Baby schien diesen Schmerz zu spüren, denn sein Schreien war in ein Schluchzen übergegangen, das todtraurig und leise den Nebel dieses kalten Dezembermorgens zerriss und einfach nicht enden wollte.“ S. 27

    Ich musste kurz den Pathos-Eimer entleeren. Ansonsten ist der Handlungs-Baukasten ähnlich wie bei etlichen Andreas-Franz-Romanen: ganz ganz böse reiche Leute, die den Hals nicht vollkriegen und unsägliche Perversionen durchziehen. Ist jetzt nicht besonders originell. Bei Franz sind die Männer-/Frauen-Klischess altbackener, ebenso einige Meinungen zu Sexualität, dafür wirkt hier der ganze Aufbau gewollter. Das Lektorat macht’s dann leider aus.

    Das Buch ist Teil 5 einer Serie; ich hatte es irgendwo gratis dazu bekommen und würde mir kein weiteres kaufen. Ich konnte den Band lesen ohne Kenntnis der Vorgänger, könnte mir allerdings vorstellen, dass diese doch reichlich gespoilert werden.

    Hm. 2 Sterne?

    die Ermittler:
    - Tony (Anton) Braun, Chefinspektor der Mordkommission Linz
    geschieden von Margot, die mit Sohn Jimmy in Finnland lebt. Jimmy dürfte 18 sein.
    - Franka Morgen. 24, jüngste Polizeiinspektorin Österreichs. Blond gefärbt (ja, das ist wichtig. Echt)
    - Bruno Berger, Mitte Fünfzig, Hippielook, anerkannter Verhörspezialist
    - Gerichtsmediziner Paul Adrian. Kahl rasierter Schädel
    - seine Assistentin Anthea. Weiß geschminkt
    - Elena Kafka. Polizeipräsidentin, > 50. Wirft mit einem Gummiball um sich, als Raucher-Entwöhnung
    - Staatsanwalt Johannes Schuster
    ...ehrlich, reicht das? Bitte???         

  6. Cover des Buches Der Alchimist (ISBN: 9783257261165)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist

     (1.502)
    Aktuelle Rezension von: thepassionsofalice

    "Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert."

    "Denn Mut ist die wichtigste Gabe für denjenigen, der die Sprache der Welt sucht."

     

     

    Diese kleine, feine Literatur hat mich eine lange Zeit begleitet. Unterwegs mit einem Bleistift lag sie, wie ein wertvoller Schatz, in meinen Taschen. 

    Sie wurde gezeichnet. 

    Voller Granitstriche, 

    voller Gedanken, 

    voller Eselsohren, 

    voller Leserillen. 

    Schiefgelesen.

    Umgekippte Kaffeeflecken. 

    Ich bin dankbar dafür, dass ich diesen Roman nicht in einem Zug verschlungen habe, sondern er ein längerer Begleiter war und mich hat viel und oft über den Inhalt nachdenken lassen. Über mein eigenes Leben, über meine eigenen Visionen. 

    Eine Lektüre voller Gebrauchsspuren, voller Leben. 

    Wortwörtlich eine Lektüre fürs Leben. 

     

    Eine 'klassische Rezension' wird und kann es für dieses Meisterwerk von meiner Seite aus nicht geben. Ich glaube, dass Vielen, die diese Geschichte kennen, bewusst ist, welch wertvollen Schlüssel für ein erfülltes Leben dieser Roman darstellt. Ich glaube, ich habe noch nie solch eine große qualitative Menge an Zitaten aus einem Buch herausgeschrieben, wie aus diesem. Wenn man sich darauf einlässt, ist es eine riesige Sammlung an Lebenstipps und Weisheiten, die man sich wirklich zu Herzen nehmen kann. Eingebettet in eine magische und wunder-volle Geschichte, die einen an Wunschträume glauben lässt. Um diese meisterlich aneinandergereihten Wörter zu würdigen, die eine wundersame Geschichte erzählen, an der wir uns alle ein Beispiel nehmen sollten, wird es hier in der kommenden Zeit immer wieder Postings mit den bereichernden Zitaten aus dem Alchimisten geben. 

    Zitaten, die mich umdenken ließen. 

    Zitaten, die meinen Blickwinkel auf die Welt veränderten. 

    Zitaten, die mich angestoßen haben, an meine Wunschträume ganz fest zu glauben. 

     

     

    "Das Leben ist wirklich sehr großzügig mit dem, der seinem persönlichen Lebensweg folgt."

     

     

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  7. Cover des Buches Für immer die Deine (ISBN: 9783453423114)
    Jana Voosen

    Für immer die Deine

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Monmay88

    Eine Liebesgeschichte ,die ihren Anfang im Jahr zu Beginn des 2.Weltkriegs findet und trotz einiger Vorkommnisse in den Kriegsjahren bis ans Lebensende hält!

    Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt und vermittelt einen Einblick ,wie Beziehungungen  in schwierigen Zeiten überleben kÄnnen und auch das Verzeihen eine Rolle spielt!

    Altes Land 1939 

    Klara die siebzehnjährige Tochter eines wohlhabenden ObstLandbesitzer beginnt eine Beziehung mit dem Sohn des Dorfpfarrers Fritz! Diese bleibt nicht ohne Folgen und die beiden müssen heiraten um den guten Ruf im Ort zu wahren!

    Sie ziehen nach Hamburg in eigne Wohnung und es bleiben ihnen nur eine kurze gemeinsame Zeit mit ihrem Sohn Paul! Als der Krieg ausbricht,muss Fritz an die Front !

    Klara bemerkt bald ,das der alte Mann aus der Dachgeschosswohnung ein anderer ist als er vorgibt und versucht dessen Geheimnis zu lüften!

    Hamburg 2019 

    Marie eine junge Journalistin soll für eine  Zeitungsausgabe einen Bericht über den 2.Weltkrieg schreiben und stößt genau auf diese Geschichte und langjährige Liebesgeschichte von Klara und Fritz ! 

    Da sie gerade selbst an ihrer Beziehung zweifelt ,ahnt sie noch nicht,wie diese Recherche ihr eigenes Leben beeinflussen wird !

    Mich hat das Buch und die Geschichte von Klara und Fritz sehr berührt ,auch die Erzählweise der Autorin war flüssig und gut zu lesen!

    ich habe es in an zwei Abende gelesen und gebe ihm 4/5 Sterne 🌟🌟🌟🌟

  8. Cover des Buches Der Kuss des Raben (ISBN: 9783401600093)
    Antje Babendererde

    Der Kuss des Raben

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Sensei_San

    Mir hat das Buch super gut gefallen, es ist unterhaltsam die Charaktere waren toll, es gab auch nicht unnötige Komplikationen wie sie es in vielen anderen Büchern gibt. Es ist abwechslungsreich, es wird Nicht ständig vom gleich’s Problem geschrieben. Das Ende ist super geschrieben worden, nicht zu schnell und nicht in die Länge gezogen, der Schreibstil im Allgemeinen war leicht und flüssig zu lesen. Das einzige kleine minus war, dass mir Mila manchmal zu naiv war, aber ansonsten super gemacht! 👍🏻

  9. Cover des Buches Das geheime Vermächtnis (ISBN: 9783453355460)
    Katherine Webb

    Das geheime Vermächtnis

     (303)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Nachdem ihre Großmutter Meredith im hohen Alter verstarb, erben ihre beiden Enkelinnen Erica und Beth überraschend das Anwesen Storton Manor, das sich schon viele Jahre im Familienbesitz befindet. Bereits Merediths Mutter, Caroline, die das hohe Alter von hundert Jahren erreichte, bevor sie starb, lebte dort.

    Erica und Beth waren in ihrer Kindheit oft in den Sommerferien zu Besuch auf Storton Manor und liebten es im Park herumzutollen und im Teich zu baden. Auch Griesgrämigkeit und Standesdünkel der damals schon betagten Caroline und ihrer Tochter Meredith konnten den Mädchen das Leben nicht schwer machen. Einzige Ausnahme war jedoch ihr bösartiger Cousin Henry, der ebenfalls seine Sommerferien in Storton Manor verbrachte und sich einen Spaß daraus machte, Beth, Erica und ihren Freund Dinny zu quälen.
    Eines Tages verschwand Henry spurlos und wurde nie wieder aufgefunden, obwohl die Polizei ermittelte und Erica und Beth kehrten seit diesem Sommer nie wieder zurück nach Storton Manor. Als sie jedoch nun nach so vielen Jahren zurückkehren, ahnt Erica instinktiv, dass Beth ihr über Henrys damaliges Verschwinden etwas verschweigt. Mehr noch, es scheint Beth immer noch, nach so vielen Jahren zu beschäftigen- denn Beth ist hochgradig depressiv und weicht Erica, die nachbohrt, stets aus.

    Um Beth ein wenig Ablenkung zu beschaffen, beginnt Erica damit, sich näher mit der weiter zurückliegenden Familiengeschichte zu beschäftigen und findet bei ihren Nachforschungen auf dem Dachboden ein Photo dass Caroline mit einem dunkelhaarigen Baby zeigt. Doch laut Papieren hatte Caroline zu der Zeit als das Bild gemacht wurde, noch kein Kind und war auch noch unverheiratet. Wie kann das sein? Und dann fallen Erica auch noch Briefe in die Hände, die in ihr einen bösen Verdacht aufkommen lassen und ihr den Grund für Carolines und Merediths unterkühltes Verhalten anderen Dörflern und den Zigeunern zu denen auch Dinny gehörte, gegenüber liefern.

    Der Kreis schließt sich, als nach Beth und Erica auch noch Dinny nach so vielen Jahren wieder zurückkehrt nach Storton Manor. Ist er der Schlüssel zur Auflösung rund um Henrys Verschwinden?

    Wer rätselhafte Romane liebt, in denen zugleich die Geschichte einer Familie geschildert wird, wird genauso wie ich, sicherlich sehr viel Lesefreude an „Das geheime Vermächtnis“, haben, denn der Roman verbindet die Elemente Familiensaga und Spannung auf gekonnte Art und Weise zu einer unterhaltsamen Lektüre.

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht zwar Erica, die die Geschehnisse der unmittelbaren Gegenwart in „Ich-Form“ erzählt und den Leser auch immer wieder in Rückblenden an Geschichten ihrer Kindheit teilhaben lässt, doch man erfährt auch abwechselnd die Lebens und Liebesgeschichte von Urgroßmutter Caroline, die um die Jahrhundertwende ihr Glück im wilden Westen suchte. So wird das Geheimnis der Großmutter für die Leser etwa ab der Mitte des Romans gelüftet, während Erica immer noch im Dunklen tappt. Dennoch ist dieser Roman ein echtes Lesehighlight für mich gewesen, denn die Autorin hat einen wunderbar eindringlichen, sehr bildhaften Schreibstil und die Atmosphäre rund um Storton Manor bleibt trotz allem nicht weniger düster. Schließlich gilt es auch noch für Erica herauszufinden, was damals mit ihrem Cousin geschah. Ich kann nur allen neugierigen Lesern empfehlen, es tunlichst zu unterlassen zunächst die letzten Seiten zu lesen, es würde viel von der Spannung nehmen und das wäre schade.

    Während Erica eine sympathische Hauptfigur ist, die man sehr schnell in sein Leserherz schließt, hat man dafür mich Sicherheit größere Probleme bei Caroline. Man wird sie nicht unbedingt mögen, aber dank der Tatsache dass die Autorin Caroline sehr gut charakterlich beleuchtet und auch schildert, was sie zu der unterkühlten Frau hat werden lassen, kann man zumindest Verständnis für sie aufbringen. Sowohl Spannung, Dramatik, Liebe und Familiensinn werden in diesem Roman groß geschrieben und man liebt und leidet mit den Romanfiguren mit.

  10. Cover des Buches Weil sie das Leben liebten (ISBN: 9783426517291)
    Charlotte Roth

    Weil sie das Leben liebten

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Franzip86

    Franka liebt und lebt für Tiere. Ihr Berufswunsch ist Zoologin, nur leider zu einer Zeit (1923) in denen Frauen, solche Berufe nicht zugetraut werden. Ihr Vater ist Pfarrer und lebt für seine Gemeinde, nur leider nicht für seine Familie. Ihre Mutter fügt sich und ist sehr gefühlskalt Franka gegenüber. Einzig ihr Onkel Gerhard, unterstützt Franka, er finanziert ihr die Schule und später auch das Studium. Nur dann kommt die Weltwirtschaftskrise, 1929. Von nun an, arbeitet Franka im Berliner Zoo als Pflegerin, an ihrer Seite viele Menschen, die genauso wie sie, für die Tiere leben. 

    Als gegenstrang wird von Kirschla und Tokeli erzählt. Beide sind Sintis, sie leben für ihr Leben, sie haben Ziele und sich aufrichtig. Tokeli sein Ziel ist Anwalt zu werden und schafft es auch in einer Anwaltskanzlei unterzukommen. Doch dann kommt die Machtergreifung Hitlers...

    Beide Stränge fügen sich ineinander.

    Die Thematik des Buches hat mir Gänsehaut beschehrt, ich war oft den Tränen nahe, aber leider hat der Erzählstil der Autorin seine Längen. Längen in denen ich das Buch sehr gerne zur Seite gelegt hätte und einfach nicht weiter lesen wollte... 

    Ich vergebe dem Buch 4,5 von 5 Sterne!

  11. Cover des Buches Die Gilde der Rose (ISBN: 9783738055283)
    Talira Tal

    Die Gilde der Rose

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Autor: Talira Tal

    Verlag: Self-Publisher (CreateSpace Independent Publishing Platform)


    ~~{Vorab}~~


    Dämonenfessel ist der erste Teil einer Reihe. Für mich ein Einstieg in einer Reihe, die ich normalerweise nicht lese, da ich normalerweise keine romantischen Fantasygeschichten lese. Da die Geschichte allerdings im alten Mittelalter wie auch im modernen Deutschland statt findet, hat es mich am Ende doch überzeugt es zu lesen.


    ~~{Die  Autorin}~~

    Talina Tal ist am 11.05.1971 in Dortmund geboren wurden und schrieb schon in frühster Jugend gerne ihre eignen Geschichten. 2005 kehrte diese Leidenschaft nach der Geburt ihres Sohnes zurück und schaffte es auch einige Jahre später ihr erstes Buch zu veröffentlichen.


    ~~{Cover und Gestaltung}~~

    Das Cover ist ist in einen rot-rosa gehalten, wobei die rote Rose das meiste Rot abbekommt. Zusehen ist die junge Freyja (ein junges hübsches Mädchen) un der Turm wo sie am Anfang der Geschichte noch gefangen gehalten wird. Das sich die Geschichte aber irgendwann in die moderne Zeit weiter entwickelt ist hier (zum Glück) nicht zu erkennen.


    Gestaltet ist die Geschichte so, dass man aus der Sicht vieler verschiedener Charakter erlebt. So erlebt man auch Details oder Hintergründe von Ereignissen die parallel zur Geschichte passieren.


    ~~{Inhalt}~~

    Freyja soll an ihren 18. Geburtstag auf den Scheiterhaufen verbrannt werden, wie vor Jahren bereits ihre Großmutter. Kurz bevor dies allerdings passiert, erscheint ihr der Geist ihrer Grandma und erzählt ihr, dass ihre Tochter (also Freyjas Mutter) Axana noch am Leben ist und Freyja sie finden muss. Durch den Zauber der beiden Vögel Blitz und Donner gelingt ihr die Flucht vor dem Tod und landet im heutigen Deutschland. Dort freundet sie sich mit den Werwolf Michael an, der ihr verspricht ihre Mutter zu finden. Dabei helfen auch eine Medusa, eine Vampirdame und sogar ein bei Zentauren.


    ~~{Meinung}~~

    Das sich Freyja erst in der modernen Welt zurecht finden muss, wird hier jedem Leser klar. Solche alltäglichen Sachen wie Fernsehe gucken, Handys oder sogar Badewannen stellen für die junge Hexe viele Herausforderungen dar. Als Leser wird einen erst einmal bewusst, was alles so neu und einfach doch unser Leben geworden ist. Diese Punkte hat die Autorin gut rüber gebracht.


    Was mich etwas verwirrt hat, waren die Gedankensprünge zwischen den einzelnen Charakter. Jedes Kapitel wurde aus er Sicht eines Charakter erzählt, doch teilweise wurde auch erwähnt, was der Charakter gegenüber gerade denkt oder fühlt. Diese Sprünge haben mich sehr oft durch einander gebracht. Teilweise habe ich sogar den Faden deswegen verloren.


    Ansonsten lies sich die Geschichte gut und verständlich lesen. Auch die Art und Weise wie Freyja sich verhält oder redet merkt man, dass sie sogar nicht in diese Welt gehört.


    Der Showdown war mir am Ende nur leider etwas zu schnell erzählt. Schade eigentlich,da ich Zeratostus, neben dem Teufel, ein Charakter ist der es verdient hat der Böse zu sein.


    ~~{Sternebewertung}~~

    Ich gebe dem Buch am Ende 3 von 5 Sternen. Die Gedankensprünge der einzelnen Personen in den Kapiteln war mir einfach zu verwirrend. Desweiteren hat mich dieses Beziehungsgeteue von Michael und seinen “Mädels” einfach genervt. Ist er nun mir ihr zusammen oder doch nicht? Besonders in Richtung Freyja war ich etwas enttäuscht, da er sich nicht in sie rein empfinden konnte und deswegen nie verstanden hat, warum sie ihn nie die Wahrheit über ihre Gefühle gesagt hat.


    Nichts desto trotz hat das Buch ein spannendes Ende und vielleicht wird der zweite Teil ja besser. Bin jedenfalls gespannt es zu lesen.


    Eure Viola

  12. Cover des Buches Der Teufelsfürst (ISBN: 9783937357751)
    Silvia Stolzenburg

    Der Teufelsfürst

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Thunderdreamer

    Kein Roman über Vampire und Untote, dafür ein historischer Roman, der im fünfzehnten Jahrhundert angesiedelt ist und die Geschichte des „wahren“ walachischen Fürsten Vlad Draculea erzählt, der wohl als Vorbild des Vampirromans diente. Dieser erlitt in seiner Jugend, als Geisel am türkischen Sultanshof, unglaubliche Brutalität, wurde geschlagen, gefoltert und zum Kriegsdienst gezwungen. Eine Jugend, die ihn prägte und später, als Fürst der Walachei, ebenso grausam handeln ließ.

    Zugleich wird hier die Geschichte der Ulmer Kaufmannstochter Zehra von Katzenstein erzählt, die in ihrer Heimatstadt einer Intrige zum Opfer fällt und daraufhin als Hexe verurteilt und verbannt wird. Auf abenteuerlichen Wegen gelangt sie schließlich an den Hof des Fürsten Vlad  und wird seine Geliebte.

    Ein weiterer Strang der Geschichte widmet sich Zehras Bruder Utz, der als Kaufmann in Ulm und auf weiten Handelsreisen gen Osten, ebenfalls einige Abenteuer zu bestehen hat.

    Die von der Autorin gewählte Erzählweise ist für den Leser ein wenig anstrengend. Ständig springt man vom Sultanshof in der Türkei nach Ulm, von der Walachei nach Transsylvanien etc. Da ist es schon eine Herausforderung, all die handelnden Personen im Blick zu behalten und dem Handlungsstrang zu folgen. Zudem muss man ein gehöriges Maß an Unerschrockenheit mitbringen, um die doch recht detaillierten Schilderungen der verschiedenen Foltermethoden zu ertragen. Man fragt sich manchmal, ob es wirklich sein kann, dass ein einzelner Herrscher derart in seinem Land wütet … Rechnet man einmal die damalige Bevölkerungszahl gegen, müsste Vlad Draculea die ihm gehörenden Ländereien fast entvölkert haben. Aber nur so viel dazu. Sicher, die Zeiten waren vermutlich um einiges härter als das heute der Fall ist. Aber dennoch, da geben ich einem meiner Vorrezensenten Recht, wäre eine etwas weniger detaillierte Schilderung ausreichend gewesen. Nach dem zwanzigsten Pfählen eines Gegners reicht es eigentlich, wirklich vorstellen möchte man es sich nicht.

    Insgesamt vermag die Geschichte durchaus zu fesseln, und wer sich nicht an detaillierten Schilderungen mittelalterlicher Folter stört, bekommt eine historisch recht gut recherchierte Story geboten, die auch sprachlich ausgefeilt ist. Von mir bekommt „Der Teufelsfürst“ vier Sterne …

  13. Cover des Buches Die hellen Tage (ISBN: 9783596512737)
    Zsuzsa Bánk

    Die hellen Tage

     (302)
    Aktuelle Rezension von: malins_dagbok

    Ich weiß nicht so richtig, wie ich dieses Buch bewerten soll. Der eher ungewöhliche Stil alles anhand innerer Monole zu erzählen, ohne jegliche Konversation zwischen den Protagonist*innen, hat es mir am Anfang erschwert in die Geschichte reinzufinden. Auch ist bis Seite 200 wirklich wenig passiert und ich hatte das Gefühl die Erzählungen würden sich häufig wiederholen. Ich habe öfter überlegt, das Buch nicht zu beenden und es eine Weile weggelegt. Irgendwann passieren dann doch einige Dinge, man erfährt mehr über die Vergangenheit (das hätte ich mir viel früher gewünscht) und die Beziehungen zwischen den Charakteren vertiefen sich. Bis zum Schluss wusste ich jedoch nicht wirklich, wo jetzt mal der Höhepunkt oder ein wirklicher Twist kommt. Jede "dramatischere" Sache am Ende wurde nicht wirklich vertieft, es läuft eher so weiter. Die Nachrichten, die das Buch mitgeben soll, finden sich eher zerstreut immer mal wieder. Vielleicht ist das aber auch das besondere an dem Buch, es hat seine Höhen und Tiefen, wie das Leben so spielt. 

    Man hätte den Text vielleicht kürzen können, es war teilweise wirklich langatmig.

    Im Kern geht es um die drei Freunde Seri, Aja und Karl, die alle früh in ihrer Kindheit etwas schlimmes durchgemacht haben. Seris Vater starb, Ajas Vater kommt nur einmal im Jahr zu Besuch und Karls kleiner Bruder ist verschwunden und taucht nie wieder auf. Auch zwischen den Müttern dieser drei entwickelt sich irgendwann eine Freundschaft und sie holen sich gegenseitig ins Leben zurück, helfen sich und versuchen die jeweils anderen glücklich zu machen. Die Beziehungen zwischen den Müttern haben mich persönlich auch mehr berührt, als die der Kinder und waren für mich rückwirkend der beste Grund das Buch zu lesen.

  14. Cover des Buches Zeit der Gespenster (ISBN: 9783492271905)
    Jodi Picoult

    Zeit der Gespenster

     (245)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    „Zeit der Gespenster“ ist ein Buch, dass ich damals kurz nach Erscheinungstermin gekauft hatte, einmal gelesen habe und danach nie wieder. Die Gründe dafür werde ich gleich näher erläutern. Jedenfalls muss ich hin und wieder Platz im Bücherregal schaffen und wollte dem Roman im Zuge dessen nochmal eine Chance geben. Und eigentlich bringt „Zeit der Gespenster“ vieles mit was ich mag: Schönes Cover, interessanter Titel und Geister! Ja, ich liebe Geistergeschichten, aber um eine konventionelle Geistesgeschichte handelt es sich hier nicht.
    Eine der vielen Protagonisten in diesem Roman ist Ross. Dieser hat bei einem tragischen Unfall seine Verlobte verloren und ist fortan von einer unbändigen Todessehnsucht getrieben. Allerdings stirbt es sich für Ross nicht so leicht und so sucht er mittels Parapsychologie den Kontakt zur verstorbenen Geliebten und findet dabei einen ganz speziellen Geist, der ihn in seinen Bann zieht.
    Gleich am Anfang fiel mir wieder ein, was mich an dem Buch genervt hat. Zahlreiche Perspektivwechsel und und eine unzureichende Einführung der Charaktere. Da blättert man schon ein paar mal vor und zurück, um sich ins Gedächtnis zur rufen, wer zum Geier jetzt nochmal Eli, Spencer oder Az war. Natürlich gibt sich das nach einer Weile, aber es erschwert einen den Einstieg in den Roman erheblich. Zum besseren Verständnis zähle ich vorkommenden Personen hier mal auf: Da wäre Ross (Der Suizidgefährdete), Shelby (Ross‘ gestresste, alleinerziehende Schwester), Ethan (Shelby‘s lichtallergischer Sohn), Az (über hundertjähriger Abenaki), Lia (Ross‘ mysteriöse Bekanntschaft), Spencer (uralter Greis und Besitzer des Pike Grundstücks), Eli (städtischer Polizist), Rod (Leiter des Bauprojekts), Meredith (Genforscherin), Lucy (Merediths‘s übersinnlich begabte Tochter) und Ruby (Großmutter von Meredith). Und ja, jeder von denen erzählt aus seiner eigenen Perspektive, auch wenn ein paar von ihnen nur selten auftauchen.
    Die Geistererscheinungen und paranormalen Aktivitäten wiederum, fand ich schön ausgefallen. Alles andere als gruselig, aber von einer geradezu romantischen Melancholie und Stille. Während andere Romane mit ähnlicher Thematik Parapsychologie noch glaubhaft einbauen, gibt sich dieser hier recht wenig Mühe damit, sodass es fast schon an Fantasy grenzt. Schlimm fand ich das aber gar nicht, denn dieser Teil der Geschichte gefiel mir noch am meisten. Neben diesen Handlungsbogen, geht es nämlich noch um Indianer und Eugenik. Zwar fügen sich diese Handlungsstränge alle geschickt zusammen und sind an sich auch interessant, doch auf mich wirkte die Geschichte deswegen und der zahlreichen Erzählperspektiven heillos überladen. Man merkt, dass sich die Autorin bei der Recherche viel Mühe gegeben hat, aber mir war es einfach zu viel und gerade den Schluss hätte man gerne noch kürzen können. Sowieso wirkt das Ende zu perfekt und überzeichnet.
    Dennoch möchte ich dem Roman knappe 4 Sterne geben. Er weiß zu fesseln, bleibt spannend und nicht immer kommt direkt hinter das Geheimnis. Das ist ein Pluspunkt, weil ich mittlerweile schon recht früh den Braten rieche und so viele Romane für mich an Spannung verlieren.
    Obwohl ich mir sicher war, den Roman nach nochmaligen lesen für ein paar Euros zu verkaufen, habe ich mich entschlossen ihn zu behalten. Am Ende gefiel mir trotz der genannten Schwächen die Atmosphäre des Romans so gut, dass ich ihn in meiner Geistergeschichten-Sammlung nicht missen möchte.

  15. Cover des Buches Die Seelen im Feuer (ISBN: 9783596171644)
    Sabine Weigand

    Die Seelen im Feuer

     (154)
    Aktuelle Rezension von: Rosi25

    Wir befinden uns hier im 17Jh. in Bamberg. Es werden unschuldig Hexen verfolgt, gefoltert und verbrannt. Die Angst geht in der Stadt um. Johanna wurde auch festgenommen und bangt um ihr Leben.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und anschaulich. Die Geschichte beruht auf wahren Tatsachen und ist sehr gut recherchiert,  so werden immer wieder Augenzeugenberichte von damals abgedruckt. Diese waren auf Grund der Sprache von damals, nicht ganz so einfach zu lesen und mein Lesefluss wurde so ein bisschen ausgebremst. Ansonsten war es eine sehr erschreckende Geschichte, da man weiss, dass es diese Hexenverbrennungen wirklich gab.

  16. Cover des Buches Der Fluch (ISBN: 9783453435780)
    Stephen King

    Der Fluch

     (199)
    Aktuelle Rezension von: Buecherbaronin

    Ja, was soll ich sagen? Es ist ein King, und der Meister hat mich noch nie enttäuscht. Manchmal nicht ganz so gut unterhalten wie normalerweise, aber ich liebe einfach seinen Schreibstil. Die ausufernden Beschreibungen, die so viel Atmosphäre erzeugen. Die interessanten und oft sehr komplexen Figuren und wie er sie darstellt. Und die Dialoge, die authentisch, kurzweilig und manchmal auch ziemlich witzig sind.

    Als Richard Bachman hat Stephen King tatsächlich eine leichte Veränderung in seinem Stil. Er erscheint mir hier ein bisschen direkter, ein bisschen trockener und auch gemeiner. Aber so richtig zu fassen bekomme ich es nicht. Und im Endeffekt ist es auch egal.

    „Der Fluch“ hat eine fiese Ausgangssituation: Billy, der abgesehen vom Übergewicht ein prima Leben genießt, muss sich einem Fluch stellen, der weit über seine Vorstellungskraft hinausgeht. Es passiert noch gar nicht mal so ewig viel, aber trotzdem nimmt einen die Story mit, man beobachtet das Zusammenspiel der Figuren und Billys zunehmende Verzweiflung. Und wie Billy versucht, sein normales Leben zurückzubekommen, liest sich zwar ein bisschen nach Deus Ex Machina, aber auch sehr unterhaltsam.

  17. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

     (534)
    Aktuelle Rezension von: felicittas

    ich habe zwei anläufe für dieses buch gebraucht und ehrlich gesagt auch beim zweiten fast aufgegeben. gerade die ersten 150 seiten und die geschehnisse des krieges sind genauso wie die charaktere mit den sich stark ähnelnden namen sehr verworren. an dem punkt, an dem ich aufgegeben habe, mir die verwandschaftsverhältnisse und die handlung genau erklären zu wollen, habe ich angefangen durch die seiten zu fliegen. das ende hinterlässt einen mit einer eigentümlichen stimmung, die das lesen wert macht - auch wenn der roman kein einfacher bleibt.

  18. Cover des Buches Skin Deep - Nichts geht tiefer als die erste Liebe (ISBN: 9783791510330)
    Laura Jarratt

    Skin Deep - Nichts geht tiefer als die erste Liebe

     (166)
    Aktuelle Rezension von: ilariareads

    Cover und Gestaltung: 

    Das Cover ist mal was anderes, sehr originell, findet man nicht in jeder Bibliothek oder Buchhandlung. Das Buch fällt dadurch sofort auf!

     

    …Sprache und Stil: 

    Der Schreibstil war echt toll. Mal was anderes, es war nicht wie jedes 0815 Buch, sehr schön und sanft!

    …. Inhalt und Charaktere:

    Der Inhalt war so wunderbar! Ich habe es geliebt! Eine Geschichte von Ryan, einem Nomade der auf einem Hausboot lebt und dessen Mutter krank ist, und Jenna, die ein Narbengesicht hat, und die schlussendlich mit Ryan zusammenkommt. Der Mord hat dem ganzen noch einen Plot Twist verpasst und was mir besonders gefallen hat war das man aus der Sicht von Jenna und von Ryan las. Grosses Kompliment! Also ich muss sagen, von den ganzen Charakteren hat mir tatsächlich Ryans Mutter und Jenna am besten gefallen. Ryans Mutter, die, wenn sie in ihrer depressiven Phase ist, viele fiese Sachen zu Ryan sagt und die schon so viel trauriges erlebt hat, genau wie Jenna, die wegen ihrem Gesicht schon manchen Spöttereien aus dem Weg gehen musste

     

    Mein Fazit:

    Ein wunderschönes Buch dass es sich definitiv lohnt zu lesen, für jung und Alt!

     

    Meine Bewertung:

    5/5 Sternen!!!


  19. Cover des Buches Das verborgene Lied (ISBN: 9783453356801)
    Katherine Webb

    Das verborgene Lied

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Der Galeriebesitzer mit Schreibambitionen Zach, hat ein besonderes Faible für Gemälde des berühmten Malers Charles Aubrey, was auch ein wenig daran liegt, dass Zach glaubt, seine Großmutter hätte einst eine Liaison mit Aubrey gehabt. Als Zachs Galerie schwächelt und er auch noch von seiner Frau verlassen wird, die mit ihrem neuen Mann und Zachs kleiner Tochter ans andere Ende der Welt zieht, braucht Zach unbedingt ein neues Betätigungsfeld.

    Als er durch Zufall die alte und sehr zurückgezogen lebende Dimity Hatcher kennenlernt, die in dem Ort lebt, in dem Charles Aubrey einst mit seinen Töchtern und seiner Lebensgefährtin seine Urlaube verbrachte und die sich als eine der bevorzugten Musen entpuppt, die Charles einst auf seinen Bildern verewigte, kommt Zach die Idee ein Buch über das persönliche Leben von Charles Aubrey zu schreiben, doch dafür braucht Zach Dimitys Einverständnis und mehr noch, er hofft, dass die vorsichtige alte Dame sich darauf einlässt, aus vergangenen Zeiten zu erzählen. Zeiten, in denen sich Dimity unsterblich in den viel älteren Charles verliebte. Was Zach nicht ahnt, dass er in dem kleinen idyllischen Ort am Meer nicht nur eine neue Liebe findet, sondern auch ein Geheimnis lüften kann, dass ihn und alle Beteiligten in den Grundfesten erschüttern wird.

    Im Jahre 1937 ist Dimity noch ein junges Mädchen, das eher eine Außenseiterposition im Dorf inne hat, da ihre Mutter als Dorfhexe und Prostituierte verschrien ist. Als Charles Aubrey mit seiner Familie dort Urlaub macht und sich seine jüngste Tochter mit Dimity anfreundet, fühlt sich Dimity wie im Paradies. Doch Unheil naht, als Dimity sich Hals über Kopf in den viel älteren Mann verliebt…

    Der dritte Roman von Katherine Webb ist wieder mit den gleichen Zutaten gewürzt, wie auch die Vorgängerbände. Gleich auf zwei Zeitebenen treibt die Autorin ihre Story voran, doch im Gegensatz zu „Das geheime Vermächtnis“ und „Das Haus der vergessenen Träume“ kommt die Geschichte diesmal sehr langsam in Fahrt. Erst nach knapp 150 Seiten stellte sich beim Lesen bei mir der übliche Sog ein, der mich bislang stets an Bücher der Autorin gefesselt hat und offenbart dann Stück für Stück ein Puzzleteilchen mehr, das nötig ist, um die Handlungsstränge am Ende zu einem Ganzen zu verknüpfen und das Geheimnis, das Dimity und noch eine weitere Person umgibt, zu lüften.

    Ein wenig sperrig sind diesmal leider trotz aller Spannungsmomente auch die weiblichen Charaktere geraten. Besonders Dimity machte es mir etwas schwer, sie zu mögen, denn ihre Vernarrtheit in Charles mag zwar im Kern nachvollziehbar erläutert werden, hat sie aber auch eine Spur unsympathisch wirken lassen, da ihre Besessenheit Charles gegenüber ein wenig „too much“ auf mich wirkte. Auch hinsichtlich Hannahs Figur benötigte ich eine gewisse Eingewöhnungszeit um sie in mein Leserherz schließen zu können, doch dafür fand ich diesmal die männliche Hauptfigur des Romans, Zach sehr gut charakterisiert. Hier hat die Autorin sehr gut Zachs Unsicherheit was seine berufliche und private Zukunft angeht verdeutlichen können und zudem trägt er auch sein Herz auf dem rechten Fleck.
    Auch die dunklen Geheimnisse, die am Ende aufgelöst werden, haben es durchaus in sich und diesmal konnte ich noch nicht einmal im Ansatz erahnen, was sich die Autorin für ihre Leser hat einfallen lassen. Der Schreibstil von Katherine Webb ist wie gewohnt sehr eingängig und die bildhaften Beschreibungen des Settings runden den Roman sehr gut ab.

  20. Cover des Buches Der Wunschzettel (ISBN: 9783442464364)
    Alexandra Potter

    Der Wunschzettel

     (434)
    Aktuelle Rezension von: jeanne1302

    ...mit vielen Lachern, traurigen Momenten und viel Erkenntnis. 

    Gut - ist jetzt keine "hohe Literatur" und auch hier waren der eine oder andere Rechtschreibfehler nicht behoben worden, aber trotzdem ist die Lesezeit eine sehr angenehme gewesen. Vielleicht ein typischer Frauenroman, aber deshalb nicht unbedingt weniger wert. 

    Heather wünscht sich viel. Es passiert eigentlich stündlich, dass ihr irgendein Wunsch ins Gehirn oder über die Lippen kommt. Es könnte doch mal aufhören zu regnen, ich wünschte ich würde dieses letzte Sandwich erhalten, einen freien Parkplatz oder Platz in der U-Bahn, den Traummann, eine Villa in der Toskana, etc. Durch eine alte Frau, die ihr ein kleines Heidekraut-Sträußchen schenkt, werden dann diese Wünsche wahr. Es gibt kein Parkplatzproblem mehr, verlegte Dinge sind schnell gefunden und ja...sogar das ersehnte Tor der Nationalmannschaft kann herbeigewünscht werden...

    Doch irgendwo stellt Heather fest, dass sie mit jedem erfüllten Wunsch - insbesondere den Größeren wie z.b. dem Traummann - nicht wirklich glücklich wird. Irgendwas läuft eben schief, bis ein Schicksalsschlag ihr klar macht, welche Wünsche wirklich im Leben wichtig sind und welche unerheblich. 

    Dieses Buch kann eine Mahnung sein, sich seine eigenen Wünsche mal genauer anzuschauen und zu überdenken, so ganz nach dem Motto: Prüfe was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen. 

    Es gilt einfach achtsam zu sein mit den eigenen Wünschen, achtsam was man wirklich im Leben will und was für einen im Leben wirklich von Wert ist.

    Ein alter lang gehegter Wunsch kann mal wirkliche Erfüllung bringen - und manchmal einfach nur ein illusorisches Gerüst, das in der momentanen Realität weder Bestand hat, noch tatsächlich Glück bringt. 

  21. Cover des Buches Der Geheime Zirkel III, Kartiks Schicksal (ISBN: 9783423716857)
    Libba Bray

    Der Geheime Zirkel III, Kartiks Schicksal

     (291)
    Aktuelle Rezension von: Zauberhafte_Buchseiten_x3

    》Manchmal, wenn der Wind durch dir Blätter weht, klingt es wie dein Name. Es ist dann wie ein Seufzer. Der schönste Klang, den ich jemals gehört habe.《 


    ▪︎Meinung: Gemma ist es gelungen Circe zu besiegen und die Magie in sich zu bündeln. Doch plötzlich bleibt ihr der Zugang zum magischen Reich verwehrt. Das Tor aus Licht erscheint nicht mehr. Doch als sich Gemma mit ihrem Schicksal fast abgefunden hatte, legen Bauarbeiter im niedergebrannten Ostflügel einen Stein frei... 

    Gemma hat mir schon von Anfang an sehr gefallen. Sie war nicht so wie die anderen Mädchen und denkt auch nicht so Klischeehaft, wie es in dem Zeitalter des Buches, der Fall war. Gemma möchte mehr sein als nur eine Ehefrau. Ich habe sie für ihren Mut sehr bewundert. 

    Ihre Freundinnen, Ann und Felicity, dagegen haben mich meist etwas genervt. Ich habe sie auch nicht als richtige Freundinnen empfunden, weil ich das Gefühl hatte Gemma war ihnen nur wichtig wegen der Magie. Ich fand beide einfach sehr unsympathisch. 

    Der Schreibstil der Autorin war wirklich sehr gut und auch das Setting konnte ich mir sehr gut vorstellen, da alles so bildlich beschrieben wurde. 

    Das Ende war anders als gedacht, aber es hat dennoch zu der gesamten Geschichte gepasst. 

    Leider hatte das Buch auch so einige Längen, wo ich mich echt zwingen musste weiter zu lesen. Aber zum Glück habe ich das überwunden und konnte in die Geschichte abtauchen. 

    Die gesamte Reihe bekommt eine Leseempfehlung von mir.

  22. Cover des Buches Nebel im August (ISBN: 9783570403280)
    Robert Domes

    Nebel im August

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ein sehr bewegendes Buch, das die Geschichte von Ernst Lossa erzählt.
    Eine schockierende Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht.
    Ernst Lossa wird von seiner Familie getrennt, kommt in ein Kinderheim.
    Er klaut, gilt als schwer erziehbar und wird so von einem Kinderheim ins nächste gesteckt.
    Irgendwann landet er in der Psychiatrie, obwohl er kerngesund ist. Doch er gilt als Psychopath.
    Außerdem ist er ein Jenischer, ein "Zigeuner".
    Und so wird er letztendlich ein Opfer der NS-Euthanasie. Er bekommt 1944 die Todesspritze verabreicht.
    Es ist bestürzend, dass diese "Geschichte" wahr ist. Die Dialoge sind fiktiv, aber das ganze Gerüst drum herum ist wahr und macht es so grausig und schockierend.
    Mich hat die Geschichte von Ernst Lossa tief bewegt als Beispiel von so unendlich vielen Opfern der damaligen Zeit.
    Den Film habe ich noch nicht gesehen, möchte das aber noch nachholen.
    Das Buch kann ich auf jeden Fall empfehlen!

  23. Cover des Buches Blutring (ISBN: 9783522504898)
    Gerd Ruebenstrunk

    Blutring

     (33)
    Aktuelle Rezension von: TanteGhost
    Ich habe ja viel erwartet, bei dem Titel. Was ich dann aber bekommen habe, war einfach nur klasse!

    Inhalt:
    Aus einem Urlaub in Barcelona wird plötzlich die Tatsache, dass die Eltern da hin umziehen wollen. Danny muss mit, ob er will oder nicht.
    In Barcelona fast er zunächst nicht wirklich Fuß. In der Schule landet er neben dem Klassennerd und auch sonst sucht er nicht gerade den Anschluss.
    Eines Tages stirbt vor einem Supermarkt ein alter Mann. Danny bringt mit Hilfe seines Hundes die paar Habseligkeiten des Mannes zu seiner Familie.
    Zunächst stößt ihm Ablehnung entgegen. Doch schon einen Tag später bekommt Danny Besuch von einem angeblichen Polizisten. Und damit rutscht er in ein Abenteuer um einen unscheinbaren goldenen Ring hinein.

    Der erste Satz:
    „An der Ecke der Rambla de Catalunya und des Carrer de la Diputació in Barcelona liegt ein kleines Café, in dem sich vorwiegend Taxifahrer aufhalten, deren Stand sich gleich gegenüber befindet.“

    Der letzte Satz:
    „Gibt es einen besseren Moment, meine Geschichte zu beenden?“

    Fazit:
    Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf dieses Buch gekommen bin. Aber es wird wohl das Cover gewesen sein. Dazu der recht markante Titel... Beides hat mich jedenfalls erst einmal auf die falsche Fährte gelockt. Ich dachte, ich hätte es hier mit einer Sekte zu tun, die Menschenopfer feiert. - Aber dann bekam ich ein Jugendbuch.
    Am Anfang ging es seicht in die Geschichte rein. Danny erzählt die Story quasi aus seiner Sicht. Und dabei entwickelt sich eine sehr spannende Handlung. - Mal ehrlich, wenn da nicht das wirkliche Leben gewesen wäre, hätte ich die paar Seiten auch am Stück runter gelesen. Aber so war ich leider zu Pausen gezwungen. Nach diesen Pausen bin ich aber immer wieder super in die Handlung hinein gekommen.
    Ja, bei dieser Lektüre handelt es sich um ein Jugendbuch. Aber die Handlung ist in keiner Weise kindisch oder so. Die handelnden Personen sind Jugendliche. Aber die geraten in ein Abenteuer, was auch einem Erwachsenen hätte passieren können. Und ganz nebenbei lernt die Leser noch etwas über Barcelona und seine Geschichte und Umgebung.
    Die Orte und Handlungen sind gut beschrieben. Mir bleib auf jeden Fall noch genügend Raum für meine eigene Fantasie. Und damit auch für den Film in meinem Kopfkino. Der war farbenprächtig und spannend.
    Auf jeden Fall war das Buch auch als Feierabendlektüre sehr gut geeignet. Man bricht sich keine Gehirnwindungen beim Lesen und auch abgespannt, versteht man, was man liest.
    Von Gerd Ruebenstrunk habe ich bisher nichts gehört. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass ich mir von ihm noch einmal ein Buch zu Gemüte führen werde. Er macht seine Sache echt nicht schlecht.

    Ich kann für das Buch eine Leseempfehlung aussprechen. Es war alles da, was ein gutes Buch so braucht. Von Spannung und Verfolgung, bis hin zur ersten Liebe, die sich dann auch als nicht einfach heraus stellt. Das Lesen war kurzweilig und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
    Ok, es handelt sich um ein Jugendbuch. Das ist in dem Fall aber egal. Dafür ist es durch die einfache Sprache und nicht verschachtelten Sätze sehr einfach zu lesen und als Feierabendlektüre bestens geeignet.

    (Auszüge des des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)
  24. Cover des Buches Wolfsglut (ISBN: 9783802582073)
    Lori Handeland

    Wolfsglut

     (190)
    Aktuelle Rezension von: Chronikskind

    Es ist doch schon ein Weilchen her, dass ich die beiden Vorgängerbände gelesen habe und ich war doch ein wenig skeptisch, ob man sie als Vorwissen braucht oder es auch ohne geht. Tja ... ein bisschen was von beidem schätze ich. Wobei das, was man aus Vorgängern braucht, auch nochmal erwähnt wird, sodass ich eigentlich keine Probleme hatte, der Handlung und den Verstrickungen zu folgen.

    In die Geschichte habe ich relativ schnell reingefunden, der Stil las sich gut weg, sodass man die Geschichte auch flink wieder beenden konnte. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir jedoch noch ein paar mehr Beschreibungen gewünscht.

    Die Handlung war okay. Nichts wirklich besonderes, es waren auch nur wenige Kniffe dabei, aber zumindest gut zum Weglesen. Der Klappentext verrät recht wenig zur Handlung an sich, was ich sehr gut fand, denn so konnte man sich wenigstens ohne Vorkenntnisse auf alles einlassen. Bei der Auflösung hätte ich mir noch ein paar Infos gewünscht. Das ging mir am Ende doch ein wenig schnell und ich bin mir nicht so ganz sicher, ob ich auch wirklich alles mitbekommen habe. Oder für die nächsten Bände behalten werde. Denn auch wenn es da um ein neues Pärchen geht, wird sicher einiges nochmal aufgegriffen.

    Die Protagonisten fand ich okay, vom Hocker gehauen haben sie mich aber beide nicht. Die Handlung wird nur aus der Sicht von Elise erzählt, was ich ein bisschen schade fand. Nic ging dadurch etwas unter und ich glaube immer noch, dass es mehr über ihn zu erfahren gibt. Elise ... yoar, okay, aber sie hätte ruhig ein bisschen standhafter sein können.

    Die Nebencharaktere fand ich okay, es waren fast ausschließlich die, die man aus den Vorgängern schon kannte. Auch wenn ich mich schon gefragt habe, ob ich Jessie damals auch so nervig fand^^

    Mein Fazit
     Auch wenn die ersten beiden Bände schon ein ganzes Weilchen her sind, hatte ich keine Probleme damit, der Handlung zu folgen. Auch wenn ich mir ein paar mehr Kniffs und Tricks gewünscht hätte. Ebenso wie am Ende ein paar mehr Seiten, um das Chaos richtig aufzuklären. Die Protagonisten waren okay, hätten aber auch ein wenig mehr Tiefe haben können.

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