Bücher mit dem Tag "zivilisation"

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373 Bücher

  1. Cover des Buches Die fünfte Welle (ISBN: 9783442313341)
    Rick Yancey

    Die fünfte Welle

     (978)
    Aktuelle Rezension von: BiblioJess

    Vier Wellen, die beinahe die gesamte Menschheit ausgerottet haben. Elektronik weg, Flutwellen, Seuche, und die sogenannten Silencer. Cassie hat ihre Eltern verloren und ihr kleiner Bruder wurde verschleppt. Sie hat gelernt, niemandem mehr zu vertrauen. Bis sie von Evan Walker gerettet wird. Sie weiß, sie sollte sich von ihm fernhalten, aber er ist der erste Mensch, dem sie seit Langem begegnet. Und während Cassie sich darauf vorbereitet, zu ihrem Bruder zu gelangen, muss sie schon bald herausfinden, was die fünfte Welle sein wird.


    Sci-Fi-Apokalypse-Alien-Endzeitroman. So in etwa lässt sich Die 5. Welle beschreiben. Und diese Stimmung bringt Rick Yancey perfekt rüber. Die Einsamkeit, die Gefahren, die kaputte Welt, die Toten, und wie das alles die Menschen verändert – das ist alles atmosphärisch überzeugend umgesetzt und hat mich gepackt.

    Die Idee mit den Wellen finde ich außerdem total spannend und einfallsreich. Die, und das Mutterschiff über der Erde, bringen etwas besonders Mysteriöses mit rein, machen die „Anderen“ irgendwie gerade deshalb so gefährlich und unheimlich, weil ein System dahinter zu stecken scheint. Sonst hätte man ja auch einfach einen Meteoriten auf die Erde knallen lassen können. Man fragt sich die ganze Zeit, was es damit auf sich hat. Natürlich geht es auch brutal in dem Buch zu, mit Tod, vielen Waffen, Militär. Aber da ist eben auch dieser düstere Faktor, der eher von der Stimmung her wirkt als von Action.

    Cassie ist mir sympathisch und auch die anderen Charaktere, von denen einige auch mal eine „Ich-Perspektive“ bekommen, sind interessant und bieten Potenzial und ich war neugierig, was mit ihnen passiert. Aber sie blieben eher blass für mich, richtig greifen konnte ich sie irgendwie nicht. Auch die „Beziehung“ zwischen Cassie und Evan fand ich nicht so recht überzeugend. Das Buch wird definitiv über die Handlung und die Atmosphäre getragen, nicht über die Charaktere.

    Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, der Autor wiederholt auf der einen Seite relativ viel (drei aufeinanderfolgende Sätze, die fast das gleiche sagen – ein absichtliches Stilmittel, aber manchmal etwas seltsam), auf der anderen Seite ist es manchmal hektisch und etwas kompliziert. Aber es ist auf keinen Fall nicht einfach nur flaches Action-Szenario, der Schreibstil hat schon auf was Philosophischeres an sich.


    Auch wenn die Charaktere mich nicht ganz überzeugen konnten, die Ausgangssituation und die Handlung haben mich gepackt, deshalb gibt es 4 Sterne.

  2. Cover des Buches Ich fürchte mich nicht (ISBN: 9783442478491)
    Tahereh H. Mafi

    Ich fürchte mich nicht

     (1.481)
    Aktuelle Rezension von: Lysianne

    Ich bin echt überrascht.

    Ich habe schon ein paar mal überlegt gehabt, dieses Buch zu lesen, allerdings hat mich der Klappentext nie richtig überzeugen können, weswegen es so lange gedauert, dass ich dem Hype nachgegangen bin. Und auch, als ich dann angefangen habe zu lesen, wusste ich nicht so genau, ob die Geschichte mir gefallen wird und wo sie hinführt.

    Aber spätestens nach den ersten 5 Kapiteln war ich drin, und wollte die ganze Zeit über weiter lesen, einfach um immer mehr zu erfahren.

    Vergleichsweise mit der zweiten Hälfte, war die erste Hälfte nicht ganz so gut, aber dennoch in keinster Weise schlecht.

    Auch der Schreibstil war besonders. Ich finde, dass dieser teilweise sogar ein wenig poetisch war, was irgendwie ganz neu für mich war, aber mir sehr gut gefallen hat.

    Ich bin aufjeden Fall schon gespannt auf den 2 Teil und möchte am liebsten gleich weiter lesen. 

  3. Cover des Buches Das Licht der letzten Tage (ISBN: 9783492060226)
    Emily St. John Mandel

    Das Licht der letzten Tage

     (371)
    Aktuelle Rezension von: Himmelfarb

    Emily St. John Mandel hat einen wunderbaren Roman geschrieben.“Das Licht der letzten Tage“ ist ein kleines Wunder, eine poetische Dystopie, die dem Leser auf berührende Weise die Einmaligkeit, Schönheit und Fragilität unseres Lebens und unserer Welt vor Augen führt.

    Mandel erzählt in ihrem, für einige Literaturpreise zurecht nominierten Roman, die Geschichte des Endes unserer bekannten Zivilisation aufgrund einer tödlichen Pandemie. Der Großteil der Weltbevölkerung fällt der „Georgischen Grippe“ zum Opfer, aber einige Menschen überleben und versuchen, zwischen Erinnerung an die alte Welt und Verzweiflung, ein neues Leben aufzubauen. Auf magische Art verknüpft Mandel das Leben ihrer Protagonisten und führt die verschiedenen Erzählstränge zu einem , humanistischen Epos zusammen. 

    Von mir kann ich behaupten, etwas Derartiges noch nie gelesen zu haben. Meist geht es in dystopischen Romanen um diktatorische Gesellschaften, wie in „Der Report der Magd“ oder „1984“, oder aber um ein Leben nach einer Katastrophe, welches von Zombies oder grauenhaften Mutationen heimgesucht wird, und dann gibt es die Bücher, in denen die Handlung ein einziger Abgesang auf das menschliche Leben ist, wie z. B. „Die Straße“ von Cormac McCarthy.

    Emily St. John Mandel lässt in ihrer Endzeit Hoffnung walten und Liebe, lässt die Erinnerung, an das, was wichtig im Leben ist, als Balsam in die Seelen ihrer Figuren einsickern. Dichtung kann heilen, Liebe und Freundschaft lässt den Menschen alles ertragen, und immer kann das Leben überraschen und glücklich machen. Für mich ist das große Literatur!

  4. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.332)
    Aktuelle Rezension von: DustBunny

    Die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander sind sehr interessant. Die Handlung ist wirklich originell sowie faszinierend, und ich finde sie an sich auch spannend, mir ist der Schreibstil allerdings etwas zu ausschweifend, sodass sie mich nicht zu 100% packen konnte.

  5. Cover des Buches Ich und die Menschen (ISBN: 9783423216043)
    Matt Haig

    Ich und die Menschen

     (708)
    Aktuelle Rezension von: Lilli33

    Broschiert: 352 Seiten

    Verlag: dtv (1. April 2014)

    ISBN-13: 978-3423260145

    Originaltitel: The Humans

    Übersetzung: Sophie Zeitz


    Ein außerirdischer Blick auf die Menschen


    Inhalt:

    Professor Andrew Martin macht eine große mathematische Entdeckung, die eine Gefahr für das Universum darstellt. Martin muss sterben. An seine Stelle tritt ein Außerirdischer mit dem Auftrag, alle zu töten, die von Martins Entdeckung wissen könnten. Zunächst kein Problem für ihn, weiß man doch im ganzen All, wie unnütz, gewalttätig und dumm die Menschen sind. Doch je länger „der neue Andrew“ auf der Erde ist, desto mehr erkennt er die Schönheit in den Dingen und in den Menschen … 


    Meine Meinung:

    Dies ist ein Buch für all jene, die einen Sinn im Leben suchen. Sie werden ihn bei der Lektüre womöglich auch nicht finden, aber vielleicht erkennen, dass sie mit dem Suchen aufhören sollten und stattdessen ihr Leben so zu leben, dass irgendjemand etwas davon hat. 


    Matt Haig erzählt hier eine herzerwärmende Geschichte mit schönen Worten. Er zeigt uns einen ganz besonderen Blick auf die Spezies Mensch, auf alles Schöne und alles Absurde, das diese Menschen den lieben langen Tag tun. 


    Besonders gelungen fand ich dabei die 97 Ratschläge gegen Ende des Romans. An denen ist wirklich was dran ;-)


    ★★★★☆


  6. Cover des Buches The Stand - Das letzte Gefecht (ISBN: 9783453438187)
    Stephen King

    The Stand - Das letzte Gefecht

     (775)
    Aktuelle Rezension von: Aleshanee

    Natürlich erinnert das Szenario mit dem Virus an unser derzeitiges Problem und es gibt so kleine Details, die einen an die jetzige Situation denken lassen - aber im Buch ist die Anzahl der Überlebenden so hoch, wie bei uns die Verstorbenen - die Welt erscheint hier also nahezu leer.
    Bis Amerika allerdings "entvölkert" ist, dauert es schon eine Weile, denn King lässt sich hier mal wieder sehr viel Zeit, um die Protagonisten, die eine Rolle spielen, gut kennenzulernen.

    Bis dahin beschreibt King aber sehr gut, wie das ganze abläuft. Es startet mit der Flucht aus einem Militär-Stützpunkt, einer Flucht aus Angst, die jedoch über das Schicksal der Menschen auf der ganzen Welt bestimmen wird. Der Virus kommt hier aus dem Labor, das er nie hätte verlassen sollen und breitet sich unglaublich schnell aus: Überlebenschance so gut wie Null.
    Wie das ganze seine Kreise zieht und sich ausbreitet erlebt man mit einigen Figuren, wie dem Musiker Larry, dem taubstummen Nick, der schwangeren Frann oder dem jungen Mann Stu. Deren Leben und die Veränderungen werden detailliert geschildert, wie man es von dem Autor kennt, das macht er ja sehr gerne - und dadurch lernt man jeden von ihnen auch sehr gut kennen. King´s Gespür fir seine Figuren ist schon jedes Mal wieder phänomenal!

    Diese Überlebenden haben eigentlich eine perfekte Chance, wieder zusammen zu finden und das Leben der Menschen von Grund auf neu zu organisieren. Natürlich gibts da auch ein paar irre Schläger und Waffenfanatiker, die das für sich ausnutzen wollen und denen man lieber nicht über den Weg laufen sollte. Vor allem auch das Fehlen medizinischer Versorgung ist wohl der schlimmste Faktor. Ein Gruppe, die ohne Arzt unterwegs ist, hat auch bei kleinen Infektionen wenig Chancen.
    Ansonsten könnte es aber eine Chance auf einen Neuanfang sein. Die Umwelt erholt sich, die Menschen finden sich, Techniker können den Strom wieder hochfahren und die kleinen Städte neu bewohnbar gemacht werden.
    Bei The Walking Dead kamen hier ja noch die Gefahr der Zombies dazu; und für King war das Drama wohl auch noch zu wenig, denn er stellt den Überlebenden einen Gegenspieler: den "dunklen Mann", den "eitlen Geck", eine Art Handlanger des Teufels, der seine ganz eigenen Vorstellungen hat, wie die Zukunft auf Erden aussehen soll. Und natürlich strömen auch zu ihm die Menschen - jene, die sich von der dunklen Aura der Macht und des Bösen angezogen fühlen.
    Dabei geht er teilweise auf sehr subtile und brutale Weise vor, um sich seine Anhänger gefügig zu machen und auch hier lernt man einzelne Charaktere näher kennen um zu verstehen, wie sie in seine Fänge geraten sind.

    Zum einen ist es wieder mal eine genial erzählte Geschichte, zum anderen gibt es aber auch wieder einige Längen. Mit 1400 Seiten kann man es schon als Mammutwerk betrachen, umso mehr fand ich es etwas schade, dass dieses "letzte Gefecht" auf die letzten 200 Seiten runtergebrochen worden ist und auch nicht das Spektakel war, das ich mir darunter vorgestellt hatte. Im Fokus steht das über- und weiterleben und die Bildung der Gruppen und wie sich diese miteinander verhalten.
    Andererseits hat er mit den Figuren wieder großartige Charaktere geschaffen, zum Beispiel mit dem taubstummen Nick, der sich nur mithilfe von Notizen verständigen kann - oder gerade auch mit Tom, der geistig zurückgeblieben ist, aber gerade dadurch eine besonders liebenswerte Art hat und dem zwischendurch die besten Gedanken kommen:

    Gerade das hatte ihm in [...] gefehlt, überlegte er: einfach Liebe. Gewiss, es gab genug nette Leute, aber in ihnen war wenig Liebe. Sie waren zu sehr mit ihrer Angst beschäftigt. Und dort, wo es nur Angst gab, gedieh Liebe nicht so besonders gut, ebenso wenig wie Pflanzen an Stellen wuchsen, wo es immer dunkel war.
    -Zitat-

    Dem "Bösen" hat King Mutter Abagail gegenübergestellt. Eine alte, wirklich sehr alte Frau, von der die Menschen träumen. Mit Träumen, Visionen und "dem Shining" spielt der Autor auch hier wieder und stellt die Menschen vor die Frage nach Gottes Glauben und Führung.

    Das wird auch einmal in einem Gespräch vertieft, das ich sehr berührend fand. Im Raum stand die Frage nach dem Sinn ihrer Aufgabe:

    "Vielleicht, um durch einen Reinigungsprozess Kraft und Frömmigkeit zu erlangen", sagte Glen. "Ihr müsst wissen, dass es hier symbolisch darum geht, Dinge abzuwerfen. Es ist eine Art Magie. Wenn man Dinge abwirft, wirft man auch andere Dinge ab, die symbolisch mit ihnen verbunden sind. Man beginnt einen Reinigungsprozess. Man beginnt, das Gefäß zu entleeren."
    -Zitat-

    Glen erklärt hier, wie man durch zeitweiligen Verzicht eine andere Sicht auf das Leben bekommt. Er spricht auch über die Initiationsriten von Stämmen, bei denen gefastet wird und bestimmte Aufgaben erfüllt werden müssen. Eine Tradition, die schon über tausende von Jahren den Menschen begleiten.
    Für mich betrifft es eher den "häuslichen" Gebrauch, mich von "Dingen" zu lösen, die ich nicht unbedingt brauche, die mich eher fesseln als befreien und je mehr ich mich von diesem Ballast lossage, desto mehr Raum schaffe ich für anderes.
    Übrigens ja auch heute noch praktiziert im Sinne der Fastenzeit, wobei mir der eigentliche Zweck nicht mehr so ganz überlebt hat.
    Glen beschreibt es auch wie eine Batterie, die sich nicht voll aufladen kann, wenn sie nicht entladen wird. Den Vergleich fand ich sehr treffend.

    Was so ein "Neustart" wirklich bewirken würde ist schon eine Überlegung wert. Wie King hier die positive Seite des Wiederaufbaus mit kleinen negativen Steinchen spickt, die einem beim weitergehen immer wieder in die Füße stechen, hat er sehr gut gemacht!

    Insgesamt ein wirklich fesselndes und sehr wirklichkeitsnahes Endzeit Szenario, das an einigen Stellen zu ausufernd ins Detail geht. Mit dem Ende hatte ich mir etwas anderes erwartet, aber vielleicht muss ich das einfach auch noch etwas sacken lassen, denn ich hab so eine leise Ahnung, das ich noch nicht ganz erfasst habe, was King hier wirklich damit aussagen wollte.

  7. Cover des Buches Schöne Neue Welt (ISBN: 9783596905737)
    Aldous Huxley

    Schöne Neue Welt

     (1.121)
    Aktuelle Rezension von: benfi

    KURZBESCHREIBUNG:
    Gott zu spielen - also Menschen ohne die natürliche Fortpflanzung zu erschaffen; dass ist in einer nahen Zukunft gelungen! Dies bringt Vorteile mit sich: in den City-Brüter und Konditionierungscenter kann man die Personen so erschaffen, wie man sie gerade benötigt: vom einfachen Arbeiter - den Epsilons - bis hin zum Führungskopf; den sogenannten Alphas. All das wird stufenweise im Reifungsprozess des künstlich hergestellten Embryos beeinflusst. Somit entsteht bei niemandem Frust und alle führen ein glückliches und sorgenfreies, koordiniertes Leben. Etwaige Gefühlsschwankungen werden direkt mit einer Art Droge, welche den Namen Soma hat, eliminiert. Bernard Marx ist jedoch anders, er möchte ebene jene andere Emotionen spüren, die der leicht verkümmerter Alpha sonst eigentlich gar nicht zu erwarten hat. Ihn reizend Dinge wie Wut, Aufregung oder auch eine gewisse Enthaltsamkeit des freigebigen Sexualverkehrs, wie er eigentlich üblich ist, was ihm alles ganz neue Gefühle offenbart. Als er eines Tages mit seiner derzeitigen Begleitung Lenina Crowne ein Eingeborenenreservat besucht und dort John sowie seine Mutter Linda kennenlernt, ändert sich sein Leben sowie seine Einstellung rapide. Linda ist nämlich keine leibhaftige Eingeborene, sondern wurde vor Jahren während eines Besuchs des Reservats in einem plötzlichen Sturm verletzt und von den Eingeborenen gesundgepflegt, während ihre Begleiter sie für tot vermuteten. Bernard erhält die Erlaubnis, die beiden zurück mit in die Zivilisation zu nehmen, was ihm als Betreuer des 'Wilden' John einen gewissen Ruhm einbringt. Allerdings rechnet er nicht mit den Gefühlen und Empfindungen von eben jenem John, dem die sogenannte Zivilisation schnell überdrüssig wird. Das scheint alles bis dahin Gut gedachte in den Abgrund zu reißen...

    KOMMENTAR:
    Selbst wenn man ihn nicht gelesen hat - der Roman 'Schöne Neue Welt' sollte so ziemlich Jedermann ein Begriff sein. Die Dystopie von dem englischen Autor Aldous Huxley aus dem Jahre 1932 wird als so wichtig angesehen, dass sie sogar im Englisch-Unterricht an den hiesigen Schulen genutzt wird. Dies war auch vor vielen Jahren mein erster Kontakt mit dem Buch, dass meine damalige Freundin im Schulunterricht beackern musste. In der englischen Sprache wurde es mir jedoch nach einigen Seiten schlicht zu anstrengend, da Huxley mit Fachbegriffen der künstlichen Fortpflanzung nur um sich wirft, dass man entnervt aufgeben mochte. Dies ist auch in der neuen Übersetzung, welche Uta Strätling im Jahre 2013 vorgenommen hatte, nicht gerade anders. Sie hat glücklicherweise den Charakteren und lokalen Stätten ihren eigentlichen Namen wiedergegeben und einige Stellen angepasst - aber Huxleys  detailverliebtes Schreiben zu den elementarsten Änderungen in seiner Zukunfts-Vision schrecken schon den einen oder anderen Leser ab. Hat man sich jedoch durch diese gelesen, schildert der Roman dem Leser schon eine schauderhafte Dystopie, welche eben nur eine oberflächliche schöne, neue Welt offenbart. Anhand der Hauptfiguren Bernard und Lenina auf der Seite der zivilisierten Menschen und John auf der Seite der Eingeborenen, welche eigentlich schlicht den Status der Zivilisation des Jetzt (oder auf den Zeitraum der Veröffentlichung bezogen) legt Huxley die jeweiligen Vor- und Nachteile auf den Tisch. Die nun nicht gerade arg verzwickte Storyline ist alsbald leicht nachvollziehbar und regt den Buchfreund doch mehr und mehr zum Nachdenken an, was sich nach Beendigung des Romans sogar noch gesteigert hat. Egal, welche Schlüsse man nun zieht, was denn letztlich eine schöne, neue Welt sei, eines ist völlig klar: die oberen Machthaber sind jene, denen es am Besten geht und wirklich alle Freiheiten haben! 

    8,0 Sterne

  8. Cover des Buches Der Ruf der Trommel (ISBN: 9783426518267)
    Diana Gabaldon

    Der Ruf der Trommel

     (871)
    Aktuelle Rezension von: lauri2001

    Nachdem Claire und Jamie in der "neuen Welt" angekommen sind, versuchen sie dort so gut es geht Fuß zu fassen. Dabei stoßen sie natürlich auf einige Probleme. Auch Brianna und Roger versuchen mit der neuen Situation umzugehen. Doch bei ihrer Recherche von der sie einfach nicht ablassen können, finden sie etwas raus, was sie auf eine gefährliche Mission bringt...

    Auch der vierte Band der Reihe konnte mich überzeugen. Die vielen Seiten schrecken zwar zunächst etwas ab, aber durch den leichten, flüssigen Schreibstil kommt man schnell durch. Wir kennen Claire, Jamie, Roger und Brianna jetzt schon sehr gut und es ist beim lesen, als würde man sich mit alten Freunden treffen. Es kommen auch wieder alte Bekannte vor, sowie zahlreiche neue, spannende Figuren. Ich finde es jedes Mal wieder interessant, wie das Leben damals so war und wie gut Claire und Jamie jedes mal mit den vielen Problemen zurechtkommen. Es wird nie langweilig mit den beiden, obwohl manche Stellen recht langatmig sind, aber das gehört irgendwie schon fast dazu. Ich bin gespannt auf die anderen Teile :)

  9. Cover des Buches Die Welt, wie wir sie kannten (ISBN: 9783551312037)
    Susan Beth Pfeffer

    Die Welt, wie wir sie kannten

     (472)
    Aktuelle Rezension von: Haihappen_Uhaha

    Ich mag die schlichte Gestaltung der Cover sehr!

    *Handlung:* Ein Asteroid trifft den Mond und bringt diesen aus seiner Umlaufbahn, was sich auf das Leben auf der Erde gefährlich auswirkt. Gelingt es Miranda und ihrer Familie zu überleben?

    *Meinung:* Ich hab die Reihe schon sehr lange zuhause und hab mich sehr auf den Auftakt gefreut. Das erste Buch wird in Tagebuchform erzählt und dreht sich um das Überleben der 16-jähringen Miranda und iherer Familie.

    Leider merkt man, dass es aus der Sicht eines Teenagers erzählt wird. Alles wird sehr kindisch und oberflächlich erzählt. Man spürt die nackte Angst ums Überleben einfach nicht. Dafür macht sich der Teeanger ziemlich viele Gedanken um Blanglosigkeiten. Es hätte so spannend und düster sein können, doch hier wurde das Potenzial leider nicht ganz ausgeschöpft. Es war gegen Ende dann doch noch recht spannend und ich werde auf jeden Fall weiterlesen, aber umgehauen hat es mich nicht.

  10. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499240362)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (504)
    Aktuelle Rezension von: M_Rose-Everly

    Worum es in dem Buch geht:

    Es werden sechs verschiedene Lebensgeschichten beschrieben, alle in unterschiedlichen Zeiten.


    Einstieg ins Buch:

    Obwohl ich eine Vielleserin bin, fiel es mir nicht leicht, in das Buch einzusteigen. Der Erzählstil ist schon recht eigenwillig und verstrickt, weshalb ich einige Sätze noch einmal lesen musste, um hinter den Sinn zu steigen.

    Auch wenn David Mitchell sehr wortgewandt und intelligent rüberkommt, konnten sich meine Erzählungen nicht recht fesseln. Man merkt zwar, mit wie viel Hingabe der Autor über die verschiedenen Leben erzählt, aber der Funke will nicht so ganz überspringen.


    Fazit:

    Schon lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen, ein Buch zu Ende zu lesen.

    Insgesamt vergebe ich deshalb 2,5 Sterne.

  11. Cover des Buches Der Kinderdieb (ISBN: 9783426506882)
    Brom

    Der Kinderdieb

     (607)
    Aktuelle Rezension von: Jessica_Diana

    Meinung
    Dieses Werk ist definitiv anders und wahrlich nichts für schwache Nerven. Man hält hier eine ganz besondere Adaption zu Peter Pan in den Händen und insbesondere das Nachwort macht deutlich, warum diese Richtung für die vermeintlich verspielte und schöne Geschichte gegangen wurde. 

    Wer das Original kennt wird hier sehr viele Parallelen im Verlauf finden, aber so viele Konstrukte und kreativen Einschübe finden hier ihren Platz, welche mich Staunen ließen, herausforderten und ab und an auch an meine Grenzen brachten. Der Beginn ist sehr eindrucksvoll, spannend und brutal. Im mittleren Teil des Buches flachte die Story ein wenig ab, sodass es im Schlussteil wieder vollends überraschen konnte. Man erhält sehr viele Details, Kämpfe, Folter, Vergewaltigung und einiges mehr zieht sich durch das Buch. 

    Ich würde fast behaupten, dass es sich hier um ein Meisterwerk handelt. Es ist ein ganz besonderes Flair, welches mich beim Lesen begleitete und auch, wenn mir die ein oder andere Szene zu brutal wurde und ich das Buch kurz zur Seite legen musste, konnte ich dennoch nicht gänzlich davon ablassen. Ich wollte erfahren welche Abgründe hier schlummern, welchen Zeichnungen ich noch begegne und vor allem welche Hintergründe sich hier auftun.

    Fazit
    Abgesehen von der kleinen Länge im Mittelteil beeindruckte mich dieser Titel ungemein. Er verlangte mir einiges ab, aber ebenso konnte mich das Buch auch fesseln, in seine Fänge nehmen und begeistern. 5 von 5 Sternen ❤

  12. Cover des Buches Wenn ihr uns findet (ISBN: 9783453534346)
    Emily Murdoch

    Wenn ihr uns findet

     (142)
    Aktuelle Rezension von: vivreavecdeslivres
    Dieses Exemplar hier ist ein klassisches Beispiel für die Sparte an Büchern, die ich mir vor Jahren (!) zugelegt habe und unbedingt lesen wollte - schliesslich lobten es alle in den Himmel -, aber dann doch tatsächlich erst einige Zeit später wirklich dazukomme. Ich war neugierig und gespannt, war genau in der richtigen Stimmung für eine etwas aufregendere Geschichte und war erstmal angetan, vom lockeren und leichten Schreibstil, der mich nur so durch die Seiten fliegen liess. Aber ich konnte von der ersten Seite an keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren und überhaupt dem ganzen Buch feststellen.

    "Die besten Sachen auf der Welt gibt's fast für umsonst, sagt Mama immer.Wie zum Beispiel das gleissende Morgenlicht, das wie Diamanten über die Wasseroberfächeunseres Flüsschens tanzt. Oder der Fluss selbst, der den ganzen Tag lang Musik vor sichhin brabbelt, so wie Nessa als Baby. Glück is' umsonst, sagt Mama."


    Dabei sind einige der Ideen sehr gut umgesetzt und die Ausarbeitung der Charaktere auch sehr feinsinnig. So ist Carey sehr schlau, aber doch auch immer wieder wahnsinnig naiv und leichtgläubig. Was vielleicht einfach mit der fehlenden Erfahrung zusammenhängt. Aber diese beiden Polen wurden immer wieder ausgehoben und in die Extreme verfrachtet, etwas, was ich nicht leiden kann, weil das nicht wirklich real ist. Die Mischung sehr kluger und doch auch naiver Denkensweise gibt es oft, aber die Trennlinie ist oft nur sehr fein sichtbar. Hier gab es einige Stellen, an der ich das Buch stirnrunzelnd zur Seite gelegt habe, da ich einfach nicht damit zurecht kam, wie Careys Handlungen oder Äusserungen, unabhängig vom tatsächlichen Inhalt, beschrieben wurden.
    "Es stimmt: Wir hatten  nicht viel. Kein schickes Haus, teure Kleider oderSachen zum Angeben. Aber ich hab immer darauf geachtet, dass wir sauber sind.
    Sauber bedeutet frei."


    Irgendwie fehlte mir der Geschichte einfach an Substanz und Details. Das grosse Vorher (leben im Wald) sowie das grössere Nachher (in der zivilisierten Gesellschaft und den völlig fremden Sitten und Gegenständen) wurden ziemlich reduziert, es wurde einiges ausgelassen. Und vieles wurde beschönigt. Versteht mich nicht falsch, es geschahen schreckliche Dinge in der Vergangenheit der zwei Mädchen, jedoch waren mir diese Dinge zu sehr auf die Spitze getrieben. Es war dann immer ein Schlag. So fehlte der Geschichte einfach an Substanz. Das sind für mich diese Momente, in denen etwas nicht schwarz oder weiss ist, die feinfühligen und dadurch viel emotionaleren Momente. Es wurde mir in diesem Buch zu selten differenziert. So war die Beziehung der Schwestern einfach unglaublich eng, aber etwaige Abweichungen oder Sonderheiten mangelten Stark, was der Geschichte wieder an Authentizität und auch Fluss raubte. 
    "Vermutlich kann man zwar das Mädchen aus dem Wald holen,aber nicht den Wald aus dem Mädchen."
    Das ich das Buch als nicht wirklich gut empfand, hat wohl einige Gründe seitens des Buches, aber auch ich ging nicht unvoreingenommen daran ran. So hatte ich aufgrund all dieser positiven Meinungen sehr hohe Erwartungen. Und ich hatte kurz zuvor Room gesehen, bei diesem das Setting ganz anders war, die Geschichte aber eine ähnliche. Da wurden keine Details ausgelassen und alles war wahnsinnig vielschichtig und hatte so viel mehr Dimension. Natürlich war dies ein Film und es hat vielleicht auch mit dem Alters- und Geschlechterunterschied zu tun, aber es machte mich regelrecht wütend, als Careys neuen Leben fast schon beschränkt wurde auf Glitzerjeans, Dates und Partys. Das finde ich auch woanders, wenn ich Ablenkung brauch. Und tiefgründig ist dieser Roman meiner Meinung nach, bis auf die paar schönen Textstellen, die ich euch rausgesucht habe, halt einfach nicht.

    http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2016/04/wenn-ihr-uns-findet.html
  13. Cover des Buches Monument 14 (1) (ISBN: 9783453411630)
    Emmy Laybourne

    Monument 14 (1)

     (164)
    Aktuelle Rezension von: EmiLilie

    Inhalt:
    Durch eine Naturkatastrophe und dessen Folgen landen 14 Jugendliche alle Altersklassen in einem Einkaufszentrum. Doch damit ist nicht genug, denn zudem entweicht ein Kampfgas einer nahen Chemiefabrik. So muss der schüchterne Dean über sich herauswachsen und muss schwierige Entscheidungen treffen.

    Cover:
    Das Cover scheint zunächst schlicht gestaltet, sodass der Titel in den giftgrünen Farben hervorsticht. Mir gefällt hierbei sehr gut, dass tatsächlich genau 14 Personen dort stehen und man den oder die ein oder andere sogar möglicherweise identifizieren kann. Mich wundert jedoch, dass alle relativ jugendlich aussehen, wo da doch auch kleine Kinder bei sind...

    Charaktere:
    Im Vordergrund steht Dean, der zu Beginn alles andere als ein Held ist. Doch nach und nach entwickelt er sich zu einem ordentlichen Charakter, der immer wieder beweist, wie fürsorglich er ist. Er ist dadurch sehr realitätsnah, was auch einige Gedanken gegenüber seinem Bruder offenbaren, die womöglich jedem Geschwisterkind in so einer Situation durch den Kopf gehen.
    Auf jeden anderen Charakter wird gut eingegangen, sodass es gerade durch deren Vielfalt nie langweilig wird, denn jeder und jede hat seine Eigenarten. Ich finde es super, dass man hier die unterschiedlichen Altersklassen mit reingemacht hat! Dadurch wird alles nochmal herausforderner.

    Handlung:
    Da ich persönlich Weltuntergangsbücher liebe, finde ich diese Reihe wirklich klasse! Es vereint mehrere Katastrophen in einem und macht es so unheimlich spannend und einzigartig! Dass so viel darauf eingegangen wird, wie sie die Kinder beschäftigen, finde ich nicht langweilig, sondern viel mehr wunderbar interessant! Denn bei dieser Bande weiß man wirklich nie, was passiert.....
    Dabei gibt es sowohl spannende als auch lustige oder gar traurige Momente, sodass von allem etwas dabei ist. Der Plot Twist ist meiner Meinung nach auch sehr gelungen und lässt sich aus einem überraschten und einem weinenden Auge sehen...
    Dennoch muss man gewahr sein, dass es an einigen Stellen nicht gerade zimperlich zu geht. Ein Kinderbuch ist es demnach nicht, aber der Weltuntergang ist eben kein Ponyhof.

    Fazit:
    Mir hat das Buch sehr zugesagt, sowohl bei den Charakteren als auch bei der Handlung. Man muss sich auf ein wenig Brutalität einstellen, d.h. inwiefern man damit klar kommt, muss jeder für sich entscheiden. Überhand nimmt dies dennoch nie.

  14. Cover des Buches Blutige Stille (ISBN: 9783596512669)
    Linda Castillo

    Blutige Stille

     (564)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee007

    Darum geht es (Klappentext):

    Alle Mitglieder der Familie Plank liegen tot auf ihrer Farm, sieben Menschen, die grausam ermordet wurden. Die Leichen des Vaters und der Söhne im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Töchter, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihrem strengen Glauben in großer Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Bis Kate Burkholder das Tagebuch der ältesten Tochter findet… 


    Meine Meinung:

    Der 2. Fall von Kate Burkholder, Polizeichefin in Painters Mill, ist genauso spannend wie der erste Fall. Einfach Nervenkitzel pur!! 

    Wer hat die ganze Familie Planke ausgelöscht und die beiden Mädchen gefoltert und misshandelt? Die bestialische Ermordung der amischen Familie ist so detailreich beschrieben worden, das mir als Leserin der Atem stockte. Was sollen sie getan haben? Sie gehören zur amischen Gemeinde in Painters Mill und leben getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit auf ihrer Farm. Kann das Tagebuch, der ältesten Tochter, den Fall lösen? Kate Burkholder und ihr Team geben alles. Tomasetti vom BCI wird von Kate um Hilfe gebeten. Die beiden sind Seelenverwandte, jeder hat sein Päckchen zu tragen. Daher verstehen sie sich so gut. Reicht es für eine Liebesbeziehung? Das wissen sie noch nicht so genau. Sie kommen dem Täter immer näher und plötzlich taucht ein Augenzeuge auf! Ist das die Wendung in dem Fall? Kate geht alles zu langsam, die Zeit rennt ihnen davon und sie hinterher!! Kate wird übermütig und möchte dem Täter eine falle stellen. Am Ende wird es so spannend!!! Der Spannungsbogen flacht an keiner Stelle ab, sondern es geht immer weiter nach oben. Ich liebe solche Thriller!!! Auch das man mitraten kann, wer der Täter ist, gefällt mir sehr gut. Ist der Täter schon zu Beginn eines Buches bekannt, habe ich keine große Lust mehr, das Buch zu lesen. Linda Castillo hat wieder alles richtig gemacht! Wer noch keinen Fall von Kate Burkholder gelesen hat, kann die Teile auch durcheinander lesen. Jeder Fall ist für sich abgeschlossen.

  15. Cover des Buches Monument 14: Die Flucht (2) (ISBN: 9783453534551)
    Emmy Laybourne

    Monument 14: Die Flucht (2)

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Mybookdream

    Was mich sehr fasziniert sind die Reaktionen der einzelnen Blutgruppen, wie schlau die Kinder für ihr alter sind und was sie alles leisten um zu überleben.

    Das Buch ist auch nicht für schwache Nerven, es kommt Aggression, Wut und paar unsanft Momente, die einem leicht erschrecken könnten.

    Ich muss auch sagen, dass mir das erste Buch wie alles begann mehr gefallen hat als jetzt das zweite Buch, liegt vielleicht daran, dass ich im ersten Buch alles erst kennengelernt habe und im zweiten Buch sie aus Ihrem „kleinen“ Kaufhaus Versteck abhauen, dabei hat mir ihr Kaufhaus leben gefallen.

  16. Cover des Buches Der dunkle Wald (ISBN: 9783453317659)
    Cixin Liu

    Der dunkle Wald

     (55)
    Aktuelle Rezension von: sursulapitschi
    Seit Band 1 wissen wir, es ist passiert. Aliens vom Planeten Trisolaris werden die Erde übernehmen, das ist so. Sie sind schon unterwegs und nicht zu stoppen. Sie sind auch den Menschen haushoch überlegen und nicht interessiert an einem Miteinander. In 400 Jahren, wenn sie die Erde erreichen, wird die Menschheit ausgelöscht. 

    Wie geht man nun damit um? Luo Ji, Astronom und Soziologe, wird mit drei anderen klugen Köpfen zum Wandschauer berufen, einem nie dagewesenen Amt. Sie genießen Narrenfreiheit, können veranlassen, was auch immer ihnen sinnvoll erscheint, um einen Weg zu finden, mit dieser Bedrohung fertig zu werden. Der Rest der Welt ist der Lage offensichtlich nicht gewachsen und zieht sich zurück in das Lager der Defätisten oder der Escapisten, die über Fluchtwege nachdenken, die vielleicht ein paar Wenigen das Überleben ermöglicht, aber keine Lösung für die Menschheit darstellt.
    Was hilft, wenn nichts mehr hilft? Ein Wunder ist vonnöten. 

    Mit viel schwarzem Humor und in wunderbarer Sprache spielt Cixin Liu hier den Ernstfall durch. Kann man sich auf das Ende der Welt vorbereiten? Macht das überhaupt Sinn? 

    Über 200 Jahre wird hier einiges versucht. Dieses Buch spielt mit einer irrwitzigen Idee und stellt einige höchst skurrile Szenarien vor, die konsequent, logisch und aberwitzig sind. Eigentlich hat man hier eine beeindruckende Mischung aus guter Idee, überraschender Handlung und originellen philosophischen Betrachtungen, mit spannenden, ungewöhnlichen Protagonisten und Potenzial zum Lieblingsbuch. Man liest es voller Ehrfurcht, staunt und amüsiert sich. Es ist genial, aber einfach zu lang. Mit einigem Bedauern habe ich immer mal wieder Passagen quergelesen, auch wenn sie wunderbar formuliert sind. Es wird leider sehr oft die Geduld des Lesers auf die Probe gestellt, auch wenn man dem Buch per se nichts vorwerfen kann. 

    Es fällt mir etwas schwer, so etwas zu bewerten, aber einem Buch, das mit solcher Brillanz geschrieben ist, kann man eigentlich nicht weniger als vier Sterne geben.
    Schon bald erscheint der dritte Band der Reihe, auf den ich mich schon sehr freue, auch wenn die Lektüre sicher wieder fordernd sein wird.



  17. Cover des Buches Herr aller Dinge (ISBN: 9783404168330)
    Andreas Eschbach

    Herr aller Dinge

     (281)
    Aktuelle Rezension von: Med95fly

    Das war mein erstes Eschbach-Buch. Es wird, trotz meiner nicht gerade euphorischen Kritik, höchstwahrscheinlich nicht mein letztes sein, weil ich grundsätzlich diese Art Geschichten mag, die er schreibt, aber...

    Fangen wir beim Umfang an: über 700 Seiten! Wirklich ein Klopper, den man erst mal schaffen muss. Ich habe über eine Woche dafür gebraucht und mich am Ende gefragt, warum um Gottes Willen das bisschen Story nicht auf 400 Seiten gepasst hat. Ich habe mich oft dabei ertappt, dass ich querlas, nur um festzustellen, dass das überhaupt kein Problem war, weil nichts relevantes passiert ist. Bei manchen Autoren wäre das ein Frevel, bei Eschbach nicht. Er beschreibt zu viel. Seine Protagonisten hingegen sind zwar ganz gut gezeichnet, bleiben aber trotzdem zu flach - hier hätte mehr Tiefe und Beschreibung gutgetan. Am Anfang der Geschichte gelingt es Eschbach noch eine Atmosphäre zu erzeugen, die den Leser in den Bann zieht. Diese zerstört er jedoch in der Mitte, wo er plötzlich das Erzähl-Tempo massiv anzieht. Die Polarinsel-Kapitel lesen sich, als wären sie aus einem anderen Buch.Dann bremst er wieder ab, nur um ins Kitschige abzutriften.

    Über die Plotlogik lasse ich mich gar nicht erst aus. Wenn ein Science Fiction Autor auf übersinnliche Fähigkeiten seiner Protagonisten zurückgreifen muss, um Zusammenhänge plausibel zu machen, stimmt was mit der Geschichte nicht.

    3 Stern mit augenzudrücken

  18. Cover des Buches Das Leben, das uns bleibt (ISBN: 9783551582751)
    Susan Beth Pfeffer

    Das Leben, das uns bleibt

     (128)
    Aktuelle Rezension von: truempi

    Ich habe die anderen zwei Bücher sehr gemocht und empfehle sie noch regelmäßig weiter. Ich finde sie sind unterschätzt. Leider hat mir das letzte Buch nicht mehr so gut gefallen. Ich finde die Charaktere sehr sprunghaft mit nicht wirklich erklärbaren Entscheidungen.  Obwohl es nur 200 Seiten sind passiert nicht wirklich viel im Buch. Mir hätten die Enden von den beiden Büchern davor so besser gefallen.


  19. Cover des Buches Jenseits der Zeit (ISBN: 9783453317666)
    Cixin Liu

    Jenseits der Zeit

     (38)
    Aktuelle Rezension von: miss_amanogawa

    Die Kurzform: 🤯😱

    Hier nun die lange Form:

    Dieser Abschluss war vieles. Er war episch, grausam, romantisch. Aber er war nicht sehr leicht zu verstehen. Cixin Liu weiß, wie man die Science in Science-Fiction unterbringt 🤯

    Das Tolle ist, dass man sein gesamtes Wissen, welches aus den Vorbänden eventuell etwas flöten gegangen ist, noch einmal minimal auffrischen kann. Aus der Sicht zweier Personen werden so die wichtigsten Geschehnisse noch einmal Revue passiert. Yun Tianming und Chen Xin, die Zukunft der Menschheit.

    Die Charaktere sind nicht immer wirklich menschlich, manchmal erscheinen sie stumpf oder charakterlos. Die Sprache, die sie sprechen, wirkt irgendwie künstlich und gefühllos. Das wird aber wiederum durch blumige und schon fast poetische Umschreibungen des Autors wieder ausgeglichen.


    Mir hat dieser letzte Band durchaus zugesagt. Nicht nur, dass hier wirklich krasse Sachen passieren, die mir schlichtweg die Sprache verschlagen haben. Hinzu kommen noch Kapitel, die aus einer Art Geschichtsbuch stammen können und das vorangegangene Kapitel inhaltlich unterstützen, oder  Märchen, die Chen Xin als geheime Botschaft erzählt werden.


    Im Großen und Ganzen wirkt alles schlüssig und logisch, was passiert. Aber die physikalischen Vorgänge, Begriffe, fast schon Abhandlungen, haben mich zeitweise etwas überfordert. Es passieren Dinge, die man sich einfach nicht so gut vorstellen kann. Auch wenn viel umschrieben und bildhaft dargestellt wurde, manches überstieg meine Vorstellungskraft. In den beiden Vorgängern geschah das meines Erachtens nach in einem kleineren Umfang. Aber die Bücher waren auch wesentlich dünner.

    Hinzu kommen die eigenartigen Handlungsweisen der Charaktere. In (teilweise extrem langen) Dialogen werden Physik und Naturwissenschaft erklärt und der Adressat versteht ohne Probleme, was gesagt wurde. Generell scheinen alle Chinesen hier Wissenschaftler zu sein. Die Bewohner anderer Länder existieren zwar, aber agieren nicht. Da es hier um chinesische Science-Fiction handelt, kann man natürlich darüber hinwegsehen. Außerdem gab es ja einen Amerikaner und zwei Russen in der Geschichte. Und eine Französin.


    Es war wirklich ein fulminanter Abschluss. Lesen tut es sich wie ein Geschichtsbuch, welches uns Einblick in unsere Zukunft gewährt. Die Zukunft der Menschheit und die Zukunft unseres Universums. Das Ende hat mir noch einmal den Rest gegeben. Zeit und Raum sind hier wirklich nur noch Begriffe ohne Bedeutung. Ich kann hier eine ganz klare Empfehlung aussprechen, trotz einiger Verständnisschwierigkeiten.

  20. Cover des Buches Seelen (ISBN: 9783551312495)
    Stephenie Meyer

    Seelen

     (5.270)
    Aktuelle Rezension von: JaninaMG

    Mit Seelen hat Stephanie Meyer wieder einmal ein wunderbares Werk geschaffen! 

    Auf den ersten Blick hält man ein unglaublich dickes Buch in den Händen und könnte erwarten, dass es seine Zeit und Muße dauert dadurch zu kommen, doch falsch! Trotz der Länge habe ich das Buch geradezu verschlungen und konnte mal wieder kaum aufhören zu lesen! Dabei kannte ich die gesamte Geschichte bereits, da auch der Film zu meinen Lieblingsfilmen zählt. Man könnte sagen, die Geschichte hat es mir einfach angetan und ich würde sie noch unendlich viele weitere Male lesen! 

    Neben den vielen spannenden Szenen, der Weite, die hinter der Idee steckt, ist das Buch auch unglaublich tiefgründig und bringt einen sowohl zum Weinen, Lachen und Luftanhalten. Alles in allem ist es ein Buch, das es fertig gebracht hat, mich zu fesseln und zum Nachdenken zu bringen. Einfach ein Lieblingsbuch!

            

  21. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.237)
    Aktuelle Rezension von: Seitenwelt
    Es ist definitiv eines von Stephen Kings Monumentalwerken. Aber seien wir ehrlich, wäre es wirklich noch so gut, wenn es nur halb so lang wäre? Es ist gerade der für Stephen King übliche langsame, aber stetige Aufbau der Spannung, der dieses Buch ausmacht. Treibt er es damit auf die Spitze? Ja. Natürlich. Aber was soll ich sagen, er kann es eben. Das ist seine große Stärke und das merkt man in dem Buch ganz deutlich.
    Aber beginnen wir am Anfang. In diesem Buch geht es - ganz kurz gesagt - um eine Gruppe Kinder, die eine unbekannte Macht jagen, die Menschen umbringt, und die als Erwachsene zurückkehren, um ihre Taten zu vollenden. Und doch geht es um so viel mehr.
    Wir haben hier eine Gruppe Kinder, die sich mit Morden konfrontiert sehen. Allein das ist schon eine höchst sonderbare Konstellation, zumal diese Kinder nichts besonderes an sich haben. Sie sind einfach nur ganz normale Kinder. Wir lernen diese Kinder auf den vielen Seiten dieses Buches sehr gut kennen, ihre Sorgen, ihre Gedanken, ihre Freuden, aber vor allem ihre Ängste. Hier kommt nun auch schon das erste leider: Leider liegt der Fokus so stark auf den Kindern, dass die meisten andern Figuren eher blass bleiben. Sie verschwimmen im Hintergrund und viele Personen, die für die Kinder wichtig sein sollten, werden sogar nur erwähnt. Die Kinder werden in ihrer eigenen kleinen, kindlichen Blase dargestellt, und nur diese gemeinsame Welt wird gezeigt. Nun ja, andernfalls wäre das Buch vermutlich noch deutlich länger geworden. Und zwar unterscheiden sich die Kinder in ihrer Persönlichkeit und ihren Fähigkeiten sehr stark, der Fokus liegt aber ganz klar auf Bill. Die anderen Kinder haben ihre Momente, aber Bill ist die treibende Kraft, derjenige, der wirklich aktiv wird, derjenige, der alles vorantreibt und die Gruppe zusammenhält. Er ist allerdings auch derjenige aus der Gruppe, den Es am stärksten beeinflusst hat. Schnell wird für die Kinder klar, dass es nicht nur um Rache geht, sondern auch um ihr eigenes Überleben.
    Trotz seiner Länge verliert das Buch nie seine Spannung. Es ist keines der Bücher, von denen man sich nicht losreißen kann, die einen nachts nicht mehr schlafen lassen. Aber diese ständige, leichte Steigerung der Spannung hält einen die ganze Zeit bei der Stange. Was mich stellenweise völlig aus dem Lesefluss gerissen hat, waren die Perspektivwechsel mitten in der Szene, denen ich nicht immer ganz leicht folgen konnte. Aber auch das ist man von Stephen King ja gewöhnt.
    Die Auflösung und der Hintergrund der ganzen Geschichte waren höchst seltsam, Stephen King typisch eben. Obwohl ich mir an der Stelle tatsächlich noch etwas Erklärung gewünscht hätte, warum das denn alles so war und was es damit auf sich hatte. Aber das bleibt nun meiner Fantasie und Interpretation überlassen.
    Wie bereits erwähnt ging es in dem Buch um den Kampf gegen ein unbekanntes mörderisches Monster. Aber es geht um so viel mehr - und das wird sogar in einem Dialog im Buch aufgegriffen. Es geht um Freundschaften, Pflichtgefühl und um Kindheitsängste, und wie sie uns bis ins Erwachsenenalter hinein begleiten können, vielleicht sogar für den Rest unseres Lebens. Letzteres hat mich ganz besonders fasziniert. Wir wissen zwar als Erwachsene, dass es da kein Monster im Schrank oder unter dem Bett gibt (oder was auch immer einem als Kind Angst gemacht hat), aber wenn man dann in eine Situation kommt, in der man daran erinnert wird und in der es wieder so real erscheint… ist die Angst dann wirklich weg? Sind wir dann wirklich die rational denkenden Erwachsenen? Oder kommt das Kinder in uns wieder hervor, wenn wir an usnere Kindheit erinnert werden, und mit ihm all die Ängste? Sind diese Ängste als Erwachsene nicht sogar schlimmer, weil sie nicht in unser gefestigtes Weltbild passen, aber dennoch so echt erscheinen, es aber vernünftigerweise gar nicht sein können? Diese Themen ziehen sich durch das ganze Buch. Es sind Ängste, die jeder einzelne von uns verstehen und nachvollziehen kann. Und gerade das macht dieses Buch so mächtig. Es ist keine abstrakte Angst, die hier geschaffen wird, sondern eine verdammt reale, die in uns schlummert, und die man weckt.

  22. Cover des Buches Herr der Fliegen (ISBN: 9783596522149)
    William Golding

    Herr der Fliegen

     (822)
    Aktuelle Rezension von: Krimifee86

    Ich habe den Film zum Buch mal vor etwa 20 Jahren in der Schule gesehen. Manche Szenen waren mir noch bekannt und die ganze Prämisse natürlich auch, aber die Gesamtgeschichte eben nicht mehr. 

     

    In Herr der Fliegen stürzt ein Flugzeug ab und nur eine handvoll britischer Schuljungen im Alter von 6-14 Jahren überlebt. Dies ist insofern kein Problem, als dass es auf der Insel genug zu essen und frisches Wasser gibt. Eigentlich also nur irgendwie überleben, zusammenhalten, Hütten bauen und auf Rettung warten. Sollte man meinen. Doch dann packt einige Jungs das Jagdfieber, Rivalitäten brechen aus und plötzlich werden nicht mehr nur Schweine gejagt.

     

    Tja. Ich schwanke irgendwie sehr. Ich möchte schreiben, dass das Buch fernab jeglicher Realitäten ist, weil ich einfach nicht will, dass so grausames Verhalten möglich ist. Aber die Wahrheit ist wahrscheinlich, dass es sehr wohl möglich ist und dass so soziale Muster und Strukturen eben funktionieren. Das ist wahnsinnig erschreckend und traurig. 

    Leider hat der Autor die ganze Thematik für mich doch eher abstrakt rüber gebracht oder sagen wir es anders: Dadurch dass das Buch schon älter ist, ist es eben nicht so modern und dadurch wirkt vieles absonderlich und auf mich nicht mehr ganz so glaubwürdig. Ich gebe eine mittlere Punktzahl, empfehle das Buch aber nichtsdestotrotz gerne weiter. 

     

     

    Mehr von mir zu den Themen Bücher, Bullet Journal, Essen, Reisen, Fotos, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

  23. Cover des Buches Imperium (ISBN: 9783596185351)
    Christian Kracht

    Imperium

     (155)
    Aktuelle Rezension von: Der_Buchklub

    Die volle Buchbesprechung gibt es in unserem Podcast:

    https://www.podbean.com/media/share/pb-exid6-f399f7

    Aber Vorsicht, Spoiler!
  24. Cover des Buches Herz auf Eis (ISBN: 9783442487745)
    Isabelle Autissier

    Herz auf Eis

     (168)
    Aktuelle Rezension von: cyranelli

    Ein schiffbrüchiges Paar auf einer kargen Insel - das Thema ist nicht neu, aber von Isabelle Autissier auf eine Art und Weise aufgearbeitet, das ich so noch nicht gelesen habe. Sie ist Seglerin und weiß, wovon sie schreibt, denn sie war des öfteren der Einsamkeit und den Naturgewalten ausgeliefert. Die Verzweiflung der Protagonisten angesichts der scheinbar aussichtlosen Situation, der aufeinander aufkeimende Hass, die Schuldzuweisungen in der kompletten Einöde und den gefährlichen Wetterkapriolen bereiten dem drohenden Unhappy-End den Boden.

    Ohne Pathos und Kitsch beschreibt Isabelle Autissier den Überlebenskampf der jungen Frau Louise, die am Ende sogar die Schuld am Tod ihres Gefährten Ludovic auf sich lädt, dem sie nicht mehr helfen konnte, weil sie ihr eigenes Leben retten musste. Die Folgen hierfür in der "Welt nach ihrer Rückkehr" zu schultern lässt sie fast zerbrechen, sie hüllt sich in Schweigen und zieht sich zurück. Diese Situation ist von Isabelle Autissier grandios, da aben schmucklos, herausgearbeitet worden.

    Etwas stutzig gemacht hat mich die Zeitenfolge, es scheint unglaublich, dass sich die ganzen Ereignisse in nur einem Jahr abgespielt haben sollen, das scheint aufgrund der Zeitspannen, die sich das Paar auf der Insel aufhält, kaum möglich.






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