Bücher mit dem Tag "zivilisation"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zivilisation" gekennzeichnet haben.

372 Bücher

  1. Cover des Buches Ich fürchte mich nicht (ISBN: 9783442478491)
    Tahereh H. Mafi

    Ich fürchte mich nicht

     (1.518)
    Aktuelle Rezension von: keinlesezeichen

    Als erstes fällt mir zu diesem Buch nur ein: Der Schreibstil. Dieser Schreibstil!!! Der ist einfach mega. Man hat einfach jedes Gefühl der Protagonistin direkt vor Augen. Man ist komplett mitten drin. In ihrem Kopf. In ihren Gedanken. Sowas habe ich bisher noch nicht gelesen und liebe liebe liebe es. 

    Dennoch war ich etwas zwiegespalten. Denn da ist ja noch die Handlung. Es war … okay? Irgendwie ein bisschen zu oberflächlich, zu schnell abgehandelt. Juliette ist eine mega interessante Protagonisten, aber Adam daneben war mir einfach ein bisschen zu brav. Zu langweilig. Zu nichtssagend. Es fehlte etwas Feuer. Ich habe aber die Vermutung und die Hoffnung, dass da noch etwas Großes, etwas Gewaltiges auf mich zu kommt. Denn im Buch enthalten war die Novelle DESTROY ME, die aus der Sicht einer anderen Person erzählt. Und diese Novelle hat das bestätigt, denn diese paar Seiten waren groß und wichtig und so unfassbar gut. Ich glaube, ich werde sie lieben. Die Reihe. Auch wenn es ein bisschen dauert.

  2. Cover des Buches Der Schwarm (ISBN: 9783596510856)
    Frank Schätzing

    Der Schwarm

     (5.399)
    Aktuelle Rezension von: Calderon

    Das Thema ist interessant, wie es scheint, auch gut recherchiert und in eine unterhaltsame Geschichte verstrickt, die jedoch insgesamt zu sehr ausgewalzt worden ist. Immerhin bleibt man als Leser recht nachdenklich zurück.

  3. Cover des Buches Ich und die Menschen (ISBN: 9783423216043)
    Matt Haig

    Ich und die Menschen

     (738)
    Aktuelle Rezension von: Welpemax

    Das Buch war eine ganz schön lange Zeit auf meinem SUB und das, obwohl ich wusste, dass Matt Haig so schöne und so traurige Bücher schreiben kann. Zugegeben war der Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber trotz Sci-Fi-Elementen konnte mich das Buch überzeugen und hat mich im Verlauf immer mehr begeistert, weil es einfach mehrere Themen angesprochen hat, die ich in Büchern halt gerne lese. So wurde das Buch zu einer sehr schönen, angenehmen Unterhaltungslektüre, welches sehr emotional, sehr lehrreich bzw. voller kleiner psychologischer Weisheiten steckt, was sich am Ende auch in zahlreichen Zitaten niedergeschlagen hat. Für mich ein Highlight des Monats.

  4. Cover des Buches Der Ruf der Trommel (ISBN: 9783426518267)
    Diana Gabaldon

    Der Ruf der Trommel

     (893)
    Aktuelle Rezension von: geBUCHt

    Im 4. Band der Outlander-Reihe bauen sich Claire und Jamie ein neues Zuhause in Amerika auf. Um Land in Anspruch nehmen zu können, musste Jamie Bedingungen zustimmen, welche zukünftig Ärger versprechen. Der Aufbau der Ortschaft Fraser's Ridge beginnt. In der Zeit verfolgt der Leser auch das Schicksal von Brianna und Rodger. Denn die junge Frau hat zunehmend das Bedürfnis zu erfahren, wer sie eigentlich ist. Was sie mit ihrem echten Vater verbindet und die Sehnsucht nach ihren Wurzeln zu suchen, wird immer größer.

    Dieser Band unterscheidet sich von den Vorgängern. Der Fokus liegt nicht mehr allein auf Claire und Jamie, sondern auch auf deren Tochter. Dieser neue Erzählstrang gibt der Reihe einen neuen Reiz, verleiht ihr eine ebenso mitreißende und spannende, neue Liebesgeschichte. Dabei bleibt die Autorin sich treu und beschreibt weiterhin alles sehr detailliert, naturlieb und überzeugend. Und was ich am besten finde, es bleibt unvorhersehbar.

    In der ersten Hälfte des Buches ging es noch viel um Claire und Jamie. Und da die beiden in den ersten 3 Büchern so viele Hürden und Streitigkeiten überwinden mussten, hat meine schiere Begeisterung leider kurze Zeit langsam abgenommen, weil bestimmte Szenen oder Konzepte sich wiederholten oder ähnlich abliefen. Bei der Hälfte wurde die Geschichte rund um Brianna und Roger intensiver aufgenommen und ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Es kam frischer Wind rein. Neue Aspekte wurden aufgenommen, allein schon deswegen, weil man das ursprüngliche Paar Claire und Jamie, nunmehr aus einer anderen Perspektive gesehen hat. Nämlich als Eltern. Vor allem war es interessant zu sehen, was für Charaktereigenschaften Brianna von ihren Eltern geerbt hat. Wie gut diese beschrieben worden sind.

    Es waren lustige Momente vorhanden, insbesondere dann, wenn Jamie „altmodische“ Ansichten äußerte, doch der Leser nur zu gut wusste, dass die sture, freiheitsliebende Brianna damit überhaupt nicht einverstanden wäre.

    Mit Roger haben wir einen neuen Helden näher kennengelernt. Anders als Jamie, aber nicht weniger mutig und liebenswert. Ich habe genauso mitgefiebert mit seinem Handlungsstrang, wie schon damals bei Claire und Jamie.

    Indianer haben eine große Rolle in dieser Fortsetzung gespielt. Von ihnen lief eine schaurige, raue Atmosphäre aus. Man lernte neue Bräuche und Verhaltensweisen kennen. Besonders Jamies Neffe Ian trat in Zusammenhang mit den „Wilden“ ins Spiel. Es passierten skurrile und gefährliche Begebenheiten. Auch hier hat Diana Gabaldon es geschafft einen neuen Schauplatz zum Leben zu erwecken. Ich staune immer wieder, wie vielfältig sie schreiben kann. Nachdem wir im 2. Band glaubwürdig am französischen Hof waren, sind wir hier ebenso glaubwürdig mitten in der Wildnis bei Indianern.

    Ich freue mich auf den 5. Band! Und wenn es jemanden gibt, der zwischenzeitlich auch einen Abschnitt nicht mehr ganz so fesselnd findet, dann bleibt dran. Es lohnt sich.   

  5. Cover des Buches The Stand - Das letzte Gefecht (ISBN: 9783453438187)
    Stephen King

    The Stand - Das letzte Gefecht

     (799)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Es dauert zwar seine Zeit bis man sich in die Story einfindet, da man zu Anfang, mit den vielen neuen Charakteren nicht ganz zurechtkommt.

    Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Zeile spannend, die Story nicht nur interessant sondern auch irgendwie (leider) Wirklichkeitsnah . Ein ähnlicher Fehler könnte durchaus passieren. (Wuhan?)

    Ein rasanter Knaller.

  6. Cover des Buches Die Welt, wie wir sie kannten (ISBN: 9783551312037)
    Susan Beth Pfeffer

    Die Welt, wie wir sie kannten

     (481)
    Aktuelle Rezension von: Haihappen_Uhaha

    Ich mag die schlichte Gestaltung der Cover sehr!

    *Handlung:* Ein Asteroid trifft den Mond und bringt diesen aus seiner Umlaufbahn, was sich auf das Leben auf der Erde gefährlich auswirkt. Gelingt es Miranda und ihrer Familie zu überleben?

    *Meinung:* Ich hab die Reihe schon sehr lange zuhause und hab mich sehr auf den Auftakt gefreut. Das erste Buch wird in Tagebuchform erzählt und dreht sich um das Überleben der 16-jähringen Miranda und iherer Familie.

    Leider merkt man, dass es aus der Sicht eines Teenagers erzählt wird. Alles wird sehr kindisch und oberflächlich erzählt. Man spürt die nackte Angst ums Überleben einfach nicht. Dafür macht sich der Teeanger ziemlich viele Gedanken um Blanglosigkeiten. Es hätte so spannend und düster sein können, doch hier wurde das Potenzial leider nicht ganz ausgeschöpft. Es war gegen Ende dann doch noch recht spannend und ich werde auf jeden Fall weiterlesen, aber umgehauen hat es mich nicht.

  7. Cover des Buches Der Kinderdieb (ISBN: 9783426506882)
    Brom

    Der Kinderdieb

     (615)
    Aktuelle Rezension von: lucatrkis

    Eigentlich bin ich gar kein Fantasy-Fan, das Buch hatte ich nur gekauft, da es spannend geklungen hatte, die dunkle Seite hinter Peter Pan zu erfahren. Allerdings musste ich feststellen, dass das Buch bis auf den Aspekt, dass einer der Protagonisten Peter hieß und Kinder auf eine Insel brachte, auf der sie nicht erwachsen wurden, nicht viel mit dem Original zu tun hatte. Ich hatte eigentlich gehofft, Captain Hook und andere Bekannte wiederzufinden, doch das blieb mir verwahrt. Stattdessen bekam ich ein Buch mit Charakteren, zu denen ich nicht wirklich eine Verbindung aufbauen konnte, die ich nicht einmal mochte. Deshalb war es mir auch egal, als diese alle nach der Reihe starben. Peter konnte man ja quasi gar nicht mögen, da er in dieser Geschichte schließlich als böse dargestellt werden sollte, die „Teufel“ oder Elfen blieben mir zu blass und der zweite Protagonist Nick handelte auch nicht immer nett. Der anfängliche Teil in Manhattan und auch der danach, als Peter noch einmal zurück gekommen war, um noch zwei Jungen zu holen hatte mir eigentlich wirklich gut gefallen, doch sobald es nach Avalon gegangen war, traten für mich einige Längen und langweilige Stellen auf. Das Buch ist mit sechshundert Seiten wirklich dick, doch es kam mir nicht so vor, als wäre wirklich viel passiert. Ich denke, ich bin einfach mit einer falschen Erwartung in das Buch hereingegangen. Sicher steckt viel Arbeit darin, was auch die genannten Einflüsse zeigen, doch ich gehöre wohl einfach nicht zur Zielgruppe. Für Fantasy-Fans, die viele Schlachten und dergleichen lieben ist das Buch sicher etwas, für Leute, die einfach nur Peter Pan mögen und durch die angebliche böse Seite dessen angelockt werden eher nicht. Ob das, was er tat nun böse war, wurde nur am Rande von Nick, besonders am Ende thematisiert, im Vordergrund stand das Thema jedoch nie. Noch eine kleine Anmerkung: Als Peter Nick in New York rekrutierte kam eine Person namens Freddie vor. Diese wurde mal mit „y“ und dann wieder mit „ie“ geschrieben. Auf Seite einunddreißig liegen zwischen den zwei Varianten sogar nur drei Zeilen.

  8. Cover des Buches Blutige Stille (ISBN: 9783596512669)
    Linda Castillo

    Blutige Stille

     (588)
    Aktuelle Rezension von: Aleksandra

    Klappentext: "Sie töteten alle Mitglieder der Familie Plank. Die Leichen des Vaters und der beiden Söhne fand man im Wohnhaus, die der Mutter und des Babys auf dem Weg zur Scheune. Doch niemand war auf das vorbereitet, was sie in der Scheune fanden. Die beiden Mädchen, gefoltert und misshandelt. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill, Ohio, sie lebten getreu ihren Glaubensgrundsätzen von Schlichtheit und Bescheidenheit, waren gottesfürchtige Leute. Fernab von den Verführungen der Zivilisation. Oder enthüllt das Tagebuch der ältesten Tochter eine andere Wahrheit?
    Spannungsgeladen und aufregend: Auch der zweite Thriller mit Polizeichefin Kate Burkholder ist Nervenkitzel pur. Ein Thriller, der Gänsehaut garantiert!"

    Nachdem ich den ersten Teil nur so verschlungen habe, traute ich mich an den zweiten Teil. Dieser war eindeutig besser. 

    Linda Castillo hat eine sehr angenehme und gemütliche Schreibweise. Beim Lesen ihrer Romane hat man das Gefühl, als würde man mitten in einer dicken Decke eintauchen und sich aber trotzdem voll im Geschehen befinden.

    Kate Burkholder wird mir immer sympathischer, langsam baue ich auch eine Beziehung zu ihr auf und kann so einiges nachempfinden. Im zweiten Teil kommt sie mir menschlicher vor. Tomassetti's Entwicklung in diesem Buch begeistert mich. Er befindet sich auf der Suche nach sich selbst sowie der Akzeptanz einer neuen Liebe. Wundervoll in Szene gesetzt, aber so zart und so wenig dramatisch, dass die Liebesgeschichte der zwei Cops nur als Schatten dargestellt wird. So hat der zweite Fall Zeit und Raum sich zu entfalten.

    In diesem Buch werden weitere Geheimnisse und Lebensgewohnheiten der Amish-Familien dargestellt. Immer wieder bin ich verwundert und überrascht, wie zB. von der gesichtslosen Puppe. 

    Der Fall selbst ist spannend aufgebaut. Man vermutet den Täter, allerdings wird man am Ende trotzdem überrascht. Die Gedanken, wie ungeschützt und ahnungslos die Jugendlichen und die Kinder der Amish-Gemeinde sind, erschrecken mich oft. 

    Das Buch hat mich sehr bewegt und einen weiteren Gedankenkarussell entfacht.

    Diese Buchreihe von Linda Castillo ist nicht nur eine Krimi/Thriller-Reihe. Sie ist vielmehr.

    Empfehlen würde ich gerne die Reihe jedem, der gerne gemütlich liest, mit viel Spannung, wenig Romanze, dafür aber mit einem Blick hinter den Kulissen der geheimnisvolle Amish-Gemeinde.

  9. Cover des Buches Wenn ihr uns findet (ISBN: 9783453534346)
    Emily Murdoch

    Wenn ihr uns findet

     (142)
    Aktuelle Rezension von: vivreavecdeslivres
    Dieses Exemplar hier ist ein klassisches Beispiel für die Sparte an Büchern, die ich mir vor Jahren (!) zugelegt habe und unbedingt lesen wollte - schliesslich lobten es alle in den Himmel -, aber dann doch tatsächlich erst einige Zeit später wirklich dazukomme. Ich war neugierig und gespannt, war genau in der richtigen Stimmung für eine etwas aufregendere Geschichte und war erstmal angetan, vom lockeren und leichten Schreibstil, der mich nur so durch die Seiten fliegen liess. Aber ich konnte von der ersten Seite an keine wirkliche Verbindung zu den Charakteren und überhaupt dem ganzen Buch feststellen.

    "Die besten Sachen auf der Welt gibt's fast für umsonst, sagt Mama immer.Wie zum Beispiel das gleissende Morgenlicht, das wie Diamanten über die Wasseroberfächeunseres Flüsschens tanzt. Oder der Fluss selbst, der den ganzen Tag lang Musik vor sichhin brabbelt, so wie Nessa als Baby. Glück is' umsonst, sagt Mama."


    Dabei sind einige der Ideen sehr gut umgesetzt und die Ausarbeitung der Charaktere auch sehr feinsinnig. So ist Carey sehr schlau, aber doch auch immer wieder wahnsinnig naiv und leichtgläubig. Was vielleicht einfach mit der fehlenden Erfahrung zusammenhängt. Aber diese beiden Polen wurden immer wieder ausgehoben und in die Extreme verfrachtet, etwas, was ich nicht leiden kann, weil das nicht wirklich real ist. Die Mischung sehr kluger und doch auch naiver Denkensweise gibt es oft, aber die Trennlinie ist oft nur sehr fein sichtbar. Hier gab es einige Stellen, an der ich das Buch stirnrunzelnd zur Seite gelegt habe, da ich einfach nicht damit zurecht kam, wie Careys Handlungen oder Äusserungen, unabhängig vom tatsächlichen Inhalt, beschrieben wurden.
    "Es stimmt: Wir hatten  nicht viel. Kein schickes Haus, teure Kleider oderSachen zum Angeben. Aber ich hab immer darauf geachtet, dass wir sauber sind.
    Sauber bedeutet frei."


    Irgendwie fehlte mir der Geschichte einfach an Substanz und Details. Das grosse Vorher (leben im Wald) sowie das grössere Nachher (in der zivilisierten Gesellschaft und den völlig fremden Sitten und Gegenständen) wurden ziemlich reduziert, es wurde einiges ausgelassen. Und vieles wurde beschönigt. Versteht mich nicht falsch, es geschahen schreckliche Dinge in der Vergangenheit der zwei Mädchen, jedoch waren mir diese Dinge zu sehr auf die Spitze getrieben. Es war dann immer ein Schlag. So fehlte der Geschichte einfach an Substanz. Das sind für mich diese Momente, in denen etwas nicht schwarz oder weiss ist, die feinfühligen und dadurch viel emotionaleren Momente. Es wurde mir in diesem Buch zu selten differenziert. So war die Beziehung der Schwestern einfach unglaublich eng, aber etwaige Abweichungen oder Sonderheiten mangelten Stark, was der Geschichte wieder an Authentizität und auch Fluss raubte. 
    "Vermutlich kann man zwar das Mädchen aus dem Wald holen,aber nicht den Wald aus dem Mädchen."
    Das ich das Buch als nicht wirklich gut empfand, hat wohl einige Gründe seitens des Buches, aber auch ich ging nicht unvoreingenommen daran ran. So hatte ich aufgrund all dieser positiven Meinungen sehr hohe Erwartungen. Und ich hatte kurz zuvor Room gesehen, bei diesem das Setting ganz anders war, die Geschichte aber eine ähnliche. Da wurden keine Details ausgelassen und alles war wahnsinnig vielschichtig und hatte so viel mehr Dimension. Natürlich war dies ein Film und es hat vielleicht auch mit dem Alters- und Geschlechterunterschied zu tun, aber es machte mich regelrecht wütend, als Careys neuen Leben fast schon beschränkt wurde auf Glitzerjeans, Dates und Partys. Das finde ich auch woanders, wenn ich Ablenkung brauch. Und tiefgründig ist dieser Roman meiner Meinung nach, bis auf die paar schönen Textstellen, die ich euch rausgesucht habe, halt einfach nicht.

    http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2016/04/wenn-ihr-uns-findet.html
  10. Cover des Buches Monument 14 (1) (ISBN: 9783453411630)
    Emmy Laybourne

    Monument 14 (1)

     (170)
    Aktuelle Rezension von: NiekConor

    »Monument 14« von Emmy Laybourne ist ein wahrer Pageturner. Tatsächlich hatte ich dieses Buch schon vor einigen Jahren angefangen, jedoch war ich mir nicht sicher, ob ich es jemals zu ende gelesen hatte. Nun habe ich dieses Buch erneut in die Hand genommen und musste feststellen, wie gut es geschrieben ist und wie sehr mich die Handlung gepackt hat. In der Geschichte von »Monument 14« geht es um 14 Jugendliche, die nach einer schweren Katastrophe gemeinsam in einem Einkaufszentrum stranden und sich in einer neuen Welt zurechtfinden müssen, ohne jegliche Hilfe von außen.

    Sowohl die auslösende Naturkatastrophe als auch ihre schwerwiegenden Folgen für die Menschheit sind wirklich sehr gut gewählt worden, denn es ist sehr realistisch gehalten und könnte uns eines Tages genauso passieren. Ebenfalls fand ich den Aspekt, dass der chemische Kampfstoff, welcher als Folge austritt, auf die Blutgruppen der Menschen unterschiedlich reagiert und somit viel Spielraum für die Charakterentwicklung und Handlung bot, sehr gut.

    Auch die von Emmy Laybourne geschaffenen Charakter sind meiner Meinung nach sehr liebevoll und detailliert. Jeder Charakter bekommt genug Platz in der Geschichte, um sich zu entfalten und so dem Leser ans Herz zu wachsen. Gerade mit den jüngeren Überlebenden fühlt man sehr mit und möchte sie am liebsten packen und selbst retten. Natürlich nehmen die Highschool Schüler die erwachsenen Rollen ein, welche sehr gut zu ihnen passen, doch manchmal sind sie mir dann doch etwas zu mutig und erwachsen, besonders wenn man daran denkt, dass gerade die Welt untergegangen ist.

    Besonders gut haben mir jedoch die letzten Kapitel gefallen. Es wurde sehr emotional und auch eine, für mich sehr überraschende Wendung, erwartet den Leser auf den letzten Seiten von Band 1. Tatsächlich habe ich sogar ein kleines Tränchen verdrückt und Gänsehaut bekommen.

    Der Schreibstil von Emmy Laybourne ist sehr angenehm und einfach gehalten, da sich ihre Buchreihe eher an Jugendliche richtet, jedoch kam ich als erwachsener Leser genauso auf meinen Kosten. Jetzt liegt Band 2 schon zur Hand, denn ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es mit Dean & Co weitergeht.

  11. Cover des Buches Der dunkle Wald (ISBN: 9783453317659)
    Cixin Liu

    Der dunkle Wald

     (67)
    Aktuelle Rezension von: AlissaDonni

    Die Fortsetzung der Story aus "Die drei Sonnen" schildert den Versuch der Menschheit sich gegen die auf dem Weg befindliche Trisolaris-Flotte zu wehren und endet mit der Ankunft der ersten Trisolaris-Sonde im Sonnensystem. 

    Im Gegensatz zum 1. Teil gibt es mit der Figur des Wandschauers Luo Ji diesmal einen nachvollziehbaren Charakter, der nicht wie das bloße Abziehbild eines Menschen wirkt. 

    Phantasievoll und gedanklich auf hohem Niveau präsentiert sich auch der 2. Teil der Trilogie, wobei wiederum kaum eine der handelnden Personen als Identifikationsfigur taugt. Man staunt also eher über die Geschichte, als dass man mit den Figuren mitfiebert. 4 Sterne dafür.   

  12. Cover des Buches Es (ISBN: 9783453504080)
    Stephen King

    Es

     (2.309)
    Aktuelle Rezension von: Michael-P-Kraus

    Eine amerikanische Kleinstadt namens Derry. Eine Stadt, wie viele Andere. Und doch eigenartig... Alle 27 Jahre geht das Grauen um. Menschen verschwinden oder sterben eines unnatürlichen Todes. Besonders Kinder.
    Hinter allem steckt eine finstere, bedrohliche Macht, die älter als die Menschheit ist. Sie lauert im Dunkeln, schläft und erwacht alle 27 Jahre wieder, um seinen diabolischen Hunger zu stillen. Doch als im Jahre 1958 der kleine George Denbrough ums Leben kommt, nimmt die Geschichte eine fatale Wendung...

    Die Geschichte hier jetzt nochmals wiederzugeben ist meiner Meinung nach sinnlos. "Es" zählt mittlerweile bereits zu den modernen Horrorklassikern, und wenn man sich die Geschichte mal genauer zu Gemüte führt, weiß man auch, warum.
    In meinen Augen bedient sich King vieler Vorlagen, ganz besonders bei Lovecraft. Auch bei "Es" ist es eine alte Macht, die aus der Verborgenheit heraus wirkt, eine Macht, die mit den Menschen spielt. Bis jedoch 7 Kinder in Erscheinung treten.
    King schafft es, eine hervorragende Atmosphäre aufzubauen, so dass man sich oftmals als Teil der Gruppe sieht. Man fiebert mit den Kindern mit, rennt mit ihnen vor den Raufbolden davon und kriecht mit ihnen unter die Veranda eines alten, verlassenen Hauses, um das Grauen selbst herauszufordern. Die ganze Atmosphäre ist einfach unbeschreiblich.
    Dann ist die Erzählmethode eine ganz Eigene. In der Gegenwart ( das Jahr 1985) treffen sich die erwachsenen Protagonisten wieder, und langsam aber sicher erinnern sie sich an die Geschehnisse aus der Kindheit. Dabei wird zwischen Vergangenheit und Gegenwart in einem nicht erkennbaren Rhytmus gewechselt und doch schafft King es, beide Stränge fast gleichzeitig zum Höhepunkt zu bringen.
    King schafft es zudem, dass man sich unweigerlich fragt: Wie hätte ich an dieser Stelle reagiert? Man erinnert sich plötzlich an die eigene Kindheit zurück und die Schrecken, aber auch die Wunder, die es damals gegeben hat. Der kindliche Glaube, die Fantasie und die Gabe, die ganze Welt mit magischen Augen zu sehen, ist etwas ganz Besonderes, was man sich nie ganz nehmen lassen sollte. So könnte man "Es" fast als eine Art modernes Märchen bezeichnen, wenngleich auch ein Märchen mit seeeeehr düsterem Charakter. Dies ist für mich persönlich vielleicht der größte Pluspunkt dieser ganzen Geschichte.
    Für Leute, die es blutig und voller Gemetzel mögen ist King jedoch der falsche Autor. King spielt mit den Ängsten der Leser und bedient sich dabei der Magie der Worte. Sein Horror ist subtil, lauert im Dunkeln und kann dabei JEDEN treffen. Und er kann auch IN ALLEM stecken, selbst in Dingen, die Kindern vielleicht sogar Freude machen sollten, wie etwa ein Clown oder Luftballons.
    Der Clown wird für mich persönlich jedoch immer etwas zu stark in den Vordergrund gerückt. Der Clown, Pennywise, ist nur EINE von vielen Gestalten, die ES in der Geschichte annimmt. Die wahre Gestalt von ES ist weitaus böser, finsterer und gemeiner, und wenn man "Es" liest mag man vielleicht sogar zu dem Schluss kommen, dass ES eine Gestalt hat, die von Sterblichen nicht gesehen werden sollte.

    Fazit: Was soll man groß sagen? Dieses Buch ist einfach klasse. Stephen King ist der Meister der Horrorliteratur der Gegenwart. Man erkennt die Einflüsse, insbesondere H.P. Lovecraft blitzt für mich oftmals auf. Ich selbst habe mich lange gegen de Hype um King gesträubt. "Es" jedoch hat mich wirklich eines Besseren belehrt. Eine ganz klare Kaufempfehlung.

  13. Cover des Buches Monument 14: Die Flucht (2) (ISBN: 9783453534551)
    Emmy Laybourne

    Monument 14: Die Flucht (2)

     (104)
    Aktuelle Rezension von: NiekConor

    »Monument 14: Die Flucht« ist Band 2 der Trilogie von Emmy Laybourne und was soll ich sagen? Ich habe den 304 Seiten langen Roman innerhalb von 24 Stunden verschlungen. Ich konnte ihn nicht aus der Hand legen. Wer den ersten Band noch nicht gelesen hat, sollte nun aufhören die Rezension zu lesen.

    Kaum hatte ich den ersten Band beendet, habe ich sofort mit »Monument 14: Die Flucht« begonnen. Was mir gleich zu beginn sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass wir die Geschichte nun aus der Sicht von Dean und Alex erzählt bekommen, da die Brüder eine unterschiedliche Reise erleben. Während Dean mit den Nullern im Einkaufszentrum zurückbleibt, macht sich Alex gemeinsam mit 7 weiteren Jugendlichen auf den Weg zum Flughafen von Denver. Hier hat Emmy Laybourne beide Handlungsstränge gleich interessant aufgebaut, jedoch bekommt man auf der Reise von Alex mehr Hintergrundinformationen, was einen natürlich dazu triggert, immer weiterzulesen. 

    Auch in Band 2 kommen die Emotionen und Entwicklung der Charaktere nicht zu kurz. Wir erleben, wie die Jugendlichen über sich hinauswachsen. Gerade das letzte drittel des Buchs hat mir immer wieder Gänsehaut verpasst und bei einzelnen Szenen machte sich dieses unglaubliche Glücksgefühl in mir breit. Emmy Laybourne hat mich emotional wirklich sehr mitgerissen und für mich war es überhaupt kein Problem, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Auch der Perspektivwechsel in den letzten Kapiteln hat ordentlich Spannung bei mir aufgebaut.

    Mit 304 Seiten war Band 2 minimal kürzer als sein Vorgänger, doch ich muss sagen, dass es für die Zielgruppe und auch meinen Geschmack genau die richtige Länge hatte. Szenen wurden nicht unnötig umschrieben oder künstlich in die Länge gezogen, was sich positiv auf den Lesefluss ausgewirkt hat. Nun habe ich schon den abschließenden Band der Trilogie in der Hand und kann es kaum erwarten, wie das Abenteuer der Monument 14 endet.

  14. Cover des Buches Die fünfte Welle (ISBN: 9783442482801)
    Rick Yancey

    Die fünfte Welle

     (993)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    „Wie befreit man die Erde von den Menschen? Indem man die Menschen von ihrer Menschlichkeit befreit.“ (S. 25) 

    „Die fünfte Welle“ von Rick Yancey stand als Jugendbuch und gleichzeitig Dystopie schon sehr lange auf meiner Wunschliste, nachdem ich sowohl die „Maze Runner“- als auch die „Tribute von Panem“-Trilogie gelesen und geliebt habe. Das 496-Seiten lange Science-Fiction Werk aus dem Goldmann Verlag erschien bereits 2013 in Deutschland. 

    Ein elektromagnetischer Impuls hüllt die Welt in Dunkelheit. Es folgen eine riesige Flutwelle, ein tödliches Virus und zuletzt die Silencer, um den letzten Rest der Menschheit auszulöschen. Cassie Sullivan ist erst 16 Jahre alt, als die Anderen ihren Angriff auf die Erde starten. Sie streift alleine durch die Wälder, auf der Suche nach ihrem Bruder. Immer auf der Hut, was die fünfte Welle wohl für die Übriggebliebenen bereithält… 

    Während wir anfangs nur Cassie begleiten, sind die weiteren Kapitel abwechselnd aus ihrer und „Zombies“ Perspektive geschrieben. Dabei hat der Autor die „Ich“-Form gewählt und schreibt im Präsens. Somit fühlt man sich den beiden Protagonisten verbunden und ihr Schicksal ist einem nicht gleichgültig. Sprachlich ist der Roman einfach aber ansprechend gehalten.   

    Cassie ist erst 16 Jahre alt, was man ihr auch noch anmerkt. So schwärmt sie von ihrer heimlichen Liebe Ben Parish oder beklagt sich über ihre mangelnde äußere Ausstrahlung, was die Männer angeht. Als sie von einem früheren Date berichtet, lernt man sie außerdem von ihrer launischen Seite kennen. Dabei hat sie viel mehr zu bieten als nur ein schönes Äußeres. Sie ist intelligent, humorvoll und an einigen Stellen sogar ironisch. Trotz der hoffnungslosen Lage verlässt sie nie der Mut und sie tritt stark und entschlossen auf. Im Laufe der Geschichte hadert sie mit ihren Taten und fragt sich, was die Menschen noch von den Anderen unterscheidet. 

    „Zombie“ ist ein weiterer Hauptcharakter des Buches, dessen Identität anfangs unklar ist. Sein Charakter ist nicht so gefestigt wie der von Cassie und er wirkt verletzlich. An ihm wird die Veränderung deutlich, die man als Mensch durchläuft, wenn man alles verliert. Er zweifelt an sich und seinen Entscheidungen, ist beeinflussbar und findet erst am Ende des Romans wieder zu seinen Wurzeln. Trotzdem merkt man ihm an, dass er einen guten Kern hat. Ihm geht es zuallererst um den Schutz seiner Freunde. 

    Gut gefallen hat mir an dem Roman, dass die Anderen in Wellen angriffen. Dies fühlte sich innovativ an. Genauso wie die Art, die Außerirdischen als überlegene Macht darzustellen, die man nicht so richtig greifen oder identifizieren kann. Ich mochte außerdem, dass der Fokus auf den Aspekt gelegt wurde, dass die Menschheit zu unmenschlichen Taten gezwungen wird, um zu überleben. Im Laufe des Buches wird deshalb die Unterscheidung zwischen den Menschen und den Anderen immer schwerer.

    An einigen Stellen fiel es mir allerdings schwer zu folgen, da die Perspektivwechsel nicht sofort ersichtlich wurden und zu einer leichten Verwirrung führten. Nichtsdestoweniger taten sie der Geschichte gut. Denn besonders interessant war, dass die Kinder in ihrem formbaren Charakter als Kindersoldaten eingesetzt wurden. Diese militärischen Aspekte kamen im Roman gut raus. 

    An einigen Punkten der Geschichte empfand ich die Romanze zwischen Cassie und Evan als zu viel, da sie stark in den Fokus rückte. Cassies Schwärmerei ist zwar einerseits nachvollziehbar, da sie keinerlei Erfahrungswerte hat und sich in der Pubertät befindet aber andererseits auch nervig, da sie Evan nahezu verehrt. Sie beschreibt ihn mit schokoladenbraunen Augen, einem perfekten Körper und einem Atem, der nach Schokolade riecht. Zudem gelingt ihm alles perfekt, was er angeht. Alles in Allem mochte ich aber, dass die schwere Thematik niemals hoffnungslos wirkt, da sowohl Cassie als auch alle anderen Charaktere sich ihren Humor bewahrt haben.

    Der Roman ist etwas für alle Leser*innen, die Science-Fiction mögen und sich für die philosophische Frage interessieren, was den Menschen in seinem Kern von anderen Lebensformen unterscheidet. Dabei entsteht eine postapokalyptisch-bedrückende Stimmung, in der die Charaktere trotz Allem die Hoffnung nicht aufgeben. Ich gebe 3/5 Sterne.

  15. Cover des Buches Seelen (ISBN: 9783551312495)
    Stephenie Meyer

    Seelen

     (5.315)
    Aktuelle Rezension von: DoraLupin

    Also ich war BEGEISTERT von diesem ausergewöhnlichem Buch!!! Nach den Biss-Büchern die ich auch schon gelesén habe dachte ich, na kann die Autorin nach diesen Bücher so etwas ganz anderes gut rüberbringen??? JA, sie kann!!!

    Ein supertolles Buch, mit einer tollen Handlung, wenn man die ersten 100 eher noch langatmigen Seiten hinter sich gebracht hat...

    Man fiebert voll mit den Protagonisten mit, auch wenn die Entscheidungen von einigen Hauptpersonen manchmal ganz schön bescheuer sein können...aber lest bitte selbst-es lohnt sich!!!!!!!!!

  16. Cover des Buches Das Leben, das uns bleibt (ISBN: 9783551582751)
    Susan Beth Pfeffer

    Das Leben, das uns bleibt

     (133)
    Aktuelle Rezension von: truempi

    Ich habe die anderen zwei Bücher sehr gemocht und empfehle sie noch regelmäßig weiter. Ich finde sie sind unterschätzt. Leider hat mir das letzte Buch nicht mehr so gut gefallen. Ich finde die Charaktere sehr sprunghaft mit nicht wirklich erklärbaren Entscheidungen.  Obwohl es nur 200 Seiten sind passiert nicht wirklich viel im Buch. Mir hätten die Enden von den beiden Büchern davor so besser gefallen.


  17. Cover des Buches Jenseits der Zeit (ISBN: 9783453317666)
    Cixin Liu

    Jenseits der Zeit

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Beate_Kraus

    An der Trilogie hat mir besonders gefallen, dass man sich als Leser*in mit viel Neugier tief in eine bestimmte Weltsicht entführen lässt, nur um sie von Buch zu Buch wieder über Bord werfen zu müssen: Verschiedenste Zukunfts-Szenarien wechseln einander ab, sind aber alle schlüssig erklärt. Auch die Sicht auf die Trisolarier ändert sich alle paar hundert Seiten, was einen philosophischen Twist beinhaltet, der dann doch dazu führt, Kriege in Zweifel zu ziehen, obwohl es zwischendurch so erscheint, als seien sie unvermeidbar und eine echt gute Idee.

    Der Autor bietet uns eine komplett chinesische Weltsicht (nehme ich an), mit vielen chinesischen Schauplätzen und Protagonist*innen. Das finde ich sehr spannend, denn wir bekommen hier in Mitteleuropa noch immer wenig davon mit, und wenn, dann gefiltert. Zum Beispiel erinnert die Angst, die in den Medien vor der "Neuen Seidenstraße" geschürt wird, an Parolen von vor hundert Jahren, als vor der "gelben Gefahr" gewarnt wurde. Ob die Furcht berechtigt ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen, aber das nur nebenbei. Liu Cixin jedenfalls rückt uns den Kopf ein wenig zurecht. 

    Mir fehlte für dieses Werk noch der Hashtag Psychologie, deshalb füge ich ihn heute ein, denn von der menschlichen Psyche ist eine ganze Menge enthalten. Des Autors Blick auf die Emotionen und Handlungsspielräume der Menschheit scheint dabei weniger warm und verständnisvoll als vielmehr nüchtern und distanziert zu sein. 

    Manche Rezensent*innen haben die Charaktere als hölzern beschrieben. So steif wirken sie aber meines Erachtens aufgrund der ihnen angedichteten Sozialisation: Wie kann man anders als hölzern sein, wenn man in einem rigiden System aufgewachsen ist? 


    Fünf Sterne. 

    Auch dieser letzte Band der Trilogie ist eine absolute Lese-Empfehlung.


  18. Cover des Buches Herz auf Eis (ISBN: 9783442487745)
    Isabelle Autissier

    Herz auf Eis

     (181)
    Aktuelle Rezension von: Leserstimme

    Louise und Ludovic, ein Liebespaar, wollen dem Stress ihrer Welt entfliehen und fahren zu zweit zur See, wollen Teile der Welt mit ihrem Segelschiff bereisen und geraten bei der Anlandung auf der Insel Stromness in Gefahr. Ein gefährlicher Sturm zwingt sie auf der Forschungsinsel zu verweilen. Am nächsten Tag können sie nur noch den Untergang ihres Segelschiffes " Jason"  feststellen.  

    Ab hier fängt die eigentliche Geschichte an. Wie gehen die beiden mit der " Robinson" - Situation um? Raufen sie sich zusammen oder kommt es zur Eskalation? Eigentlich darf man hier nicht zu viel verraten, finde ich. Klar ist bei dieser Geschichte von vornherein, dass Autissier hier die Charaktere stärker zeichnet und heraus kommt, ob in schlimmsten Situationen wie dieser, die Liebe hält und man den anderen überhaupt kennt.

    Da Stromness eine Forschungsinsel ist, hätten die beiden hier nicht ankern dürfen. Aber was isst man auf dieser Insel? Ausser Pinguine und Robben, gab es abundzu noch Muscheln. Der große Wendepunkt kommt mit der Sichtung eines Schiffes, das jedoch ohne sie zu bemerken, vorbei fährt. Die Aktion Ludovics mit dem Beiboot hinterherzufahren, hat nichts als Frust hinterlassen.  Zudem erkrankt Ludovic daraufhin sehr stark an einem bronchialem Husten. Louise, beschließt nun voller Überlebensdrang nach einer weiteren Station auf der Insel zu suchen, um möglicherweise Lebensmittel zu finden.                                 Im 2. Teil des Buches wird das Auffinden und die  Rückkehr Louises beschrieben und natürlich auch die Reaktion der Medien darauf. Als sie daraufhin fast zerbricht, beschließt sie wo anders ein neues Leben anzufangen. Dieser letzte Teil war für mich aufgrund der Umstände  verständlich, aber doch etwas schwach geschrieben.  Im Großen und Ganzen jedoch eine große  Leseempfehlung.

    Genre: Abenteuer, Überleben, Liebe


  19. Cover des Buches Memento - Die Feuerblume (ISBN: 9783833901867)
    Julianna Baggott

    Memento - Die Feuerblume

     (50)
    Aktuelle Rezension von: NiWa
    Pressia lebt in einer abstoßenden Welt, die schlimmer kaum sein könnte. Die menschliche Zivilisation wurde von Bomben zerstört, Gefahren gibt es seither überall und jene, die überlebt haben, sind grausam entstellt.

    Es handelt sich um den 2. Teil der Memento-Trilogie von Julianna Baggott, der mir genau wie Band 1 unter die Haut gegangen ist.

    Tragende Thematik ist meiner Meinung nach die Gefahr wissenschaftlicher Entwicklungen, wenn eine laufende Verbesserung des Menschen angestrebt wird, ohne die möglichen Konsequenzen zu bedenken. Julianna Baggott beschreibt in ihrer Dystopie, wie Fortschritte unbedacht Einsatz finden und damit die gesamte Menschheit an den Abgrund drängen.

    Nachdem die Gruppe um Pressia im 1. Band das Militärregime kurzfristig besiegt hat, liegt es an ihnen, eine Armee aufzubauen. Denn das Kapitol soll gestürzt werden und gleichzeitig haben sie ein mysteriöses Serum entdeckt, das vielleicht ihre Rettung ist.

    Wie auch im ersten Band wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was einerseits für Dynamik sorgt, andrerseits etwas zerfleddert wirkt und die Orientierung erschwert.

    Gemeinsam mit Pressia, Bradwell, El Capitán, Lyda oder Patridge verfolgt man die jeweiligen Entwicklungen, was für mich zu viel gewesen ist. Zwar erhält man durch die Perspektivenwechsel ein rundes Bild und weiß, wie die Handlungen der Personen ineinander greifen, allerdings wäre ich oft gern länger bei einer Figur geblieben und hätte die Geschehnisse weiterverfolgt.

    Der Einstieg ist mir aufgrund der Perspektivenvielfalt schwer gefallen und ich musste anfangs immer nachdenken, wer mit wem aus welchem Grund in Beziehung steht.

    Auch die Handlung konnte mich zu Beginn nicht ganz überzeugen, weil es sehr lange dauert, bis sie an Fahrt gewinnt. Mir war lange nicht klar, was die Figuren überhaupt bezwecken bzw. wie sie nun vorgehen wollen und so dümpelt alles etwas vor sich hin. Ungefähr ab der Mitte bin ich wieder in Pressias Welt angekommen und ab da ist es interessant geworden. Geheimnisse werden aufgedeckt, unglaubliche Motive werden enttarnt und man erhält Hinweise, was damals vor bzw. bei der Explosion wirklich vorgefallen ist.

    Julianna Baggotts dreiteilige Dystopie unterscheidet sich meiner Meinung von anderen Werken, weil sie so schonungslos ist. In dieser Welt hat es einst eine Explosion gegeben, die furchtbare Auswirkungen auf Tiere und Menschen hat, und zu abstoßenden Deformationen führte. Pressia hat zum Beispiel eine Puppe als Hand, Bradwell ist bei der Explosion mit Vögeln verschmolzen und manche Menschen wurden bei der Explosion richtig zusammengeschweißt. Nur die Menschen im Kapitol sind „rein“, also unversehrt, geblieben, was die Grundlage dieser Dystopie ist.

    Mit dieser grausamen Welt hat mich Julianna Baggott zum zweiten Mal in ihren Bann gezogen, auch wenn ich mir gerade zu Beginn sehr schwer getan habe. Ebenso fassungslos wie beim ersten Band bleibe ich zurück, und bin gespannt, welche drastische Vorstellungen sich die Autorin für den Abschlussband ausgedacht hat.


    Die Memento-Trilogie:
    1) Memento. Die Überlebenden
    2) Memento. Die Feuerblume
    3) Memento. Der Neubeginn
  20. Cover des Buches 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert (ISBN: 9783406739682)
    Yuval Noah Harari

    21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

     (103)
    Aktuelle Rezension von: Olaf_Raack

    Ich mutiere zu einem richtigen Fan von Yuval Noah Harari. Schon seine Bücher «Homo Deus», eine philosophische Aussicht auf unsere Zukunft, und die geschichtliche Abhandlung von mittelalterlichen Spezialkommandos «Fürsten im Fadenkreuz» haben mich wahnsinnig fasziniert.

    In diesem Buch widmet er sich unserer Gegenwart und der nahen Zukunft bis 2050. Sind die Dinge, die wir unseren Kindern vermitteln noch zeitgemäß? Dürfen wir darauf hoffen, dass der Beruf, den wir erlernt haben in 30 Jahren noch existiert? Ist Flexibilität und Anpassungsfähigkeit wichtiger als tiefgehendes Fachwissen in nur einem Bereich? Was sagt uns die politische, gesellschaftliche und religiöse Landschaft unserer Zeit? Wie realistisch ist Sience-Fiction? Wie wappnen wir uns gegen aktuelle und kommende Herausforderungen?

    All diese Fragen und noch einige mehr werden in diesem Buch behandelt. Wie von Harari gewohnt in einer verständlichen, nachvollziehbaren und doch tiefgründigen Art und Weise. Immer wieder geht er in die Vergangenheit zurück und erklärt anhand von geschichtlichen Beispielen, was auch heute noch Gültigkeit besitzt und wie wir daraus lernen können.

    Die Einsichten sind sicherlich nicht gänzlich neu, aber dennoch in ihrer Aufmachung und umfangreichen Zusammenfassung äußerst lesenswert!

    Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der gerne etwas mehr über die Menschheit, die Gefahren, aber auch die Möglichkeiten, die sich uns bieten, erfahren möchte.

  21. Cover des Buches Die Jäger des Lichts (ISBN: 9783473401062)
    Andrew Fukuda

    Die Jäger des Lichts

     (51)
    Aktuelle Rezension von: buecherwelt_d

    Meine Meinung

    Gene und seine Freunde befinden sich auf dem kleinen Boot in mitten des Flusses. Jede Nacht kehren die Jäger zurück, angetrieben von Gier. Von Tag zu Tag werden es weniger, aber sie werden auch immer einfallsreicher. Jede Nacht birgt neue Gefahren. Der Fluss macht es den Kindern und  Jugendlichen auch nicht gerade leichter, droht doch ein Wasserfall sie mit in die Tiefe zu reißen. 

    Wie im ersten Band zeigt sich Gene als ein cleverer junger Mann. Wieder zieht er einen in seinen Band. Im zweiten Band lernt man auch die anderen Charaktere Sissy, Ben, Jacob, Epap und David noch besser kennen. Man bangt Seite für Seite mit den Figuren mit. 

    Die Geschichte ist äußerst schlüssig und von Beginn bis zum Ende absolut nachvollziehbar. Die Spannung steigt von Seite zu Seite. Erst als sie in der Mission ankommen wird es ein wenig ruhiger. Fragen über die Jäger werden endlich aufgeklärt. 

    Fazit

    Das Buch ist eine gelungene Fortsetzung. Es war mindestens genauso spannend wie der erste Band. Ein spannendes Buch über Vertrauen und Gemeisnchaft. Leider gibt es den dritten Teil noch nicht übersetzt. Ich hoffe aber, dass er irgendwann nochmal übersetzt wird. Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternen.

  22. Cover des Buches Wolfsblut (ISBN: 9783746090900)
    Jack London

    Wolfsblut

     (248)
    Aktuelle Rezension von: zickzack

    Inhalt: Wolfsblut, halb Wolf halb Hund, wird in der Wildnis geboren und wenig später, da seine Hundemutter es zu den Menschen zurücktreibt, bei den Indianer gefangen gehalten und gezähmt. Schnell entwickelt sich Wolfsblut zu einem kräftigen, widerspenstigen, loyalen Hund, der seinen Besitzer gute Dienste leistet, aber durch seine Wildheit und Mordlust von anderen Hunden wie anderen Menschen gehasst wird. Wolfsblut Schicksal wird aber noch schlimmer, als er eines Tages an einen skrupellosen Weißen verkauft wird und Wolfsblut in Hundekämpfen überleben muss. Er verliert das Vertrauen ganz, denn er kennt die grausamste Seite von ihnen kennen, bis eines Tages ein neuer Herr ihn rettet und ihn Verständnis wie Zuneigung zeigt.

     

    Ich mag das Buch sehr und es gehört mit zu meinen Lieblingsbüchern. Das liegt einerseits daran, dass es um einen Wolf geht und diese neben Hunden und Katzen meine absoluten Lieblingstiere sind und dann auch wie die Geschichte erzählt wird.

    Am Anfang erfährt man wie hart die Wildnis ist. Jack London erzählt erbarmungslos. Hier in diesem Buch sind dutzende Tiere gestorben und man lernt als erstes, dass es in der Wildnis um fressen oder gefressen werden geht. Dann kommen die Menschen ins Spiel und schon als Wolfsblut bei den Indianern war, tat er mir einfach leid, denn sie haben ihn einfach die Wildheit ausgeprügelt. Und deren Hunde haben Wolfsblut genauso wenig akzeptiert, da sie eben seine Andersartigkeit gespürt haben.

    Als er zu den Typen kam, der ihn für Hundekämpfe benutzt hat, damit dieser sich selbst am Ende die Taschen vollschaufelt, braucht man gar nicht sprechen. Dieser war einfach nur ekelhaft.

    Und ja, solche Erlebnisse besonders in der Jugendzeit eines Wolfes / Hundes prägen diesen. Danach zeigt sich sein gesamtes Verhalten und man hat einen verhaltensauffälligen Hund, der scheinbar verloren ist. Aber wie man es oft sieht, bekommen Menschen mit viel Geduld und Liebe solche Tiere wieder hin, zumindest so, dass man mit ihnen leben kann. Man muss noch immer aufpassen, dass man Wolfsblut nicht zu sehr einengt, dass man ihm klare Grenzen aufzeigt, aber mit der richtigen Führung ist er händelbar geworden.

     

    Es ist einfach eine sehr gute Geschichte, die eingehend geschrieben ist. Obwohl das Buch schon so alt ist und man an manchen Formulierungen merkt, dass heutige Autoren, dass so nicht mehr schreiben würden, hat es mich doch in seinen Bann gezogen. Der Erzähler, der hier eine Mischung aus ein klein Bisschen personellen Erzähler, aber vor allem allwissender Erzähler ist, findet man in den neuen Büchern kaum noch. Daher ist es etwas ungewohnt dies zu lesen. Allerdings war diese Erzählweise genau richtig, denn ein Tier kann man nicht so beschreiben und fühlen lassen wie einen Menschen. Diese empfinden nun einmal anders und ihre Denkweisen sind es auch. Daher fand ich es gut und sehr authentisch, obwohl es mich teilweise auch ein Bisschen wie ein Ratgeber für ein Hundeerziehungsbuch erinnert hat.

     

    Das Buch wird ja als Kinder- und Jugendbuch eingestuft, da es auch unter Geolino Bibliothek veröffentlich wurde. Das wundert mich doch sehr, da es ¾ des Buches ziemlich brutal ist und das harte Leben von Wolfsblut aufzeigt. Gleich am Anfang ging es ja darum, dass zwei Männer mitten im Winter von einem Wolfsrudel belauert wurden und diese nach und nach deren Schlittenhunde vertilgt haben, bis sie auch die Männer bedroht hatten.

    Ich denke, ab 15/16 Jahren hat man wahrscheinlich das Verständnis für das Buch entwickelt und dann ist diese Brutalität, die nicht unnötig ausgeschmückt wurde, aber auch nicht schön geredet wurde, auch nicht mehr so schlimm. Es ist ja auch an sich lehrreich, denn es zeigt, dass ein Tier nicht böse geboren wird, sondern es nach seinen Instinkten und Erfahrungen handelt. Wird es schlecht behandelt, lernt es dies wie es sich zu verhalten hat und wie es sich verteidigen kann. Wenn es gut behandelt wird, entwickelt sich dieses auch anders. Diese Lehre in dem Buch finde ich gut und auch wichtig für Jugendliche, dennoch denke ich, dass es wichtig ist, dass Buch nicht zu früh zu lesen, wenn man dafür noch kein Verständnis hat.

     

    Fazit: Der Reread hat mir nur bestätigt, dass dieses Buch zu recht zu einen meiner Lieblingsbücher zählt. Von mir gibt es natürlich 5 Wortkompasse.

  23. Cover des Buches Die wandernde Erde (ISBN: 9783453319240)
    Cixin Liu

    Die wandernde Erde

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Sakle88
    Meine Meinung:
    Das Cover passt sehr gut zum Inhalt.
    Der Schreibstil ist herausragend fesselnd. Ich hatte mir zuerst die Leseprobe durchgelesen und war sofort gefangen in der Welt von Cixin Liu. Für mich war es Neuland. 
    Dies ist meine erste Begegnung mit einem Buch aus seiner Feder.
    Ich finde dieses Kurzgeschichten sind ideal für jeden der überlegt ob er sich ein Buch von Cixin Liu näher anschauen sollte. Ideal für einen Neueinstieg in die Welt voller futuristischer Geschichten.
    Sie sind vielfältig und fesselnd.

    Vielleicht ist nicht jede Geschichte gleich gut, aber ich wurde von jeder einzelnen in einen Bann gezogen. Ich werde mir auf jeden Fall weitere Bücher von ihm anschauen. 

    Die Kurzgeschichten hat der Autor in verschiedenen Zeiträumen geschrieben was man auch am Schreibstil merkt. Was nicht schlimm ist, denn Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch. Sehr gut zu lesen. 

    Fazit: 
    Wer keine Angst vor einem dicken Schmöcker hat, kann hier beruhigt zu greifen. Das Buch lässt sich wunderbar lesen und da es Kurzgeschichten sind, kann man es sich auch sehr gut aufteilen. Auch für Neulinge in der Welt von Cixin Liu ist dieses Buch ein wahres Fest.
    Ich bin begeistert und gebe fünf Sterne. Außerdem spreche ich eine klare Kauf- und Leseempfehlung aus!

    Vielen lieben Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House und den Heyne Verlag für das Reziexemplar.
    Dies hat keinen Einfluss auf meine ehrliche und persöniche Meinung!
  24. Cover des Buches Der Wolkenatlas (ISBN: 9783499241413)
    David Mitchell

    Der Wolkenatlas

     (522)
    Aktuelle Rezension von: Zitronenvogel

     „Der Wolkenatlas“ verbindet sechs Geschichten in verschiedenen Genres, die zu verschiedenen Zeiten spielen und von verschiedenen Menschen handeln.

    Auf den ersten Blick haben die Handlungsstränge nicht viel miteinander zu tun – ein Notar schreibt 1859 auf einer Schiffreise Tagebuch, ein älterer Verleger hat 2012 Probleme mit Kriminellen und Verwandten, die letzten Überlebenden der Menschheit laufen 106 Jahre nach dem Fall durch eine postapokalyptische Welt.

    Nach und nach wird jedoch deutlich, dass alles verknüpft ist: die Entscheidungen jedes Protagonisten haben Einfluss auf seine Nachfolger und werden selbst von der Vergangenheit oder Zukunft beeinflusst. Das genaue Ausmaß der Verbindungen bleibt unklar. Ob und wie viel Übernatürliches im Spiel ist, kann jeder für sich entscheiden.

    Auch bestimmte Themen sind zeitübergreifend und ziehen sich durch das gesamte Buch: Freiheit in verschiedenen Formen und der Kampf darum, Ausbeutung, Betrug, die Suche nach der Wahrheit, das Füttern von Enten.

    Eine Folge der besonderen Struktur des Romans ist natürlich eine große Menge an Charakteren (die gerne auch erst nach einigen Hundert Seiten wieder auftauchen), darauf muss man sich einlassen können, wenn man das Buch lesen möchte.

    Zudem ändern sich die Erzählart und der Schreibstil mit jeder Geschichte. Von Tagebucheinträgen und Briefen über Interviews bis hin zu Lagerfeuergeschichten bietet dieses Buch erzähltechnisch alles. Je nach Vorliebe kann man das als Vor- oder Nachteil ansehen. Meiner Meinung nach hilft es, in jeder neuen Geschichte „anzukommen“ und bietet Abwechslung, auch wenn ich den postapokalyptischen Dialekt in der letzten Geschichte ehrlich gesagt etwas anstrengend fand.

    Wenn man von den vielen Charakteren und der Idee an sich nicht abgeschreckt ist, ist „Der Wolkenatlas“ sehr zu empfehlen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird man mindestens eine oder zwei (am besten natürlich mehr) Geschichten sehr genießen und wenn man dann noch die einzelnen Elemente verbindet, ergibt sich ein Gefühl, als hätte man erfolgreich ein interessantes Puzzle zusammengefügt.

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