Bücher mit dem Tag "zuckerbäcker"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zuckerbäcker" gekennzeichnet haben.

5 Bücher

  1. Cover des Buches Tausend strahlende Sonnen (ISBN: 9783596030934)
    Khaled Hosseini

    Tausend strahlende Sonnen

     (1.178)
    Aktuelle Rezension von: Vellichor

    Dieses Buch erzählt die bewegende und emotionale Geschichte zweier afghanischer Frauen, die versuchen, in einer zerrütteten, patriarchalischen und zutiefst ungerechten Gesellschaft zusammenzuarbeiten, die durch Krieg und Grausamkeit zerrüttet ist.

    Ein entscheidender Kontext für die Geschichte ist der lange andauernde Konflikt zwischen den Mudschaheddin und den Sowjets zwischen 1979 und 1989. Im Laufe der Handlung kommen die Taliban hinzu, die 1996 die Macht ergreifen. Obwohl sich der Roman besonders stark auf die Geschichten der beiden Figuren Mariam und Laila konzentriert, ist der historische Mehrwert des Werkes nicht zu leugnen. Dies ist besonders wichtig, um das Schicksal der beiden Frauen in besonderer Weise zu verstehen.

    Mariam, eine uneheliche Tochter, die im Buch auch oft mit der gleichen Bezeichnung "harami" bestraft wird, wird im Alter von 15 Jahren mit einem viel älteren Schuster namens Rashid verheiratet. Dieser ist, gelinde gesagt, die widerlichste Figur, die mir je in einem Roman begegnet ist. Er wendet physische und psychische Gewalt gegen Mariam an. Es war schrecklich und erschütternd für mich, vor allem diese Passagen zu lesen. Mariam, die selbst noch ein Kind ist, hat Hoffnungen und Träume, möchte zur Schule gehen und steht im Schatten ihres Vaters, der mit drei Frauen und neun Kindern seine eigene Tochter betrogen hat, um die "Familienschande" ein für alle Mal loszuwerden. Es folgen Jahre der Tortur, weil sie Rashid keine Nachkommen schenken kann. Nach dem Sturz von König Sahir Shah wird die afghanische Gesellschaft immer regressiver, insbesondere als die Taliban an die Macht kommen. Frauen dürfen nur noch in Begleitung ihrer Ehemänner das Haus verlassen und müssen vollständig verschleiert sein. Dieben werden die Hände abgehackt, Fernsehen und Unterhaltung sind streng verboten, selbst Lachen auf der Straße wird bestraft.

    Nach einem großen Zeitsprung lernen wir Laila kennen, die Tochter von Mariams Nachbarin Fariba. Ihr Vater hat die Universität abgeschlossen und ist Lehrer. Sie wächst wohlbehütet mit ihrem Freund Tarik auf, der aufgrund einer übersehenen Landmine nur noch ein Bein hat. Auch sie muss im Laufe der Geschichte Rashid heiraten, da ihre Familie in den kriegerischen Auseinandersetzungen des Landes getötet wird. Mit Tarik pflegt sie eine zärtliche Liebe, aus der schließlich ein ungewolltes Kind hervorgeht, das sie versucht, als das eigene von Rashid kenntlich zu machen, um nicht in Ungnade zu fallen. Rashid ist jedoch nicht besonders angetan von seiner Tochter. Man kann seine frauenfeindlichen Züge deutlich erkennen. Er behandelt auch Laila schlecht, und trotz der anfänglichen Feindseligkeit zwischen Mariam und ihr entwickelt sich eine bedeutende Freundschaft zwischen den beiden Frauen, die gemeinsam versuchen, die schrecklichen Taten ihres Mannes zu ertragen.

    Ich möchte nicht näher auf die Handlung eingehen und werde meinen Gesamteindruck etwas ausführlicher schildern.

    Wie bereits erwähnt, hat mich dieses Buch sehr emotional berührt. Es ist schrecklich, vor allem im aktuellen Kontext, was vor allem Frauen in solchen Situationen ertragen müssen, unter einem Regime, das einen radikalisierten Glauben auslebt.

    Ich spreche hier bewusst von Radikalisierung, denn jede Ideologie kann zweckentfremdet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie den Kern eines Glaubens widerspiegelt oder ihm widerspricht. Jede Form der Ideologie und des Denkens kann in eine feindselige und radikale Richtung ausarten, und darüber sollte ein offener Diskurs geführt werden, ohne friedliche Gläubige zu diffamieren, aber auch ohne das eigentliche Thema zu vernachlässigen und sich völlig der Verantwortung zu entziehen. Ich empfehle das Buch jedem, der sich für den historischen Hintergrund Afghanistans und die entsprechende Rolle der Frauen interessiert. Es ist aber auch nichts für schwache Nerven. Khaled Hosseini hat eine schöne, aber auch erschreckende Art, Dinge zu beschreiben und seinen Worten Leben einzuhauchen. Ich danke ihm für dieses Buch. Es hat meine Empathie und meinen politischen Standpunkt eindeutig bestätigt.



  2. Cover des Buches Das Schokoladenmädchen (ISBN: 9783958246188)
    Katryn Berlinger

    Das Schokoladenmädchen

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Nimithil
    Die Geschichte spielt Ende des 19 Jahrhundert. Madelaine möchte mit ihrer Mutter nach Deutschland fliehen, doch leider geht das Schiff unter und sie überlebt als eine der weniger. Herr Martieli nimmt sie unter seine Fittiche und bringt ihr die Confiserie näher. Es warten einige Herausforderungen auf sie.


    Das Cover das Buches finde ich sehr gut gelungen, da es wunderbar zum Inhalt passt. Hunger sollte man beim Lesen auf gar keinen Fall haben, da die Herstellung von Pralinen und anderen tollen Dinge teilweise im Detail beschrieben wird.


    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und teilweise sehr bildhaft. Die Hauptprotagonistin Madelaine ist sympatisch, wenn auch meiner Meinung nach nicht durchweg authentisch. Ihr fällt alles zu, ohne sich teilweise bemühen zu müssen. Dies kann ich mir als Frau in der damaligen Zeit nicht wirklich vorstellen und ich hätte mir gewünscht, dass sie in manchen Situationen mehr kämpfen muss. Dies sorgt auch dafür, dass es wenig Spannung beim Lesen gibt. Weiterhin kann ich manche Handlungen von Madeleine nicht vollkommen nachvollziehen und es hat für mich eher Rätsel aufgeworfen. 


    Nicht nur die Pralinen- und Tortenherstellung wird wunderbar beschrieben, sondern auch das damalige Leben in Riga. Der Leser erhält einen wunderbaren Einblick in Mode oder auch den Änderungen, welche Ende des 19. Jahrhundert waren. 


    Ein wunderschöner Roman, der den Leser dazu einlädt in eine andere Zeit einzutauchen und eine kleine Geschmacksreise zu unternehmen.



  3. Cover des Buches Bärenklau (ISBN: 9783839217504)
    Ralf Waiblinger

    Bärenklau

     (22)
    Aktuelle Rezension von: buecherwurm1310

    Ex-Kommissar Bösenschreck ist ungewöhnlich, denn welcher Kommissar gehört schon zur Gattung Hund. Da sitzt er nun in seinem Zwinger, selbst wenn es durch die Hochzeit mit der wohlhabenden Barbarella ein goldener ist. Einerseits schlimm, dass er sich auf die Jagd nach dem „Familienschatz“ machen muss, andererseits raus dem goldenen Käfig – yippieh, ein guter Grund rückfällig zu werden. Kommissar Butscher zeigt nicht genug Engagement, da kann nur Bösenschreck sich auf die Jagd machen. Dann aber wird er selbst zum Gejagten.

    Die Geschichte ist so wundervoll erfrischend geschrieben und hat mich begeistert. Daher werde ich mit jetzt auch den Vorgängerband "Hasenpfeffer" zulegen. Die tollen Zeichnungen im Buch unterstreichen die Geschichte sehr humorvoll. Den Dieb hatte ich recht schnell ausgemacht, aber es passieren ja auch noch Morde und die Geschichte wird doch vertrackter als vermutet, so dass ich menschlicher Leser mich durch den tierischen Ex-Kommissar auf die Spur bringen lassen musste. Dass alles geht natürlich nicht hundeernst zu, sondern ist sehr witzig, denn allzu gerne werden menschliche Unzulänglichkeiten auf die Schippe genommen.

    Die Figuren sind sehr gut dargestellt mit ihren Besonderheiten und Eigenarten. Bösenschreck ist clever und gewitzt.

    Ich habe mich sehr gut unterhalten und freue mich auf neue Fälle mit Bösenschreck.

    Witzig und spannend.

  4. Cover des Buches Gingerbread Girls - Helden, Herzen, Hochzeitstorten (ISBN: 9781503939363)
    Chantal Schreiber

    Gingerbread Girls - Helden, Herzen, Hochzeitstorten

     (32)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Cleo ist mit Leib und Seele Tortenbäckerin. Als „Gingerbread Girl“ fertigt sie allerlei Torten und Kuchen an der Streuselgasse. Doch sie ist nicht das einzige Gingerbread Girl: Callgirl Louie bietet ihre Dienste nur ein paar Türen weiter an! Verwechslungen sind daher natürlich nicht auszuschliessen. Nicht jeder Kunde, der bei Cleo klingelt, will Kuchen…

    Erster Eindruck: Das Cover ist ein bisschen retromässig – gefällt mir aber sehr gut. Den Titel finde ich ebenfalls sehr schön.

    Die liebe Cleo… was soll ich zu Cleo sagen? Sie ist verrückt (aber in einem positiven Sinne), sehr fantasievoll (die Gedanken galoppieren meist 100 Meter vor ihr her), übersprudelnd, liebevoll, aber auch sehr anstrengend! Es ist sehr schön, wie sie sich um ihren Opa und dessen Freund Aldo kümmert. Immer wieder muss sie ausrücken, um die beiden Oldies irgendwo aufzusammeln und sie zurück ins Altersheim zu bringen. Schrecklich, wenn jemand so unter Höhenangst leidet, dass es gar zu Erbrechen kommt. Unverständlich, dass Cleo nicht von vornerein sagt, dass sie mit der Höhe ihre Mühe hat, denn das würde ja jeder verstehen (klar, die Story wäre dann nicht gar so lustig).
    Cleo trauert noch ein wenig ihrem Lebensabschnittsprofessor nach – er war ihr tatsächlich ihr Professor, als sie für eine gewisse Zeit an der Uni studierte. Doch die Liaison musste geheim bleiben, denn eine Beziehung zwischen Professor und Studentin ist nicht erwünscht. Nun hat der Professor Cleo durch eine jüngere Studentin ersetzt – autsch!
    Durch ihren Job lernt sie Gregor kennen, einen Anwalt. Er ist ziemlich von ihr angetan, aber Cleo ist noch etwas vorsichtig (obwohl das nur die Fassade ist, dahinter kocht ihre Fantasie über!). Plötzlich kommt sie noch zu einer neuen Freundin, einer Feindin und unverhofftem Adrenalinschub…

    Für mich war es das erste Buch der Autorin, aber es wird sicherlich nicht das letzte gewesen sein. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, die Geschichte war ziemlich schräg und temporeich, für meinen Geschmack war deutlich zu viel Alkohol im Spiel. Das Ende war etwas unrund, daher gibt es von mir 4 Sterne.
  5. Cover des Buches Häusermord (ISBN: 9783743165151)
    Anni Bürkl

    Häusermord

     (10)
    Aktuelle Rezension von: ChrischiD
    Revierinspektor Nowak führt sein aktueller Fall nicht nur in die Gegend seiner Jugend, die er in weiten Teilen lieber vergessen würde, sondern auch zu seiner ehemals großen Liebe Antonia. Bevor er sich jedoch mit ihr und seiner Vergangenheit auseinandersetzen kann, muss er das Rätsel um die abgetrennten Körperteile, die nach und nach auftauchen, lösen. Allem voran: Zu wem gehören die Gliedmaßen? Ein Fall, der mehr Fragen aufwirft, als dass er sie beantwortet und eine immer bedrückendere Wendung nimmt...

    Die Autorin schickt mit Revierinspektor Nowak einen Ermittler ins Rennen, der mit einigen seiner Dämonen der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen hat. Aber vielleicht erhält er nun, zumindest teilweise, die Möglichkeit dazu. Die Gegend, in der seine Nachforschungen hauptsächlich angesiedelt sind, ist Nowak wohlbekannt, und doch entdeckt er Aspekte, die auch an ihm nicht spurlos vorbei gehen.

    Ein abgetrenntes Körperteil, ohne den geringsten Hinweis, von wem es stammt, und eine mehr als grobe Richtung, mehr steht Nowak für seine Ermittlungen nicht zur Verfügung. Kein Wunder, dass er sich an jeden Strohhalm klammert, Befragungen durchführt und doch kaum Hinweise zutage fördern kann. So authentisch das Szenario auch ist, wirkt der Beginn somit dennoch etwas zäh, auch wenn natürlich durchaus etwas geschieht. Der Fortgang der Kriminalhandlung erscheint allerdings zu holprig, zeitweise sogar unmotiviert, was auf Grund der Spurenlage wiederum absolut nachvollziehbar ist.

    Nach dem ersten Drittel kippt die Stimmung, die Atmosphäre verdüstert sich und die Spannung nimmt zu. Nowak hat eine Fährte aufgenommen, von der er nicht bereit ist abzuweichen, wenn ihm hin und wieder auch Steine in den Weg gelegt werden. Er lässt sich selten beirren und macht sich dabei nicht nur Freunde. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist auch der Leser glücklicherweise in der Geschichte angekommen, die unterschwellig viel mehr birgt als es zunächst den Anschein macht. Dann kann nämlich auch der Leser nicht mehr an sich halten, um eigene Nachforschungen anzustellen, nicht nur was den aktuellen Fall angeht, sondern auch zu Nowaks Vergangenheit. Durch Antonias Einschübe, die man zusätzlich zu Nowaks Beobachtungen erhält, ergibt sich ein recht gutes Bild des Revierinspektors und seiner Umgebung.

    „Häusermord“ beginnt zu zaghaft, mausert sich aber nach und nach zu einem waschechten Kriminalroman, der neugierig auf mehr von Revierinspektor Nowak macht.

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