Bücher mit dem Tag "zürich"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zürich" gekennzeichnet haben.

123 Bücher

  1. Cover des Buches Bis ich dich finde (ISBN: 9783257600193)
    John Irving

    Bis ich dich finde

    (399)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Für 17,50 Euronen, preiswert viel zu lesen.

    ›Bis ich dich finde‹ ist die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter ist Tätowiererin, sein Vater ein Organist, der verschwunden ist. Ein Roman über Obsessionen und Freundschaften; über fehlende Väter und (zu) starke Mütter; über Kirchenorgeln, Ringen und Tattoos; über gestohlene Kindheit, trügerische Erinnerungen und über die Suche nach dem Vater.

    Wir begleiten Jack Burns gute dreissig Jahre seines Lebens, sehr mühsam.

    Der Roman ist John Irvings autobiographisches Buch, es ist mit Sicherheit sein Umfänglichstes mit 1039 Seiten.

    Das Buch ist gefüllt mit typischen skurrilen Elementen.

    Für mich viel zu ausschweifend und langatmig erzählt.

    Eines der wenigen Bücher die ich immer wieder unterbrach und mich aufraffen mußte es weiter zu lesen.

    Schlußendlich, ich habe schon wesentlich bessere Irvings gelesen.


  2. Cover des Buches Elefant (ISBN: 9783257244700)
    Martin Suter

    Elefant

    (317)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein sehr kleiner rosa Elefant, der im Dunkeln leuchtet, 40cm lang und 30cm hoch. Er ist eine Genmanipulation des Forschers Dr. Roux, der mit der Züchtung leuchtender Haustiere als Luxusspielzeug den großen Reibach machen möchte. Mit diesem kleinen Elefant geht es für ihn um Alles. Aber das kleine Tierchen gerät über Umwege in den Unterschlupf des Obdachlosen Schoch. Zusammen mit der Tierärztin Valerie Sommer versuchen sie, den kleinen Elefanten zu retten. Doch nicht nur Dr. Roux und sein chinesischer Kompagnon suchen nach dem Elefanten, sondern auch der burmesische Elefantenführer Kaung, der die kleine Elefantenkuh nach deren Geburt versteckt hat und in ihr ein heiliges Wesen sieht.

    Der Schreibstil des Autors ist gewöhnungsbedürftig. Viele kurze Sätze, fast schon im Nachrichtenstil. Auf den ersten Blick ungewohnt zu lesen, aber interessanterweise eloquent und flüssig. Von Beginn an zieht der Autor den Spannungsbogen hoch und bis auf wenige kurze Längen gelingt es ihm, diesen zu halten. Schade ist aber, dass Gut und Böse von vornherein klar erkennbar und vorhersehbar sind. Etwas zu einseitig werden die Charaktere dargestellt und etwas zu sehr getrimmt, auf das, was sie gesellschaftlich widerspiegeln solle. Dazu kommt etwas burmesische Exotik und auch die Liebe darf nicht fehlen und schon ergibt es ein völlig unerwartetes Buch.

    Mein Fazit: Auch wenn ich die Story durchaus etwas zu seicht, etwas zu schwarz und weiß empfand, habe ich das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und mich in den kleinen Elefanten verliebt. Das Buch war definitiv mal etwas Anderes und nicht meine letzte Lektüre des Autors.

  3. Cover des Buches Der Koch (ISBN: 9783257261523)
    Martin Suter

    Der Koch

    (499)
    Aktuelle Rezension von: rkuehne

    Ein wirklich solides Buch um einen tamilischen Koch der eine Kreation entwickelt, die unerwartet aphrodisierend wirkt und daraus ein Geschäftsmodell macht. Angenehm geschrieben, hat ein gutes Tempo und liest sich gut weg. Die Rezeptdetailliertheit war mir an manchen Stellen zu viel und die Parallelgeschichte um das Drama der Tamilen in Sri Lanka hat für mich nie die Distanz zur Hauptgeschichte überwinden können. Aber gute Unterhaltung.

  4. Cover des Buches Melody (ISBN: 9783257247886)
    Martin Suter

    Melody

    (345)
    Aktuelle Rezension von: Obis80

    Das Buch habe ich ganz zufällig aus dem Regal der Bibliothek genommen. Ich brauchte etwas für unterwegs, das wenig Platz in der Tasche beansprucht und nicht zu schwer ist. Die Abbildung einer gut aussehenden Frau auf dem Titelbild und der leicht melancholische Titel hatten mich schnell überzeugt.

    Doch stille Gewässer sind tief ...

    So auch hier. Es mag sein, dass der eine oder andere sagt, Melody und ihr Ehemann hätten alles richtig gemacht und dass Rache, kalt serviert, die Nervenenden und die seelischen Saiten am stärksten trifft.

    Einfach gesagt: „You can take the girl out of the country, but you can't take the country out of the girl.“ Gerade deshalb ist dieses Buch einfach brillant.

  5. Cover des Buches Montecristo (ISBN: 9783257243666)
    Martin Suter

    Montecristo

    (175)
    Aktuelle Rezension von: Stephan58

    Welchen Preis bist du bereit für die Verwirklichung deiner Träume zu zahlen?

    Suter entwickelt eine fesselnde Story über einen Video-Journalisten, der eigentlich ein Filmemacher sein will, für das tägliche Überleben Life-Style-Stories dreht und sich plötzlich in den Ermittlungen zu einem kaum glaublichen Finanzskandal wiederfindet. Als ihm unverhofft die Verwirklichung seine Filmprojekts Montecristo ermöglicht wird, stellt sich die Frage, ob er bereit ist, dafür die anderen, politisch brisanten Recherchen fallen zu lassen. Psychologisch ein hochinteressanter Stoff. Nur das Ende, das für mich der Realisation einer Verschwörungstheorie nahekam, konnte mich nicht überzeugen.

  6. Cover des Buches Frau Einstein (ISBN: 9783462005998)
    Marie Benedict

    Frau Einstein

    (166)
    Aktuelle Rezension von: Zams

    Ich fand das Buch im Großen und Ganzen sehr realistisch.

    Besonders gefallen hat mir zum Beispiel die Freundschaft zwischen den Frauen, und die Beziehung zu Milevas Vater im ersten Teil der Geschichte.

    Glaubwürdig fand ich auch Mitza und Alberts Beziehung, unter anderem weil ich die selben Verhaltensmuster und Situationen auch im echten Leben schon beobachten konnte, und leider kommen ähnliche Dinge mit ähnlichem Ausgang auch heute noch vor.

    Die Geschichte ist definitiv herzzerreißend, mit viel emotionalem Tiefgang.

    Allerdings fan ich die Botschaft oft etwas auf die Nase gedrückt, was nicht sein hätte müssen, weil der Rest der Geschichte dazu meiner Meinung nach definitiv ausreicht.

  7. Cover des Buches Der Verdacht (ISBN: 9783257601312)
    Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht

    (348)
    Aktuelle Rezension von: malins_dagbok

    Darum gehts: Der Kommissär Bärlach liegt im Krankenhaus und liest einen Artikel über einen Nazi-Arzt, der ohne Narkose Menschen operierte. Ein Freund besucht den Kommissär, diesem kommt der Arzt sehr bekannt vor.

    Meinung: Das Buch ist mit 120 Seiten sehr kurz und trotzdem schafft der Autor es, die Personen zu skizzieren, den Verdacht aufzubauen und eine Spannungskurve zu kreieren. Entgegen anderer Werke des Autors hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Das Ende hatte nochmal einen ordentlichen Twist, den ich nicht habe kommen sehen. Wer Klassiker und/oder Kriminalromane mag, sollte sich dieses Buch mal anschauen! 

  8. Cover des Buches Munk (ISBN: 9783453443174)
    Jan Weiler

    Munk

    (62)
    Aktuelle Rezension von: Alexandra1102

    In "Munk" von Jan Weiler geht es um den Architekten Peter Munk, der nach einem Herzinfarkt sein Leben Revue passieren lässt. Die Frage, warum keine Frau an seinem Krankenhausbett steht, lässt ihn nicht locker. Auf Rat seines Psychologen geht er also chronologisch alle Partnerinnen seines Lebens durch und versucht zu ermitteln, woran es gescheitert ist... 

    Liegt es eigentlich immer an einem selbst? Inwieweit kann man Beziehungen retten, wann ist der Zeitpunkt um auszusteigen und ist manchmal einfach der andere nicht die richtige Person? 

    Liebe ist keineswegs einfach. Dies wird in "Munk" wunderbar dargestellt. Es regt auch zum Nachdenken über das eigene Leben an. Im Endeffekt habe ich dann schon wirklich mitgefühlt mit dem Peter, überhaupt Penelope und Fanny haben mir ein kleines Loch ins Herz gerissen. Aber vermutlich ist auch die Realität so, gerade deswegen fand ich die Geschichten so schön dargestellt. Das Ende mit Claudia hat mich aus allen Wolken gerissen...

    Unbedingt lesen!

  9. Cover des Buches Die Ärztin - Das Licht der Welt (ISBN: 9783499273995)
    Helene Sommerfeld

    Die Ärztin - Das Licht der Welt

    (149)
    Aktuelle Rezension von: Laura-Sonnenblume

    Ricardas Geschichte beginnt 1876 als sie, mit nur 13 Jahren, der Grafentochter das Leben rettet. Als Dank nimmt sie die Komtess, die  Ärztin ist, mit nach Berlin und ermöglicht ihr so eine bessere Schulbildung. Ricarda erkennt schnell die Missstände vor allem in den ärmeren Vierteln in Berlin und wünscht sich schon bald selbst als Ärztin zu arbeiten und diesen Menschen helfen zu können. Doch sie ist eine Frau...

    Ricarda ist eine sehr starke Protagonistin, die für das kämpft, was sie sich erträumt. An einigen Stellen kam mir dieses "Kämpferische" und "Eigenständige" aber leicht unrealistisch vor. Ich konnte auch teilweise einige Entscheidungen von ihr nicht nachvollziehen. 

    Trotz dieser kleinen Kritikpunkte mag ich Ricarda als Charakter und fand es schön sie auf ihrer "Reise" zu begleiten.

    Dieses Buch beschäftigt sich auf sehr schöner Art und Weise mit Frauenrechten, Zuständen in der Medizin und Zuständen in den ärmeren Vierteln Berlins. Diese Mischung in Kombination mit einem flüssigen Schreibstil, machen dieses Buch absolut lesenswert.

  10. Cover des Buches Allmen und die verschwundene María (ISBN: 9783257243130)
    Martin Suter

    Allmen und die verschwundene María

    (66)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Nachdem Allmen und Carlos das Rätsel um das Dahlienbild gelöst haben, durchfährt sie ein Schock. Maria Moreno ist verschwunden. Carlos hat Angst um seine große Liebe und Allmen ahnt schon, was bald Wirklichkeit ist. Maria wurde entführt und die Entführer fordern kein Lösegeld, sondern sie möchten das Dahlienbild. Also müssen die Beiden nochmal mit den Damen Kontakt aufnehmen, die mit dem Bild zu tun haben und sie erleben so manchen Überraschung und die Zeit wird knapp. Im vierten Band schickt Martin Suter auf eine ganz besondere Mission und mit viel Wortwitz, schönen Details und einem spannenden und überraschenden Fall, fasziniert der Schweizer aufs Neue.

  11. Cover des Buches Die Tänzerin von Paris (ISBN: 9783746633169)
    Annabel Abbs

    Die Tänzerin von Paris

    (74)
    Aktuelle Rezension von: MarinaH

    Das Buch war sehr ansprechend, ich habe genossen es zu lesen. Lucia Joyce hatte ein schreckliches, anstrengendes Leben, man konnte sich gut in ihre Verzweiflung und auch die Liebe reinversetzten.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön, ich fand es sehr interessant wie die Zeitsprünge im Buch gestaltet wurden.

    Die Handlung war flüssig und bis zum Ende spannend gehalten. Das Buch bliebt im Gedächtnis, auch noch mehrere Wochen nach dem Lesen.
    Ich konnte mich gut in Lucias Lage reinversetzten und mit ihr mitleiden. Es war angenehm ein Buch aus der ‚Ich-Form‘ zu lesen.
    Es ist schön, wie die Autorin den Blick im Buch auf Lucia, nicht auf ihren Vater lenkt. 

    Fazit: Tolles Buch über eine Persönlichkeit, die zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.

  12. Cover des Buches Lichtungen (ISBN: 9783608988918)
    Iris Wolff

    Lichtungen

    (264)
    Aktuelle Rezension von: Anderswelten

    Die wohl größte Hürde dieses Buches ist, dass es rückwärts geschrieben ist. Wir starten mit Kapitel neun und enden mit Kapitel eins. Sobald ich mich mit dieser Eigenart bzw. künstlerischen Freiheit arrangiert hatte - was schneller passiert, als zu Beginn vermutet -, ist das Buch ein wahrer Schatz. 

    Die Autorin schafft es, trotz des rückwärtigen Aufbaus nichts vorwegzunehmen, sondern spielt vielmehr damit, Neugierde zu wecken, was denn „vorher“ passiert ist und in „früheren“ Kapiteln das Wissen aus „späteren“ Kapiteln zu nutzen, um sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Es ist gut, dass das Buch „nur“ 256 Seiten umfasst, denn auch wenn der Aufbau sehr gut funktioniert, empfehle ich nicht, das Buch nur „mal eben nebenbei“ zu lesen. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit das Leseerlebnis deutlich schmälern. 

    Sprachlich empfand ich das Buch als eine Wucht. Die Klugheit im Alltag ohne Altklugheit - ich könnte mir fast jeden Satz markieren. Die erzählte Geschichte selbst wirkte überraschenderweise nicht zerstückelt. Sie steht nie wirklich im Mittelpunkt, aber ist auch zu keinem Zeitpunkt wirklich zweitrangig - dieser Effekt wurde ebenfalls durch den Rückwärtsaufbau verursacht. 

    Auch wenn „Lichtungen“ kein Lieblingsbuch von mir wird, kann ich es bedenkenlos jedem empfehlen, der Spaß am Unkonventionellen hat, Spielereien mit Sprache liebt und seine Gedanken treiben lassen kann ohne das große Ganze aus dem Blick zu verlieren. Ein wirklich souveräner Need-to-Read.

  13. Cover des Buches Lindt & Sprüngli (ISBN: 9783328603665)
    Lisa Graf-Riemann

    Lindt & Sprüngli

    (110)
    Aktuelle Rezension von: Buechertanz_Chrissy

    Das Buch „Lindt & Sprüngli – Zwei Familien, eine Leidenschaft“ ist der Auftakt einer Buchreihe, die im 19. Jahrhundert spielt und die Gründungen der Schokoladen-Manufakturen „Lindt“ und „Sprüngli“ zeigt.

    Als großer Fan von historischen Familiensagas waren meine Erwartungen an den Auftakt der neuen Reihe von Lisa Graf vermutlich sehr hoch gesteckt. Nach dem Lesen bleibe ich jedoch mit gemischten Gefühlen zurück: Die Geschichte ist keineswegs schlecht, aber für mich war sie leider auch kein absolutes Highlight.
    Was Lisa Graf ohne Zweifel beherrscht, ist das Zeichnen von vielfältigen und feinen Charakteren. Die Figuren sind interessant und tiefgründig gestaltet, was dazu führte, dass ich trotz einiger Kritikpunkte immer wissen wollte, wie es mit ihnen weitergeht. Auch der Zeitgeist der damaligen Epoche wurde wunderbar eingefangen; man merkt der Autorin die fundierte Recherche an, die den historischen Hintergrund lebendig werden lässt.
    Mein Hauptproblem war jedoch die Gewichtung der Themen. Ich hatte mich auf einen Roman gefreut, in dem das Handwerk der Schokoladenherstellung und die Leidenschaft für das Produkt im absoluten Mittelpunkt stehen. Zwar gibt es Passagen, in denen die Thematik erklärt wird, doch für meinen Geschmack blieb dieser Aspekt viel zu sehr im Hintergrund. Stattdessen nehmen die ständigen, teils ermüdenden Auseinandersetzungen zwischen Vater und Sohn Sprüngli sehr viel Raum ein.
    Zudem verliert sich die Erzählung in meinen Augen in zu vielen Nebenfiguren und Handlungssträngen, die die eigentliche Geschichte nicht wirklich vorantreiben. Das sorgte für einige Längen, die den Lesefluss etwas gebremst haben. Mein größter Kritikpunkt ist jedoch der Titel im Verhältnis zum Inhalt: Die Firma Lindt spielt in diesem ersten Band praktisch noch keine Rolle. Das war für mich enttäuschend, da ich eine parallele Entwicklung beider Schokoladen-Dynastien erwartet hatte.

    Fazit: Das Buch „Lindt und Sprüngli – Zwei Familien, eine Leidenschaft“ von Lisa Graf ist ein solider historischer Roman mit interessanten Protagonisten, der mich aber emotional nicht vollends abholen konnte. Wer eine Familiensaga mit Fokus auf Generationenkonflikten sucht, wird hier fündig – wer jedoch wie ich auf die volle Ladung „Schokoladen-Geschichte“ gehofft hat, muss wohl auf den zweiten Band setzen.

  14. Cover des Buches Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe (ISBN: 9783746637983)
    Bettina Storks

    Ingeborg Bachmann und Max Frisch – Die Poesie der Liebe

    (76)
    Aktuelle Rezension von: YukBook

    Das ist mein erstes Buch aus der Reihe „Berühmte Paare – Große Geschichten“. Als Fan von Romanbiografien fand ich es sehr spannend, zwei namhafte Literaten unter dem Aspekt ihrer Liebesbeziehung näher kennenzulernen.

    Ihre Charaktere sind so verschieden, dass ich schon zu Beginn Zweifel hatte, ob ihre Liebe alltagstauglich ist. Auf der einen Seite der bodenständige und pragmatische Max Frisch, der seine Routinen pflegt; auf der anderen Seite die sensible, freiheitsliebende und konsumfreudige Ingeborg Bachmann – da prallen zwei Welten aufeinander. Trotzdem finden die beiden immer wieder zueinander. Die intensiven, leidenschaftlichen Momente, die das Paar mal in Uetikon, mal in Rom erlebt, ließen auch mir das Herz aufgehen. Ich fühlte mit Max Frisch mit, der aus jedem kleinsten Kompromiss, den seine Angebetete eingeht, große Hoffnung schöpft.

    Manche Muster wie seine Eifersucht wiederholen sich zwar, doch ich war bis zum Ende gefesselt von den emotionalen Höhen- und Sturzflügen und wünschte dem Paar ein Happy End. Nebenbei bekam ich tiefe Einblicke in ihre unterschiedlichen Schreibprozesse, ihre Auffassung von der Literatur und ihr Umfeld. Ingeborg Bachmanns Perspektive macht deutlich, wie schwer es Frauen hatten, sich im Literaturbetrieb zu behaupten, was sich leider auch auf die Beziehung auswirkte.

  15. Cover des Buches Gesammelte Werke Band 7: Die gerettete Zunge (ISBN: 9783446253346)
    Elias Canetti

    Gesammelte Werke Band 7: Die gerettete Zunge

    (42)
    Aktuelle Rezension von: HorKar
    Dieses Buch zu lesen lohnt sich unbedingt. Wer das 20. Jahrhundert und alles was sich daraus entwickelt hat, verstehen will, sollte dieses Buch lesen. Wie vielschichtig ist Europa und die Welt. Was kann man alles erleben? Was muss man erdulden?
  16. Cover des Buches Das Leben ist zu kurz für irgendwann (ISBN: 9783442493531)
    Ciara Geraghty

    Das Leben ist zu kurz für irgendwann

    (79)
    Aktuelle Rezension von: FlotteLotte

    In dem Buch geht es um eine Freundschaft zwischen 2 Frauen. Nach einer schweren Diagnose entschließt sich Iris zum Sterben nach Europa zu gehen. Ihre Freundin begleitet sie nach einem turbulenten Hinterherreisen zusammen mit ihrem Vater der dement ist. Sie begleiten Iris auf ihrer letzten Reise durch aufregende, manchmal außergewöhnliche, manchmal turbulente Situationen. Es zeigt dass man das Leben eines anderen nicht ändern kann und so sehr man an einer Vorstellung festhält was richtig ist, nicht mitentscheiden kann sondern einfach Umdenken sollte und die gemeinsame Zeit die bleibt genießen sollte und auch mal was riskieren sollte, aus dem vielleicht festen und geregelten Leben ausbrechen sollte und neues ausprobieren sollte. 

    Einfach schön zu lesen und empfehlenswert!!!

  17. Cover des Buches Allmen und der rosa Diamant (ISBN: 9783257241976)
    Martin Suter

    Allmen und der rosa Diamant

    (154)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    In "Allmen und die Libellen" haben sich Johann Friedrich von Allmen und sein Diener Carlos, unfreiwillig zu einem Ermittlerduo zusammen getan. Die Idee gefällt den Beiden und so wurde dann Allmen International Inquiries gegründet. Einen ersten großen Fall gibt es auch schon. Der Auftraggeber möchte den rosa Diamant wieder haben. Die Beiden werden auf einen Russen angesetzt und sind schon mitten drin im Geschehen. Die Spuren führen ins Ostseebad Heiligendamm und so packt Allmen seine Koffer und macht sich auf in das Nobelhotel. Das Essen ist vorzüglich, die Weinauswahl einfach fantastisch, das SPA ein Traum und der Strand und das Meer wunderschön. Allmen kommt als Lebemann und Genießer voll auf seine Kosten und das Trinkgeld ist bei ihm immer nie zu knapp. Mit Carlos telefoniert er immer wieder und hört, dass die Anzahlung des Auftraggebers noch nicht da sei, aber das stört ihn nicht beim Genießen. Dann entdeckt er einen Russen im Strandbad und durch Zufall werden sie Freunde. Aber Johann Friedrich von Allmen scheint nicht der Einzige zu sein, der auf ihn angesetzt worden ist. Es scheint fast so, als ob zwei Amerikaner und auch zwei Engländer zum Beschatten da sind und dann überschlagen sich die Ereignisse! Wie schon im ersten Band, schreibt Martin Suter einfach elegant, scharfzüngig, mit viel Witz und großartiger Spannung! Das Duo Allmen und Carlos ist einfach grandios und erinnert an gute alte Spionage Filme. Die Beschreibungen sind wie immer bei Martin Suter genau, präzise und so kann man das Essen schmecken, den Wein riechen und die Landschaft bewundern. Ich freu mich schon auf den nächsten Band, denn dieses Detektiv Duo hat es wirklich in sich.

  18. Cover des Buches Allmen und die Dahlien (ISBN: 9783257243017)
    Martin Suter

    Allmen und die Dahlien

    (99)
    Aktuelle Rezension von: Schmuck_Guggerin

    Wir sind sogleich in der Welt der Reichen und Schönen in der der eleganteste Detektiv, den die Krimiwelt kennt, seine Arbeit tun soll.

    Ein Dahliengemälde von hohem Wert ist verschwunden. Es gehörte einer reichen Dame, die dieses Bild unter allen Umständen wiederbekommen möchte. 

    Diese Tatsache alleine verspricht sehr viel Arbeit für Johann Friedrich von Allmen, den engagierten Detektiv.

    Dem Gemälde haftet an, dass die jeweilige Besitzerin immer in einer ganz besonderen emotionalen Beziehung zu diesem Bild steht: Es wurde immer als Zeichen einer tiefen Liebe geschenkt. 

    Wie im Leben, so kann aus tiefer Liebe sehr rasch ein anderes Gefühl erwachsen, was dem Roman einen interessanten Hintergrund verschafft.

    Das Buch ist, in der dem Autoren eigenen Sprache, ein Genuss. 

    Man darf hoffen bald noch weitere Fälle mit Johann Friedrich von Allmen lesen zu dürfen.

  19. Cover des Buches Faserland (ISBN: 9783462301465)
    Christian Kracht

    Faserland

    (401)
    Aktuelle Rezension von: Sophia-liest

    Der namenlose Ich-Erzähler reist durch Deutschland bis in die Schweiz, ohne Ziel oder Plan. Auf jeder seiner Stationen begegnet er alten Bekannten, es hält ihn jedoch nie lange an einem Ort. Zwischen Alkohol, Drogen und Parties lässt er seine Gedanken laufen. Er weiß nicht, was er vom Leben möchte, vielleicht Veränderung, Hauptsache raus aus den traditionellen, gesellschaftlichen Zwängen und Normen.

    Das Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen, die es als Lehrerin mit ihrer Oberstufenklasse gelesen hatte. Ich kann dem Buch jedoch nichts abgewinnen und bin froh, dass ich es nicht zu meiner Abiturzeit lesen musste. 

    Die Geschichte an sich hört sich erstmal spannend an, ich habe jedoch selten ein Buch mit einem so unsympathischen Erzähler gelesen. Es ist mir nicht wichtig, dass die Protagonisten allesamt sympathisch sind, das ist auch meist nicht möglich, aber hier hat es die Handlung massiv gestört. Die Handlung ist eine Aneinanderreihung von Ereignissen, die der Erzähler oft unter Alkohol- und Drogeneinfluss erlebt. Zu Beginn trifft er auf Sylt eine alte Bekannte, bereits hier zeigt sich die ich-bezogene und arrogante Art des Erzählers. Er unterhält sich nur ungern mit ihr, nimmt jedoch die Einladung zu Drinks und Champagner gerne an. Lieber denkt er von oben herab über die Personen nach, denen er begegnet. Er betrachtet die Menschen eher als lose Bekanntschaften. Wahrscheinlich aus wohlhabendem Elternhaus stammend, scheint er auch keinem Beruf nachzugehen, denn er kann durch Deutschland reisen, wie er gerade Zeit und Lust hat.

    Auf knapp 200 Seiten wird viel erzählt, aber irgendwie doch nichts, weil alles inhaltslos wirkt. Hätte das Buch mehr Seiten gehabt, hätte ich es abgebrochen, weil mir einfach die Handlung gefehlt hat. Vielleicht bietet das Buch als Schullektüre mehr Interpretationspotenzial, aber für mich war es leider gar nichts und ich kann es nicht weiterempfehlen.

  20. Cover des Buches Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse (ISBN: 9783257261929)
    Thomas Meyer

    Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse

    (100)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Mordechai Wolkenbruch wird von seine Mama liebevoll Motti genant. Der orthodoxe Jude lebt mit 25 Jahren immer noch zu Hause, aber er will dies ändern. Seine Mama leider auch und so präsentiert sie ihm eine Heiratskandidatin nach der Anderen. Komisch, sie sind irgendwie alle wie sie, aber Motti hat andere Probleme. Sein Leben ist etwas aus den Fugen geraten, denn während seines Studiums an der Universität in Zürich hat er eine Schickse (nicht jüdische Frau) kennen gelernt. Sie ist einfach faszinierend und Motti macht sich Gedanken über seine Religion, seine Familie, seine Gefühle, seine Vergangenheit und vor allem über seine eigene Zukunft. Welches ist die richtige Reiseroute? Thomas Meysers Buch ist ein Knaller! Man muss wahnsinnig viel Lachen, aber manchmal bleibt einem das Lachen auch im Halse stecken und sie wie er die richtige jüdische Lebensart sucht, so werden wir angeregt, unsere eigenen Lebenswege, Gedanken und Gefühle zu überdenken. Die vielen jüdischen Worte erklären sich von selbst und ich habe sie nicht als Stolpersteine empfunden, aber sie regen an, sich etwas näher damit zu beschäftigen und nach zu schlagen. Dieses Buch ist kein Wolkenbruch, aber eine ganz großartige Reise in die Arme einer Schickse.

  21. Cover des Buches Thieves’ Gambit (ISBN: 9783423719391)
    Kayvion Lewis

    Thieves’ Gambit

    (259)
    Aktuelle Rezension von: Ninja_Turtles

    Meinung: 

    Der Klappentext hat mich so neugierig gemacht, sodass ich es direkt lesen wollte. Der Schreibstil ist für meinen Geschmack zu neutral gehalten, ich kam nicht an die Protagonisten heran. Rosa Quest ist die Tochter einer Meisterdiebin und nimmt an einem Wettbewerb teil, damit sie aus dieser Welt ausbrechen kann. Es kommt aber anders. Rosas Mutter ist absolut toxisch! Was sie ihr angetan hat, ist in meinen Augen einfach nur Manipulation in höchster Form. Der Wettbewerb hat sich so konstruiert gelesen, allgemein die ganze Story war einfach nicht mein Ding. Auch die "Liebesgeschichte" hat sich für mich nicht echt angefühlt. Ein Jugendthriller ist es definitiv nicht, denn dafür fehlt dieser Adrenalinkick, der einem Thriller anhaftet. Und toxische Verhaltensmuster mag ich so gar nicht.

    Fazit:

    Der KT klang so vielversprechend - bekommen habe ich eine Story, die weder mitreißend noch temporeich war - eher enttäuschend!

  22. Cover des Buches Das Messias-Projekt (ISBN: 9783739245072)
    Markus Ridder

    Das Messias-Projekt

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Nala73
    Nach einem wahren Erlebnis.
    Craig erwacht mit einem schrecklichen Kater. Der 40-Jährige ist vollkommen orientierungslos, weiß noch nicht mal, wo er ist. Doch langsam dämmert es ihm: Er ist in Zürich, und es sind nur noch wenige Minuten, bis ein wichtiger Vortrag beginnt. Ein Vortrag, den er selbst halten muss. In aller Windeseile zieht er sich an und hastet zum Veranstaltungsort. Dort angekommen wundern sich die Leute: Craig kommt fast auf den Tag genau ein Jahr zu spät. Und keiner weiß, was er in diesem einen Jahr gemacht hat. Auch Craig nicht. Er setzt alles daran, herauszufinden, was passiert ist. Doch nicht alle haben Interesse an der Wahrheit.
  23. Cover des Buches Es klopft (ISBN: 9783442748716)
    Franz Hohler

    Es klopft

    (40)
    Aktuelle Rezension von: peedee

    Manuel Ritter, HNO-Spezialist, erlebt auf der Rückfahrt nach einem Ärztekongress zum Thema Tinnitus etwas Merkwürdiges: Eine ihm unbekannte Frau klopft gegen das Fenster seines Zugabteils. Ein paar Tage später steht diese Frau in seiner Praxis und sagt, dass sie ein Kind von ihm möchte. Er ist überrascht, schockiert (schliesslich ist er verheiratet und zweifacher Vater), aber auch geschmeichelt und willensschwach. Neun Monate später erhält er einen Brief: „Es hat geklappt“. Davon darf niemals jemand etwas erfahren. Jahre später ist das Geheimnis immer noch gewahrt, doch dann stellen sich stressbedingt Klopfgeräusche in seinen Ohren ein…

    Erster Eindruck: Auf dem Cover des Schutzumschlages ist leicht verschwommen eine gut gekleidete junge Frau zu sehen – ich mag keine Schutzumschläge.

    Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, zuerst aus Manuels, später u.a. auch aus der Sicht seiner Frau Julia und den mittlerweile erwachsenen Kindern. Dies macht die Erzählung lebendig und lässt den Leser mehr wissen als die Protagonisten.

    Hätte ein Bekannter Manuel erzählt, dass er das erlebt hat, was Manuel mit der ihm unbekannten Frau erlebt hat, hätte er es nicht geglaubt. Er hätte den Bekannten auf jeden Fall als willensschwach und/oder triebgesteuert abgestempelt – denn genau das war er – Manuel – ja offensichtlich auch. Wie hatte er es nur so weit kommen lassen? Er hatte doch alles: eine Frau, zwei kleine Kinder, eine gutgehende Praxis, ein Eigenheim an der Goldküste. Was wollte er mehr?
    Die Jahre vergehen, Manuel hat den Zwischenfall zu verdrängen versucht. Manchmal erfolgreich, manchmal weniger. Als sein erwachsener Sohn Thomas der Familie seine neue Freundin Anna vorstellt, wird ihm angst und bang, denn Anna erinnert ihn sehr an seinen Seitensprung. Wie kann das sein?

    „Heute war ihm auf einmal klar geworden, dass es eine Verjährung zwar in der Justiz geben mochte, niemals aber im Leben.“

    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und das Buch war aufgrund der geringen Seitenzahl im Nu ausgelesen – ich mag den Stil des Autors. Von mir gibt es 4 Sterne.

  24. Cover des Buches Tiefes, dunkles Blau (ISBN: 9783257300918)
    Seraina Kobler

    Tiefes, dunkles Blau

    (168)
    Aktuelle Rezension von: Sunny1974

    Die engagierte Polizistin Rosa Zambrano der Seepolizei,wird vom Züricher Mordermittlungsteam, als Verstärkung hinzugezogen. Die junge Frau hat neben ihrem Beruf ein erfülltes Leben. Allerdings macht sie sich zur Zeit Gedanken. Sie möchte unbedingt Kinder bekommen. Zur Zeit ist sie mit ihrem Wunsch allein. Dieser Zwispalt ermutigt sie sich in einer Kinderwunschklinik vorzustellen. Ihr Arzt wird ermordet aufgefunden. Nun verquicken sich private & berufliche Gegebenheiten und Herausforderungen.


    Zum Cover: Zürich mit einem Bootsanlegeplatz...gemalt mit schönen Farben und gekonnten Lichtreflexen. Sehr schön anzusehen und passend!








    Die Erzählweise gefällt mir sehr. Schon nach wenigen Zeilen bin ich in Gedanken gemeinsam mit Rosa, unterwegs. Zeile um Zeile vermittelt ein schönes, wohl landestypisches Lebensgefühl.

    Ich kann Rosa's Gedanken und Sinneswahrnehmungen nicht nur erahnen, - sie erscheinen mir zum Greifen nah.


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