Bücher mit dem Tag "zugfahrt"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zugfahrt" gekennzeichnet haben.

62 Bücher

  1. Cover des Buches The Girl on the Train (English Edition) (ISBN: 9781784161750)
    Paula Hawkins

    The Girl on the Train (English Edition)

    (735)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Rachel fährt jeden Tag mit dem Zug. Sie lebt in London und im Zug kann sie gut nach draußen sehen und fährt an schönen Häusern, tollen Gärten und glücklichen Paaren und Familien vorbei. Aber dann beobachtet sie etwas komisches. Ein Paar scheint Probleme zu haben und eine schöne Frau steht mit einem anderen Mann auf dem Balkon. Was geht hier vor sich? Was passiert in der vermeindlichen Idylle? Rachel ist alarmiert und fängt an Nachforschungen anzustellen und kommt doch etwas ganz furchtbarem auf die Spur, nämlich sich selbst und ihrer eigenen Geschichte. Das Buch packt einen von der ersten Seite an und jede weitere Angabe würde das Lesevergnügen und den Spannungsbogen vermiesen.

  2. Cover des Buches Girl on the Train (ISBN: 9783764506018)
    Paula Hawkins

    Girl on the Train

    (1.266)
    Aktuelle Rezension von: Nessaja


    Rachel ist psychisch labil und Alkoholikerin. Ihren Job hat sie deshalb schon vor Monaten verloren. Dennoch pendelt sie aus Gewohnheit weiter mit dem Zug von ihrem Wohnost nach London zu ihrer ehemaligen Arbeitsstätte. Sie liebt das Zugfahren und beobachtet die Leute in den Häusern nahe der Zugstrecke. Eines Tages sieht sie etwas, was sie so nicht erwartet hätte.

    Geschrieben wurde das Buch von Paula Hawkins, einer ehemaligen Journalistin. Dieser Thriller wurde in über 40 Sprachen übersetzt und auch verfilmt. Mittlerweile hat Paula Hawkins noch weitere Bücher veröffentlicht. In meinem Bücherregal wartet noch „Die blaue Stunde“ darauf gelesen zu werden. „Girl in zhe train“ wird aber ihr erfolgreichestes Werk sein.

    Das Buch ist bei blanvalet erschienen. Es umfasst 447 Seiten und ist in relativ kurze nicht nummerierte Kapitel unterteilt. Abwechselnd wird aus der Perspektive der drei weiblichen Hauptcharaktere erzählt und auch die Zeitebene wechselt.

    Mir gefällt sehr, wie Paula Hawkins schreibt. Die Sprache ist klar und schnörkellos und damit sehr einfach zu lesen. Ein Spannungsbogen wurde sehr schön aufgebaut. Teilweise ging es mir zu langsam vorwärts, aber ich denke, dass das genau so gewollt war. Die Charaktere wurden schön gestaltet, immer wieder gab es einen Twist, den ich so nicht gesehen habe. Alles in allem sehr schön zu lesen und guten Herzens zu empfehlen. Ich freue mich jetzt noch auf den Film als Abschluss…


  3. Cover des Buches Sternstunden der Menschheit (ISBN: 9783150206393)
    Stefan Zweig

    Sternstunden der Menschheit

    (213)
    Aktuelle Rezension von: Timo_Janca

    Manch ausgewähltes Ereignis mag bekannt sein, jedoch versteht es Stefan Zweig die Geschichten emotional und mit tiefer Anteilnahme zu begleiten. Ihn interessieren die persönlichen Beweggründe und was die Betroffenen in der Stunde des Schicksals empfunden haben. Detailverliebte Beschreibungen und dramatische Sprache lassen u.a. die Entdeckung zweier Ozeane oder eine Episode aus Goethes Leben vor dem geistigen Auge lebendig entstehen.  

  4. Cover des Buches Die Verwandlung (ISBN: 9783150144336)
    Franz Kafka

    Die Verwandlung

    (1.845)
    Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks

    Die Verwandlung war für mich der zweite Klassiker nach Weiße Nächte und ich habe total gemerkt, wie unterschiedlich Klassiker sein können. Während mich Dostojewski emotional komplett abgeholt hat, blieb Kafka für mich deutlich distanzierter.

    Die Geschichte fand ich trotzdem richtig interessant. Das Aufwachen als Käfer wirkt erstmal absurd, aber eigentlich steckt da so viel mehr dahinter. Für mich stand Gregor nie einfach nur für ein Ungeziefer, sondern eher für Krankheit, Depression und dieses Gefühl, plötzlich nicht mehr in die Welt zu passen oder nicht mehr funktionieren zu können.

    Vor allem die Familie fand ich dabei spannend zu beobachten. Solange Gregor arbeitet und Geld verdient, hat er seinen Platz. Sobald er krank wird und zur Belastung wird, verändert sich langsam alles. Und ehrlich gesagt fühlt sich genau das bis heute noch ziemlich aktuell an.

    Das ganze Buch wirkt unglaublich schwer und bedrückend. Man merkt diese Hoffnungslosigkeit wirklich auf jeder Seite. Ich glaube auch, dass diese emotionale Distanz im Schreibstil komplett gewollt ist. Kafka schreibt sehr nüchtern und beobachtend und genau dadurch fühlt sich alles irgendwie kalt an.

    Ich habe beim Lesen schon verstanden, warum das Buch so ein bedeutender Klassiker ist. Der Schreibstil ist gut und zwischen den Zeilen steckt extrem viel. Gerade die Themen Isolation, gesellschaftlicher Druck und der Umgang mit kranken Menschen waren richtig stark.

    Mich persönlich hat das Buch emotional aber einfach nicht komplett erreicht. Ich fand die Gedanken hinter der Geschichte teilweise stärker als die Geschichte selbst. Trotzdem bin ich froh, es gelesen zu haben, weil ich glaube, dass genau solche Bücher einen noch lange beschäftigen.

  5. Cover des Buches In einem Zug (ISBN: 9783755805601)
    Daniel Glattauer

    In einem Zug

    (325)
    Aktuelle Rezension von: LeseHexe87

    Eduard Brünhofer ist ein bekannter Autor – oder war er es? Irgendwie scheint er beides gleichzeitig zu sein. Jedenfalls sitzt besagter Brünhofer nun im Zug von Wien nach München und wird von einer Mitreisenden in ein Gespräch verwickelt, das er eigentlich gar nicht führen möchte – behauptet er jedenfalls. Doch vielleicht rührt diese Unbekannte genau an den Stellen in seinem Inneren, die schon lange darauf warten, erkundet zu werden.

     

    Die beiden unterhalten sich über eine geraume Weile sehr angeregt. Während Brünhofer das Gespräch mit eigenen, oft bissigen Gedanken garniert, die er nicht mit seiner Reisegefährtin teilt, steuern beide auf ein Geheimnis zu, das erst in München gelüftet wird. Auf den ersten Blick passiert wenig, doch auf den zweiten Blick offenbart sich die ganze Meisterschaft der Erzählung.

     

    Die Magie des Buches liegt in den Zwischentönen und der unterschwelligen Gesellschaftskritik. Glattauer lässt Brünhofer herrlich ehrlich über seine Ehe, seine Karriere und die mysteriöse Mitreisende reflektieren. Besonders gelungen: Die vom Wein gefärbte Stimmung Brünhofers spiegelt sich meisterhaft in der Sprache wider. Man mag darüber streiten, wie positiv der Alkohol hier wegkommt, aber Glattauer nutzt ihn auf charmante Weise als Katalysator für die Auflösung der Geschichte.

     

    Sicherlich ist dieses Buch, das fast ausschließlich aus einem Dialog besteht, nicht für jeden Geschmack geeignet. Wer äußere Action und klassische Spannung sucht, wird hier weniger fündig. Wer sich jedoch an präziser, differenzierter Sprache und psychologischen Nuancen erfreuen kann, findet in dieser Geschichte eine echte Bereicherung.

     

    Fazit: Kurzweilige, kluge und amüsante Unterhaltung für alle, die das Abenteuer im Alltäglichen suchen. Mir hat es sehr gefallen!

  6. Cover des Buches Montecristo (ISBN: 9783257243666)
    Martin Suter

    Montecristo

    (174)
    Aktuelle Rezension von: Stephan58

    Welchen Preis bist du bereit für die Verwirklichung deiner Träume zu zahlen?

    Suter entwickelt eine fesselnde Story über einen Video-Journalisten, der eigentlich ein Filmemacher sein will, für das tägliche Überleben Life-Style-Stories dreht und sich plötzlich in den Ermittlungen zu einem kaum glaublichen Finanzskandal wiederfindet. Als ihm unverhofft die Verwirklichung seine Filmprojekts Montecristo ermöglicht wird, stellt sich die Frage, ob er bereit ist, dafür die anderen, politisch brisanten Recherchen fallen zu lassen. Psychologisch ein hochinteressanter Stoff. Nur das Ende, das für mich der Realisation einer Verschwörungstheorie nahekam, konnte mich nicht überzeugen.

  7. Cover des Buches Die Grimm-Chroniken - Die Apfelprinzessin (ISBN: 9783906829708)
    Maya Shepherd

    Die Grimm-Chroniken - Die Apfelprinzessin

    (473)
    Aktuelle Rezension von: Lavena23

    Die Grimm Chroniken gehören zu einer Reihe die mich konsequent in ihren Bann gezogen hat. Maya Shepherd verbindet klassische Märchenelemente mit einer düsteren, modernen Erzählweise, die nie ins Oberflächliche abrutscht. Statt lieblich-verklärter Märchenwelt bekommt man hier gebrochene Figuren, alte Geheimnisse und eine Handlung, die voller Spannung und Wendungen steckt.
    Dabei basieren die Grimm-Chroniken auf den Originalversionen der Brüder-Grimm-Märchen von 1812 – die oft düsterer, brutaler und inhaltlich komplexer sind als die stark romantisierten oder von Disney verharmlosten Varianten, die heute vielen bekannt sind.

    Besonders gelungen finde ich, wie die Autorin Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt. Man hat das Gefühl, ständig Puzzleteile zu sammeln, die sich nach und nach zu einem großen Bild zusammensetzen – und gerade dann, wenn man glaubt, es zu verstehen, überrascht sie einen mit einer neuen unerwartete Wendung, die einen überrascht und oft dazu zwingt, die bisherigen Annahmen zu überdenken.
    Auch Cliffhanger gehören zu ihrer Spezialität, welche sich aber in jedem weiteren Teil aufklären und neue dazu kommen, somit bleibt die Spannung in dieser Buchreihe erhalten.
    Praktisch ist außerdem, dass ab Teil 2 jeder Band eine kurze Rückblende bzw. Zusammenfassung des vorherigen Teils enthält. So bleibt man problemlos im Geschehen, selbst wenn man zwischendurch einige Monate nicht liest.

    Ein echtes Highlight ist die gründliche Recherchearbeit: Viele reale Orte, historische Hintergründe und alte Legenden sind in die Geschichte eingeflossen. Das gibt den Büchern eine Tiefe, die man bei Fantasy-Literatur nicht oft findet, und macht sie fast schon greifbar.
    Maya Shepherd liefert am Ende jedes Buches auch kurze, spannende Hintergrundinformationen zu Orten, Gegenständen und Sagen, die in der Geschichte vorkommen, diese kleinen Einblicke machen die Märchenwelt noch greifbarer und verleihen den Büchern einen zusätzlichen, lehrreichen Reiz und einen Einblick, wie viel Arbeit und Herzblut in dieser Reihe steckt.

    Die Figuren sind vielschichtig und widersprüchlich. Niemand ist hier nur gut oder böse, jede Entscheidung hat Konsequenzen. Dadurch bleibt man emotional stark involviert und fühlt sich mit den Charakteren verbunden.

    Auch der Schreibstil hat mich überzeugt: atmosphärisch dicht, bildhaft, aber nie überladen. Maya Shepherd schafft es, Stimmung zu transportieren, die einen komplett in diese Welt hineinziehen – ob in düsteren Szenen, in Momenten voller Tragik oder in kleinen, stillen Augenblicken.

    Fazit:
    Die Grimm-Chroniken sind keine leichte Märchenunterhaltung, sondern ein düsteres, packendes Epos mit Tiefgang. Wer Lust hat auf eine Reihe, die klassische Märchen völlig neu erzählt, mit viel Spannung, Emotion und historischer Verankerung, sollte unbedingt hineintauchen.

    Ja die Bücher sind dünn und die Reihe besteht aus 26 Teile, man sollte sie aber als Gesamtwerk sehen, Maya hat es geschafft, Teil für Teil die Spannung immer weiter aufzubauen und ich bin mir sicher ,hätte sie es anders gemacht, es wäre nie so geworden, also lohnt es sich dran zu bleiben.

  8. Cover des Buches Irisches Tagebuch (ISBN: 9783423146043)
    Heinrich Böll

    Irisches Tagebuch

    (214)
    Aktuelle Rezension von: Norados

    Ich habe mir dieses Buch 2013 vor einem 3 Monate langen Aufenthalt in Irland gekauft, es jedoch für die Zeit danach zur Seite gelegt, da ich Irland möglichst offen Begegnen wollte. Im Anschluss habe ich dieses Buch gelesen und die Zeit ein zweites Mal erlebt... bis heute lese ich immer wieder gerne einzelne Kapitel und erinnere mich an die 3 traumhaften Monate zurück. Heinrich Böll beschreibt Irland wie es ist und wie man es vorfindet, wenn man es offen angeht. Sicherlich wird heute nicht mehr in Kinos geraucht, aber die Seele Irlands, die in diesem Buch transportiert wird, ist literarisch perfekt dargestellt und entspricht 1:1 dieser wunderbaren Insel und ihrem absolut freundlichen Volk.

  9. Cover des Buches Welt in Flammen (ISBN: 9783499268434)
    Benjamin Monferat

    Welt in Flammen

    (124)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Wiedermal eine tolle Idee, wo es bei der Umsetzung hapert.

    Im Mai 1940 stehen die Truppen der deutschen Wehrmacht kurz vor Paris und der Simplon Orient Express ist eine der letzten Gelegenheiten Paris vorher zu verlassen. Unterschiedlichste Personen wollen diese Chance nutzen, um sich vor den Schrecken des Krieges aber auch vor der Verfolgung durch die SS in Sicherheit zu bringen. Außerdem an Bord, der Exil-König des fiktiven Balkanreiches Carparthien, der zurück an die Macht möchte. 

    Die Franzosen möchten gerne den Kurswagen, in dem der Versailler Friede 1918 diktiert wurde, vor Hitlers Zugriff retten und hängen den Wagon kurzfristig an.

    Im Laufe der Zeit stellt sich heraus, dass viele Reisende nicht das sind, was sie vorgeben zu sein, sondern Agenten im Auftrag der verschiedenen Regierungen sind. 

    Eigentlich eine Story, die Spannung verspricht - sie aber nicht hält. 

    Der Roman wechselt in vielen kurzen Kapiteln von einer Person zur anderen. Das führt leider auch zu elendigen vielen Wiederholungen, was mein Lesevergnügen erheblich beeinträchtigt hat. Mit der Zeit werden Handlungsstränge vorhersehbar; einzig der Handlungsstrang um die Fürstin Romanowa hat mich in seiner Absurdität immer wieder überrascht.

    Fazit: Tolle Geschichte für Fans des Orient Express - man fühlt sich als Teil dieser Reise (deswegen 3 anstelle von 2 Sternen) - ansonsten aber nicht lesenswert.

  10. Cover des Buches Die Reise deines Lebens 1 - Wien (ISBN: 9783985951208)
    Jule Pieper

    Die Reise deines Lebens 1 - Wien

    (94)
    Aktuelle Rezension von: Sunshine_81

    "Die Reise deines Lebens-Wien" ist der erste Teil der Ratgeber Reihe von Jule Pieper.
    Betty führt ein langweiliges Leben. Arbeit, Erschöpfung und soziale Einsamkeit.
    Doch eines Tages ändert sich ihr Leben als sie mit dem Zug unterwegs ist und ihr Handy vergessen hat. Die Reise ihres Lebens beginnt...
    Stück für Stück setzt sie ihr "Puzzle der Erkenntnisse" zusammen. Sie findet auf ihrem Weg Abenteuer, viele interessante Menschen und Themen, tiefgründige Gespräche über Wasser, Selbstverwirklichung, Selbstliebe und den Mut zu Veränderungen.
    Am Anfang musste ich erst in den Schreibstil rein finden, doch am Ende wird Durchhalten belohnt. Die Geschichte hat mich angeregt, über das eigene Leben nachzudenken. Ich kann sie jedem empfehlen, der selbst gerade dabei ist neue Impulse zu suchen und nach Sinn sucht.

  11. Cover des Buches Sieben Tage für die Liebe (ISBN: 9798665926162)
    Tom Schillerhof

    Sieben Tage für die Liebe

    (76)
    Aktuelle Rezension von: Hopeandlive

    Diese Geschichte hat mich wirklich überrascht und zwar im positiven Sinn. Wir begegnen Gwen und Sven, zwei Menschen Anfang 30, die schon einige Höhen und Tiefen in ihrem Leben zu bewältigen hatten.

    Da ist zum einen Gwen, die nach der schockierenden Nachricht, dass ihre ehemals beste Freundin Laura verstorben ist, nach langen Jahren wieder in ihren Heimatort zurückkehrt, in das sprachlose Zuhause mit ihrem Vater. Sie trifft auf viele ehemalige Klassenkameraden und darf feststellen, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Lauras Mann ist auch Gwens Exfreund und auch das trägt zum weiteren Durcheinander in ihrer Seele bei. 

    Schon auf der Hinreise begegnet sie Ben, das heißt, sie fällt Ben sofort auf und von diesem Zeitpunkt an geht ihm Gwen nicht mehr aus dem Kopf. Ben befindet sich in einer Beziehung mit Liz, die jedoch eher eine Beziehung mit der Kamera und ihren vielen Fans hat, denn Liz ist ein aufsteigender Stern am Influencer-Himmel während Bens Karriere als Filmemacher geplatzt ist. 

    Auf dem Friedhof begegnen sich die beiden und der Autor versteht es wunderbar sofort diese besondere Anziehung zu schildern, die sich so wohltuend von anderen trivialen Lovestories abhebt. Gwen und Ben spüren viele Gemeinsamkeiten und bekommen in aller Schwere, die gerade ihr Leben beinhaltet eine Ahnung, wie es sein könnte, wenn man den richtigen Partner hätte...

    Doch bis dahin sind die Beiden herausgefordert, sich ihr Leben noch einmal genau anzuschauen und zu erforschen, was sie denn wirklich noch vom Leben wollen, welchen Sinn ihr Leben denn noch hat

    Tom Schillerhof hat eine ganz besondere Geschichte geschrieben über zwei Menschen, die es auch in Wirklichkeit so geben könnte. Mit feinem Humor und Sprache nimmt er den Leser mit hinein in sieben Tage, die es in sich haben. Ebenso sind die Kapitel unterteilt und vor jedem Kapitel steht ein Spruch, den man sich z.B. abschreiben könnte. Eine Liebesgeschichte mit Mehrwert.

  12. Cover des Buches Der blaue Express (ISBN: 9783455002249)
    Agatha Christie

    Der blaue Express

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Als im blauen Express eine junge reiche Frau ermordet wird, bittet der Vater der Verstorbenen Hercule Poirot um Hilfe. Schnell stellt sich heraus das einige der Passagiere ein Motiv für den Mord gehabt hätten. Doch Hercule Poirot kommt mit Raffinesse dem Täter auf die Spur. 

    Mir hat das Buch gut gefallen und ich wurde,  wie meistens von der Autorin, gut unterhalten. Ab einem gewissen Punkt konnte man zumindest einen Teil der Lösung erahnen, auch wenn ich mit der endgültigen Aufklärung so nicht gerechnet hätte.

  13. Cover des Buches »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen« (ISBN: 9783960084082)
    Martin Schörle

    »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«

    (314)
    Aktuelle Rezension von: ReadingWitch

    Rezension „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamtes“ und „Einladung zum Klassentreffen“ 

    Heute rezensiere ich mal keinen Roman, sondern ein Theaterstück – genaugenommen sind es zwei Theaterstücke in einem Band von Martin Schörle. Das Erste nennt sich „Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten“ und handelt von ebendiesem Beamten namens Hans Fredenbek, der eine satirische Überzeichnung seiner Selbst ist. Das Zweite Stück heißt „Einladung zum Klassentreffen“ und handelt, wie der Name schon sagt, von einem bevorstehenden 20-jährigen Klassentreffen.

    Das erste Stück ist ein Monolog des Protagonisten, der in seiner Welt aus Aktenzeichen und Verwaltungsvorschriften gefangen zu sein scheint. Er ist ein Vollblutbeamter, welcher das Leben außerhalb des Büros vollkommen ausblendet und damit seine Liebe zum Beruf demonstriert. Es ist ein kurzes Stück und als Leser fällt es einem sofort auf, dass der Autor jedes Wort und jeden Satz sehr genau ausgesucht hat, um das tragisch-komische der Figur Fredenbek zu beschreiben. Es ist keine bloße Darstellung allgemein bekannter Klischees, sondern ein mit viel Sarkasmus gespitztes Werk über das Überleben in einem Verwaltungsbüro. 

    Dabei spielt der Schreibstill des Autors eine wesentliche Rolle. Er beschreibt in klarer und sauberer Sprache sehr ausführlich die einzelnen Situationen, in den sich Hans Fedenbek wiederfindet. Als Leser kann man sich gut in das Stück hineinversetzen und mit dem armen Fredenbek mit fiebern. Martin Schörle schafft es den Protagonisten gleichzeitig liebenswert und unsympathisch wirken zu lassen. Er bedient sich dabei langer und verschachtelter Sätze, die ich manchmal etwas verworren fand. An solchen Stellen fiel es mir schwer den Gedanken des Autors zu folgen. Das ist auch der einzige Kritikpunkt von meiner Seite. Ich denke, es ist einfacher das Stück komplett zu erfassen, wenn man es auf der Bühne sieht und nicht nur als Gute-Nacht-Lektüre liest.

    Das zweite Stück ist ein Telefonat zwischen zwei ehemaligen Klassenkammeraden, die während der Schulzeit ein Paar waren und sich später aus den Augen verloren haben. Das Gespräch der beiden wirkte wie ein Ping-Pong-Spiel auf mich. Es beginnt harmlos mit Small Talk über alte Klassenkammeraden und die Schule. Doch schnell änderte sich der Ton und die beiden reden über tiefgreifende Themen ihres Lebens. Über gescheiterte Beziehungen, unerfüllte Träume und Erwartungen und schließlich über die Liebe. 

    In dieser Steigerung des Gesprächs steckt die ganze Spannung der Geschichte und ich muss zugeben, dass ich sofort davon gefesselt war. Dieses Theaterstück habe ich in einem Rutsch durchgelesen und habe die ganze Zeit mit den Protagonisten mitgelitten. Martin Schörle hat es hier geschafft große Gefühle und Emotionen in einfachen und packenden Sätzen umzusetzen. Somit hatte diese Geschichte eine ganz wundervolle Dynamik entwickelt, die den Leser dazu treibt immer weiter zu lesen. Der Inhalt ist insgesamt nichts Neues, doch die Umsetzung ist aufregend.

    Fazit

    Es lohnt sich immer etwas Neues auszuprobieren oder zu lesen. Beide Theaterstücke habe ich gerne gelesen und fühlte mich gut unterhalten. Allerdings muss ich sagen, dass mir das zweite Stück deutlich mehr zusagte, da ich mich mit den Charakteren besser identifizieren konnte und das Thema zugänglicher fand. 

    https://www.readingwitch.com/post/nichtallt%C3%A4gliches-aus-dem-leben-eines-beamten

  14. Cover des Buches Mord im Christmas Express (ISBN: 9783608502596)
    Alexandra Benedict

    Mord im Christmas Express

    (178)
    Aktuelle Rezension von: Magdalena1107

    Zu Beginn war ich mir nicht ganz sicher, was ich von der Story halten soll. Die Geschichte kam irgendwie recht schleppend in Gang, da es die erste Hälfte des Buches eigentlich nur um die verschiedenen Menschen im Schlafzug, die Dynamik zwischen ihnen und um die persönliche Situation der ehemaligen Kriminalbeamtin Roz.
    Das Ganze war definitiv interessant und nicht langweilig, aber irgendwie auch nicht das, was ich erwartet habe. Nach der Hälfte des Buches geschah denn endlich der Mord - und ab da ging es eigentlich nur bergauf.
    Um die Ermittlungen gut verfolgen zu können und selbst ordentlich mit zu raten war die erste Hälfte dann wirklich hilfreich, da man alle Charaktere bis dato gur kennengelernt hatte.
    Während der Ermittlungen kommen immer neue Erkenntnisse ans Licht, gleichzeitig scheint der Killer aber auch immer weiter zuzuschlagen.
    Zum Ende hin fokussiert sich die Story dann auf ein meiner Meinung nach unfassbar wichtiges Thema: häusliche Gewalt, sowie sexueller Missbrauch im Allgemeinen.
    Das Ende des Buches hat mich daher unerwartet emotional getroffen, da ich gar nicht mit so einem tiefgründigen Thema gerechnet hatte. Mir persönlich hat es aber sehr gut gefallen, da ich die Themen unfassbar wichtig finde und sie viel mehr Aufmerksamkeit verdienen. Dementsprechend hat das Ende auch den eher zähen Anfang aufgewogen und ich würde dieses Buch definitiv weiterempfehlen. Man sollte sich allerdings auf diese Themen einstellen.

  15. Cover des Buches One Shot Love (BitterSweets) (ISBN: 9783646601527)
    Trisha Brown

    One Shot Love (BitterSweets)

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Blutmaedchen

    Liebe auf Japanisch, dachte ich mir, als ich Patricia Rab's "One Shot Love" Kurzgeschichte gefunden habe. Ich habe noch nie ein Liebesgeschichte gelesen, in der Japan und Deutschland kombiniert wurde, umso neugieriger war ich.

    Hanna ist ziemlich schlecht gelaunt. Eigentlich will sie den Sommer mit ihren Freundinnen verbringen, bevor sie in die elfte Klasse kommt und sich von den meisten verabschieden muss, doch ihr Vater schleppt sie mit zu seiner Geschäftsreise nach Japan. Hanna ist schon öfter in Japan gewesen, aber wieso ausgerechnet in diesem Sommer?
    Doch dann findet sie die besten Tage ihres Lebens in den Armen des jungen Koichi, dem Sohn vom Geschäftspartner ihres Vaters, der sie einfach anspricht und sich während ihres Aufenthaltes um sie kümmern soll. Er führt sie rum, zeigt ihr Japan von einer völlig neuen Seite und verletzt eine ganz besondere Regel: Rühr Hanna nicht an!
    Auch Hanna pfeift auf Regeln, was für bestimmte Konsequenzen sorgt...

    "One Shot Love" ist eine süße Liebesgeschichte, die sich nicht langsam anbahnt, sondern sofort einschlägt wie eine Bombe. Sprachprobleme und verschiedene Kulturen sind keine Hindernisse, sorgen aber für die nötige Unterhaltung. Mal spannend und witzig, mal selbstaufziehend und veralbernd erleben Hanna und Koichi eine tolle gemeinsame Zeit, die man als Leser sehr intensiv miterleben darf.

    Rabs hat einen fesselnden und einfühlsamen Schreibstil, mit dem ich mich sehr wohl gefühlt habe und auch die beiden Protagonisten sind sympathisch, haben ihre Macken und reizen ihre Grenzen aus. Sie erleben in kürzester Zeit so viele intensive Momente, die voller Romantik stecken und zum Glück nicht kitschig werden.

    Mich hat diese Kurzgeschichte sehr unterhalten und eine japanische Welt geöffnet, die auch ohne Manga und Anime großes verspricht. Es muss nicht immer um Klischees gehen - das beweist die Autorin hier auf wundervolle Weise! Lest diese Kurzgeschichte und taucht ein in eine japanische Welt, die große Entdeckerlust bereitet.
    Es gibt sogar ein paar süße Illustrationen, die die Geschichte ein wenig aufpeppen ;) Also holt es Euch und lest es!

  16. Cover des Buches DER HÖLLENEXPRESS (ISBN: 9783958350267)
    Christopher Fowler

    DER HÖLLENEXPRESS

    (32)
    Aktuelle Rezension von: Kirsten_Ateeq

    Mir hat sich die Geschichte leider nicht erschlossen, gut geschrieben, aber ich fand keinen Zugang zur Story!

  17. Cover des Buches Und dann war es Liebe (ISBN: 9783404185849)
    Lorraine Brown

    Und dann war es Liebe

    (102)
    Aktuelle Rezension von: love1988

    Das Cover ist wirklich süß gestaltet und passt wunderbar zur Geschichte. Es vermittelt direkt eine warme, leichte Stimmung, die neugierig macht und perfekt zur Atmosphäre des Buches passt.

    Auch die Protagonisten sind sympathisch und passen gut zueinander. Man spürt, dass sie füreinander bestimmt sind, und ihre gemeinsame Entwicklung ist schön zu verfolgen. Dennoch muss ich zugeben, dass mich nicht alle Passagen vollständig fesseln konnten. Einige Stellen wirkten auf mich etwas oberflächlich, weshalb ich hin und wieder ein paar Seiten übersprungen habe. Ein wenig mehr Tiefe in den Gefühlen und Gedanken der Figuren hätte der Geschichte gutgetan.

    Dafür punktet das Buch mit einem angenehm flüssigen Schreibstil, der es leicht macht, in die Handlung einzutauchen und dranzubleiben. Besonders das Setting hat mir sehr gefallen – es ist lebendig und liebevoll beschrieben, sodass man sich alles gut vorstellen kann.

    Insgesamt ist es eine süße, unterhaltsame Geschichte mit einem schönen Setting und sympathischen Charakteren. Trotz kleiner Schwächen in der Figurenzeichnung habe ich das Buch gerne gelesen und mochte die leichte, charmante Atmosphäre sehr.

    Kann man machen, muss man aber nicht!!!


  18. Cover des Buches Flucht (ISBN: 9783442471645)
    Patricia Cornwell

    Flucht

    (152)
    Aktuelle Rezension von: Schnattchenx3

    Patricia Cornwells - Flucht ist vormals als als ein Mord für Kay Scarpetta veröffentlicht worden. Die Erstausgabe erschien 1990 in Englisch und 1992 in Deutsch. Damit ist dieses Buch nun mehr als 25 Jahre alt. Dies ist bezüglich der beschriebenen Techniken durchaus zu spüren, was jedoch kein Nachteil ist. 

    Um Dr. Kay Scarpetta handelt es ich um den Chief Medical Examiner in Richmond, Virgina. In einer Welt, die von Männern dominiert ist, ist Kay eine Ausnahme, die immer wieder auf Herausforderungen und Schwierigkeiten trifft.

    Diese Geschichte beginnt mit Briefen des Opfers, Beryl Madison, die ihren Tod bereits vorher sieht. Während sie sich auf der Insel Key West zum schreiben ihres Buches versteckt, schreibt sie auch an die unbekannte Person M. Nach dem Prolog startet der Fall nicht direkt am Tatort mit dem Fund der Leiche, sondern im Leichenschauhaus. Dem Leser wird anschaulich die Verletzungen und Todesumstände von Beryl dargelegt. Diese Stelle ist immer besonders wichtig und charakterisiert die Kriminalromane von Patricia Cornwell: der Mittelpunkt ist eine Chief Medical Examinerin, die mti den Opftern leidet und persönliches Interesse hat den Opfern Gerechtigkeit zu zuführen. 

    Aufgrund diesen persönlichen Hintergrunds ist es auch nicht überraschend, dass uns auf den gemeinsamen Weg mit Kay weitere persönliche Beziehungen und Konflikte begegnen. Zum einen gibt es Marino, ihr Partner der bei der Polizei, der für sich alleine schon ein Konflikt in sich darstellen kann. Durch die verschiedenen Ansichten reiben sich Kay und er immer wieder. Jedoch werden durch ihre kleinen Auseinandersetzungen neue Ermittlungsansätze geboren. In diesem Band taucht auch auf einmal Kays Jugendliebe Mark wieder auf. Das wirft sie aus der Bahn, insbesondere nachdem er irgendwie Teil des Falls wird. Kann Sie ihn trauen?

    Bis zum Schluss bleibt es ein Rätsel, warum Beryl den Mörder in ihr Haus gelassen hat - & warum weitere Personen sterben müssen. 

    In allem ein Buch voller Irrungen und Wirrungen, wo auf den ersten Blick nicht alles so ist wie es scheint.

  19. Cover des Buches 6 Uhr 41 (ISBN: 9783442483747)
    Jean-Philippe Blondel

    6 Uhr 41

    (174)
    Aktuelle Rezension von: gst
    „Ich liebe Züge. Die Stunden, die an einem vorbeirauschen. Man packt eine Tasche für die Fahrt. Man steckt zwei Bücher ein, Kaugummis, eine Flasche Wasser – am liebsten würde man auch noch eine Schmusedecke mitnehmen.“

    Cécile sitzt im Frühzug nach Paris, um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Sie hat mal wieder ihre uneinsichtigen Eltern übers Wochenende besucht. Und da setzt sich ausgerechnet der Jugendfreund Philippe Leduc neben sie auf den letzten noch freien Platz. Nach einem äußerst unschönen Ende der Liebelei haben sie sich 27 Jahre nicht mehr gesehen. Sie erkennen sich sofort, sprechen aber nicht miteinander.
    Jeder hängt seinen Gedanken und Erinnerungen an die Zeit mit Anfang 20 nach. Sie vergleichen sich selbst und den anderen mit früher. So nach und nach wird deutlich, wie schrecklich das Ende der Jugendliebe war und warum die beiden nicht miteinander sprechen wollen.

    Der Autor Jean-Philippe Blondel wurde im Oktober 1964 in Troyes geboren. Nach seinem Schulabschluss entschied er sich für ein Englisch-Studium und begann anschließend als Englischlehrer zu arbeiten. Als Schriftsteller hat er seit 2003 eine Reihe Romane und mehrere Jugendbücher veröffentlicht. Der große Durchbruch als Autor gelang ihm mit diesem Roman, der 2014 veröffentlicht und in Frankreich zu einem Bestseller wurde. 2008 erhielt er den „Prix Charles Exbrayat“ und 2011 den „Prix Amerigo Vespucci Jeunesse“.

    Obwohl es der Autor schafft, dass ich mich sofort in die beiden, die abwechselnd zu Wort kommen, hineindenken kann, hat mich das Buch nicht wirklich erreicht. Das umeinander Herumdenken hat mich über die Hälfte des Buches gelangweilt. Erst als zur Sprache kam, was damals geschah, konnte ich das Verhalten nachvollziehen.

  20. Cover des Buches Die Frau im Orient-Express (ISBN: 9781477848289)
    Lindsay Jayne Ashford

    Die Frau im Orient-Express

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Sabine_Illetschko

    Ein gefühlvoller Roman, der uns in orientalische Gefilde entführt, der Geschichte einer großartigen Schriftstellerin folgt und mit einem emotionalen Ende überrascht. Absolut lesenswert!

  21. Cover des Buches Das Sterben in Wychwood (ISBN: 9783104021928)
    Agatha Christie

    Das Sterben in Wychwood

    (64)
    Aktuelle Rezension von: nasa

    Das Sterben in Wychwood von Agatha Christie ist wieder ein Brillanter Krimi in gewohnter AC Manier. Die Queen of Crime hat in diesem Krimi auf ihre berühmten Ermittler verzichtet und hat einen Ex Polizisten zum aufklären des Falls herangezogen.

    Luke Fitzwilliam trifft in einem Zug zufällig eine ältere Dame die ihm eine unglaubwürdig Geschichte erzählt. In ihrem Ort gab es viele Todesfälle die einem Unfall gleichen. Doch Miss Pinkerton ist davon überzeugt das alle Morde waren. Als sie selbst Opfer eines tödlichen Unfalls wird, beschließt Luke nach Wychwood zu reisen und sich die Fälle genauer anzusehen.

    Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und leicht gewesen. Die Krimis von AC lassen sich spannend und schnell lesen, so ist es auch bei diesem Werk. Es bietet viel Abwechslung und Möglichkeit mit zu ermitteln. Es gibt eine Handvoll Menschen die alle Verdächtig sein könnten, aber nicht müssen. Auch gibt es wie gewohnt eine Liebesgeschichte. Diese ist aber etwas erzwungen und holprig. Mir persönlich waren die Protagonisten in diesem Buch nicht aussagekräftig genug. Sie wirken etwas behäbig und teilweise naiv.

    Agatha Christie besticht mit Wendungen und einer Auflösung mit der man so nicht unbedingt rechnet. Sie bleibt ihrem Stil aber treu und der Fall wird klassisch gelöst. Allerdings ist das Buch stellenweise etwas langatmig und mir fiel es dann manchmal schwer dabei zu bleiben. Auch manche Namen die ähnlich klingen oder aussehen machten es mir diesmal schwierig.

    Ein unterhaltsamer Krimi der sich gut lesen lässt. Ein gewohnter AC den man Lesen kann, aber nicht gegen ihre Hercule Poirot oder Miss Marple Bücher.

  22. Cover des Buches Dreieinhalb Stunden (ISBN: 9783499007583)
    Robert Krause

    Dreieinhalb Stunden

    (144)
    Aktuelle Rezension von: Vreni_liest

    3½ Stunden von Robert Krause

    Dieser Roman war dermaßen spannend, dass ich ihn in einem Rutsch gelesen habe. Die einzelnen Schicksale sind in kurzen Kapiteln erzählt und gehen zutiefst unter die Haut. Allein der Gedanke, dass sich solche Szenen in der Wirklichkeit tatsächlich ähnlich zugetragen haben , lässt sich kaum in Worte fassen. 

    Der leicht zugängliche, klare Schreibstil macht es einfach, schnell durch die Geschichten zu gleiten  und doch hallen sie noch lange nach. Die Erlebnisse und Emotionen der Figuren beschäftigen mich auch nach dem Lesen weiterhin sehr.

    Ein absolut empfehlenswertes und eindringliches Leseerlebnis.


  23. Cover des Buches Mord im Balkanexpress (ISBN: 9783709934425)
    Matthias Wittekindt

    Mord im Balkanexpress

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Sikal
    Der Krimi spielt im Jahr 1895, als es in der Donaumonarchie bereits zu brodeln beginnt. Da trägt natürlich ein Bombenattentat im Wiener Burgtheater nicht gerade zur Beruhigung bei. Zu Ehren des neuen Burgtheaterdirektors soll sogar Kaiser Franz Joseph erscheinen. Ein als Kellner getarnter Terrorist legt eine Bombe, mit der Seine Majestät getötet werden soll. Glück im Unglück für den Kaiser, dass er sich verspätet. Viele weitere Besucher der Feierlichkeiten haben weniger Glück und sind unter den Toten oder Verwundeten.

     

    Die berühmte Schauspielerin Christine Mayberger kommt mit einem Schock davon, während ihr Geliebter Albrecht – ein Cousin des deutschen Kaisers – von Berlin nach Wien eilt, um ihr zur Seite zu stehen. Doch Christine hat sich längst auf Details und Spuren der Attentäter eingeschossen und so finden sich Albrecht und seine Geliebte bald im Balkanexpress Richtung Belgrad, um die Anarchisten nicht aus den Augen zu verlieren. Doch auch die Geheimdienste bleiben nicht untätig und heften sich auf die Fersen – manches Mal weiß man nicht genau, wer denn nun wen gerade womit verdächtigt… Herrlich!

     

    Im Balkanexpress treffen nicht nur die Anarchisten, die Geheimdienste Österreichs und Serbiens aufeinander, sondern auch Impresario Tarasow und sein Assistent Fritz Matern scheinen äußerst verdächtig. Und welches Spiel spielt wohl Oberst Lazar? Werden die Geheimdienste einen weiteren Anschlag auf den Kaiser verhindern können oder stehen ganz andere Ziele im Vordergrund? Bevor es zu einem grandiosen Finale kommt, kann man mit Spannung den Bemühungen der einzelnen Charaktere folgen – und das Ganze nicht zu knapp.

     

    Die Autoren Matthias Wittekindt und Rainer Wittkamp haben einen spannenden Krimi geschrieben, der die Atmosphäre der Jahrhundertwende perfekt einfängt. Die altmodischen Gepflogenheiten, die taktischen Überlegungen der Geheimdienste, die erpresserischen Aktivitäten in den Bordellen oder auch den Hang zu pompöser Pracht.

     

    Ein schwungvoller Krimi zur Zeit Österreich-Ungarns mit viel Spannung und Atmosphäre, dem ich gerne 5 Sterne gebe.

     

     

     

     

  24. Cover des Buches Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels (ISBN: 9783827055026)
    Chris Priestley

    Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels

    (54)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Robert kommt endlich aus den Fängen seiner Schwiegermutter los, denn die Schule fängt wieder an. Selten hat sich ein Kind wohl darauf gefreut. Es ist ein weiter Weg bis zu seinem Internat und Robert muss dafür ein ganzes Stück mit dem Zug fahren. Dort begegnet er einer jungen Schönheit, die ganz in weiß gekleidet ist. Obwohl sie gar nicht so aussieht, kennt sie eine Menge schauriger Geschichten, deren Wahrheitsgehalt wohl nur Robert bezweifelt.
    So begegnen sie mörderischen Pflanzen, schrecklichen Feen oder Grabinseln, die alles andere als harmlos sind.
    Mir hat besonders gut der Schluss von Roberts Geschichte gefallen, ansonsten fand ich die Geschichten deutlich weniger grausam als den ersten Teil. Diesen Band, denke ich, kann man problemlos einem 10-jährigen Kind zu lesen geben. Gegen ein bisschen Grusel ist überhaupt nichts einzuwenden. Schade, dass der erste Teil, wie so oft, der beste war. Dafür war er aber auch besonders grausam und blutig. Da hatte ich schon eher Bedenken einem zu jungen Kind diese Geschichten zu lesen zu geben. Aber für ein paar Schauergeschichten so zwischendurch eine wirklich schöne Wahl.

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