Bücher mit dem Tag "zukunftsthriller"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zukunftsthriller" gekennzeichnet haben.

26 Bücher

  1. Cover des Buches Der Übergang (ISBN: 9783442469376)
    Justin Cronin

    Der Übergang

     (1.196)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    Die Charaktere sind richtig fantastisch. Die Geschichte ist durchgehend immer in Bewegung und reisst mit einigen Wendungen mit. Die Plausibilität ist nicht immer so ganz gegeben aber das wird gut kashiert. 

    Habe es jetzt zum dritten Mal gelesen. 

  2. Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783548234106)
    George Orwell

    1984

     (3.848)
    Aktuelle Rezension von: lesemaus1998

    Das Buch „1984“ von George Orwell ist eine Dystopie, welche mir von vielen Leser*Innen empfohlen wurde. Um genau zu sein, habe ich es sogar geschenkt bekommen, da ich eigentlich nicht unbedingt begeistert von dem Klappentext war. So lag das Buch auch einige Wochen bei mir auf dem Stapel ungelesener Bücher. Meine Erwartung wurde immer weiter erhöht, weil ja jeder mir sagte, wie toll das Buch war aber irgendwie war genau das mein Problem. Für mich war das Buch höchsten falls Mittelmaß. Insgesamt erhielt das Buch trotzallem noch 3,5 Sterne von mir.

    Das Cover ist recht schlicht was zu dem Inhalt des Buches passt. Schlicht und einfach wie die Welt in der unser Protagonist lebt. Der Klappentext ist ebenso wenig aussagekräftig was jedoch in dem Fall nicht negativ ist. Wenn ein Klappentext zu viel verrät, ist dies ebenfalls nicht gut. 

    Die Idee der Geschichte hat mir eigentlich gefallen. Ich finde dystopische Settings immer sehr interessant weswegen ich mich selten scheue. 1984 kam mir nur weniger wie eine Dystopie vor weil es in der Vergangenheit spielt und nicht in der Zukunft. Ich wusste, wie die Zukunft aussah. Damals war dieses Buch sicherlich eine Dystopie doch jetzt, konnte ich nicht viel damit verbinden. Der Schreibstil des Autors hat mir leider nicht gefallen. Dies ist jedoch Ansichtssache weswegen man hier nicht viel Urteilen kann. Für mich zog sich das Buch gerade wegen des Schreibstils sehr hinaus wodurch ich lange an dem Buch saß und mich teilweise durch gequält habe. Den Hintergrund konnte ich für mich ebenso wenig erkennen. Mir fehlte ein Ziel hinter dem ganzen. Es fühlte sich so an, als ob wir einfach einen Charakter in seinem Lebensalltag folgten.

    In Bezug auf die Charaktere kann ich mich positiv äußern. Die Charaktere haben für mich das vermittelt, was das Buch ausdrücken sollte. Vollkommene Leere und Emotionslosigkeit was hierzu passt. An manchen Stellen entdeckt man eine Gefühlsregung die genau abgepasst wurde. Deswegen haben mir die Charaktere, vor allem der Protagonist, sehr gut gefallen. 

    Das Ende kam für mich ein wenig überraschend und doch hatte ich das Gefühl, dass man leicht hätte eine Fortsetzung schreiben können. Die Spannung war jedoch über das komplette Buch sehr gut zu erkennen und zu spüren. Der Spannungsbogen wurde, auf seine eigene Art und Weise, auf einen Höhepunkt getrieben bei dem er sich dann entladen hat. 

    Abschließend kann ich sagen, dass dieses Buch eine recht gute Dystopie ist, die für seine Zeit sicherlich sehr gut war. Jetzt konnte ich mit dem Buch jedoch nicht so viel anfangen. Die Stärken lagen vor allem in den Charakteren und die Schwächen im Bereich des Schreibstils. Insgesamt erhält es von mir 3,5 von 5 Sternen. Erschreckend ist, dass es beispielsweise in Nordkorea immer noch so ist, also wenn man das bedenkt, was nach Außen sickert. Ich will nicht wissen, wie es wäre, in so einem Albtraum wie 1984 zu leben.

  3. Cover des Buches Limit (ISBN: 9783596184880)
    Frank Schätzing

    Limit

     (582)
    Aktuelle Rezension von: fischwolf

    Das Buch ist ein Thriller und ein SciFi-Roman. Man hätte wohl zwei Bücher draus machen können. Dann wären sie vielleicht auch nicht so dick geworden, was ja gelegentlich Leute vom Lesen abhält.

    Mich hat es nicht abgehalten, was ich nicht bereue. Ich hatte eine gute Zeit mit spannender Unterhaltung mit dem Buch, war im Schanghai der Zukunft und auf dem Mond in einem toll ausgedachten Hotel.

    Kurz zum Inhalt: Ein Privatmann hat Kraft und Ideenreichtum, eine neue Energiequelle nutzbar zu machen, Helium-3. Der Rohstoff ist auf dem Mond zu finden. Der Abbau wird erst wirtschaftlich, als eben jener kühne Unternehmer einen Weltraumaufzug baut und zur Energieerzeugung den passenden Fusionsrektor. Nebenbei erschließt er dabei noch ein neues Zielgebiet für den Tourismus.
    Die etablierte, auf Öl basierende Energieindustrie leidet darunter sehr. In dem Spannungsfeld zwischen alt und neu gibt es genug Stoff für den Thriller, denn man versucht mit allerlei Gewalt, das Neue zurückzuwerfen.
    Die Figuren sind glaubhaft für mich. Privatdetektiv, pfiffige junge Dame, durchgeknallter Terrorist, sehr menschlicher chinesischer Tech-Unternehmer und der bunte Strauß an reichen Leuten, die auf den Mond eingeladen werden und mit mir gemeinsam die tollen Errungenschaften der Zukunft erleben dürfen. 

    Ab und wird mir etwas zuviel zerstört und werden zuviele Leute getötet. Thriller eben.

  4. Cover des Buches Gelöscht (ISBN: 9783733500382)
    Teri Terry

    Gelöscht

     (1.440)
    Aktuelle Rezension von: Das_Leseding

    Inhalt:
    Kylas Gehirn wurde neu programmiert, sie gehört zu einer Gruppe junger Menschen, die ein neues Leben beginnen dürfen, bei einer neuen Familie. Doch nichts ist so wie es scheint, Geheimnisse und Lügen erschweren ihr den Einstieg in ein unbekümmertes Leben.

    Schreibstil:
    Der Stil ist gut und mit wenigen Sätzen ist man schon in die Geschichte eingetaucht. Die Gedanken von Kyla sind greifbar, allerdings gibt es noch Platz für eigene Interpretationen und genau hier ist der Haken. Die Geschichte läuft ohne große Wendungen immer genau so wie in meinen Gedanken ab. Es war also immer ein „wusst ichs doch“ und „ah schön, so dachte ich mir das“. Es war also eher wie ein Unfall: das Buch weglegen geht nicht, kann ja doch noch was anderes passieren. Aber genau diesen Reiz „bleibt es jetzt so wie gedacht oder ändert sich was“ hat mir das Lesen versüßt und irgendwie freute es mich, immer recht zu behalten. Ich war also voll bei Kyla, hätte mich zwar teilweise anders entschieden, aber die Handlung nahm dann den Weg die sie nehmen musste. Die Verhaltens- sowie Ausdrucksweise ist passend für ein Jugendbuch, mit Niveau.

    Charaktere:
    Alle konnten mich auf ihre Art begeistern, sie verhielten sich ihrem Charakter angepasst und entwickelten sich – wie es ihnen möglich war. Auch gibt es noch unbekannte, was verheimlichen Kylas Eltern, was ist der wahre Grund hinter der missing Website und den Personen die dahinter stehen, was haben die RT mit dem ganzen zu tun. Es bleibt also spannend.

    Cover:
    Das Cover trifft die Situation sehr gut, ein halber Mensch, denn was bist du, ohne deine Vergangenheit?

    Fazit:
    Ein interessanter erster Band, der neugierig auf Teil 2 macht. Von mir gibt es, trotz der Vorhersehbarkeit, 4 Sterne, denn die Idee hinter der Handlung und die Charaktere haben mich überzeugt.

  5. Cover des Buches Battle Royale (ISBN: 9783453437210)
    Koushun Takami

    Battle Royale

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Samaire

    Eine Klasse ist auf dem Weg zu einem Schulausflug, wird diesen jedoch nie erreichen. Denn die Klasse wird Teil des Experimentes „Battle Royal“. Eine Klasse und nur ein Schüler kann überleben. Und das alles von oben verordnet und überwacht. Es scheint keine andere Option zu geben, als sich gegenseitig zu töten. 

    Die Idee erinnert zweifelsohne an „Die Tribute von Panem“. „Battle Royal“ ist dabei aber wesentlich brutaler und weniger erklärend. Das ist auch mein großer Kritikpunkt an dem Buch. Man erfährt, dass es eine Großrepublik Ostasien gibt, das ist aber in der Tat auch alles. Was das Experiment soll, wieso es gestartet wurde, was genau der Staat eigentlich möchte und ist, bleibt alles offen. 

    Weiterer Schwierigkeitsfaktor ist die Tatsache, dass alle Schüler im ersten Kapitel namentlich vorgestellt werden: Für jemanden, der sich kaum mit japanischen Namen auskennt ist dies in der Tat ein heavy Start in die Geschichte. Ich hatte ¾ aller Namen nach dem Lesen sofort wieder vergessen und brauchte den halben Roman, um überhaupt zu wissen, wer eigentlich wer ist. 

    Auch sollte man nicht zartbesaitet sein: Die Kampf- und Todesszenen sind sehr explizit und nichts für schwache Nerven.

    Unterm Strich geht es nur um das Experiment und nicht um die Hintergründe. Das finde ich schade und nenne es als klaren Minuspunkt. 

  6. Cover des Buches Hologrammatica (ISBN: 9783462051490)
    Tom Hillenbrand

    Hologrammatica

     (137)
    Aktuelle Rezension von: danislesestube

    Hologrammatica ist genau der SciFi Thriller den ich eigentlich bei Qube erwartet hätte. Spannend bis zum Schluss. Ein sympathischer und facettenreicher Protagonist.

    Zwei Handlungsstränge die spannend geschrieben wurden und gegen Ende zusammenfinden. Ein Ende das man so nicht kommen sieht.

    Die Welt im Jahre 2088 wurde mit all ihren technischen Spielereien gut ausgearbeitet.

    Es ging nicht immer nur um den Fall an sich, nein, sondern auch um Galahads Bedürfnisse, Hobbys, uvm, was einen Menschen halt so ausmachen.

    Genauso verhielt es sich mit den restlichen Charakteren. Jeder könnte so wie er oder sie beschrieben wurde, mal abgesehen von technischen Upgrades, in unserer aktuellen Zeit existieren.

    Die Handlung selbst war zu keiner Zeit langweilig oder gar langgezogen. Dank dem guten gelungenen Schreibstil wurde man als Leser gemütlich durch das Buch gelotst, und staunte an manchen Punkten nicht schlecht wie sich die Geschichte entwickelte.

    Hologrammatica kann ich jedem SciFi Fan der auch Thrillern nicht abgeneigt ist empfehlen.

    Habt ihr das Buch schon gelesen? Schreibt es mir in den Kommentarbereich. 

  7. Cover des Buches Mind Games (ISBN: 9783551316196)
    Teri Terry

    Mind Games

     (514)
    Aktuelle Rezension von: Letizia

    Alle um Luna herum verbringen den Großteil ihrer Zeit online. Mit Hilfe von einem Implantat findet das Leben virtuell statt – der Unterricht, die Arbeit, sich mit Freunden treffen oder neue Leute kennen lernen. Luna dagegen besitzt kein Implantat, sie ist eine Verweigerin. Unerwartet wird sie von PareCo, dem führenden Technikunternehmen, zu einem Auswahlverfahren um die begehrtesten Programmierjobs eingeladen. Und niemand weiß warum.

    Das Thema ist gerade wieder sehr aktuell. Ein bekannter US-Unternehmer hat erst vor kurzem seine Idee für ein Chipimplantat vorgestellt und daher ist die Grundidee des Buches näher an der Gegenwart als je zuvor. Leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.

    Es beginnt noch sehr interessant und spannend wie man Luna durch ihren Alltag begleitet. Alles um sie herum ist voller Technik und das Leben findet in virtuellen Welten statt. Sie selbst ist, durch die Verweigerung sich ein Implantat einsetzen zu lassen, eine Außenseiterin. Das Auswahlverfahren bei PareCo habe ich auch noch interessiert verfolgt. Man erfährt mehr über die Implantate und das Technikunternehmen und langsam wird klar, dass irgendetwas nicht stimmt.

    Danach nimmt die Handlung aus meiner Sicht aber stark ab. Ich musste mich bis zum Ende ziemlich durchkämpfen. Es ging immer mehr von Science-Fiction weg und mehr in Richtung Übernatürlichem. Die geschaffene Welt der Autorin folgt teilweise keinen logischen Regeln – innerhalb dieser Welt – und es frustriert, wenn Sachen einfach als gegeben dargestellt und nicht erklärt werden. Es war mir stellenweise einfach zu übertrieben.

    Der große Showdown am Ende wurde dann auch auf ein paar Seiten abgehackt und plötzlich war der große Gegenspieler besiegt. Leider nicht überzeugend und nicht realistisch.

    Luna als Protagonistin war mir nicht unsympathisch, ich stand ihr ziemlich neutral gegenüber. Auch von den anderen Charakteren konnte mich keiner emotional berühren.

  8. Cover des Buches Infernale (ISBN: 9783785588710)
    Sophie Jordan

    Infernale

     (654)
    Aktuelle Rezension von: Ruby-Celtic

    Dieses Buch klang von der Beschreibung her sehr interessant und ich war neugierig darauf, ob mich die Autorin von sich überzeugen könnte.

    Die Schreibweise ist flüssig, leicht nachvollziehbar und bildhaft sodass man sich sehr gut vorstellen kann wie es unserer Hauptprotagonistin ergeht.

    Davy hat in ihrem Leben eigentlich alles. Einen Freund der sie vergöttert, eine Familie die sie liebt, einen hohen Status in der Schule und insgesamt einfach ein aufregende und sichere Zukunft. Sie weiß genau wohin es gehen soll und ist stolz darauf. Das alles ändert sich, als ein einzelner Test ihr Leben verändert und sie von allen verstoßen wird. Selbst ihre eigene Familie kann ihr nicht mehr helfen.

    Die Grundidee der Autorin ist interessant und durchaus spannend umgesetzt worden. Erst erleben wir Davy in ihrem normalen Umfeld und werden gemeinsam mit ihr dann verstoßen, erleben das Leben mal in einer ganz anderen Perspektive und müssen uns zurecht finden.

    Auch wenn sich Davy zu Beginn sträubt, lernt sie recht schnell sich zu verteidigen und nicht alles mit sich machen lassen. Man merkt ihre Angst, aber auch ihre Entschlossenheit was mir an ihrem Charakter wirklich gut gefallen hat.

    Neben ihr gibt es noch ein paar wenige Charakter, die auch ein Bild erhalten. Etwas schade finde ich, dass diese teilweise sehr blass sind obwohl sie doch einen wie ich finde recht wichtigen Stellenwert in der Geschichte einnehmen.

    Insgesamt muss ich sagen, dass mich die Geschichte von Beginn bis Ende gereizt hat und ich gerne weitergelesen habe. Die Autorin hat es geschafft, immer wieder interessante Wendungen einzubauen, eine sich langsam aufbauende Liebesgeschichte und eine durchaus spannende Entwicklung der Geschichte.

    Mein Gesamtfazit:

    Mit „Infernale“ hat Sophie Jordan einen durchaus spannenden, beängstigend und interessanten Auftaktband ihrer Dilogie geschaffen. Auch wenn mir an manchen Stellen noch etwas mehr Charaktertiefe gefehlt hat, habe ich diesen ersten Band unheimlich gerne gelesen.

  9. Cover des Buches Der Tag, an dem der Wind dich trägt (ISBN: 9783404146093)
    James Patterson

    Der Tag, an dem der Wind dich trägt

     (156)
    Aktuelle Rezension von: PattyWayne
    James Patterson schreibt so nah und glaubwürdig, dass ich glauben könnte, dass diese Phantasie tatsächlich bald Realität wird. Dieses Buch hat mich wirklich begeistert und war leider viel zu schnell gelesen. Und er bringt noch einen Punkt auf den Tisch: Das was wir erschaffen, kann auch leiden und als Schöpfer muss sich der Mensch darüber im Klaren sein. 
  10. Cover des Buches Bios (ISBN: 9783499291333)
    Daniel Suarez

    Bios

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Smimo_Do

    Kenneth Durand arbeitet bei Interpol in der Abteilung für Genkriminalität.

    Eine skrupellose Verbrecherbande, die Huli jing, steigt durch das Gen-Editing immer höher auf.

    Warum nicht sein Baby für die Zukunft rüsten? Es soll besonders schlau sein oder doch lieber ein Sportler, robustere Knochen, längeres Leben? Du kannst dir alles wünschen so lange du das nötige Kleingeld hast.


    Durand gerät den Huli jing ins Visier und sie verändern seine DNA. Ab sofort steht er auf der Fandungsliste von Interpol. Flucht ist die einzige Option. Denn wie soll Kenneth beweisen, dass er noch er selbst ist, wenn nicht mal seine DNA die seine ist.


    Suarez schafft es einen spannenden, Sci-Fi Thriller zu schreiben. Er hat zwar hier und da ein paar Längen, die mich aber nicht die Bohne gestört haben, da ich das Thema Genmanipulation echt spannt fand. Dieser Thriller war für mich mal wieder was völlig neues.


    Nur die Geschichte des Protagonisten "Otto" fand ich etwas seltsam. Hab sie wohl nicht ganz verstanden.

    Leider war der Schluss sehr  vorhersehbar und kitschig.

    Nichts desto trotz, war es ein erschreckender Zukunftsthriller der mich mitreißen konnte.

  11. Cover des Buches Moxyland (ISBN: 9783499259692)
    Lauren Beukes

    Moxyland

     (16)
    Aktuelle Rezension von: letusreadsomebooks

    Kapstadt, Südafrika, in der nahen Zukunft. Der Fotografin Kendra wurden Nanobots in den Körper injiziert, sodass sie nun als lebende Werbung für eine bekannte Getränkemarke dient. Toby, ein selbstverliebter Videoblogger, verkehrt in seltsamen Kreisen und wird zu einem gefährlichen Spiel überredet. Lerato ist Programmiererin und nutzt ihre Fähigkeiten für fragwürdige Widerstandsbewegungen, welche von Tendeka angeführt werden, um gegen die totalitäre Regierung aufzubegehren.

    Die vier Protagonisten sind leider größtenteils unsympathisch gestaltet. Toby und Tendeka sind schreckliche Menschen, ich habe regelrechte Abneigung ihnen gegenüber empfunden und meinetwegen hätten sie in der Hölle verrotten können. Mitleid hatte ich mit beiden nicht ein einziges Mal. Die zwei Damen Kendra und Lerato sind…sagen wir mal, okay. Mit ihnen konnte ich noch ein bisschen mehr mitfiebern, aber eine richtige Verbindung konnte ich auch zu ihnen nicht aufbauen. Sprachlich ist der Roman recht schlicht gehalten, mit ausreichend Umgangssprache und Slangwörtern gespickt, ebenso mit Begriffen des futuristischen Kapstadts. Hierzu gibt es glücklicherweise eine Liste mit Erläuterungen, sodass man nicht nur Bahnhof versteht.

    Die Welt, die Beukes hier kreiert hat, finde ich sehr interessant und gelungen. Besonders die Ideen der lebenden, wandelnden Werbung sowie der totalen Kontrolle und Smartphone-Dependenz haben mir gut gefallen und klingen ehrlich gesagt gar nicht so unrealistisch. Ebenfalls eindrucksvoll fand ich die Schilderung der Polizeigewalt, welche leider auf Tatsachen beruht. Hierzu gibt Beukes in ihrem wirklich aufschlussreichen Nachwort einige Erklärungen:

    Natürlich entstand Moxyland auch durch das Erbe der Apartheid: die willkürlichen und künstlich herbeigeführten Grenzen zwischen Menschen, das Passsystem und die heimtückische Staatspolizei – eine Geheimorganisation, die mit der Stasi mithalten konnte und Aktivisten-Organisationen infiltrierte, Waterboarding anwandte, um „Geständnisse“ zu erzwingen, Unruhestifter aus Fenstern im fünften Stock warf oder sie mit Briefbomben in die Luft jagte, chemische Kampfführung und teuflische biologische Experimente einsetzte.

    Dennoch hat sich für mich alles etwas unvollständig angefühlt. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich den Protagonisten nicht wirklich näher kam. Der Roman kam mir eher vor wie eine Szene oder ein Fragment eines Ganzen. Irgendetwas hat gefehlt. Es war zwar inhaltlich wirklich interessant, konnte mich aber einfach nicht fesseln und überzeugen.

    Lauren Beukes Moxyland ist eine nette Dystopie, die mich ganz gut unterhalten konnte. Es war spannend, mal in so eine ganz andere Welt abzutauchen – südafrikanische Zukunftsszenarien gibt es nicht so häufig. Trotz alledem konnte mich der Roman nicht nachhaltig beeindrucken; die Charaktere bleiben blass und unnahbar und die Ereignisse wirken aus dem Zusammenhang gerissen. Ich habe das Gefühl, dass es ein besserer Roman hätte werden können, wenn Beukes 200 Seiten mehr geschrieben hätte, und alles besser in ein großes Ganzes hätte verweben können.

    Die Sache ist die: Alles ist möglich, besonders wenn wir bereit sind, unsere Rechte um der Bequemlichkeit oder einer Illusion von Sicherheit willen zu verkaufen. Unsere eigene, strahlend helle Dystopie ist immer nur ein totalitäres Regime entfernt.

  12. Cover des Buches Auferstehung (ISBN: 9783453521971)
    Sean Williams

    Auferstehung

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Rheinzwitter
    "EIN ATEMBERAUBENDER SCIENCE-THRILLER" schreit einem vom Buchrücken entgegen. Science-Thriller ja, aber weniger atemberaubend als leidlich spannend mit Längen. Ein privater Ermittler wird aus einem erzwungenen dreijährigen Langzeitschlaf geweckt und muss feststellen, dass er oder seine durch manipuliertes "Beamen" erzeugte Kopie des Serienmordes verdächtigt wird. Im Rahmen einer konventionellen Krimihandlung stellt der Autor im Grunde ethische Fragen, die mit einer Realisierung der besonders aus Star Trek bekannten Transportertechnologie einhergehen könnten: Wird bei der Materietransmission das Konzept einer innewohnenden Seele außer acht gelassen? Ist eine durch Manipulation oder fehlerhafte Transmission materialisierte Kopie ein eigenständiges Individuum? Müssen einem solchen Duplikat dieselben Menschenrechte wie dem Original zuerkannt werden? Interessante Fragen, die stellenweise interessant behandelt werden, aber eindeutig zweihundert Seiten zu viel, zu Lasten der recht spannenden Krimihandlung. Außerdem muss man sich mit 26 Abkürzungen und 50 Slang-Ausdrücken herumplagen, die zwar im Anhang aufgeführt sind, aber spätestens nach dem zwanzigsten Vorblättern überliest man genervt diese Passagen, was denn nun KRU (Kontextreiche Umgebung) oder VTB (Volltransparenter Bürger) noch mal heißen mag. Zusammen mit einem manchmal ausschweifenden Technik-Jargon ergibt sich eine schwer verdauliche Mischung. Unterm Strich bleibt eine in ihren Grundzügen spannende Geschichte, deren Potential vom Autor nicht befriedigend ausgeschöpft und für Gelegenheits-SciFi-Leser nicht lesefreundlich genug umgesetzt wurde.
  13. Cover des Buches Aqua TM (ISBN: 9783785723586)
    Jean Marc Ligny

    Aqua TM

     (29)
    Aktuelle Rezension von: ophelia_fay
    "Wenn das Wasser auf der Erde knapp wird... Wenn du alles verlierst, was dir lieb und teuer ist .. Wenn Grausamkeit und Habgier den Planeten beherrschen ... Dann ist eine neue Zeit angebrochen DIE ZEIT VON AQUA" Selten hat mich ein Buch so mitgerissen, war in seiner Zukunftsvision so eingängig, glaubhaft, erschreckend real und dennoch mit einem Funken Hoffnung. Magie der alten Zeit vermischt mit dem Glauben an den christlichen Gott und seinen Widersacher, westlicher Denkweise und indianischer und altafrikanischem Zauber, Politik, Wirtschaft, Krieg, Liebe... Absolut lesenswert und vielleicht ändert es auch ein wenig die Ansicht des Lesers zu unseren wertvollen Naturressourcen, die wir zu erhalten suchen sollten.
  14. Cover des Buches Die Maggan-Kopie (ISBN: 9783942614184)
    Jacqueline Montemurri

    Die Maggan-Kopie

     (10)
    Aktuelle Rezension von: MichaelMerhi
    Ich fand das Buch, bis auf Schwächen mit der Überspitzung einiger Kleinigkeiten, recht spannend und unterhaltsam.
    Das Buchformat an sich fand ich nicht so schön, da es komisch in der Hand liegt, aber die Macher haben sich sicherlich dabei was gedacht.
    Mir hat sehr gut die Beziehung zwischen Maggan und ihr Vater gefallen. Was mir aber am besten gefallen hat, war der Schreibstil der Autorin, sie schafft es sehr bildlich zu schreiben und versetzt einen mit wenigen Sätzen direkt ins Geschehen.
    Den einen Puntabzug gab es für das komische Tachenbuchvormat,
    das sehr komisch in der Hand lag.
    Den Namen der Autorin werde ich mir merken und das wird nicht das letzte was ich von ihr gelsen habe.

  15. Cover des Buches Unsterblich (ISBN: 9783453321151)
    Jens Lubbadeh

    Unsterblich

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Das Buch "Unsterblich" handelt von der angeblichen Unsterblichkeit der Menschen. Diese ist käuflich... nun ja... zumindest die Kopie des Selbst ist käuflich, womit den Menschen vor gespielt wird, sie würden ewig leben. Ich muss sagen, mir würde dies die Angst vor dem Tod nicht nehmen, denn mein Bewusstsein wäre ja schließlich mit mir begraben. Wie dem auch sei... ich war anfangs sehr beeindruckt von der Idee, Benjamin Kari ist ein sehr introvertierter Charakter und ich hatte eigentlich gedacht, dass sich dies im Laufe des Buches ändern würde, doch auch wenn er am Ende der Held der Geschichte sein soll, so doch nur, weil er eine Marionette ohne viel eigenen Verstand ist. Ich war etwas enttäuscht, denn das Thema ist eigentlich sehr philosophisch. Man hätte mehr daraus machen können.
  16. Cover des Buches Die Nanos-Mission (ISBN: 9783734108990)
    Timo Leibig

    Die Nanos-Mission

     (66)
    Aktuelle Rezension von: TAndres

    Ich bin kein Mensch, der gerne Science-Fiction liest, mit Ausnahme von Jules Verne 😉. Die Geschichte bei Nanos spielt aber im Jahre 2028 und die nahe Zukunft war für mich noch akzeptabel. Der Klappentext hat sich spannend angehört und nachdem es schon einen zweiten Teil gab, hab ich zugegriffen.

    Mit dem Buch bin ich aber nicht wirklich warm geworden. Mit dem Protagonisten konnte ich mich nicht identifizieren, mit den Nebenfiguren leider auch nicht. Etwas seltsam, dass bei der Rebellion jede Art von Charakter da ist. Die Gegensätze zwischen den Köpfen der Rebellion fand ich übertrieben. Als wollte der Autor einfach alles einbauen. Dadurch bin ich nicht in die Geschichte reinkommen und habe viele Pausen beim Lesen gemacht, was sonst bei Romanen eigentlich nicht der Fall ist. Ist das Buch gut, lese ich es zügig durch. Das hab ich hier nicht geschafft.

    Das Drumherum um den Plot lässt zu viele Fragen offen. Wie sieht die Bundesrepublik im Jahr 2028 aus? Was arbeiten die Menschen? Was denkt das Kabinett vom Bundeskanzler? Wie fing das Ganze an? Was haben die Menschen am Anfang davon gedacht? Die Entwicklung von der Gegenwart zur Zeit im Roman kam mir zu kurz, ebenso das allgemeine Leben. Sie fahren weiterhin mit Autos, tragen das Gleiche, arbeiten wahrscheinlich das Gleiche. Als hätte sich in den zehn Jahren nichts getan. Bis auf die Nanos.

    Ich kann dem Buch leider nur zwei Sterne geben. Das Thema ist interessant, das Buch selber leider nicht.

  17. Cover des Buches T.R.O.J.A. Komplott (ISBN: 9783551315939)
    Ortwin Ramadan

    T.R.O.J.A. Komplott

     (108)
    Aktuelle Rezension von: steffis-und-heikes-Lesezauber

    Meinung:

    Das Cover finde ich ok, haut mich jetzt aber nicht um. Aber die Kurzbeschreibung hat mich neugierig gemacht. Meine zwei absoluten Highlights im Jahr 2019 haben sich zufälligerweise mit dem Thema „Durch die Augen des anderen sehen“ beschäftigt, und hier kam noch der Aspekt mit der Pflicht zur Gesundheit hinzu, den ich auch interessant fand. 

    So fand ich den Einstieg in die Geschichte auch gut gelungen. Man lernt Nico in seiner Ausbildung beim FBI kennen, aber auch die junge Beta, die sich mit kleineren Betrügereien und Diebstählen über Wasser hält und dann gibt es auch noch eine Perspektive aus der Sicht des ultrareichen Erfinders der Nanobots die das Gesundheitssystem auf ein ganz neues Level gebracht haben. Mit der Zeit kommen noch ein paar mehr Perspektiven hinzu, aber dieses dienen auch dazu, vor allem die drei unterschiedlichen Seiten der Geschichte zu beleuchten. Es gibt auch ein paar grundlegende Infos, was sich durch den Fokus auf die Gesundheit auch alles verändert hat, wobei mir hier die guten Seiten ein bisschen zu kurz gekommen sind. 

    Nico ist ein ganz sympathischer Protagonist, genau wie Beta, obwohl sie beide so unterschiedlich sind. Nico der Gesetzestreue, der unbedingt seinem Land dienen will, Beta die Gaunerin, die aber doch Sympathien weckt, da sie auch geheimnisvoll und stark wirkt. Leider kann sie ihre Stärke im Verlauf der Geschichte nicht wirklich vertiefen. Und auch die Gegenseite bleibt sehr eindimensional und sehr leicht zu durchschauen. 

    Das ist prinzipiell das Problem bei dieser Geschichte, dass alles viel zu oberflächlich bleibt. Egal ob Figuren oder Handlung, alles hat viel Potential, aber die Möglichkeiten um wirklich tiefer zu gehen wurden nicht genutzt. So ist eine nett zu lesende Geschichte entstanden, die im Grunde auch stimmig und unterhaltsam ist, aber nicht völlig überzeugen kann, weil die Details zu kurz gehalten werden. Das fand ich schade, da es wirklich gute Möglichkeiten gegeben hätte, die Geschichte mehr auszubauen und der Schreibstil auch ganz gut lesbar war. 

    Als Vorteil kann man noch anbringen, dass es so zumindest mal einen Einzelband in diesem Genre gibt, aber das hätte man auch mit gut 100 Seiten mehr machen können. 

    Fazit:

    Ein solider Einzelband im Dystopiejungle, mit interessanten Ideen und guten Ansätzen. Doch auch wenn die Handlung im Grunde ganz stimmig und unterhaltsam ist, nutzt sie nicht ihr volles Potential und bleibt bei den Charakteren, beim Worldbuilding und bei der Handlung doch zu oberflächlich. So hat sich die Geschichte gut lesen lassen, aber es bleibt doch ein etwas fahles Gefühl zurück und im Gedächtnis wird sie leider auch nicht lange bleiben. Von mir gibt es solide, 3,5 Sterne. 

  18. Cover des Buches Mutation (ISBN: 9783453431751)
    Michael Cordy

    Mutation

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Bokmask
    Eigene Meinung: Dies Hardcoverbuch habe ich mit einer gewissen Erwartung zur Hand genommen, da ich vom Autor schon Das Nazareth Gen regelrecht inhaliert hatte. Meine Erwartung wurde dann doch nicht ganz zufrieden gestellt. Das Thema ist natürlich gerade in der heutigen Zeit hoch aktuell und vom Thema selber bin ich nicht enttäusch worden. Die Protagonisten werden gut vorgestellt und entwickeln sich während der Geschichte gut weiter, im Positiven wie im Negativen. Selbst die Nebenfiguren werden schön beschrieben und entwickeln sich weiter. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des FBI Agenten Decker. Der mehr drin verwickelt ist als ihm lieb zu sein scheint. Und wie sollte es fast anders sein, es spielt in den USA. Die Wissenschaftlerin Kathy Karr hat zusammen mit ihren Freundinen, Alice Prince und Madeline Naylor, ein Gen entwickelt welches die Agressivität bei Gewaltverbrechern eindämmen soll. Ohne ihr Wissen entwikelte Alice eine zweite Variante davon, und diese bedrohte die ganze Welt. Während Alice sich um Eindämmung bemüht, treibt es Madeline strupel los weiter und ist nicht zu überzeugen was diese zweite Variante anzurichten vermag. Die Spannung baut sich fast vom Anfang an auf und zieht sich bis ungefähr zu 3/4 des Buch wie ein roter Faden durch die Geschichte, dann hat die Geschichte einen Hänger, ich sage mal wenn die Wiederholungen, was das Gen bewirkt, nicht so viele währen könnte das Buch an die 20 Seiten dünner sein. Danach geht es dann rasant weiter bis zum Showdown. Das Buch ist flüssig geschrieben und man kann sich gut reinversetzten was da in den Protagonisten vor sich geht, teils schon zu gut. Es werden auch nicht zu viele Fachausdrücke der Gentechnik verwendet so das auch Nichtfachleute verstehen was damit gemeint ist. Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternen und kann es empfehlen. Und die anderen zwei Werke werde mit Sicherheit auch lesen.
  19. Cover des Buches Der Mastercode (ISBN: 9783426629024)
    Scott McBain

    Der Mastercode

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Aglaya
    Die Welt im Jahr 2020. Globale Unternehmen haben (inoffiziell) die Macht übernommen und der grösste Teil der Menschheit ist im globalen Computersystem „Mother“ registriert, das die Menschen nach Kreditwürdigkeit in Klassen einteilt und über jeden alles weiss, von Adresse bis zu Lieblingsfrucht und Tampongrösse. Eine kleine Gruppe von Menschen versucht, die totale Machtübernahme von „Mother“ zu verhindern…

    Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit aus wechselnder Perspektive erzählt. Sehr viele Personen werden dabei in den Fokus gerückt. Am häufigsten geschieht dies mit der „Gespielin“ (man könnte es auch Edelprostituierte nennen) Pia, dem Erfinder von Mother Oswald Plevy und dem Präsidenten und Vizepräsidenten des „Mother“-Aufsichtsgremiums Lars Pedersen und Doug Sullivan. Zu Beginn hatte ich etwas Mühe, die vielen Personen auseinanderhalten zu können, vor allem, weil sie recht klischeehaft gezeichnet wurden und jeweils nur über wenige Eigenschaften verfügen. Pia ist jung, hübsch und will zu Beginn nur ein schönes Leben führen. Oswald ist dick, unendlich reich und sich gewohnt, mit seinem Geld alles Kaufen zu können. Pedersen ist alt und gütig, Sullivan machtbesessen. Mit der Zeit konnte ich die erwähnten und die vielen anderen Figuren dann doch besser auseinanderhalten, was auch daran lag, dass immer weniger davon in der Geschichte vorkamen…

    Bei der Handlung hat sich Scott McBain offenbar stark von Klassikern wie „1984“ oder „Schöne neue Welt“ inspirieren lassen. Auch in „Der Mastercode“ ist die Welt in Klassen aufgeteilt, auch wenn sie hier nach Kreditklassen, Vermögen eingeteilt werden. Aus eigenem Antrieb besteht kaum eine Chance, die Kreditklasse jemals zu wechseln. Die Klassen haben eigene, zugeteilte Bereiche, wobei die Mitglieder der tieferen Klassen die Bereiche der höheren selbstverständlich nicht betreten dürfen (oder höchstens, um dort ihre Arbeit als Diener zu verrichten). Die Informationen, die das Volk erhält, werden zuerst durch „Mother“ gefiltert, sodass der „Normalsterbliche“ nie wirklich weiss, was in der Welt eigentlich vorgeht (und dies nicht mal merkt). Und schlussendlich „Mother“ selbst, das Computersystem, das über alle Menschen Bescheid weiss. Noch stärker hätte McBain kaum auf „Big Brother“ anspielen können, ohne den Begriff selbst zu nennen, oder?

    Der Schreibstil des Autors Scott McBain ist eher einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen, sodass die gut 500 Seiten doch einigermassen schnell durchgelesen waren, auch wenn die Geschichte durch die Kürzung einiger unnötiger Längen auch gut auf der Hälfte der Seiten Platz gefunden hätte. Besonders spannend ist das Buch allerdings nicht geraten, die Handlung war ziemlich vorhersehbar. Auch die vielen Wiederholungen hätte es nicht gebraucht, so wird beispielsweise das System der Kreditklassen mehrfach bis ins Detail erläutert.


    Mein Fazit

    Nicht wirklich schlecht, aber die Spannung fehlt und auf Innovation oder Überraschungen wartet man vergeblich.
  20. Cover des Buches Kalt (ISBN: 9783453879201)
    Dean Koontz

    Kalt

     (78)
    Aktuelle Rezension von: JillianZ

    Klar, die Story ist nicht realistisch, doch wer das bei Koontz erwartet, ist sowieso falsch bedient. Ok, es hängt vieles  nicht logisch zusammen und auch vor allem gegen Ende wirken die an den Haaren herbeigezogenen Wendungen ziemlich konstruiert. Trotzdem konnte ich diesem Buch noch Positives Abgewinnen. Was mir dieses Buch gerettet hat, war das beschriebene Verhältnis zwischen Dylan und seinem autistischen Bruder Shep. Die Beschreibung hat sehr lebensnahe, authentische Details geliefert und einen faszinierenden Einblick in Sheps autistische Welt geboten. Es gab gut Szene bei denen Gefühl vermittelt wurde. Ich bewerte dieses Buch aber dennoch nicht mit der vollen Punktzahl, da mich die Story wirklich nicht überzeugt. Die wenigen stimmungsreichen Momente konnten meine Meinung über das ganze Buch also auch nicht herumreißen.

  21. Cover des Buches Das Labor (ISBN: B00EZRO7EY)
    Dee Hunter

    Das Labor

     (7)
    Aktuelle Rezension von: KristinSchoellkopf


    Ich bin zufällig auf Dee Hunters Thriller gestoßen und habe direkt von Dee ein Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle!

    Das Cover hat mich gleich angesprochen. Zu sehen sind schlangenartige Verwebungen, welche an menschliches Gewebe erinnern. Sie leuchten neonblau und der Hintergrund ist schwarz gehalten, was dem ganzen Bild eine unheimliche Note verleiht. Perfekt für einen Thriller!

    Die Handlung ist so spannend, wie faszinierend. Wir sind in der Zukunft angkommen, um ganz genau zu sein, in Las Vegas. Es begeben sich Detektoren auf die Suche nach Menschen auf den Straßen um sie in geheime Labore unter der Erde zu bringen. Nachdem Jacks Bruder Hector von den Detektoren eingefangen wurde, begibt sich Jack freiwillig in ihre Fänge, um seinen Bruder zu retten. Er lässt unzählige Experimente über sich ergehen und versucht alles, um Hector zu finden. Doch wird er es schaffen? Und was für einen Zweck erfüllen die Experimente?

    Ich muss sagen, dass es nicht allzuviele Charaktere im Buch gab, die mich angesprochen haben, aber Jack machte das wieder wett. Er ist sowohl mutig, als auch klug. Er tut im Labor alles, um sich von den Experimenten nicht verrückt machen zu lassen und all das, um seinen Bruder zu retten.

    Dee Hunters Schreibstil ist packend und der Leser bemerkt schnell, dass es sich bei Dee um eine sehr begabte Autorin handelt. Sie schreibt so flüssig und gleichzeitig so detailliert und spannend. Ich konnte "Das Labor" gar nicht mehr aus der Hand legen.

    Ich persönlich liebe Romane, die einerseits in der Zukunft spielen und andererseits den Faktor der "Wissenschaft" mit einbringen. Ich könnte mir vorstellen, dass wenn die Welt irgendwann aus den Fugen gerät, sich solche Dinge wie "Menschenlabore" wirklich entwickeln könnten und deshalb lese ich Bücher, wie "Das Labor" so gern.


    Fazit

    Ich habe selten an einem Buch wirklich nichts auszusetzen, aber dieses Buch hat mich wirklich gepackt. Ich finde es auch beeindruckend, eine so toll durchdachte Story und authentische Charaktere in nur 154 Seiten in die Köpfe der Leser zu pflanzen. Spitze! Ich freue mich schon riesig auf Teil II 
  22. Cover des Buches Gut & Böse (ISBN: 9783944824611)
    Julian Fröhlich

    Gut & Böse

     (57)
    Aktuelle Rezension von: ira_ebner
    Auf den ersten Blick ist das Buchcover unspektakulär und weist nicht auf Inhalt und Handlung der Dystopie "Gut und Böse - Ausgegrenzt" hin. Was hat eine brennende Rose also mit einer Military-Story und einem düsteren Zukunftsszenario zu tun? Dafür mag der Autor gewiss seine Gründe gehabt haben. Ein amerikanischer Titel wäre mit der Wahl des Covermotivs mutiger. Doch das soll keinen Grund für einen Punktabzug darstellen.


    Nun zur Handlung. Im Jahr 2031 steht die NEO, die Neue Europäische Organistation anstelle des Europas wie wir es kennen, regiert von Militärs. Die Handlung beginnt rasant und brutal mit dem Einsatz der beiden Elitesoldaten Samuel Sanders und Ben Benschel auf einer Gefangeneninsel. Die NEO hat Schwerverbrecher auf diese Insel abgeschoben, allen voran Xavier Martello. Er ermordet Ben, nimmt dessen Identität an und zurück in Europa wird er in eine Hochsicherheitsanlage versetzt. Bens Frau Mary, sein Vorgesetzter Oberst Grünthal und sein Freund Samuel rätseln über das veränderte Verhalten, bald kommen Zweifel an der Identität auf. Währenddessen rüstet die NEO ihre Außengrenzen mit Abwehrzäunen gegen das Böse - in Form von größeren und kleineren Kriminellen. Die Bevölkerung muss sich in Screenings auf ihren Anteil an Gut und Böse untersuchen lassen. Wer nicht gut genug ist, ist eine potentielle Gefahr für die neue Gesellschaftsordnung und wird im wahrsten Sinne des Wortes ausgegrenzt - ins Niemandsland zwischen dem ehemaligen Polen und Russland.


    Die Idee einer Gedankenüberwachung ist nicht neu - Orwell hat diese meisterhaft in "1984" inszeniert. Sie wird auch stets ein aktuelles Thema in Dystopien und Science Fiction-Romanen bleiben, da sich beliebig mit ihr spielen lässt.

    Julian Fröhlich übernimmt die Gedankenüberwachung für seine in Gut und Böse unterteilte Welt, denn es wäre zu schön, gäbe es nur gute Menschen. So wird Samuel Teil einer Einsatztruppe, die eine Familie auseinanderreißt, weil Mutter und Sohn das Screening nicht bestanden haben.

    Schließlich - 10 Jahre nach dem Einstieg ins Buch - gelingt es Samuel, Xavier in der geheimen Hochsicherheitsanlage zu finden und zu stellen. Doch dort hat der falsche Ben längst seine Netzwerke geknüpft und durch Manipulation besteht er das Screening als "gut", während Samuel als "böse" ins Land hinter der Mauer abgeschoben wird. Die Lage ist scheinbar aussichtslos, während der wahre Verbrecher durchzukommen scheint.

    Um Rache zu nehmen, weil Mary gemeinsam mit Samuel hinter seine wahre Identität gekommen ist, macht er sich auf dem Weg ins NEO-Deutschland, um sie zu entführen. Währenddessen wächst in Grünthal der Widerstand gegen seine Vorgesetzten und das Vorgehen der NEO, die er anfangs unterstützt hatte ...


    Insgesamt gebe ich dem Buch 3 von 5 Sternen. Warum?

    Die Idee und deren Umsetzung sind gelungen, wenn auch nicht neu.

    Die Charaktere sind insgesamt glaubwürdig. Mit Xavier, auch wenn er ein kaltblütiger Mörder ist, hatte ich in den Rückblenden auf seine Kindheit und Jugend Mitgefühl - wenn ihm auch eine etwas schablonenhafte Biografie mitgegeben wurde.

    Zwischen den hochspannenden Szenen erhält der Leser wichtige, nicht unwesentliche Informationen für den Fortlauf der Handlung.

    Ein paar Logikbrüche, die zwar insgesamt keine größere Auswirkung auf das Ende haben, mir aber aufgefallen sind. Etwa, warum wartet Mary so lange auf Bens Rückkehr? Warum hat sie seine Vorgesetzten nicht schon viel früher darauf hingewiesen, dass etwas nicht stimmt? Oder, nachdem Xavier von den Militärs gefoltert wurde, wie kann er mit dicken Verbänden an beiden Händen und vermutlich unter Schmerzen mit Höchstgeschwindigkeit über eine Autobahn jagen?

    Vom Ende war ich nicht ganz überzeugt, ich hätte einen anderen Abschluss gewählt. Aber an "Happy Ends" scheiden sich ohnehin die Geister, entweder man mag sie, oder hasst sie.

    Ein solider Roman, der die Charaktermerkmale einer Dystopie vertritt - auch mit einer Portion Gesellschaftskritik und Anregung zum Nachdenken über sein eigenes Engagement.
  23. Cover des Buches Schlangenfutter (ISBN: 9783941404793)
    Miriam Pharo

    Schlangenfutter

     (25)
    Aktuelle Rezension von: AutorinMonaFrick
    Spannender Krimi in der Zukunft im noch erkennbaren aber ziemlich grusligen Hamburg. Durch die Schilderung wurde die Stadt und die Umgebung sehr gut dargestellt, auch die Zukunftselemente und die Sprache waren für mich plausibel. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, wenn ich manchmal auch grob überlesen habe, wenn es m mir zu gruslig wurde, aber das mache ich in anderen Krimis auch ... Die Infobox finde ich gut, aber von der Schrift her waren sie auf dem Kindle nur sehr schwer zu lesen. Fazit: Sehr empfehlenswert. Und das Ermittlerduo mochte ich auch.
  24. Cover des Buches Das Ikarus-Gen (ISBN: 9783404158249)
    James Patterson

    Das Ikarus-Gen

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Dubhe
    Eine recht interessante Idee, die der Autor da aufgreift! Auf jeden Fall ein recht spannendes Buch mit relativ sympathischen Protagonisten und einem guten Stil. Was verlangt man mehr von einem Buch?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks