Bücher mit dem Tag "zwangsarbeit"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zwangsarbeit" gekennzeichnet haben.

88 Bücher

  1. Cover des Buches Starters (ISBN: 9783492269322)
    Lissa Price

    Starters

     (1.263)
    Aktuelle Rezension von: dorothea84

    Was für einen Start, da muss man ja weiterhören, so viele Fragen, so vieles was man noch wissen will. Spannend verfolgt man Callie bei ihrer Suche. Kann Sie herausfinden, was die Wahrheit ist? Callie lernen wir als Jugendliche kenne, die durch die Flucht und die Sorgen durch ihren Bruder, zu schnell erwachsenen wurde. Es wechselt hier immer wieder zwischen den beiden "Reife" hin und her. Manchmal merkt man den Teenie und dann kommt wieder das Erwachsene heraus. Die Geschichte ist nicht nur spannend und faszinierend. Sie zeigt auch, was einem die Zukunft bringen kann, obwohl das Buch schon etwas älter ist. Muss ich an die aktuelle Lage denken und finde so manche parallel? Unbewusst, aber doch sind ein paar da. Der Konflikt zwischen Alt und Jung, wird hier sehr gut gezeigt. Das hier eine komplette Generation fehlt, macht es auch nicht gerade leichter. Ein paar Szenen kamen mir total bekannt vor. Aber es Fiktion und deshalb genieße ich die Spannung, die Action und kann mich um so mehr in die Gefühle von Callie hineinversetzten, bis zu einem gewissen Punkt. Man glaubt es ist vorbei und doch zeigt uns das Ende von Band 1, dass wir noch an der Oberfläche gekratzt haben. Ich bin gespannt, was mich in Band 2 erwartet.

  2. Cover des Buches Unbarmherzig (ISBN: 9783548290973)
    Inge Löhnig

    Unbarmherzig

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Wer die Tino Dühnfort Reihe von Inge Löhnig kennt, der kennt auch Gina Angelucci. Sie ermittelte mit Tino zusammen, dann wurden sie ein Paar und Eltern. Jetzt leitet sie die Abteilung für Cold-Cases der Münchner Kripo und hat ihre eigene Reihe…ja auch im deutschen Krimi gibt es Spin-Offs. 

    Unbarmherzig ist der zweite Fall für Gina, die frisch aus der Elternzeit zurück sich um einen Fall in Altbruck kümmern muss. Dort werden in einer Kiesgrube zwei Leichen gefunden, die schon mehrere Jahrzehnte vergraben waren. Eine davon stammt aus dem Baltikum, doch die Intensität bleibt ein Rätsel. Waren es zwei Zwangsarbeiter, die in der ehemaligen Munitionsfabrik dort gearbeitet haben? 

    Gina möchte den Mörder finden und durch die Klärung der Identität für eine, wenn auch späte Totenruhe sorgen. Doch ich allen in Altbruck gefallen die Ermittlungen und vielen Fragen nach der Vergangenheit….


    Fazit: Wie auch schon in der Reihe um Tino Dühnfort, erzählt Inge Löhnig auch in dieser Reihe in einen ruhigen und gelassenen Ton. Eher wie ein friedliches Plätschern baut sich Kapitel für Kapitel Spannung auf. Stück für Stück deckt Gina Angelucci den alten Fall auf und bastelt die einzelnen Teile zusammen. 

    Eingeschobene Rückblicke nehmen die Leser immer wieder mit ins Jahr 1944 und lassen so die Zusammenhänge besser verstehen und sorgen gleichzeitig für Spannung wegen falscher Fährten und überraschender    Wendungen.


    Die Charaktere sind sympathisch und auch in ihrem Handeln authentisch. Wer Gina mag, wird auch die Reihe um Tino Dühnfort mögen. 


    Ich hätte diesen Spinn-Off generell nicht gebraucht, für mich kann auch ein Paar weiter ermitteln…egal, für Unbarmherzig gibt es 


    4 STERNE.

  3. Cover des Buches Unter der Drachenwand (ISBN: 9783446258129)
    Arno Geiger

    Unter der Drachenwand

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Stephanus

    Mondsee in Österreich 1944. Nach mehr als vier Jahren Krieg treffen am Mondsee, der bislang vom Krieg verschont wurde, der traumatisierte Soldat Veit, die Lehrerin Margot, die mit ihrer Klasse aus Wien verschickt wurde und Margot mit ihrem Baby aufeinander. Es entwickelt sich das Leben in einer Idylle, die scheinbar vom Krieg verschont wurde. Nach und nach kommt aber immer mehr der Krieg ins Leben der Menschen und die Hoffnung auf ein siegreiches Ende des Krieges sind längst verflogen. Als Veit und Margot zusammenkommen und Veit jeden Tag fürchten muss wieder an die Front geschickt zu werden, bekommt das Idyll starke Risse und die Sehnsucht nach einem Leben ohne Krieg wird immer stärker. Diese Sehnsucht verzehrt die Menschen und die Hoffnungslosigkeit breitet sich aus.

    Dem Autor gelingt mit einer tollen Sprache und großer Stilistik ein wundervolles Buch über drei Menschen, die zerrissen sind vom Krieg und dessen Folgen, das vermeintliche Glück gefunden zu haben in einem kleinen Idyll, aber vom großen Krieg wieder eingeholt werden. Die Sehnsucht nach einem normalen Leben wird exzellent eingefangen und auch die Hoffnungslosigkeit des Krieges gelingt als Darstellung. Ein aufrüttelndes Buch, das mich überzeugt hat und daher eine klare Empfehlung.

  4. Cover des Buches Stadt der Diebe (ISBN: 9783453407152)
    David Benioff

    Stadt der Diebe

     (619)
    Aktuelle Rezension von: iGirl

    Lew und Kolja sind nicht einfach so Freunde, nein, die Freundschaft entsteht heraus aus der Angst vor ihrer eigenen Hinrichtung. Der Plünderer Lew und der Deserteur Kolja erhalten die Chance zu überleben, wenn sie dem Chef des Geheimdienstes eine schier unmögliche Aufgabe erfüllen: 1942, mitten im belagerten Leningrad, das von Hunger und Tod gebeutelt ist, sollen sie ihm ein Dutzend Eier für die Hochzeitsfeier seiner Tochter auftreiben. Lew ist kein Kämpfer, sondern eher intellektuell geprägt, wohingegen Kolja mit seiner soldatischer Vergangenheit, hinter jedem Mädchenrock her und ein wahrhaft unerschrockenes Organisationstalent ist. Die Aussicht auf das Überleben schweißt die beiden jungen Männer zusammen und sie gehen auf ihre schier unlösbare, grausame Mission.

    Fast unmöglich scheint es, dass, neben all dem kriegsbedingten Irrsinn, den Grausamkeiten, dem ständigen Hunger und der Hoffnungslosigkeit, Raum bleibt für Ironie und Komik. Und doch gelingt es dem Autor, David Benioff, eine bildgewaltige, lebendige Geschichte, aus der Ich-Perspektive Lews, zu erzählen, die von witzigen Dialogen durchzogen ist. An vielen Stellen schien es mir, als Lesende, fast rücksichtslos, anhand des allgegenwärtigen Grauens zu lachen - und doch macht der subtile Humor den Horror und die Exzesse des Krieges erträglich und es gelingt die Hoffnung auf ein gutes Ende aufrecht zu erhalten, was wahrlich nicht leicht gemacht wird. Geschildert anhand von winzigen Ereignissen schwebt über allem die Basis des Menschseins: die Menschlichkeit, die Freundschaft, die Gemeinsamkeit, die Hilfsbereitschaft und auch ein wenig die Liebe. Und dennoch bleibt es uns, als Lesende, nicht erspart, verfolgt von Angst, gemeinsam mit den Protagonisten, durch diese rasende Geschichte gejagt zu werden. Zeit zum Verharren, Verschnaufen bleibt nicht.

    Mein Fazit: Ich hätte etwas verpasst, wenn ich dieses rastlose Buch nicht gelesen hätte!

  5. Cover des Buches Dunkelblum (ISBN: 9783462047905)
    Eva Menasse

    Dunkelblum

     (37)
    Aktuelle Rezension von: secretworldofbooks

    Jeder Ort hat seine Vergangenheit. Man redet darüber, man schweigt sich aus. Manch eine Gemeinde handelt. Aber vor allem geht es um die Bürger, was sie daraus machen. Dies alles begegnet uns in Eva Menasses Dunkelblum. Dabei spricht sie mehr als ein schwieriges Thema an. Manch Leser mag da an seine Grenzen stoßen. 

    Mir hat der Roman von Anfang an gefallen und mit dem eher ungewöhnlichen Schreibstil kam ich gut zurecht. 

  6. Cover des Buches Atemschaukel (ISBN: 9783596512034)
    Herta Müller

    Atemschaukel

     (262)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Eindringlich, wortgewaltig und unprätentiös schildert Herta Müller die Geschichte eines Rumäniendeutschen und dessen Schicksal in einem russischen Gefangenenlager nach dem zweiten Weltkrieg. Die Erzählung lehnt sich an die eigenen Erfahrungen von Oskar Pastior, einem Lyriker und Übersetzter aus Siebenbürgen.


    Der Alltag in den Arbeitslagern ist von Mangel, Entbehrung und Grausamkeit durchsetzt. Trotzdem findet die Autorin eine Sprache, die weder anklagend noch schuldzuweisend ist, sondern sachlich und mit grosser Intensität das Los und die ganze Hoffnungslosigkeit dieser Menschen beschreibt. Dieses verdaut man als Leser nur stückweise und die unmenschlichen Zustände lassen einem sprachlos zurück.


    Eine beklemmende Lektüre einer grossen Schriftstellerin. Herta Müller wurde 2009 der Literaturnobelpreis verliehen.

  7. Cover des Buches Nachtauge (ISBN: 9783453437760)
    Titus Müller

    Nachtauge

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Doscho

    Unter dem Codenamen „Nachtauge“ versucht eine deutsche Spionin, Meldung an die Briten zu machen. Dies muss im Deutschland des Zeiten Weltkriegs verhindert werden.

     

    Vor dem Hintergrund des Angriffs auf die Möhnetalsperre im Jahr 1943 erzählt „Nachtauge“ von der Jagd auf eine deutsche Agentin, die gegen die Briten arbeitet. Dies wird spannend und sehr detailliert erzählt, so dass der Roman stellenweise eher ein Krimi, als ein historischer Roman ist.

    Apropos Historie: Natürlich darf hier nicht vergessen werden, dass Titus Müllers Roman während des Zweiten Weltkrieges spielt. Auch wenn ich mich bei historischen Romanen eher für die frühere Geschichte interessiere, war ich dennoch fasziniert und zugleich erschreckt von der Absurdität und der widersprüchlichen Doppelmoral des Dritten Reiches, die man entweder nicht bemerken konnte oder wollte.

    Zentral ist hier aber, wie so oft bei Müllers Romanen, eine Liebesgeschichte vor historischem Spannungsfeld. Hier ist es die Liebe eines deutschen Lagerarbeiters zu einer ukrainischen Zwangsarbeiterin, die allen Spannungen und Widerständen zum Trotz sich ihren Weg bahnt und jeden Lesenden mitleiden lässt.

     

    So gelingt Titus Müller mit „Nachtauge“ trotz der schweren Thematik ein lesenswerter Roman, der nicht nur für diejenigen, die gerne Romane über den Zweiten Weltkrieg lesen, interessant sein dürfte.

  8. Cover des Buches Die Brücken der Freiheit (ISBN: 9783404172313)
    Ken Follett

    Die Brücken der Freiheit

     (523)
    Aktuelle Rezension von: SotsiaalneKeskkond

    Schottland im 18. Jahrhundert: Mack, ein junger Mann, arbeitet seit seinem siebten Lebensjahr in der Kohlegrube der Familie Jamisson. Schon bei der Taufe werden die kleinen Kinder den Besitzern der Zeche versprochen. Die meisten der Grubenarbeiterinnen und Grubenarbeiter fügen sich einfach ihrem harten Schicksal, doch Mack strebt nach Freiheit. Er beschließt wegzulaufen und kommt nach London. Dort findet er einen neuen Job, doch auch hier erlangt er nicht die Freiheit, die er sich erhoffte. Als er versucht, gegen sein Schicksal anzukämpfen und der Armut in den Straßen Londons zu entfliehen, wird er als Aufrührer verhaftet und zum Tode verurteilt. Nur das beherzte eingreifen von Lizzie Hallim, einer jungen Adeligen, mit der er bereits als Kind gespielt hatte, konnte ihn vorm Galgen retten. Stattdessen wurde er zu sieben Jahren Zwangsarbeit in den britischen Kolonien verurteilt. Die Freiheit schien in ungreifbare Ferne gerückt sein. Doch auch Lizzie, die seit jeher auf ein Leben in Selbstbestimmung hofft, wird in eine unglückliche Ehe mit Jay Jamisson gedrängt. 

    Der Schreibstil ist, wie nicht anders von Ken Follett zu erwarten, leicht und flüssig zu lesen gewesen. Auch an Spannung mangelt es das ganze Buch über nicht und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere waren sehr sympathisch, gut beschrieben, vielseitig und durchaus authentisch. So hatte Mack beispielsweise einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, einen Drang auf Selbstbestimmung, ist wiederum aber auch beherrscht, überlegt und durchaus dazu in der Tat, sein eigenes Verhalten und seine taten zu reflektieren. Begeistern konnte mich Ken Follett auch mit seiner hervorragenden Recherchearbeit. Das Leben der Kohlearbeiter, die Arbeit in der Zeche, das Leben und die Armut in den Straßen Londons und das Schicksal der Zwangsarbeiter, die in die Kolonien verschickt wurden, wurden sehr interessant beschrieben. Mitgenommen hat mich, wie die kapitalistischen geldgierigen Unternehmer immer weiter die Bevölkerung ausbeuten und dabei sogar noch von der Regierung unterstützt werden. Leider muss man sagen, dass es heutzutage in vielen Teilen der Welt nicht anders zugeht. 

    Schlussendlich ist der Roman sehr gut und spannend zu lesen. Er bietet einen interessanten Einblick in das Leben im britischen Königreich im 18. Jahrhundert. Ich kann das Buch wirklich uneingeschränkt allen weiterempfehlen, die gerne historische Romane lesen. 

  9. Cover des Buches Schindlers Liste (ISBN: 9783570300046)
    Thomas Keneally

    Schindlers Liste

     (276)
    Aktuelle Rezension von: CarinaElena

    Es gibt schon so viele Rezensionen, da weiß ich gar nicht was ich noch neues schreiben soll was man noch nicht gelesen hat. Habe zuerst das Buch gelesen und dann den Film geschaut und beides hat mich so erschüttert. Finde es auch sehr schwer ein solches Werk zu kritisieren (egal ob positiv oder negativ), daher werde ich mich da kurz halten. Für mich sollte dieses Buch auch als Schullektüre eingeführt werden, sodass die Geschichte niemals in Vergessenheit gerät.

    Der Autor führte viele Gespräche mit Weggefährten und Fachleuten und vermeidet es, Lücken mit erfundenen Informationen zu füllen. Man lernt Oskar Schindler kennen, einen Mann den man so schnell nicht vergessen wird.

    Ich kann jedem, der sich für das Thema Holocaust interessiert, nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Auch der Film ist ein Meisterwerk für sich, aber das Buch sollte man dadurch nicht unbeachtet lassen. Wunderbar, ergreifend und  erschreckend mit jedem Wort, das auf den Seiten steht. Alleine dieses Buch sollte uns zeigen, dass so etwas nie wieder passieren darf! Und gleichzeitig zeigt es auch, wie wahr der hebräische Spruch ist, welcher einige Male im Buch Erwähnung findet:

    "Wer auch nur ein einziges Leben rettet, der rettet die ganze Welt."

  10. Cover des Buches Der Chinese (ISBN: 9783552054363)
    Henning Mankell

    Der Chinese

     (329)
    Aktuelle Rezension von: fransen

    Wenn ich ein Buch anfange zu lesen, dann beende ich es auch. Meinen Vorsatz hätte ich bei diesem Buch fast gebrochen.

    Das Buch ist unterteit in mehrere Teile.

    Zunächst wird ein unbeschreibliches Verbrechen in einem kleinen Dorf im Norden Schwedens entdeckt. Die ermittelnden Polizeibeamten waren mir dabei bereits recht unsympathisch und emotionslos mit belangenlosen Dialogen, gleichzeitig lernt man die Hauptprotagonistin Birgitta kennen, die überarbeitete Richterin ist und herausfindet, dass ihre Mutter das Adoptivkind einer der ermordeten Familien im Norden Schwedens war.

    Im zweiten Teil wird über drei Chinesische Brüder berichtet, die zur Zeit des Eisenbahnbaus in Amerika unter brutalen Umständen dorthin verschleppt werden. Man erfährt einiges über die Umstände und Verknüpfungen in die Gegenwart werden eingestreut. Diesen Teil fand ich lesenswert und durchaus interessant.

    Anschließend ist man wieder bei der Richterin, die nun selbst aktiv recherchiert. Immer wieder finden Exkursionen in ihre kommunistische Vergangenheit statt. Dann reist sie selbst nach Peking. Es findet eine Art Katz und Maus Spiel  mit den Nachkommen der im zweiten Teil vorgestellten Brüder statt. Insgesamt sollte man hier sehr an chinesischer Geschichte und aktuelleren politischen Geschehnissen interessiert sein, da es viele ausschweifende Exkurse gibt.

    Zum Ende wird nochmals ein kurzer Spannungsbogen aufgebaut, dann endet das Buch. Da nehme ich jetzt nichts vorweg, denn es gibt sicher jemanden, der es gerne ohne Spoiler lesen möchte.

    Für mich persönlich war es zu viel "Geschichtsstunde" und leider durch mir unsympathische Protagonisten und eine fehlende Spannung auch dadurch nicht aufzufangen.


  11. Cover des Buches Die Rosenzüchterin (ISBN: 9783734109003)
    Charlotte Link

    Die Rosenzüchterin

     (411)
    Aktuelle Rezension von: eriS

    Franca leidet unter psychischen Problemen und Angstzuständen. Ohne ihre Tabletten geht sie nirgends hin. Im Auftrag ihres Mannes fliegt sie nach Guernsey und erleidet da eine nächste Panikattacke nachdem kein Hotelzimmer mehr verfügbar ist. Alan läuft ihr in diesem erbärmlichen Zustand über den Weg und nimmt sie mit zu seiner Mutter Beatrice. Hier findet sie für ein paar Tage Unterschlupf. Der Abstand von zu Hause und ihrem gewohnten Umfeld, dass sie immer mehr runterzieht, tut ihr sehr gut und sie fühlt sich richtig frei. Während ihres Aufenthaltes freundet sich sich mit der Hauptprotagonistinnen Beatrice und Helene an und erfährt deren Geschichte.

    Beatrice ist auf der Insel aufgewachsen und ging bei einem Fluchtversuch ihrer Eltern im Getümmel verloren. Sie ist nun ganz alleine auf der von deutschen besetzten Insel. Erich Feldmann, Mitglied der deutschen Wehrmacht und seine Frau ziehen ins Elternhaus von Beatrice ein und ziehen sie wie ihre eigene Tochter auf. Hier nimmt die gemeinsame Geschichte von Beatrice und Helene ihren Lauf.

    Beatrice erzählt in 'Die Rosenzüchterin' Franca ihre Lebensgeschichte und versucht ihr aus ihrem "Schneckenhaus" zu finden. Leider geraten gegen Schluss beide in eine unschöne Geschichte und das fröhliche Miteinander wird durchgeschüttelt.

    Das Buch ist in zwei Zeitstränge aufgeteilt. Während Beatrice ihre Geschichte erzählt, wird ein Rückblick in die entsprechende Zeitspanne gemacht. Dadurch kann die Geschichte noch viel intensiver erlebt werden. Aus meiner Sicht handelt es sich erst bei den letzten ca. 200 Seiten um einen Kriminalroman, davor gleicht es eher einem historischen Roman, wo der Leser einiges über die Besetzung der Insel zu Kriegszeiten erfährt.

  12. Cover des Buches Das Kindermädchen (ISBN: 9783442475452)
    Elisabeth Herrmann

    Das Kindermädchen

     (166)
    Aktuelle Rezension von: Lillianne

    Zum Buch :: Rückentext

    Joachim Vernau ist ganz oben in der Berliner Gesellschaft angekommen. Er steht kurz davor, in die wohlhabende und einflussreiche Familie der von Zernikow einzuheiraten, nicht ahnend, dass ihre Ehrbarkeit nicht viel mehr als Fassade ist. Als eine ukrainische  Frau auftaucht und behauptet, die von Zernikows haben im Zweiten Weltkrieg eine Zwangsarbeiterin beschäfigt, lässt das Fmilienoberhaupt sie kurzerhand rauswerfen - nur wenig später wird sie tot aus dem Landwehrkanal gefischt. Vernau beginnt, unangenehme Fragen  zu stellen und kommt nicht nur der Identität der Frau, sondern auch dem lukrativen Geschäft mit enteigneter Kunst auf die Spur. ... 

    Mein Kommentar:

    Wow, das war ein Krimi! Zum Schluss ging es dann doch noch etwas hektisch zu, so als ob die Autorin auf die Seitenzahl achtete. Viele Themen wurden aufgegriffen wie die verschleppten Ukrainerinnen, die in Deutschland als Zwangsarbeiterinnen ausgebeutet wurden und auch als Kindermädchen bei hochrangigen Nationalsozialisten arbeiten mussten sowie  von beschlagnahmten Kunstwerken oder auch Restitutionsansprüche der Jewish Claim. 

    »Mach' die Welt, wie sie dir gefällt« - so scheint  sich die Freifrau über die Jahrzehnte ihr Leben schöngeredet und das verdrängt hat, das ihren Sohn prägte: [S. 382] »Utz schwieg. Ich hoffte, dass er eines Tages Mitleid empfinden konnte mit dem verführten und manipulierten Kind, das er gewesen war. So vieles   war verborgen unter dicken Schichten des Schweigens. Er hatte gelebt und geliebt, aber immer mit halber Kraft, gebremst von etwas Unausgesprochenem, das ihn ungewollt zum Täter gemacht hatte. Die bitterste Erkenntnis aber kam jetzt erst hinzu: Das Gefühl,  auch eines der Opfer zu sein.«

    Ein paar Kleinigkeiten möchte ich allerdings doch erwähnen, weil sie einige Erinnerungen zurücklassen:
    [S. 18] Die Freifrau entfernt als einzige Reaktion auf Musik, die sich nicht hören wollte, ihr Hörgerät. Ich habe mich auf einer Zugfahrt auch dieser Taktik bedient.
    [S. 133] Im Halbschlaf hörte ich, wie irgendwo ein Hund bellte. Ein Auto angelassen wurde. Ein Feuerzeug klickte, und das Licht biss sich sekundenlang hinter meine geschlossenen Lider. <i>Ein Hinweis auf eine Zitatesammlung zu diesem Thema.</i>
    Und dann nach langen Abschnitten, in denen wir Sigruns Wahlkampf mit verfolgen, dann auf
    [S. 224] Die Umfragewerte sind katastrophal. Wir haben auch Wahlen im September 2021, der Wahlkampf hat angefangen, die Plakate hängen an den Masten. Der Spruch passt heute auch auf einige Parteien.
    [S. 384] Ich starrte auf den Kachelofen, eine wunderschöne Jugendstilarbeit aus Velten. Auf Pferdewagen nach Berlin gebracht, als der Bauboom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts dem kleinen Ort hinter der nördlichen Stadtgrenze eine kurze Blütezeit bescherte. Velten und das Kachelofenmuseum wird eines meiner nächsten Ausflugsziele sein.

    Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Bände. Offensichtlich ist der Autorin die Verknüpfung geschichtlicher Fakten, eingebettet in einen Fall, mit dem Rechtsanwalt Joachim Vernau befasst ist, wichtig. Auch für mich hochspannend zu lesen.

  13. Cover des Buches Auferstehung (ISBN: 9783423146555)
    Leo N. Tolstoi

    Auferstehung

     (15)
    Aktuelle Rezension von: Shannon
    Um "Die Auferstehung" habe ich lange einen Bogen gemacht. Es gibt Schriftsteller in meinem Leben von denen ich immer noch ungelesene Bücher haben will - Tolstoi ist einer von ihnen. Er ist ein Meister. Ich könnte mich wochenlang in seinen Büchern verlieren.
    Nun gilt dieses Buch als schwierig. Nach der Lektüre liegt für mich auf der Hand wieso.
    Tolstoi setzt sich hier sehr lange und detailliert mit dem Thema Moral, Schuld, Sühne, Strafe und dem gesamten Justizsystem in seinem Land zu seiner Zeit auseinander. Das kann ermüdend sein, erlaubt aber auch Einblicke, die schockierend, mitleiderregend und aufrüttelnd sind.
    Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt. Reicher Adliger verführt junges Mündel seiner Tanten um sie anschließend fallen zu lassen. Das Mädchen ist schwanger und verliert das Kind, nicht aber das Stigma, das durch den Vorfall entstanden ist. Sie versucht einige Male Anschluss an die "anständige" Welt zu finden, scheitert aber immer an den Zudringlichkeiten der Männer bis sie sich diese schließlich zunutze macht und ihren Lebensunterhalt als Dirne verdient.
    Jahre später sitzt der Adlige als Geschworener eines Mordprozesses vor Gericht, erkennt in der Angeklagten die Gefallene und in sich die Ursache für ihren Fall. Nun findet eine moralische Wandlung statt. Unfähig die Mühlen der Justiz zugunsten der Angeklagten mahlen zu lassen, begleitet er die letztendlich Verurteilte auf ihrem Weg zur Zwangsarbeit in Sibirien.
    Auf diesem Weg schildert Tolstoi die Leiden der Gefangenen. Kurz hatte ich ihn im Verdacht alle Verurteilten und Gefangenen als unschuldig zu erklären, aber er macht doch hin und wieder klar, dass es durchaus zu Recht Verurteilte gibt, weist aber dennoch auf die Verantwortung der Gesellschaft und die Schuld derselbigen beim Verfall ihrer Mitglieder hin.
    Ich meine schon bei dem Werk das fortgeschrittene Alter des Autors herauslesen zu können. Er versucht meiner Meinung nach die im Laufe des Lebens erworbene Moral dem Leser schmackhaft zu machen. Ob ihm das gelingt, ist fraglich.
    Gold wert sind hingegen seine Einblicke in die russische Gesellschaft und die Lebensumstände in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Da beschenkt unsere Hauptfigur großzügig seine Bauern mit Land und die können so gar nichts damit anfangen, im Gegenteil, jammern und bemitleiden sich noch ob des Geschenks. Festgefahrenes lässt sich nicht in kurzer Zeit ändern.
    Auch die politischen Gefangenen bringt Tolstoi uns näher und diesen Aspekt fand ich ob der zukünftigen, aber bereits erahnten Geschehnisse später, doch sehr lesenswert.
    Vier Sterne gibt es von mir für diese stark moralisierende Geschichte, in der sicherlich das mit aller Eindringlichkeit dargebrachte Plädoyer für Russlands Unterschicht die Hauptrolle spielt.
  14. Cover des Buches Ready Player One (ISBN: 9783596706648)
    Ernest Cline

    Ready Player One

     (676)
    Aktuelle Rezension von: P_Gandalf

    Das gibt dieses Mal eine sehr kurze Rezension.

    Klare Leseempfehlung. Spannend, innovativ, überraschend und toll geschrieben. Und gilt auch für alle, die den Film von Steven Spielberg bereits gesehen haben. Der Rahmen ist der gleiche, aber vieles ist ganz anders.

    Klare Pluspunkte:

    • das Geschäftsmodell der OASIS Betreiber wird deutlich
    • das Buch setzt sich intensiver mit der Cline Version des Jahres 2045 auseinander (weniger Popcorn Kino mehr Tiefgang).
  15. Cover des Buches Die Töchter der Sturminsel: Roman (ISBN: B08F24WN8N)
    Judith Nicolai

    Die Töchter der Sturminsel: Roman

     (28)
    Aktuelle Rezension von: busdriver

    "Die Töchter der Sturminsel" ist ein berührender, trauriger Roman, der seine Leser auf die englische Kanalinsel Guernsey führt. 

    Die deutschen Besatzer werden 1942 in privaten Haushalten der Inselbewohner untergebracht. Da die meisten von ihnen nach England geflohen sind, deportiert oder verhaftet wurden, leben nur noch wenige Einheimische dort. 

    Nicht alle Deutschen sind überzeugte Nazis, so wie Florian, der Sanitäter. Er verliebt sich in Alice, die Hofbesitzerin. Hat ihre Liebe eine Chance?

    Und dann ist da noch Friedericke, die Frau des Wehrmachtsoffiziers, die sich mit Henry Durant anfreundet. Sie fühlt sich einsam auf der Insel und wendet sich dem jungen Mann zu. Der hat aber ganz andere Pläne...

    Was wäre, wenn diese Menschen in Friedenszeiten aufeinander getroffen wären? Welche Freundschaften wären entstanden! Diese Geschichte beweist wieder einmal, dass sich Liebe ihren Weg sucht, trotz aller Widrigkeiten.

    Die Autorin hat diese zwei Liebesgeschichten perfekt verwoben mit dem historischen Hintergrund, den Schrecken des Krieges und die Hoffnungslosigkeit der Menschen. Man fühlt mit den Figuren und hofft, dass alles bald ein Ende hat. Spannend und einfühlsam erzählt, ist dieses Buch ein wahrer Lesegenuß!



  16. Cover des Buches Roter Zar (ISBN: 9783426510490)
    Sam Eastland

    Roter Zar

     (45)
    Aktuelle Rezension von: PMelittaM

    1929: Pekkala war das Smaragdauge des Zaren, sein besonderer Ermittler. Nach Jahren im Gulag in Sibirien, bittet man ihn schließlich den Tod der Zarenfamilie zu untersuchen, und stellt ihm im Zuge dessen seine Freiheit in Aussicht.

    „Roter Zar“ ist der erste Band einer Reihe und bereits 2010 entstanden. Mir hat die Erzählweise gut gefallen, abwechselnd erfährt man das aktuelle Geschehen bzw. Pekkalas Erinnerungen aus der Zeit vorher, wir erfahren so, wie er das Smaragdauge des Zaren wurde, und schließlich im Gulag landete. Pekkala ist ein interessanter Charakter, den man gut kennenlernt. Er versucht sein bestes zu geben, hat aber auch Schwächen. Ich bin gespannt, wie er sich im Laufe der weiteren Bände entwickeln wird.

    Es gibt zwei weitere wichtige Charaktere, die Pekkala bei seinen Ermittlungen zur Seite stehen, einer ist recht zwielichtig, und stammt aus Pekkala Vergangenheit, der andere ist ein junger Mann, der eigentlich Küchenchef werden wollte, nun aber Kommissar ist. Wahrscheinlich wird einer der beiden zukünftig weiter eine Rolle spielen, auch hier bin ich gespannt.

    Natürlich weiß man heute, was mit den Romanows passiert ist, im Anhang finden sich dazu auch Anmerkungen des Autors. Trotzdem ist es interessant, den Ermittlungen zu folgen, die nicht ganz den historischen Verlauf wiedergeben. Man erfährt auch ein bisschen darüber, wie man im bolschewikischen Russland lebt, und auch Stalin tritt auf. Der Fall hat einige überraschende Wendungen, ganz zufrieden bin ich mit der Auflösung nicht, ich frage mich, warum Pekkala das mit seinen Erfahrungen und Fähigkeiten nicht früher erkannt hat – aber, wenn man bedenkt, was er alles erlebt hat, ist es auch nicht ganz unwahrscheinlich. Es fehlt vielleicht ein bisschen an Spannung, aber die habe ich hier auch gar nicht gebraucht, viel interessanter waren die einzelnen Entwicklungen, die Menschen und Hintergründe.

    Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn er ein bisschen die Geschichte beugt, wenn man aber die vielen Gerüchte rund um das, was mit den Romanows geschah, kennt, hätte es immerhin so sein können. Pekkala ist eine interessante Figur, ich freue mich darauf, ihn in weiteren Romanen wiederzutreffen. Von mir gibt es 4 Sterne, da mir die Auflösung nicht ganz logisch erscheint, insgesamt ist der Roman aber lesenswert.

  17. Cover des Buches Sie kam aus Mariupol (ISBN: 9783499290657)
    Natascha Wodin

    Sie kam aus Mariupol

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Mogul

    In diesem Buch rekonstruiert die Autorin das Leben ihrer Mutter, die sich 1956 das Leben nimmt. Es ist die erschütternde Geschichte einer Frau, die in den Wirren der russischen Revolution im ukrainischen Mariupol 1920 als zweites Kind einer ehemals wohlhabenden, aber unterdessen enteigneten Familie zur Welt kommt. Die totale Verarmung und Entwurzelung der Familie ist bereits im vollen Gang. Gewalt, Krieg und Hunger gehören von Anfang an zum Alltag des kleinen Mädchens. In dieser Welt gibt es keine Sicherheit und Geborgenheit. Über all die Jahre bis  zur der deutschen Besatzung der Ukraine und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gibt es für die junge Frau nur wenige Momente der Ruhe und Sicherheit. Mit der Besatzung folgt der Naziapparat auf die Gefahr der stalinistischen Diktatur. Die Deportation nach Deutschland in die Arbeitslager beginnt. Der schreckliche Alltag der als Untermenschen behandelten Ukrainer in den Lagern und Fabriken wird an Hand des Beispiels dieser Frau geschildert. Das Ende des Krieges und die Geburt der ersten Tochter - der Autorin - verbessern die Lebenssituation nur geringfügig. Während das sogenannte deutsche Wirtschaftswunder langsam Fahrt aufnimmt, zerbricht die Frau und Familie vollends an ihrem Schicksal als Kriegsflüchtlinge.

    Soweit eine kurze Zusammenfassung des Buches, welches ein wirklich zutiefst verstörendes Schicksal einer völlig unschuldigen Frau in den Wirren des 20. Jahrhunderts rekonstruiert. Es ist wichtig, dass gegen das Vergessen angeschrieben, gerade auch wenn man sich die aktuellen Flüchtlingsströme ins Gedächtnis ruft. Das alleine macht noch kein gutes Buch aus, aber wie diese Geschichte erzählt und einem die Menschen hinter den Schicksalen näher gebracht werden umso mehr. Natascha Wodin gibt dem Schrecken ein Gesicht, indem sie sich langsam an das Leben ihrer Mutter herantastet. Es handelt sich nicht um einen klassischer Roman, sondern - vor allem in den ersten Teilen des Buches - um die Beschreibung der dokumentarische Rekonstruktion eines vergessenen Lebens, welches exemplarisch für viele Menschen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts stehen kann. Als Leser wird man langsam an diese Frau in ihrer Zeit herangeführt. Und ohne dass man es richtig merkt, wird aus dem Dokumentarischen ein sehr emotional aufgeladener Roman, der einen fesselt und nicht mehr loslässt. Ziemlich schonungslos wird dem Leser auf eine sehr geschickte und gelungene Art eine Geschichte näher gebracht, die man so gar nicht erzählen kann, weil sie so schrecklich und abstossend ist. Ich finde es wichtig, dass es solche Bücher gibt, die die Geschichte hinter den kalten Fakten dieser Zeit auf eine zugängliche Art aufarbeiten ohne zu beschönigen. Dieses Buch macht genau das. Ein ausserordentliches Schriftstück. Sicher keine leichte Kost, aber sehr lesenswert. Fazit: LESEN!

  18. Cover des Buches Nackt unter Wölfen (ISBN: 9783351033903)
    Susanne Hantke

    Nackt unter Wölfen

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Babsi123

    " Nackt unter Wölfen " , der DDR Klassiker der auch Pflichtlektüre in den Schulen war. 

    Die Geschichte dreht sich um einen 3 - jährigen Jungen der vor den SS - Schärgen im KZ Buchenwald von Wiederstandskämpfern versteckt wird. Würde er der SS übergeben, wäre es sein sicherer Tod. Dieser Junge ist Stefan Jerzey Zweig, geboren 1941 im Ghetto von Krakau. 

    Trotz aller Widrigkeiten und der Angst der Häftlinge vor dem Tod , verstecken sie den Jungen bei den Typhuskranken und so überlebt er den Krieg  und wird zusammen mit wenigen Überlebenden 1945 befreit. 

    Bekannt wurde S. J. Zweig als der so genannte " 

    Buchenwaldjunge ".


  19. Cover des Buches Sibirisch Rot (ISBN: 9783426513934)
    Sam Eastland

    Sibirisch Rot

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    Sibirisch Rot - Pekkalas dritter Fall

    Kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges muss Pekalla auf Befehl Stalins zurück nach Sibirien, genauer nach Borodok, dem Arbeitslager in welchem er neun Jahre verbracht hatte. Er soll dort den Mord an einem Häftling aufklären, ungewöhnlich, das Stalin das Ende eines Häftlings interessiert - und er muss verdeckt ermitteln, was bedeutet das Pekalla als Häftling in diese Hölle zurückkehrt.

    Aber das ist nicht alles, was sich aus seiner Vergangenheit ans Licht bewegt. Der getötete Gefangene hatte während der Revolution zu den Truppen gehört, welche das Zarengold nach Sibirien in Sicherheit bringen sollten. In den Wirren der Kämpfe geriet ein Großteil des Goldes in die Hände der Roten und die Truppen wurden geschlagen, die Überlebenden landeten in den Gulags.

    Als Pekalla in Borodok eintrifft leben noch drei ehemalige Weißgardisten, noch immer hoffend, ihr ehemaliger Ko0mmandeur kommt sie befreien. Doch dieser ist eigentlich tot, erschossen vor Pekallas Augen, jedoch stellt sich heraus, das es sich dabei um einen Doppelgänger handeltet und der Oberst bereits im Lager versteckt lebt. Und sein Erscheinen gilt weniger der Befreiung seiner Leute als vielmehr jenem Teil das Zarengoldes, welchen er retten konnte und auf der Flucht versteckt hat.

    Ein von Anfang bis Ende spannendes Buch, die Erzählung ist durchsetzt von Rückblenden in die Zeiten vor und während der Revolution. Geschichtlich gut recherchiert bietet Sam Eastland einen interessanten Überblick der Ereignisse in Sibirien zwischen 1918 und 1920, insbesondere zum Zug der tschechoslowakischen Legion, eine heutzutage weithin unbekannte Partei in dem Spiel um die Macht.

    Für mich der bislang beste Pekalla - vorbehaltlos zu empfehlen. 

  20. Cover des Buches Der Archipel GULAG (ISBN: 9783596184231)
    Alexander Solschenizyn

    Der Archipel GULAG

     (50)
    Aktuelle Rezension von: DrGordon
    Das Buch zum Thema sowjetisch-russischer Terror und kommunistischer Diktatur. Trotzdem der Autor gut beschreibt, das die Gulags bereits zur Kaiserzeit existiert haben. Egal mit wem ich über das Thema Vertreibung, Verbannung des sowjetischen Kommmunismus rede, empfehle ich Solschenizyn zu lesen. Als ein Art Grundlagenwerk Wenn ich Archipel Gulag gelesen habe, kann ich andere Bücher und Autoren (z.B. Herta Müller oder der chinesische Nobelpreisträger Gao Xingjian) besser verstehen und einordnen. Das Buch lässt niemanden kalt. Resumée: Absolut empfehlenswert und lesenswert.
  21. Cover des Buches Twelve Years a Slave (ISBN: 9780143106708)
    Solomon Northup

    Twelve Years a Slave

     (34)
    Aktuelle Rezension von: abookslife

    Ist euch eigentlich bewusst, in was für einer Freiheit wir Leben? Ich meine, wir entscheiden und handeln selbst, haben unsere Familie und unsere Liebsten bei uns, wir leben nach unserer eigenen Devise und haben eine eigene Vorstellung von einem "unbeschwerten Leben", kurz, wie sind FREI. Tatsache ist, dass wir einige Privilegien haben, die wir genießen dürfen, doch sehen aber oft die Dinge im Leben als normal, als selbstverständlich an. Wir schätzen die Zeit mit unserer Familie nicht, schätzen nicht die Geborgenheit, schätzen nicht das Glück, eine Familie zu haben, Menschen in unseren Ängsten Kreisen, die immer bei uns sind...- Aber was wäre, wenn uns auf einmal diese Freiheit genommen werden würde? Wenn uns der Draht zu unserer Familie, der Glaube an ein freies Leben, und unsere Menschgenwürde genommen werden würde? Würde der Mensch nicht irgendwann alles dafür setzten, um genau das alles zurück zu bekommen...??

    Zu diesem Buch möchte ich heute keine typische Rezension verfassen, wie man normalerweise von mir gewohnt ist, dennoch möchte ich über ein paar besondere Details im Buch aber auch Details in der Buchverfilmung schreiben. Die Geschichte von Solomon Northup gehört definitiv zu denen, die jeder einmal gesehen bzw. gelesen haben sollte. Das Buch ist nicht unbedingt wie gewohnt wie ein Roman gegliedert, in dem eine Handlung ggf. aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, vielmehr erinnert der Erzähl- und Schreibstil an ein Tagebuch, welche in der „ICH“ Perspektive geschrieben ist. Natürlich sind das Ereignisse und Erlebnisse die Solomon zu seiner Zeit veröffentlicht hat, auch wenn natürlich die Sprache zur heutigen Zeit angepasst wurde. Dennoch gehen die einzelnen brutalem Ereignisse, die er beschreibt, tief unter die Haut und lassen die Leser mit emotionalen Gedanken zurück. Im Buch sind einige Bilder veröffentlicht worden, die Baumwollplantagen und einige „Sklaven“ und ihre körperlichen Zustände zeigt.

    Ganz große Klasse ist hier auch die Verfilmung nach dem autobiografischen Werk von Solomon Northup. Neben den absolut gelungenen schauspielerischen Leistungen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, schafft es der Film, permanent eine bedrückende und traurige Stimmung zu vermitteln, welche die Ernsthaftigkeit und die traurige Wahrheit dahinter zeigt, wie gierig Menschen nach Macht und Geld sein können, selbst wenn sie dafür über „Leichen“ gehen, andere ausbeuten und ihre Menschenwürde mit den Füßen treten. Im Buch werden einige brutale Szenen sehr bildhaft wiedergegeben, sogar mit Bildern aus der Zeit, dennoch ist es nochmal schlimmer, welche Szenen wir zu sehen bekommen, in denen die „Sklaven“ ausgepeitscht, erniedrigt und teilweise zu Tode gequält werden.

    Wie mein Fazit ausfallen wird, werden sich jetzt einige Leser denken. Selbstverständlich möchte ich hier erwähnen, dass das Buch für mich ein absolutes Highlight ist. In Anbetracht der Tatsache, dass das keine fiktive Geschichte sondern eine wahre Begebenheit ist und auch die Sklaverei und Ausbeutung noch heute in manchen Orten dieser Welt stattfindet, ist es wichtig für mich zu erwähnen, dass ich keineswegs in meiner Bewertung auswerte wie schlimm, traurig oder dramatisch diese Handlung ist, vielmehr möchte ich darauf hinweisen, dass das Werk von Solomon Northup, neben der Sklaverei vielmehr bietet und sehr viele Werte vermittelt, die wir teilweise verlernt bzw. wiedererlernen müssen. Denn unsere Freiheit ist nicht selbstverständlich, so privilegiert wir in einigen Dingen sind, sollten wir nicht vergessen, dass es Menschen gibt, die nicht das gleiche Glück mit uns teilen.

     

  22. Cover des Buches Abby Lynn - Verraten und verfolgt (ISBN: 9783570401705)
    Rainer M. Schröder

    Abby Lynn - Verraten und verfolgt

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Sehr spannend und meiner Meinung nach ist Band 3 das spannendste Buch (bis jetzt).
  23. Cover des Buches Aurora (ISBN: 9783453432093)
    Robert Harris

    Aurora

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein packender Thriller, der in der Nachwendezeit in Rußland spielt und die Atmosphäre zur Zeit Stalins genauso wie zur Zeit in den Neunzigern einfängt: "Fluke" Kelso nimmt als Historiker an einem Geschichtssymposium in Moskau teil, als ihn ein ehemaliger Gulaginsasse und sehr trinkfester (Vorsicht Klischee!!) Zeitzeuge aufsucht und ihm von einem geheimen Tagebuch Stalins erzählt. In dem Zusammenhang wird (ähnlich wie in der aktuellen Graphic novel "The death of Stalin" und deren angeblich grottenschlechter Verfilmung) die Geschichte von Stalins Tod erzählt, die superspannend erzählt wird, und mit dem wißbegierigen Fernsehreporter O`Brian macht Fluke sich schnell auf die Suche, das Geheimnis von Stalins Notizbuch zu ergründen...Eine tolle Schilderung der Stalinzeit und der Boris-Jelzin-Zeit (hicks), die immer noch weit verbreitete Stalin-Verehrung macht einen frösteln.
  24. Cover des Buches Der Ruf der Schwalbe (ISBN: 9783753406657)
    Uta Baumeister

    Der Ruf der Schwalbe

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Evelyn_Ziebuhr

    Im Jahr 1944 wird der Niederländer Klaas de Jong im Hönnetal als Zwangsarbeiter für das geheime Bauprojekt „Schwalbe 1“ eingesetzt. Zusammen mit seinem Freund gelingt ihm die Flucht. Doch irgendwann merkt Klaas, dass er seinen Freund unterwegs verloren hat. Er macht sich alleine weiter auf den Weg Richtung Heimat und trifft unterwegs auf Trudi, bei ihr kann er sich vorerst verstecken. Die beiden nähern sich an, und als es Trudis Familien zu gefährlich wird, Klaas weiterhin versteckt zu halten, schmuggeln sie ihn zur Grenze. Klaas ahnt nicht, welche Folgen sein Aufenthalt in Deutschland bei Trudi hinterlassen haben…

    Im Jahr 2020 erhält Jo de Jong aus dem Nachlass seiner Tante Liz alte Briefe aus Deutschland, die allesamt an seinen Vater von einer Trudi adressiert sind. Zusammen mit seiner betagten Mutter Roosje begibt er sich auf die Reise nach Deutschland, um die Vergangenheit seines Vaters aufzudecken, was ihm in den Kriegsjahren dort widerfahren ist. Sie treffen auf die Heimatforscherin Sybille Kraft, die ihnen ihre Hilfe und Unterstützung bei den Recherchen anbietet. Jedoch gefallen diese Nachforschungen nicht allen Einheimischen, da sie nicht wollen, dass das ein oder andere Geheimnis des Projektes „Schwalbe 1“ an die Öffentlichkeit gerät. Die Lage spitzt sich zu, als Sybille Blum Morddrohungen erhält…..


    Fazit / Meinung:

    Das Buch hat 290 Seiten und ist in 33 Kapitel eingeteilt. Jedes Kapitel hat eine Namensüberschrift mit Datum, so weiß man, wer gerade erzählt und wann. Der Schreibstil flüssig, bewegend und spannend. Es spielt in zwei Zeitebenen. Einmal in der Vergangen im Jahr 1944/45 und dann im Heute im 2020. So erfahren wir aus den Erzählungen von Klaas in der Vergangenheit, wie es ihm ergangen ist.

    Bis dato war mir das Projekt Schwalbe unbekannt. Aber es ist ein wichtiges Stück Geschichte, was nicht in Vergessenheit geraten sollte.

    Von mir gibt‘s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!



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