Bücher mit dem Tag "zwangsheirat"
50 Bücher
- Mary E. Pearson
Der Kuss der Lüge
(1.565)Aktuelle Rezension von: Samira_2006Prinzessin Lia soll einen Prinzen heiraten, den sie noch nie gesehen hat. Doch sie flieht und beginnt ein neues Leben in einer Taverne. Dort begegnet sie Rafe und Kaden – ohne zu wissen, dass einer von ihnen der Prinz ist, den sie heiraten sollte, und der andere geschickt wurde, um sie zu töten.
Lia ist eine starke, mutige und selbstbewusste Protagonistin, die sich nicht einfach ihrem Schicksal ergeben möchte. Besonders spannend fand ich die Beziehung zwischen Lia, Rafe und Kaden, da lange unklar bleibt, wem sie wirklich vertrauen kann.
Die Welt von Morrighan ist wunderschön und geheimnisvoll gestaltet. Königreiche, Intrigen, alte Geschichten und geheimnisvolle Gaben machen die Fantasywelt besonders interessant.
Der Schreibstil von Mary E. Pearson ist flüssig, bildhaft und spannend. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt und durch die vielen Geheimnisse wollte ich immer weiterlesen.
Die Chroniken der Verbliebenen 1-4
Die Chroniken der Hoffnung 1-2 (Leider schon alle gelesen / würde gerne vergessen, dass ich sie bereits kenne, um sie noch einmal lesen zu können.)
Für mich ist „Die Chroniken der Verbliebenen“ definitiv eine Reihe, die noch lange im Gedächtnis bleibt. Ich habe mit Lia mitgefiebert, mitgerätselt und mich immer wieder gefragt, wem sie wirklich vertrauen kann. Eine klare Leseempfehlung für alle, die spannende, emotionale und fesselnde Geschichten lieben!
- Khaled Hosseini
Tausend strahlende Sonnen
(1.279)Aktuelle Rezension von: Primrose24Mariam ist fünfzehn als ihre Mutter stirbt und sie an den deutlich älteren Raschid verheiratet wird. Was auf sie wartet, ist ein Leben voller Misshandlungen. Als Jahre später die Familie von Laila bei einem Bombenangriff ums Leben kommt, wird sie Raschids Zweitfrau. Nachdem die beiden Frauen einander zunächst mit Skepsis und Misstrauen begegnen, wächst doch nach und nach Zusammenhalt, der Hoffnung auf ein besseres Leben birgt.
Ich finde es sehr schwierig dieses Buch zu bewerten und zu schreiben „es hat mir gefallen“. Denn wie kann mir ein Buch gefallen, dass so voller Krieg, Tod, Misshandlung und der Unterdrückung von Frauen ist. Das Lesen dieser Geschichte ist mir wirklich schwergefallen, da ich oft das Gefühl hatte ein Stein liegt auf meiner Brust. Gleichzeitig hat mich die Geschichte oft sehr wütend gemacht. Wie alleingelassen sich diese Frauen in ihrem eigenen Land und ihren eigenen vier Wänden gefühlt haben. Umso schöner, dass sie wenigstens Unterstützung beieinander gefunden haben. Diese Geschichte ist vor allem zu bedrückend, da sich in all der Zeit nichts geändert hat und man beim Lesen weiß, dass die Geschichte nicht gut enden kann, wenn man sich die Zustände in Afghanistan ansieht. Ich leide mit allen Frauen auf dieser Welt, die jeden Tag solchen Grausamkeiten ausgesetzt sind.
- Ali Hazelwood
Bride – Die unergründliche Übernatürlichkeit der Liebe
(712)Aktuelle Rezension von: shinyJulieVampirin Misery muss den Werwolf Lowe heiraten, um den Frieden zwischen den beiden Völkern sicherzustellen, obwohl sie schon ihre Kindheit bei den Menschen verbracht hat. Lowe vertraut Misery nicht und dazu hat er auch jeden Grund.
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Misery ist eine coole Protagonistin und es ist auch kein Wunder, dass sie so eine Einzelgängerin ist. Das wäre vermutlich jeder, der vom eigenen Vater immer wieder für das eigene Volk geopfert wird. Lowe merkt schnell, dass Misery nicht wirklich die Vampirklischees erfüllt und die beiden werden Verbündete, wenn auch erst widerwillig. Sowohl Lowe als auch Misery wachsen an den Herausforderungen, denen sie sich durch ihre Aufgabe als Vertreter ihres Volks stellen müssen. Die beiden verlieben sich ineinander und es ist einfach nur großartig, wie die zwei trotz aller Widerstände füreinander einstehen und aus ihrer Zwangsehe eine echte machen. Von Anfang an ist die Handlung wirklich spannend und hinter allen Ereignissen steckt doch mehr, als ich anfänglich geglaubt habe. Wie immer hat mir Ali Hazelwoods Schreibstil wahnsinnig gut gefallen und ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung. - Elizabeth Lim
Ein Kleid aus Seide und Sternen
(556)Aktuelle Rezension von: Jenny_soDa mich das Cover sofort angesprochen hat, habe ich mir Band 1 und 2 direkt als Set gekauft.
Die Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen. Besonders Maia mochte ich sehr. Ihr Verhältnis zu ihrer Familie und die Tatsache, dass sie ihr Talent nie wirklich ausleben darf, weil Frauen in ihrer Welt nicht als Schneiderinnen angesehen werden, haben sie für mich zu einer spannenden und besonderen Protagonistin gemacht.
Auch Edan fand ich sehr interessant. Seine geheimnisvolle Art hat mich neugierig gemacht und ich wollte im Laufe der Geschichte immer mehr über ihn erfahren.
Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn sie sich an einigen Stellen etwas gezogen hat. Trotzdem ist es eine stimmige Geschichte mit aufregenden Momenten, aber auch vielen herzerwärmenden Szenen. Besonders die märchenhafte Atmosphäre hat mir sehr gefallen. Die Beschreibungen der Stoffe, Kleider und der Magie haben die Geschichte für mich sehr lebendig gemacht und ich konnte gut in diese Welt eintauchen.
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn mir zwischendurch etwas die Spannung gefehlt hat. Für mich ist es ein gelungener Auftakt mit einer wunderschönen Atmosphäre und interessanten Charakteren. Da Band 2 bereits in meinem Regal wartet, bin ich gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.
- Maria Nikolai
Die Schokoladenvilla
(259)Aktuelle Rezension von: dodo2025Ein schöner Auftakt über eine Familiensage aus Stuttgart. Es geht um die Schokoladenfabrik Rothmann. Die Protagonistin Judith ist die Tochter des Firmenchefs und sie ist sehr willensstark und durchsetzungsfähig. Sie soll einen Mann heiraten, damit die Firma gerettet werden soll, aber sie wehrt sich dagegen heftig, sie will in die Firma einsteigen, engagiert sich auch schon mit eigenen Idee, lernt denn Victor Rheinberger kennen.....und lieben. Durch viele Hochs und Tiefs gehen sie gemeinsam.
Die Protagonisten sind sehr sympathisch und der Schreibstil von Maria Nikolai ist gut zu lesen. Ich freue mich auf den 2. Band.
- Katrina Lähn
Ruby
(64)Aktuelle Rezension von: AskyfullofpagesDieses Buch hat mich wirklich überrascht. Ruby ist eine Heldin, die man nicht einfach. nur begleitet- man fühlt mit ihr.
Ich liebe starke Frauencharaktere und Ruby ist genau das: mutig, verletzlich, emotional, selbstbestimmt und voller innerer Kraft. Ihr ausgeprägter Sinn für Freiheit hat mich zutiefst beeindruckt.
Der erste Band zeigt so intensiv, wieschwer es sein kann, seinen eigenen Wegzu gehen.
Besonders, wenn das Leben einem ständig neue Hindernisse in den Weg stellt. Trotz allem bleibt Ruby sich selbst treu und genau das hat mich beim Lesen so fasziniert.
Diese starke Frau gibt nicht auf, auch wenn es herausfordernd und schmerzhaft wird. Die Welt, die Konflikte, Rubys Entwicklung…all das hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Es ist eine Geschichte über Mut, Freiheit und das Finden der eigenen Stimme.
Dieses Buch zeigt so ehrlich, wie sich Ohnmacht anfühlt. Ruby ist kein perfekter, unantastbarer Charakter. Sie ist echt, hat Ecken und Kanten.
Und ja...dieses Ende. Dieser Cliffhanger Ein starker, epischer, emotionaler Auftakt! - Susan Elizabeth Phillips
Kopfüber in die Kissen
(239)Aktuelle Rezension von: autoimmunsdiaryDie Geschichte wurde wie immer, wenn es um S.E.Phillips Romane geht, mit viel Liebe und einer noch größeren Portion Humor entworfen und bezaubernd umgesetzt. Ein Genuß, wirklich jedesmal aufs Neue!
S.E.Phillips versteht sich wie keine andere auf dem Gebiet der romantischen Literatur.
Inhalt: Lady Emma aus England flieht nach Texas, um dort ihren sauberen Ruf zu vernichten. Sie soll heiraten, einen alten, adeligen Schnösel.
In Texas trifft sie auf Kenny, der zwar schön, reich und begehrenswert ist, jedoch in seinem Heimatstädtchen einen gewissen Ruf hat - den Ruf eines Taugenichts, der außer Golf spielen nichts kann.
Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein und doch scheinen sie genau das zu haben, was der jeweils andere schon so lange gesucht hat!
- Catharina Maura
The Broken Vows
(33)Aktuelle Rezension von: CexlxinaDieser Band war bis jetzt leider der schwächste der Reihe trotzdem habe ich es geliebt ❤️
Auch hier habe ich mich wieder sehr auf die Geschichte gefreut. In den Bändern davor wurde es immer ein paar mal angesprochen das Zane mit Celeste schon mal zusammen war. Man wusste aber lange nicht warum sie sich getrennt haben.
In diesem Buch erfuhr man alles und damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Es hatte mich regelrecht überrascht und wer das Buch gelesen hat versteht vielleicht das ein oder andere warum ich so fühle wie ich es fühle. Und zwar geht es um Celeste. Ich muss ehrlich sagen das ich bis zum Ende sie nicht wirklich mochte. Denn sie hatte irgendwie mehr Leid verursacht als positive Gefühle was ich sehr schade fand. Denn dadurch konnte ich keine Sympathie zu ihr erlangen.
Zane hingegen mochte ich. Er hatte Fehler gemacht in seiner Jugend und auch wo er älter wurde aber irgendwie hatte ich das Gefühl bei ihm das er wirklich aus den Fehlern lernt und bei Celeste war das leider nicht so und irgendwie tat mir Zane ab den Zeitpunkt wo ich alles wusste sehr leid. Denn in diesen einen Punkt hatte er keine Fehler gemacht.
Trotzdem mochte ich diese Geschichte sehr. Man bekam wieder viel mit von den Geschwistern und wurde wieder mit dem nächsten Paar in Berührung gebracht. Auf Lex und Raya bin ich sowieso schon sehr gespannt. Denn Lex hat es mir von Anfang an leicht gemacht ihn zu mögen und ich hoffe das bleibt auch so.
Im Großen und Ganzen war es trotzdem ein gutes Buch und ich denke wäre es ein wenig länger gewesen und man vielleicht ein wenig mehr von Celeste Veränderung gesehen hätte wäre es genauso gut wie die Vorgänger gewesen. 💗
- Emilia Flynn
Morgan's Hall
(94)Aktuelle Rezension von: ancla_books4life**** Mein Eindruck ****
Diese historische Geschichte, angesiedelt zwischen Morgan’s Hall und Wien, überzeugt vor allem durch die bemerkenswerte Tiefe ihrer Figuren. Sie führt die Lesenden weit hinab in die Abgründe des Menschlichen und zeigt eindrucksvoll, was Vergebung bedeuten kann und wozu Liebe fähig ist. Bereits der erste Band stellt dabei durchaus eine Herausforderung dar: Mehr als einmal fragte ich mich, wie es möglich sein soll, auch nur eine der Figuren jemals wieder sympathisch zu finden – nur um wenige Seiten später erneut festzustellen, wie schmerzhaft menschlich sie doch sind. Die Entwicklung der Charaktere entfaltet sich langsam und verlangt Geduld, doch das Warten lohnt sich. Das innere Wachstum der Figuren wird glaubwürdig und vielschichtig dargestellt und belohnt die Lesenden reichlich. Am Ende sind die Konflikte und Probleme der einzelnen Charaktere keineswegs gelöst, dennoch bleibt jede Figur interessant und nimmt weiterhin eine relevante Rolle im Geschehen ein.
Ruhige oder gar langatmige Passagen sucht man hier vergeblich. Stets richtet irgendjemand ein gehöriges Chaos an, wodurch sich die Handlung auf natürliche und dynamische Weise weiterentwickelt. Morgan’s Hall selbst wirkt dabei wie ein beinahe magischer Ort. Sowohl die Figuren als auch die geschilderten Umstände lassen deutlich erkennen, dass hier noch großes Entwicklungspotenzial vorhanden ist. Entsprechend gespannt bin ich darauf, wie sich dieser Ort gemeinsam mit all seinen Bewohnern in den kommenden Bänden weiter entfalten wird. Einige Aspekte, die ich ursprünglich erwartet hatte, treten bewusst in den Hintergrund – was jedoch keinesfalls als Kritik zu verstehen ist. Gerade dieses Zurücknehmen verleiht der Geschichte eine besondere Authentizität und hebt sie wohltuend von anderer Literatur ab, die in derselben Zeit angesiedelt ist. Direkte Einblicke in den Zweiten Weltkrieg, Johns Arbeit als Kelterer oder eine ausführlichere Darstellung der emotionalen Welt der Kinder stehen nicht im Fokus. Stattdessen bleibt der Blick konsequent auf die zwischenmenschlichen Beziehungen gerichtet, was der Erzählung eine große Nähe und Glaubwürdigkeit verleiht.
**** Empfehlung? ****
Dieses Buch richtet sich an Leser*innen, die tiefgründige Charakterstudien und emotional anspruchsvolle Geschichten schätzen. Wer bereit ist, sich auf moralische Grauzonen und ungeschönte Menschlichkeit einzulassen, wird in Morgan’s Hall eine eindrucksvolle und nachhaltige Lektüre finden.
- Andreas Föhr
Tote Hand
(83)Aktuelle Rezension von: LuliaDie Geschichte beginnt bei einem Beerdigungsritual für eine bei einem Unfall abgetrennte Hand und dabei stößt die Gesellschaft auf eine Männerleiche und es entfaltet sich ein vielschichtiger Kriminalfall. Die Handlung ist ein gelungener und kontrastreicher Mix aus bayerischem Lokalhumor und leisem Krimi bei dem die Region geschickt sowohl als Kulisse als auch als aktiver Teil der Geschichte fungiert.
Die Protagonisten bilden einen interessanten und unterhaltsamen Mix aus unterschiedlichen und leicht überzeichneten Charakteren, die ein harmonisches Miteinander bilden. Besonders Kreuther sticht als besonders interessanter Charakter heraus. Wer stille Krimis mit einer ordentlichen Prise Humor mit Lokalcolorit mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist eingänglich und gespickt mit bayerischem Dialekt, was ihm eine authentische Facette verleiht.
Einziger Minuspunkt: Für wahre Kniffelfans könnte die Auflösung des Falls ein wenig vorhersehbar sein.
Insgesamt kann ich das Buch emfpehlen. - Alexia Casale
Ein Mann zum Vergraben
(106)Aktuelle Rezension von: thesi_readsDieses war das erste Buch, welches ich von dieser Autorin gelesen hab und es hat mir richtig gut gefallen!
Es hatte alles, was ein gutes Buch braucht, eine spannende Story, tolle, authentische, starke Charaktere und auf jedenfall Humor. Aus meiner Sicht hätte es sogar noch etwas mehr Humor geben dürfen.
Dieses Buch spricht außerdem sehr wichtige Themen an, was ich sehr toll finde, da dies doch häufiger zu kurz kommt.
Die 6 Frauen in diesem Buch haben mir als Hauptcharaktere sehr gut gefallen und man hat während des ganzen Buches mitgefiebert.
Man muss dieses Buch auf jedenfall gelesen haben!
- Catharina Maura
The Wrong Bride
(171)Aktuelle Rezension von: Kerstin_VogelhuberDer Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Ich war sofort in der Geschichte drin. Schade fand ich allerdings, dass die Autorin anscheinend in der Hälfte des Buches den Fokus aus den Augen verloren hat. In diesem Bereich gab es ca. 150 Seiten nur Spicey Szenen, was mir persönlich viel zu viel war. Ich habe nichts gegen Spice, aber nicht wenn der Fokus nur darauf liegt. Dafür ist die Geschichte komplett in den Hintergrund geraten und hätte ich nicht so viel gelesen hätte ich das Buch abgebrochen.
Der Farbschnitt ist wunderschön und passt zum Buch. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch und der Antagonist war so unsympathisch, das ich ihn richtig gehasst habe. Da muss ich ehrlich zugeben, dass hat bis jetzt noch kein Autor/Autorin bei mir geschafft.
Alles in allem fand ich die Story okay, mit etwas weniger Spice wäre sie sogar gut bis sehr gut geworden. Denn die Story hat mir wirklich gut gefallen. Bewertung: 3,5 Sterne.
- Anne W. v. Hess
Prophezeiung - Excidium Babylon
(51)Aktuelle Rezension von: Rebecca_86Die Welt wird durch eine Terrorgruppe in mehrere Sektoren geteilt, die durch ein undurchdringliches Energieschild getrennt sind. Hintergrund ist, dass sich die Länder wieder darauf besinnen sollen, zusammenzuarbeiten und sich nicht gegenseitig zu bekriegen. Wenn das funktioniert, wird die Welt wieder vereint. Doch erst einmal kommt es zu massiven Einschränkungen der Lebensqualität und so lassen Proteste und Gegenwehr nicht lange auf sich warten. Um die europäischen Völker zu vereinigen, wird ein Programm ins Leben gerufen, bei dem Paare aus verschiedenen Völkern verheiratet werden. So auch Katharina und der englische Soldat Finn. Beide haben aber ihre eigene Agenda und hüten ein Geheimnis.
Deklariert ist „Prophezeiung: Excidium Babylon“ als Mysterythriller, auf manchen Plattformen aber auch als Liebesroman. Zweiteres ist es – für mich – zum Glück nicht. Ich würde es eher in Richtung Dystopie einordnen. Zwar findet die Handlung nicht in der Zukunft statt, aber die weltweite Abschottung, die neue Weltordnung und die Themen drumherum geben mir schon dystopische Vibes. Katharina ist ein sehr interessanter und vielschichtiger Charakter, deren Hintergrund sich erst nach und nach enthüllt. Die Handlung ist vielschichtig und es werden einige spannende, aber auch wichtige Themen angesprochen. Hier heißt es, Konzentration, sonst verpasst man wichtige Details, denn es gibt einige Nebenhandlungen. Ein kleiner Kritikpunkt wäre vielleicht, dass der Beginn etwas zu lange gebraucht hat, bevor es richtig in die Vollen ging. Danach gleicht sich das dann dafür wieder aus. Für sich allein genommen, wären mir am Ende ein paar Fragen zu viele offen. Da es aber wohl eine Fortsetzung gibt, ist dies wiederum passend. Ich bin gespannt, wie es weitergehen wird. 4,5 Sterne.
- Caroline Sesta
EDELFA UND DER TEUFEL
(58)Aktuelle Rezension von: Roswitha_BoehmPiermont. Wir schreiben das 16. Jahrhundert. Zwischen dem Königshaus Valois und den Habsburgern herrscht Krieg. Trotz allen soll Edelfa verheiratet werden. Doch sie wird gefangen genommen und verkauft. Ein ähnliches Schicksal erleidet Lauro. Beide treffen bei ihren Käufern aufeinander – und geraten in etwas, dass sie nie erahnen konnten…
An sich ist die Handlung soweit ganz interessant. Die wirkliche Schwierigkeit, für mich, bestand darin, ihr zu folgen. Die Autorin nutzt eine Schreibweise, welche der damaligen Zeit angepasst ist und so ist es doch recht mühsam zu lesen. (Ja, ich war bereits kurz davor das Buch an die Seite zu legen…)
Wer „alte authentische Geschichten“ mag, für den mag dieses Buch etwas sein. Für alle die lieber zügiger lesen, ist es wohl eher nichts.
- Tracy Brogan
Ausgeliefert in den Highlands
(7)Aktuelle Rezension von: LillybooksInhalt:
Als Pfand für Frieden soll Fiona Sinclair ihren Erzfeind heiraten und ihr bleibt keine andere Wahl als einzuwilligen, denn andernfalls muss ihre kleine Schwester ihren Platz einnehmen.
Auch ihr zukünftiger Gemahl, Myles Campbell, ältester Sohn des Clananführers, ist nicht begeistert. Da der befehl aber vom König von Schottland kommt, das fremde Mädchen aus den Highlands zu heiraten und nicht die Frau die er eigentlich liebt, bleibt ihm nichts anderes übrig.
Myles ist dann doch angenehm überrascht, denn er stellt fest, dass seine Braut eine Schönheit ist, allerdings geht das schnell wieder vorbei, denn sie ist nicht die brave Ehefrau die er sich vorgestellt hat und schon von ihrer ersten Begegnung an fliegen die Fetzen.
Aber bald schon wird daraus auch etwas anders.
Meinung:
Die Geschichte ist genauso, wie man sich einen Roman aus diesem Genre wünscht und für einen Urlaub in den Koffer packt, um sich unterhalten zu lassen und nicht um schwerwiegende Probleme zu wälzen. Dabei sollte man sich auch nicht von dem schrecklichen deutschen Titel abschrecken lassen, der klingt als würde jemand vergewaltigt. Das kommt zum Glück überhaupt nicht vor. Im Gegenteil die Liebe zwischen Fiona und Myles entwickelt sich schön langsam und ich habe Myles und seine Geduld der störrischen Fiona gegenüber wirklich bewundert. Gefallen haben mir auch die Beschreibungen des Lebens aus der damaligen Zeit.
Also insgesamt, das was man von einem historischen Liebesroman erwartet. Er lässt sich angenehm leicht lesen, ist unterhaltsam, hat Liebe, Erotik (nicht zu viel), Intrigen und ein vorsehbares Ende, was ich aber okay und schön finde.
Fazit:
Würde ihn meiner Freundin weiter empfehlen. - L. J. Shen
Deeply Forbidden
(37)Aktuelle Rezension von: library-kes„Deeply Forbidden“ von L. J. Shen verbindet Dark Romance mit Mafia-Elementen, einer Zwangsehe und einer intensiven Enemies-to-Lovers-Dynamik. Die Geschichte lebt von schlagfertigen Dialogen, einer spürbaren Anziehung zwischen den Hauptfiguren und einer Handlung, die Romantik und Spannung gekonnt miteinander verbindet.
📖 Worum geht’s?
Gia Bennett sieht keinen anderen Ausweg mehr. Um ihrer schwer kranken Mutter die Teilnahme an einer lebenswichtigen medizinischen Studie zu ermöglichen, braucht sie die Hilfe ihres skrupellosen Chefs Tatum Blackthorn.
Doch Tate verlangt eine Gegenleistung, mit der Gia niemals gerechnet hätte: Sie soll seine Frau werden. Was zunächst nur ein geschäftlicher Deal ist, entwickelt sich schnell zu einer komplizierten Beziehung voller Spannungen, unausgesprochener Gefühle und gegenseitiger Herausforderungen. Gleichzeitig gerät Gia immer tiefer in Tates gefährliche Welt, denn sein persönlicher Rachefeldzug gegen die Mafia bringt nicht nur ihn, sondern auch sie in große Gefahr.
🌑 Atmosphäre & Schreibstil
L. J. Shen überzeugt erneut mit ihrem mitreißenden Schreibstil. Das Buch liest sich unglaublich flüssig und schafft es, emotionale Momente mit Spannung und Humor zu verbinden. Besonders die Dialoge zwischen Gia und Tate haben mir richtig gut gefallen sie sind scharf, witzig und voller unterschwelliger Anziehung.
Die Atmosphäre ist intensiv und von Anfang an von einer gewissen Spannung geprägt. Mafia-Elemente, Machtkämpfe und emotionale Konflikte sorgen dafür, dass die Geschichte durchgehend interessant bleibt.
❤️ Charaktere & Beziehung
Gia war für mich eine sympathische und starke Protagonistin. Sie lässt sich trotz ihrer schwierigen Situation nicht unterkriegen und versucht immer, ihren eigenen Weg zu gehen. Gerade ihre Loyalität gegenüber ihrer Mutter macht ihre Entscheidungen nachvollziehbar.
Tate ist der typische L.-J.-Shen-Held: arrogant, kontrollierend und nach außen hin unnahbar. Gleichzeitig zeigt das Buch nach und nach, dass hinter seiner harten Fassade deutlich mehr steckt. Seine Entwicklung hat mir besonders gut gefallen.
Die Chemie zwischen Gia und Tate ist von Anfang an spürbar. Aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich langsam Vertrauen und schließlich eine intensive Liebesgeschichte. Die Dynamik der beiden gehört definitiv zu den größten Stärken des Buches.
⚔️ Handlung & Spannung
Neben der Romance bietet die Geschichte auch einige spannende Mafia-Elemente und überraschende Wendungen. Die Handlung entwickelt sich in einem angenehmen Tempo und verbindet emotionale Momente mit Action und Intrigen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass sich die Geschichte nicht ausschließlich auf die Liebesbeziehung konzentriert, sondern auch den Konflikt rund um Tates Vergangenheit und seinen Kampf gegen die Mafia glaubwürdig einbindet.
💔 Emotion & Wirkung
„Deeply Forbidden“ schafft eine gelungene Mischung aus Herzklopfen, Spannung und emotionalen Momenten. Die Entwicklung der Beziehung wirkt nachvollziehbar und sorgt dafür, dass man mit den Figuren mitfiebert.
Für mich gehört das Buch definitiv zu den stärkeren Geschichten von L. J. Shen, weil sowohl die Charaktere als auch die Handlung überzeugen konnten.
Fazit:
„Deeply Forbidden“ ist eine fesselnde Dark Romance mit Mafia-Elementen, einer intensiven Zwangsehe-Dynamik und starken Charakteren. Die Mischung aus Emotionen, Spannung und einer langsam wachsenden Liebesgeschichte hat mich von Anfang bis Ende überzeugt.
emotional, spannend und perfekt für alle, die Fake Marriage, Enemies to Lovers und Mafia Romance lieben. - Elena MacKenzie
You are mine – Tödliche Hingabe
(25)Aktuelle Rezension von: Books-like-Soulmate„You are mine – Tödliche Hingabe“ von Elena MacKenzie
Preis TB: € 10,00
Preis eBook: € 5,99 (Stand 02.07.2021)
Seitenanzahl: 222 Seiten lt. Verlagsangabe
ISBN: 978-3-7413-0112-4
Erscheint am: 24.05.2019 beHeartbeat by Bastei Lübbe
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Klappentext:
Als Tochter eines russischen Mafiabosses lebt Nadja in einem goldenen Käfig. Doch eines Tages wird sie plötzlich aus dem Haus ihres Vaters entführt und findet sich, als sie aufwacht, in Boston wieder. Ihr Entführer ist so gefährlich wie attraktiv: Alexander Smirnov, hochrangiges Mitglied der Mafia, will seine Stellung innerhalb der Gemeinschaft festigen. Deshalb soll Nadja seine Frau werden. Aber wie soll sie sich dem Mann hingeben, der sich ihrer bemächtigt hat? Nadja spürt die Gefahr, die von Alexander ausgeht – genauso wie sie sich sofort zu ihm hingezogen fühlt. Und schon bald steckt sie in einem bedrohlichen Strudel aus Risiko und Begierde …
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Mein Fazit:
Vorweg sei gesagt, dass es sich bei jeder Rezension um meine persönliche Meinung handelt. Das Buch bildet den zweiten Teil der Dark Mafia Reihe von Elena MacKenzie. Mir hat der Reihenauftakt sehr gut gefallen, weshalb ich mich auf die Fortsetzung gefreut habe. Leider konnte dieses Buch dennoch nicht meine Hoffnungen erfüllen. Ich fand den ersten Teil viel besser. Alexander kennt man bereits aus dem ersten Buch. Ich würde empfehlen dieses Buch vorher zu lesen. Fand ich Alexander im Auftaktband noch unmöglich hat sich das zum Ende des Teils geändert. Hier im zweiten war er mir erstaunlich sympathisch. Auch Nadja mochte ich sehr. Als Tochter eines Konservatoriums-Mitglieds hat sie es nicht immer leicht. Ihre Rolle ist für Frauen in der Bratwa immer vorherbestimmt. Als sie von Alexander entführt wird ist sie alles andere als begeistert. Sie ist stur und weiß sich zu widersetzen. Die erste Hälfte des Buches war ok, aber Action kommt erst danach auf. Für mich wurde es erst ab da spannend. Im Verlauf des Buches kommen noch so einige Geheimnisse ans Licht die es nochmal spannend gemacht haben. Mit einer Wendung am Schluss habe ich nicht wirklich gerechnet. Alles in allem ein guter Finalband der für mich aber nicht mit dem ersten mithalten kann. Dennoch bekommt die Reihe eine Leseempfehlung von mir.
4 von 5 🍀 🍀 🍀 🍀
- Keah Rieger
Wir waren frei
(42)Aktuelle Rezension von: Cora_UrbanCover:
Das Cover finde ich richtig edel und gefällt mir super gut! Ich liebe einfach alles daran! Zum einen stellt es einen interessanten Kontrast zum Inhalt des Buches dar, da dieser eigentlich recht düster ist. Zum anderen wirkt es aber sehr edel und fast etwas altmodisch (auf die gute Art), was wiederum einen Aspektes des Buches wunderbar aufgreift. Für mich eines der schönsten Cover in meinem Regal!
meine Meinung:
Ich habe letztes Jahr ein anderes Buch von Keah gelesen und fand dieses wirklich gut, weshalb ich mir direkt auch ihr neues Buch kaufen musste, als es erschienen ist. Leider bin ich erst jetzt - über ein Jahr nach Erscheinungstermin - dazu gekommen es zu lesen und ich bereue es wirklich sehr so lange gewartet zu haben, weil es für mich eines der großartigsten Jugenddystopien ist, die ich je gelesen habe (und jeder,der mich kennt, weiß, dass ich ein richtig kritischer Leser bin, also wenn ich so etwas sage, dann meine ich es so!)
Ich muss sagen, bei diesem Buch, weiß ich nicht, wo ich anfangen soll, weil ich nach über einer Woche des Lesens immer noch komplett überwältigt von dem Buch bin und kein einziges Wort beschreibt, wie ich mich während des Lesens gefühlt habe.
Keah schafft es mit einem bittersüßen, aber leicht zu lesenden Schreibstil, eine Geschichte zu erzählen, die in unserer heutigen Zeit so wichtig wie noch nie ist.
Wir verfolgen in dieser Dystopie Vinnie, die auf einer künstlich angelegten Kontinent names Lex lebt, wo es üblich ist, dass jede Frau mit 16 Jahren an den - laut Regierung - perfekten Partner zwangsverheiratet wird. Nur stellt Vinnie schnell fest, dass dies wohl nicht auf sie zu trifft. Und als sie dann das Tagebuch von Paul findet, der während der Enstehung von Lex auf den Kontinent eingewandert ist, hinterfragt sie ihre gesamte Lebensvorstellung.
Wie man aus der Beschreibung herauslesen kann, wird die Geschichte aus zwei Zeitebenen erzählt und ich fand beide auf ihre eigene Art bitter und berührend.
Pauls Geschichte zeigt für mich einige Problematiken der heutigen Welt auf und wo wir in den nächsten Jahren hinkommen, wenn sich die geopolitische Lage weiterhin so zuspitzt, wie es gerade scheint. Und gerade das finde ich interessant, da Keah in ihrer Danksagung meint, dass sie das Buch bereits 2016 geplottet hat.
Vinnies Geschichte wiederum hat für mich gerade als Frau eine besondere Bedeutung gehabt und finde sie sehr wichtig, ich möchte nicht zu viel verraten, weil ich finde, dass wirklich jeder dieses Buch lesen sollte!
Für mich ist auch das Ende perfekt für die Geschichte gewählt und hat mich mit einem bedrückten zurück gelassen, da ich schon geahnt habe, dass es so ausgehen könnte. Ich könnte es auf mehreren Ebenen interpretieren, aber zum einen würde das die Wesentliche Aussage des Romanes vorwegnehmen und zum anderen hier den Rahmen sprengen.
Ich appelliere aber an alle: Lest dieses Buch!
Fazit:
Für mich gehört dieses Buch in den Deutschunterricht integriert. Es zeigt wichtige Problematiken in unserer heutigen Zeit auf, ist aber gleichzeitig schnell zu lesen und vermittelt unsere Politische Lage in einer so tollen Art, dass ich hier am liebsten eine eigene Auszeihnung vergeben würde.
„Cora empfiehlt dieses Buch jedem“ oder so ähnlich.
Es ist ein 5 + Sterne Buch für mich.
- Thomas Raab
Walter muss weg
(110)Aktuelle Rezension von: sleepwalker1303Zu Thomas Raabs „Walter muss weg“ bin ich eher zufällig gekommen. Eigentlich habe ich es mir nur deshalb ausgesucht, weil mein Mann Walter heißt. Nicht, dass dieser wegmüsste, aber, naja. Bei dem Buch war ich mir auf jeden Fall lange nicht sicher, ob es nicht auch wegmuss. Selten bin ich so schlecht in ein Buch hineingekommen, wie in dieses. Dabei fand ich die Idee hinter der Geschichte wirklich gut.
Aber von vorn.
Die 70jährige Hannelore Huber wohnt im (fiktiven) Ort Glaubenthal und hat nach 53 Ehejahren ihren Mann Walter verloren. Jetzt möchte sie ihn beerdigen, so wirklich traurig ist sie nicht über sein Dahinscheiden. Und dann die Überraschung: im Sarg liegt bei der Beisetzung nicht ihr Mann, sondern der Bestatter selbst. Und der Rest des Buchs handelt von der Suche nach der „richtigen“ Leiche und den Hintergründen.
Es war mein erstes Buch von Thomas Raab, vermutlich aber auch mein letztes. Ich konnte mich weder mit seiner Sprache noch mit dem Aufbau des Textes so wirklich anfreunden. So tat ich mich mit Aufzählungen (durchnummeriert oder mit „Bullet-Points“) oder gar einer Tabelle zur Bildung des grammatikalischen Passivs in einem Roman/Krimi wirklich schwer. Und sowohl sein Satzbau als auch die Länge seiner Sätze machten mir die Lektüre nicht einfacher. Es gibt hauptsächlich entweder sehr lange verschachtelte Sätze oder hingeworfene Fragmente. Dieses Buch erfordert sehr viel Konzentration beim Lesen und ich war ein paar Mal kurz davor, die Lektüre abzubrechen.
Die Charaktere waren zahlreich und schrullig, mir aber alles in allem zu blass und eindimensional. Einige der beschriebenen Charaktere sind sehr gut gelungen, vor allem natürlich die Hauptfigur, aber auch der zehnjährige Kurti und die fünfjährige Amelie, letztere war mit ihrer altklugen Art ein Lichtblick für mich. Andere Figuren bleiben aber leider recht blass, da legt der Autor sehr viel Augenmerk auf Schrullen und insgesamt fiel es mir schwer, die vielen Personen auseinander zu halten. Vor allem der Dorfpolizist und der Bürgerdoktor waren für mich einfach nur nervig. Und wo Frau Huber wirklich „ermittelt“ kann ich auch nicht sagen, hauptsächlich unterhält sie sich mit unzähligen Leuten.
Für einen Krimi fand ich das Buch auch sehr schwach auf der Brust. Wirkliche Spannung kam für mich nicht auf, eher Langeweile und Verwirrung, oft verlor ich den Faden, musste zurückblättern und nachlesen. Als Persiflage auf einen Krimi taugt das Buch für mich allerdings auch nicht, dafür ist es zu durcheinander, die Personen zu blass und die Handlung zu träge. Ich bin ein großer Freund schwarzen Humors, manchmal brachte mich das Buch auch zum Lachen, aber eher selten. Denn der Grat zwischen schwarzem Humor und Verbitterung ist sehr schmal und für mich hat der Autor den Ton allzu oft nicht getroffen und rutscht in einen eher schalen Witz ab.
Alles in allem habe ich das Gefühl, der Autor hat einfach zu viel gewollt und das Buch hoffnungslos überladen. Schade. Denn die Idee ist wirklich toll und das Buch hätte das Potential zum echten Highlight gehabt. Einzig der Schluss konnte mich wirklich begeistern, was aber nach 58 Kapiteln meine Laune auch nicht mehr heben konnte. Von mir daher zwei Sterne und für den Rest der Serie kann die Huberin gerne ohne mich ermitteln.
- Carol Lynch Williams
Auserkoren
(21)Aktuelle Rezension von: MiraBerlinKyra ist ein Mitglied einer Sekte, die die Polygamie als etwas Selbstverständliches sieht. Sie selbst kennt nichts anderes und hat erst kein Problem damit. Doch auf einmal soll sie an ihren alten Onkel verheiratet werden, dabei liebt sie doch Joshua. Wenn sie einen heiraten will, dann ihn. Doch damit dieser Traum Realität wird, muss sie hart kämpfen. Und eins ist klar: nichts wird danach jemals wieder so sein wie zuvor...
Mich faszinieren Sekten ziemlich, weshalb ich dieses Buch einfach lesen musste. Auf dem Klappentext steht, dass sie in einer Mormonen-Familie lebt, was mir schwer fiel zu glauben. Klar, es gibt da hin und wieder Polygamie, aber ich selbst habe einen Monat bei einer solchen Familie gelebt und habe da nicht solche Zustände erlebt und auch die Gemeinde war nicht so wahnhaft. Hier sollte man also auf keinen Fall ein falsches Bild von Mormonen bekommen!
Der Schreibstil lässt sich gut lesen, aber ist jetzt auch nicht überragend gut. Mir wird er definitiv nicht lange im Gedächtnis bleiben. Er zeichnet sich durch keine besonderen Merkmale aus, was aber auch nicht weiter schlimm ist.
Dennoch wurde die Welt sehr eindrucksvoll beschrieben und ließ einen immer wieder den Kopf schütteln. Es ist schrecklich, dass manche Menschen anscheinend so leben können! Immer wieder habe ich tiefstes Mitleid mit Kyra und ihren Geschwistern empfunden.
Leider ist das Buch recht dünn, weshalb viele Themen auch nur oberflächlich angeschnitten werden und mehr auch nicht. Das finde ich echt schade, weil dadurch auch einfach eine gewisse Tiefe fehlt. Da die Geschichte aber eher für jüngere Leser*innen ist, ist das für diese also vollkommen okay.
Insgesamt eine nette Geschichte, die einem zeigt, wie schön unser Lebenskonzept doch ist. Man muss das Buch nicht gelesen haben, aber es ist nett zum Abschalten und in gewisser Weise auch um mal wieder vor Augen geführt zu bekommen, wie schön unsere Freiheit doch ist!
- Sophia Farago
Ein Dandy in Nöten (Die Lancroft Abbey Reihe 5)
(16)Aktuelle Rezension von: SmilingKatinkaIch liebe Regency Romane und so habe ich mich sehr über ein Dandy in Nöten gefreut. Auch wenn ich die Vorgängerbände nicht kannte, so hatte ich doch keinerlei Probleme, in die Story einzutauchen.
Nicolas Barnett weiß, wie man das Leben genießt. Aus gutem Hause und mit Geld gesegnet, lebt er in den Tag hinein und beeindruckt durch gute Manieren und eine hübsche Erscheinung. Er genießt sein Leben in dem Wissen, dass ihn sein Schwager immer wieder aus der Bredouille holt. Doch eben jenem Schwager wird es zuviel und so steht Nicolas auf einmal ganz allein da. Ohne Geld und irgendwie auch ohne Rückhalt. Er möchte zu seinem Bruder nach Deutschland und sich dort ein ehrenwertes Leben aufbauen. Doch so eine Überfahrt muss erst verdient werden und so kommt es, dass Nicolas als Schreiber arbeitet. Die Tochter des Chefs ist so ganz anders als er. Schüchtern, brav, fromm fristet sie ihr Dasein unter der Fittiche ihrer strengen Tante. Zwei so unterschiedliche Menschen und beide schaffen es, sich in die Herzen der Leser zu katapultieren.
Dieses Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Gerade Nicolas ist eine Figur, von der man eigentlich sehr viel lernen kann. Ja, am Anfang des Buches ist er ein sorgloser Lebemann, aber er lässt sich von Rückschlägen, und seien sie noch so groß, nicht aus der Bahn werfen. Das macht jedem Mut, dem das Leben mal nicht so wohlgesonnen ist.
Alle Protagonisten sind sehr vielschichtig aufgebaut und werde vor dem inneren Auge des Lesers schnell lebendig. Auch das Setting ist gut beschrieben und gerade Fans von Regency Romanen werden sich schnell in die richtige Zeit katapultiert fühlen. Die Geschichte selbst ist gut geschrieben und hat einen schönen Spannungsbogen. Was mir besonders gefällt, ist die Geradlinigkeit der Liebesgeschichte. Während in den meiste Büchern kurz vor Ende ein großer Krach kommt und Protagonisten und Leser leiden, ist die Geschichte hier auch ohne Herzschmerz mitreißend genug. Es darf ja ruhig mal schön bleiben.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und kann es wärmstens weiterempfehlen.
- Aisha Saeed
Written in the Stars
(1)Aktuelle Rezension von: L1seraEin eindrucksvolles Werk zum Thema Zwangsheirat. Nicht leicht zu verdauen, aber unbedingt lesenswert. Die 17 jährige Naila ist Tochter pakistanischer Einwanderer in den USA. Ihre Familienbande ist eng, traditionelle Werte bestimmen ihren Alltag. Aber sie hat Glück. Immerhin darf sie nach ihrem Highschoolabschluss aufs Collage gehen, um ihr Medizinstipendium anzutreten. Darauf freut sie sich sehr, denn dann kann sie hoffentlich mit dem Versteckspiel aufhören. Denn Naila hat ein Geheimnis: sie hat einen Freund. Er heißt Saif, ist ebenfalls Sohn von pakistanischen Einwanderern, die in der Gemeinschaft der Pakistani jedoch in Ungnade gefallen sind. Schließlich hat die Tochter der Familie einen Jungen namens Jason geheiratet. Saif ist guter Dinge, das er die Gunst Nailas Eltern gewinnen kann, wenn er nur eine Chance dazu bekommt. Aber Naila fürchtet sich zu sehr vor einer negativen Reaktion ihrer Eltern. Zu recht. Als sie unerlaubter Weise den Abschlussball besucht und dort Bilder von ihr und Saif gemacht werden, verfrachtet ihre Familie sie kurzerhand nach Pakistan. Dort lernt sie ihre restliche Familie kennen und den Zusammenhalt und die Gemeinschaft zu schätzen. Aber es wird mit der Zeit immer undurchsichtiger, was sie dort soll. Sehr eindrucksvoll beschreibt Aisha Saeed den Spagat, den viele Teenager zwischen den Kulturen machen müssen. Dabei ist der Schreibstil flüssig und die Charaktere sind Nachvollziehbar. Und den Horror, dem sich viele Mädchen stellen müssen macht sprachlos, wütend und ohnmächtig. Da die Autorin selbst aus dieser Kultur stammt und in einer von ihren Eltern arrangierten Ehe lebt, die jedoch glücklich ist, weiß sie, wovon sie Spricht. Mit dem Werk will sie auf all die Schicksale aufmerksam machen, die nicht einvernehmlich in den Hafen der Ehe gehen, sondern unter Zwang. Diese Mädchen bekommen oftmals nicht den Schutz von Staatsseite aus, den sie bräuchten./ - Indu Sundaresan
Pfauenprinzessin
(54)Aktuelle Rezension von: ArgentumverdeDas Buch Pfauenprinzessin orientiert sich an der wahren Figur der Mogulkaiserin Mehrunnisa, die im 16./17. Jahrhundert in Indien zur einflussreichsten Frau überhaupt wurde und sehr lange die Geschicke des Reichs beeinflusste. Dabei wird sie geboren, als ihre Familie bettelarm Richtung Indien flieht und wäre fast ausgesetzt worden, aber es kommt anders. Schon als Kind verliebt sie sich in den Kronprinzen des Reiches, aber die Realität sieht anders aus.
In diesem Buch wird Mehrunnisas Geburt, Kindheit, Jugend und die Zeit bis zur Hochzeit beschrieben. Die Folgejahre finden sich in zwei weiteren Büchern. Mehrunnisa ist die Tochter eines Flüchtlings vom persischen Hofe, der im indischen Mogulreich am Hof von Kaiser Akbar schnell wieder aufsteigt. Nur wenige Begegnungen sind ihr und dem Kronprinz beschieden, aber diese reichen aus, einen unzerstörbaren Eindruck zu hinterlassen. Schnell ist der Leser in der Geschichte, die nicht nur ein interessantes Zeitbild bietet, sondern auch einen Blick in eine uns doch arg fremde Welt. Nicht Alles kann man immer voll nachempfinden, aber Indu Sundaresan gelingt es durchweg das Verhalten des Einzelnen nachvollziehbar zu machen. So ist es eine sehr angenehme und leichte Art, sich mit der indischen Zeitgeschichte auseinanderzusetzen und ein paar Eckdaten mitzunehmen.Mein Fazit: Ein faszinierendes Buch, auch wenn ich mich nicht für Alles erwärmen konnte und mir doch einige Abschnitte ein wenig lang oder arg fremde vorkamen. Trotzdem hat es sich gelohnt, dieses alte Schätzchen vom SuB zu befreien und wer darüber stolperte sollte es nicht ungelesen in die Ecke legen.
- Nasrin Siege
Asni
(1)Aktuelle Rezension von: Tini2006Über Äthiopien weiß ich nicht viel. Über Zwangsheiraten mehr, schließlich ist das Thema oft in den Medien. Auch in Nasrin Sieges Buch geht es im Grunde um eine Zwangsheirat: die dreizehnjährige Asni wird von ihrem Vater an einen reichen Chat-Bauern verkauft, um dessen Zweitfrau zu werden. Doch die Mutter des Chat-Bauern, ein alte Frau, nimmt sie erst einmal zu sich. Erst wähnt sich Asni in Sicherheit. Dann aber begreift sie, dass die scheinbar milde Tat nur einen zeitlichen Aufschub für sie bedeutet, denn ihr Schicksal ist auch für ihre großmütterliche Ziehmutter besiegelt.
Sie läuft weg, sucht bei einem Onkel Schutz. Doch dessen intrigante Frau ekelt sie aus dem Haus. Asni lebt eine Zeit lang auf der Straße und ernährt sich von Müll, Gelegenheitsjobs und vom Betteln. Erst, als sie erfährt, dass ihre jüngere Schwester nun an ihrer Stelle den Chat-Bauern heiraten soll, kehrt sie nach Hause zurück...mit ungewissem Ausgang.
Nasrin Siege entführt in eine Welt, in der Frauen nichts zählen - und dies unabhängig vom Glauben. Die christliche Nasrin wird nicht minder unterdrückt als muslimische Altersgenossinnen. Die Männer sind demnach nahezu alle der Alltagsdroge Chat verfallen, die als leichtes Rauschmittel quasi ständig konsumiert wird. Unwissend, was Chat ist, habe ich da nach recherchiert und herausgefunden, dass diese Droge aus den Zweigspitzen und jungen Blättern des Kathstrauchs gewonnen wird. Der Anbau ist in Ländern wie Äthiopien, Jemen und Kenia ein ernstes Problem, da er - aufgrund des höheren Verkaufspreises - die traditionelle Landwirtschaft verdrängt und einen enormen Wasserbedarf hat. Es muss in immer tiefere Grundwasserschichten gebohrt werden. Zu lesen, wie sich diese Menschen durch ihre Unwissenheit und Gier selbst ruinieren, lässt mich im Hinblick auf Asnis Geschichte doppelt verzweifeln.
Insgesamt ist das Buch ein Anstoß, sich mehr mit Äthiopien, das ja momentan nicht so sehr in den Schlagzeilen ist wie andere Länder, zu beschäftigen. Die Geschichte selbst stimmt nachdenklich und lässt mit ihrem offenen Ende eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie es mit Asni weitergeht, zu.























