Bücher mit dem Tag "zweisprachige ausgabe"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zweisprachige ausgabe" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches Das hier ist Wasser / This is water (ISBN: 9783462044188)
    David Foster Wallace

    Das hier ist Wasser / This is water

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Dekanda
    Wie schreibe ich eine Rezension über ein Buch, das so schön an Sinn und Worten ist, dass es (meiner Meinung nach) wirklich jeder lesen sollte? Ich meine so wirklich. Jeder.
    Es dauert auch nicht lang, höchstens, für Langsamleser, ein Stündchen.

    Dieses Buch beinhaltet eine Rede, die ein Autor, Mathematiker, Künstler, Professor ... schlicht Lebenskünstler vor Studienabsolventen hielt. Das sie in ein Buch gepackt und in viele Sprachen übersetzt wurde, sagt schon einiges aus.

    In kurzen prägnanten Sätzen, gespickt mit Alltagshumor und fern von moralinsaurem Getue, geht es um Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber.
    Der Autor ruft dazu auf die Fähigkeit des Denkens wirklich zu nutzen, egal wie anstrengend es ist. Dem Alltag nicht die vollkommene Macht über sich zu geben und auszubrechen aus den Widrigkeiten des Lebens, für die man die anderen verantwortlich macht (Staus, Schlangen an der Kasse, Unfreundlichkeit)
    Es geht darum, das Leben zu nutzen und sich jeden Tag aufs neue bewusst zu machen, eine Wahl zu haben.

    Ich nehme mir vor, dieses Buch einmal im Jahr zu lesen. Am besten an Neujahr, wenn das Gefühl etwas Neues zu beginnen am Stärksten ist ;-P


    Fazit:
    Investiert die Zeit und lasst euch inspirieren.
  2. Cover des Buches De oratore /Über den Redner (ISBN: 9783150068847)
  3. Cover des Buches Carrellata sull'Italia, Italien in kleinen Geschichten (ISBN: 9783423092739)
  4. Cover des Buches Agricola (ISBN: 9783150008362)
    Publius Cornelius Tacitus

    Agricola

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  5. Cover des Buches Der Planet Trillaphon in seinem Verhältnis zur Üblen Sache (ISBN: 9783462047493)
    David Foster Wallace

    Der Planet Trillaphon in seinem Verhältnis zur Üblen Sache

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Auch wenn es sich hier um eine wirklich kleine, kurze Geschichte von David Foster Wallace handelt, geht es doch um ein Thema, das in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung zunimmt: Depressionen. Foster Wallace erzählt von einem Studenten, der von dieser Krankheit betroffen ist. Sachlich und teilweise sehr humorvoll lässt er den "Steppke" seinen Werdegang erzählen. Jetzt ist er auf eine anderen Planeten dank der Medikamente, die er bekommt. Doch wie er dort hingekommen ist, ist ein schmerzvoller, furchtbarer Weg, den wohl kein Nichtbetroffener verstehen oder nachempfinden kann. Es müssen unglaubliche Qualen sein und noch dazu ist dem Ich-Erzähler klar, dass seine Gedanken und Gefühle gar nicht den Tatsachen entsprechen. Zu Beginn erzählt er von einer Wunde, die er sich auf seiner Wange eingebildet hat. Er wusste, sie ist nicht da und dennoch sah er sie immer im Spiegel.
    Foster Wallace beschreibt so eindrücklich und realitätsnah, dass ich mich frage, ob er nicht von sich selbst spricht. Ich glaube auch nach wie vor, dass diese Krankheit nicht oft genug ernst genommen wird, gerade bei Männern. Allzu häufig werden Depressionen nicht erkannt und als "Stress" abgetan, durchaus auch von Ärzten. Umso mehr empfinde ich diese Geschichte, in der das Wesen der Depression deutlich gemacht wird, als außerordentlich gelungen.
  6. Cover des Buches Romeo und Julia (ISBN: 9783960550150)
    William Shakespeare

    Romeo und Julia

     (1.336)
    Aktuelle Rezension von: Karla_die_Freie

    Ich habe das Buch gekauft, weil es berühmt war. Dann habe ich es weiter gelesen, weil es mir gefallen hat und am Ende verstanden, wieso die Geschichte so berühmt geworden ist.

  7. Cover des Buches Wir Seesterne (ISBN: 9783942901031)
    Miron Bialoszewski

    Wir Seesterne

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  8. Cover des Buches Drei Reden vor Caesar (ISBN: 9783150079072)
    Marcus Tullius Cicero

    Drei Reden vor Caesar

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Aulularia (ISBN: 9783150098981)
    Plautus

    Aulularia

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  10. Cover des Buches Elegische Gedichte (ISBN: 9783150181317)
    Albius Tibullus

    Elegische Gedichte

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches De natura deorum /Über das Wesen der Götter (ISBN: 9783150068816)
  12. Cover des Buches Philippische Reden gegen M. Antonius (ISBN: 9783150022337)
  13. Cover des Buches Die schreckliche deutsche Sprache (ISBN: 9783866475168)
    Mark Twain

    Die schreckliche deutsche Sprache

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Der schon legendäre Essay von Mark Twain über die schwere und komplizierte, fast nicht erlernbare deutsche Sprache hat noch immer seine Gültigkeit. Wenn sich jemand mit Humor und Augenzwinkern über ein Thema hermacht, dann kann man davon ausgehen, dass er vielleicht das eine oder andere nicht so ernst meint. Aber Twains überzogen anmutende Kritik an der deutschen Sprache ist nichts weiter als die Verzweiflung, hier mit einem Konstrukt konfrontiert zu werden, dem jeder Humor abgeht. Das betrifft nicht nur die undurchsichtige Grammatik, sondern auch die Sinnferne, wie mit den Geschlechtern umgegangen wird (Paradebeispiel: die Frau, aber das Weib). Nicht unwichtig ist auch das Konstruieren von Wörtern, für die es keine Übersetzung in andere Sprachen geben kann ("Wiederherstellungsbestrebungen"). Die Bildung von Schachtelsätzen, in denen das Verb (in seinem großartigen Beispiel das Wort "ab-reisen") geteilt, die eine Hälfte an den Anfang und die andere an das Ende eines Satzes gestellt werden. Zudem, und das zur Ehrenrettung der deutschen Sprache, beklagt er den "Sound" der Wörter für ihre Bedeutung. Nun ist das weniger eine Eigenheit des Sprachaufbaus, stimmt aber auch irgendwie, denn gesprochen ist das Deutsche schon manchmal eine arge Zumutung, erinnert an Marschmusik und nicht umsonst wird der Klang im Ausland oft nur auf das rollende "R" reduziert. Wie melodisch das Französische dagegen oder das Englische mit einer angenehmen Geschmeidigkeit.
    Die spöttische Kritik von Twain (nein, in diesem Fall benutzen wir mal nicht den Genetiv - so viel Freiheit muss sein) ist aktueller denn je, denn genauso wie sich der Deutsche das unverständlichste und komplizierteste Steuersystem der Welt leistet, geht er auch mit seiner Sprache um. Statt sie zu vereinfachen, zu reformieren, wie Twain vorschlägt, verhunzt er sie mit Anglizismen, wählt "Worte des Jahres" und "Unworte des Jahres", was an sich schon ein Anachronismus ist, denn die deutsche Sprache entält so viele "Unworte", dass man daraus ein eigenes Lexikon machen könnte. Außerdem wird  von Rechtschreibreform zu Rechtschreibreform getaumelt, die sie immer noch unübersichtlicher macht und sogar, wie beim Steuersystem, die Fachleute ratlos zurücklässt. Dass die deutsche Sprache nicht nur bei ausländischen Lernenden nicht gerade beliebt ist, lässt sich nachvollziehen, dass aber die Muttersprachler ebenfalls Schwierigkeiten mit dem "korrrekten" Gebrauch ihrer Sprache haben, dürfte dann doch zu denken geben.
    Einen denkwürdigen Kommentar, den Twain hinterlassen hat. Er sollte auch heute noch hinzugezogen werden, wenn über Lehrpläne oder gar verbindliche Änderungen in der Sprachstruktur gerredet wird. Wem nutzt eine ausgeprägte Kultur, wenn sie anderen nicht in einer transparenten Sprache näher gebracht werden kann? Und wie würde Twain auch diese Rezension zerpflücken, weil der Rezensent als Muttersprachler nicht aus seiner Haut herauskommt und mindestens einen Schachtelsatz konstruiert hat?
  14. Cover des Buches De Bello Gallico / Der Gallische Krieg (ISBN: 9783491962286)
    Caesar

    De Bello Gallico / Der Gallische Krieg

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Amores /Liebesgedichte (ISBN: 9783150013618)
    Ovid

    Amores /Liebesgedichte

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Einleitung Eine Sammlung des großen Poeten Ovid von 49 kleineren Gedichten zum Thema Liebe und alles, was damit zu tun hat. Inhalt Ovid erfand für die Gedichte eine fiktive Person, das lyrische Ich, das in ständigem Wechselspiel und und wechselnden Handlung mit seiner Geliebten Corinna in Verbindung tritt. Das Werk ist demzufolge nicht autobiographisch. Thematisch deckt Ovid alles ab, was mit der Liebe zu tun hab. Beispielsweise dreht sich ein Gedicht darum, dass Corinna ihn nicht in ihr Haus lässt und er unten versucht beim Türwächter doch noch hereingelassen zu werden, oder dass er sich vorstellt ein Siegelring zu sein, den seine Gliebte stets bei sich trägt, oder dass Corinna für eine Weile ins Ausland reist und er am Boden zerstört ist. Fazit Ein wahres Meisterwerk. Amüsant. Anspruchsvoll. Manchmal Humorvoll. Manchmal traurig. Und immer fesselnd. Mensche Gedicht sind zwar etwas langatmig oder überspitzt, aber selbst das kann Ovid mit schönen Versen, angenehmer Wortwahl udn interessanten Themen überspielen. Ein sehr angenehmes Werk.
  16. Cover des Buches Und wir werden die Maschinen für uns weinen lassen (ISBN: 9783902113924)
  17. Cover des Buches Pro A. Licinio Archia poeta oratio / Rede für den Dichter A. Licinius Archias (ISBN: 9783150012680)
  18. Cover des Buches Aeneis (ISBN: 9783110356090)
    Vergil

    Aeneis

     (34)
    Aktuelle Rezension von: sabisteb

    Das erste Mal habe ich die Aeneis vor vielen, vielen Jahren im Latein LK gelesen. Meine Erinnerung an das Buch ist seitdem verblasst, ich konnte mich nur noch daran erinnern, dass die ersten 6 Bücher toll waren, die restlichen 6 langweilige Schlachtenbeschreibungen waren, die man sich auch hätte sparen können. Nun, viele Jahre später und nachdem ich auch schon diverse andere Klassiker gelesen habe, sehe ich das Buch nicht mehr so extrem schwarz-weiß wie als Teenager.

    Ja, Buch 11 und 12 sind übel langweilige Schlachtenbeschreibungen, die teilweise sehr deutlich und äußerst blutig sind und modernen Gemetzeln in manchem Thriller in nichts nachstehen, das ist echt nicht so schlimm. Was wirklich nervt sind die Protagonisten, die alle mit Namen und Familie und Eltern und Stammbaum erwähnt werden, aber vorher nie eine Rolle spielten. „Aeneas schickt Talos, Tanais und den starken Cethegus in den Tod, alle drei auf einen Schlag, dazu den betrübten Onites, einen Nachfahren des Echion, seine Mutter war Peridia,“ – Ja und?! Muss ich die kennen? Soll mir das diese Unbekannten Toten irgendwie näher bringen oder passten die gerade so schön in das Versmaß?

    Andererseits sind auch durchaus moderne Gedankengänge vorhanden, die unsere Politiker vielleicht mal überdenken sollten, denn schon vor 2000 Jahren war klar: „Im Krieg liegt kein Heil, Frieden fordern wir alle von dir, Turnus, und zugleich das einzige unverletzliche Unterpfand des Friedens (11. 360). Ja, mit Krieg kann man keinen Frieden erzwingen, ein Zweikampf wäre die Lösung, und was machen die Deppen, sie kloppen sich noch ein Buch lang weiter, bis es dann doch zum Zweikampf kommt.

    „Schon verteilte der grimmige Mars Trauer und Tod gleichmäßig auf beiden Seiten; sie waren sich gleich im Morden und gleich im Fallen, Sieger zugleich und Besiegte, Flucht kannten weder die einen noch die anderen.“ (10. 755) – Das kommt irgendwie bekannt vor…

     

    Vergil schrieb das Buch in einer Zeit des Umbruchs. Nach den blutigen Bürgerkriegen kam Rom endlich langsam zur Ruhe, nur war aus einer Oligarchie ein Kaiserreich geworden. Der Augusteische Frieden hatte begonnen und ein Volk musste sich neu erfinden. Epen sind für die Identitätsfindung eines Volkes immer sehr nützlich, jedes Volk hat seine Nationalepen. Vergil schuf das römische Nationalepos, indem er sorgfältig recherchierte und viele Sagen, Legenden und Überlieferungen der verschiedenen adeligen Familien, zu einer großen Geschichte zusammenführte.

    Die Aeneis erzählt die Geschichte des Trojaners Aeneas, dem es gelingt, mit seinem alten Vater auf den Schultern und dem kleinen Sohn an der Hand mit einer kleinen Schar Überlebender mit einer kleinen Flotte, dem brennenden Troja zu entfliehen.

    Sechs Bücher lang werden die Irrfahrten dieser kleinen Schar erzählt, die sich danach sehnt, eine neue Siedlung zu gründen, und einen Neuanfang zu wagen. Auf der Reise trifft man andere Überlebende, die teils als Sklaven, nun in anderen Gegenden wohnen. Doch immer, wenn Aeneas sich niederlassen will, passiert etwas Schlimmes, denn das Fatum hat ihm vorherbestimmt, dass er in Latium siedeln wird, jeder andere Siedlungsversuch ist zum Scheitern verurteilt. Das bedeutet nicht, dass auch alle seine Leute mitziehen müssen. Einige bleiben durchaus an anderen Orten zurück und gründen dort neue Siedlungen, nur eben Aeneas muss mit seinem harten Kern weiterziehen.

    Am berühmtesten ist wohl die Geschichte von Dido und Aeneas, in welcher Venus Dido sich in Aeaneas verlieben lässt, um ihren Sohn (ja, Aeneas ist der Sohn von Venus und Anchises, das findet man in den Homerischen Gesängen) vor Juno zu schützen. Als Aeneas Dido auf Befehl der Götter sitzen lässt, zerbricht diese daran, aber die Pflicht ist einem Römer nun einmal heiliger als Liebe und schon gar Karthago. Männer waren schon immer erfindungsreich, wenn es darum ging einen Rückzieher aus einer Beziehung zu machen. „Schatz, der hat Zeus mir leider befohlen, sorry. Ich bin dann mal weg.“

    Die Schlacht um Latinum ist gar nicht so schlimm, wie ich sie in Erinnerung habe. Es geht teils um Bündnispolitik mit anderen Völkern, teils um die Intrigen die Lavinias Mutter spinnt, damit ihre heißgeliebte Tochter nicht diesen dahergelaufenen Ausländer heiraten muss, wenn da doch der schmucke Turnus von um die Ecke ein viel besserer Schwiegersohn währe, den man auch kennt. Das ist durchaus nachvollziehbar. Dumm nur, dass die Götter das ein wenig anders sehen. Alle Götter? Nein, natürlich nicht, Juno stänkert herum. Klar, Fatum hin oder her, Lavinia wir Aeneas heiraten, aber sie wird ihr die Super versalzen und ihr eine tränenreiche Hochzeit bescheren, die durch sehr viel Blut erkauft wurde. Leider gibt es kein Buch in der Aeneis, das darauf eingeht, ob es mit Lavinia und Aeneas klappt und die Ehe glücklich oder zumindest tolerabel wird, denn letztendlich gründen die Nachkommen von Ascanius, Aeneas Sohn aus erster Ehe (seine Frau kommt in Troja ums Leben), Rom.

     

    ==== Die Übersetzungen ===

    Es gibt zwei Übersetzungen dieses Versepos. Zum einen wäre da jene von Heinrich Voß aus dem Anaconda Verlag, die mittlerweile auch Public domain ist und die neuere Reclam Übersetzung.

    Voß entscheidet sich gegen eine wortwörtliche Übersetzung, aber für das Beibehalten der Versform. Die moderne Reclam Übersetzung entscheidet sich für eine wortwörtliche Übersetzung aber Aufgabe der Versform. So gut ich die Voß Übersetzung der Homerischen Odyssee mochte, so schlimm finde ich sie bei der Aeneis. Wenn ich das lateinische Original brauche, um die deutsche Übersetzung zu verstehen, dann stimmt etwas nicht. Ja, die Anaconda Ausgabe in HC sieht im Regal besser aus, die Reclam Ausgabe jedoch liest sich deutlich besser und hat einen erklärenden Anhang und ein Namensregister. Hier muss jeder selber entscheiden, welche Variante er persönlich bevorzugt.

     

    Arma virumque cano, Troiae qui primus ab oris / Italiam fato profugus Laviniaque venit / litora, multum ille et terris iactatus et alto / vi superum saevae memorem Iunonis ob iram, / multa quoque et bello passus, dum conderet urbem / inferretque deos Latio, genus unde Latinum / Albanique patres atque altae moenia Romae.

     

    Voss (Gutenbergprojekt):

    Waffen ertönt mein Gesang und den Mann, der vom Troergefild' einst

    Kam, durch Schicksal verbannt, nach Italia und der Laviner

    Wogendem Strand. Viel hieß ihn in Land' umirren und Meerflut

    Göttergewalt, weil dau'rte der Groll der erbitterten Juno;

    Viel auch litt er im Kampf, bis die Stadt er gründet' und Trojas

    Götter nach Latium führte: woher der Latiner Geschlecht ward,

    Und albanische Väter, und du, hochragende Roma.

     

    Edith und Gerhard Binder (Reclam):

    Vom Krieg singe ich und dem Helden, der als erster von Trojas Küste durch Schichsalsspruch, ein Flüchtling, nach Italien kam und zum Gestade Laviniums: Weithin wurde er über Länder und Meere getrieben durch der Götter Gewalt wegen des unversöhnlichen Zorns der grausamen Iuno und erlitt auch viel durch Krieg, bis er endlich seine Stadt gründen und seine Götter nach Latium bringen konnte; daraus gingen hervor das Latinergeschlecht, die Väter von Alba und die Mauern des hochragenden Rom.

     

    Die Reclam Ausgabe liest sich fast wie ein „moderner“ historischer Roman in etwas antiquierter Sprache (was moderne Autoren durchaus gerne einmal nachahmen). Die Geschichte ist spannend, aber teilweise eben in typisch römischem, kurzem, fast telegrammartigem Stil. Man beschränkt sich auf das absolut wichtige zum Beschreiben einer Szene, es fehlt ein wenig die Liebe zum Detail, wie man sie von Homer kennt. Wenn man das ein wenig ausschmücken würde und die Figuren, deren Name nur genannt wird, wenn man ihnen im Kampf den Kopf abschlägt richtig in die Geschichte eingebunden würden, wäre das ein toller historischer Roman.

    Aber auch so ist die Geschichte lesenswert, spannend und zeitlos.

  19. Cover des Buches De finibus bonorum et malorum /Über das höchste Gut und das grösste Übel (ISBN: 9783150085936)
  20. Cover des Buches Sämtliche Gedichte (ISBN: 9783150017289)
    Properz

    Sämtliche Gedichte

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  21. Cover des Buches Eine reizende Diebin (ISBN: B00855CWPI)
    Tina Folsom

    Eine reizende Diebin

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Claire20

    Das Ebook, was ich besitze hat ein anderes Cover.

    Es handelt sich um eine zweisprachige Ausgabe: Deutsch und Englisch. So kann man, wenn man möchte, ganz nebenbei noch etwas Englisch lernen.

    Die Handlung ist schlüssig und unterhaltsam. Sie lässt sich gut lesen und die Seiten fliegen nur so dahin. Aus Sicht der beiden Hauptfiguren wird die Geschichte von einem auktorialen Erzähler geschildert. Ein gute und gelungene erotische Kurzgeschichte nach klassischer Art mit "normalem" Sex ohne ungewöhnliche Aspekte, aber sehr gelungen geschildert und beschrieben; so wie ich es gerne mag. Ich habe diesen Kurzroman gerne gelesen und kann mir vorstellen noch weitere Bücher dieser Autorin zu lesen.

  22. Cover des Buches Enzephalogramm (ISBN: 9783981778946)
    Lia Sturua

    Enzephalogramm

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Mrs. Dalloway / Mrs Dalloway (Neuübersetzung) (ISBN: 9783730608593)
    Virginia Woolf

    Mrs. Dalloway / Mrs Dalloway (Neuübersetzung)

     (202)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Es ist ein ganz gewöhnlicher Tag im Leben der Clarissa Dalloway. Sie bereitet eine Abendgesellschaft vor, da steht plötzlich ihre Jugendliebe Peter vor der Tür und löst eine Flut der Erinnerung aus. Währenddessen verstreicht der Tag im London kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges für die verschiedensten Menschen auf völlig unterschiedliche Art. Sie haben jedoch eines gemeinsam: eine namenlose Bedrückung, die ihre Art zu leben dämpft.

    In einer beeindruckenden Leichtigkeit erweckt Virginia Woolf diesen einen Tag aus dem Blickwinkel vieler Charaktere zum Leben. Im Stream of Consciousness wechselt der Leser ohne Vorwarnung von Figur zu Figur, leichtfüßig fließen die Wahrnehmungen ineinander und erschaffen in ihrer Gesamtheit ein ergreifendes Bild der englischen Nachkriegszeit. Vergangene, glorreiche Tage der gehobenen Gesellschaftsklasse und zerschmettertes Leben von Kriegsveteranen. Verluste werden vielschichtig thematisiert, von hoffnungslosen Träumen bis zu ungeträumter Zukunft wird alles abgedeckt. Je tiefer der Leser in die Geschichte eintaucht und je mehr er versucht das Bild zu erfassen desto komplexer wird die Geschichte und desto mehr Interpretationsansätze entdeckt man.

    Ein Tag komprimiert auf knapp 250 Seiten und so viele Schicksale, die ein eindrucksvolles Gesamtbild einer Zeit im Umbruch spiegeln. Etwas düster und melancholisch, aber auch farbenprächtig und voller Hoffnung. 

    Ein Klassiker, der noch lange nachklingt.

  24. Cover des Buches Germania (ISBN: 9783866473324)
    Tacitus

    Germania

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Admiral
    Der Römer Tacitus, mitunter einer bekanntesten Geschichtsschreiber der Antike, schrieb mit Germania wohl eine grundlegendsten Werke zu den Germanen und den Ureinwohnern des groben, heutigen Gebiets Deutschlands. Äußerst ausführlich teilt Tacitus dem Leser zahllose Eigenschaften, Besonderheiten und sonstige Begebenheiten, die die Germanen betrafen mit. So beschreibt er deren regionale Ausdehnung, Ursprünge, Religion, militärischen Gepflogenheiten, politischen Ordnungen, Wirtschaft, Art des Bekleidens und deren sonstigen privaten Umstände, wie Bekleidung, Nahrungsvorlieben, Wohnart. Nicht nur für Geschichtsinteressierte ist dieses Werk eine sehr lesenswerte Lektüre, da Tacitus recht "wissenschaftlich" arbeitet, wenn man das so nennen kann. Bemerkenswert ist des Weiteren, dass dieses Werk nicht lediglich Auskunft über Germanen gibt, sondern auch ein sehr klares Bild darüber zeichnet, wie Römer "Barbaren" (fremde/nicht-römische Völker) sahen und sich auch bei ihnen die Mühe gaben, sie zu verstehen. Meiner Meinung nach ein Meilenstein der Geschichtsschreibung.
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