Bücher mit dem Tag "zweiter weltkrieg"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zweiter weltkrieg" gekennzeichnet haben.

1.188 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bücherdiebin (ISBN: 9783570403235)
    Markus Zusak

    Die Bücherdiebin

    (4.696)
    Aktuelle Rezension von: dodo2025

    Das Buch lag schon eine Weile auf meinem SUB, aber als  ich es dann anfing, hat es mich irgendwie auch gefesselt. Der Schreibstil war schon auch sehr gewöhnungsbedürftig, aber ich kam schnell rein. Die Thematik über Krieg und die Nazizeit mit dem Judenhass war interessant und spannend zu lesen. Die Protagonistin Liesel Meminger ist schon früh in ihrem Leben mit Tod  und Leid in Berührung gekommen, aber umso schöner wie sie es dann gemeistert hat und ihre Empathie fand  ich auch gut.

    Es ist sehr lesenswert und in heutiger Zeit  sollte es auch zum Nachdenken anregen.

  2. Cover des Buches Er ist wieder da (ISBN: 9783847905998)
    Timur Vermes

    Er ist wieder da

    (3.405)
    Aktuelle Rezension von: deidree

    Das Buch lag schon lange auf meinem Regal und jetzt weiß ich auch warum ich es von mir geschoben habe. Ich finde einfach keinen Zugang zu dieser Art von Humor, falls da irgendwo einer versteckt sein sollte. 

    „Er ist wieder da“ löst bei mir eher Bauchweh aus. Die Vorstellung jederzeit könnte sich ein ähnliches Szenario wiederholen ist weder witzig noch wünschenswert. Leider ist die Möglichkeit nicht völlig auszuschließen. 

    In meinen Augen hat Timur Vermes wohl eine Satire erschaffen wollen. Bei mir kam diese Bemühung nicht an. Zu lesen fand ich die Geschichte einfach, aber emotional hat sich bei mir alles auf Abwehr gestellt. 

    Zugutehalten möchte ich den Versuch aufzuzeigen, dass eben jederzeit wieder ein Mensch mit gefährlicher Ideologie auftauchen könnte und wir aufgerufen sind, gut hinzusehen. Auch ist der Schreibstil flüssig und flott zu lesen. 

  3. Cover des Buches Gesamtausgabe (ISBN: 9783596710775)
    Anne Frank

    Gesamtausgabe

    (2.752)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Anne Frank, die aus einer jüdischen Familie stammt, muss während des zweiten Weltkriegs von ihrer Heimat Frankfurt am Main, 1933 mit ihrer Familie nach Amsterdam flüchten. Während dieser Zeit führt sie über zwei Jahre lang ein Tagebuch, das deutlich die Ängste und wünsche einer Jugendlichen zeigt, die in diesen schweren Zeiten aufwächst. Und wenn das nicht schon ausreicht erhält man auch noch einen guten Einblick über eine jüdische Familie, die versucht eine einigermaßen erträgliche Normalität aufrecht zu erhalten während sie versuchen zu überleben, in ständiger Angst vor den Nationalsozialisten.

    Da meine 13jährige Nichte sich zurzeit mit der Zeit des zweiten Weltkriegs auseinander setzt, habe ich ihr dieses Buch gegeben und es selber nach vielen Jahren noch mal gelesen. Auch nach all den Jahren als ich es zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich wieder sehr bewegt. Nach wie vor halte ich dieses Buch wichtig, damit Jugendliche beginnen sich mit dieser Zeit zu beschäftigen, da es ein autobiografisches Buch einer Jugendlichen ist, die sie nachvollziehen können.

  4. Cover des Buches Die Insel der besonderen Kinder (ISBN: 9783426520260)
    Ransom Riggs

    Die Insel der besonderen Kinder

    (2.144)
    Aktuelle Rezension von: Randaleranke

    📖In "Die Insel der besonderen Kinder" von @ransomriggs geht es um Jacob, dessen Großvater ihm von seinen unglaublichen Entdeckungsreisen, Kindern mit besonderen Fähigkeiten und brutalen Monstern erzählt. Eines Tages wird Jacobs Großvater ermordet und Jacob findet heraus, dass all die Geschichten wahr sind.


    ❗Dieser Text kann Spoiler enthalten.


    ✅ Dieses Buch ist etwas für dich, wenn...

    - du eine Gruppe Jugendlicher beim Zusammenwachsen und einem lebensverändernden Abenteuer begleiten willst.

    - du daran glaubst, dass unter uns besondere Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten und Monster leben.

    - du keine Lust auf viele komplizierte Fantasynamen hast, du aber auch nicht ganz darauf verzichten willst.


    ❌Dieses Buch ist nichts für dich, wenn...

    - du mit Tod und Gewalt in Büchern nicht gut umgehen kannst.

    - du ein schnelles Erzähltempo bevorzugst.

    - Inselsetting und Zeitreisen nicht dein Ding sind.


    ✨ Eigentlich bin ich kein Fan von entspanntem Erzähltempo, aber in diesem Buch ist mir das fast nicht aufgefallen. Als die Action dann anfing, habe ich lediglich im Nachhinein gedacht, dass ich doch schon einen ganz schön großen Teil des Buches gelesen hatte. Die Geschichte hat mich total gut mit seinen unterschiedlichen Atmosphären gecatched. Teilweise war es gruselig, actionreich, hat mich zum Weinen und auch zum Lachen gebracht, also aus meinen Augen eine wirklich gute Balance gehalten. Oft habe ich Jana auch geschrieben, dass ich mich gerade super wohl mit dem Buch fühle. Auch die Charaktere fand ich wirklich gut und abwechslungsreich, die Welt war toll gestaltet und das Ende hatte einen super fairen Cliffhanger, dafür dass es der erste Teil einer Buchreihe ist. Untermalt wurde die Geschichte noch von, meiner Meinung nach, sehr coolen und passenden alten schwarz-weiß Fotos.


    P.S. Das Buch ist der erste Teil einer Buchreihe.


  5. Cover des Buches Winter der Welt (ISBN: 9783404169993)
    Ken Follett

    Winter der Welt

    (824)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    1933. Seit dem Ersten Weltkrieg ist eine neue Generation herangewachsen. Nun spitzt sich die Lage in Europa erneut gefährlich zu. In dieser dramatischen Zeit versuchen drei junge Menschen heldenhaft ihr Schicksal zu meistern.

    - Der Engländer Lloyd Williams wird Zeuge der Machtergreifung Hitlers und der Nationalsozialisten. Er entschließt sich, gegen den Faschismus zu kämpfen, und meldet sich freiwillig als Soldat im Spanischen Bürgerkrieg.
    - Die deutsche Adelige Carla von Ulrich ist entsetzt über das Unrecht, das im Namen des Volkes geschieht. Sie geht in den Widerstand und bringt damit sich und ihre Familie in höchste Gefahr.
     - Die lebenshungrige Amerikanerin Daisy hingegen träumt nur vom sozialen Aufstieg. Sie heiratet einen englischen Lord - aber ihr Mann steht auf Seiten der Faschisten ...

    Das Buch ist spannend. Die diversen verschiedenen Perspektiven aus unterschiedlichen Nationen lassen mich die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln sehen, was eine differenziertere Betrachtung erlaubt.

    Die Lage spitzt sich immer mehr zu, der Krieg kommt immer näher, und plötzlich ist man mittendrin. Obwohl die Geschehnisse im Grossen und Ganzen bekannt sind, ist das Buch doch äusserst interessant und man lernt Neues. Auch dies ist vor allem den verschiedenen Perspektiven zu verdanken.

    Viele der Charaktere kennt man schon aus dem ersten Buch, einige lernt man hier nochmals viel besser kennen, andere treten etwas in den Hintergrund. Nichtsdestotrotz schafft es der Autor, die verschiedenen Personen mit Leben zu erfüllen. Egal, ob man nun die Meinung der Personen vertritt, oder ganz anderer Meinung ist, man fiebert mit ihnen allen mit und ist gespannt, wie es weitergeht.

    Teilweise waren die Szenen für mich etwas zu sehr in die Länge gezogen, und es war etwas zäh, die spannenden Stellen haben aber definitiv überwogen.

    Sehr spannend und interessant, aber nichts für zwischendurch.

  6. Cover des Buches Das Orchideenhaus (ISBN: 9783442491940)
    Lucinda Riley

    Das Orchideenhaus

    (2.822)
    Aktuelle Rezension von: buecher_t1na

    "Das Orchideenhaus" habe ich mittlerweile schon in 2024 gelesen und bisher leider nicht rezensiert. Weiß gar nicht genau warum 🙈
    Dies war mein erstes Buch von Lucinda Riley, inzwischen habe ich auch schon den ersten Teil der "Sieben Schwestern"-Reihe gelesen.

    Ich erinnere mich noch, dass mir das Buch gut gefallen hat. Einige andere haben allgemein zur Geschichte schon was geschrieben, daher lasse ich das jetzt hier aus.
    Mir hat das alte Tagebuch vom Großvater sehr gut gefallen. Ich betreibe seit ich 18 Jahre bin Ahnenforschung in meiner eigenen Familie, wenn mir ein Tagebuch oder ähnliches in die Hände kommen würde - wow.
    Daher fand ich das mit den zwei Zeitsträngen auch wirklich cool. Julias Großmutter berichtet aus der Vergangenheit, während Julia in der Gegenwart mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen hat.
    Ich fand das daher wirklich ein spannendes und interessantes Buch.
    Wenn ich mich recht erinnere, war jetzt die Love Story zwischen Kit und Julia für mich auch kein Muss, aber auch nicht schlimm. 

  7. Cover des Buches Stay away from Gretchen (ISBN: 9783423220149)
    Susanne Abel

    Stay away from Gretchen

    (609)
    Aktuelle Rezension von: Manona

    Tom, ein arroganter Fernsehmoderator, wird aus seiner perfekt inszenierten Welt gerissen, als seine Mutter an Demenz erkrankt. Ihre zunehmenden Ausfälle zwingen ihn, sich erstmals ernsthaft mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Dabei entfaltet sich eine bewegende Familiengeschichte, die bis in die Nachkriegszeit der 1950er-Jahre zurückreicht und ihn schließlich in die USA führt. Der Roman überzeugt durch den Kontrast zwischen Toms oberflächlichem Leben und der Tiefe der historischen Erzählung. Das Ende wirkt mir jedoch etwas zu überladen und fast kitschig. Insgesamt aber eine lesenswerte, emotionale Geschichte über Herkunft, Erinnerung und persönliche Veränderung.

  8. Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257600209)
    John Irving

    Gottes Werk und Teufels Beitrag

    (1.028)
    Aktuelle Rezension von: Fynn_Augustus

    Finde das Buch wirklich sehr gut. Vielschichtige Personen, die die Handlung schon fast unwichtig machen. Der Erzählstil ist sehr langsam, was ich persönlich sehr gerne mag wenn es gut gemacht ist. Es geht um die Personen, ihre Beziehungen zueinander und zu ihrer Umwelt, ihre Persönlichkeiten und ihre Leben. Die Abtreibungsdebatte wird humanisiert. Rassismus ist kein Hauptthema, aber trotzdem weißt der Autor auf einige Probleme hin.

    Ich kann das Buch grundsätzlich jedem empfehlen, nicht geeignet ist es meiner Meinung nach für Lese(wieder)einsteiger, da eben wenig passiert und das für Leute, die nicht viel lesen, öde sein kann, vor allem, da das Buch über 800 Seiten hat. 

  9. Cover des Buches Abbitte (ISBN: 9783257261844)
    Ian McEwan

    Abbitte

    (921)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Oder: Gibt es eine klar definierte Altersgrenze für Verstehen und Einsicht in die Folgen des eigenen Handelns? Und falls es diese gibt, ist sie möglicherweise individuell unterschiedlich und an welchen Kriterien ist dies gegebenenfalls zu erkennen? In der Juristerei ist dies klar definiert, aber bildet das auch die Lebenswirklichkeit ab? Gerade in einer Zeit, in der das Gehirn noch einmal massiv umgebaut wird, die Handlungsweisen der Pubertierenden oft kaum nachvollziehbar erscheinen, sollten diese Fragen mit höchster Sensibilität und im Zweifel im Sinne des Heranwachsenden beantwortet werden. Denn zu viel steht auf dem Spiel: im Zweifelsfall ein ganzes Menschleben – mindestens.

    1935 ist keine gute Zeit für solche Überlegungen. Nicht weil ein weiterer Weltkrieg vor der Tür steht, sondern weil über solche Fragen mit einer anderen Skala „gerichtet“ wird. Und mit 13 Jahren, in einem Alter des Ausprobierens, macht man zwangsläufig Fehler, auch wenn diese nicht immer so drastisch ausfallen wie in diesem grandiosen Roman von Ian McEwan geschildert. Das Hineintauchen in persönliche Verfehlungen, die vielschichtig aufbereiteten Folgen, vor einem ohnehin fragilen Hintergrund, die dramatischen Zuspitzungen in den Ereignisfolgen, aber auch die zarten Bande von Liebenden, die durch diese Ereignisse eine besondere Intensität erhalten, sind solcherart gesetzt, dass man nur bewundernd sein Haupt neigen kann.

    Die Geschichte beginnt also 1935, ist im längsten Kapitel dieses Buches untergebracht, obwohl sie nur gut einen Tag umfasst. Aber dieser Tag hat es in sich, ist entscheidend für das Leben der Betroffenen, ein sogenannter „Kipppunkt“, wie man wohl heute zu formulieren pflegt. Ein Punkt jedenfalls, nach dem die Welt dieser Menschen eine andere ist – und zwar nachhaltig, und wohl kaum reparierbar, und wenn, dann höchstens in Teilen. Dazu bedürfte es sowohl einer Einsicht als auch den Mut dies zu tun. Sicher eine Überforderung für ein junges Leben. Was möglich wäre, zumindest im Nachklang, wäre eine Form von „Abbitte“, also sehr viel mehr als eine Entschuldigung. Die Möglichkeiten sind zunächst begrenzt, zumal der II. Weltkrieg mit Macht das Leben der Menschen nicht nur in Unordnung, sondern auch in Lebensgefahr bringt: als Soldat in Nord-Frankreich oder als Krankenschwester in einem Hospital (Inhalt des zweiten und dritten Kapitels, die etwas zu langatmig geraten sind; man/ich mag sich einfach nicht mehr so intensiv mit den Gräueln des Krieges auseinandersetzen …). 

    Und es braucht schließlich 59 Jahre, bis das „Auftragspaket“, die Versöhnung mit dem Leben, eine geeignete Passform erhalten konnte. Aber was für eine. Wenn nach rund 530 Seiten, quasi auf der letzten Seite Tränen fließen, dann hat sich die Lektüre, die dafür aufgewendete Zeit auf jeden Fall gelohnt. Auch wenn der Trigger nur als Worte gesetzt wurde, so werden hier doch Emotionen ausgelöst, die sich vermutlich auch aus den Erfahrungen und der Bedürftigkeit des Rezipienten speisen. 

    (10.4.2023)

  10. Cover des Buches Der Vorleser (ISBN: 9783257073690)
    Bernhard Schlink

    Der Vorleser

    (5.814)
    Aktuelle Rezension von: ReadingFoxy

    Sehr schöne Neuauflage


    Ich denke, die meisten kennen das Buch oder haben den Film schon einmal gesehen.


    Doch finde ich, sollten Klassiker (denn es ist mittlerweile 30 Jahre alt) in keinem Schrank fehlen und gerade dieses Buch ist in der heutigen Zeit wieder sehr wichtig. 

    Und hier hat der Diogenesverlag eine wirklich schön gestaltete Neuauflage des Buches veröffentlicht.

    Das Buch erzählt in drei Teilen die Lebensgeschichte von Michael Berg und seine Beziehung zu Hanna Schmitz, vor dem Hintergrund der deutschen NS-Vergangenheit. Es wird aus der Ich-Perspektive von Michael Berg erzählt. Es verbindet eine Liebesgeschichte mit der Auseinandersetzung mit dem Holocaust und der Schuldfrage.

    Es ist sicher keine leichte Kost, aber dennoch wichtig zu lesen und zu verstehen.

    Das Buch ist recht neutral und nüchtern geschrieben. Es werden keine direkten Wertungen der Handlungen vorgegeben. Der Leser selbst muss sich hier eindenken und sich seine eigene Meinung bilden. Man muss sich mit einigen, auch schwierigen, Fragen auseinandersetzen und die Geschichte für sich selbst bewerten.


    ISBN: 978-3257073690

    Autor: Bernhard Schlink

    Verlag: Diogenes

    ET: 19.11.25

    Umfang: 208 Seiten

  11. Cover des Buches Solange am Himmel Sterne stehen (ISBN: 9783442381210)
    Kristin Harmel

    Solange am Himmel Sterne stehen

    (797)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Rose hat Alzheimer und bald schon wird sie sich nicht mehr an ihre große Liebe erinnern können. Deshalb bittet sie ihre Enkelin sich auf die Suche nach diesem Mann zu machen. 

    Jener Mann, dem ihr Herz seit 1942 gehört.

    Oh, mein Gott….. diese paar Sätze reichen ja wohl um jedes Frauenherz höher schlagen zu lassen oder ?

    Ein total gefühlvoller Roman. Ich war hin und weg!!! Das Thema Alzheimer wird sehr realistisch und dramatisch beschrieben. Ich bin begeistert! Aber Achtung, ich würde empfehlen beim Lesen Taschentücher bereit zu halten.

  12. Cover des Buches Über uns der Himmel, unter uns das Meer (ISBN: 9783499015557)
    Jojo Moyes

    Über uns der Himmel, unter uns das Meer

    (688)
    Aktuelle Rezension von: Alinchen

    600 Frauen besteigen das Schiff Victoria, das sie von Australien nach England bringen soll. Sie alle haben englische Soldaten geheiratet und oft nur kurze Zeit mit ihnen verbracht, bevor der Krieg sie wieder trennte. Nun reisen sie in eine ungewisse Zukunft. Unter ihnen sind auch die Krankenschwester Frances, die schwangere Margaret, Avice aus reichem Hause und die erst 16-jährige Jean. Die vier teilen sich eine Kabine. Das Buch wird aus ihren unterscheiden Perspektiven erzählt, dazu noch aus Kapitän Highfields Sicht und aus der eines Marinesoldaten, der auf der Victoria dient und jede Nacht die vier Frauen bewacht. Während die Frauen mehr oder weniger zusammen wachsen und der ungewissen Zukunft entgegen blicken, nähern sich Frances und der Soldat an. Da bricht eine Katastrophe aus...

    Das Buch ist fiktiv, doch es basiert auf einer wahren Geschichte: auf dem Leben der Großmutter der Autorin. Jojo Moyes hat es wieder mal geschafft, mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen. Ihr Schreibstil ist wunderbar. Trotz ein paar Längen fliegt man nur so durch das Buch. Die Frau weiß einfach, wie man gute Bücher schreibt!

  13. Cover des Buches Die Geisha (ISBN: 9783328100454)
    Arthur Golden

    Die Geisha

    (2.947)
    Aktuelle Rezension von: Lulia

    Im Zentrum der Geschichte steht das Fischermädchen Chiyo/Sayuri, das in den 1930er‑Jahren von ihrem Vater nach Kyoto verkauft wird und daraufhin die Gelegenheit erhält sich zur Geisha ausbilden zu lassen. Die Handlung erzählt von Sayuris Weg zur Geisha voller Intrigen, Rivalitäten, politischer Umbrüche und emotionaler Abhängigkeiten. Hierbei wird auch ein Fokus auf ihre Ausbildung gelegt und die Ausführungen spannen sich über Jahrzehnte, beginnend beim Vorkriegsjapan, über den Zweiten Weltkrieg bis in die Nachkriegszeit.
    Sayuri und ihre persönliche Entwicklung, einhergehend mit dem gesellschaftlichen Wandel, stehen klar im Fokus und sind realitätsnah mit viel emotionaler Tiefe dargestellt, was durch die Ich-Perspektive optimal unterstützt wird. Relevante Nebenprotagonisten wie z.B. Hatsumoto, Nobu, Mameha oder der Direktor bereichern die Handlung und unterstützten die Entwicklung der Hauptprotagonistin sehr gut.
    Wer historische Romane mit hoher emotionaler Tiefe vor einem interessanten kulturellen Hintergrund mag, wird hier fündig.
    Der Schreibstil ist detailreich, bildreich und unterstützt sowohl den Lesefluss als auch die dichte Atmosphäre des Buches sehr gut.
    Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen.

  14. Cover des Buches Alles Licht, das wir nicht sehen (ISBN: 9783406815348)
    Anthony Doerr

    Alles Licht, das wir nicht sehen

    (448)
    Aktuelle Rezension von: Aukje

    Die erblindete Marie-Laure flieht 1944 von Paris nach Saint-Malo mit ihrem Vater, ein Angestellter des 'Muséum National d'Histoire Naturelle'. Sie fliehen zu ihrem etwas zurückgezogenen und kauzigen Onkel Etienne. Nichts ahnend hat ihr Vater entweder das Original oder eine Fälschung eines wichtigen Diamanten dabei auf dem so etwas wie ein Fluch liegt, der dem Museum gehört und ihm während der Kriegszeiten der 2. Weltkriegs anvertraut wurde. Parallel landet ein Waisenkind aus dem Ruhrgebiet eher aus Zufall bei einer Spezialeinheit der Wehrmacht. Wie sich herausstellt hat Werner Hausner eine Affinität für alles Technische und wird daher von der SS gefördert. Als Marie-Laure's Vater von den deutschen verschleppt wird ist sie nun auf sich allein gestellt und Werner's Auftrag ist es nun den Sender der heimischen 'Résistance' in Saint-Malo zu finden und dabei stößt er auf Marie-Laure.

    Ich muss zugeben das ich mich zu Anfang des Buches schwer getan habe in die Geschichte zu finden und die magische Grenze der 100 Seiten beschlossen habe. Aber dann wurde das Buch interessanter und ich war in der Geschichte drin. Es ist unheimlich tragisch und immer nachvollziehbar was die einzelnen Charaktere durchleben und man hofft die ganze Zeit auf eine Art Happy-End für beide. Es ist wirklich schön wie die Charaktere aufeinander stossen. Unheimlich berührend!

  15. Cover des Buches Der Junge im gestreiften Pyjama (ISBN: 9783733507275)
    John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    (2.386)
    Aktuelle Rezension von: Louise_Sountoulidis

    Mit “Der Junge im gestreiften Pyjama" von John Boyne habe ich mich erneut in die Zeit des Nationalsozialismus begeben und mich meiner Angst vor den aufkommenden Emotionen gestellt.

    Intro:

    Immer wieder ist mir „Der Junge im gestreiften Pyjama“  in der Buchwelt begegnet, sei es in den sozialen Medien oder in den Auslagen der Buchhandlungen. Dennoch habe ich mich lange, lange Zeit vor diesem Buch gedrückt. Ich hatte schlichtweg Angst davor, mich mit dessen Inhalt zu befassen. Angst vor den Emotionen, die die Thematik bei mir auslösen könnte. Wenn man das Cover sieht und den Titel liest, weiß man einfach schon vorher, dass diese Seiten viel Leid und Schmerz in sich tragen werden. Was mich dennoch dazu gebracht hat, es zu lesen? Es ist eigentlich ganz einfach: Dieses Thema ist zu wichtig, und das damit verbundene Grauen darf niemals vergessen werden! Man darf die Augen nicht davor verschließen! Und ja, so hart das in dem Moment auch sein mag, Bücher dieser Art müssen weh tun, damit man sie verinnerlicht und stets im Herzen trägt.

    Also habe ich es gewagt und mich dem so leidvollen und bedrückenden Teil der deutschen Vergangenheit gestellt. Denn trotz seiner Bedeutsamkeit und Finsternis ist er aktueller denn je.

    Zur Handlung:

    Bruno lebt mit seiner Familie in Berlin. Sie bewohnen eine geräumige Villa und haben mehrere Angestellte. Bis sein Vater eines Tages damit beauftragt wird, die Führung eines Konzentrationslagers zu übernehmen. Bruno muss seine Freunde und sein geliebtes Zuhause zurücklassen und sich an einem neuen Ort eingewöhnen, der deutlich spartanischer ist und kaum Abwechslung bietet. Wenn man von den auf der anderen Seite des Zauns lebenden Menschen absieht, die er von seinem Fenster aus beobachten kann. Zu gern würde er sich mit ihnen unterhalten oder mit den Kindern spielen. Doch der Stacheldrahtzaun ist viel zu hoch und eine Kontaktaufnahme strengstens untersagt. Bis er eines Tages einen anderen kleinen Jungen dicht am Zaun sitzen sieht…

    Die Figuren:

    Die Figuren wurden äußerst lebendig und ausgereift kreiert. Sie agieren allesamt absolut authentisch und ich konnte jeden einzelnen Charakter fühlen. Den gestrengen Herrn Vater und den hasserfüllten jungen SS-Mann Oberleutnant Kurt Kotler genauso wie die beiden kleinen Jungen Bruno und Schmuel mit ihren kindlichen Blicken auf die Dinge, die sie zwar sehen und aus unterschiedlichen Gründen ängstigen, deren Tragweite aber überhaupt nicht begreifen können.

    Der Schreibstil:

    John Boyne hat einen sehr schön leicht zu lesenden und gut verständlichen Schreibstil. Ich bin reibungslos in die Handlung eingestiegen und konnte dem roten Faden stets gut folgen. 

    Der Autor hat sich extrem gut in die Sichtweise eines Kindes hineinversetzt und so den perfekten, zu den beiden Jungen absolut passenden, Blick auf das Grauen darstellen können. Authentischer Weise ist Brunos Sicht deutlich naiver und beschönigender gezeichnet worden als die von Schmuel, dessen Augen ganz andere Dinge gesehen haben. 

    Ich muss zugeben, dass ich für den kindlichen Blick, welcher stets mit Positivität und Zuversicht angefüllt ist, sehr dankbar war, denn das hat der Handlung etwas die Schwere genommen. 

    Auch hinsichtlich der Zielgruppe junger LeserInnen ab neun Jahren ist das sehr treffend gewählt, denn es sorgt dafür, dass der Roman trotz seiner Dramatik zwar erinnert und aufrüttelt, sich dabei aber nicht traumatisierend auswirkt. 

    Zum Setting muss ich gar nicht so viel sagen. Es ist zwar sehr bildhaft und authentisch gezeichnet worden, doch ist es kein Ort, an dem man gern verweilt. Man möchte einfach nur fliehen, und das ganz, ganz schnell.

    Fazit:

    Mit “Der Junge im gestreiften Pyjama” hat John Boyne ein wichtiges literarisches Werk geschaffen und mich mit einer besonderen Leichtigkeit hindurch getragen. Er hat mit ganz viel Feingefühl die Betrachtungsweise zweier Kinder dargestellt, welche sich in einer Zeit begegnen, die mit ihrem finsteren Gedankengut und den massenweise stattgefundenen Gräueltaten jedem Einzelnen mehr als nur die Unbekümmertheit zu rauben vermochte.

  16. Cover des Buches Alles ist erleuchtet (ISBN: B005C37GUW)
    Jonathan Safran Foer

    Alles ist erleuchtet

    (529)
    Aktuelle Rezension von: Joroka

    Ich habe zuerst den Film gesehen, zu dem das Buch als Vorlage diente; und dieser hat mir ausgesprochen gut gefallen. Normalerweise ist man von der filmischen Umsetzung eines literarischen Werkes enttäuscht, im vorliegenden Fall war es gerade umgekehrt.

    Die Geschichte eines jungen jüdischen Amerikaners (Jonathan Safran Foer), der in die Ukraine fährt und sich dort mit Hilfe eines radebrechenden, machohaften Reiseführers und dessen "blinden" Opa als Fahrer, nebst "Blindenhund" auf die Suche nach der Vergangenheit seines eigenen Großvaters macht, ist im Buch als eine der vier Handlungsstränge enthalten.

    Daneben geht es um die Geschichte von "Brod", die dem gleichnamigen Fluss "entspringt", als ihre Eltern im Jahre 1791 dort mit Fuhrwerk in den Fluten versinken; des weiteren um die Geschichte der Heirat von Jonathans Großvater vor Zerstörung des Schtetls um 1940 und um die Kommentare von Alex, dem ukrainischen Reisebegleiter von Jonathan, der scheinbar diese Geschichten Korrektur ließt.

    Ganz schön verwirrend und so kam es mir beim Lesen auch durchgehend vor. Hätte ich zuvor den Film nicht gesehen, hätte ich bezüglich Orientierung wohl auch gewiss einige Probleme gehabt. Nun, das mag "innovativ" sein, aber meinem Lesevergnügen zumindest nicht zuträglich.

    Natürlich sind alle Geschichten miteinander verwoben und auch Alexs Großvater ist involviert. Ein bisschen dick aufgetragen, wie ich finde.

    Negativ aufgestoßen ist mir auch die unnötig obszöne Sprache, die in manchen Passagen benutzt wird.

    Fazit: Insgesamt kein wirklich schlechtes Buch. Aber es kommt halt wie ein besonders bemühtes Erstlingswerk eines noch nicht ganz ausgereiften Schreiberling rüber.

  17. Cover des Buches Die Menschheit hat den Verstand verloren (ISBN: 9783548288697)
    Astrid Lindgren

    Die Menschheit hat den Verstand verloren

    (95)
    Aktuelle Rezension von: Philiene

    Wer dieses Buch liest muss sich darüber im klaren sein, daß es sich hier um die Tagebucheinträge der Autorin handelt. Es hat nichts mit ihren späteren Werken zu tun und es ist auch kein Roman.


    Astrid Lindgren kennen wir alle als die Autorin von Pipi Langstrumpf und Michel , aber natürlich war sie auch ein Mensch der in seiner Zeit gelebt hat. Sie war eine junge Frau während des zweiten Weltkrieges.  Sie war Mutter und Ehefrau und sie hat ein Tagebuch während dieser Zeit geschrieben,.

    Das besondere daran ist das sie es aus Sicht einer Frau geschrieben hat, die nicht in Deutschland, Frankreich, Polen oder einem anderen Land gelebt hat in denen dieser Krieg furchtbar wütete. Sie war nicht von den Verfolgungen der Nazies betroffen und trotzdem hat sie einen nahen Eindruck der Zeit hinterlassen. Denn sie hat in dieser Zeit gelebt.


    Ich lese sehr gerne Bericht von Augenzeugen und finde Tagebücher aus der Zeit immer sehr interessant.  Und so ging es mir auch mit Astrid Lindgrens Tagebuch. Sie erzählt von dem was sie vom Krieg mitbekommt und wie ihre Familie diese Zeit erlebt hat. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

  18. Cover des Buches Altes Land (ISBN: 9783328602101)
    Dörte Hansen

    Altes Land

    (757)
    Aktuelle Rezension von: ratherbehappythandignified

    In „Altes Land“ von Dörte Hansen geht es um Vera, die in jungen Jahren mit Ihrer Mutter aus Ostpreußen in das Alte Land bei Hamburg flüchtet. Vera wächst dort in einem alten Bauernhaus auf und fühlt sich unglaublich verwurzelt, aber doch nie wie angekommen in diesem Haus. In Dörte Hansen Roman erfahren wir wie Vera aufwächst, aber erhalten auch Einblicke in die Leben ihrer Nachbarn und Familienmitglieder. Das Leben für Vera nimmt noch einmal eine Wendung, als ihre Nichte bei ihr einzieht. Auch diese hat einige Erfahrungen in ihrem Leben machen müssen. Doch schweißt das die Beiden zusammen?

    Mir hat „Altes Land“ an sich gut gefallen, nur fand ich es sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Man fühlt sich als Leser:in manchmal etwas allein gestellt, denn es werden von Anfang an sehr viele Personen genannt, die man erst einmal allein versuchen muss einzuordnen. Wir werden richtig in die Handlung reingeworfen und hat man den einen Teil sortiert, ist man schon wieder eine Zeitebene weiter. Doch wenn man hier erst einmal einen roten Faden gefunden hat, macht die Geschichte wirklich Spaß und hat einen Tiefgang, der einen wirklich in seinen Bann zieht. Im Laufe der Seiten werden dann noch weitere Figuren vorgestellt, die das Leben auf dem „Alten Land“ in humorvoller Weise einmal mehr veranschaulichen. Ich fand es insgesamt ein schönes Buch und auch jetzt, Tage nach dem Lesen, kann ich mich noch an Vera und ihre Nichte zurückerinnern und mit ihnen mitfühlen.

  19. Cover des Buches Die Nachtigall (ISBN: 9783352010323)
    Kristin Hannah

    Die Nachtigall

    (651)
    Aktuelle Rezension von: CoffeeToGo

    Inhalt 

    Vianne und Isabel, zwei Schwestern die im zweiten Weltkrieg getrennte Wege gehen und großes leisten.

    Viannes Mann zieht in den Krieg und sie muss mit ihrer Tochter ums Überleben in einem besetzten Land kämpfen.

    Isabel verliebt sich, schließt sich der Résistance an und rettet Menschen über eine geheime Fluchtroute aus Frankreich.


    Eigene Meinung 

    Ein großartiges und schreckliches Buch.

    Ich habe es geliebt, dem Leben der beiden Schwestern über viele Jahre zu folgen. Es war spannend zu sehen, wie jede ihren ganz eigenen Weg geht, wie sie sich trennen, streiten und zwischendurch auch wieder finden.


    Eine spannungsgeladene Geschichte, die unter die Haut geht. Alleine schon aus dem Grund, da es so wirklich geschehen ist. Zwar nicht in Form von Vianne und Isabel, aber sie stehen stellvertretend für viele Frauen in der Nazizeit.


    Die Geschichte hat mich zu tiefst erschüttert und vor allem ab der Mitte war ich einfach fassungslos, wie grausam Menschen waren und sind. Ab der zweiten Hälfte habe ich fast nur noch durch geweint, so tief hat es mich getroffen.


    Fazit

    Eine unglaublich tragische Geschichte über Familie, Zusammenhalt, Mut und vor allem Vertrauen in einer schrecklichen Zeit.

  20. Cover des Buches Die Sonnenschwester (ISBN: 9783442491728)
    Lucinda Riley

    Die Sonnenschwester

    (405)
    Aktuelle Rezension von: dodo2025

    Der Anfang gefiel mir gar nicht, weil es soviel über Drogensucht und Alkoholsucht ging, aber letztendlich war es wichtig für die Geschichte, demzufolge war mir Elektra auch nicht sympathisch, sie war mir zu oberflächlich und verwöhnt.

    Aber als es dann um ihre Herkunft ging, fand ich es spannend und interessant, wie  es in Afrika war. Als Elektra dann ihre Großmutter kennenlernte und sich ihr auch öffnete, wurde  alles  besser. Elektra ging in die Suchtklinik und ließ sich behandeln, mit Erfolg, dort lernte sie dann Miles und  Vanessa kennen. Miles und Elektra setzen sich dann für Vanessa ein und letztendlich wird Elektra  auch Aktivistin gegen das Drogenproblem.

  21. Cover des Buches Die Blechtrommel (ISBN: 9783958291300)
    Günter Grass

    Die Blechtrommel

    (568)
    Aktuelle Rezension von: SM1

    "Die Blechtrommel" ist wohl das bekannteste Werk des Literatur-Nobelpreisträgers Günter Grass. Es bildet zusammen mit der Novelle "Katz und Maus" und dem Roman "Hundejahre" die Danziger Trilogie.

    Die zentrale Figur des Buches ist Oskar Matzerath, der im Alter von drei Jahren aus Protest beschließt, nicht mehr zu wachsen.

    Der Roman ist in drei Bücher unterteilt, deren Schauplätze Danzig (Buch eins und zwei) und Düsseldorf (Buch drei) sind.

    Aus der Sicht der Hauptfigur wird ein Stück deutscher und europäischer Geschichte auf ungewöhnliche Weise und aus einer ungewöhnlichen Perspektive geschildert.

    Auch wenn es sich dabei um alles andere als leichte Kost handelt, ist der Roman größtenteils sehr unterhaltsam, so dass sich die manchmal anstrengende Lektüre letztlich lohnt.

  22. Cover des Buches Ein Bild von dir (ISBN: 9783499267345)
    Jojo Moyes

    Ein Bild von dir

    (840)
    Aktuelle Rezension von: Buchtagebuch



    Mit Ein Bild von dir erzählt Jojo Moyes eine eindringliche Geschichte über Liebe, Verlust und die Kraft von Erinnerungen. Der Roman verbindet auf eindrucksvolle Weise zwei Zeitebenen: das vom Ersten Weltkrieg gezeichnete Frankreich und das moderne London.


    Im historischen Handlungsstrang begleitet man Sophie, die in einer von Angst und Besatzung geprägten Zeit versucht, für ihre Familie stark zu bleiben. Ihr einziger Halt ist das Porträt, das ihr Mann Édouard von ihr gemalt hat – ein Symbol ihrer Liebe und Hoffnung. Dieser Teil der Geschichte ist emotional, bedrückend und gleichzeitig voller innerer Stärke.


    In der Gegenwart lernen wir Liv kennen, die noch immer mit dem Verlust ihres Mannes David kämpft. Auch sie klammert sich an ein Gemälde – dasselbe Porträt, das Sophie einst gehörte. Als ihr dieses genommen werden soll, beginnt ein Kampf, der nicht nur um Besitz, sondern auch um Erinnerung, Liebe und Identität geführt wird.


    Besonders gelungen ist die Verknüpfung der beiden Geschichten: Stück für Stück fügt sich das Gesamtbild zusammen, und man versteht immer besser, wie eng die Schicksale miteinander verbunden sind. Der Roman lebt von starken Emotionen, moralischen Fragen und dem Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Gegenwart.


    Der Schreibstil ist einfühlsam, atmosphärisch und gut zugänglich. Gerade die historischen Passagen gehen unter die Haut und bleiben lange im Gedächtnis.


    Fazit:

    Ein emotionaler, tiefgründiger Roman über zwei große Lieben, die durch ein Kunstwerk miteinander verbunden sind – bewegend, dramatisch und lange nachwirkend.

    Gefühlvoller, berührender Roman über Liebe, Verlust und Erinnerung.

  23. Cover des Buches NSA - Nationales Sicherheits-Amt (ISBN: 9783404179008)
    Andreas Eschbach

    NSA - Nationales Sicherheits-Amt

    (365)
    Aktuelle Rezension von: Hanns_Steffen_Rentschler

    Andreas Eschbach hatte eine geniale Idee.

    Also wirklich.

    Was wäre, wenn die Nazis schon Computer gehabt hätten?

    Eine dieser Fragen, bei denen man als Leser das Popcorn fallen lässt und denkt:

    „Holy shit – das wird böse.“

    Aber was kommt?

    Ein Roman wie ein eingeschlafener Systemadministrator.

    Eschbach öffnet die Hölle – und macht dann erstmal ein Backup.

    Er ersetzt Goebbels durch Google, Himmler durch Hashwerte und den totalen Krieg durch eine sehr gründliche Datenbankpflege.

    Widerstand? Fehlanzeige.

    Konsequenz? Abgemildert.

    Technologischer Impact?

    So revolutionär wie eine Fritzbox im Reichstagsbunker.

    Denn wer glaubt, man könne dem Dritten Reich digitale Macht geben, ohne die Welt gleich mit in den Abgrund zu ziehen, der schreibt nicht spekulativ – der schreibt feige.

    Statt einer rasenden Neuinterpretation der Geschichte gibt’s kleinteiliges Hackerpathos, moralisches Rumschleichen und ein bisschen Metaethik auf Unterhaltungsniveau.

    Eschbach will warnen – aber bitte so, dass es niemandem den Schlaf raubt.

    Die Vision bleibt brav. Die Dystopie harmlos.

    Die Pointe?

    Technik ist gefährlich.

    Danke. Das wussten wir schon.

    Eschbach zeigt mal wieder wie ungefährlich Literatur bleibt –

    wenn sie ihre eigenen Ideen nicht zu Ende denkt.


    Stell dir vor, Hitler hat Zugriff auf Big Data – und Eschbach macht daraus einen Roman über Datensparsamkeit.



  24. Cover des Buches 28 Tage lang (ISBN: 9783499211768)
    David Safier

    28 Tage lang

    (574)
    Aktuelle Rezension von: yana27

    1943, Mira  lebt im Warschauer Ghetto und schmuggelt Lebensmittel in das Ghetto, um sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Hannah durchzubringen. Ihr Bruder ist bei der verhassten Judenpolizei und ihre Mutter vegetiert seit dem Tod des Vaters vor sich hin. Die ganze Verantwortung der Familie liegt auf den zarten Schultern von der 16 jährigen Mira. Trotz der desolaten Lage wächst eine zarte Liebe zwischen Mira und Daniel, einem Waisenkind. 

    Es sind die letzten Tage des Warschauer Ghettos, da die Deutschen die Räumung und letztendlich die Tötung der Ghettobewohner beschlossen haben. Mira schließt sich dem Widerstand an, die von dem charismatischen Amos angeführt wird. 28 Tage lang haben die Juden- trotz bescheidenen Mitteln- Widerstand gegen die Nazis geleistet. Die Totgeweihten haben gezeigt, dass sie nicht kampflos ihrem Schicksal fügen werden. 

    Von David Safier haben ich lustige Bücher wie "mieses Karma" oder " Jesus liebt mich" gelesen- allesamt sehr lustig und amüsant.

    Ich hatte Zweifel, ob David Safier so ein sensibles Thema wie Judenverfolgung und Warschauer Ghetto ohne Klamauk handhaben kann.

    Und hat Safier mich überzeugen können?   Und ob!! 

    Die beengten und chaotischen Verhältnisse im Warschauer Ghetto wurden sehr gut dargestellt, die starke Figur Mira mit ihrer hoffnungslosem Schicksal war beeindruckend.

    Viele zeitgenössischen Figuren wie Janusz Korczak und deren Schicksale wurden dargelegt. Die Szene, wo eine Frau Mira wortlos ihr eigenes Baby in die Hand drückt, hat mir das  Herz gebrochen. 

    Ich bin angenehm überrascht, wie David Safier sensibel und ernst dieses Thema angegangen ist. 

    Fazit: Unbedingt lesen!


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