Bücher mit dem Tag "zwischenmenschliche konflikte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "zwischenmenschliche konflikte" gekennzeichnet haben.

23 Bücher

  1. Cover des Buches Die Bucht, die im Mondlicht versank (ISBN: 9783492060271)
    Lucy Clarke

    Die Bucht, die im Mondlicht versank

     (148)
    Aktuelle Rezension von: Minky

    Der Teenager Jacob verschwindet nach einem Streit mit seiner Mutter spurlos. Zunächst unternimmt die Polizei nichts, auch seine Mutter Sarah versucht die Ruhe zu bewahren, denn es kommt schon mal vor, dass ein junger Erwachsener von zu Hause abhaut und sich ein paar Tage nicht blicken lässt. Je mehr Zeit aber ohne ein Lebenszeichen vergeht, desto unruhiger wird Sarah. Auf der Suche nach ihrem Jungen stößt sie immer wieder auf Dinge aus ihrer Vergangenheit, die sie eigentlich schon lange verdrängt hatte. Lang gehütete Geheimnisse kommen ans Licht und bringen Sarahs Ehe ins Wanken, doch Jacob bleibt weiterhin verschwunden ...


    "Die Bucht, die im Mondlicht versank" ist schon mein drittes Buch von Lucy Clarke. "Der Sommer, in dem es zu schneien begann" und "Das Haus, das in den Wellen verschwand" waren zwei wirklich tolle Bücher, die mich sehr begeistert haben. Das dritte Buch, um das es hier geht, konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern, fand ich es wesentlich weniger spannend und leider etwas langatmig. 

    Bisher hatte mir bei Lucy Clarke besonders gut gefallen, dass sie eine tolle Verbindung zwischen (Liebes-)Roman und Krimi schafft, die die Geschichten sehr spannend und kurzweilig macht, ohne dabei kitschig zu sein. Auch diesmal ist die Story keineswegs kitschig oder übertrieben romantisch, aber leider fehlt mir die Spannung. Die Handlung plätschert sehr langsam dahin und für meinen Geschmack fehlen die Highlights. 

    Das Cover passt wieder toll in die Reihe und ich mag, dass der Buchschnitt mit kleinen Seesternen verziert ist. Dadurch wird das Buch auf jeden Fall zu einem Hingucker im Regal. 


    Leider nicht mein neues Lieblingsbuch: 2 von 5 Sternen.

     

  2. Cover des Buches Der Sommer, in dem es zu schneien begann (ISBN: 9783492309110)
    Lucy Clarke

    Der Sommer, in dem es zu schneien begann

     (376)
    Aktuelle Rezension von: nord_zeilen

    Dies war mein erster Roman von Lucy Clarke und ich habe das Buch aufgrund des etwas außergewöhnlichen Covers gekauft. Zuerst dachte ich bei dem Titel, dass es sich um eine schöne Sommerlektüre für zwischendurch handelt. Doch mir wurde schnell klar: Diese ereignisreiche Geschichte verbirgt mehr Geheimnisse, tiefe Gefühle und eine starke Trauer.


    Bereits ganz zu Anfang der Geschichte verliert Eva ihren geliebten Ehemann Jackson bei einem tragischen Unfall. Direkt zu Beginn hatte ich die Frage im Kopf, ob es nicht doch mehr als ein Unfall war. Evas Gefühlswelt wird von der Autorin echt und wirklich authentisch beschrieben. Ich habe wirklich mit Eva zusammen gelitten und ihren Schmerz mitempfunden. Doch für Eva blieb es nicht bei diesem einen Schicksalsschlag. Sie erlebt das Grauen. Immer wenn ich dachte, es könnte schlimmer nicht werden, dann folgte das nächste Übel in Eva's Leben. Das Ende war nicht unbedingt überraschend und hat mich auch nicht umgehauen, aber es wendet sich alles zum Guten. Und ich liebe Happy Ends!


    Der Schreibstil ist klar, nicht zu romantisch oder zu verschnörkelt. Er bringt Gefühle auf den Punkt und lässt sich leicht lesen. Die Charaktere des Buches sind alle unterschiedlich und jeder trägt seine eigene Lasten. Wunderbar, wie sie sich fügen, miteinander reden und sich ergänzen. Das ist, was die Geschichte ausmacht. Ich bin ein großer Fan dieses Buches, muss jedoch Abstriche für die unendlich traurige Grundhaltung machen, die bis zur letzten Seite nicht endet. 

  3. Cover des Buches Hummeldumm (ISBN: 9783596512379)
    Tommy Jaud

    Hummeldumm

     (1.460)
    Aktuelle Rezension von: JourneyGirl

    Einerseits witzig geschrieben. Aber etwas überzogen und übertrieben ist das Ganze schon. Außerdem hatte ich beim Lesen immer das Gefühl, dass man solche Gruppenreisen auf gar keinen Fall machen sollte... weil es so dargestellt ist, als wär es das Schlechteste auf der Welt.


    Da ich oft allein verreise, habe ich schon viele solche Gruppenreisen selbst gebucht und durchgeführt. Und ich habe nur positive Erfahrungen damit gemacht. Ich war nicht allein, sondern in einer Kleingruppe unterwegs. International,  das heißt, ich habe Menschen aus aller Welt kennen gelernt. Ich hatte einen Guide, der einheimisch war und das jeweilige Land gut kannte, mir Besonderheiten zeigen konnte! Ein Fahrer war auch dabei. Ich musste also nicht selbst fahren und konnte mich zurücklehnen! Gerade in Namibia, wo ich auch sowas gemacht habe, war das toll, denn dort herrscht Linksverkehr! Außerdem hab ich durch die Erfahrung des Guides super Erlebnisse gehabt und viele Tiere in freier Wildbahn erlebt! Das Zelten in der Wildnis war super und durch die Fahrt im geländefähigen Kleinbus kam ich sehr weit herum und habe das Land intensiv erlebt! Die Mitglieder der Gruppe waren alle sozialfähig und sehr nett und lustig. Und ich habe auf sämtlichen meiner Gruppenreisen bisher die nettesten Leute rund um die Welt kennen gelernt und auch die Menschen und die Kultur vor Ort erlebt. Genau das, was ich auf Reisen will. 

    Ich habe vermutlich einfach die falsche Art von Humor für dieses Buch. Ich habe oft geschmunzelt. Aber weitere Bücher des Autors lese ich wohl eher nicht. Denn wenn man den Klappentext von anderen Büchern des Autors liest, merkt man, dass er seinem überzogenen Humor und seinem Stil treu bleibt. 

    Andere Menschen dürfen dieses Buch gern lesen. Uns es gibt bestimmt Leute, die es gut finden. Ich fand es solala... Und das ist Geschmackssache. ;-)

  4. Cover des Buches Kill Girl - Tödliches Verlangen (ISBN: 9783442384174)
    A.R. Torre

    Kill Girl - Tödliches Verlangen

     (64)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten kurzen Eindruck vom Geschehen vermittelt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Ich ergänze lediglich meine persönliche Meinung und will gleich anmerken, dass ich dieses Buch als Hörbuch geniessen durfte. Ich will nicht verhehlen, dass die sehr angenehme, sinnliche Stimme der Vorleserin Irina von Bentheim sehr zum tollen Lese/Hörgenuss beigetragen hat. 

    Die Handlung ist absolut ungewöhnlich, sehr sinnlich und spannend. Leider ist es ja so, dass eine riesige Masse von Thrillern - auch erotischen - mit fast immer sich ähnelnden Plots daherkommen. Deshalb ist es um so erfreulicher und besonders hervorzuheben, dass dies hier nicht der Fall ist.

    Der Spannungsbogen ist zwar nicht durchgehend wird aber immer wieder zu gut gesetzten Spannungsspitzen angeführt.

    Die Protagonistin ist mit viel Sorgfalt in ihrer völlig durchgeknallten Persönlichkeit gezeichnet wobei auch ihre teilgreifenden Ängste und deren Ursachen eindrucksvoll vor dem Leser/Höherer ausgebreitet werden.

    Die immer wieder geschickt platzierten erotischen Passagen sind wunderbar und mit sinnlicher Deutlichkeit geschrieben. Ungewöhnlich auch die Einblicke in das "Berufsleben" eines Camgirls und die diversen Phantasien der Kunden. 

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den zweiten Band....!





  5. Cover des Buches 180 Grad Meer (ISBN: 9783596035762)
    Sarah Kuttner

    180 Grad Meer

     (151)
    Aktuelle Rezension von: subbi

    Inhaltangabe des S. Fischer Verlags:

    "Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität.
    Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat."

    Sarah Kuttner schafft es (wieder), wie nur wenige Autor*innen, das Gefühlsleben ihrer Protagonistin Jule ehrlich und schonunglos darzustellen. Ich konnte mich dadurch super in Jule hineinversetzen. Gleichzeitig hat das Buch viele humorvolle oder eher tragikomische Momente, sodass sich beim Lesen keine "Schwere" entwickelt. Diese Balance fand ich sehr gut.



  6. Cover des Buches Unterleuten (ISBN: 9783442719761)
    Juli Zeh

    Unterleuten

     (524)
    Aktuelle Rezension von: Randberliner

    Die in Bonn geborene Juli Zeh ist  Wahl-Brandenburgerin, und so verwundert es nicht, dass ihr 2016 veröffentlichter Roman Unterleuten in einem gottverlassenen Kaff irgendwo in der brandenburgischen Provinz spielt. Jedoch, Juli Zeh ist weder eine Heimatschriftstellerin, schon gar keine ostdeutsche, noch ist Unterleuten ein Brandenburg- oder Ost-Roman. Sie benutzt die Gegend, weil sie nur aus dem Fenster schauen muss, aber Unterleuten hätte mit einigen Modifikationen auch in einem der vielen anderen abgehängten Regionen in Deutschland, sei es in der Eifel, irgendwo in einem oberbayerischen Nest oder im Osten von Schleswig-Holstein spielen können. Das Dorf als Folie nehmend, geht es ihr vielmehr um die vielschichtigen Beziehungen in einer kleinen abgeschlossenen Gemeinschaft, in der jeder von jedem abhängig ist, noch alte Rechnungen offen hat oder in der früher begangenes oder vermeintliches Unrecht unter dünnen Schorf nicht in Vergessenheit gerät.

    Die Autorin erzählt keine durchgehende Geschichte, sondern setzt die Handlung wie in einem Kaleidoskop aus den verschiedenen Blickwinkeln aller Protagonisten zusammen. Jeder lebt in seinem Universum, in seiner persönlichen Filterblase. Als dieses festgefügte, ineinander verwobene Beziehungsgeflecht plötzlich durch Pläne zum Bau eines Windparks in heftige Schwingungen gerät, brechen alte Wunde wieder auf, entstehen neue Freund-Feind-Allianzen und bringen die dörfliche Gemeinschaft bis an den Rand des Zerbrechens. Dabei nimmt Juli Zeh für keine Seite Partei ein, sondern lässt den Leser die Handlung durch die Augen der unterschiedlichen Protagonisten erleben.

    Beeindruckend ist, wie es Juli Zeh gelingt, durch den geschickten Einsatz von Cliffhangern die Handlung immer spannender und dynamischer zu gestalten, bis sich der Leser plötzlich in einem Thriller wiederfindet, in dem nicht nur geköpfte Spielpuppen drohend am Gartenzaun hängen, sondern auch Menschen zu Tode kommen. Da sich der vielschichte Erzählstoff hervorragend auch für eine filmische Umsetzung eignet, war es nicht verwunderlich, dass die dreiteilige Fernsehverfilmung 2020 mit über sechs Millionen Zuschauer ein breites Publikum fand.

  7. Cover des Buches Das 10. Gebot - Women's Murder Club - (ISBN: 9783442383597)
    James Patterson

    Das 10. Gebot - Women's Murder Club -

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Azyria_Sun

    Worum geht’s?

    Ein junges Mädchen, das vor kurzem ein Baby entbunden hat, wird aufgefunden – doch wo ist das Baby? Frauen wachen in der Nähe ihrer Wohnung auf, vergewaltigt, aber können sich an nichts erinnern. Ein Mann wurde ermordet und es gibt 3 mögliche Täterinnen – was ist das Motiv?

     

    Meine Meinung:

    In „Das 10. Gebot“ schickt James Patterson den Women’s Murder Club auf 3 weitere Ermittlungen. Das Buch ist spannend und gut zu lesen. Die Fälle sind gut recherchiert. Es ist interessant und außergewöhnlich und dennoch fehlt mir bei diesem Buch irgendetwas. Ich könnte nicht mal genau sagen, was, aber es hat mich nicht so mitgerissen, wie die 9 Teile davor. Vielleicht, weil es nicht ganz so spannend war? Nicht ganz so mitreißend wie sonst?

     

    Der Anfang und das Ende vom Buch fand ich diesmal am besten. Wie wir schon vom Klappentext erfahren, beginnt es mit der Hochzeit von Lindsay und Joe. Darauf haben wir die ganzen letzten Teile hin gefiebert! Und genauso schön und emotional ist auch das Ende – mit einer guten und einer schlechten Nachricht. Und auch bei Cindy und Rich geht es beziehungstechnisch voran.

     

    Das waren leider schon die spannendsten Momente in diesem Buch. Die Fälle selbst waren gut, aber eher seicht. Alles in allem hat mich dieser Teil im Vergleich zu den anderen Teilen etwas enttäuscht. Am spannendsten war noch das Ende der Ermittlungen, die Cindy durchgeführt hat. Alles andere war wie immer gut zu lesen, passend, stimmig und auch interessant. Nur hat es leider diesmal etwas an Spannung vermissen lassen. Dennoch alles in allem ein gutes Buch.

     

    Fazit:

    Leider hat mich James Patterson mit „Das 10. Gebot“ etwas enttäuscht. Obwohl auch dieses Buch gut zu lesen war und die persönlichen Teile der Protagonisten durchaus emotional waren, hat der eigentliche Thriller doch etwas an Spannung vermissen lassen. Es waren wieder außergewöhnliche Fälle, aber leider deutlich seichter als sonst.

     

    Dennoch gute 3 Punkte von mir für diesen Teil und ich hoffe sehr, dass der nächste Teil wieder mit mehr Spannungspeaks und rasanteren Stories aufwarten kann!

  8. Cover des Buches Quasikristalle (ISBN: 9783442714513)
    Eva Menasse

    Quasikristalle

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    Was wissen wir wirklich über uns selbst ? Und was vom anderen?

    Das Leben der Xane Molin aus der kaleidoskopischen Sichtweise. Mal als junge Heranwachsende, die mit Judith sehr eng und mit Claudia um besonderen befreundet ist. Ein tragisches Ereignis beendet abrupt die Mädchenfreundschaften.

    Als Studentin nimmt Xane an einer Führung im Konzentrationslager Auschwitz teil. Mit dem Leiter dieser Exkursion bahnt sich eine zwischenmenschliche Nähe an.

    >Kann ein Mensch stundenlang den Kopf schütteln, ohne Schaden zu nehmen? Eine Frage, die Mengele sicher interessiert hätte. <

    Xane als Mieterin in einem ehrenwerten Haus. Der Vermieter bewohnt selbst sein Mehrparteienhaus und trägt Sorge in allen Bereichen. Doch er hat die Rechnung ohne Xane gemacht.

    Nach einigen Jahren trifft Xane auf Salome, jetzt Sally, die Schwester ihrer früheren Freundin Judith. Sie verbringen viele Tage und Nächte zusammen. Xane mit Mo verheiratet, würde Sally gerne unter die Arme greifen, doch Sally spielt ein Spiel.

    Mo, der Ehemann von Xane hat aus seiner ersten Ehe zwei Töchter. Xane möchte gerne selbst Mutter werden, doch dies gestaltet sich nicht einfach. Für ihren sehnlichen Wunsch nimmt Xane einiges in Kauf.

    Eine Begegnung mit Nelson verleitet Xane zu Gefühlen die die Tendenz zu einer außerehelichen Verbindung zu nehmen scheinen. Während Xane die Führung übernimmt, übt sich Nelson in Zurückhaltung.

    Viola, die älteste Stieftochter von Xane, bereitet ihrem näheren Umfeld nicht gerade große Freude. Sie scheint es im Besonderen, mit ihrem agressiven verhalten, oft auf Xane abgesehen zu haben.

    Auch als Vorgesetzte gerät Xane immer wieder in den Mittelpunkt, logischerweise. Dies mal mehr und mal weniger positiv.

    Als Tochter und selbst als Mutter, wird Xane in verschiedene Facetten des Lichts gerückt.

    >Aber zu wissen, dass man sich nicht immerzu bigott beschnitten hat, dass man im Gegenteil einiges Schöne davon gehabt, dass man manchmal geschwelgt und im prickelnden Luxus gelebt hat; daran zu denken, wenn sie einem später den künstlichen Darmausgang legen – das müsste irgendwie tröstlich sein.<

    Eva Menasse hat hier ein Leben coloriert in allen Farben und möglichen Formen. Sie hat eine Hommage auf das Leben, das existieren, das da sein, kreiert, dass das Bewusstsein den Fokus auf das eigene Sein, unwillkürlich in den Mittelpunkt plaziert. Intelligent und mit großem Gespür für die interessanten Datails, führt sie uns durch viele Fragmente des Lebens. 13 Geschichten über eine Frau aus der Sicht der anderen. Diese Idee wurde geradezu perfekt umgesetzt. Große Leseempfehlung!

  9. Cover des Buches Todeszeichen (ISBN: 9783948194031)
    Saskia Berwein

    Todeszeichen

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Kleenena

    Achtung: leichter Spoiler!

    Das ganze Buch ist unglaublich Spannend. Am Anfang dachte ich es wäre der Partner von ihr oder der neue Freund von Charlotte. Da war ich wirklich überrascht als sich der Wahre Täter zeigte. Außerdem liebe ich diesen Schreibstil. Bildhaft und spannend und Wörter die dich umhüllen wie ein nebelschleiher und dich gefangen halten bis man das Buch zuende gelesen hat. Das war mein erster Thriller und nun bin ich auf denn Geschmack gekommen. Ich kann es also wirklich nur weiterempfehlen.

  10. Cover des Buches Assassin's Creed - Black Flag (ISBN: 9783833227004)
    Oliver Bowden

    Assassin's Creed - Black Flag

     (17)
    Aktuelle Rezension von: julia-elysia

    Zu meinem Bedauern muss ich leider sagen, dass das Buch mich enttäuscht hat. Ich habe Assassin's Creed - Black Flag nie selbst gespielt, ich kenne es aber vom "Angucken", und natürlich war mir klar, dass man die Szenen 1:1 zu den Cut Scenes vom Spiel mitlesen kann, allerdings hat mir die Umsetzung und der Schreibstil nicht sonderlich gefallen.

    Ich hatte das Gefühl, dass die Szenen einfach aneinander gereiht waren. Das ganze Buch hat sich wie eine Berichterstattung oder wie ein langer Brief an seine Tochter gelesen, was ja letztendlich auch so war.

    Es hat mir irgendwie an Emotionen gefehlt. Natürlich haben sich viele Kampfszenen gehäuft, weil das Spiel ja auch wesentlich daraus besteht, aber diese wurden vor allem am Ende hin ziemlich gestaucht. Oft kamen dann Sätze wie "Um es kurz zu halten" o.ä., und anschließend wurden nur der Reihe nach Leute getötet, ohne jedoch eine emotionale Ebene in der Erzählung abzudecken.

    Mir kam es oft so vor, als würde man krampfhaft versuchen, ein gesamtes Spiel mit 60 bis 80 Spielstunden, auf 400 Seiten zu quetschen und dabei die wesentlichen und interessanten Ereignisse zu kurz und die langweiligen zu lang zu halten. Manchmal wurde man mit Informationen über die Pirat*innen überhäuft, wenn Edward Kenway gerade nichts Besseres zu tun hatte, als im Kerker zu sitzen oder auf seinem Schiff zu stehen.

    Kurzum - so etwas hat einfach die Spannung genommen.

    Warum ich trotzdem 3 Sterne gebe, ist, weil ich den Anfang und die Suche nach dem Observatorium interessant fand und auch das jeweilige Einbringen historischer Ereignisse und Figuren. Wahre Fans der Spielreihe werden vielleicht mehr Liebe für das Buch aufbringen können, mir hat einfach die Spannung gefehlt.

  11. Cover des Buches SEAL Team 12 - Bittere Vergangenheit (ISBN: 9783802588877)
    Marliss Melton

    SEAL Team 12 - Bittere Vergangenheit

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Rosenmaedchen

    Ich hatte mal wieder dringend geballte SEAL-Power benötigt und deswegen zu dem komplexen und gleichzeitig sehr kurzen Buch um Penny und Joe gegriffen.

    Zu Beginn begleitet man letzteren mit seinem Team in Afghanistan, wo Joe mit viel Pech und Unglück nicht nur fast sein Leben, sondern auch sein gesamtes Team verliert. Als einziger Überlebender kehrt er zurück in die USA, mit einem großen Haufen Schuldgefühle im Gepäck. Penny, seine herzensgute Nachbarin, versucht sich um ihn zu kümmern und wird dabei jedoch mehr als einmal vor den Kopf gestoßen, sowie von seiner Härte überrascht.. Auf ihr selbst lastet auch der Mord ihres Vaters, der bald wieder präsent werden scheint. Der Wechsel zwischen den Sichten der beiden war gut und erfrischend, man konnte so beide Seiten jederzeit nachvollziehen. Was ich jedoch ewig nicht verstanden habe, war ihr Job. Sie ist bei Leutnant bei der US-Marine, arbeitet dort aber „nur“ als Physiotherapeutin – bis ich das mal verstanden hatte, war das halbe Buch schon um. Eine konkrete Aussage hierbei wäre echt besser gewesen.

    Insgesamt wirkt die Geschichte das erste Drittel etwas zäh, auch wenn man auf viele alte Bekannte aus den Vorgängern wieder trifft. Auch konnten mich hier die Charaktere noch nicht überzeugen, so war Penny zu naiv und Joe einfach ein Arsch. Zum Glück änderte sich das jedoch noch und beide konnten mir ans Herz wachsen.

    Die Sicht des Drahtziehers wird hier wieder berücksichtigt, was Spannung schafft. Aber auch Pennys jüngere Schwester Ophelia bekommt ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Mann: Vinny, ebenfalls ein SEAL. Mit den beiden konnte ich mich viel eher anfreunden, auch wenn ihre Beziehung ziemlich übereilt wird und weniger es hier auch getan hätte.

    Alle Handlungen nehmen ihren Lauf und finden zusammen. Trotz der Kürze des Buches fand ich es sehr unterhaltsam und tiefsinnig. Außerdem wurde ich mit hochgradigen Dramen und einer Mordsspannung belohnt. Auch wenn das Rätsel um den Mörder viel zu einfach war, sodass sogar ich ihn erraten konnte, was wirklich nie vorkommt – wieder eine kleine Enttäuschung. Auch hätte man an einigen Stellen die Geschichte ausweiten können und in meinen Augen auch müssen. Trotz dessen war es doch ein recht gutes Buch!

  12. Cover des Buches Der Himmel über Positano (ISBN: 9781542047364)
    Margot S. Baumann

    Der Himmel über Positano

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Biblionatio

    Das Cover:

    Wer bereits meine Aktionstage mit der Autorin gesehen hat, der weiß, dass ich die Cover der Bücher liebe. In der linken oberen Ecke erkennt man Zitronen, die ein Teil zur Geschichte beitragen. Man erkennt eine Bucht, die unterschiedlichen Pflanzen gesäumt ist. Auf dem Meer kennt man eine Jacht, während vorne rechts ein Steg ist. In der Mitte erkennt man ein gelbes Haus (links) und einen Felsvorsprung. Ein paar Berge erkennt man im Hintergrund. Insgesamt gefällt mir das ganze sehr gut.

     

    Meine Meinung:

    Eigentlich ist eine Hochzeit ein wunderschönes Ereignis – besonders in Italien. Der Leser wird direkt in die kurze Vorbereitungszeit der Braut miteingezogen. Nach und nach lernen wir die Familie von Celias kennen: ihren Bruder Romeo, ihren Vater Enzo und die Tante Sofia. Man merkt direkt das die Familie besondere Beziehungen zwischeneinander haben, die man so nicht erwartet. Nach und nach ensteht ein Liebesdrama und ein dunkles Familiengeheimnis wird gelüftet. Kurz nach Hälfte überlagen sich die Ereignisse, was mir als Leserin etwas zu hektisch kam, da der Anfang relativ ruhig war. Ansonsten gefiel mir die Geschichte.

    Die Protagonistin war mir ab und an sehr naiv. Sie kam mir auch sehr schüttern vor, obwohl sie sich gegen ihren Gesprächsparter behaupten konnte. Romeo war dagegen ein sehr matchohafter Typ, der erst nach und nach sein wahres Gesicht gezeigt hat, was mir im Übrigen besser gefiel. Seine Schwester Celia war ein wahrer Wirbelwind. Ihre Charaktereigenschaften gefielen mir besonders gut. Die Charaktere waren sehr durchmixt was mir sehr gefiel, jedoch konnten mich die Pratgonisten nicht immer überzeugen.

    Der Schreibstil gefiel mir wieder. Er war flüssig und spannend. Man hatte das Gefühl, dass man in Positano selber mit den Charakteren spazieren geht, ebenso bei den anderen Orten.

     

    Das Fazit:

    Bis auf den hektischen Schluss, gefiel mir die Geschichte sehr. Passend dazu war der Schreibstil der Autorin wunderschön und fügte sich in die Handlung ein. Die Charaktere waren ein schöner Mix. Wer gerne eine dramtische Hochzeit mit einem dunklen Familiengeheimnis lesen möchte, der ist hier genau richtig

  13. Cover des Buches Der Schmetterlingsmörder (ISBN: 9783946012368)
    Breuer Guido M.

    Der Schmetterlingsmörder

     (5)
    Aktuelle Rezension von: BlackQueen01

    Inhalt:
    Ein Mädchen liegt im Walde, ganz still und stumm. Die Augen weit aufgerissen, der Körper eiskalt. Die Würgemale am Hals sind die einzigen Spuren von Gewalt. Nur Profiler Tim Schuster erkennt einen Zusammenhang: Bereits vor einigen Monaten wurde ein Mädchen stranguliert aufgefunden, ebenfalls ohne Missbrauchsspuren. Handelt es sich um denselben Täter? Was ist sein Motiv? Schuster ermittelt mit Hochdruck und ahnt nicht, wie nah er dem Mörder dabei kommt. Da wird das nächste Mädchen entdeckt ¬– erhängt an ihrer eigenen Strumpfhose. Sie ist viel jünger als die anderen Toten – sie ist genauso alt wie Schusters Tochter …

    Meinung :
    Im Gründe war es ein gutes Buch, eine gute Story, leicht und flüssig geschrieben. An manchen Stellen war es auch wirklich spannend, doch leider erst zum Ende zu. Anfangs wars echt etwas langweilig, mir gingen einige Sachen relativ auf die Nerven. Manchmal war ich sogar echt froh ein Kapitel beendet zu haben.

    Letztendlich war das Ende aber ganz gut, hat's zwar nicht rausgeholt, aber ich bin mit dem wie es geendet hat vollkommen zufrieden. Diese Buch ist allerdings aber auch nicht's für schwache Nerven. Trotzdem wird es kein Highlight in diesem Monat werden.

    Fazit: 3von5 Sternchen.

  14. Cover des Buches Männer sind zum Küssen da (ISBN: 9783442368877)
    Cathy Kelly

    Männer sind zum Küssen da

     (31)
    Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky
    Zusammenfassung:
    Jeder in der irischen Stadt Kinvarra glaubte, die Frauen der Familie Miller hätten das Glück gepachtet. Doch bei der Feier zu ihrem 40. Hochzeitstag hat Rose Miller plötzlich genug von all den Familiengeheimnissen: Sie verlässt ihren Mann. Jetzt müssen auch ihre Töchter - die stets so gut organisierte Stella, die erfolgreiche Tara und die zurückhaltende Holly - lernen, hinter die scheinbar perfekte Fassade ihrer Beziehungen zu blicken, um das wahre Glück - und den richtigen Mann - zu finden ...

    Meine Meinung:
    Ich mochte es von Anfang an nicht. Der Schreibstil ist nicht so meins, die Charaktere flach oder einfach nur ekelhaft. Die Story ist auch ein bisschen ausgelutscht. Schade.
  15. Cover des Buches Liebe ist nur ein Wort (ISBN: 9783426419311)
    Johannes Mario Simmel

    Liebe ist nur ein Wort

     (55)
    Aktuelle Rezension von: spagetti
    Dieses Buch von Johannes Mario Simmel hat mir sehr gefallen. Es ist wie immer eine Geschichte aus dem Leben, die Liebe fehlt nie in seinen Büchern.
    Von Anfang an hat das Buch mir gefallen und ich habe es immer bei mir getragen, um esso schnell wie möglich zu lesen. Bis zum Schluss habe ich auf ein Happy End gewartet. Wie in so manchen Büchern von diesem Autor gibt es kein Happy End.
    Doch der Titel "Liebe ist nur ein Wort" hat mir zuerst gar nicht gefallen. Ich konnte mir unter diesem Titel nur oberflächliche Liebesgeschichten vorstellen. Doch dem war nicht so.

    Der junge Oliver Mansfeld, sein berühmter Vater, den er so hasst, seine Mutter in der Nervenanstalt, die Sekretärin, die alle Fäden in der Firma in der Hand hat. Eine tragische Familiengeschichte .

    Olivers grosse Liebe zu der schönen Verena, die ein hartes Leben hinter sich lässt, und aus Geldsorgen den Bankier heiratet. Dies klingt sehr verständlich, musste sie doch vor dieser Ehe für sich und ihre Tochter alleine  sorgen.

    Der Bankier Lord, ihr Mann, wusste von Anfang an von dieser verbotenen Liebesgeschichte. er war im Bilde von allen Liebensgeschichten seiner Frau Verena.

    Diese schöne Liebe, dieses rauschende Gück zerbrach unter der  Gewalt des Bösen, der Mächtigen. Der Krüppel Hansi, der erpresserische Diener Leo und die mannstolle Geraldine haben ihren Teil dazu beigetragen, diese beiden Liebenden zu trennen. 

    Eine grosse Sauerei steckt hinter diesem Selbstmord, der in meinen Augen natürlich kein Selbstmord ist.
    Dieser  Zweifel bleibt bis zum Schluss. Eine tragische Liebesgeschichte.

    Einmal mehr wird dem Leser klar, dass diese Welt von der Macht der Grossen, von Macht und Geld regiert wird.
  16. Cover des Buches Kainszeichen (ISBN: 9783839211847)
    Sabine Fink

    Kainszeichen

     (11)
    Aktuelle Rezension von: julestodo

    ...aber dazwischen liegen spannende Lesestunden!

    Selten habe ich ein Buch so verschlungen wie dieses. Ein sehr spannend erzählter Krimi mit flüssigem Schreibstil und ein perfekt aufgebauter Spannungsbogen.

    Ein Erlanger Bauunternehmen soll ein großes Projekt in Tschechien verwirklichen. Doch geht alles mit rechten Dingen zu? Wer steckt hinter diesen ganzen merkwürdigen Vorkommnissen um nicht zu sagen Machenschaften?

    Das alles muss der Leser bei der Lektüre dieses Buches selber herausfinden! Ich verrate nichts, empfehle das Buch aber allen, die einen spannenden Krimi, dem es nicht an Lokalkolorit fehlt zu schätzen weiß!

    Absolute Lesempfehlung! Mein erstes Buch von dieser Autorin aber bestimmt nicht das letzte!

  17. Cover des Buches Martin Eden (ISBN: 9783423146548)
    Jack London

    Martin Eden

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Kapitel7

    Jack London hat so einige gute Romane geschrieben und dieser hier ist einer der Besten. Mit einer ähnlichen Sprachgewalt schreiben nur wenige Autoren. Liebesrausch, kraftstrotzende Zielstrebigkeit, künstlerische Ekstase, Verzweiflung und Tristesse. Alle Episoden aus Martin Edens Leben erzählt Jack London mit einer Sprache, die kaum energievoller sein könnte.
    Trotz der philosophischen und gesellschaftskritischen Themen, die verarbeitet sind, lässt sich das Buch als lockere Lebens- und Liebesgeschichte lesen. Das Tiefgründige wird dem Leser nicht aufgezwungen.

    Martin Eden spielt Ende des 19. Jahrhunderts an der Westküste der USA. Der Matrose Martin Eden wird in das Haus der wohlhabenden Familie Morse eingeladen nachdem er einen Sohn des Hauses, Arthur Morse, aus einer Schlägerei gerettet hat. Er betritt eine fremde Welt, denn Martin stammt aus der Arbeiterklasse, er hat keinen Schulabschluss und ist an Armut und harte, körperliche Arbeit gewohnt.

    Die Klassenunterschiede sind eines der zentralen Themen in Martin Eden. Jack London kritisiert die Bourgeoisie an vielen Stellen hart. Zuerst ist der Protagonist noch begeistert, doch später bemerkt er, dass dieser Lebensstil voller Oberflächlichkeiten und Plattitüden ist. Jeder Dummschätzer hat seien Platz, das Leben ist nicht real, es ist künstlich.

    [...]

    Neben den Klassenunterschieden ist ist weiteres großes Thema des Romans Nietzsches Idee des Übermenschen, die Jack London auch schon im Seewolf aufgreift.
    Martin ist dieser Übermensch, er weigert sich, sich der Sklavenmoral der Massen zu ergeben und sich einen gewöhnlichen Job zu suchen. Er glaubt an die überlegene Qualität seiner Manuskripte, ihre innere Schönheit, die die Kritiker nur nicht erkennen können. Sein Streben ist einzig dem eigenen Erfolg zugeneigt. Am Ende führt diese Einstellung (und hier ist Jack Londons Kritik an Nietzsche) dazu, dass Martin Eden einen hohen Preis zahlen muss.


    Dies ist ein Teil meiner Rezension zu Martin Eden. Der komplette Text ist auf meinem Blog zu finden: https://kapitel7.de/11-100-jack-london-martin-eden/

  18. Cover des Buches Weites Land der Sehnsucht (ISBN: 9783442378371)
    Nicole Alexander

    Weites Land der Sehnsucht

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Mojamira
    Die Familie Gordon besitzt in Australien seit 4 Generationen eine grosse Schaf-Farm. Es werden zwei Geschichten erzählt; einmal die des Urgrossvaters, Hamish, welcher von Schottland nach Australien ausgewandert ist um sich dort seinen Lebenstraum zu erfüllen; und einmal die Geschichte der Urenkelin, Sarah, welche die Farm übernehmen soll. Es geht um Schicksalsschläge, Familie, Liebe, Vertrauen und Träume. Die Geschichte an sich ist schön, mit einem eher traurigem Happyend. Leider ist der Schreibstil der Autorin schlecht. Das Buch liest sich wie ein Aufsatz einer Mittelstufenschülerin und die Übersetzung ist fehlerhaft. Das ist sehr schade. 
  19. Cover des Buches Der schwarze Traum (ISBN: B0000BU9NT)
    Richard Wright

    Der schwarze Traum

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Zwischen Himmel und Meer: Ein Bretagne-Roman (ISBN: B01G1SBPH6)
  21. Cover des Buches Le und die Knotenmänner Roman (ISBN: B008PEV4H6)
  22. Cover des Buches Der Trinker (ISBN: 9783752999402)
    Hans Fallada

    Der Trinker

     (71)
    Aktuelle Rezension von: KaterinaFrancesca

    Erwin Sommer hat eigentlich alles: eine Villa am Stadtrand, eine liebende Ehefrau und ein eigenes Geschäft. Doch der Schein trügt. Seit dem Ausscheiden seiner Frau aus dem Unternehmen entgleiten Sommer die Geschäfte, was er vor ihr zu verbergen versucht. Und in einem unbedachten Moment erliegt er der Versuchung des Alkohols. Immer tiefer lässt ihn Königin Alkohol sinken, sodass sein ganzes Leben vor dem Abgrund steht. 

    Selten hat ein Roman so starke Gefühle beim Lesen ausgelöst. Erwins Abwärtsspirale in die Sucht ist ungemein überzeugend und erschütternd. Aus dem so stillen und scheinbar ausgeglichenen Mann wird ein eifersüchtiger, paranoider Neider, der stets die Schuld bei anderen sucht, vornehmlich bei seiner Frau. Charakterlich macht er eine Drehung um 180 Grad und ist für den mental gesunden Leser kaum zu ertragen. An manchen Stellen habe ich Sommer regelrecht für seinen Egoismus gehasst und verachtet und hatte Mitleid mit allen Angehörigen von Alkoholabhängigen, die das durchmachen müssen. Je mehr Sommer der Königin Alkohol verfällt, desto labiler und unberechenbarer wird er. Er verschleudert das Familiensilber, während seine Frau mit Geschick versucht, die Firma zu retten. Das allerdings schmeckt Sommer überhaupt nicht. Dass seine Frau tüchtig ist, kann er überhaupt nicht leiden, besonders weil er weiß, dass sie tüchtiger als er ist. Kurzum sie besitzt Geschäftssinn, er jedoch nicht. Auf fatale Weise wird ihm sein (natürlich nicht bewusster) Chauvinismus zum Verhängnis, da sein ganzes Selbstbild darauf baut, dass er der Chef der Firma ist und sich um die Geschäfte zu kümmern hat. Anstatt einfach die Hilfe seiner Frau bei der Rettung der Firma anzunehmen, spielt er die beleidigte Leberwurst und trinkt sich bis zur Besinnungslosigkeit. Immer auf der Jagd nach dem nächsten Schnaps, versucht er, die Fassade aufrecht zu erhalten. Im Suff gelangt er an zahlreiche Halunken und Scharlatane, die ihn ausnehmen wie eine Weihnachtsgans, und ein Schankmädchen bezirzt ihn so, dass er sie zur Königin Alkohol krönt. Es endet wie es enden muss ...

  23. Cover des Buches Die letzten Tage von Pompeji - Historischer - Hardcover (ISBN: 9783940984906)
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