Leserpreis 2018

,Allendas' ein klassisches und doch unkonventionelles Fantasy-Epos

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 5 Jahren

Plauderecke

Liebe Fantasy-Freunde,

jetzt ist es endlich soweit!

Mein Fantasy-Roman ‚Allendas‘ ist nun auch als handliches eBook erhältlich.

Ihr könnt es euch bei allen gängigen Händlern holen z.B.  www.thalia.de, www.weltbild.de, www.amazon.de, www.hugendubel.de,  

Nähere Infos zu meinem klassischen und trotzdem unkonventionellen Fantasy-Epos gibt es auch unter www.allendas.com

Um euch ein wenig Appetit zu machen, hab ich hier eine Leseprobe für euch.

Leseprobe:

Noch bevor der gelbe Rauch den Hauptraum der Höhle erreicht hatte, verbreitete sich der übel riechende, stickige Gestank, wie ein düsterer Vorbote und drang an Toranus’ Nüstern. Ehe er richtig begriff, was vor sich ging, wurde der Drache bereits unruhig und wandte den Blick von Kalerid und seinen Begleitern ab, um nach der Ursache des stechenden Geruchs zu suchen. Nun quollen auch dichte Rauchschwaden durch den Eingang zur Höhle. Als Toranus ihn erblickte, war ihm sofort klar, was dort auf sie zukam und er kämpfte gegen die aufsteigende Furcht an, während er hastig seinen massiven Körper erhob. Er hatte nur einen Gedanken: Sie saßen in der Falle!

Nandogral erwachte durch die plötzliche Unruhe des Drachen. Einen Moment war er verwirrt, bis auch er begriff, welches Übel durch den Zugang der Muteralhöhle zu ihnen vordrang.

 

Auch Kalerid wurde aus seiner Starre gerissen, in die er durch das lange Ausharren, gefallen war. Er sah den Rauch und bemerkte den Geruch, der stechend in der Luft hing, doch für ihn war dies kein Anlass zu Furcht, sondern ein Moment, der zum Handeln aufforderte. Der Drache hatte sich von ihm abgewandt, schien seine Geiseln für den Moment vergessen zu haben. Ohne sich lange mit Erklärungen aufzuhalten, stieß er seine beiden Krieger an und sprang auf die Beine. Sie folgten ihm wortlos, als er auf den niedrigen Durchgang hinter dem kleinen Raum zuhastete und sich durch die enge Öffnung zwängte. Der Tunnel, der sich anschloss, war gerade groß genug, dass ein Sellag aufrecht darin stehen konnte. Was nun hinter ihnen geschah, interessierte sie nicht.

 

Toranus bemerkte das Verschwinden seiner Geiseln nicht. Die Furcht hatte nun doch die Macht über ihn gewonnen. Der Rauch vernebelte mittlerweile den ganzen Raum und raubte ihm den Atem. Verzweifelt rang Toranus nach Luft, wobei er jedoch nur noch mehr den giftigen Schwefel in seine Lungen sog. Kopflos schlug er mit dem Schwanz umher.

Nandogral, eine Decke vor Nase und Mund pressend, versuchte, den wilden Drachen zu besänftigen, wobei er nur knapp einem harten Treffer seines Schwanzes entging.

»Du musst dich beruhigen!«, schrie er, die Worte durch den Stoff vor seinem Mund gedämpft, seinen Freund an und hielt auch ihm eine Decke entgegen. »Nimm das!«

Einen kurzen Moment kam Toranus zur Besinnung und ergriff die Decke, um sie vor sein Maul zu halten. Das Atmen wurde etwas leichter und das beängstigte Gefühl, zu ersticken, ließ etwas nach.

»Atme so wenig, wie möglich und nur ganz flach. Außerdem darfst du dich nicht zu viel bewegen«, wies Nandogral den Drachen an. Toranus gehorchte. Gegen den Willen seines Körpers verharrte er ruhig. Der Rauch wurde immer dichter, nahm ihnen zunehmend die Sicht, und der beißende Gestank verschleierte ihnen die Sinne. Ihre Augen tränten und ihre Lungen schmerzten.

»Wie sind verloren!«, keuchte Toranus.

»Wie müssen hier heraus!«, entgegnete Nando bestimmt.

»Wir werden sterben, wenn wir durch die Höhle gehen!«

»Wir werden auch sterben, wenn wir hier bleiben. Also können wir es auch bei dem Versuch, zu überleben. Keine langen Reden mehr!«

Toranus wusste, dass er nicht mehr viel Zeit zum Streiten haben würde, also gab er sich geschlagen. Er stampfte durch den gelben Rauch zum Ausgang zu Höhle. Nando hielt sich an seinem Schwanz fest, um den Drachen nicht zu verlieren. Er musste all seine Kräfte zusammennehmen, um den Anschluss zu behalten, so schnell hetzte der Drache, von einem neuen Verzweiflungsschub erfasst, durch den engen Gang, bis sie die Feuerwand erreichten. Toranus hielt die Luft an und seine Lungen brannten wie Feuer. Seine grenzenlose Verzweiflung und die Gewissheit, dass er nicht mehr lange leben würde, wenn er nicht etwas tun würde, trieben ihn zu einem Entschluss.

»Halt dich fest«, keuchte er mit dem letzten Rest Luft, der sich noch in seinen Lungen befand. Der Mensch konnte nicht sehen, was sich vor ihnen befand, Toranus breiter Rücken versperrte ihm den Blick. Er kletterte auf den Schwanz des Drachen und klammerte sich daran fest. Dann stürmte Toranus mit gesenktem Kopf und geschlossenen Augen los.

Autor: Nadine T Güntner
Buch: Allendas
2 Fotos
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