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vor 5 Jahren

Gütersloh (dop). Die erste Leiche wird an einer Tankstelle am Brockweg gefunden. Das zweite Opfer ist der Besitzer eines Hotels am Ende der Neuenkirchener Straße. Die dritte Tote entdeckt die Polizei an der Detemeyerstraße. Und das ist erst der Anfang. Es ist ein mörderischer Sommer, den Erasmus Herold mit seinem Krimidebüt „Und ich vergebe dir nicht“ heraufbeschwört.
Der 43-jährige Stromberger, im wahren Leben IT-Leiter bei Marc Aurel, Browser-Games-Entwickler und Vater zweier Mädchen, ist selbst begeisterter Krimifan, ohne einen Lieblingsautor als literarisches Vorbild nennen zu wollen. Nach seinem 2010 erschienenen futuristisch angehauchten Erstlingswerk „Krontenianer – Rendezvous am Bogen“ hat er sich nun auf Mord(s)geschichte vor Ort kapriziert.

Angesiedelt ist die Handlung im Juli 2011. Die Gütersloher Polizei bekommt es mit einem unerbittlichen Serienkiller zu tun, der seine Opfer im wahrsten Sinn des Wortes mit einer längeren Zahlenreihe abstempelt. Dass es sich bei den ersten Ziffern um die Todestagsdaten handelt, ist schnell ersichtlich. Doch der Rest des Codes will geknackt werden. Herold lässt die Leser dafür nicht nur über die Schultern der taffen Kommissare Sarah Berger und Patrick Gruber schauen, sondern gibt ihnen parallel dazu auch Einblick in die Denkund Vorgehensweise des Killers. Polizeiarbeit trifft auf perfide Psychologie. Das birgt durchaus gute Unterhaltung. Auf 387 Seiten spielt der Autor zum Teil ideenreich mit den Erwartungen der Krimifans und führt sie nur zu gern durch unerwartete Wendungen hinters Licht.

Wie in actionreichen US-Krimiserien ballt er dabei die Handlungsstränge mitunter aber etwas zu heftig. Für eine Stadt wie Gütersloh wirkt das eine Nummer zu groß. Dass es hier eine Mordkommission gibt oder die Christ-König zur Heilig-Christ-Kirche wird, gehört indes zur dichterischen Freiheit, die sich Herold nimmt. Sorgfältig recherchiert hat er seine Tatorte trotzdem. Entweder ist er die Schauplätze abgefahren und hat sich Details notiert, oder er hat Streckenverläufe und Entfernungen im Internet über Google Maps berechnet.
Als Lektoratsfehler zu verbuchen ist der Einsatz des GSG9-Teams, das zur Festnahme eines verdächtigen Drogendealers ins Parkhotel stürmt. Da hätte es – wenn überhaupt – eine Sondereinheit (SEK) der Polizei auch getan. Und die Dalkestadt mag zwar manch einem verschlafen erscheinen, aber an einem 8. Juli bricht selbst über Gütersloh um 20.17 Uhr noch nicht die Nacht herein.

Der Krimi ist in einer Auflage von 2500 Stück im Hamelner CW Niemeyer Verlag erschienen und ab sofort im Handel erhältlich. In der Mayerschen Buchhandlung in Gütersloh liest Erasmus Herold am Freitag, 26. Oktober, ab 17Uhr aus seinem Buch. In der Rhedaer Buchhandlung Lesart, Neuer Wall 1, stellt er seinen Krimi bei einem Glas Wein am Dienstag, 30. Oktober, ab 20 Uhr vor. Und auf Einladung der Gütersloher Buchhandlung Markus gibt er am Dienstag, 22. November, ab 20 Uhr Einblicke bei einer Lesung im Miners Coffee am Kolbeplatz. 2 Erasmus Herold: „Und ich vergebe dir nicht“, 387 Seiten, CW Niemeyer Verlag, 9,95 Euro, ISBN: 978-3-8271-9562-3

Weitere Infos, das ausführliche Interview und eine Leseprobe unter: www.ErasmusHerold.de

Autor: Erasmus Herold
Buch: Und ich vergebe dir nicht
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