Buchpreisbindung engl. Romane

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Bella5

vor 6 Jahren

UNterliegen englischsprachige Bücher auch der dt. Buchpreisbindung?

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

@Bella5

Bücher aus England oder Amerika unterliegen nicht der Preisbindung, auch in Deutschland nicht.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Ich hab den heftigsten Unterschied beim englischen Panem-Schuber gesehen....

Amazon: http://www.amazon.de/Hunger-Games-Trilogy-Boxed-Set/dp/0545265355/ref=sr_1_sc_2?ie=UTF8&qid=1325765284&sr=8-2-spell

Mayersche: http://www.mayersche.de/shop/action/productDetails/11396894/suzanne_collins_the_hunger_games_trilogy_boxed_set_0545265355.html?aUrl=90001643

Das kommt daher da Amazon international ist und es direkt aus einer englischne Zentrale nach Deutschland verschickt wird! Das heißt es unterliegt nicht dem deutschen Gesetz!
Bei Mayersche allerdings schon da sie große Mengen bestellen und sie dann erst IN Deutschland weiterverkaufen!

LG

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Daniliesing

vor 6 Jahren

@Nordlicht21

Bei den Weltbildausgaben ist es so, wie schon buecher_freundin geschrieben hat. Meist erscheinen die Weltbildausgaben eines Buches deshalb auch erst später.

Es kann aber sein, dass Bücher nach einem bestimmten Zeitraum (in der Regel mindestens 2-3 Jahre nach Erscheinen), ohne Mängelexemplarstempel günstiger verkauft werden dürfen. Das ist, soweit ich weiß, dann der Fall, wenn die Bücher nicht mehr verlegt werden, die Buchhändler aber noch Restbestände haben o.Ä. Sowas fällt mir aber auch eher bei den großen Ketten auf. Für kleine Buchhandlungen lohnt es sich vermutlich mehr, solche Bücher zu remittieren, als sie für einen sehr geringen Preis zu verkaufen.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

@Daniliesing

Bücher müssen von dem Herausgeber von der Preisbindung befreit werden, Mindestfrist ist hierbei 18 Monate.
Remittieren geht innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, meistens 4-6 Monate, das kommt darauf an, was mit einem Verlag ausgehandelt wurde. Allerdings ist ein Verlag verpflichtet die Bücher, die er vom Landenpreis entbunden hat zurückzunehmen, wenn die Bücher in den letzten 12 Monaten bezogen worden sind.
Große Buchhandelsketten kaufen ihre "Mängelexemplare" bei Großhändlern, die wiederrum diese Bücher bei Verlagen kaufen. Mängelexemplare entstehen aber natürlich auch im Alltagsgeschäft (unachtsame Kunden etc.).

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

nicole_von_o schreibt:
buecher_freundin hat recht... glaube bertelsmann macht es auch zum teil so... deshalb steht bei weltbild immer "Weltbildausgabe" ansonnsten muss es als mängelexemplar gekennzeichnet werden, damit es billiger ist

Bertelsmann macht das genauso. Allerdings ist Bertelsmann ein Club, und um die billigeren Buchausgaben zu erwerben muss man Mitglied sein.

28horseshoe

vor 6 Jahren

Spannende Frage, über die hohen Preisunterschiede habe ich mich auch schon oft gewundert - allerdings hatte ich immer Wechselkursschwankungen für die Hauptursache gehalten, z. B. wenn die amerikanische Ausgabe eines Buches deutlich günstiger oder teurer ist als die britische Ausgabe. Stimmt das überhaupt oder wirken sich die Kursschwankungen nicht/ nicht so stark auf den Preis aus?

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

@Aniday

Ach...So ist das! Danke :)

WolfgangB

vor 6 Jahren

Eine Entdeckung, die ich kürzlich bei Amazon machte: Die englische Übersetzung des Buches einer deutschen Autorin kostet EUR 2,99, während die Ausgabe in der Originalsprache mit EUR 4,99 zu Buche schlägt:
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Ddigital-text&field-keywords=bidell&x=0&y=0

Faszinierend ...

Aniday

vor 6 Jahren

Daniliesing schreibt:
Stimmt :-) Das ist sogar richtig lustig bei vielen deutschen Buchhändlern. Man hat teilweise das Gefühl, dass sie gar nicht mehr selbst in der Lage sind / es bemerken, dass sie auch andere Preise machen könnten. Dadurch, dass sie bei Büchern nicht drüber nachdenken müssen / können, machen sie es auch bei nicht preisgebundenen Artikeln nicht. Kalender z.B. unterliegen ja nicht der Preisbindung, aber trotzdem verkaufen sie so ziemlich alle Buchhandlungen zu den empfohlenen Verkaufspreisen. Wettbewerb gleich Null ;-)

Ich habe gesehen dass Tordis und buecher_freundin eigentlich alles schon super erklärt haben, trotzdem noch eines: Wir Buchhändler wissen sehr wohl, dass wir bei anderen Artikeln auch andere Preise machen könnten. Aber wenn man nachrechnet merkt man oft, dass man auch so schon nicht die größte Gewinnspanne hat (siehe Erklärung buecher_freundin) und von daher schlecht noch weiter runtergehen kann. Die Verlage denken sich schon was bei den Preisempfehlungen und nur weil sie nicht verbindlich sind heißt es nicht, dass es dumm oder schlecht ist sich an sie zu halten.
Es mag für manchen hier komisch klingen, aber auch der Buchhandel lebt nicht allein von der Liebe zum Buch. Auch Buchhandlungen müssen Gewinn erzielen und von irgendetwas ihre Kosten decken.
Natürlich wäre es toll, wenn wir alle unsere Bücher möglichst günstig bekämen, aber wenn man mal logisch denkt....

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