Charlotte Roche - verdient sie in "Schoßgebete" mit der Familientragödie Geld?

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Jase_Mine

vor 6 Jahren

Ich habe das Buch "Schoßgebete" von Charlotte Roche noch nicht gelesen und werde es auch nicht. Diese Person ist mir echt total unsympathisch - sie will zwar mit ihrem Buch viel Geld verdienen, meint aber auch damit gegen jeden stänkern zu müssen, mir kommt das immer mehr wie eine einzige PR-Masche vor. Jetzt hab ich im Stern noch einen Artikel über ihren Stiefvater und den Tod ihrer drei Brüder gelesen und dass sie aus der Familientragödie nur Geld macht, ich finde das sehr schlimm!!!!
http://www.stern.de/kultur/buecher/neuer-skandalroman-roches-stiefvater-entsetzt-ueber-schossgebete-1716804.html

In meinem Leben war auch nicht immer alles lustig und sicherlich hat jeder eigene Wege um so etwas zu verarbeiten. Aber müssen es Millionen von Menschen lesen, hilft das denn irgendwie dabei? Ihr erster Roman war ja meines Wissens nach auch autobiografisch. Rege mich gerade ziemlich auf, weiß auch nicht, ich würde das meinen Eltern nicht antun! Ich weiß, habe das Buch nicht gelesen, sollte lieber still sein, aber möchte der nicht auch noch Geld in den Rachen werfen!

Tschuldigung, musste mal raus! :o(

Autor: Charlotte Roche
Buch: Schoßgebete

Magnoliamädchen

vor 6 Jahren

Ich habe weder das alte noch das neue Buch gelesen, weil ich meine Freizeit wirklich nicht mit ekelnden Details verbringen will... Naja, finde das auch nicht so toll, dass sie Familienangehörige da mit reinzieht. Promis wollen doch meistens ihr Privatleben schützen und beschweren sich, dass die Medien in ihrer Intimsphäre rumschnüffeln, aber auf der andere Seite nutzen sie es dann doch für ihre Zwecke. Bin wirklich sehr gespannt auf die Rezensionen, ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen!

Buecherfee82

vor 6 Jahren

Seh ich genauso!

petra streibing

vor 6 Jahren

petra streibing

Ehrlich?Ich war von dem ersten Buch so enttäuscht,konnte es nicht einmal zu Ende lesen!Es war mit Abstand das schlechteste Buch das ich jemals gelesen habe.Es ist nur peinlich!Mit Sicherheit werde ich das neue Buch nicht lesen!

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Also ich kenne weder die Autorin noch die Bücher, von denen ihr redet. Aber soweit ich das verstanden habe, geht es um sie selbt und wie ihre Familie umgebracht wurde oder wie ?

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

Oh, jetzt habe ich mir den Sternbericht durchgelesen. Eigentlich finde ich es in Ordung, wenn jemand versucht, seine Erlebnisse zu verarbeiten, inder er/sie es aufschreibt. Aber was sie getan hat, war wohl echt zu viel. Vorher hätte sie zumindest ihre Familie darüber informieren müssen, was sie vorhatte und ihre Meinung einfragen können. Da das ja anscheinend nicht geschehen ist, ist das schon ziemlich suspekt.

Jase_Mine

vor 6 Jahren

Ich habe jetzt nochmal im Freundeskreis darüber diskutiert. Im Prinzip geht es mir nicht darum, dass sie viel Geld verdient, das wünsche ich jedem Autor. Aber dass andere Familienmitglieder dadurch (wenn auch nur seelisch) zu Schaden kommen, darin sehe ich eben das Problem.
Unabhängig davon, ob das Buch gut geschrieben ist, das kann ich nicht beurteilen. Kennt ihr noch andere solche Fälle? Ist nicht ein Buch von Maxim Biller mal deswegen verboten worden, weil sich eine Dame im Buch negativ wiedererkannt hatte?

bibliophil

vor 6 Jahren

Der Roman von Maxim Biller heißt Esra und seine Geliebte und ihre Muter sahen sich in dem Roman sehr verunglimpft, der Autor mußte 50.000 Euro Geldstrafe bezahlen. Namenhafte Autoren wehrten sich gegen die Zensur und forderten dass das Buch veröffentlicht wird, es ist bis heute verboten.

Aber mal ehrlich, tut nicht jeder Autor bekannte Personen in seinen Romanen verarbeiten, man denke dabei mal an James Joyce, Franz Kafka oder August Strindberg, wobei die Romane von diesen Autoren sich auch deutlich abheben gegenüber dem infantilen Schreibstil von Charlotte Roche.

Und was ist mit Max Frischs Erzählung Montauk, wo sich zahlreiche Geliebte wiedererkannten.

Anyway, verbieten würde ich so eine seelische Nabelschau nicht.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Verbieten kann man einen Autoren ja schwer etwas, oder ? Ich meine, das ist doch wie mit der Schleichwerbung, die man auch in Filmen, Büchern etc. nicht machen darf. Und trotzdem sieht man in Tatorten zB. auch öfters bekannte Banken oder Kaufhäuser im Hintergrund und jeder weiß, dass ein bekanntes schwedisches Möbelhaus IKEA heißt. Und Bücher auf wahre Begebenheiten zu überprüfen, ist eben ziemlich schwer und im Grunde ist es auch kein Fehler, Bücher darüber zu schreiben, was man erlebt hat. Aber ich denke, dass man sich über solche Dinge eben auch streiten kann ..

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