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Huebner

vor 6 Jahren

Liebe Leser, heute ist mir aufgefallen, dass ich fertig bin ... mit meinem nächsten Roman, aber der letzte Satz des Romans ist sehr schwer zu finden.
Ich möchte deshalb den letzten Satz verlosen und den Gewinner mit einer Zeile in der Danksagung belohnen. Ob das geht, weiß ich nicht. So was habe ich noch nie gamcht. Versuchen wir es mal.

Umschreibung der Schlussatmosphäre:
1. Der Satz sollte zu einem Historischen Roman im 12. Jh. passen (Es handelt sich um die Fortsetzung zu "Im Land der Sümpfe", also wer den kennt, nur zu, wer den nicht kennt - kein Problem)
2. Der Satz sollte in nicht zu modernen Deutsch sein
3. Der Satz kann universal sein, muss also nicht direkt an den Inhalt geknüpft sein
4. Der Satz kann durchaus philosopisch sein, oder alchimistisch angehaucht
5. Der Satz kann ein Happy end abdämpfen, aber auch ein nicht so glückliches Ende motivatorisch aufwerten - ihr seht, ich möchte gar nicht zu viel verraten

Ich bin gespannt. Auf gehts
Liebe Grüße
Ivonne Hübner

Autor: Ivonne Hübner
Buch: Im Land der Sümpfe

fireez

vor 6 Jahren

Ohje... darf ich ganz ehrlich sein?
Ich finde die Idee ja irgendwie niedlich, aber ich finde auch meist nichts schlimmer, als einen letzten Satz in einem Buch, der zwar hochtrabend und schön klingt, aber nichts mit dem Inhalt zu tun hat.
Der letzte Satz sollte doch die gesamte Geschichte abrunden, alles zu einem guten Ende bringen oder vielleicht auch einen kleinen Ausblick geben, auf das, was noch kommen mag (und sei es nur in der Fantasie des Lesers). Nun einen leeren Satz dort hinten anzustellen finde ich irgendwie unfair dem zukünftigen Leser gegenüber.
Ber ich glaube gerne, dass der letzte Satz noch schwerer zu finden ist, als der erste.
*auf die Schulter klopf* Das wird schon!

Huebner

vor 6 Jahren

@fireez

Das ist doch Spaß - wer hat denn was gegen ein bisschen Spaß? Ich schätze, dass hier ein richtig guter Satz steckt - der Roman ist eh fertig und was nicht passt, wird doch nicht genommen.

Also ... "auf die Schulter klopf zurück" Nicht so sauertöpfisch an die Sache ran gehen. Es gibt zu viele schreckliche Romanenden.

LG
Ivonne Hübner

Charlousie

vor 6 Jahren

Eine superschöne Idee, da muss ich mal ein wenig überlegen!! ;)

Frida

vor 6 Jahren

@Huebner

Hallo Frau Hübner, schön mal wieder von Ihnen zu hören und vor allem... jippih! Endlich die Fortsetzung, hoffentlich bald. Ich bin Fäään.
Alchemistisch, wie? Hier mein Satz: "Das Wesen Gottes ist wie ein Rad, je mehr man das Rad ansieht, je mehr erlenet man seine Gestalt, und je mehr man lernet, je größere Lust hat man zu dem Rad."
Mit freundlichen Grüßen
F.

Huebner

vor 6 Jahren

Frida schreibt:
"Das Wesen Gottes ist wie ein Rad, je mehr man das Rad ansieht, je mehr erlenet man seine Gestalt, und je mehr man lernet, je größere Lust hat man zu dem Rad."

Leider nicht aus dem 12., sondern aus dem 17.Jh. von J. Böhme. Schade, aber danke für die Mühe.
LG
Ivonne Hübner

LadyMacbeth

vor 6 Jahren

Etwas mehr als ein Satz, aber von der Zeit her könnte es noch gerade so passen: Albrecht von Johansdorf "Guote liute, holt"

"Lîdet eine wîle willeclîchen nôt
vür den iemermêre wernden tôt
got hât iu beide sêle und lîp gegeben.
gebt ime des lîbes tôt, daz wirt deme lîbe ein iemer
leben."

Leidet eine Weile willig bedrängende Not als Mittel gegen den immerwährenden Tod. Gott hat euch Seele und Leib gegeben - gebt ihm den Tod des Leibes, das gereicht dem Leib zum ewigen Leben.

Krinkelkroken

vor 6 Jahren

Erstmal herzlichen Glückwunsch zum (Fast-)Abschluss. Wie wäre es mit diesem berühmten lateinischen Sprichwort: "Habent sua fata libelli"- in etwa "Bücher haben ihre Schicksale". Oder vielleicht mal den Codex Manesse durchforsten.

Buch: Codex Manesse

Huebner

vor 6 Jahren

LadyMacbeth schreibt:
"Lîdet eine wîle willeclîchen nôt vür den iemermêre wernden tôt got hât iu beide sêle und lîp gegeben. gebt ime des lîbes tôt, daz wirt deme lîbe ein iemer leben." Leidet eine Weile willig bedrängende Not als Mittel gegen den immerwährenden Tod. Gott hat euch Seele und Leib gegeben - gebt ihm den Tod des Leibes, das gereicht dem Leib zum ewigen Leben.

Das gefällt mir außerordentlich gut. Sehr schön, danke.
Liebe Grüße
ivonne Hübner

Huebner

vor 6 Jahren

Krinkelkroken schreibt:
Erstmahl herzlichen Glückwunsch zum (Fast-)Abschluss. Wie wäre es mit diesem berühmten lateinischen Sprichwort: "Habent sua fata libelli"- in etwa "Bücher haben ihre Schicksale". Oder vielleicht mal den Codex Manesse durchforsten.

In der manessischen Liederhandschrift gibt es natürlich wahnsinnsviele tolle Wörter, aber ich will mir ja nicht selber den Preis geben ;-)
Das lateinische Sprichwort ist aber auch nicht schlecht, danke
mit besten Grüßen
Ivonne Hübner

Solifera

vor 6 Jahren

Ein schönes chinesisches Zitat aus dem 12.Jahrhundert besagt:

Willst Du eine Stunde glücklich sein -
so betrinke Dich;
willst Du drei Tage glücklich sein,
so heirate;
willst Du eine Woche glücklich sein, dann schlachte ein Schwein;
willst Du ein Leben lang glücklich sein,
dann werde Gärtner.

Weiß nicht ob das passt, ich versuche mich weiterhin :)
Lg Solifera

Elke

vor 6 Jahren

Solifera schreibt:
Ein schönes chinesisches Zitat aus dem 12.Jahrhundert besagt: Willst Du eine Stunde glücklich sein - so betrinke Dich; willst Du drei Tage glücklich sein, so heirate; willst Du eine Woche glücklich sein, dann schlachte ein Schwein; willst Du ein Leben lang glücklich sein, dann werde Gärtner. Weiß nicht ob das passt, ich versuche mich weiterhin :) Lg Solifera

Wer immer das gesagt hat, hat sicher nicht geahnt, wie schwer es einem kleinen Einzelhandelsgärtner im 21.Jahrhundert fällt, als Betrieb zu überleben. :-(
Aber ansonsten hat er wohl Recht, der schönste Beruf überhaupt!!!

Krinkelkroken

vor 6 Jahren

Huebner schreibt:
In der manessischen Liederhandschrift gibt es natürlich wahnsinnsviele tolle Wörter, aber ich will mir ja nicht selber den Preis geben ;-) Das lateinische Sprichwort ist aber auch nicht schlecht, danke mit besten Grüßen Ivonne Hübner

ja, das dacht' ich mir schon, dass das nicht ganz der sinn ist...wollte aber trotzdem helfen - ich finde im gegensatz zu anderen einen letzten satz nämlich richtig und wichtig. :D
ich bin gerade zufällig noch über hartmann von aues iwein (1200) gestoßen, in den zusätzen zu den handschriften heißt es im letzten satz- ein letzter satz für einen letzen satz ist doch großartig (wenn auch ein bisschen geklaut) -:
Lazz ander sach guet sein // hab immer dankch schaff daz dein
(Kümmere dich nicht um andrer Leute Angelegenheiten, // denk an deine eigenen)

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