Diskussion zu unserer Fantasy-Kolumne von Katharina 09/2013

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muchobooklove

vor 4 Jahren


Fantasykolumne September 2013 von Katharina:

Warum setzen die Verlage immer häufiger Quantität statt Qualität?

Oder ist deutsche Fantasy das neue Fast Food der Literatur?

Liebe Fantasy-Verlage,

Heute wird fantastische Literatur häufig belächelt. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel: Mittlerweile ist zum Beispiel George R. R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ nicht mehr aus der Weltliteratur wegzudenken. Trotzdem kämpft das Genre Fantasy nach meinem heutigen Empfinden noch immer um einen ernsthaften Ruf als literarisches Genre fernab der Popkultur – Schuld daran seid unter anderem ihr, liebe Verlage!

Als Leserin war mir ebendieser Ruf zunächst nicht bewusst, ich sprach mit Gleichgesinnten über dieses und jenes Buch, tauschte Lesetipps aus und ging wie selbstverständlich davon aus, dass Fantasy ein Genre wie jedes andere in der großen weiten Welt der Literatur ist. Doch weit gefehlt! Das lernte ich schnell, als ich begann noch vor meiner Zeit als Bloggerin in einem kleinen familiären Buchladen zu arbeiten, dessen „Fantasy-Abteilung“ sich in unmittelbarer Nähe der Kasse befand. Dort schlichen sich zumindest in diesem Laden vornehmlich Frauen hin. Das schüchterne Lächeln wurde meist von einem entschuldigenden Satz begleitet: „Ich weiß, ich bin schon ein bisschen zu alt dafür, aber ich mag Fantasy immer noch.“ Teilweise muss mein Gesicht vor Erstaunen eine ungesunde Verzerrung angenommen haben, denn diese Frauen waren kaum älter ich. Und ich mag Fantasy. Wirklich. Also eigentlich. Aber dazu komme ich gleich. Nachdem ich ihnen auch mein Interesse an diesem Genre versicherte, hatte ich das Gefühl, das plötzlich tolle Gespräche über die heimliche Leidenschaft möglich sind. Dabei stellte sich heraus, dass Fantasy oft mit Ideenlosigkeit und Klischees verbunden wird. Die Kundinnen, von denen ich hier allerdings spreche, wollten sich nicht damit identifizieren und waren auf der Suche nach den kleinen Schätzen dieses Genres.

Nun frage ich mich ernsthaft, woran es liegt, dass Fantasy einen derart belächelten Ruf besitzt? Liegt es daran, dass das Genre meist der Jugend zugesprochen wird, oder liegt es an der wahren Flut, mit der die Verlage mittlerweile den Markt überschwemmen? Mein persönliches Gefühl sagt mir, dass Werke aus dem Bereich Fantasy als sichere Selbstläufer betrachtet werden. Und hier liegt meiner Meinung nach das Problem. Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass gerade in diesem Bereich nicht mehr die Qualität, sondern vielmehr die Quantität zählt. Dabei meine ich nicht die unzähligen Reihen, die von den Verlagen momentan veröffentlicht werden, sondern vielmehr die zahlreichen Kopien, Abwandlungen und Ausschmückungen erfolgreicher Konzepte. Wo bleibt denn die Originalität? Trends werden bis zum Limit ausgereizt und vor allem überreizt. Dabei habe ich das Gefühl, dass dabei nur sehr wenig auf Nachhaltigkeit geachtet wird und wahre Schätze in der Masse verloren gehen.

Versteht mich nicht falsch, wenn sie mich überzeugen und mir als Leserin etwas geben, dann lese auch gerne zweihundert Romane über Vampire, Gestaltwandler oder Zeitreisen. Aber ich möchte die Liebe und die Leidenschaft der Autorinnen und Autoren für die Handlung darin lesen, das Buch zuklappen und mich bereichert fühlen. Ich will nicht den schalen Nachgeschmack haben, dass ich ein und dasselbe Buch zum zehnten Mal in abgewandelter Form lese. Und ich möchte sehen, dass die Verlage hinter ihren Autoren stehen. Ein seltenes Paradebeispiel für die Vereinbarkeit von Qualität und Massentauglichkeit war das Erscheinen von Kai Meyers neuem Roman Asche und Phönix. Die Bewertungen im Netz, gerade auch hier bei Lovelybooks sprechen Bände. Warum sehen die Verlage nicht, dass Qualität weitaus bedeutender ist als Quantität. Spart euch doch die vielen Kopien und macht euch auf die Suche nach guten Autoren. Klasse statt Masse sollte wieder die Devise sein!

Wirklich, wir brauchen keine Bücher, um die Anspruchslosigkeit der Unterhaltungsindustrie abzudecken. Dafür gibt es bereits genug Medien. Und wenn ich von euch mehr Anspruch erwarte, dann meine ich damit auch nicht unbedingt die Sparte der Jugendbücher in diesem Bereich, denn sie führen die Leser häufig an Literatur ran und das ist auch gut so. Doch, was ist mit den Lesern, die mit voranschreitendem Alter trotz der Affinität für Fantasy einfach leer ausgehen, weil ihr es bis auf wenige Ausnahmen in diesem Genre nicht schafft, Qualität und Massentauglichkeit zu vereinen? Ich will anspruchsvolle, originelle und einnehmende Fantasybücher lesen. Bitte hinterlasst mehr als verbrannte Asche in diesem Genre – es wäre schade.

Findet ihr die Qualität durchgehend gut? Übersehe ich einfach nur die Schätze dieses Genres?

cleeblatt

vor 4 Jahren

Ich wage den mutigen ersten Schritt: Eine Kolumne, die mir aus dem Herzen spricht. Fantasy ist auch meine Leidenschaft - beim Lesen wie beim Schreiben. Jedes Mal, wenn ich eine Buchhandlung betrete, zieht es mich zum Themenregal Fantasy und jedes Mal erwartet mich derselbe trostlose Anblick. In der Mitte des Dreiteilers finden sich die momentanen Bestseller, rechts die Vampirromane, links die Dystopien. Den Auslagetisch zieren die Neuerscheinungen. Am liebsten würde ich gleich wieder umkehren, denn das Einzige, was ich finde ist die von Katharina angesprochene Ideenlosigkeit und Klischees.

Kurz gesagt: Ich suche sie auch, die anspruchsvollen, originellen und einnehmenden Fantasybücher! Doch für mich wird die Schuld hier an falscher Stelle gesucht bzw. nur auf einer Schulter abgeladen. Fragen wir uns doch mal, was ein Verlag ist: Ein Medienunternehmen, das - in diesem Falle - Unterhaltungsliteratur vervielfältigt. Ein Verlag ist nichts anderes als eine Kombination aus Marketing und Layout. Ein Verlag hat nur eines im Sinn: Verkaufen! Und zwar so viel wie möglich!

Bücher fangen nicht bei den Verlagen an, sondern bei denen, die sie schreiben - bei den Autoren. Das "Abschreiben" scheint mittlerweile ein viel verbreitetes Phänomen unter ihnen zu sein. Nehmen wir zum Beispiel den aktuellen Dystopischen Trend: Suzanne Collins löste ihn mit der PANEM-Trilogie aus, dann folgten CASSIA & KY von Ally Condie, die AMOR-Trilogie von Lauren Oliver, NEVA von Sara Grant ... das ließe sich noch ewig so weiter führen.

Aber WER liest diese ganzen Bücher, die alle so gleich und doch so unterschiedlich sind? Wir, die Leser! Weshalb auch wie Schuld an dieser Entwicklung tragen: Weg von Einfallsreichtum und Originalität, hin zum anspruchslosen Unterhaltungsprogramm. Das Zauberwort hier heißt Marktanalyse (verdammter Marketing-Kurs! :D). Der Leser bestimmt die Verlage in ihrer Auswahl der Manuskripte, die sie eingesendet bekommen. So bestimmen wir als Leser indirekt auch das, was die Autoren in Zukunft schreiben werden. Verlegt wird das, was sich auf dem Buchmarkt am besten absetzen lässt. Ein ewiger Kreis. Die Frage ist nur: Wer wird diesen Kreis als Erster durchbrechen? Autoren, Verlage oder Leser?

So, ich hab genug gesagt. :)

thenight

vor 4 Jahren

Ich lese keine Fantasy*
Behaupte ich immer, dabei stimmt das gar nicht, ich lese und habe schon immer gern gute Geschichten gelesen, dabei ist es egal ob diese Geschichte von Mord und Totschlag, Raumschiffen, Orks oder der großen Liebe berichtet.
Fantasy ist in und lässt sich sehr gut verkaufen, wird nun noch ein guter Teil Romantik in die Geschichte gemischt, kommt genau das raus was belächelt wird, wie wird das genannt *Romantasy*?
Da sieht ein Cover aus wie das andere und die Stories unterscheiden sich nicht sehr voneinander aber es wird gekauft, von jungen Mädchen hauptsächlich, die vom Prinzen auf einem weißen Pferd träumen, ach ne die träumen ja heute von einem glitzernden Vampir. Bram Stoker würde sich im Grabe umdrehen, ebenso wie Tolkien auf jedem 2 Buch in dem ein Ork erscheint wird auf sein Werk verwiesen.
Durchbrechen könnten das die Leser, aber wollen sie das?
Nein, die Mädchen möchten noch mehr Liebe und Romantik und einen strahlenden (Anti)helden andere möchten mehr Axtschwingende Zwerge.
Irgendwann ist auch dieser Hype vorbei und es wird weniger dafür hoffentlich lesenswertere Bücher zu dem Thema geben so das man nicht mühsam die Spreu vom Weizen trennen muss.
So war es schon immer, in jedem Genre.

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AndreaKristina

vor 4 Jahren

pumpkin21-06 schreibt:
Achso, und: ich fände es toll, wenn die Menschen und die Märkte toleranter werden würden im Bezug auf Andere. Natürlich sollte kein Kind mit acht Jahren über grausige Schlachten lesen, aber alle Jahrgänge über der Altersempfehlung sollten doch Bücher lesen können wann, in welchem Alter und wo sie es wollen.

Du sprichst mir aus der Seele. Danke :-)

Dirk_Arnicke

vor 4 Jahren

Wer ist Schuld ?
Ich stelle jetzt einfach mal die provokante Behauptung auf :
Die Leser.
Was bei Lektoren sehr wohl noch Begeisterungsstürme auslöst, scheitert an den BWL-Spitzen der Geschäftsführungen.
Verlage und Agenturen schauen nur auf die Verkaufszahlen.
Die können gar nicht anders, sonst machen sie dicht.
Da wird natürlich abgefragt, was sich am Besten verkauft und dementsprechend bekommen auch nur noch Autoren Verträge, die diesen Mainstream bedienen.
Dabei wird sogar noch das Talent eines Schriftstellers berücksichtigt und es werden Angebote gemacht wie : Schreiben Sie doch ein Tierroman oder ein Jugendbuch.
Aber Inhalte, die neu und nicht berechenbar sind haben keine Chance.
Somit haben wir den perfekten Teufelskreis.
Solange der Mainstream weiter mit Verkaufszahlen beeindrucken kann, wird sich da nichts ändern.
Wer keine Elfen und Orks mehr will, der darf eben auch keine mehr kaufen.
;o)

theatermensch

vor 4 Jahren

Ich finde es echt traurig das es fast nur noch Fantasybücher gibt, die sich unglaublich ähneln. Wenn ich daran denke, das die Klappentexte sich nur daran unterscheiden, das die Namen, die Orte und die Gestalten ausgewechselt wurden, könnte ich jedes mal losschreien.

Felicitas_Pommerening

vor 4 Jahren

Also... ich bin Autorin und habe ein Buchprojekt "in der Schublade", das im Fantasy-Genre anzusiedeln wäre. Aber aus verlässlicher Quelle wurde mir gesagt: Es lohnt sich nicht, dieses Projekt zu verfolgen, die Verlage werden kein Interesse haben. Der Bedarf auf dem dt. Markt wird von amerikan. Autoren gedeckt. Tja.
Insofern finde ich die Diskussion hier natürlich interessant. Vielleicht müsst ihr euch mehr Gehör verschaffen... denn so wie es aussieht, ist eure Meinung bei den Verlagen noch nicht angekommen. Fantasy - egal wie neu oder anders - wird angeblich im Moment nicht benötigt.

EBarvar

vor 4 Jahren

@Felicitas_Pommering
Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich so ist, dass der Markt "übersättigt" ist, weil er von amerikanischen Autoren abgedeckt ist. Ich sehe es etwas anders.
Für die großen Verlage ist es nun mal viel einfacher (und auch billiger) sich eine Lizenz eines Bestsellers zu kaufen, als hier einen unbekannten Autoren zu puschen und ihn erst bekannt machen zu müssen.
Überleg doch mal.
Ein Buch, welches sich auf dem amerikansichen Markt schon behauptet hat und dort Geld eingespielt hat, das wird sich doch mit größerer Wahrscheinklichkeit auch auf dem deutschen Markt gut verkaufen lassen. Hier ist das Risiko eines Verlustgeschäftes viel geringer. Die Lizenz wird höchstwahrscheinlich ein fester Betrag sein (da kenne ich mich aber nicht aus). Dann kommt eine professionelle Übersetzung dazu, die einmalig bezahlt werden muss, und auch die Kosten für die Werbung halten sich in überschaubaren Grenzen. Die Verlage müssen Kosten-Nutzen vergleichen und können nicht einfach alles nehmen.
Trotzdem wird nicht jeder Renner aus den USA auch hier einer. Also bleibt ein kleines Restrisiko, welches aber geringer zu sein scheint, als sich hier auf die Bekanntmachung eines unbekannten deutschen Autoren einzulassen. Ganz große Chancen haben aber die, die in den USA schon verfilmt wurden.

Die GROSSEN wollen uns nicht, weil wir viel Arbeit und Kosten für sie bedeuten, die sie erst vorstrecken müssen und nicht wissen, ob sich für sie das Geld und die Zeit und die Arbeit rentiert. Für sie ist es viel einfacher, im Internet Plattformen zu schaffen, auf denen sie 'scheinheilig' anbieten, die Autoren können an Wettbewerben teilnehmen um dann vielleicht mit ihrem Werk von einem namhaften und großen Verlag einen Vertrag zu bekommen (meist ist es dann aber nur ein e-book-Vertrag, wenn überhaupt). Von zehn Gewinnern pro Wettbewerb kommen vielleicht ein bis zwei in den Genuss so eines Vertrages (Mit Speck fängt man Mäuse).
Gewinnt man einen dieser Wettbewerbe, bekommt man ein Gutachten eines Lektors, in dem Gründe (ob nun berechtigt oder nicht ist egal) dargelegt werden, wieso und warum dieses Buch zu dieser Zeit bei diesem Verlag leider nicht gedruckt werden kann. Es gibt Berufe, für die man lernt zu begründen. Man kann immer alles begründen. Die richtige Formulierung zur richtigen Zeit bringt das gewünschte Ergebnis.

Im Grunde aber wollen diese Plattformen, dass man sie nutzt um dort Selfpublishing zu betreiben. Dieses bedeutet dann wieder richtig Geld in ihre eigenen Kassen, denn jedes über sie verkaufte Buch ist auch ein kleiner Betrag in die eigene Kasse. Und auch der Autor ist zufrieden, weil sein Buch ja vertrieben wird.
Ich selbst bin mit einer LP eines meiner Bücher auf zwei dieser Plattformen. Es hat nicht lange gedauert, da kam eine Mail, in der mir vorgeschlagen wurde, ich könnte doch über sie mein tolles Buch auch selbst anbieten. Sie bieten ja soooooo günstige Konditionen. Aber die Werbung musst du gefälligst selbst machen! Außerdem würde ich mein Buch niemals ohne Lektorat verkaufen wollen. Also habe ich abgelehnt, weil mich selbst ein Lektor ca. 2500 Euro kosten würde. Ist ein wenig viel, um es aus der Portokasse zu bestreiten.

Ich habe nun mit meinem Buch einen Verlag gefunden, der sagt, ja, dieses Buch, die ganze Geschichte (Trilogie, Genre: Fantasy!!!) ist toll, wir stehen dahinter und wir gehen zusammen und drucken es. Bald fängt die Arbeit mit dem Lektor für Band 1 an und darauf freue ich mich sehr.
Also lass dich nicht entmutigen und versuche es einfach weiter.

Ach übrigens:
@Dirk_Arnicke
Es gibt auch Fantasybücher ohne Orks und Elfen oder Vampire und Werwölfe. Wirklich!!! ;-)

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 4 Jahren

Sie haben vollkommen recht!

Ich mag Fantasy auch sehr gerne. Aber das Genre hat einen schlechten Ruf, zurecht finde ich. Oft gibt es nur ein paar wirklich gute Bücher. der Rest ist Mist oder ein Nachmittags-Langeweile-Vertreiber, was ich sehr schade finde.

Meine Mutter mochte es eine zeit auch nicht, dass ich Fantasy Bücher lese, weil das ihrer Meinung nun mal keine guten Bücher sind.

Heidelinde12

vor 4 Jahren

@muchobooklove

Ich mag Fantasy Romane. Warum auch nicht? Scham braucht man deswegen nicht zu empfinden! Fantasy Romane sind eine Bereicherung des Büchermarktes – in der Vergangenheit und auch jetzt!

Mein erstes Rendezvous mit dem Genre hatte ich mit dem Buch » Die Große Idee« von Credo. Faszinierend! Und seit diesem Zeitpunkt, da war ich 12 , konnte ich die Finger nicht mehr davon lassen. Ich verschlang regelrecht Bücher von Stanislaw Lem, Georgi Martynow, Günther Krupkat, Karl Heinz Tuschel, und Alexander Wolkow.

Na klar unterscheide ich bei der Schwemme der unzähligen auf den Markt kommenden Bücher dieses Genres.

Fantasy Romane müssen mir was rüberbringen, mir was geben, ihr Inhalt muss für mich nachvollziehbar sein, ich muss mich wegträumen können und ganz wichtig, der Inhalt sollte immer irgendwie einen Realitätsbezug haben.

Deshalb liebe ich Tintenherz, Der Herr der Ringe, Die Chroniken von Narnia. Die Elfen und viele andere, die ich hier nicht benenne. Ihnen ist allen eigen, dass sie Träume rüberbringen. Träume von einer besseren Welt, befreit von Unterdrückung. Die Sehnsucht der Autoren – meine Sehnsucht - nach einer sozial gerechtem Welt – ohne Kriege – ein friedliches Miteinander auf unserem Planet.

Und man möge es mir verzeihen, ich empfinde es schlicht weg belastend und dem Genre nicht dienlich, wenn die Verlage eben auf Quantität statt auf Qualität setzt. Der Markt ist übersättigt! Gute Autoren haben kaum eine Chance. Ihre Werke gehen unter in der Überschwemmung des Marktes mit unzähligen Büchern des Genres.

Es gibt immer mehr Verlage die haben 3, 4 gute Bücher und z.B. unzählige Vampirgeschichten (nix gegen gut geschriebene, die sind auch reizvoll)

Die guten Bücher dort werden kaum wahrgenommen, sie sind zugeschüttet!

Und es gibt sie, diese guten Autoren, die keinen Abklatsch liefern, keinen Aufguss von schon dagewesenen. Die in einer feinen fast vergessenen deutschen Sprache schreiben, die eine Brücke schlagen von Fantasy zur Jetztzeit. In deren Inhalte man sich verlieren kann, deren Inhalte die Leser träumen lassen von einer neuen besseren Welt, deren Inhalte uns geschichtliches Hintergrundwissen vermittelt und uns an die Hand nimmt und zum SELBST NACHDENKEN führt. Das sind wir doch gar nicht mehr gewöhnt, das SELBST NACHDENKEN! Wir bekommen doch meist alles fix und fertig vorgesetzt, auch in Büchern. Doch es gibt sie noch, diese Autoren, die mehr als GUT sind und das drauf haben. Der Mainstream gibt ihnen aber kaum eine Chance, die Leser auch nicht. Warum eigentlich nicht?

Ein Buch dieses Genres hat es mir derzeit besonders angetan. Es erfüllt meines Erachtens alle Voraussetzungen für einen Bestseller – zumal die Geschichte erst richtig nach diesem Buch beginnt. Das Prequel zur Tetralogioe ›DIE VIER REICHE‹ – »Mission Herodes«. Das Buch ist nahezu charismatisch einzigartig auf dem Markt! In seiner lyrischen Sprache, verzichtend auf die Vokabeln der Neuzeit, wird der Leser mit einer neuen und nachvollziehbaren Sichtweise der jüngsten Vergangenheit konfrontiert . Real Fantasy der intellektuellen Art - die LeserInnen müssen ihren Kopf gebrauchen. Wissen paart sich mit schöngeistiger Sprache – ungewohnt in der heutigen Zeit und charmant. Das Buch ist eine positiv geistige Herausforderung für die Leser. Ziemlich ungeduldig warte ich auf den ersten Teil der Tetralogie »DIE LEGATEN« und wünsche dem Autor Patrick R. Ullrich viel Erfolg, wenig Neider und Missgünstler und eine gute Portion Durchhaltevermögen!

Heidelinde Penndorf

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