Diskussion zu unserer Fantasy-Kolumne von Laura 11/2013

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muchobooklove

vor 4 Jahren

Autorin- und Buchbloggerin Laura hat eine Fantasy-Kolumne zu dem Thema "Warte, das kenne ich schon! Ist Originalität in der Fantasy-Literatur überhaupt noch möglich?"

Ihr könnt hier sehr gerne darüber diskutieren!

Wir sind gespannt auf eure Meinungen dazu!

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 4 Jahren

@muchobooklove

Hm... ich muss zugeben mir ging es selbst auch schon oft so! Genau wie beschrieben habe ich nach den ersten Paar Kapiteln gemerkt, irgendwie es es genau das selbe! Aber ich bin der Meinung es gibt doch auch noch Abwechslung im Fantasy-Bereich!
Der Knackpunkt sind denke ich, immer noch die Vampyre!
Solche Sachen wie Twilight...
Natürlich ist es logisch das sich die Bücher sehr ähneln wenn es in beiden um diese Wesen geht!
Aber es gibt ja auch noch andere Wesen im Bereich Fantasy!
Drachen, Feen Hexen...
ich denke um in diese Genre mehr Schwung und Abwechslung einzubringen sollten wir irgendwie von den guten alten Blutsaugern weg kommen! Es sollte mehr um andere Wesen gehen!
Oben stehende zum Beispiel!
Oder es werden mal ein Paar neue erfunden!
Fantasy ist ja eine sehr beliebte Genre!
Und mit ein bisschen neuem Wind und anderen Figuren, wird es bestimmt bald mehr neue Wesen und Geschichten geben!
Ich lese Fantasy sehr gerne und werde es auch weiterhin tun!
Und mir persönlich macht es auch nichts aus, wenn ich mal 2,3 Bücher lese die sich etwas ähneln, solange der Inhalt nicht komplett kopiert ist!
Ganz Liebe Grüße vom Fantasy Fan Emily:-D

Lainybelle

vor 4 Jahren

Oh, ja - das Phänomen mit den immer wiederkehrenden Plots oder Charakteren, die lediglich neue Namen haben, kenn ich gut.
Manchmal mag ich es, wenn sich Dinge wiederholen, die mir zwar bekannt vorkommen, mir aber trotzdem gefallen. Manchmal kann ich aber auch einfach nur die Augen verdrehen und bin nah dran zu denken, dass dem entsprechenden Autor einfach die Fantasie oder der Mut für etwas Eigenes gefehlt hat.
Als Hobbyschreiberin muss ich aber auch zugeben, dass sich zumindest Kleinigkeiten, die es in der Form schon irgendwo einmal gab, sehr schnell unbemerkt in die eigene Geschichte einschleichen können.

Schade finde ich, dass gerade die vielversprechenden, originellen Titel keinen großen Anklang mehr finden - die Masse scheint den Einheitsbrei vorzuziehen.
Als ich z.B. gehört habe, dass "Cocoon" oder "Alera" nicht weiter übersetzt wird, war ich echt enttäuscht. Das war nämlich wirklich mal etwas erfrischend anderes in dem Genre.
Nun ja, ich denke nicht, dass es keine neuen Ideen mehr gibt. Nur manchmal frage ich mich, ob die überhaupt noch erwünscht sind...

Autoren: Gennifer Albin,... und 1 weiterer Autor
Bücher: Cocoon - Die Lichtfängerin,... und 1 weiteres Buch
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jurojin

vor 4 Jahren

wenn man über vampire und werwölfe romane schreibt und dessen fähigkeiten beschränkt auf altbekanntes, dann ist es vorherbestimmt das die geschichten sich ähneln müssen. außerdem sind die langweilig und zumeist dumm geschrieben.

magiesysteme finde ich erheblich interessanter und auf dauer spannender weil man sich hier nicht beschränken muss und weitere fähigkeiten entwickeln kann.
die besten bücher mit den besten geschichten finde ich sind momentan
Der Name des Windes und die ewige Reihe Das Rad der Zeit.

ich schlafe selten bei büchern ein aber g.r.r.martin hatt mich mehrmals einschlafen lassen gääähn.
der aalglatte schreibstil von tolkiens herr der ringe ist auf dauer unerträglich aber leider geil . das magiesystem in herr der ringe ist schlecht. tolkien hätte das erste zeitalter mehr behandeln müssen.
es wird zeit das rothfuss endlich mal gas gibt das dauert ja ewig mit der fortsetzung.

gibt es eigentlich magiesysteme die komplett übertreiben? ohne beschränkungen?

Maria-M-Lacroix

vor 4 Jahren

jurojin schreibt:
wenn man über vampire und werwölfe romane schreibt [...] dann ist es vorherbestimmt das die geschichten sich ähneln müssen. außerdem sind die langweilig und zumeist dumm geschrieben.

Ja, "Gespräch mit einem Vampir" von Anne Rice ist ein furchtbar dumm geschriebenes Buch ;)

Man kann nichts verallgemeinern ... aber ich denke, ich weiß schon, was du meinst. Vermutlich beziehst du dich auf die Flut der lieblos dahingeklatschten Schmonzetten, die ab 2008 den Markt überschwemmten, weil es plötzlich hieß: Jetzt wollen die Leser Paranormal Romance!

Dennoch, der eine mag das Lesen, der andere eben das. Du magst Magiesysteme ... es gibt aber auch wirklich gut geschriebene Vampir- oder Werwolfbücher, nur entsprechen sie vermutlich nicht deinem Geschmack.

Tolkien finde ich sprachlich wunderschön. Was meinst du mit aalglatt? Eintönig?

Rozalia

vor 4 Jahren

Als bekennender Vampir-, Gestaltwandler-und Fantasyfan ist mir in Sachen Originalität schon viel Positives, Negatives und auch Haarsträubendes begegnet. Trotzdem bleibe ich optimistisch. Auch der ausgetretenste Pfad birgt neue Möglichkeiten und spannende Variationen. Natürlich ist es wichtig, dass man als Autor darauf achtet eine neue, unverbrauchte Geschichte zu erzählen, das gilt für jedes Genre. Aber dabei muss man noch einiges bedenken, das häufig ebenso wichtig ist, wie die Originalität, denke ich. Zum Beispiel den Wiedererkennungswert, oder die Assoziationen des Lesers. Wenn ich einen Fantasyroman in die Hand nehme, möchte ich, erwarte sogar bestimmte Dinge. Wenn diese Erwartungshaltung nicht erfüllt wird, bin ich enttäuscht, egal wie individuell das Buch auch ist. Das Genre und die Zielgruppe stellen Grenzen dar, und der Autor ist mehr oder weniger dazu verpflichtet diese einzuhalten. Natürlich gibt es auch geniale Ausnahmen, doch das kommt meiner Erfahrung nach, eher selten vor. Genauso verhält es sich mit den Assoziationen, die bestimmte Begriffe beinhalten. Ich kann mir natürlich einen kalifornischen, sonnengebräunten Sunny-Boy-Vampir ausdenken, der den ganzen Tag über auf dem Surfbrett steht und sich in der Nacht vor dem Mond versteckt. Als Autor hätte ich diese Freiheit. Die Frage ist, würde mir das jemand abkaufen? Ich denke, die Gratwanderung zwischen Originalität und Authentizität ist für jeden, der schreibt, eines der schwierigsten Dinge überhaupt.
Aber ich muss zugeben, ich habe viel Spaß daran mich innerhalb meiner bevorzugten Genres immer wieder von spannenden neuen Geschichten überraschen zu lassen, auch wenn einige Elemente sich überlappen.

jurojin

vor 4 Jahren

@Maria-M-Lacroix

hy maria

das tolkien sprachlich genial ist ja das eine aber muss man den ein schatten in seiner kontraststärke beschreiben?^^ das geht die ganze zeit so,
einfache version : " wo muss ich lang?" nehmen sie den weg, nach 100 metern kommt eine abzweigung, halten sie sich rechts."

tolkien (ausgedacht)
A: "oh werter herr dürfte ich eine frage an sie richten?

b:"gemach! gemach! erst muss ich meine müden beine auf einen stein legen um die wunden des weiten wanderns zu entspannen.

A:"selbstverständlich werter herr ich bereite schonmal den tee für unser gespräch vor.

und er wollte nur nach dem weg fragen XD

freilich ist es besser für die geschichte je mehr man details beschreibt aber man kann es auch übertreiben

beschreibliche-gedanken

vor 4 Jahren

Ich kann die Meinung vieler verstehen, die sich über die fehlende Abwechslung oder Individualität beklagen - keine Frage!
Aber ist es denn verboten sich von anderen Büchern inspirieren zu lassen? Schauen wir uns nicht tagtäglich etwas von anderen Menschen ab? Warum sollte man gute Dinge nicht wiederholen dürfen? Natürlich solange man es nicht Wort für Wort, oder besser in dem Fall: Handlung für Handlung übernimmt.

Ich bin ein großer Fantasy-Fan.
Und für mich kommt es bei Fantasy Büchern darauf an, dass ich mich in die Geschichte vertiefen kann. Ich will die Firguren nachvollziehen können und mitfühlen.
Ich will das mich die Bücher für eine Weile aus meinem Alltag rausziehen und mir Zeit zum Träumen geben. Ist das nicht das Wichtigste ?

Auch wenn vielleicht in einigen Geschichten Parallelen zu finden sind, kommt es doch auf den Stil des Autors an. Auf die Weise wie er seine Geschichte erzählt...
Und so macht ein Autor diese Geschichte doch zu seiner Eigenen, einer Individuellen.

fabarsch

vor 3 Jahren

Also ich sehe es ähnlich und doch anders :D
Ganz klar gibt es noch tausend oder vielleicht noch mehr tolle Fantasy Bücher die einen besonderen Eigenwert haben.
Ich finde jedes Buch hat etwas magisches, jedes Buch lebt von seinen Charakteren und deren Entwicklung im laufe der Story ;)
Schon allein d ist ein Aspekt den man schwer kopieren kann den jeder Autor hat eine andere Art dies Wiederzugeben und darzustellen.

Ein weitere Punkt ist, dass man nicht jedem Autor vorwerfen kann geklaut zu haben -.- Nur weil sich manches ähnlich anhört oder Parallelen auf weißt heißt das nicht das er geklaut oder das Buch überhaupt gelesen hat :D
Wir sind alle Menschen und vielleicht lassen wir uns ab und zu einfach von den selben Sachen Inspirieren. :D
Ich find es manchmal auch sogar schön Bücher miteinander zu Vergleichen, da Man so sehen kann wie sich die Verschiedenen Geschichten mit ähnlichen Inhalten in Verschiedene Richtungen Entwickeln...

Abschließend kann ich noch ein paar Sachen sagen .
Zu erst einmal Light&Darkness war ein tolles Buch das ich gelesen habe :D Aber die Kreaturen haben ja schon vorher in tausend anderen Büchern existiert ;)
Trotzdem war die Idee und die Machart neu und besonders ;)
Wenn ich heiß auf ein neues Buch bin (und das passiert eigentlich immer xD ) dann such ich hier oder im Kindle store.
Ich lese Rezissionen und Klappentexte, klar, zum besseren Verständnis aber wenn mir ein Buch gefällt dann fühle ich es einfach sofort :D

Lg
Fabarsch, treuer Bücher Fan

FlintstonesRequiem

vor 3 Jahren

Genau aus diesem Grund lese ich seit Jahren immer weniger Fantasy von immer weniger Autoren. Allerdings habe ich inzwischen zumindest eine Methode gefunden, wie sich die absolute Klon-Fantasy aussieben lässt: weil es ja nun mal nur eine begrenzte Anzahl an Fantasy-Wesen gibt, lasse ich alles links liegen, was versucht, mir durch eine andere Schreibeweise bzw wahllos verteilte Ys (Vampyre... heh) zu vermitteln, dass es ganz-besonders-und-anders ist. Wichtig ist auch immer der letzte Satz des Klappentextes: Geht er um "sich anbahnende Romanzen", ist er eine Frage nach "Wird xy eine Chance haben?" oder beschreibt er, dass irgendjemand (meistens das männliche love interest) "doch nicht so schlimm ist, wie xy dachte", wandert das Buch gleich wieder zurück ins Regal. Ansonsten gilt: ältere Protagonisten treffen bessere Entscheidungen und verursachen weniger hormongesteuertes Drama - bei "der 16jährigen Carrie/Hanna/whatever" ist also Vorsicht angesagt, und wenn sie schon im Klappentext als "schüchtern und unauffällig" oder sonst irgendwie als gesellschaftlicher / schulischer Außernseiter charakterisiert wird, bleibt das Buch auch im Laden. Dass dabei nur noch wenig übrig bleibt, ist eigentlich schade. Was ist denn so verkehrt an klassischer Mantel-und-Degen Fantasy oder der "simplen" Rettung der bekannten Welt? Nicht jede Geschichte braucht eine Romanze im Hintergrund, schon gar nicht, wenn dabei die Charaktere auf zweidimensionale Abziehbilder reduziert werden.
Was übrigens meistens auch gut funktioniert: Dystopien. Bei denen kann man sich wenigstens (meistens) sicher sein, dass es kein faltenfrei gebügeltes Happy-End gibt...

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