Eifel-Einstand

Neuer Beitrag

petersplitt

vor 2 Jahren

Mein neuer Eifelkrimi Eifel-Einstand wird auf der Leipziger Buchmesse vorgestellt. Er fängt so an:

 

Die scharfen Zähne des Sägeblattes fraßen sich durch das weiche Fleisch. Blut spritzte aus dem Spalt, den die Säge hinterließ. Der Mann spürte eine freudige Erregung in sich aufsteigen. Er hatte seine Vorbereitungen getroffen, hatte den Körper in diesen speziellen Raum gebracht, wo er ihn mit einer elektrischen Säge bearbeiten konnte. Er wusste, dass er eine ziemliche Schweinerei veranstalten würde. Blutspritzer versauten alle saugfähigen Materialien in ihrer unmittelbare Umgebung in Sekunden, deshalb war ein gefliester Boden mit einem Ablauf, der direkt in die Kanalisation führte, eine nützliche Gegebenheit.
Das Blatt traf auf den ersten Knochen. Der Widerstand war gering. Er nickte zufrieden. Qualität bei Werkzeugen zahlte sich immer aus. Das Sägeblatt arbeitete sich weiter vor. Mitten durch sein Opfer. Er betrachtete die blutigen Hälften.
War doch eine gute Idee, die Leiche zu zerstückeln, dachte er. Ich werde die Teile später unter die Leute bringen. Das garantiert mir noch einen zusätzlichen Spaß.
Zwar wollte er die Leichenteile keinesfalls dort ablegen, wo man sie allzu leicht finden würde, jedoch durfte er sie auch keinesfalls so gut verstecken, dass sie monatelang unentdeckt blieben. Er musste die Balance finden, und genau das war der schwierigste Teil seines makabren Spiels. Aber er hatte alles präzise geplant. Da konnte nichts schiefgehen. Die blutigen Teile würden wie ein Puzzle überall in der Stadt auftauchen. Und damit im Bezirk von dem frisch hierher versetzten Kommissar Laubach. Er lächelte bei dem Gedanken.

Neuer Beitrag