Eine Zukunft ohne Buch

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Büchermäuschen

vor 6 Jahren

Und irgendwann gibt es nur noch E-Books.

Das ist doch nicht das Wa(h)re.
Ich meine ich kann zu nem Stück Metal/Plastik keine Verbindung herstellen.
Nicht so wie zu einem Buch.

Wieso sollen
Hardcover und Taschenbücher und co. abgeschafft werden?
Was haltet ihr davon und würdet ihr euch dann einen E-Book reader anschaffen.

Umweltschutz und dafür keine Bücher.
Man muss Papier nicht aus Bäumen herstellen.

Wer trifft solche rationallen Entscheidungen. Und warum?
Noch mehr vor nem eckigen Kasten sitzen als jetzt geht doch fast gar nicht mehr.
Und die mit den viereckigen Augen werden dadruch auch nicht mehr lesen.

Was haltet ihr von dem E-Book wahn?

Lieben Gruß Jacky

LindyBooks

vor 6 Jahren

Ich halte davon gar nichts und ich persönlich werde mir so ein Teil nicht anschaffen. Ich brauche "richtige" Bücher! :) Zum Lesen und auch hinterher, zum Anschauen im Regal z.B.
Es ist einfach etwas ganz was anderes, ob ich ein Buch in der Hand habe und die Seiten umblättern kann und den Geruch des Buches habe... als so ein technisches Ding. Der einzige Vorteil, den ich hier sehe, ist natürlich, dass man unterwegs kein Gewicht mitschleppen müsste und besonders auf Reisen, in denen man mehrere Bücher lesen will, ist es natürlich gut. Aber gut, ich kann trotzdem darauf verzichten und schleppe lieber Gewichte mit herum :D
Es muss jeder für sich selbst wissen, und viele sind ja auch total begeistert davon und das ist ja auch ok, so lange es, hoffentlich, auch Bücher gibt! :)

WolfgangB

vor 6 Jahren

Wer spricht denn davon, die guten Papierbücher abzuschaffen? Was Fernsehen, Radio und Internet nicht zustandegebracht haben, wird auch dem eBook nicht gelingen, wie auch der Umstand zeigt, daß es noch Zeitungen gibt, die in aufgeschlagenem Zustand den Küchentisch gänzlich für sich beanspruchen.

Sinnvoll ist es, jedes Medium dort zu nutzen, wo seine Stärken liegen. Für Murakamis "IQ84" ziehe ich zur Vermeidung etwaiger Verspannungen doch einen Reader vor, während im sommerlichen Freibad das Taschenbuch mindestens so wichtig ist wie Handtuch und Badehose.

Letztendlich sprechen wir hier von einem Medium, einem Träger von Inhalten. Und auf den kommt es ja schließlich an. Was wir zum Träumen, Staunen und Mitfiebern nutzen, das sind doch gut erzählte Geschichten und nicht das Papier auf dem sie gedruckt sind, der Bildschirm, auf dem sie angezeigt werden, oder?

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Naja, für Leute, die wenig Platz haben od. überhaupt keine Bücher (an)sammeln wollen, ist das sicher eine ganz sinnvolle Variante. Ich persönlich finde E-Books sehr unpersönlich, da fehlt einfach das Besondere, das jedes Buch kennzeichnet. Wir Menschen sind ja auch haptisch veranlagt, wollen die Dinge also gern in die Hand nehmen, eine Beziehung dazu aufbauen usw. Von daher ist diese Entwicklung ein wenig wider die Natur. Aber der Mix kann den Unterschied machen, das würde ich auch so sehen. Es gibt ja z.B. Bücher, von denen man lieber nicht möchte, dass sie andere im eigenen Regal entdecken (irgendeine Bohlen-Biographie bspw.) ;)

Leela

vor 6 Jahren

WolfgangB schreibt:
Wer spricht denn davon, die guten Papierbücher abzuschaffen? Was Fernsehen, Radio und Internet nicht zustandegebracht haben, wird auch dem eBook nicht gelingen, wie auch der Umstand zeigt, daß es noch Zeitungen gibt, die in aufgeschlagenem Zustand den Küchentisch gänzlich für sich beanspruchen.

Ganz genau. Auch wenn merkwürdige Zeitungsberichte oft auf die USA als Beispiel verweisen, wo E-Books ja anscheinend ganz gut ankommen (trotzdem hinkt der Vergleich), halte ich die Behauptungen bzgl. der nicht vorhandenen Zukunft des gedruckten Buches für haltlos.
Man sieht wohl auch ganz gut an den Verkaufszahlen beider Medien, dass gedruckte Bücher besser wegkommen - und ich kenne einige Leute, die es sich überhaupt nicht vorstellen könnten, auf einem Gerät zu lesen.

Ich habe mir vor etwa einem Monat auch so ein Lesegerät zugelegt, weil ich neugierig war und außerdem für meine Zugfahrten eine Alternative zu schweren Büchern gesucht habe. Genau dafür finde ich das Gerät super und nehme es am liebsten nur noch mit, ich würde jedoch für eine Buchdatei nie mehr ausgeben als ein paar Pfennigbeträge; teurere Bücher werden niewievor gedruckt gekauft, denn eigentlich sehe ich es nicht ein, für reine Daten Geld auszugeben (außerdem gibt es ja einiges umsonst).

Ersetzen könnte das Lesegrät Bücher für mich nicht, aber als nette Ergänzung gefällt es mir sehr gut - die beiden Sachen müssen sich ja nicht ausschließen.

Von diesen Prognosen halte ich übrigens nichts und die Argumente gegen den Buchdruck (Umwelt usw.) sind ja wohl auch etwas albern.

@wolfschwerdt:
Ich kann dir nur zustimmen.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Ich sehe das genauso wie Leela.
Habe seit einigen Tagen ein Kindle. Darauf befinden sich derzeit ältere Bücher (wurden kostenfrei angeboten), die ich z.B. in der Schulzeit als Reclamheftchen hatte (diese befinden sich auch noch im untersten Fach des Bücherregals, aber sind so voller Anmerkungen, dass man diese Bücher nicht mehr "normal" lesen könnte). Mein Mann hat sich Perry Rhodan Neo drauf geladen, weil wir in unmittelbarer Nähe keinen Buchhandel/Kiosk oder Bahnhofsladen haben, der diese Heftchen führt.
Ansonsten werde ich auch weiterhin Bücher in gedruckter Form kaufen, denn die Buchdateien sind oftmals nicht wesentlich günstiger, wie die HC-Bücher....

WolfgangB

vor 6 Jahren

wolfschwerdt schreibt:
5) Wenn man für sich entscheidet, keinen E-Reader zu kaufen und keine E-Bücher zu lesen, dann ist das völlig in Ordnung. Aber etwas zu hassen, nur weil man es weder mag, noch kennt ist sicherlich ein wenig grenzwertig, denn dieser Hass muss sich dann auch zwangsläufig auf die Menschen beziehen, die E-Books veröffentlichen und/oder lesen.

Danke für diesen konstruktiven Beitrag. Ich bin ehrlichgesagt etwas überrascht über die großen Emotionen, die durch dieses Thema freigesetzt werden. Hier sieht man allerdings, mit welcher Leidenschaft gelesen wird.

Ich kann mich nur auf zwei Intellektuelle berufen, die ich für wesentlich kompetenter halte als mich selbst. Zum einen ist da Umberto Eco, der als glühender Verfechter des gedruckten Buches den Standpunkt vertritt, daß man das Buch als jahrhundertealte Institution ebensowenig zu verbessern braucht wie Messer und Gabel. Zum anderen gibt Ruth Klüger als Vorkämpferin des eBooks zu bedenken, daß es letztendlich nicht auf die Form ankommt, sondern auf den Inhalt.

Büchermäuschen

vor 6 Jahren

Unglaublich.
Auch wenn der Hauptteil einen E Book reader nicht einmal von der Seite angucken möchte gibt es auch welche die ihn zumindest mal ausprobieren würden.

Nach all euren antworten und meinungen kann unser geliebtes Buch gar nicht untergehen.
Solange wie sie noch kaufen müssen auch neue gedruckt werden. :-D
Und solange werde ich auch noch lesen.

Wenn ich aber jemanden aus meinem Freundeskreis mit einem reader entdecken sollte werde ich ihn genaustens Erkunden.

Man muss seinen Fein schliesslich kennen.

Wie Cellissima und Midnight und Queenelyza und co. ^^
Schon geschrieben haben.

Wollen wir unsere Bücher vor der großen bösen Umwelt beschützen.
Dieser Instinkt geht bei mir schon so weit das ich Angst davor habe Bücher auszuleihen es kann ja sein das der Ausleiher Eselsohren rein macht.

Auf eine Zukunft mit Büchern :D
Jacky

Nordlicht21

vor 6 Jahren

Hat bei mir ganz praktische Gründe: Ich arbeite den ganzen Tag an PC und Laptop und bin dann einfach froh, wieder was "Reales, Schriftliches" in der Hand zu haben, das ich anfassen kann. Auch weil ich einfach irgendwann nicht mehr gern an einem Bildschirm lese...ich mag es irgendwie nicht, dass heutzutage alles digitalisiert wird...ich mag z.B. CDs gern und DVDs und gehe gern ins Kino und kaufe Zeitungen, Zeitschriften und Bücher. Ich habe kein Smartphone und kann dann eben nicht 24/7 auf meine Mails zugreifen. Da ist sicher jeder anders, aber mir tut der ganze analoge Ausgleich ganz gut! :)

Daniliesing

vor 6 Jahren

Soll es doch einfach jeder so machen, wie er möchte. Gedruckte und digitale Bücher schließen sich doch nicht aus. Eine Vision, dass es in 10 Jahren keine gedruckten Bücher mehr gibt, halte ich für Unsinn. Solange es genügend Leser gibt, die lieber zum gedruckten Buch greifen, werden sich die Verlage auch nach der Nachfrage richten und diese weiter herstellen. Wenn andere wiederum lieber E-Books lesen, dann gibt es diese eben zeitgleich auch - ist schließlich ebenfalls ein Markt für die Verlage. Ich lese sowohl gedruckte Bücher als auch E-Books. Deutlich mehr gedruckte Bücher, aber in bestimmten Situationen ist für mich der E-Reader ganz einfach sehr praktisch. Man kann beides mögen, man kann nur eins von beidem mögen - was genau jetzt daran so schlimm ist, das verstehe ich nicht. Jeder soll doch ganz nach seinem Geschmack auswählen, was ihm lieber ist. Mal keine Angst ;-) Ich schaue mir auch gern meine Bücher in den Regalen an - und die werden sich in den kommenden Jahren sicher noch schön weiter füllen.

Was ich ein bisschen schade finde, ist, dass teilweise über Dinge geurteilt wird, ohne diese zu kennen. Auf einem E-Reader liest es sich z.B. nicht wie am PC - beim PC ist das Bild beleuchtet und das ist auch das, was häufig als 'schlecht für die Augen' bezeichnet wird. Bei einem richtigen E-Reader ist das nicht so. Darauf könnte man im Dunkeln z.B. nicht lesen, genauso wie in einem gedruckten Buch auch. Man braucht eine Lampe o.Ä.

Nur mal als Beispiel: heute beschwert sich doch auch niemand, wenn sich jemand seine Musik bei iTunes runterlädt. Andere kaufen CDs und finden das besser - beides gibt es und wird es wohl noch lange geben. Entspricht exakt der Situation von gedruckten Büchern und E-Books. Nur haben sich daran schon alle gewöhnt :-)

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