Frage zu Anette Göttlicher

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Franzifish

vor 7 Jahren

Hallo Anette,
Ich bin jemand, der Bücher gerne besitzt. Ich leih mir selten welche aus und wenn sie mir gut gefallen haben, kauf ich sie mir danach auch selber. Ich will sie ja auch immer wieder lesen können. Einige meiner Freunde finden das aber höchst seltsam, wenn sie ein Buch einmal gelesen haben, egal wie gut sie es fanden, ein zweites Mal lesen sie es nicht, weil sie wissen ja schon wie es ausgeht. Deshalb die Frage wie geht´s dir damit, aufheben und öfter lesen oder könntest du dich problemlos von ihnen trennen?

Zweite Frage (die ist hoffentlich nicht zu komisch). Bei den meisten Büchern lese ich nach ein paar Seiten den Schluß. Ich finde bei einem guten Buch macht es nichts kaputt wenn man das Ende schon kennt (aber ich lese Bücher ja auch gerne öfter ;) ) "Stört" dich sowas als Autor? So nach dem Motto, so hab ich mir das beim Schreiben aber nicht gedacht.

Autor: Anette Göttlicher

Anette Göttlicher

vor 7 Jahren

Frage beantworten...Hallo Franzi! Mit dem Besitzen geht's mir genauso wie Dir. Deswegen habe ich auch langsam ein echtes Platzproblem! Es geht ja nicht ums zweite Mal lesen. Bücher (v.a. gute) sind Freunde, die gibt man ja nicht einfach wieder her, nur weil man sie schon kennt. Allein wenn ich mir im Regal ein Buch ansehe, das ich z.B. mal in einem schönen Urlaub gelesen habe, verschafft mir das eine schöne Erinnerung, ein bisschen wie ein Foto, das ich ansehe ... Die zweite Frage ist schwierig zu beantworten. Also, bei Krimis lese ich den Schluss nicht, denn da ist es dann oft müßig, den Zwischenteil zu lesen ;-). Aber bei allen anderen Büchern ist das Ende ja eh meist irgendwie klar. Ich mach das auch manchmal. Und ich steh auch gar nicht so auf die wahnsinnig originellen Enden, denn die gibt's im echten Leben ja auch nie. Als Autorin stört mich das nicht, gerade weil meine Bücher nicht von überraschenden Enden leben, eigentlich haben sie selten richtige Enden ...

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

das find ich interessant! ich lese nie das ende vorher, lieber lasse ich mich überraschen. echte gefühle wie freude, traurigkeit etc hätte ich glaub ich nicht mehr sehr stark, wenn ich wüsste, was am ende steht. gerade die wendungen und entwicklungen in einem buch interessieren mich immer sehr...

Franzifish

vor 7 Jahren

Bei mir ist es manchmal wirklich genau das Gegenteil. Ich kann ein Buch nicht mehr genießen, wenn ich nicht weiß wie es ausgeht. Dann les ich schnell und überflieg alles nur. Wenn ich das Ende schon kenne kann ich mich wieder entspannen :)
Aber das kommt wie Anette sagt wirklich auf´s Ende drauf an. Bei Krimis macht das wohl wirklich mehr kaputt, weil da die ganze Geschichte ja von dem Ende "lebt".
Aber wenn das Buch gut ist, dann interessiert mich mehr der Weg zu dem Ende, als das Ende selbst.

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