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Greta79

vor 7 Jahren

Plauderecke

Soeben las ich Dara Horns Ausgelöscht sei der Tag, einer Harvard Literaturwissenschaflterin. Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Ich frage mich, ob Literaturwissenschaftler allgemein bessere Romane schreiben, da sie sich so sehr mit der Materie auskennen. Kann man das so sagen?

Autor: Dara Horn
Buch: Ausgelöscht sei der Tag

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Plauderecke

Würde ich nie und nimmer zustimmen. Wieso sollte man sich zwingend damit näher auskennen? Man kann auch gut und interessant schreiben, wenn man nicht gleich die Ursprünge von diesem und jenem kennt.

Faun

vor 7 Jahren

Plauderecke

Praktisch jeder Schriftsteller hat sich mit den Werken anderer Schriftsteller befasst, bevor er selbst zu schreiben beginn, d.h. jeder Autor hat mehr oder weniger "Literaturstudien" betrieben, ob nun an einer Universität (ggf. mit dem erwerb eines wissenschaftlichen Grades) oder etwa autodidaktisch. In dieser Hinsicht hat z.B. Harold Bloom, ein Literaturwissenschaftler ;-), die These entwickelt, dass ein Schriftsteller in seinem Streben nach Originalität stetig versucht, sich von seinen Vorbildern und Einflüssen zu lösen. Bloom verglich diese paradoxe Situation mit dem Ödipuskomplex der Psychoanalyse: der Dichter versucht, seinen „geistigen Vater“ zu töten. Dafür, dass jemand gut und Interessant schreibt, ohne gleich die Ursprünge von diesem und jenem zu kennen, gibt es zwar auch gute Beispiele, diese dürften jedoch eher selten sein. Sogar Joanne K. Rowling hat sich wissenschaftlich mit Literatur auseinandergesetzt. ;-)

Clarisse

vor 7 Jahren

Plauderecke

Lit.wissenschaftler schreiben sicherlich nicht generell die besseren Romane, dennoch ist es sicher so, dass sie natürlich sehr gut bescheidwissen darüber, was einen guten Roman ausmacht, wie er aufgebaut sein sollte etc. Man kennt sich gut in der Literaturgeschichte aus, kann zitieren,evtl. auch imitieren/parodieren.., sich auf etwas beziehen, und besitzt vielleicht ein gutes Sprachgefühl..
Wie Faun meinte; wer nicht viel gelesen hat, kann wahrscheinlich auch nicht besonders gut schreiben..(da gibt es vielleicht auch Ausnahmen, mir fällt da gerade aber niemand ein)
Schreiben ist allerdings auch ein Handwerk, dass man natürlich erlernen kann, ohne Literaturwissenschaftler zu sein. (Es gibt viele Bücher, Kurse und Anleitungen die erklären wie schreiben funktionieren kann- viele US-Autoren haben einen Kurs creative writing besucht.) Das macht einen aber auch nicht automatisch zu einem guten Schriftsteller. ;)

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