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SarahCatherine

vor 8 Jahren

Plauderecke

Hallo! Gestern ist mir beim Lesen ein Satz aufgefallen, der inhaltlich verdreht ist. (in etwa: "von den zwölf Vorsitzenden waren achtzehn anwesend") Da ich beruflich auch viel Korrekturlesen muss, fällt mir sowas (manchmal leider) oft auf und es juckt mich dann in den Fingern, darauf hinzuweisen. Weiß jemand von Euch, ob man sich für sowas an den herausgebenden Verlag wenden kann? Oder ist es jetzt, da das Buch ja eh schon lange verkauft wird, egal?

Autor: John Grisham
Buch: Berufung

Dewey

vor 8 Jahren

Plauderecke

Ich würde sagen, das ein Versuch nicht schaden kann. Vielleicht sind sie ja froh darüber und können den Fehler, wenn das Buch nachgedruckt wird, beheben.

Matzbach

vor 8 Jahren

Plauderecke

Ist weniger eine Antwort: Erstaunlich finde ich, dass so etwas überhaupt passiert. Sicherllich ist kein einzelner fehlerfrei, auch ein Autor hat das Recht auf Fehler. Aber dafür sind doch auch Lektoren da, damit solche Schnitzer ausgemerzt werden. Bei mir war es zuletzt ein weißer Hund, der eine Seite später braun war.
Oder wird etwa (zu) vieles mit heißer Nadel gestrickt?

Izzylie

vor 8 Jahren

Plauderecke
@Matzbach

Sind diese Fehler denn nicht menschlich? Haben Bücher denn nicht das gleiche Recht auf Fehler wie Filme? Auch dort arbeiten mehr Menschen dran als nur einer und dennoch passieren Fehler - siehe "Ben Hur", wo Armbanduhren getragen wurden, "Dirty Dancing", wo es in einer Einstellung nur auf der einen Hälfte des Bildes regnet oder "Der Pate", wo man Hippies im Hintergrund sehen kann. Sind es nicht dennoch Meisterwerke geworden, die man gerne sieht?! Warum sollten Fehler ein Buch dann abwerten - vielleicht sollte man das alles mal mit einem zwinkerndem Auge betrachten und darüber lächeln, dass auch andere Menschen Fehler machen - und das sogar gemeinschaftlich....

silbereule

vor 8 Jahren

Plauderecke

ich habe sowas auch schon gehabt, in einem Buch waren sogar mehrere solche Fehler vorhanden - ich finde das insofern ärgerlich, weil es erstmal verwirrt, ich denke immer, ich habe etwas nicht verstanden und lese die Stelle immer wieder, bis mir dann aufgeht, dass das ein Druckfehler sein muss. Ebenso ärgerlich finde ich Übersetzungsfehler, die keinen Sinn ergeben, auch davon gibt es genug. Da frage ich mich schon, ob die Lektoren alle schlafen......

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 8 Jahren

Plauderecke

ich denke schon, dass es sinn macht auf so einen fehler hinzuweisen, immerhin kommt es ja doch vor, dass bücher neu aufgelegt werden und dann wäre immerhin da dann der fehler nicht mehr drinnen...
mir sind in einigen büchern schon ziemlich schlimme fehler aufgefallen (ich sollte vllt mal drauf achten ob es beim gleichen verlag ist oder bei verschiedenen...), in einem gewissen maß kann man damit leben, wie ich finde. ich schreib selber hobby-mäßig geschichten und weiß, dass einem eigene fehler mit er zeit nicht mehr auffallen, weil man den inhalt eh schon auswendig kennt und demnach, mehr überfliegt als liest... außerdem hab ich für diverse bekannte korrektur-gelesen und auch da bleiben immer fehler übrig. auch solche, wo dann was komplett anders ist wie zB der weiße braune hund von Matzbach (wenn man zu viel auf rechtschreibung schaut bleibt der inhalt manchmal hinten ;P) aber: je mehr leute es lesen und fehler ausbessern, desto weniger bleiben am schluss übrig

Poiree

vor 8 Jahren

Plauderecke

Ich glaube ein Lektor kann ein Buch auch nur höchstens 3 mal lese. Zwar gibt es auch manchmal einen Zweitlektor, aber dennoch können solche Fehler, aufgrund vieler Faktoren Zeitdruck usw. entstehen. Ich glaube man könnte sowas an einen Verlag weiterleiten, aber der Fehler könnte wahrscheinlich erst in der zweiten Auflage, oder so geändert werden. Einmal gedruckt, ist gedruckt :)!

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 8 Jahren

Plauderecke

"Warum sollten Fehler ein Buch dann abwerten - vielleicht sollte man das alles mal mit einem zwinkerndem Auge betrachten und darüber lächeln, dass auch andere Menschen Fehler machen - und das sogar gemeinschaftlich...."
Irren ist menschlich und kann ich nicht erkennen, dass hier jemand einem Buch aufgrund der (Druck-) Fehler gleich abgesprochen hat, ein gutes Buch zu sein. Das wird wohl auch für Filme gelten.
(Man kann ja wirklich alles dramatisieren, wenn man will.)
Ein Verlag ist sicherlich froh darüber, Hinweise auf Fehler zu bekommen um diese korrigieren zu können.

Matzbach

vor 8 Jahren

Plauderecke
@Ein LovelyBooks-Nutzer

Danke, darum ging es mir auch nicht bei meinem Einwand. Bücher können trotz der darin enthaltenen Fehler gut sein, ebenso Filme. Trtzdem wundere ich mich über die fehlende Professionalität.

yvonne_pioch

vor 8 Jahren

Plauderecke

Als Lektorin finde ich auch oft Fehler in bereits erschienen Romanen. In einem Fall war das so extrem, dass ich ein inhaltlich interessantes Buch nicht weiterlesen konnte, weil es wirklich so grottenschlecht lektoriert war. Obwohl es sich um eine Autorin handelte, die selbst Schreibkurse anbietet.

Andererseits weiß ich, dass man sich selbst nicht lektorieren kann. Im Manuskript meines eigenen Romanswaren auch Fehler, auf die mich meine Testleser aufmerksam machen mussten. Man sieht es irgendwann nicht mehr, liest einfach drüber.

Ich denke, das Hauptproblem ist, dass viele Verlage freie Lektoren beschäftigen, denen aber oft so wenig zahlen, dass es eben nicht möglich ist, noch ein zweites und ein drittes Mal über den Text zu gehen.

Eine befreundete Lektorin erzählte mir kürzlich, dass sie von einem mittelgroßen Verlag 300 Euro für ein komplettes Buchlektorat erhalten habe. Sorry, aber dann kann ich auch maximal eine Woche dran arbeiten. Die Miete zahlt sich nicht von allein.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 8 Jahren

Plauderecke
@Matzbach

Ich bezog meinen Beitrag auf den Kommentar von Izzylie.

Matzbach

vor 8 Jahren

Plauderecke
@Ein LovelyBooks-Nutzer

War mir schon klar, aber deren Kommentar bezog sich auf meinen Beitrag, insofern noch mal danke

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