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Kiki

vor 7 Jahren

Ich lese gerade Cassia & Ky und frage mich kann einen ein Gedicht vom Großvater oder sonst einem Familienmitglied einen wirklich so sehr zum umdenken und in Frage stellen von allem bewegen? Ist das nicht ein wenig zu konstruiert? Was meint ihr?

Autor: Ally Condie
Buch: Die Auswahl

DieBuchkolumnistin

vor 7 Jahren

Hallo Kiki,

ich habe das Buch gelesen und fand das eigentlich sehr realistisch. Mir haben auch die Worte meiner Großmutter immer sehr viel bedeutet, sie war nie altklug, sondern brachte ihre Erfahrungen auf eine ganz spezielle Art rüber. Wenn einen nicht die Familie zum umdenken bewegen kann - wer dann? Und Cassia schwenkt ja nicht gleich um, das Gedicht wächst in ihrem Herzen langsam weiter, immer wieder überlegt sie was dran sein könnte und wie es gemeint ist - hier kommen ja einige Dinge zusammen. Mir hat das gut gefallen und ich fand es nicht konstruiert, aber ich bin auch auf die Meinung der anderen Leser sehr gespannt! :-)

LG Karla

Aniday

vor 7 Jahren

Ich fand Cassias Umdenken zwar stellenweise zu abrupt, aber dass das Gedicht eines Familienmitglieds einen zum Umdenken bewegen kann halte ich nicht für konstruiert. Vor allem ist es in dem Fall ja wichtig, um was für ein Gedicht es sich handelt. Es könnte ebenso gut eine Botschaft in anderer Form sein, es geht mehr um den Inhalt. Und Cassias Umgang mit diesem "Stück Papier" zeigt auch deutlich ihren Zwiespalt. Ihr Großvater hat ihr viel bedeutet - was kann einen mehr zum Umdenken bewegen als die, die uns etwas bedeuten? Ob es im speziellen Fall der Großvater ist, die Mutter, ein Familienmitglied oder der beste Freund - das ist egal.

Solaris

vor 7 Jahren

Es ist nicht konstruiert, sondern einfach nachgeahmt, wie fast alles in "Cassia & Ky". Absolut das Gleiche passiert im Klassiker "Fahrenheit 451" (der Protagonist beginnt alles in Frage zu stellen, nachdem er ein Gedicht gelesen hat). Das Gedicht in "Cassia & Ky" ist von Dylan Thomas, nicht von ihrem Großvater, es befindet sich nur im Besitz des Großvaters.

Autor: Ray Bradbury
Buch: Fahrenheit 451

Bella5

vor 7 Jahren

Es kommt ganz darauf an, wie bibliophil ein Mensch veranlagt ist. Daher kann ich Deine Skepsis verstehen - Cassia wird nun nicht als ausgesprochener Bücherwurm eingeführt ....

Solaris

vor 7 Jahren

@Bella5

Ja, aber sie kann bzw. darf kein Bücherwurm sein, weil in ihrer Welt alle Bücher außer der erlaubten 100 Gedichten sowieso streng verboten sind und verbrannt werden müssen (was Frau Condie auch von Bradbury übernommen hat). Deshalb ist auch der Besitz des Dylan-Thomas-Gedichts illegal. Ich glaube, es geht nicht so sehr darum, dass das Gedicht eigentlich Literatur ist, sondern um den Inhalt ("Geh nicht gelassen ..."). Das widerspricht dem, was von ihr bis jetzt verlangt wurde (sich anzupassen). Beim Vorbild Bradbury geht es wirklich darum, dass das Gedicht genau ein Gedicht ist, weil "Fahrenheit 451" ein (etwas vereinfachender) Roman ist, in dem die zwei Medien Literatur und Fernsehen gegenübergestellt werden, anders als in "Cassia & Ky".

Bella5

vor 7 Jahren

@Solaris

Jup. Sehr schön ausgeführt - "Do not go gently..."
Übrigens - wo find ich Deine Rezi?
LG

Solaris

vor 7 Jahren

@Bella5

Danke schön! Die Rezi schreibe ich gerade, werde sie wahrscheinlich heute Abend posten.

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