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Daniliesing

vor 8 Jahren

Plauderecke

Oft wird betont, dass Blogger keine Journalisten seien und umgekehrt. Auf der anderen Seite zweifeln wir den Wahrheitsgehalt einer Zeitung oft gar nicht an, beim Blog oft automatisch - wie seht ihr das? Diese Buchfrage ist Teil einer LB-Aktion: http://blog.lovelybooks.de/2010/10/04/gewinnspiel-zu-die-unperfekten-von-tom-rachman/

Autor: Tom Rachman
Buch: Die Unperfekten

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 8 Jahren

Plauderecke

Beides ist vorsichtig zu betrachten. Ein Freund von mir war als Redakteur bei einer lokalen Tageszeitung und ihm wurde vorgeschrieben, über welche Lokalpolitiker er wieviel schreiben darf (Oppositionspolitiker kamen dabei zu kurz). Das sollte nicht sein, ist aber so. Leider wissen solche Sachen viele Bürger nicht und glauben wirklich alles, was in der Zeitung steht.
Blogs sind vielleicht ehrlicher, ungeschminkter, aber natürlich auch subjektiv, was hier aber auch in Ordnung ist, wenn der Blogger sich nicht als objektiv und neutral verkauft.
Ich denke, wirklich objektiv wird man nur dann informiert, wenn man mehrere Zeitungen und Blogs liest. Leider fehlt dafür oft die Zeit und auch das Geld.

Mendelssohn

vor 8 Jahren

Plauderecke

Der Vorteil eines Blogs gegenüber einer Zeitung ist doch diesbezüglich ganz klar: Bei einem Blog weiß ich, dass ich die Meinung eines einzelnen Autors vor mir habe, der bestenfalls seine Thesen und Interpretationen auf seriöse Quellen stützt. In den gängigen überregionalen Tageszeitungen und Magazinen bekomme ich das zu lesen, was zur politischen Linie dieser Zeitung passt. Man glaubt vielleicht eher die genannten Fakten, aber das, was aus ihnen gebastelt wird, ist im Prinzip genau dasselbe wie bei einem Blog - nur dass es nicht die Meinung eines Einzelnen, sondern die einer ganzen Zeitung repräsentiert.

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dramelia

vor 8 Jahren

Plauderecke

Journalisten und Blogger sind nicht gleichzusetzen. Jedoch kommt es auch drauf an, welche Zeitung und welcher Blog es ist. Es gibt Zeitungen da fließt die Meinung des Journalisten mit ein, und es gibt Blogs, da berichten Leute neural über etwas. Trotzdem werden Blogs meistens dazu gebraucht, um persönliche Dinge zu erzählen und die Meinung über ein bestimmtes Thema preiszugeben. Journalisten werden dazu ausgebildet, neutral zu sein bzw. relativ neutral zu schreiben. Die Seriösität von beidem kann aber trotzdem angezweifelt werden, da man eben nicht weiß, ob es wahr ist oder nicht. Egal ob Zeitungen oder Blogs. Beides kann die Wahrheit sagen, beides kann nur Halbwahrheiten sagen, beides kann lügen.

cherborg

vor 8 Jahren

Plauderecke

Ein Blogger schreibt ja über ein bestimmtes Fachgebiet, in dem er sich auskennt, zumindest, wenn er als Experte wahrgenommen werden will. Wenn ein IT-Fachmann seine Meinung zum aktuellen Wahlkampf bloggt, weiß man ja, dass es sich um seine persönliche Meinung handelt und kann entscheiden, wie ernst man das nimmt, doch für sein persönliches Fachgebiet würde ich ihn schon für voll nehmen, wenn er seinen Expertenstatus durch gute Beiträge beweist. Er muss kein Journalist sein, er ist einfach ein verlässlicher Experte für seinen Bereich.

Journalisten wiederum können sich nicht mit allem in der Tiefe gut auskennen, sie benötigen eine gute Recherchefähigkeit und eine gute Allgemeinbildung, um Informationen zu bewerten und fundiert schreiben zu können.

Zumindest in der idealen Welt, denn wie viele Zeitungsbeiträge sind mit der heißen Nadel aus dpa und Wikipedia zusammen gestrickt, wie viele Beiträge sind gekauft, und wie viele Blogger halten sich für Experten in allen möglichen Gebieten..

Steffi´s Welt

vor 8 Jahren

Plauderecke

Meiner Meinung nach sollte man sowohl bei Online geschriebenen News sowohl auch bei dem was in Zeitungen /Fernsehn gesagt wird vorsichtig sein.Es könnte alles mal nicht 100% der wahrheit entsprechen.Das siehts man ja oft bei den Wettervorhersagen in der Zeitung und im Internet wird gesagt das Wetter wird am nächsten Tag super und dann regnets.Ist vielleicht ein blödes Beispiel.Aber ist ja auch nur ein Beispiel =D.Andererseits,wenn ich mich auf jemanden verlassen müsste.Währe es wahrscheinlich die Zeitung da ich vermute das sie gut recherchierte Hintergrundimformationen haben & viele Blogger wollen sich einfach nur wichtig machen.Wenn sie behaupten irgentetwas zu wissen.(Das ist natürlich nicht bei allen so =) ) ..
Aber wie gesagt man sollte bei beiden Medien vorsichtig sein.

Hannali

vor 8 Jahren

Plauderecke

Leider bin ich eher geneigt, dem Geschriebenem der Zeitung Glauben zu schenken. Nun gut, natürlich weiss man, dass dort auch nicht alles stimmt. Trotzdem, ich lese auch in etlichen Blogs. Ganz ehrlich: dort wird sehr viel mehr von der subjektiven Seite betrachtet....und in sehr vielen Blogs kann von journalistischen / redaktionellen Texten nicht wirklich die Rede sein...sorry

Nil

vor 8 Jahren

Plauderecke
@sonjastevens

Hast du auch wieder recht! :0)

Nil

vor 8 Jahren

Plauderecke
@LeseMaus

Guter ansatz!

fireez

vor 8 Jahren

Plauderecke
@Steffi´s Welt

Ich glaube ich wäre, je nachdem, wie seriös ein Blog (bzw. der Blogger erscheint) bei einer Zeitung sogar misstrauischer, als bei einem Blogger. Denn beim Blogger kann man in der Regel zumindest davon ausgehen, dass er wirklich seine eigene Meinung schreibt. Ein Journalist kann da nicht unbedingt immer so frei handeln.
Aber natürlich sollte man immer bei beidem eine Auge offen haben.

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