Frage zu Frédéric Beigbeder

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curlysue

vor 6 Jahren

Ich habe heute Morgen ein Interview mit Frédéric Beigbeder gehört, der vehement gegen eBooks wettert. Er redet vom Untergang der gesamten Kultur. Bei mir es so, dass ich beides sehr schätze ... Bücher und eBooks, Papier und Tinte sowie auch meinen Laptop und ich sehe darin eher eine Bereichung als einen Kultuerverlust. Ist es denn wirklich so verwerflich, eBooks zu benutzen? Ich kann seine Aufregung nicht ganz verstehen. Wie seht Ihr dieses Thema?

Autor: Frédéric Beigbeder

gra

vor 6 Jahren

Meiner Ansicht nach kommt es bei Büchern nicht auf die Form, sondern den Inhalt an. Es mag zwar haptisch schöner sein, ein Buch in Händen zu halten und traditionelle Bücher eignen sich auch besser als Geschenk oder um seine Wohnung damit vollzustellen. Doch im Endeffekt kommt es ja drauf an, was drin steht im Buch und darauf, dass die Leute lesen. Wie sie das tun ist egal. Solang also nicht ein Zusammenhang zwischen ebooks und Nichtlesen oder Wenigerlesen hergestellt werden kann, halte ich den Untergang der Kultur für recht unwahrscheinlich.

Lausemädchen

vor 6 Jahren

via Lovelybooks App

Ich bin ganz DEINER Meinung, auch ich lade Bücher auf mein IPad, und kaufe mir auch noch Bücher. Ich mische das und finde das hervorragend.

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curlysue

vor 6 Jahren

@gottagivethembooks

Das hab ich bisher noch nicht festgestellt. Die Bücher, die ich in letzter Zeit gekauft habe, waren sogar mehrheitlich nur in Hardcopy erhältlich.

Jenk_Saborowski

vor 6 Jahren

Ich muss sagen, dass ich die technische Entwicklung der Leseform aus Sicht eines Autors für komplett unproblematisch halte - ich freue mich über jede Leserin und Leser gleichermaßen, ob e-book oder gedrucktes Buch. Und jetzt kommt das große Aber, denn ich sehe die sich verändernden Handelsstrukturen sehr kritisch. Hier hat Beigbeder Recht, denn die (kleinen) Buchhandlungen sind akut bedroht, die technischen "Lösungen" hanebüchen. Dazu kommt der für Autoren verführerisch einfache Zugang zu einem neuen Vertriebskanal und die "Flatrate"-Debatte. Falsch ist: E-Books sind nichts Gutes. Richtig ist: Es müssen unbedingt die Fehler der Musikindustrie vermieden werden. Und die Voraussetzungen dafür stehen nicht schlecht, aber auch nicht sonderlich gut. Ich bin trotzdem optimistisch. Und warum? Naja: Warum nicht?

Kaira

vor 6 Jahren

@curlysue

Woah, wie cool *.* Naja , ich bin noch jung, aber schon fleißig am sammeln, hab "erst" 2 Bücherregale voll, will aber später mal richtig viele haben. Ich finde das sieht einfach ganz ganz toll aus, vor allem, wenn man sagen kann, dass man die alle gelesen hat :)
Da können ebooks echt nichts "schaden".

LarissaMaria

vor 6 Jahren

"Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele." - Ein Raum ohne E-Books hingegen...

ich finde es wichtig, dass Bücher auch in der von Technik beherrschten und durch Computer gesteuerten Welt einen Platz haben.
Hätte mir meine Mama im Kindesalter keine Bücher sondern einen Computer in die Hand gedrückt, hätte ich sicher nicht zu lesen begonnen, sondern irgendwas sinnloses drauf gespielt, das haben Kinder halt so an sich (beobachte das gern an meinen kleinen Geschwistern)

Ich habe immer ein Buch dabei, egal ob ich in die Arbeit oder in ein Lokal gehe, ich sehe es als eine Art Glücksbringer und ich habe dadurch nie Langeweile (zB in der Mittagspause oder bei Wartezeiten)
Ein E-Book würde bei mir nicht dasselbe auslösen, und ich wünsche mir, dass es vielen Leuten noch lange gleich geht, damit "echte" Bücher nie aus der Mode geraten.

curlysue

vor 6 Jahren

@LarissaMaria

Ich weiß nicht, ob Du meinen Kommentar etwas weiter oben gelesen hast. Meine reale Bibliothek ist 8m lang und 3,8m hoch ... so richtig mit einer Leiter. Und natürlich mit einer sehr gemütlichen Leseecke. Um die Seele in meiner Wohnung mache ich mir wirklich keine Sorgen. Ich bin jedoch der Meinung, dass auch das Verwenden von eBooks sehr wohl seine Berechtigung hat.

curlysue

vor 6 Jahren

@Jenk_Saborowski

Brillante Antwort ... vielen Dank! Du sprichst mir aus der Seele!

LarissaMaria

vor 6 Jahren

@curlysue

Versteh überhaupt nicht wieso du dich bzw. deine Wohnung mit dem Zitat angesprochen fühlst, wo du doch eh so eine reiche Sammlung an echten Büchern dein Eigen nennst!
Du hast doch mehr oder weniger gefragt was wir von E-Books halten, und ob wir es für verwerflich halten sie zu verwenden.
Meiner Antwort kannst du folgendes entnehmen: JA ich finde es verwerflich, schließe mich der Meinung Herrn Beigbeders an.

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