Frage zu Gina Mayer

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Querbeetleserin

vor 7 Jahren

Was mich interessieren würde:wenn man so ein Buch schreibt,das ja von einer Zeit handelt,die sehr grausam und menschenverachtend war,wie geht man damit um?Wie versetzt man sich in die Menschen hinein,die so viel leiden müssen und kann man,wenn man am Schreiben war,so einfach abschalten?Ich stelle mir das sehr schwierig vor,man muss sich doch(denke ich mir)in diese Zeit und Umstände hineindenken und dann auch wieder Abstand gewinnen.Haben Sie da ein bestimmtes "Ritual" oder geht das auf "Knopfdruck"?

Autor: Gina Mayer

gina_mayer

vor 7 Jahren

Nein, man kann das nicht abschalten. Das Thema verfolgt einen rund um die Uhr und bis in die Träume hinein. Man fragt sich selbst ständig, wie man sich in der damaligen Zeit verhalten hätte, ob man mutig und stark oder schwach und feige gewesen wäre. Irgendwann hab ich sogar damit angefangen, auch meine Freunde und Bekannten in Gedanken zu "überprüfen". Was natürlich totaler Quatsch ist, weil ich ja nicht mal bei mir selbst Gewissheit habe.
Es gab aber bei der Recherche - gerade beim Thema Judenverfolgung und Deportation - Punkte, an denen ich aufgehört habe weiterzuforschen, weil es einfach unerträglich wurde.

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