Frage zu Hermann Hesse

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Hermann Hesse: Zurecht fester Bestandteil der Weltliteratur oder überbewerteter Kitschproduzent und Vorläufer für Erbauungsliteraten wie Paulo Coelho?

Autor: Hermann Hesse

hebersch

vor 7 Jahren

Hallo,
ich hatte bisher noch keine Lust etwas von Coelho zu lesen (mangels Interesse an Erbauungsliteratur...), aber ich habe fast alles von Hesse gelesen (auch wenn das schon Jahrzehnte her ist). Daher zählt Hesse für mich auf alle Fälle zur Weltliteratur, auch wenn ich nicht alles gleichermassen lesenswert finde. Für mich ist v.a. das "Glasperlenspiel" ein Highlight gewesen und ich empfehle es immer noch gerne.
Viele Grüße

Buch: Das Glasperlenspiel

Caveolina

vor 7 Jahren

Puh Hermann Hesse als Kitschproduzenz zu bezeichnen finde ich sehr gewagt ;o)
Von Coehlo habe ich noch kein Buch ganz geschafft, von Hesse relativ viele und noch mehr Gedichte. Und alleine diese sind eine Rechtfertigung für seinen platz in der Weltliteratiur! "Seltsam im Nebel zu wandere...."

Mayon..südwest

vor 7 Jahren

Manchmal fallen mir nach Büchern , die mir so gar nicht gefallen, auch so Fragen ein. Schade; das du diese nicht an Hesse selbst richten kannst. Er starb übrigens 1962, war 85
Jahre und hätte sicher eine Antwort parat gehabt. Ich hab sie leider im Vergleich zu Coelho nicht.
Habe nur Siddartha gelesen und bin kein Hesse Kenner, aber das ist für mich schon ein zwar kleines BUch, aber ein großer Beweis sich zu den großen Namen der Weltliteratureinordnen zählen zu dürfen.

Sokrates

vor 7 Jahren

naja, beide Autoren beschäftigen sich mit Sinn-Fragen; beide Autoren schreiben in einer Zeit und wohl auch an ein Publikum, dass bewusst nach Sinn in seinem Leben sucht und (zumindest zum Teil) den Sinn in der modernen Welt als verloren ansieht, seinen eigenen Platz in dieser Welt noch sucht. Allerdings meine ich, dass Hesse mehr "Tiefgang" hat; Coehlo reproduziert vielmehr bereits bekanntes, argumentiert mir zu sehr in der eigenen Welt verhaftet und - was mich am meisten abstößt - ist die Kommerzialisierung seiner Person und seiner Werke. Im Netz ist er gern omnipräsent, lächelt, guckt, macht. Das halte ich für unangebracht; wer die notwendige innere Reife hat, braucht diesen Tand nicht. Hesse hat dies alles ein wenig souveräner gemeistert - und bereits zu seiner Zeit begann das Medienzeitaler, das im Aufmerksamkeit schenkte.

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