Frage zu Jacquelyn Frank

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Gerry

vor 7 Jahren

Gerry

Warum geben so viele Autoren wie Jacquelyn Frank eigentlich so wenig über ihre Leben preis? Kommt mit dem Erfolgreichsein nicht auch irgendwo die Pflicht, ein paar Informationen über den eigenen Werdegang etc. zu geben, und wenn es nur ist, um künftige Autoren zu inspirieren?

Autor: Jacquelyn Frank

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Ob man jetzt Autor oder Polizist oder Beamter oder Rockstar oder kaufmännische Angestellte ist: Mich kann niemand zwingen, etwas über mein Leben preis zu geben. Es ist mein Leben. Sieh es doch mal so: Wenn du zur KfZ-Zulassungsstelle fährst, um dein Auto anzumelden, willst du doch auch nicht die Lebensgeschichte des Mitarbeiters dort wissen. Du willst, dass er seine Arbeit macht (und dein Auto anmeldet). Wenn du ein Buch eines Autors bist, bist du dementsprechend auch sein Kunde. Und du musst nicht seine Lebensgeschichte kennen, damit er seinen Job vernünftig macht (ein tolles Buch schreiben).
Ich kann voll und ganz verstehen, wenn ein Autor keine Informationen über sich preisgibt, gerade im Internet wird viel Schmu betrieben. Entweder man mag dessen Bücher oder nicht. Was hat es damit zu tun, ob er 1947 oder 1954 oder 1990 geboren ist? Oder wo? Oder wo er zur Schule ging, etc.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

Hm, Fehlerbewältigung: Wenn du ein Buch eines Autors liest...

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Ich würde auch nicht mehr als nötig über mein Leben preisgeben. Gerade, wenn ich bekannt und erfolgreich wäre! Stell dir vor, jeder nimmt jedes Detail, dass du über dich erzählst auseinander. Jeder gibt seinen Senf dazu und meint urteilen zu können. Jeder will alles und immer mehr wissen, nichts ist nie genug und Privatsphäre... kannst du vergessen! Ist doch schlimm genug, dass jeder alles über dich herausfinden will und mutmaßt und in falsche Zusammenhänge setzt und Gerüchte verbreitet. Wenn ein Autor (oder irgendeine bekannte Person) von sich erzählen will - bitte. Und wenn er es nicht will, dann ist das auch gut. Soll jeder für sich entscheiden.

Alice Pieszecki

vor 7 Jahren

Je nach dem, was ein Autor so schreibt, gibt er ohnehin viel von sich preis. Es werden jawohl die jeweiligen Erfahrungen in irgendeiner Form verarbeitet. Woher sollte man sonst seine Ideen nehmen. Dies gilt sicher nicht für jedes Genre, das sehe ich ein. Und wenn jemand wollte, dass man sein Privatleben kennt und auseinandernimmt, wäre er eben nicht Autor, sondern It-Girl geworden. Ich finde eher, dass es weitaus seriöser wirkt, wenn man nicht allzu viel über sogenannte Stars erfährt. Prominentestes Beispiel meiner Ansicht nach ist hierfür der direkte Vergleich von Steffi Graf und Boris Becker.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

@Alice Pieszecki

Natürlich fließt die Persönlichkeit mit ins Buch ein, das macht ja eben die Autoren so speziell. Aber das ist noch etwas anderes als wenn ich mein Leben in der Öffentlichkeit lebe. Ich kann als Autor durch meine Geschichten viele meiner Gefühle und Erfahrungen in Worte fassen, weitergeben, aber kannst du als "fremder Leser" beurteilen, was ich wirklich erlebt habe und was ich nur erfunden habe? Sänger verarbeiten auch vieles in ihren Songs, trotzdem können sie ein eher "ruhiges" und "scheues" Privatleben haben...

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Warum sollte man denn? Einen Autoren sollte man doch aufgrund seiner Bücher und nicht aufgrund seiner Lebensgeschichte mögen. Außerden weiß ich nicht, inwiefern es für Jungautoren inspirierend sein könnte, die Biografie eines Autoren zu kennen. Das ist zu unterschiedlich und individuell. Daraus erwächst keine Pflicht, bei weitem nicht.

Alice Pieszecki

vor 7 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

naja, so meinte ich es doch auch! reicht doch hin, wenn die autoren uns als den lesern das mitteilen, was sie in form eines romans oder wie auch immer mitteilen wollen. mehr interessiert doch nicht. und eine "erfindung" basiert auch immer auf irgendwelchen erfahrungen, die man gemacht hat. von daher ist es egal, ob das, worüber geschrieben wird, die abbildung der erlebten wirklichkeit ist oder "frei erfunden". also..finde ich.

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