Frage zu Markus Heitz

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Mithras

vor 7 Jahren

Hallo Herr Heitz,
als mehr oder weniger "neuer" Star der deutschsprachigen Fantasyszene haben Sie mit Ihren Werken bereits einen Großteil der Strömungen innerhalb der phantastischen Literatur abgedeckt. Welche Tendenzen sehen Sie für die Zukunft? Ich habe immer die Befürchtung, dass der "Boom" um Tolkiens Geschöpfe zu einseitig auf die Neuerscheinungen wirkt, da sich Verlage ja an erfolgversprechenden Trends orientieren. Kompliziertere und weniger "klassische" deutschsprachige Werke (z.B. Bücher in Tradition George R. R. Martins) hatten da vorerst schlechte Karten, und die SF-Literatur fristet vergleichsweise sowieso ein Schattendasein. Denken Sie, dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird?

Autor: Markus Heitz

Mahet

vor 7 Jahren

Hahaha, ja, genau, der "Shootingstar". Zwischendurch habe ich auch neue Titel bekommen, die aber ebenso Werke von PR-Abteilungen sind. Nichts, was ich besonders ernst nehmen würde. Ich freue mich, dass ich seit 2002 dabei bin und seit 2004 nichts anderes mehr machen darf als Zuhause zu sein und mir Geschichten auszudenken. Best case. :o)
Was die SF angeht: Gerade DESWEGEN habe ich Collector geschrieben und einige andere KollegInnen gefragt, ob sie sich im JUSTIFIFERS-Universum austoben wollen. Wir tun was. :o)
Was die Tendenzen angeht: Verlage sind Unternehmen, Unternehmen möchten maximalen Gewinn - wobei im Literaturbetrieb mehr möglich ist als bei reinen Wirtschaftsunternehmen. Verlage "gönnen" sich auch gerne mal andere Titel - das Problem ist aber: Selbst wenn es das Buch gut ist, muss es Käufer finden. Ohne zumindest wirtschaftlichen Teilerfolg ist die Haltbarkeit eines Titels in einem Programm begrenzt. Momentan ist der Boom übrigens vampiresk; die Fantasy dagegen ist sattelfest.

Mithras

vor 7 Jahren

@Mahet

Auch aus diesem Grund habe ich mir "Collector" gekauft. Ein anderer Grund ist, dass ich es mir natürlich nicht entgehen lassen will, wenn Sie an der Leserunde auf fantasy-forum.net teilnehmen! ;-)

An dieser Stelle spreche ich übrigens als frustrierter "Gezeitenwelt"-Leser zu Ihnen, der nie ganz verwunden hat, dass sein liebster deutsprchiger Fantasyzyklus gerade zu jener Zeit schlafen gelegt wurde, als der Boom um Tolkiens Geschöpfe aufkam. Ich weiß nicht, ob Sie die Reihe gelesen haben, aber mich würde interessieren, ob Sie eine Vorstellung davon haben, welche Chancen vergleichsweise realistische Fantasyszenarien aus der Feder deutscher Autoren, ohne viel Magie, fremde Völker und alles andere, heute hätten. Können Sie sich dazu ein Uteil erlauben?

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