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Luscinia

vor 7 Jahren

Wie steht ihr zu populärwissenschaftlichen Bestsellern wie den Bücher von Precht oder Sick? Muss man die wirklich gelesen haben? Oder bin ich zu Recht kritisch?

Autoren: Bastian Sick,... und 1 weiterer Autor
Buch: Wer bin ich - und wenn ja wie viele?

dramelia

vor 7 Jahren

Ich muss sagen, Precht hab ich nicht gelesen. Sick les ich einigermaßen gerne, zumal ich einige Dinge wirklich zutreffend finde und es auch recht amüsant ist. Insgesamt lese ich gerne populärwisenschaftliche Bücher, egal ob Bestseller oder nicht. Dass man es aber gelesen haben MUSS, finde ich nicht. Generell denke ich, muss man kein Buch lesen, genauso wenig, wie man bestimmte Filme gesehen haben muss. Jedoch glaube ich auch nicht alles, was die Leute schreiben oder meinen, schreiben zu müssen. Daher ist eine skeptische Haltung schon angebracht, trotzdem steckt immer noch ein gewisser Kern Wahrheit drin. Jedoch muss das jeder für sich entscheiden, danke ich :)

Luscinia

vor 7 Jahren

@dramelia

Danke für die ausführliche Antwort! Ich glaube auch, dass sie ziemlich unterhaltsam sein können. Ich habe nur etwas Angst, mich nach dem Lesen klüger zu fühlen als bisher ohne zu wissen, dass das, was ich dachte gelernt zu haben, falsch und/oder oberflächlich ist.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Ich sehe es wie dramelia. Man muss gar nix, außer aufs Klo. Du musst für dich entscheiden, ob du die Bücher lesen willst und wenn du es nicht willst, ist es auch ok. Ich würde die Bücher wohl eher nicht lesen. Du bist deswegen kein Kulturbanause, auch kein Ignorant oder was sonst immer du vielleicht zu hören kriegst. Jeder hat ein Recht darauf, kritisch zu sein, ich bin es auch.

bogi

vor 7 Jahren

Also ich hab das Prechtsche Buch gelesen, weil ich aufgrund des ja damit einhergenden Precht-Hypes im Fernsehen (mittlerweile sitzt der Gute ja mindestens wöchentlich irgendwo und erläutert seine Erkenntnisse oder sonst was) und natürlich auch weil ich ein Stück weit neugierig war. Lesen müssen, na ja ich glaub eher nicht. Ich würd da schon noch ein Unterschied zwischen populärwissenschaftlichen Büchern und Belletristik machen. Da gibt es bestimmt Werke die man, zumindest als Bücherfan, gelesen haben muss.
Generell sollte aber das ganz persönliche Interesse und Neugierde im Vordergrund stehen.

Hazard

vor 7 Jahren

@bogi

Ich denke auch in der Belletristik gibt es kein Buch, das man unbedingt gelesen haben muss.

Hazard

vor 7 Jahren

Du bist immer zu Recht kritisch, egal zu welchem Thema und egal, mit wem Du es zu tun hast. Das Unterlassen einer kritischen Hinterfragung ist die Unterlassung einer eigenen Meinungsbildung und damit die Aufgabe der Selbständigkeit.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Ich lese ab und an ganz gerne populärwissenschaftliche Bücher. Meist aber nicht, weil sie gerade beworben werden, sondern aus Interesse am Thema.
Bisher bin ich aber auf viele Werke gestoßen, die man sich auch hätte sparen können. Zudem sind sie mir dann in vielen Fällen zu populär und zu wenig wissenschaftlich.

Aber allgemein kann dich ja niemand zum Lesen zwingen. Schau dir doch einfach eine Leseprobe an und entscheide dich dann oder du blätterst mal im Buchladen ein bisschen. Dann bist du dir deiner Kritik vielleicht noch sicherer :-)

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Mir sagen die beide nichts, vielleicht nicht mein Genre? Aber ich lese auch Bücher von bekannten Autoren (also bekannte Bücher) und oft auch Besteller. Warum auch nicht. Hauptsache die Bücher gefallen mir.

dramelia

vor 7 Jahren

@bogi

Ich denke, es gibt generell kein Buch, welches man gelesen haben muss. Reine Geschmackssache. Und nur, weil man viele Bücher liest und Fan ist, muss man nicht die Bücher mögen, die überall gelesen werden :)

Luscinia

vor 7 Jahren

@bogi

nun gut... 'müssen' ist vielleicht ein ungünstig gewähltes wort. allerdings glaube ich schon, dass es empfehlenswert ist, einige bücher der belletristik zu kennen. nicht umsonst gibt es einen kanon der literaturwissenschaft. inwieweit der in seinem jetzigen umfang sinnvoll ist, sei mal dahingestellt

Luscinia

vor 7 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

genau das ist das problem. viele wissenschaftler (ich kenne einige stimmen aus der linguistik) hegen eine gepflegte abneigung gegen sick und seine grammatiklehrbücher, weil sie zu oberflächlich und zu wenig wissenschaftlich (oder schlicht fehlerhaft) sind. auch precht ist umstritten, aktuell ein artikel auf zeit-online. nur kann ich auch bei einer leseprobe nicht beurteilen, ob sie wissenschaftlich korrekt ist, da ich nicht genug im stoff stehe.

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

@Luscinia

Das stimmt. Allerdings würde ich populärwissenschaftliche Bücher immer mit einem wissenschaftlichen Buch oder anderen Quellen ergänzen oder mich mit "Kennern" austauschen. Im Endeffekt kann solch ein Buch ja nur als Appetitanreger dienen.

Trinity_

vor 7 Jahren

Es kommt darauf an was Du willst. Precht habe ich gelesen. Jedoch ist es immer so, dass er genau dann aufhört tieferzugehen und zu erklären wenn es - aus meiner Sicht - interessant wird. Dafür ist er natürlich leichter zu lesen als die Originale die er für sein Sammelsurium verwendet.
Es ist ein wenig die Krux der populärwissenschaftlichen Bücher, dass sie oft nah an der Oberfläche schweben. Wohingegen die Fachbücher selten verständlich sind.
Ansonsten: Besser als gar nix zu lesen ;)

Luscinia

vor 7 Jahren

@Trinity_

Auf ganzer Linie nachvollziehbar... Danke!

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