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Daniliesing

vor 5 Jahren

In dieser Woche möchte ich euch ganz herzlich zu einem Fragefreitag mit der Autorin Martina Rosenberg einladen. Im Dezember ist im Blanvalet Verlag ihr Buch "Mutter, wann stirbst du endlich?" erschienen, in dem sie sich anhand von persönlichen Erfahrungen mit einem sehr wichtigen Thema beschäftigt. Es geht um die Pflege - in diesem Fall der eigenen Eltern - im Alter. Viele haben sich vermutlich darüber noch gar nicht bewusst Gedanken gemacht, andere haben vielleicht schon Ähnliches erlebt? Martina Rosenberg möchte diesem schwierigen Thema mit ihrem Buch und auf Basis ihrer ganz persönlichen Erfahrungen mehr Aufmerksamkeit schenken.

Mehr zur Autorin:

Martina Rosenberg wurde 1963 als jüngstes von 3 Kindern am Ammersee geboren. Eine Zeit lang lebte sie mit ihrer Familie im Ausland und später kehrten sie doch wieder nach Deutschland zurück. Bevor sie als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit für das Rote Kreuz tätig wurde, studierte sie BWL mit dem Schwerpunkt Marketing. Während ihrer Arbeit beim Roten Kreuz schloss sie außerdem ein Fernstudium zur Journalistin ab. Zusammen mit ihrer Tochter, ihrem Mann und einem Hund lebt die Autorin heute in der Nähe von München.

Mehr zum Buch:
Martina Rosenberg erzählt die authentische Geschichte einer ganz normalen Familie, für die das Leben durch die Extrembelastung der Pflege der schwer kranken Eltern zum Albtraum wurde. Es ist die Geschichte ihrer eigenen Familie. Die Mutter erkrankt an Demenz, der Vater erleidet einen Schlaganfall, und Schritt für Schritt muss die Tochter die Verantwortung und Organisation des elterlichen Lebens übernehmen. Verzweifelt versucht sie, allen Anforderungen gerecht zu werden — und scheitert, bis nach neun Jahren nur noch der Wunsch übrig bleibt: Mutter, wann stirbst du endlich?

Auf eindrückliche Weise gibt dieser zuweilen erschreckend ehrliche Bericht all jenen eine Stimme, die ungewollt zu den Eltern ihrer Eltern werden, und dokumentiert die Verzweiflung derer, die von Politik und Gesellschaft mit dieser Verantwortung allein gelassen werden.


Ab sofort habt ihr die Möglichkeit Martina Rosenberg zu ihrem Buch und diesem wichtigen Thema Fragen zu stellen. Sie wird diese dann morgen im Laufe des Fragefreitags beantworten. Bitte bedenkt beim Stellen eurer Fragen auch, dass es ein wirklich sehr persönliches Thema ist und es ggf. vorkommen kann, dass mal eine Frage nicht beantwortet wird.

Unter allen Fragestellern werden wir außerdem 5 Exemplare von "Mutter, wann stirbst du endlich?" vergeben. Ich wünsche euch eine interessante Fragerunde!

Autor: Martina Rosenberg
Buch: Mutter, wann stirbst du endlich?

aba

vor 5 Jahren

Guten Tag Frau Rosenberg,
ich habe Sie vor kurzem im Fernsehen gesehen und finde es mutig, wie Sie über Ihre Erfahrungen gesprochen haben.

Ich persönlich habe eine etwas andere Meinung über dieses Thema (obwohl ich sagen muss, dass ich so eine Erfahrung nicht gemacht habe):
Ich denke, dass man die Familien verstärken muss, statt an den Staat zu appellieren, mehr für die Älteren zu tun, bzw. mehr Verantwortung zu übernehmen.
Ich glaube, wenn wir in dieser (deutschen) Gesellschaft zurück zu den alten Werten zurückkommen und uns an diesen orientieren, dann würde das alles anders aussehen.
Generell werden die älteren Menschen in Deutschland weniger respektiert und geachtet als in anderen Ländern und Kulturen.
Dieses "Problem", was eigentlich eine Tragödie für alle ist, kennt man in vielen anderen Ländern einfach nicht. Weil die Pflege der Eltern nicht auf nur eine Person (generell Tochter oder Schwiegertochter) fällt, sondern diese Verantwortung übernimmt eine ganze Familie.
Der Staat muss aufgefordert werden, mehr für die gesamte Familie zu tun. Stattdessen hat man heutzutage in Deutschland immer weniger Lust, Kinder zu kriegen... Und wenn keine Kinder da sind, wer soll sich um die Älteren kümmern?

Ich bin keine Deutsche. Ich habe es in meiner Familie auch anders erlebt.

Vielen Dank, dass Sie auf ein Dialog mit uns Lesern bereit sind!

Buecherfee82

vor 5 Jahren

Liebe Frau Rosenberg,
wielange pflegten Sie denn ihre/n Angehörige/n? Empfanden sie den Tod wirklich als Erleichterung für sich?

Ich muss sagen das der Zustand in vielen Heimen sehr schlecht ist. Oft liegt es nicht an den Mitarbeitern, sondern an den vorgegebenen Zeiten, denn ALLES ist in einem Zeitplan festgehalten. Meine Mama ist Pflegedienstleiterin in einem Seniorenheim und dort lebt man noch für die älteren Menschen. Man kümmert sich liebevoll um sie, selbst wenn es über die Zeiten hinaus geht.
Meine Mama selbst besucht auch oft Fortbildungen wo man z.B. den Umgang mit Aromatherapien lernt, oder aber wie man Menschen, die über eine Sonde ernährt werden trotzdem den Geschmack auf die Zunge legen kann etc.

Wie viele vielleicht schon mitbekommen haben ist meine Lieblingsoma letztes Jahr gestorben. Sie selbst wollte nie ins Heim und ist im Krankenhaus gestorben.
Wir haben uns vorher, wo es ihr schlechter ging so gut es ging um sie gekümmert. Sind für sie einkaufen gewesen, haben ihr beim Waschen geholfen, sie gekämmt, aufgeräumt etc.
Wirklich pflegen hätte ich sie nicht können.
Trotz der Zeit die wir immer intensiver mit ihr verbracht haben um ihr zu helfen, fand ich ihren Tod alles andere als Erlösung, wobei ich weiss, das sie es sich so gewünscht hätte.

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Elva

vor 5 Jahren

Huhu, ich freu mich sehr auf das Buch und bin mega gespannt drauf!!

kira35

vor 5 Jahren

@InavanLind

Hallo, der Fragefreitag war bereits letzte Woche. Ich weiß nicht, ob sich hier noch jemand meldet.

kira35

vor 5 Jahren

mein Buch ist eingetroffen, Vielen Dank.

Elva

vor 5 Jahren

Mein Buch kam gestern auch an. Vielen, vielen Dank.

Anchesenamun

vor 5 Jahren

Meins ist auch da, vielen Dank! :-)

Anchesenamun

vor 5 Jahren

Meins ist auch da, vielen Dank! :-)

Fynigen

vor 5 Jahren

Mein Buch kam auch gestern an! :-)
Vielen herzlichen Dank nochmal!!! Mama und Schwiegermama freuen sich auch schon drauf!

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