Gibt es Bücher, in denen das Böse nicht in irgendeiner Form vorkom...

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Elisa

vor 7 Jahren

Elisa

Gibt es Bücher, in denen das Böse nicht in irgendeiner Form vorkommt? Ich belege gerade eine Vorlesung, in der es heißt, dass (fast) kein Roman ohne die Existenz der Bösen auskommt. Kann jemand mich vom Gegenteil überzeigen?

atimaus

vor 7 Jahren

Also ich weiß das meinst du nicht, aber mir fallen auf Anhieb Bildbände und diese Büchlein mit liebevollen Sinnsprüchen ein ;0). Aber bei Romanen ??? Wäre wohl auch ein wenig langweilig, oder?

ChaseyGara

vor 7 Jahren

Hm... also ich bin mir nicht sicher, da ich sie eigentlich nicht lese aber wie ist das mit Liebesromanen? Kommt denn da auch "das Böse" drin vor?

HudRom

vor 7 Jahren

Naja, wie wäre es denn mit sämtlichen Reiseerzählungen?

atimaus

vor 7 Jahren

@ChaseyGara

Schon, denn ohne schurkischen Nebenbuhler oder bösen Onkel etc... wären wohl auch die zu öde ;0)

Lilitu

vor 7 Jahren

@ChaseyGara

Da gibt es bestimmt (ich lese Liebesromane auch eher nicht) immer einen Widersacher, der der Liebe im Wege steht. Dem kann man bestimmt als den "Bösen" des Buches interpretieren.

Lilitu

vor 7 Jahren

Bei Haruki Murakamis "Naokos Lächeln" fällt mir nichts und niemand ein, dem ich etwas "Böses" andichten könnte. Allerdings liegt es schon einige Zeit zurück, dass ich dieses Buch gelesen habe und ich weiß nicht, wie weit die Interpreation vom Bösen geht :)
Kommt schon das "Böse" in einem Roman vor, wenn jemand stirbt bzw. selbstmord begeht und damit das Leben anderer Protagonisten beeinflusst?

Elke

vor 7 Jahren

Das kommt wohl darauf an wie man "das Böse" definiert. Wenn man den Begriff jetzt eher eingrenzt ,mit Mord, Totschlag, anderen Straftaten, Intriegen...., kommen wohl viele Bücher (Satire, Liebesromane....) ohne "das Böse" aus.
Wenn aber Fremdgehen, Lügen, kleine Streiche etc. auch als "das Böse" angesehen werden, dann kommen wahrscheinlich nicht einmal Reiseerzählungen ohne "das Böse" aus.
Bücher beschreiben nun einmal das Leben, und im Leben trifft man eben auch auf "das Böse"

atimaus

vor 7 Jahren

@Lilitu

Hmmm, Selbstmord ? Wenn du gläubige Christen das fragst kriegst du da vielleicht doch was Böses bei raus, oder? Ist schließlich einer der Todsünden- also doch böse, nicht?

Elke

vor 7 Jahren

@ChaseyGara

Na ja, manchmal sind es auch nur die Umstände, die ein Paar hindern endlich zusammen zu finden. Sind das dann "böse Umstände"??

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

vielleicht dieses?
obwohl da wohl einfach das leben an sich es nicht immer so gut meint...

Autor: Delphine de Vigan
Buch: No & ich

dramelia

vor 7 Jahren

Bücher handeln über das Leben. Und ein Leben ohne "Böses" in irgendeinem Sinne (und sei es auch nur Streit oder mal eine Schlägerei) kommt das Leben nicht aus. Daher wäre es schade, wenn es das "Böse" einfach mal nicht wieder gibt. Außerdem würde mir spontan kein einziges Buch einfallen, in der es keinen Widersacher, Bösewicht, Schurken oder schlimmeres gibt. Und ich würde, persönliche Meinung, auch kein Interesse an Büchern finden, in der eine Heile Welt mit Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, weil ich sie schon vom Gedanken her langweilig finde :)

LESE-ESEL

vor 7 Jahren

Biographien müssen nicht zwingend "Böses" enthalten. Auch Lyrik bietet viel "Nicht-Böses". ... Das "Böse" schlicht mit "Widerständen aller Art" gleichzusetzen, scheint mit zu billig... Scheitern nicht manche Protagonisten einfach an sich selbst, weil sie zu spät ihre Chancen erkennen/nutzen... Dieses menschliche Versagen als "Böses" darzustellen, scheint mir nicht richtig...

MarcelK

vor 7 Jahren

Ich bin selber Autor und für mich ist weder das Gute, noch das Böse etwas, das sich klar definieren lässt. Ich weiß nicht warum soviele Menschen sich an dieser Einteilung so klammern. Niemand kann zu 100% Gut handeln (allein die Gesellschaft zwingt ihn dazu Kompromisse einzugehen) und gleichzeitig gibt es auch niemanden der 100% Böse ist. Selbst der Allerschlimmste Diktator und Mörder kann durchaus gute Eigenschaften haben.

Daher versuche ich in meinen Romanen, die Charaktere so zu zeichnen wie sie sind: Mit guten wie schlechten Seiten. Mit wem er dann sympathisiert, muss dann der Leser beurteilen. ;-)

Autor: Marcel R Klapschus
Buch: Die Rückkehr der Phoenix

Oma.Wetterwachs

vor 7 Jahren

Ist zwar schon ne Weile her,aber ich glaube,bei P.S. Ich liebe dich,kam auch nichts böses drin vor.Außer,wenn man Krankheit und Tod als etwas "böses" bezeichnen möchte.(aber ich denke dabei auch eher an Mord,Totschlag,böse Widersacher....)

elane_eodain

vor 7 Jahren

"Liebe Delphin... Lieber Jean Luc..." von Iselin C. Hermann - vielleicht findest Du in diesem was Du suchst? Es ist auch schon etwas her... aber ich kann nichts "Böses" in meiner Erinnerung finden. Es ist ein Briefwechsel zwischen zwei Menschen, die sich nicht kennen. Der Briefwechsel wird schnell sehr persönlich, die Beiden öffnen sich füreinander. Am Ende ist dann doch nicht alles so wie gedacht, aber ohne böse Absicht oder Ähnlichem. Naja, das einzige, was es aber eben auch hier gibt !Achtung SPOILER! ist ein Selbstmord - wenn das also als "böse" gilt, fällt es dann doch raus.... Viel Erfolg beim Suchen und viel Spaß in der sehr interessant klingenden Vorlesung!

Autor: Iselin C. Hermann
Buch: Liebe Delphine . . . Lieber Jean Luc . . .
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