Hätte ich jetzt nicht gedacht: Spitzenautoren verdienen mehr als die Hollywood Stars

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Alesai

vor 6 Jahren

heute über die Nachricht gestolpert, dass US-Autoren mehr verdienen, als Hollywood Stars (tolle Kenngröße:-)) und das weil in den USA der eBook Markt so gut läuft. Gibt es eigentlich Spitzenverdiener unter den dt. Autoren? Mir ist nur Schätzing eingefallen und vielleicht Cornelia Funke, weil die doch auch immer die Filmrechte verkauft. Aber gönnen tue ich es allen Autoren, die verdienen doch in Deutschland nicht gerade viel, oder?

Hier die Meldung: http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article13550575/US-Autoren-verdienen-mehr-als-Hollywoodstars.html
Die erfolgreichsten Buchautoren verdienen nach Ermittlungen des New Yorker "Forbes"-Magazins besser als Hollywoodstars. Ganz vorn ist James Patterson. Der Kalifornier soll mit seinen Krimis um den Washingtoner Polizeipsychologen Alex Cross und die in San Francisco ermittelnde Polizistin Lindsay Boxer innerhalb von zwölf Monaten (bis April 2011) sagenhafte 84 Millionen Dollar (58 Millionen Euro) verdient haben. Das sei noch einmal ein ordentlicher Sprung im Vergleich zu den zwölf Monaten zuvor, in denen es 70 Millionen gewesen seien.


"Forbes" merkt an, dass der Buchmarkt zwar schrumpft und gerade die teuren Hardcover-Bücher mit dem festen Einband kräftig ins Minus rutschen. Dafür boomen aber die E-Books für elektronische Lesegeräte – und davon profitieren die Autoren mehr als sie beim Hardcover einbüßen. 

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 6 Jahren

Mich wundert es, dass Joanne K. Rowling gar nicht erwähnt wird. Aber ansonsten find ich es nicht so überraschend wenn man drüber nachdenkt, wieviele Bücher schon gekauft wurden. Allein ein euro von jedem buch und dann rechnet mal bei richtigen Bestsellern hoch.

ForeverAngel

vor 6 Jahren

Weil Rowling Britin ist, und nicht US-Autorin ;)

Die_Eule

vor 6 Jahren

Was bei Patterson ws. besonders dazu beiträgt, dass er seine Bücher en masse produziert - der hat ja wirklich schon Dutzende, wenn nicht gar hunderte geschrieben -, und das in einem Stil, der äußerst einfach zu lesen ist (kürzest-mögliche Sätze, wenigst-mögliche stilistische Spielereien, mit eher wenig Anforderung an den Leser usw. - im Spiegel war vor einiger Zeit mal ein Interview, in dem er über seine Schreibmethode Rechenschaft ablegte). Das heißt, er kriegt wohl sein Geld dadurch, dass ganz viele Menschen ganz viele verschiedene seiner Bücher ganz schnell hintereinander lesen können.
Im Deutschen Bereich fällt mir da dann auch gar nicht Frank Schätzing ein (wie viele Bücher hat er geschrieben? Sechs? Und der einzige wirkliche Bestseller war doch "Der Schwarm", nicht?), sondern eher Kai Meyer. Der ist nämlich auch ein Vielschreiber und streut sein Oevre über verschiedene Genres (Erwachsenen-Fantasy, Jugend-Fantasy, historische Romane...), seine Bücher werden verfilmt, Hörbücher werden daraus gemacht; gerade werden einige zu Comics / Graphic Novels umgewandelt, es gibt Bands, deren Lieder sich im Meyerschen Universum bewegen usw. Wenn ich die Funktionsweise des deutschen Büchermarktes einigermaßen einsehe, müsste der ziemlich viel durch solche Neben-produkte bekommen.

Was mich aber noch mehr wundert, ist eigentlich, dass es tatsächlich ein Belletristik-Autor ist, der hier genannt wird. In Amerika ist es ja so, dass das ebook mittlerweile dabei ist, das papierne Buch abzulösen, und aus einigen Statistiken geht hervor, dass das mit Abstand führende ebook-genre Erotische Literatur ist. Also dachte ich eigentlich, dass es eher diese doch eher unbekannten Erotik-Autoren sind, die das meiste Geld machen.

Leela

vor 6 Jahren

Hm ja, der Titel des Artikels ist etwas irreleitend. Letztendlich ist es nämlich nicht so, dass amerikanische Autoren generell mehr verdienen, als irgendwelche Fernsehmenschen, sondern eben nur, diejenigen, die besonders erfolgreich sind und die man quasi an einer Hand abzählen kann.
Bei den meisten wird es immer noch so sein, dass Schreiben als alleiniger Beruf nicht ausreicht, um einigermaßen gut davon leben zu können.

Kerry

vor 6 Jahren

@foreverangel: Aber auf Platz 11 wird Ken Follett erwähnt und der ist Europäer. Von daher verstehe ich nicht, dass Rowling nicht mal am Rande erwähnt wird.

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