Hallo Dietmar, auf diesem Weg viele Grüße - und ein Thema, das mic...

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KarlaS

vor 7 Jahren

Hallo Dietmar, auf diesem Weg viele Grüße - und ein Thema, das mich schon eine Weile beschäftigt: Du schreibst schon lange viel, wenn auch nicht nur, Science Fiction. Du hast viel im Verbrecherverlag veröffentlicht, der eigentlich nicht unbedingt für SF steht, der aber zu den Popkultur-Aspekte in Deinen Büchern passt.
Du warst also nie ein typischer SF-Szene-Schreiber, wenn ich das richtig sehe. Trotzdem erstaunt es mich - und freut mich - dass ein Buch wie "Die Abschaffung der Arten" dann bei suhrkamp landet. Es ist nunmal doch recht eindeutig SF, wenn auch recht abgefahrene.
Glaubst Du, das spricht für die Chance, dass SF als literarisches Genre (bei uns) zunehmend Anerkennung findet? Und glaubst Du, dass auch andere Leser als die paar eingefleischten SF-Fans in dem Fall zu SF greifen würden?
LG, Karla

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Liebe Karla, als ich anfing, SF zu schreiben - mit 12 - wußte ich gar nicht, was der Unterschied zwischen SF und Deutschlehrerliteratur ist. Inzwischen weiß ich: SF ist eine Gattung, zu der man (wie zu Horror und Fantasy) sich besser nicht bekennt, wenn man auf dem Feld der D-Literatur nach dem 2. Weltkrieg (Ein paar ihrer Merkmale, müssen nicht jedesmal alle dabei sein: 1. Menschliche Beziehungen sind familienförmig, 2. poetische Vergleiche, Metaphern etc. dürfen nicht mit mehr Wissen von der Welt hantieren, als ein Deutschlehrer hat, 3. Hitler und/oder die DDR müssen vorkommen, und zwar mit Abscheu sowie Grübelzwang, 4. bei wörtlicher Rede fehlen die Anführungszeichen) ernstgenommen werden will. Ich will das gar nicht und gebe deshalb zu: Ich schreibe SF, d.h. Geschichten, die sich dafür interessieren, welche Gesetzmäßigkeiten in Natur und Gesellschaft herrschen (könnten) und wie sich dran drehen läßt. Anerkennung? Die findet man nur, wenn man sich nicht für das schämt, was man tut.

KarlaS

vor 7 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

Ich stimme - vor allem Deinem letzten Satz - aus Schreibersicht voll zu.
Möchte aber nachfragen: Du hast es geschafft, mit SF, die ohne bürgerliche Kleinfamilie, Hitler, Grübelzwang und fehlende Anführungszeichen auskommt, in der öffentlichen Wahrnehmung aus der angeblich so niederen Genreecke rauszukommen. Wie Du in einer anderen Antwort sagtest: Das ist wichtig, damit man weiterträumen darf, wenn man nicht irgendeinen öden, blöden Job machen will. ... Moment ...
.... Ah, okay! Jetzt fällt der Groschen: Einfach stur weiter machen und sich nicht rechtfertigen! :-D

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