Hallo Frau Hübner, Peter hat zwar schon gefragt, ob Sie die Story ...

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leseratte31

vor 7 Jahren

Hallo Frau Hübner, Peter hat zwar schon gefragt, ob Sie die Story schon vorher im Kopf haben oder ob sich noch Nebengeschichten ergeben. Aber ich würd noch mal genau wissen wollen, ob der rote Faden, also auch das Ende, schon vorher im Kopf ist oder ob z.B. das Ende während des Schreibens doch anders geworden ist. Fängt man mit dem Schreiben also erst an, wenn die Story komplett im Kopf ist (auch wenn es kleine Veränderungen gibt) oder fängt man an und lässt sich wegen des Schreibens vom Fortlauf inspirieren?
Freue mich auf Antwort. Grüße aus Leipzig

Huebner

vor 7 Jahren

Liebe Leseratte,
das einzige Mal, da ich das Ende schon kannte, bevor ich überhaupt mit Schreiben begonnen hatte, war "Im Land der Sümpfe" - da saß im Kopf schon jedes Wort (bis auf geschichtliche Tatsachen, versteht sich) bei all den anderen Romanen, veröffentlicht oder auch noch nicht, ist das Ende irgendwas Wages, was sich beim Schreiben dann entwickelt. Auch verändert sich das geplante Ende, weil sich bei der Recherche herausstellt, dass Fürst sonundso im Monat diesunddas etwas anderes gemacht hat (laut Urkunden), als man für ihn im Roman vorgesehen hatte. Da will man auch nicht gegen die Geschichtstatsachen schreiben, die sind dann eben Fakt und dabei bleibts. Also fange ich nicht erst an zu schreiben, wenn alles schon fertig ist. Das wäre ja langweilig.
Grüße zurück und danke für die Frage
Ivonne Hübner

leseratte31

vor 7 Jahren

Vielen Dank! Das finde ich spannend, dass es immer anders sein kann. Und haben Sie das Gefühl, dass das Schreiben des schon vorher im Kopf fertigen Romans leichter von der Hand ging, weil man wusste, wohin alles führt? Oder war es genauso "schwer" wie bei den Manuskripten, die anfangs noch offen waren?
Es ist schon toll, wenn man das alles vorher durchdenkt, wenn auch nicht immer ganz fertig. Gerade bei Ihren so aufwändigen und gut recherchierten Büchern. Eine Pilcher-Geschichte mit der einfachen Struktur ist da ja schließlich schon was anderes. Deshalb: Hut ab und viele Grüße ...
... von der Leseratte

Huebner

vor 7 Jahren

Ja, auf jeden Fall schreibt es sich wie Butter weg, wenn man alles im Kopf fertig hat - das ist wie Urlaub (für drei Jahre), denn bei den Sachen, die noch nicht fertig sind, kommt man ab und an doch sehr in Verzweiflungen, weil manchmal so viel nicht mehr zusammenpasst, sodass man zig Seiten umschreiben muss.
vielen Dank für das Kompliment.
Liebe Grüße
Ivonne Hübner

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