Hallo Frau Schmidt! Das Angebot an Thrillern ist ja nicht gerade k...

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*Wölkchen*

vor 8 Jahren

Plauderecke

Hallo Frau Schmidt! Das Angebot an Thrillern ist ja nicht gerade klein. Wie schafft man es da als Autor, nicht unterzugehen? Ist das Thrillerpublikum schon zu abgebrüht, so dass man mit immer grausameren und blutrünstigeren Beschreibungen schocken muss, um sich überhaupt noch abzuheben?

KarlaS

vor 8 Jahren

Plauderecke

Hallo Wölkchen. Nein, ich denke nicht, dass man immer mehr Blut und Grausamkeiten auffahren muss, um sich abzuheben.
Ich weiß, dass mein Buch diesen Ruf hat. Aber wenn man einmal durchzählt, kommt man eigentlich nur auf vier richtig grausame und ein paar nicht grausame, aber irgendwie verstörende, eklige Szenen. Das ist im Vergleich zu andern Thrillern nicht gerade üppig.
Ich glaube, dass es eher die Gesamtstimmung ist, die ein Buch als "eklig" oder "grausam" erscheinen lässt - und das erreicht man meiner Meinung nach eher durch die Figuren (durch ihre Abgründe) als durch eimerweise Blut.
Ich finde es jedoch wichtig, dass ein Thriller unangenehme Gefühle erzeugt, uns an Grenzen bringt. Damit wir von dort zurückkommen können. Ich hatte das in einer anderen Antwort schon geschrieben: Es geht beim Thriller auch um Katharsis. Das ist immer Grenzwertig. Wie man die Grenze erreicht, kann aber ganz unterschiedlich sein.

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