Hey, in letzter Zeit sind ja immer mehr Bücher erschienen, die sic...

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Karin

vor 7 Jahren

Hey, in letzter Zeit sind ja immer mehr Bücher erschienen, die sich intensiv mit dem Thema Essen beschäftigen, z.B. "Tiere essen", "Anständig essen" oder "Die Essensfälscher". Bewirken diese etwas bei euch? Findet ihr sie interessant bzw. übertrieben oder war euch sowieso schon vorher alles klar, was die Autoren da aufdecken bzw. für sich herausfinden? Treffen sie euren "Geschmack"?

Autoren: Jonathan Safran Foer,... und 2 weitere Autoren
Bücher: Tiere essen,... und 2 weitere Bücher

sabatayn76

vor 7 Jahren

Hallo, ich bin erst seit 6 Monaten Vegetarierin, habe beide Bücher gelesen und fand beide wichtig und spannend. Es geht nicht darum, dass man reihenweise Leute bekehren will, sondern eher darum, dass man sich mal etwas bewusster werden sollte, was man da ständig iss und welche Auswirkungen das hat. Mir hat Safran Foer besser gefalen, weil er nicht wertet und nicht missioniert.

sabatayn76

vor 7 Jahren

Beide= JSF und Duve.... Hab nicht gesehen, dass du drei angehängt hast..

pape

vor 7 Jahren

Ich hab "Abgespeist" von Thilo Bode gelesen und daraufhin auf der foodwatch-Homepage gestöbert und deren Newsletter abonniert. Kurz darauf kam dann noch die ARD-Themenwoche, die da auch einiges angesprochen hat und irgendwie war das der Anstoß, sich doch ein bisschen mehr Gedanken zu machen, was man isst. Ich versuch jetzt bewusster einkaufen zu gehen, der Spruch "Du bist, was du isst" kommt meiner Meinung nach nicht von ungefähr und da sollt ich mir dann doch so viel wert sein, dass ich da ein bisschen Sorgfalt drauf verwende. JSF will ich auch noch lesen, aber ich hab gehört, das soll so beeindrucken, dass danach viele Vegetarier werden und ich weiß nicht, ob ich dazu schon bereit bin. Und wenn mir das Buch von Frau Duve in die Hand fällt, werd ich das sicherlich auch lesen, vielleicht kann man da ja auch was mitnehmen.

sabatayn76

vor 7 Jahren

@pape

Ich glaube, da ist was dran. Ich habe JSF gelesen, NACHDEM ich Vegetarierin geworden bin, aber nach dem Buch wäre ich es definitiv geworden. Überstürz das nicht. Es gibt für alles die richtige Zeit. Ich würde auf jeden Fall mit seinem Buch beginnen, da Frau Duve mehr wertet. Ich glaube, das ist für den Anfang schlecht, man will ja nicht überredet werden oder das Gefühl bekommen, man ist ein schlechter Mensch, weil man Fleisch isst.

Wenn du "soweit" bist, kann ich dir "Earthlings" empfehlen. Ist ein Film, der im Internet frei verfügbar ist. Der hat mir damals den letzten Stoß gegeben, und seitdem kann ich kein Tier mehr essen.

gottagivethembooks

vor 7 Jahren

Ich bin Veganerin und fand's längst überfällig, dass die breite Masse intensiver mit der Nase drauf gestoßen wird, was sie so isst. Man kann natürlich die Augen verschließen und sich in solche Ausreden flüchten wie "Dann kann man ja gar nix mehr essen" oder "Selbst unsere Vorfahren haben schon Fleisch gegessen", aber man kann auch einfach mal die Augen öffnen für das Leid, das millionenfach gleich vor unserer Haustür geschieht und die damit verbundene Zerstörung unserer Erde.
Mahlzeit!

Elke

vor 7 Jahren

Da ich am Land lebe und mich schon immer bemühe möglichst nur Fleisch von den regionalen Bergbauern zu kaufen, sehe ich mich nicht als Zielgruppe. Bei uns sind die Bauern wiklich noch Bauern und nicht reine "Fleisch- und Milchproduzenten", und die Tier dürfen noch als Tiere leben (mit Almsommer etc.) und werden nicht nur als lebendes Schnitzl gesehen. Darüber bin ich sehr froh, und ich finde es sehr schade, dass es den Kleinbauern so schwer gemacht wird zu überleben!!!!

sabatayn76

vor 7 Jahren

@gottagivethembooks

Wunderbar! Liebe Grüße!

gottagivethembooks

vor 7 Jahren

@Elke

Fakt ist aber auch, dass auch Bauernhoftiere nicht totgestreichelt werden. Hast du dir mal angesehen wo und wie sie geschlachtet werden? Der Schlachthof und die Methoden sind die gleichen. Sei mutig - schau es dir an.

Sonnenblume

vor 7 Jahren

Hallo, ich habe das Buch von JSF gelesen und überlege mir jetzt wirklich, ob ich Vegetarier werden soll oder ob es ok ist, wenn ich bewusster einkaufe und einfach viel weniger Fleisch konsumiere. Das Problem: ich mag Fleisch wirklich gerne. Aber ich esse nicht so viel Fleisch, vielleicht ein bis zweimal die Woche. Jetzt versuche ich für mich die Frage zu beantworten, ob ich Fleischkonsum verantwortungsbewusst leben kann oder ob dann doch nur die Vegetarier-Variante (was mir schwerfallen würde) in Frage kommt. Das Duve Buch habe ich noch nicht gelesen. Ich habe sie neulich in einer Talkshop gesehen und war nicht so überzeugt von ihr. Aber ich habe schon viel Gutes über das Buch gehört. Vielleicht lese ich es doch noch in meiner Entscheidungsfindungsphase ;-)

sabatayn76

vor 7 Jahren

@Sonnenblume

Ich kann dich so gut verstehen. Ich habe sehr gern Fleisch gegessen, nicht oft, aber gern. Ich konnte mir jahrelang nicht vorstellen, fleischlos zu leben. Nun sind es 6 Monate, und es fehlt mir nicht. Selbst in Australien war es ok (ich liebe gegrilltes Fleisch und wir waren dort im Dez/Jan, also im australischen Sommer, und jeder hat gegrillt). Früher habe ich die Bratwurst gesehen und gegessen, ohne an das Tier zu denken. Jetzt sehe ich die Bratwurst und denke "Lecker!" und sehe dann automatisch, wie das Schweinchen gequält und getötet wird. Dann will ich das nicht mehr essen. Aber diese Entscheidung hat lange gedauert, und deshalb finde ich, man sollte sich nicht hetzen und sich Zeit lassen. Good luck!

gottagivethembooks

vor 7 Jahren

@Sonnenblume

Hallo Sonnenblume,
ich dachte auch, dass mir der Verzicht auf Fleisch schwerfallen würde. Tut es aber nicht. Wichtig ist, dass du dich gut informierst, wie die ALternativen sind (und es gibt wirklich viele) und nicht den Fehler machst eben einfach das Fleisch bei deinen gewohnten Mahlzeiten weglässt. Das wird auf Dauer nämlich langweilig.
Und was mir sehr bei meiner Entscheidung geholfen hat war, mir wirklich die harten Fakten anzusehen und auch mal ein Video über Massentierhaltung und Schlachtung und so. Du musst die Fakten vor Augen haben. EInmal geöffnete Augen lassen sich so leicht nicht mehr schließen.
Das ist auch der Grund, warum ich nicht nur Vegetarierin, sondern Veganerin bin. Denn nicht nur Fleisch und Wurst bedeutet unendliches Tierleid. Vielleicht informierst du dich mal auf der peta-Seite.
Ich wünsche dir viel Erfolg und allzeit offene Augen.
Und... lass dir nicht reinquatschen von ignoranten Fleischessern, die dir erzählen, dass man ja eh nix ändern und nie alles richtig machen kann. Nur weil du niemals alles richtig machen kannst bedeutet das ja nicht, dass du zwangsläufig alles falsch machen musst ;)

Elke

vor 7 Jahren

@gottagivethembooks

Das ist mir schon klar, dass die Tier nicht totgestreichelt oder in den ewigen Schlaf gesungen werden. Hab auch schon mal einen gutgemachten Bericht darüber gesehen, wie es auf einem Schlachthof zu geht, das ist natürlich nicht schön und hat nichts mit Bauernhofidylle zu tun. Trotzdem glaub ich, dass es in kleineren Schlachtbetrieben etwas "menschlicher" zu geht, als in großen. Fakt ist aber auch, dass wir unsere Bergbauern brauchen, auch zur Landschaftspflege etc. Es ist also gefährlich jeglichen Fleischkonsum oder gar alle tierischen Produkte zu vertäufeln. Viele meiner Bekannten, sind Bauern, ich hab also Ahnung wovon ich spreche. Da ich aber Massentierhaltung und Tiertransporte verabscheue, finde ich es gut das auf diese Themen aufmerksam gemacht wird. Ich halte nur nicht viel von Verallgemeinerungen und Absolutismus!

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