Ich hab an der Uni unheimlich viel Kalssiker lesen müssen/dürfen, ...

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metalmel

vor 7 Jahren

Ich hab an der Uni unheimlich viel Kalssiker lesen müssen/dürfen, da ich Literatur und Sprachen studiert habe. Probleme hab ich mit den Franzosen. Wen könnt ihr empfehlen? Bitte nicht Proust, der ist schrecklich.

Lacrima_Atra

vor 7 Jahren

Also Jean-Paul Sarttre kann ich sehr empfehlen, obwohl der jetzt vermutlich nicht als Klassiker zählt ;-)
"Candide ou l'Optimisme" von Voltaire kann ich sehr empfehlen. Ich fand dieses Buch überraschend witzig und unterhaltsam. Willst du auf französisch oder deutsch lesen? Es gibt da nämlich auch eine (rote) Reclamausgabe von diesem Buch, mit sehr guten Vokabelangaben.
Jean Anouilh (z.B, "Antigone") kann ich auch sehr empfehlen oder natürlich auch Molière (z.B. "Le Malade imaginaire"), wenn du gerne Theaterstücke liest.
Sonst könnte ich auch noch die "Lettres persanes" von Montescieu empfehlen.

Krimimimi

vor 7 Jahren

Neben Sartre kann ich auch Albert Camus empfehlen. "Die Pest" habe ich jetzt mehrfach gelesen. Es spielt in Algerien und ich kann mir beim Lesen richtig bildlich vorstellen, wie es dort vor zig Jahren aussah und zuging.

Buch: Die Pest

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

ich würde dir Emmanuel Bove empfehlen dessen kurze Romane vorwiegend das unscheinbare Leben von kleinen Helden, Existenzen beschreibt

Dayanera

vor 7 Jahren

Ich empfehle Jean Racine "Phèdre" oder auf deutsch "Phädra". Es ist eine Tragödie in fünf Akten (in Reimen geschrieben), dessen Stoff der griechischen Mythologie entstammt. Das Buch von Prosper Merimée "Carmen" ist ein anderes Buch, das ich dir nahe legen möchte. Es ist eine Novelle. Habe beide Bücher während meiner Gymnasiumzeit aus freien Stücken gelesen. Ich habe von Carmen die rote Reclam Ausgabe (ganz auf französisch) und von Phèdre die orange Reclam Ausgabe (französisch / deutsch).

Dayanera

vor 7 Jahren

Ich habe gerade eben nochmal in meiner Bibliothek gestöbert... Gut sind ebenfalls Guy de Maupassant "Boule de Suif" (dt. Fettklösschen), die Erzählung von André Gide "La symphonie pastorale" (dt. Pastoralsymphonie) und das Buch von Françoise Sagan "Bonjour tristesse". Letzteres ist aber erst 1954 erschienen :-)

Oedipa Maas

vor 7 Jahren

neben den existentialistInnen (sartre, camus, de beauvoir), die ich alle liebe vor allem voltaire (habe kürzlich erstmals "candide" gelesen und war begeistert).

victor hugo, gustave flaubert, andre gide, celine würden mir noch einfallen.

jean cocteau! jean genet!

ausserdem gibt es jede menge aus dem "krimi noir"-genre wie zb die sachen von leo malet oder jean patrick manchette etc.

oder die romane von boris vian (der auch tolle chansons gesungen hat).

du kannst es auch mal mit graphic movels probieren - die "bandes dessinees" haben in frankreich einen ganz anderen stellenwert als zb im deutschen sprachraum. besonders mag ich jacques tardi (der zb auch einiges von leo malet adaptiert hat).

auch französische lyrik liebe ich sehr: rimbaud, villon, baudelaire, verlaine, ...

unter den zeitgenössischen sachen mag ich vieles von houellebecq, beigbeder, gavalda ...

unbedingt georges perec lesen, der ist toll !!!

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Albert Camus - Die Pest!

Autor: Albert Camus
Buch: Die Pest

ChiefC

vor 7 Jahren

Hallo, auf gar keinen Fall "Madame Bovary", Horror. Habe sogar mal ein Seminar über den französischen Roman gleich am Anfang geschmissen, als die Professorin das als ihr Lieblingsbuch deklarierte. Sorry, darunter habe ich schon in meiner Schulzeit gelitten, wenn's vielleicht auch nicht nur an Flaubert, sondern auch an einer gewissen Mme. Colette B. lag...
Wie die kluge Lacrima Atra kann ich auch Voltaire empfehlen, was für ein schlauer Kopf, welch großer Aufkärer, der auch noch amüsant schreiben konnte. Balzac ist ebenfalls sehr unterhaltsam, auch der ältere Dumas, auch wenn er als Vielschreiber nicht unbedingt nur Weltliteratur geschrieben hat. Victor Hugos "Notre Dame de Paris" ist absolut lesenswert und komischerweise mochte ich auch sehr gerne Stendhals "Le Rouge et le Noir", weil es auf so dichte, eindringliche Weise die Standesunterschiede in der nachnapoleonischen Ära schildert.
Na ja, und Proust: Da geht's mir wie Dir, bin nie über die ersten Seiten raus gekommen...

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

@Krimimimi

Der Fremde von Camus ist zwar kurz, aber auch sehr prägnant. Ein Thema, das so zeitlos ist und von Camus wunderbar aufgegriffen und verarbeitet wurde. Natürlich auch die Empfehlung Die Pest von mir! :)

Atheismo

vor 6 Jahren

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Atheismo

Wie von Oedipa Maas bereits angedeutet, ist George Perec ein Muss unter den zeitgenössischen Autoren. Und ganz konkret würde ich sein opus magnum "Das Leben. Gebrauchsanweisung" empfehlen.

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