Immer mehr Fortsetzungen - Kommerz oder Nutzen für den Leser? Fantasy-Kolumne Juli 2013

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muchobooklove

vor 4 Jahren

Fantasy-Kolumne Juli 2013 von Philip:

Schon wieder ein Reihe? Haben die Autoren keine neuen Ideen mehr?

Liebe (Fantasy-)Autoren,

als ich neulich einmal mehr durch meine Lieblingsbuchhandlung gewandelt bin und vor meinem liebsten Regal, dem Fantasyregal, stehengeblieben bin, fiel es mir auf einmal auf. Es gibt nahezu nur noch Buchreihen und Fortsetzungen wie Das Lied von Eis und Feuer, die Zwerge, Tagebuch eines Vampirs, die Orks, Helden des Olymp, etc. Die Dystopien scheinen auch kein Ende zu finden werden nur noch als Trilogien herausgebracht. Wo sind die Einzelromane hin oder übersehe ich die einfach nur? Wir Leser lieben einerseits eure Buchreihen und verschlingen jeden neuen Roman, andererseits wünschen wir uns auch wieder mehr eigenständige Werke.

Für wirkliche Fans dieser Reihen, die diese Welten lieben, ist es toll, in diesen zu versinken und immer weitere Aspekte, neue Handlungen und neue Charaktere zu entdecken. Wer sich für komplexe Zusammenhänge und eine sich stetig weiter entwickelnde Welt begeistern kann, freut sich über jede Fortführung und sieht einen wirklichen Nutzen darin. Man kann so in seiner liebsten Fantasywelt neue Orte, Landschaften und Geschichten entdecken und ein weiteres Abenteuer mit seinen geliebten Protagonisten erleben. Doch frage ich mich ernsthaft, ob man als Autor dauerhaft neue Aspekte in die Buchreihe einbauen kann? Sind die Ideen nicht irgendwann einmal aufgebraucht und bekommt man als Leser in Band XY deshalb nur noch das Gleiche zu lesen?

So erging es mir beispielsweise bei der Ulldart-Saga von Markus Heitz, die aus neun Romanen besteht. Zwar habe ich die Romane anfänglich gerne gelesen, doch hätte man die Handlung auch spätestens nach sechs Romanen beenden können. Öfter musste ich dann etwas lesen, das mir schon bekannt vorkam. Als Leser möchte ich aber auch bei voranschreitender Handlung wieder was Neues entdecken.

Nehmen wir uns auch nochmal das Beispiel der Saga Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin (mit aktuell fünf englischen Romanen, sieben sind insgesamt geplant) oder die Orks von Michael Peinkofer vor. Zwar mag ich beide Geschichten ausgesprochen gerne und möchte wirklich viel davon lesen. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob es jemals, vor allem bei den Orks, ein Ende dieser Romane geben wird? Ist das Ende nach wie vor offen? Oder ist diese Buchserie einfach zu erfolgreich um sie zu beenden? Uns Lesern ist es wichtig, abschätzen zu können, ob eine Serie zu Ende geht und ob wir damit abschließen können. Anstrengend ist es auch, wenn man wie im Fall von George R. R. Martin jahrelang auf die Folter gespannt wird und sich die Veröffentlichung immer wieder verzögert, so dass ungewiss bleibt, ob es überhaupt noch weitergehen wird.

Ich wünsche mir zukünftig, dass ihr eure Geschichten auf nur einen oder wenige Romane begrenzt, die Zeitabstände bei den Fortsetzungen geringer gehalten werden und wir Leser dafür weiterhin auf hohem Niveau unterhalten und überrascht werden. Dabei wären auch neue Kombinationen denkbar, in denen nicht immer nur der Ork gegen den Zwerg kämpft, sondern z.B. auch mal Fantasy mit Krimi wie in der Rivers of London Reihe verknüpft wird.
Bitte beschränkt euch dabei nicht nur auf ein einziges Thema bzw. eine Welt, damit wir im Fantasyregal unserer liebsten Buchhandlung demnächst wieder eine größere Abwechslung entdecken können.

Oder liegt es letztendlich gar nicht an den Autoren selbst, sondern an den Vorgaben der Verlage?

ingrid_pabst

vor 4 Jahren

Prinzipiell hat er recht, Mehrteiler und vor allem Trilogien sind der absolute Renner. Allein in meinem Regal fallen mir da endlos Titel ein, nur um ein paar zu nennen: Evermore, Das Lied von Eis und Feuer, Twilight, Plötzlich Fee, Elfenkuss, Cassia&Ky, House of Night, Edelsteintrilogie, Chronik der Unterwelten, Tintenherzreihe, Touchedreihe, Göttlichtrilogie, Eragon, Harry Potter, Herr der Ringe, Reckless, .. wir ihr seht, man kann da unendlich weiter schreiben.
Ich bin an sich kein Gegner von Mehrteilern, aber ich finde es äußerst erfischend, wenn es mal wieder einen Einzelband gibt, wie "Zwischen ewig und jetzt", "Der Geschmack nach Sommerregen" oder "Sommernachtszauber". Man klappt das Buch zu und die Geschichte ist beendet.

Ob das Kommerz ist - bei einigen Reihen wie House of Night denke ich schon. Klar die Fans wollen immer mehr und zahlen auch tatkräftig (bei dem Bsp sind vor allem die sehr teuren Auskopplungen erwähnenswert). Doch manche Autoren, so z.B. Mechthild Gläser, wollte aus ihrem Buch einen Dreiteiler (oder es beim Einteiler lassen) machen, aber es wurde dann eine Dilogie - also kann es sehr unterschiedliche Gründe haben. Oftmals bleibt das meiste Geld auch nicht beim Autor hängen. Sonst würde die Jungautorin sicher nicht mehr studieren, sondern sich vollends ihrer Arbeit widmen.

Schönes Thema - ich könnte endlos darüber reden. Aber nun überlasse ich mal anderen das Wort.

Grüße, Ingrid von http://lebensleseliebelust.blogspot.de/

Normal-ist-langweilig

vor 4 Jahren

Manchmal glaube ich, dass es auch daran liegt, dass die Autoren und die Verlage Angst haben, dass die Bücher nicht gekauft werden, wenn sie zu dick sind. Dann werden aus einem Wälzer lieber zwei oder drei Bände....oft aber sehr nervig, diese Warterei!

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 4 Jahren

@muchobooklove

furchtbar!

ich lese selbst keine fantasy, mich nerven diese reihen aber extrem. autoren bleiben mittlerweile zu lange auf ihren protagonisten sitzen; das bringt gutes geld, die werbung ist gezielt und viel anstrengen muss man sich auch nicht. gerade aber im fantasybereich fällt mir auf, je länger eine geschichte dauert, desto schlimmer wird sie; das weiß ich durch rezensionen, leser die ermüden oder welche die sagen, himmel, nach 10 bänden geht mir die luft zum atmen aus, ich brauch mal was neues.

ich selbst umschiffe teile so gut es geht, habe prinzipiell nur 4 gelesen; bei der 4ten warte ich auf den 3ten teil, der wieder 2 jahre dauern wird. wobei - es kein - fantasyroman ist und trotzdem zipft mich das total an. man kann von keinem leser erwarten, dass er sich ständig alles merkt und die ewig langen wiederholungen und neuerzählungen machen das buch auch nicht besser.

wenn reihen, dann ausgesucht und erst dann, wenn alle bände erschienen sind; aber die meiste zeit, umschiffe ich sie. so gut können sie gar nicht sein.

mlg
petra/meine buchtipps

elane_eodain

vor 4 Jahren

Piranhapudel schreibt:
Besonders im High Fantasy-Bereich finde ich Reihen sinnvoll.

Ganz richtig, und ich finde sie nicht nur "sinnvoll", sondern sogar überaus erwünscht!
Es gibt so tolle Fantasy-Reihen, die - zugegeben - neben Höhen auch ihre Tiefen haben, aber ich würde was vermissen, wenn es sie nicht gäbe (auch wenn ich vielleicht gar nicht wüsste was ;-) ).
Ich lese sehr gerne mal einen Einzelband, beispielsweise ganz aktuell "Flügel aus Asche" von K. Evert oder das ältere "Der Weg des Richters" von M. A. Stackpole, aber so richtig in einer mehrbändige Reihe abtauchen, in eine ganz andere Welt, das finde ich großartig!
Meiner Meinung nach würde die (also unsere) Welt etwas verlieren, wenn sich Autoren an den Wunsch von Philip halten und nur noch Einzelbände oder wenige Bände umfassende Reihen schreiben würden, erst ab mehreren Bänden zeigt sich doch, ob eine neuerschaffene Welt wirklich funktioniert, ob ihre Geschichten wirklich interessant sind, es entsteht eine Vielschichtigkeit und Lebendigkeit, man lernt viele verschiedene Charaktere kennen ... achja, ich komme ins Schwärmen ... ;-)

Autoren: Kaja Evert,... und 1 weiterer Autor
Bücher: Flügel aus Asche,... und 1 weiteres Buch

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 4 Jahren

@Ein LovelyBooks-Nutzer

Wie viele Bücher hast du schon geschrieben, dass du beurteilen kannst, ob man sich nicht anstrengen muss, um eine Reihe zu schreiben? ^^

Es gäbe nicht so viele Reihen, wenn es nicht die Klientel dafür gäbe, das ist Fakt. Nur weil ein paar Leute lieber Einzelbände lesen wollen, ist das für die Verlage uninteressant. Wenn keiner mehr Reihen kaufen und wie z.B. elane darin versinken (nur als Beispiel, nicht abwertend gemeint!) würde, gäb's auch wieder mehr Einzelbände. Darüber hier zu jammern bringt gar nichts.

Deengla

vor 4 Jahren

MaraLaue schreibt:
Zitat von Lady Samira: Der Grund: Sofern es sich nicht um Bücher von bekannten (Bestseller-) Autoren handelt, meinen wohl zumindest die meisten Buchhändler, die Vorbände auch vorrätig haben und ausstellen zu müssen, falls die Käufer dann gleich beide Bände kaufen wollen. Der von den Buchhändlern genannte Grund dafür: Will der Käufer gleich den Vorband mit kaufen und der ist nicht da, kaufen manche den 2./x. Band auch nicht. Keine Ahnung, ob das so stimmt, aber so das Argument.

Interessante Diskussion, ich klinke mich ein! :)

Zum Thema Reihenkennnzeichnung: das Argument kann ich nachvollziehen. Mir ist es schon des öfteren so gegangen, dass ich ein interessantes Buch in der Buchhandlung gesehen habe und dann beim Anlesen/Nachschlagen im Internet gemerkt habe, dass es schon Band 2 einer Reihe ist. Dann habe ich nachgeschaut, ob Band 1 vor Ort ist, weil Band 2 doch vielversprechend klang und ich dann Band 1 mitnehmen würde. War er aber oft nicht! (Anscheinend hat meine Buchhandlung eine andere Philosophie als die meisten anderen, wenn man der Argumentation glauben schenken darf. ;)

Und damit ist der Buchhandlung schon des öfteren ein Spontankauf von meiner Seite durch die Lappen gegangen. Denn Band 2 kaufen ja nur diejenigen, die Band 1 schon haben oder kennen. Ein Spontankäufer würde ja nie mittendrin eine Reihe anfangen. Ich gebe zu, dass ich keinen Einblick habe, wie das in Buchhandlungen so läuft, aber ich bin einfach mal so naiv und denke mir, dass es doch nicht so dramatisch sein kann, zumindest ein Exemplar von dem Auftakt einer Reihe vorrätig zu haben? Ich habe mich immer geärgert und es auch nett und freundlich der Buchhandlung mitgeteilt, dass ich es schade finde, dass nicht auch der erste Band vorrätig ist. Klar können die den dann bestellen, aber dann muss man ja am nächsten Tag noch mal hin, was nun mal nicht immer so einfach geht.

Im Großen und Ganzen sehe ich aber nicht, was die Reihenkennzeichnung damit zu tun hat. Denn ich ärgere mich doch viel mehr, wenn ich das Buch kaufe und dann erst beim Lesen merke, dass es Band X einer Reihe ist. Ich bin also Pro-Reihenkennzeichnung, muss ja nicht so auffällig sein, reicht ja auch, wenn es innen steht, z.B. bei der Titel+Autorseite könnte man doch einfach noch ein "Band X der Y-Reihe" drunter setzen. Buchhändler glücklich, Leser glücklich. :)

Zum Thema Reihen grundsätzlich: es sind ja schon viele gute und wichtige Argumente pro und contra Reihen gefallen und man kann das jetzt natürlich nicht so pauschal beantworten. Ich denke aber schon, dass es - vor allem auf dem amerikanischen Markt - momentan die Tendenz gebt, verstärkt Reihen zu fördern. Ich habe nichts gegen Reihen und weiß, dass gute Arbeit Zeit braucht. Also kürzere Abstände bei der Veröffentlichung zu fordern halte ich für utopisch und kontraproduktiv.

Mittlerweile ist es mir aber leider schon des öfteren passiert, dass eine Buchreihe wirklich vielversprechend angefangen hat und mir gut bis sehr gut gefallen hat, dann aber die Reihe stark abgebaut hat und vom Autor quasi selbst um die Ecke gebracht worden ist. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass die Autoren einfach zu sehr unter Zeit-/Erfolgsdruck standen oder einfach nicht in der Lage waren, die Grundidee konsequent zu verfolgen und aufzubauen, aber das finde ich wirklich immens schade. Mittlerweile versuche ich daher, so gut es eben geht, es zu vermeiden neue Reihen anzufangen, da ich persönlich eben den Eindruck habe, dass Band 2 oft weit hinter Band 1 zurückfällt. Was eigentlich auch einigermaßen logisch ist, denn oft handelt es sich dabei um Debütautoren, die für Band 1 richtig viel Zeit hatten zum Feinschliff und Überarbeiten und auf einmal innerhalb eines Jahres (oder welche Frist eben mit dem jeweiligen Verlag abgesprochen wurde) ein komplett neues Buch schreiben müssen.

Als Vielleserin habe ich bei Reihen leider oft das Problem, dass ich schon viel vom vorherigen Band vergessen habe und diesen noch mal lesen "muss" (will), um mich wieder einzufinden. Das ist auch ein wenig (selbst produzierter) Stress und von daher ein weiterer Grund, warum ich bei manchen Reihen nun erst mal abwarte, bis diese vollständig sind, damit ich sie in einem Rutsch lesen kann. Ist oft auch wegen Cliffhänger einfach netter und herzschonender. Trotzdem habe ich momentan 54 angefangene Reihen bei mir auf dem Zettel stehen. *seufz*

Ein weiterer angesprochener Punkt ist natürlich die Kommerzialität. Ich finde es zum Beispiel immer noch schade, dass die Chroniken-der-Unterwelt-Reihe von Cassandra Clare nicht bei der - so wie vorgesehen - Trilogie geblieben ist. Und es ist schon extrem auffällig, wie viele Spin-Off-Reihen sich in letzter Zeit entwickelt haben.

Auf jeden Fall bin ich - gerade im Bereich der Jugendbücher - immer froh, wenn ich einen Einzelband lesen kann.

MaraLaue

vor 4 Jahren

Piranhapudel schreibt:
Was soll denn das? Bloß keine Bücher mit mehr als 500 Seiten rausbringen? Auch dann nicht, wenn die (dicken) Originalbände schon erfolgreich sind?

Hier greift, wie ich schon sagte, die unterschiedliche Mentalität zwischen Amerikanern (und anderen "Ausländern" ;-) ) und Deutschen. Wobei auch die Buchpreisbindung eine Rolle spielt, die es z. B. in den USA nicht gibt. Dort ist es möglich, die Preise willkürlich festzulegen = jeder, der Bücher verkauft, entscheidet selbst, zu welchem Preis er das tut, hier in Deutschland MUSS er sich an den vom Verlag festgelegten Preis halten. In den USA kann man einen Wälzer für wenig Geld produzieren und verkaufen, hier ist das aufgrund der Struktur des deutschen Verlagswesens, der Herstellung der Bücher und anderer Wirtschaftsfaktoren nicht möglich.
Davon abgesehen, was im Ausland erfolgreich war/ist, muss nicht zwangsläufig auch hier ein Renner werden.
Und Tatsache ist auch: Sehr viele Leser kaufen kein Buch ab einem gewissen Umfang, sei es aus Geldmangel oder weil das Ding in keine Handtasche passt oder sie sich von seiner Dicke "erschlagen" fühlen.

ladyan

vor 4 Jahren

Also, ich denke, dass es sich lohnt, Reihen zu lesen, obwohl mir Trilogien lieber sind. Und manche Trilogien wurden auch fortgesetzt, wie z.B Die Chroniken der Unterwelt. Bei diesen Büchern finde ich, lohnt es sich weiterzulesen.
Ich finde es auch nicht sooo besonders schlimm wenn aus drei geplanten Bücher plötzlich vier werden, wie bei Eragon. Ich habe es echt genossen, die Bücher zu lesen, und mich deshalb auch gefreut, als mehr Teile als geplant rauskamen.
Wo ich es nicht so gut fand, war bei Alanna-Das Lied der Löwin. Vier Bände waren mir da echt zu viel, vor allem, weil es noch lange ein Hin und Her gab, das meiner Meinung nach gar nicht hätte sein müssen! Auch das Ende am Schluss hat mir dann nicht gefallen.
Ich glaube, dass die Autoren dann auf Wunsch von den Autoren und Fans weiter geschrieben haben (Kennt man ja auch aus Serien im Fernsehen)
Wegen Geld und so.

MaraLaue

vor 4 Jahren

@ladyan

Interessant mal wieder zu sehen, wie verschieden die Geschmäcker sind. Mir hat "Song of the Lioness" ausgeprochen gut gefallen - im Original! Die Übersetzung fand ich furchtbar. Gerade das Ende fand ich spannend und das "Hin und Her" ;-) hat für mich die Spannung erhöht.

Was das "wegen Geld und so" betrifft.
Wenn Autoren eine Serie (weiter)schreiben, dann tun sie das auf Wunsch der Verlage, die damit die Wünsche der Leser erfüllen. Angebot und Nachfrage. Würden Serien generell nicht mehr oder kaum noch gekauft, würden sie nicht mehr produziert bzw. ausländische Serien nicht mehr übersetzt.
Wenn Autoren Serien schreiben, dann nicht deswegen, um damit besonders viel Geld zu verdienen, sondern weil die Verlage auf Wunsch der Leser (ermittelt durch die Verkaufszahlen) Serien/Trilogien offenbar (immer noch mehrheitlich) haben wollen. Siehe oben: Angebot und Nachfrage.
Autoren pauschal zu unterstellen, sie würden Romane/Serien künstlich verlängern, um dadurch einen fetten Reibach zu machen ("wegen Geld und so"), geht meilenweit an der Realität vorbei.

Und nebenbei: Autoren sind keine Maschinen! Selbst dem besten (Bestseller-) Autor mit den besten Ideen geht mal ein Roman in die Hose, wird ein Folgeband nicht so gut wie der Vorgänger und wenn es beim Schreiben mal gar nicht richtig klappt, dann wird mehr als nur ein Roman "suboptimal", obwohl ihm eine u. U. hervorragende Idee zugrunde liegt. Das hat nicht zwangsläufig etwas damit zu tun, ob so ein "missratener" Band zu einer Serie gehört oder nicht. Einzelband-Autoren passiert das genauso.

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