Kolumne von Tasmin Hansmann: "Von Kriegerinnen und Königinnen"

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Tasmetu

vor 2 Jahren

Von Kriegerinnen und Königinnen

Starke Vorbilder oder unrealistische Illusionen?

Mein Name ist Tasmin Hansmann und ich bin begeisterte Leserin, Bloggerin und Autorin - derzeit hauptsächlich von Kolumnen auf meinem Blog Tasmetu, doch ich schreibe auch an Büchern, die hoffentlich eines Tages publiziert werden.
Für mich gibt es nichts schöneres, als in fremde Welten einzutauchen und mich von packenden Geschichten mitreißen zu lassen. Besonders wichtig sind mir dabei die Charaktere, sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben. Starke Frauen beeindrucken mich oft am meisten - doch sie bieten auch viel Diskussionsstoff. In dieser Kolumne möchte ich mich genau darüber mit euch austauschen.

➔ Lest gleich rein und diskutiert hier mit!


Was ist die Kolumne?


Wir von LovelyBooks möchten, dass ihr auch außerhalb von Leserunden und Fragefreitagen die Gelegenheit habt, euch zusammen in das eine oder andere brennende Thema zu vertiefen. Denn an kontroversen Meinungen zu ganz vielen verschiedenen Fragen mangelt es ja bekanntlich nie!


In der aktuellen Kolumne "Von Kriegerinnen und Königinnen - Starke Vorbilder oder unrealistische Illusionen?" beschäftige ich mich mit der Frage, ob starke Frauen in Fantasy Romanen wirklich als Vorbilder taugen oder doch nur unrealistische Illusionen sind.

Wie ist eure Meinung dazu? Wie steht ihr zu den verschiedenen Typen von Frauen in der Fantasy Literatur? Hättet ihr gerne mehr Vielfalt oder sind die taffen Kriegerinnen und cleveren Königinnen für euch mehr als genug? Welche Charaktere sind eure Vorbilder? Welcher Typ Frau fehlt euch im Genre Fantasy?

Ich freue mich sehr, wenn ihr hier eure Meinung zum Thema sagt und mit mir diskutiert, plaudert und euch austauscht! 

➔ Hier findet ihr die Kolumne

Sardonyx

vor 2 Jahren

Hi Tasmin,

wow, über die Aspekte von Frauen in Fantasy habe ich bisher nie nachgedacht ... Für mich spielt es keine Rolle, ob meine Helden aus den Büchern Männer oder Frauen sind, da ich vielmehr immer darauf achte, was die Figuren in ihren Charakteren sind. Dabei sollen sie auf jeden Fall eins sein: realistisch. Ich mag keine Protagonisten, die immer sofort wissen, wo's lang sind. Und gleichzeitig kann ich die Protagonistinnen nicht ausstehen, wenn sie ständig weinerlich nach ihren Rettern rufen und selber nie die Dinge in die Hand nehmen.

Manche Heldinnen sind wirkliche Vorbilder, wie z.B. Eona. Sie, obwohl in einer von Männern dominierten Welt, gibt nie auf und ich bewundere sie wirklich!
Aber weißt du was, ... mich stört manchmal, dass in High Fantasy-Büchern manche Minderheiten nie richtig zu Wort kommen, z.B. Leute, die gay sind. Ich finde, dass Autoren in der Art eines mahnenden Zeigefingers in ihren Büchern an alle denken sollten, die unsere Gesellschaft ausmachen :) Das hat mir auch noch in ,,Eona" gefallen, weil die Figur der Lady Dela in allem klar macht, dass nur zählt, wer man im Herzen ist.

Autor: Alison Goodman
Bücher: EONA - Das letzte Drachenauge,... und 1 weiteres Buch

Fantworld

vor 2 Jahren

Ich habe gerne Abwechslung, tendiere aber ein kleines bisschen zu Frauen, Männer Protagonisten gibt es so viele und es ist fast immer das selbe. Eine Frauenhauptrolle macht es viel lebendiger.
Mein Lieblingsbeispiel ist wohl der erste Teil von Kerstin Giers Erfolg Silber

Autor: Kerstin Gier
Buch: Silber - Das erste Buch der Träume

Tasmetu

vor 2 Jahren

@Sardonyx

Hey :)
Ich stimme dir vollkommen zu, Charaktere müssen in aller erster Linie realistisch sein, egal welches Geschlecht sie haben. Und deshalb bin ich eben auch für mehr Vielfalt (bei den männlichen Charakteren gibt es sicherlich auch noch Luft nach oben) - nicht alle Frauen sind taffe Krieger oder liebevolle Heilerinnen oder die anderen typischen Charaktere in der Fantasy. :)
Eona habe ich auch gelesen und fand die Bücher wirklich gut und Eona als Charakter sehr interessant.
Ja stimmt, die Minderheiten fehlen auf jeden Fall. Ich versuche das bei meinem eigenen Buch ein bisschen anders zu machen, aber es ist nicht immer einfach. Aber wer hat gesagt, dass Bücher schreiben einfach sei?
In den "Die Gilde der schwarzen Magier" von Trudi Canavan gibt es jemanden der schwul ist, das fand ich damals (es war meine erste Fantasy Reihe die ich je gelesen habe) richtig toll. Genau wie in der "Zwölf Wasser" Trilogie von E.L. Greiff.

Liebe Grüße
Tasmin

Tasmetu

vor 2 Jahren

@Fantworld

Ich neige auch dazu eher die Bücher mit Frauen als Hauptprotagonisten zu lesen, da ich mich einfach leichter identifizieren kann. Aber "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss z.B., wo ein Kerl der Hauptprotagonist ist, fand ich trotzdem umwerfend und konnte mich auch hier wiederfinden. Ich glaube da kommt es ganz oft auf den Schreibstil und auf die Ausarbeitung der Charaktere an.

anikan123

vor 2 Jahren

Hallo Tasmin,

ich persönlich bevorzuge Frauen als Protagonisten. Ich finde, dass Frauen in der Fantasyliteratur ziemlich unterschiedliche Züge an den Tag legen können und die Geschichte damit abwechslungsreicher machen. Oft spielt die Handlung ja in mittelalterlichen Zeiten und die Protagonistin zeigt ein für ihre Zeit untypisches Verhalten. Ob Kriegerin oder Königin, Frauen können viel eher Intelligenz und einen eigenen Willen, sowie liebevolles Verhalten miteinander verknüpfen und darstellen(Meine Meinung). Vielleicht empfinde ich auch so, weil ich selber dem weiblichen Geschlecht angehöre und mich damit identifizieren kann ;).
Leider ist es ja oft so, dass sich die Hauptperson zunächst beweisen muss oder trotz ihrer Fähigkeiten nicht anerkannt wird. Ich fänd es schön, wenn es auch Frauen gäbe, die im Hintergrund das Geschehen beeinflussen können. Das ist vielleicht eher unrealistisch, aber sollte doch wohl möglich sein. Den Frauen Respekt entgegenzubringen, ohne dass sie in den Krieg ziehen mussten (Ich meine nun auch nicht Respekt im Sinne von ,,Das ist die hoch angesehene Schneiderin, sie macht der Königin die besten Kleider und ist hoch angesehen''), sondern (ich nehme mal als Beispiel die Königin) die Königin, deren Rat man schätzt, die auch für ihre Intelligenz und ihre Taten für das Land bekannt ist, und nicht für ihr Aussehen, das Kind, das sie gebärt oder komplett anders: Die Frau, die das Land allein verteidigte. Das ist vielleicht alles etwas extrem und einseitig geschildert, ist aber leider so. Das soll nun nicht heißen, dass ich solche Geschichten nicht auch mal gern lese, aber aber ich finde, dass es nicht nur Schwarz und Weiß geben sollte. Ich lese natürlich auch Werke mit männlichen Protagonisten, solange wie eben genannt die Intelligenz der Frau nicht zu kurz kommt.
Mir ist auch klar, dass es der Geschichte etwas Würze gibt, wenn die Protagonistin und ihre Stärke wachsen muss, auch wenn sie dafür eher männliches Verhalten an den Tag legen muss. Wenn es richtig umgesetzt wird, können dabei sehr tolle Geschichten entstehen! Ich persönlich liebe j die Allana Reihe von Tamora Pierce, sowie ihre Dhana Reihe. Dort gibt es nämlich nicht nur die starke Protagonistin, es kommen im Laufe der Bücher auch mal weitere starke Frauen dazu, wenn sie am Anfang auch allein in ihrer Jungenverkleidung dasteht.
Nochmal zusammengefasst: Ich selber lese liebend gern Geschichten mit weiblicher Hauptfigur, vermutlich sogar lieber als welche mit männlichen Helden (wenn sie jedoch gut charakterisiert sind und die Handlung und der Stil stimmt, lese ich Geschichten mit jeder Art Protagonist gerne). Welten mit allzu starken Frauen könnten unter Umständen unrealistisch wirken, doch wenn ein Autor eine passende Gesellschaft kreiert, kann daraus eine wunderschöne Geschichte entstehen! Ich freue mich schon auf tolle Werke in der Zukunft ^^
Liebe Grüße :)

Autor: Tamora Pierce
Buch: Alanna - Ankunft in der schwarzen Stadt

josiw

vor 1 Jahr

Hi Tasmin,
ich glaube ich habe fast nur Bücher mit weiblichen Hauptcharakteren ,fällt mir gerade so auf,was daran liegen könnte, das ich die besser verstehe und so.Aber ich suche halt auch Bücher, die nicht nur zu 100% aus der weiblichen Sichtweise geschrieben, sondern auch "beidgeschlechtlich" sind.Es ist doch immer schön zu erfahren wie der Mann die gleiche Situation sieht, in der die Frau der Held ist und ihm den "Arsch" rettet (meiner Meinung nach ;D)Deshalb liebe ich auch G.A.Aikens Bücher sehr,da sie aus vielen Sichtweisen schreibt und die Frauen die gnädigen Herren durch ihren Charakter auch mal in den Schatten stellen...

clareliest

vor 1 Jahr

Hallo Tasmin,
so genau habe ich noch nie darüber nachgedacht, aber ich habe festgestellt, dass ich mehr Bücher mit Frauen als Protagonisten besitze. Ich kann mich einfach besser mit ihnen identifizieren und auch mehr daraus lernen. Natürlich lese ich auch gerne Bücher, in denen Männer die Hauptperson sind, aber dann benötige ich trotzdem eine starke Frau in diesem Buch. Auch wenn es nur ein kleines Mädchen mit vorlautem Mundwerk, eine Magd oder sonst wer ist.
In erster Linie faszinieren mich Frauen die vor nichts zurückschrecken, sich in jede Schlacht werfen und doch ihre Weiblichkeit nicht verlieren.

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