Kritiken und Rezensionen

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SchwerinvonKrosigk

vor 1 Jahr

Mi 21.09.2016 | 14:55 | Kultur
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Der Minutenschläfer
Bisher hat das Autorenpaar Sue und Wilfried Schwerin von Krosigk vor allem Drehbücher fürs Fernsehen geschrieben. Nach langen Auslandsaufenthalten leben die beiden inzwischen in Berlin und haben jetzt ihren ersten Krimi veröffentlicht. Der spielt – natürlich – in Berlin. Ulrike Bieritz hat "Der Minutenschläfer“ gelesen.

Wenn die Autoren schon so einen illustren Namen wie Schwerin von Krosigk tragen, dann muss der Hauptheld natürlich mithalten. Und so haben wir es mit Hartung Siegward Graf von Quermaten zu Oytinghausen zu tun, von der Familie Hasi genannt. Der ist zwar ziemlich verpeilt, neigt dazu plötzlich einzuschlafen, wenn es Stress gibt, hat sein Studium nie zu Ende gebracht, ist notorisch pleite, verfügt dafür aber über gute Kontakte zu den Schönen und Reichen der Westberliner High Society. Er hat gepflegte Manieren, weiß sich zu kleiden, auch wenn er nur noch einen guten Anzug besitzt, bewegt sich mit einem alten klapprigen Fahrrad durch die Stadt und gerät – rein zufällig – in eine Mordsache und an eine Kommissarin, mit der nicht gut Kirschen essen ist. Lydia Klimm.

Ihr verstorbener Mann war nicht nur Oldtimer-Fan, sondern auch noch ein angesehener Maler, weshalb der Fall, den sie jetzt zu bearbeiten hat, genau in ihr Metier fällt. Aus einer Villa ist ein Matisse geklaut worden und die Tochter, der Hauses, die zufällig da war, liegt erstochen im Flur. Ebenso zufällig war Hasi am Abend vorher von einer Polizeistreife vor dem Haus gesehen worden und gerät so ins Visier der Kommissarin. Und natürlich, und nochmal Zufall, wird Graf Quermaten noch tiefer in den Fall verwickelt. Er, ohne Job und mit nur fünf Euro in der Tasche, bekommt durch die Vermittlung seiner Cousine einen lukrativen Sommerjob: er kann das Haus eines Kunstsammlers in Zehlendorf hüten. Damit hat er eine Unterkunft und was zu tun, nämlich auf eine wertvolle chinesische Sammlung aufzupassen.

INFORMATIONEN ZU DEN AUTOREN

Auf einer Ausstellungseröffnung trifft er einen alten Schulfreund, gibt ihm arglos seine neue Adresse, nicht ahnend, dass dieser für einen mysteriösen Kunstsammler Objekte ausspioniert und klauen lässt. Doch die Kommissarin hat sich schon auf Hasi eingeschossen und vermutet in ihm nicht nur einen Hochstapler, sondern auch den gesuchten Kunstdieb.

Eine turbulente Geschichte habe Sue und Wilfried Schwerin von Krosigk erfunden, schräg, zuweilen absurd und sehr lustig. Die Einflüsse des britischen Humors sind unüberlesbar. Ein überaus unterhaltsames Buch mit einem sehr sympathischen, etwas vertrottelten, Helden und jeder Menge schräger Vögel, die auch alle so typisch Berlin sind. Mehr davon!

Sue & Wilfried Schwerin von Krosigk
-
Der Minutenschläfer
288 Seiten
be.bra verlag
10 Euro

SchwerinvonKrosigk

vor 1 Jahr

Deutscher Bibliotheksdienst 7.11.2016

Die Autoren nehmen nicht nur den Adel aufs Korn, auch die Kripo und die Diebe werden nicht verschont. Amüsant, intelligent, mit spannenden Wendungen und einem Hauch Romantik. Was braucht eine Krimikomödie mehr? Auf eine Fortsetzung darf man gespannt sein.

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