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VictoriaHohmann

vor 3 Monaten

Auf der Schwelle des Caféhauses entglitt Herrn W. die Zeit jedes Mal. Das dunkle Holz des Raums raunte von fernen Jahrzehnten. Welt entrollte sich beim Betreten des roten Läufers im Eingang. Das Draußen blieb vor der Glastür angeleint, vergeblich nach dem Herrchen kläffend. Und dann war da sie. Wie jeden Freitagnachmittag. Hinter der breiten Theke mit dem gurgelnden Kaffeeautomaten und den verschlafenen Zapfhähnen. Eingerahmt zwischen Kuchen und duftendem Gebäck tanzte und hantierte Genoveva. Wirbelnd und doch als in sich ruhendes Zentrum des Geschehens.
Sie hatte ihn schon beim Hineinkommen erspäht, grüßte mit besonderer Aufmerksamkeit, wie sie es bei Stammgästen zu tun pflegte. Er grüßte zurück. Versuchte dabei geschäftig zu wirken. Wie einer, der lediglich einkehrt, um die arbeitsreiche Woche ausklingen zu lassen. (...)


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