Leserpreis-Autoren erzählen, wie sie zum Schreiben gekommen sind

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Daniliesing

vor 4 Jahren

In 15 Kategorien hattet ihr in diesem Jahr die Möglichkeit, eure liebsten Bücher und Autoren beim Leserpreis 2013 zu nominieren. Nun ist es soweit und die 35 meistnominierten Bücher/Autoren der jeweiligen Kategorie stehen fest!

An dieser Stelle möchten wir noch mehr über die nominierten Autoren und ihre Bücher erfahren. Wir dachten uns, dass es eine gute Gelegenheit ist, mal nachzufrragen, wie die nominierten Autoren überhaupt zum Schreiben gekommen sind. Wo liegt wohl der Ursprung unserer heutigen Lieblingsbücher?

Hier verraten sie euch, wann und warum sie mit dem Schreiben begonnen haben und welche die ersten Schritte dabei waren. Wie sind die ersten Ideen entstanden und wie kam es dann tatsächlich zur ersten veröffentlichung?

Wir sind schon gespannt, was die Leserpreis-Autoren berichten werden!

Thomas_Elbel

vor 4 Jahren

Ich freue mich sehr mit meinem Zweitling Elysion in der SciFi-Kategorie vertreten zu sein.
Wie kam ich nun zum Schreiben? Ich würde sagen: Spontaner Musenkuss:
Winter 2000. Ein Zug von München nach Berlin. Bin gerade auf dem Rückweg vom Besuch bei einem Ex-Arbeitskollegen und guten Kumpel, der in der Georgenstraße in der Münchner Innenstadt wohnt. Dort residiert, wie ich heute – das heißt zehn Jahre später - weiß, auch der Piper-Verlag.

Ein früher Fingerzeig des Schicksals???

Egal, zurück ins Jahr 2000: Während jenseits der Zugfenster das nächtliche Deutschland – übrigens völlig unwinterlich – vorüberrauscht und oberschlaue Zeitungskolumnisten darauf hinweisen, dass der wirklich wahre Jahrtausendwechsel erst dieses Sylvester erfolgen wird, knutscht mich unversehens irgendeine Inspirationsquelle. Wer’s wirklich war, Muse oder Elch, kann nur die Zukunft bringen.

Jedenfalls:

Schriftstellerei als Lebensziel spukt mir schon lange im Kopf herum, bis jetzt allerdings völlig folgenfrei. Heute aber, in der wohltemperierten Raumzeitblase eines ICE 3-Abteils (einer der ersten „Pendolinos“ in der Bahnflotte; damals waren die Zeitungen übrigens voll von Berichten über übelkeitsgeplagte Fahrgäste) hat diese Träumerei messbare Folgen: Ich bringe ganze acht Seiten wüstes Gekrakel zu Papier. Meiner Faszination für den Film Blade Runner geschuldet, handelt das Ganze von künstlichen Menschen auf fremden Planeten. Zu Hause angekommen, zweckentfremde ich anderntags mein Dienstschlepptop zwecks Digitalisierung des literarischen Auswurfs.

Das waren meine ersten literarischen Schritte. Von da bis zur allerersten Veröffentlichung war es noch ein sehr langer Weg, den ich aber recht detailreich hier auf meiner Homepage beschreibe:
http://www.thomaselbel.de/index.php/blog/asylon-tagebuch/

Autor: Thomas Elbel
Buch: Elysion

Inka_Loreen_Minden

vor 4 Jahren

Hallo, ihr Lieben!

Ich bin hin und weg, als ich eben erfahren habe, dass meine erotische Liebesgeschichte »Shadows of Love« für den Leserpreis nominiert wurde. Außerdem finde ich mich unter den beliebtesten Autoren wieder. Vielen Dank an all die Leserinnen und Leser, die für mich abgestimmt haben!

Wie ich zum Schreiben gekommen bin? Eigentlich schreibe ich, seit ich es kann. So richtig losgelegt habe ich aber erst 2006, da hatte mich das Schreibfieber endgültig gepackt und nicht mehr losgelassen. Ursprünglich wollte ich Jugendbücher schreiben (die ich erst Jahre später als Monica Davis veröffentlicht habe). Doch als es zwischen meinen Figuren immer heftiger geknistert hat wusste ich: Ich muss dringend das Genre wechseln :-)
Also habe ich mich dem Genre »erotischer Liebesroman« gewidmet. Ich liebe es, meine Figuren über viele Hürden näherzubringen. Dabei müssen die Buchseiten brennen, das Herz des Lesers rasen.

Schreiben ist meine Sucht und mein Lebenselixier gleichermaßen. Mittlerweile habe ich über 30 Bücher und zahlreiche Kurzgeschichten verfasst. Ich kann es manchmal selbst nicht glauben :-)

Der erste Roman, den ich fertiggestellt hatte, heißt »Der Freibeuter und die Piratenlady«. Zuvor hatte ich mich an ein paar kürzeren Storys versucht.
Zuletzt sind meine Warrior Lover erschienen.
Lange Zeit blieb ich auch der Gay Romance treu, aber seit ich auch Jugendbücher schreibe, habe ich dieses Genre leider vernachlässigt.

Heute veröffentliche ich viel selbst, schreibe aber auch für Bastei Lübbe, Random House, Rowohlt und andere Verlage.

Aber all meine Geschichten wären nichts ohne euch. Wenn ihr sie lest, erwachen meine Figuren zum Leben. Ich freue mich, euch mit meiner Fantasie zu erfreuen und möchte meinem Motto noch lange treu bleiben:
Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt :-)

Alles Liebe,
Eure Inka (aka Lucy Palmer, Loreen Ravenscroft, Mona Hanke, Monica Davis ;-)

Autor: Inka Loreen Minden
Buch: Shadows of Love - Dunkle Leidenschaft
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AnikaBeer

vor 4 Jahren

@Daniela_Winterfeld

Ich glaube, vielen Autoren geht es einfach so, dass sie schon sehr, sehr früh mit dem Geschichtenerzählen angefangen haben und sich gar nicht mehr so genau erinnern, wann oder wie.

Das Foto ist direkt von dem Geburtstag, ja. Ich bin vor allem noch heute stolz auf die modisch sichere Farbkombination von Bademantel und Schlafanzug. ;)

Mahet

vor 4 Jahren

Zum Schreiben kam ich durch den Pakt mit diesem Dämon, dessen Name ich ständig vergesse.
Ehrlich, ich war 14, und er stand eines Tages vor mir ... oder war es nachts?
Egal, jedenfalls stand er so rum und meinte: "Du bist in Mathe schlecht."
Ich: "Erzähl mir was Neues. Sagt mein Lehrer auch."
Er: "Aber ICH war das!"
Ich: "Du machst, dass ich Zahlen uninspirierend finde, wenn man sie additivieren und subtranspirieren oder was anderes damit anstellen muss?"
Er: "Ja."
Ich: "Vielen Dank. Und was habe ich davon?"
Er: "Denk mal nach."
Das tat ich - und plötzlich kam mir hunderttausend Ideen für Geschichten, und die Zahlen verschwanden einfach. Zack, weg. Stattdessen hören die Ideen nicht mehr auf.
Großartig!

... okay, ich gebe es zu, das habe ich mir gerade ausgedacht.
Aber wenn man den Dämon durch "Kreativität ohne Zahlen" ersetzt, dann stimmt es fast wieder.
Nachdem ich tonnenweise Bücher in der kleinen Dorfbibliothek verschlang, zumindest mit Augen und Verstand, entstand der Wunsch, selbst Geschichten zu erfinden, sie zu erzählen und aufzuschreiben. Nicht primär für andere, sondern für mich, weil es Spaß machte.
Der Wunsch blieb, und zu meinem Glück lesen nun auch genügend andere meine Werke. Hooray! Ich hoffe, das bleibt möglichst lange so. Man weiß ja nie ...
Das ist ein sehr, SEHR großes Geschenk, welches mir meine Kreativität gemacht hat, selbst wenn sie durchaus manchmal ein Fluch sein kann, weil sie zwingt und beherrscht.
Und den Verlust der Zahlen-Affinität kann ich verschmerzen. Notfalls erfinde ich eigene Zahlen, die aussehen wie Buchstaben... ah, Mist. Da waren die Römer schneller.
Aber ich könnte ein Buch drüber schreiben, wie ein Römer eines Morgens Besuch von einem Dämon bekam, der zu ihm sagte: "Du bist in Lateinaufsätzen schlecht ...."

YvetteH

vor 4 Jahren

@Katelyn

Liebe Katelyn,
ich fand deine Bücher einfach toll und freue mich, dass du noch soviele Ideen hast. Bin schon gespannt, was als nächstes kommt.
LG Yvette

YvetteH

vor 4 Jahren

@JulieLeuze

Hallo Julie,
ich bin auch froh, daß du keine Gärtnerin geworden bist, denn ich liebe deinen "Geschmack von Sommerregen". Er war so schön und ich würde mich freuen, wenn ich davon noch ganz viel von dir lesen könnte.
Glückwunsch fürs Finale und LG Yvette

IraWira

vor 4 Jahren

@YvetteH

Dem kann ich mich in allen Punkten nur anschließen! :-)

Tintenfass

vor 4 Jahren

arthur-gordon schreibt:
Mit großer Verwunderung habe ich gesehen, dass meine UMC-Novelle "DIE WEISSEN MÄNNER" auf die Shortlist der besten SF-Bücher 2013 gewählt wurde. Vielen Dank an alle, die mir ihre Stimme gegeben haben. Wie ich zum Schreiben gekommen bin? Die ganze Sache entstand eigentlich aus einem Spaß heraus. Irgendwann nach dem Abi traf ich zufällig einen alten Schulkameraden in der Stadt. Man sprach über dies und das und kam irgendwie auch auf die Lieblingsbücher, die man las. Wie sich herausstellte, waren wir beide absolute Fans von Edgar Allan Poe und Stephen King, der gerade erst anfing, in Deutschland Fuß zu fassen. Aus einer Laune heraus beschlossen wir, selbst einmal Horror-Stories zu schreiben. Für etwa ein Jahr schickten wir uns gegenseitig die Erzählungen zu (per Post! - eMails + Co lagen noch in weiter Ferne), bis wir es dann wagten, die besten Stories auch an Magazine zu schicken. Nach nur wenigen Versuchen wurden zwei unserer Geschichten von einem damals großen Männermode-Magazin gekauft. Der Rest ist - wie man so schön sagt - Geschichte. Sehr schade ist nur, dass mein Freund aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen mit dem Schreiben aufhören musste. Er besaß ein verdammt großes Talent!! - Wer Interesse an meinen Arbeiten im allgemeinen und UMC im besonderen hat, findet alle Infos auf meiner HP. Feedback ist immer erwünscht. :-) http://www.arthur-gordon-wolf.de

Ja, herzlichen Glückwunsch! Erst mal auf Deiner Homepage stöbern und danke auch!

Kat_Marcuse

vor 4 Jahren

Hallo!
Erst mal vielen Dank für die tolle Platzierung von „Lynettes Erwachen“ Ich bin noch immer ganz von der Rolle.

Ich, Kat Marcuse, wurde 1970 in Leipzig, im Sternzeichen Waage, an einem Sonntag, mit Blitz und Donner geboren. Mehr muss ich wohl nicht dazu sagen. Ein bisschen verrückt erleichtert das Leben ungemein.

Wie ich zum Schreiben kam, weiß ich gar nicht mehr so richtig. Gedichte waren für mich schon immer eine Form, mit meiner Gefühlswelt klarzukommen. Kleinere Geschichten entstanden durch eine blühende Fantasie.
Meinen ersten wirklichen Roman schrieb ich allerdings erst mit 39. Dieser wurde beim Plaisir d'Amour Verlag unter dem Titel "Isabellas Unterwerfung" veröffentlicht. Warum mir diese Passion erst so spät ins Bewusstsein rückte, kann ich nicht sagen. Seit dem bin ich vom Schreiben fasziniert und in kreativen Phase wie besessen. Ich tauche völlig in diese Welt ein, kann gar nicht so schnell tippen, wie die Bilder in meinem Kopf entstehen.

Wer noch mehr über mich, meine Arbeit und bisherigen Veröffentlichungen erfahren möchte, kann sich gern auf meiner Homepage http://www.kat-marcuse.de/ umsehen.

Buch: Lynettes Erwachen
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