Liebe Frau Löhnig, es ist jetzt halb fünf und ich habe Kaffee getr...

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 8 Jahren

Liebe Frau Löhnig, es ist jetzt halb fünf und ich habe Kaffee getrunken, machen Sie auch Pause zwischendurch, oder kleben Sie auf Ihren Stuhl fest, um sich heute ganz den Fragen zu widmen? Ich habe da nämlich auch noch eine:
Sie arbeiten am Computer, schreiben Sie auch noch mit der Hand - z.b.: die erste Fassung, oder die Charaktere?
Beherrschen Sie das zehn-Finger-System und wie lange brauchen Sie im Allgemeinen, für ein Manuskript, bzw. wie viel (Seiten) schreiben Sie am Tag?

PS: Ich bleibe gerne beim "Du", aber heute bin ich keine Schwester, sondern eine neugierige Fragestellerin, die den Respekt wahrt. ;)

Inge Löhnig

vor 8 Jahren

Der Reihe nach: 1) Ich klebe nicht am Stuhl und wurde heute auch schon toll von meinem Mann bekocht. Mein Arbeitszimmer ist praktischerweise neben Küche und Esszimmer angesiedelt, so kann ich zwischendurch immer wieder mal gucken, was sich hier so tut. 2) Ich schreibe möglichst wenig mit der Hand. Das liegt ganz einfach daran, dass ich eine grausliche Handschrift habe, die mir häufig Schwierigkeiten beim Entziffern bereitet. 3) Ja, ich schreibe mit zehn Finger. Ich habe das in der Schule gelernt, immer darauf geschimpft (das brauche ich doch nie!) und bin heute froh, dass ich es kann. 4) ... folgt aus Platzgründen im nächsten Antwortfenster.

Inge Löhnig

vor 8 Jahren

4) Für einen Dühnfort-Roman brauche ich mit allem Drum und Dran etwa ein Jahr. Recherche, Figurenentwicklung und Planung benötigen je nachdem, wie umfangreich die Recherche sein muss, etwa 3 bis 5 Monate. Die erste Fassung des Manuskripts schreibe ich in etwa 4 Monaten, wobei mein Schreibpensum 3 Seiten pro Tag an sieben Tagen in der Woche beträgt. Schaffe ich nur zwei, muss ich am nächsten Tag vier Seiten schreiben. Schaffe ich fünf muss ich am nächsten Tag trotzdem drei Seiten schreiben. Dann geht es ans Überarbeiten in zwei bis drei Durchgängen, erst dann gebe ich das Manuskript an meinen Lektor (der natürlich zwischendurch immer etwas zu sehen bekommt). Die redigierte Fassung wird dann nochmals überarbeitet und dann gibt es irgendwann Satzfahnen, die Korrekturgelesen werden und damit ist meine Arbeit am Manuskript dann beendet.

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