Liebe Frau Schmidt, Ihr Buch Kind auf der Treppe wird von vielen ...

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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 7 Jahren

Liebe Frau Schmidt,

Ihr Buch Kind auf der Treppe wird von vielen gelobt und viele sind erstaunt, was in ihrer Fantasie so "grausames" passieren kann. Haben Sie manchmal selber Angst davor?

rallus

vor 7 Jahren

Was mich immer privat interessiert an Autoren die düstere Thriller schreiben, ist: Wenn Sie schon Angst vor einem Dunkelrestaurant hast, also ein Verlust eines Sinnes (Natürlich einer der wichtigsten beim Menschen) warum schreiben Sie dann einen Thriller mit solch einem recht grausamen Inhalt, der einem schon beim Nachdenken Angst macht. Ist denn die Beschäftigung mit solch wirklich grausamen Themen und Ausdenken nicht schon an sich "pervers"?

rallus

vor 7 Jahren

Sorry habe ich falsch eingegeben, sollte keine Antwort sein...

MacBaylie

vor 7 Jahren

@rallus

Also ich denke, dass man gerade auf diese Weise seine eigenen "Ängste" wegschreiben kann. Mir geht es jedenfalls so ähnlich ;-) Pervers würde ich das jetzt nicht nennen. :-)

KarlaS

vor 7 Jahren

Liebe Wolfbooks und rallus - nein, ich habe keine Angst vor meiner Fatasie.
Solche Vorstellungen machen mir, solange sie aus meinem eigenen Kopf kommen und ich sie kontrollieren kann, keine Angt.
Die Thriller anderer Autoren können mir Angst machen, weil ich nicht weiß, was da noch alles kommt. (So wie ich im Dunkelrestaurant nicht sehen kann, "was kommt".) Wenn ich schreibe, entscheide ich aber selbst, was kommt. Das ist der große Unterschied.
Aber selbst die Angst hat eine Funktion - nach dem ollen Aristoreles nämlich die, dass wir uns zwar erst verängstigt, hinterher aber erleichtert und besser fühlen. Im Fachjargon nennt man das "Katharsis". Man könnte auch sagen: Es ist schön, wenn der Schmerz nachlässt.
In der Psychologie nennt man es "Angstlust": Indem man sich einer beängstigenden Erfahrung stellt, erlebt man die Erleichterung, in Sicherheit und am Leben zu sein, umso stärker. Bergsteiger erleben Angstlust, Bungeejumper, S-Bahn-Surfer. Oder Thrillerleser.

KarlaS

vor 7 Jahren

@rallus

Ja, das trifft es auch gut, finde ich: Man stellt sich gewissen Sachen, arbeitet sie durch. Und schreibt sie sich so vom Leib.

rallus

vor 7 Jahren

@KarlaS

Dann bin ich ja beruhigt, daß ich keine Angst habe, denn schockierende, grausame Thriller lese ich nicht und Horrorfilme sehe ich nicht. Ich finde es für mich beunruhigend diese Fantasien zu haben bzw. wenn andere diese darstellen. Die menschliche Fantasie ist da sehr ausgeprägt. Manches mal habe ich auch das beängstigende Gefühl, daß sich manche Menschen daran ein Vorbild nehmen...

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