Liebe Ivonne, du fasziniert mich sehr als Mensch, Frau und Autorin...

Neuer Beitrag

Hedwig

vor 7 Jahren

via Fragen an Ivonne ...
Hedwig

Liebe Ivonne, du fasziniert mich sehr als Mensch, Frau und Autorin. Hier meine Fragen an dich:
- Da du bereits mit 9 Jahren dein erstes Buch geschrieben hast, möchte ich gern erfahren, ob die schriftstellerische Neigung in eurer Familie liegt.
- Verarbeitest du in deinen Büchern auch eigene Erfahrungen und Erlebnisse?
- Inwiefern spielen Spiritualität und germanische bzw. keltische Weisheiten eine Rolle in deinen Romanen? (Ich denke dabei an die Zeichen auf dem Cover deiner Bücher.)
- Fühlst du dich selbst zu germanischen Weisheiten und Naturheilkunde hingezogen?
- Hast du Informationen von Zeitgenossen deines Ortes zu geschichtlichen Hintergründen erhalten?
- Welche Rolle spielt Kunstgeschichte in deinen Romanen?
- Liest du deine Bücher mit deinen Schülern bzw. wissen deine Schüler, dass du eine freischaffende Autorin bist?
- Woher nimmst du deine Inspirationen für ein neues Buch?
- In welchen Zeitabschnitten schreibst du deine Bücher?
Steffi

Huebner

vor 7 Jahren

Hallo Hedwig,
vielen Dank für die Komplimente,
Ich komme aus einem sog. Lesehaushalt. Meine Eltern fressen Bücher, anders kann ich es nicht sagen (außer meine, die sind zu dick - mmh)
Also, nein, aus meiner Familie kommt nicht die Schriftstellerische Neigung, aber auf jeden Fall das Kreative. Um eigene Erfahrungen und Erlebnisse kommt man nicht herum beim Schreiben, schon allein was die Verhaltensmuster von Figuren angeht, da findet man sich oder aber seine Reaktionen auf bestimmte Menschentypen wieder.
Keltisches und Spirituelles im Allgemeinen ist mir sehr wichtig, obwohl ich da nicht abgehoben bin, sondern auch für alle Phönomene rational-logische Erklärunegn suche. Ich finde es aber schön, dass viele Glaubensfragen so tief verankert sind und insbesondere so sehr an die Natur gebunden sind. Naturheilkunde verstehe ich nicht, beeindruckt mich aber und wenn man einen Bogen um Chemie machen kann...

Huebner

vor 7 Jahren

... bin ich dabei. Kulturgeschichte geht nicht von ihrer Kunst zu lösen, das muss zusammenfließen, dann erst kann das Ganze funktionieren.
Nein, meine Schüler haben keine Ahnung, welch geniale ;-) Lehrerin sie haben. Ich lese meine Bücher nicht mit ihnen. Manchmal juckt es mich in den Fingern, besonders wenn wir in der 13.Jahrgangsstufe Dialektologie behandeln, einfach mal den Roman zu Hand zu nehmen und die im Anhang befindliche Karte vorzuzeigen und zu statuieren: "guckt: war nicht alles deutsch, was sich jetzt so anhört." (Aber Gottseidank hab ich die KArte auch als Folien, da muss ich mich nicht egozentrich produzieren, das mag ich nicht machen.)
Inspiration finde ich meist beim Stöbern von Fachliteratur, so auch gern mal während der Unterrichtsvorbereitung (das ist manchmal so mühsam, besonders an einem sonnigen Sonntag, da schweifen sehr gern die Gedanken in vergangene Jahrhunderte.)

Huebner

vor 7 Jahren

... Da kann es schon mal passieren, dass man bei der Vorbereitung einer Gedichtanalyse zu Walter von der Vogelweide die verrückteste Lovestory spinnt vor lauter Langerweile. Ich schreibe meistens mehrere Romane zur gleichen Zeit, je nach Gefühlslage. Sodass es da keine Abstände gibt. Und noch bevor eines der Parallelprojekte fertig ist, fange ich meist schon wieder ein neues an - zu viele Ideen, das kann sich kein Mensch merken, also schreib ichs gleich auf.
Danke für die superschönen Fragen.
Und sorry, dass ich sie so auseinandergerissen beantwortete, so viel Platz ist für Antworten wohl nicht vorgesehen - da haben die Web-creator wohl nicht bedacht, dass Autoren zum Vielschreiben neigen.
LG
Ivonne Hübner

Neuer Beitrag